Info-01-2016

 

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Schützenzeitung 2016

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St. Sebastian 1733 Schwaney Schwaneyer Ausgabe 9 Dezember 2016 SchützenZeitung www.schuetzen-schwaney.de

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Bataillon Interview mit Horst und Werner „Hallo Ex“ sagt der eine – „hallo Ex“ antwortet der andere. Ex heißt für beide – hallo „ehemaliger Brudermeister“. Noch heute denken sie gerne an ihre Zeit im Vorstand: Werner Rustemeier war Hauptmann der Ostkompanie, später Brudermeister im Bataillon Horst Otten fing als Schriftführer der Westkompanie an, wurde dann Adjutant, Oberst und Brudermeister im Bataillon. Zusammen bringen sie es auf über 55 Jahre im Vorstand – davon 6 Jahre, die beide gemeinsam als Tandem an der Spitze unserer Bruderschaft gestanden haben. Was ist geblieben, wo finden wir ihre Spuren und wie erleben beide den Verein aus heutiger Sicht? Fragen wir einfach mal nach…. Heribert: „Was ist euch noch in Erinnerung geblieben?“ Werner: „Ich denke oft an die Zeit in der Ostkompanie, an damalige Herbstfeste, Wandertage und besonders an häufige Zeltaufbauten. Außerdem an Franz Finke, der gleichzeitig Kompanieführer im Westen war. Mit ihm konnte man die berühmten „Pferde stehlen“. Schade, dass er uns so früh schon verlassen hat. Wir sahen uns beide als wichtiges Bindeglied zum Bataillon. Nicht so lange diskutieren, …lieber anpacken… war unsere Devise. In diese Zeit fällt auch der Bau der Schwaneyer Dorfeingangsschilder. Ohne Helfer und Sponsoren hätte ich es allein aber nicht geschafft. Ebenfalls entstand damals die Idee einer Feld- und Flurreinigung. Noch heute treffen sich einmal im Frühjahr circa 60-70 Vertreter aller Vereine und fahren die Straßen außerhalb des Dorfes ab. Du hast nach Spuren gefragt – das sind bereits zwei. Die dritte Spur war ein Glücksfall. Im Zuge des Hochwasserschutzkonzeptes, im Jahr 2010, musste der alte Schießstand an neuer Stelle wieder aufgebaut werden. Eine lange und aufregende Geschichte, die letztlich zu einer schönen Grünanlage und einem sicheren Schießkeller geführt hat.“ Horst: „1986 wurde ich zum Schriftführer im Westen gewählt und war quasi die rechte Hand meines Vaters, der dort als Hauptmann das Zepter schwang. Er wurde zwei Jahre später von Franz Finke abgelöst, mit dem ich unvergessliche Stunden rund um das Schützenwesen verbrachte. Meine Zeit als Adjutant – mit Oberst Josef Potthast – war pure Lust und Freude am Feiern. Man war jung und ließ keine Gelegenheit aus. Als Karnevalspräsident – mit fast 70 Akteuren an der Seite – das Programm zu organisieren, war über 10 Jahre mein jährliches Highlight. Das Jubelfest 2008 erlebte ich als Oberst und der Umzug mit fast 1500 Schützen ist mir noch in guter Erinnerung geblieben. Während der einjährigen Vorbereitung zogen alle an einem Strang und es entstand ein toller Teamgeist. Sowohl im Vorstand, wie auch im Dorf. Die damals gefertigten Schützenwappen sind auch heute noch an vielen Häusern zu sehen. Und die Patenschaften „wir pflegen hier ein kleines Stück Schwaney“ gibt es immer noch. In meiner späteren Rolle des Brudermeisters – den Degen des Obersts hatte Hermann Bergmann übernommen – war für mich die Ausrichtung des Bezirksverbandstages Paderborn Land im Jahr 2013 der absolute Höhepunkt. Im Fotoalbum der Schützen-Homepage erhält man einen Eindruck, dass Organisation und Durchführung nur mit einem tollen Vorstandsteam – und vielen Frauenhänden – möglich waren. Eine Super-Veranstaltung ! Heribert: „Was bedeutet Tradition für euch?“ Schützenwesen wird häufig mit Tradition in Verbindung gebracht. Tradition ist normalerweise etwas, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Man kann das sowohl positiv als auch negativ sehen. Wichtig ist, dass uns alte Werte nicht lähmen sondern Ansätze für frische Ideen sind. Gelebtes Brauchtum muss einerseits das Gefühl von Heimat vermitteln, darf andererseits aber nicht den Wandel der Zeit verpassen. Das macht die Aufgaben eines Vorstandes so spannend und gleichzeitig interessant. Mit über 750 Mitgliedern auf Augenhöhe sein ist nicht einfach und für manche Entscheidung erntet man auch Kritik oder Kopfschütteln. Offenheit und demokratisches Verständnis in den vier Vorständen sind deshalb Grundvoraussetzung, um als Bataillon gemeinsame die Richtung vorzugeben. Heribert: „Muss sich ein Verein auf ständige Veränderungen einstellen, damit die Mitglieder nicht weglaufen? Frei nach dem Motto: „Entweder du gehst mit der Zeit – oder du gehst mit der Zeit“. 2

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Bataillon Tradition und Veränderungen müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Aufgabe ist, eine gesunde Mischung aus alten und bewährten Dingen mit neuen Anreizen zu verbinden. Die Fundamente dazu finden wir in den Kompanien und bei den Jungschützen. Diese haben das Ohr am Schützen und können ihre Eindrücke weitergeben. Nicht vergessen dürfen wir alle Schützensenioren, die bei ihren Treffen eifrig auch Vereinspolitik diskutieren. Die Schießsportabteilung ist ein Eckpfeiler der Bruderschaft. Nur wenige Schützenvereine bieten ihren Mitgliedern die Möglichkeit, sich ganzjährig in Wettkämpfen mit anderen Mannschaften zu messen. Dass hier auch weibliche Mitglieder gerne gesehen werden, darf an dieser Stelle einmal ausdrücklich gesagt sein. Ich freue mich, dass die Truppe um Hans-Jürgen und Manfred und das gesamte Vorstandsteam erfolgreiche Arbeit leistet und sogar im Schülerbereich gut aufgestellt ist. Heribert: „Wie nehmt ihr die Schwaneyer Bruderschaft heute wahr?“ Werner: „Durch die Dienstagstruppe habe ich immer noch engen Kontakt zum Schützenwesen und bin gut informiert. Auch der Vorstand ist sehr froh und dankbar, dass wir einmal wöchentlich kleinere Reparaturen in der Halle durchführen. Da die meisten Bataillonsvorständler berufstätig sind, müssten diese Stunden sonst an den Wochenenden erledigt werden. Zusammen arbeiten heißt aber auch zusammen feiern… 2-3 Mal im Jahr treffen wir uns in gemütlicher Runde zum Wandern und zum Weihnachtsessen beim Festwirt Johannes Keuter in Buke. Als Ehrenoffizier besuche ich gerne auch unsere Jubilare. Dabei lassen wir viele alte Geschichten rund um unsere Bruderschaft wieder wach werden.“ Horst: „Berufliche Veränderungen ersparten vor drei Jahren mir den häufig beschriebenen „Fall in ein tiefes Loch“. Die Erkenntnis beim nächsten Schützenfest, nicht mehr ganz vorn zu stehen, nicht mehr gefragt zu werden oder auch keine Verantwortung zu haben, fühlte sich anfangs etwas komisch an. Aber jetzt auch mal ein Bier ganz in Ruhe trinken zu können oder mit dem Enkelkind Karussell zu fahren, hat ebenfalls sein Gutes. Man sieht die Protagonisten an der Front mit anderen Augen und schätzt ihre Arbeit noch mehr. Der gesamte Vorstand garantiert jedes Jahr durch seine gute Vorbereitung einen perfekten Ablauf der Veranstaltung für unser Dorf Schwaney – auch 2016 war das so ….Chapeau !! Weniger im Vordergrund aber genauso wichtig sind die Aktivitäten außerhalb der Pfingsttage. Mit der Pflege unserer Schützenhalle am Dorfeingang leistet die Bruderschaft einen großen Beitrag, der nicht oft genug erwähnt werden kann. Was wären wir ohne diese Räumlichkeiten? Wo wollten wir sonst Karneval, Hochzeiten oder runde Geburtstage feiern, große Versammlungen, Klönnachmittage und Kabaretts abhalten oder Kleiderbörsen anbieten, den Nikolaus empfangen oder Weihnachtsmärkte gestalten? Zusätzlich haben alle Abteilungen ihr eigenes und reichhaltiges Angebot – von Wandertagen über Oktoberfeste, Adventstreffen der Senioren, Weihnachtsschießen im Schießsport, Weihnachtsbaumaktionen der Jungschützen …. und und und. Schnell wird klar: diese Bruderschaft lebt ! Der Wermutstropfen ist manchmal die Beteiligung an Veranstaltungen – alles getan aber keiner nimmt es wahr. Sind wir alle übersättigt oder schlecht informiert? Dieser Frage muss man als Vorstand ständig nachgehen. Für mich kam die Erkenntnis, dass ich viele Dinge nicht mehr auf meinem Radar hatte – schließlich telefoniert man seltener mit dem Oberst oder Geschäftsführer. Ja – es gibt Aushänge im Schaukasten an der Halle … Infos durch Homepage und Tageszeitung … Newsletter Schießsport … Schützenzeitung … ist das schon zu viel oder immer noch zu wenig?? Ich habe auch keine Antwort“. Heribert: „Wie seht ihr die generelle Zukunft für Vereine?“ Vereine sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen – rund 600.000 gibt es in Deutschland. Da wird für jeden der Kuchen etwas kleiner und die Zahl der jeweiligen Mitglieder schrumpft zwangsläufig. Aber kein Grund zur Panik im Eggedorf Schwaney. Für unsere Bruderschaft sehen wir in punkto Nachwuchs keine dunklen Wolken aufziehen. Die Jungschützen stehen mit beiden Beinen auf dem Boden – Patrick macht dort einen tollen Job. Über die Schießsportabteilung hatten wir bereits gesprochen…. sozusagen: alles im grünen Bereich. Die Ostkompanie hat mit Stefan Lütkemeier einen neuen Hauptmann mit langjähriger „Berufserfahrung“ im Vorstand. Lieber Stefan, herzlichen Glückwunsch zur Wahl, viel Spaß und Erfolg im jungen und dynamischen Vorstand!! Gute Ideen kommen auch vom Westen – als absolute Kracher können diese Jungs ihre Acker-Rodeos der letzten Jahre verbuchen. Wir sind sicher – auch hier geht’s weiter mit Vollgas in die Zukunft. In unserer Bruderschaft sind geschätzt 80% aller männlichen Bewohner über 18 Jahre eingetragene Mitglieder. Darauf darf man auch mal stolz sein und gut besuchte Schützenfeste sollten dem Bataillon Beweis genug sein, auf einem richtig guten Weg zu sein. Weiter so !! Insgesamt muss man sagen, dass ein Dorf von Gemeinschaft lebt. Darum sollte auch weiterhin jeder jeden – wenn irgendwie möglich - mit seiner Teilnahme unterstützen. Alt und Jung gehören an einen Tisch oder meinetwegen auch an eine Theke. Wenn wir dann noch über den Tellerrand hinaus schauen, erkennen wir, dass unsere Gesellschaft Offenheit und Toleranz erwartet. Diskussionen über Muslime, Religion oder Schwule als Könige dürfen in Zukunft nicht ausgeklammert werden. Wir werden es aus unserem „Schützen-Ruhestand“ verfolgen. Bis bald - Euer Horst & Werner 3

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Bataillon Schwaneyer Biervielfalt im Ellertal Die St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney 1733 e.V. hat am vergangenen Samstag zur ersten Schwaneyer „Biervielfalt im Ellertal“ eingeladen. Im Ausschank gab es das Warsteiner- Premium Pilsener, -Herb, -Alkoholfrei und -Kellerbier sowie König Ludwig- Hell, -Dunkel, -Weissbier hell wie auch Frankenheim Alt, sogar als Altbierbowle. Mit dieser Auswahl traf man den Geschmack aller Gäste, die sehr zahlreich erschienen waren und in den Genuss des preisgünstigen Bieres (1,00€/0,2 ltr) kamen. Außerdem wunderten sie sich über die umgestaltete Schützenhalle, die sie kaum wieder erkannten. Nach großem und ausgiebigem Lob für diesen Aufwand, waren die zahlreichen Arbeitsstunden der Vorstandsmitglieder schnell vergessen und die wochenlangen Vorbereitungen hatten sich gelohnt. Ein solches Event müsse auf jeden Fall im kommenden Jahr wiederholt werden, war der einhellige Tenor der Besucher. Als Höhepunkt des Abends wurde ein Reisegutschein im Wert von 500 € für eine Reise nach Mallorca verlost. Der glückliche Gewinner ist Dietmar Leineweber, der sich nun auf die Balearen Insel freuen darf. Für die musikalische Gestaltung des Abends wurde die Band „Genial Life“ verpflichtet, die für kurzweilige Stunden sorgte und als Stimmungsgarant mit zum Erfolg beigetragen hat. „Biervielfalt im Ellertal“: Die fleißigen Helfer hinter der eigens gebauten Theke Klönnachmittag der Bruderschaft Eine Woche zuvor begrüßten Brudermeister Elmar Rüther und Oberst Hermann Bergmann die Schützensenioren mit Anhang und die Schützenwitwen der Bruderschaft zum traditionellen Klönnachmittag. Nach dem Motto „rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze“, waren circa 170 Gäste pünktlich zum Start um 14:30 Uhr vor Ort. Spätestens als das amtierende Königspaar mit ihrem Hofstaat und den Vorstandsfrauen das Kuchenbuffet auftrugen, fühlten sich alle gut aufgehoben. Ein besonderer Dank ging auch an die Nachbarn der Schützenhalle, die den Trubel „in und um“ die Halle mit großer Geduld im ganzen Jahr ertragen. Neben guten Gesprächen und toller Stimmung, wurde der Film „1.000 Jahre Schwaney - Ein Dorf an der Egge“ aus dem Jahr 1970 gezeigt. Dieser wurde damals mit sehr großem Aufwand erstellt und begeisterte die Besucher, die diesen Teil der Dorfgeschichte live miterlebt haben. Oberst Hermann Bergmann bedankte sich bei den Vorstandsfrauen für die Kuchen, bei den Vorstandskollegen für ihre Arbeit und bei Hildegard Rüther für die Organisation der Kuchen. Ein schöner Nachmittag mit dankbaren Gästen, der erst am späten Abend endete. Klönnachmittag: Ein Blick in die gut besuchte Schützenhalle Schwaney 6

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Ost-Kompanie Stefan Lütkemeier ist neuer Hauptmann der Ostkompanie Es hatte sich bereits herumgesprochen, dass Matthias Schäfers als Chef der Ostkomanieschützen zurücktreten wird. In einer Ansprache erklärte er bei der Jahreshauptversammlung seine Motive, warum er die Vorstandsarbeit nach 19 Jahren aufgeben muss. Er bedankte sich bei allen Personen und hiervon besonders bei seiner Familie, die ihm bei den Vorstandstätigkeiten und insbesondere in seinen acht Jahren als Hauptmann zur Seite standen. Als letzte Amtshandlung schlug der 51-jährige scheidende Kompaniechef seinen bis dato Stellvertreter, Stefan Lütkemeier zu seinem Nachfolger vor, der von der Versammlung gewählt wurde. Der 29-jährige ist ein Vollblutschütze und im Schützenwesen trotz seines jungen Alters kein unbeschriebenes Blatt. Seit 2005 ist er im Kompanievorstand tätig, 2008 folgte er Matthias Schäfers auf dem Posten des Schriftführers und war somit auch dessen Stellvertreter als Hauptmann. Von 2010 bis 2014 war er im Diozösanjungschützevorstand tätig und 2009 Jungschützenkönig in der Bruderschaft. Wandertag der Ostkompanie Bei strahlendem Sonnenschein startete die Ostkompanie am 11. Juni den jährlichen Wandertag mit einem Marsch durch die Schwaneyer Feldflur. Zur Stärkung warteten bereits unsere Vorstandsfrauen mit Kaffee und Kuchen auf unsere Gäste an Priggers Teich. Stefan Lütkemeier begrüßte die Gäste und eröffnete das Kinderkönigschießen, bei dem es wieder eine rege Teilnahme gab. Kinderkönig wurde in diesem Jahr Lasse Stangier, die Prinzenwürden wurden von Victoria Auffenberg (Zepter), Marie-Liz Rustemeier (Krone) und Catharina Auffenberg (Apfel) errungen. Auch um den Entenkönig gab es in diesem Jahr einen harten Kampf. Unser Hofstaat bewies eine außerordentliche Treffsicherheit so dass gleich zwei Hofherren eine Würde errungen. Unser Entenkönig 2016 wurde Frank Elwart, sein Hofstaatskollege Martin Heathcote erreichte die Prinzenwürde zusammen mit Sven Andrecht und Michael Auffenberg. Nach den Spielen gingen wir zum gemütlichen Teil des Abends über, welcher bis in die späten Abendstunden andauerte. Ostkompanie pflegt das Ehrenmal in Vorbereitung auf das Schützenfest haben einige Vorstandsmitglieder der Ostkompanie, um Hauptmann Matthias Schäfers, in diesem Jahr das Ehrenmal gereinigt und die Blumenbeete auf Vordermann gebracht. Diese Aufgabe wird in jedem Jahr von der Kompanie übernommen, die nicht „Königskompanie“ ist. Außerdem haben sie wieder die Festwiese am Ulmenweg hergerichtet, die am Dienstag - nach dem Frühschoppen - wieder Ziel für die Ehrengäste ist. Auch da engagieren sich diese Schützenbrüder immer beim Zeltaufbau und dekorieren des Festgeländes. Auch die Vorstandsfrauen lassen es sich nicht nehmen und unterstützen Ihre Männer. Der Dank des gesamten Schützenbataillons gilt AUCH diesem Team, das immer wieder zum Gelingen des Festes beiträgt. 7

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Ost-Kompanie Die Wiesn vor der Haustür - Oktoberfest der Ostkompanie in Schwaney Bierfassstemmen, Nageln, Haxen essen und dazu das eine oder andere Maß – das war das diesjährige Oktoberfest der Ostkompanie. Muss man dafür 800 Kilometer zu Theresienwiese nach München auf sich nehmen? Sicherlich nicht, das geht auch im geographischen Zentrum des Hochstifts, also in Schwaney. Dies dachten sich auch die mehr als 300 Besucher des von der Ostkompanie organisierten Oktoberfestes, die das festlich in blauweiß geschmückte Zelt auf dem Gemeindeplatz in der Schwaneyer Dorfmitte besuchten. Ab 18 Uhr spielten zunächst, auf dem mit herbstlicher Erzeugnissen und Timber-Art liebevoll gestalteten Zeltvorplatz, die „Eggeländer-Böhmisch“ mit bayerisch-böhmischer Live-Musik auf. Sie versetzten nicht nur die zahlreich eintreffenden Besucher gleich in die richtige Stimmung, sondern umrahmten auch den wenig später durch den Schützenoberst Hermann Bergmann vorgenommenen Fassanstich. Dieser konnte nach drei Schlägen das traditionelle „O-Zapft is!“ verkünden. Beim anschließenden Freibier und auch darüber hinaus konnte ein jeder Mann zeigen, dass er sich auch in den traditionellen bayerischen Wettbewerben Bierfassstemmen, Baumstammsägen, Nageln und Maßkrugstemmen versteht. Die Damen hatten einen etwas einfacheren Part, im Dirndl gekleidet durften sie einfach gut aussehen, um von einer Jury zur Siegerin auserkoren zu werden. Zu erschwinglichen Preisen konnten die alle dann frische Haxen mit Sauerkraut, Nürnberger-Würstchen und natürlich deftigen Leberkäs genießen. Nach dem Dunkelwerden wechselte die musikalische Gestaltung von den schunkelnden Klängen vor dem Zelt zu Oktoberfest- und Partymusik im Zelt durch Markus Berens von BDM-Systems. Das Trachtentradition und Schunkelschlager auch für junge Leute attraktiv sein kann, zeigte sich dabei klar. So feierten die 16-jährigen mit ihren Eltern und zum Teil Großeltern bis tief in die Nacht. Kabarett in Schwaney Zum ersten Mal hat sich der Vorstand der Ostkompanie an die Organisation eines Kleinkunstabends gewagt. Gekommen ist mit Lioba Albus, gleich eine der ganz Großen ihres Fachs. Die aus dem WDR-Fernsehen bekannte Sauerländerin begeisterte durch ihre Wandlungsfähigkeit. Sie zeigte, dass Scheitern kein Grund zum Verzweifeln ist, sondern dass das Leben auch immer eine komische Seite parat hält. Die exzellent entwickelten Charaktere dienten ihr dazu, allen die alltäglichen Situationen des Scheiterns vor Augen zu führen. Das Spektrum reichte von ihrer Paraderolle, der in die Jahre gekommenen Sauerländerin Mia Mittelkötter die jeden unnötigen Körperkontakt zu ihrem glatzköpfigen Gatten Gustav vermeidet, da dieser zu häufig „sein schönstes Lächeln neben sich im Wasserglas aufbewahrt“ und sich stattdessen einen gut aussehenden Flüchtling in die Wohnung geholt hat – allerdings nur zum Angucken und nicht zum Anfassen, „damit die Eierstöcke mal wieder Tango tanzen“ können. Weiterhin über Detlef, der volltrunken die bis dahin gemütliche Geburtstagsfeier seines besten Freundes mit einer Brandrede sprengte, bis zur Dame mit den roten Schuhen, die auf Liebesschnulzen steht, zuhause aber nur den Dickbäuchigen Mann mit einem „Zwerg hinterm Berg“ besitzt, sie aber nicht Schneewittchen ist. Mit ihren Kunstfiguren bewies Lioba Albus, dass sie Ihren Beinamen „Wortvulkan“ mehr als verdient hat. Mit diesem ersten Kabarettabend hat sich die Ostkompanie an etwas Neues gewagt und wurde nicht enttäuscht. Die 200 Gäste, die Künstlerin sowie der Vorstand waren begeistert. Motiviert durch die positive Resonanz aller Beteiligten soll ein solcher Abend gerne wiederholt werden. Totengedenken Foto: v.l. Stefan Lütkemeier, Manuela Hillebrand (Dirndlwettbewerb), Dietmar Koch (Baumstammsägen), Benedikt Koch (Maßkrugstemmen), Ralf Drewes (Strammste Waden), Simon Potthast (Nageln), Steffen Koch (Bierfassstemmen) Wir wollen nicht trauern, dass wir sie verloren haben, sondern dankbar sein dafür, dass wir sie gehabt haben, ja auch jetzt noch besitzen. Denn wer heimkehrt zum Herrn, bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie und ist nur vorausgegangen. (Hl. Hieronymus) Wir trauern um unsere verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jahres und werden noch oft an sie denken. 8

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West-Kompanie Tanz in den Mai Am 30. April 2016 war es mal wieder so weit. Die Westkompanie veranstaltete wieder ihr Event „Tanz in den Mai“. DJ Andy brachte durch seine musikalische Unterhaltung wieder viele Besucher dazu, sich auf der Tanzfläche ausgiebig zu bewegen. An diesem Abend gab es in der Schwaneyer Schützenhalle erstmalig ein kleines Highlight, eine Square Dance Gruppe aus der näheren Umgebung hatte ihren Auftritt. Was braucht man mehr als gute Musik, eine wohlige Atmosphäre, gekühlte Getränke und gut gelaunte Freunde aus Nah und Fern. Der Westkompanie Vorstand bedankt sich bei allen Helfern, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben und freut sich jetzt schon auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr, wenn es am 30. April wieder heißt, die Tanzfläche ist eröffnet. besten Stücke fanden ihren Weg auf den Hof von Josef Böddeker, Paderborner Straße. Samstagmorgen wickelte ein eingespieltes Team helfender Hände, was das Zeug hielt. Mittags hing das meiste Grün dort, wo es auch hängen sollte. Nach einer ordentlichen Stärkung wurde die Königsallee angefahren, der wunderschön gewickelte Bogen wurde aufgestellt und die große Königskrone hergerichtet. Zuletzt steckten wir die obligatorischen Schützenfähnchen und fuhren zur Halle, um die Bühne zu dekorieren. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die bereitwilligen Helfer. Schmücken für Claudia und Michael Westkompanie gleich Königskompanie. Unter diesem Motto wurde bereits am Donnerstag vor Pfingsten damit begonnen, Schützenwimpel über die Königsallee zu spannen. Freitagnachmittag zogen unsere Mannen unter Führung von Wilfried Kröger in den Emder Wald. Das Grün wurde vorsortiert und nur die IMPRESSUM Ausgabe 9/Dezember-2016 Herausgeber: St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney 1733 e. V. Paderborner Straße 7, 33184 Altenbeken-Schwaney Oberst: Hermann Bergmann E-Mail: vorstand@schuetzen-schwaney.de Internet: www.schuetzen-schwaney.de Redaktion: Burkhard Freff, Hans Josef Knoke, Stefan Lütkemeier, Udo Lütkemeier, Heribert Rehermann, Patrick Sendermann Satz und Druck: mertens mediaservice, Salzkotten-Thüle 9

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West-Kompanie Schießsport Der Familienwandertag der Westkompanie begeisterte Alt und Jung Am 28. August 2016 richtete die Westkompanie der St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney, seit einigen Jahren mal wieder, einen Familienwandertag aus. Bei herrlichem Wetter trafen sich 75 Teilnehmer, davon 13 Kinder, an der Schützenhalle und wanderten durch die Salenkruke in das wunderschöne Dune Tal. Bei herrlichem Sonnenschein genossen alle Anwesenden während des ersten Pit-Stopp die erfrischenden Getränke und gereichten Süßigkeiten. Die angebotene Fahrt mit der Pferdekutsche wurde sehr gerne, überwiegend natürlich von den Kindern, angenommen. Diese hatten einen Mordsspaß und alle wollten auch einmal direkt vorne auf dem Kutschbock neben dem Kutscher, Norbert Böddeker, sitzen. Nachdem das Ziel erreicht war, wurden alle Gäste von den Vorstandsmitgliedern zwischen Hüpfburg, Schaukel, Torwandschiessen, Nagelklötzen und dem richtigen Gespür beim Balken-Sägen, schmackhaft verköstigt. Ein besonderes Schmankerl für Alt und Jung war das Bogenschießen. Besonderen Dank dafür gilt Willi Knoke (Basts Willi) und seiner Bogenschützenkollegin Monika Mertens. Die Beiden führten in hervorragender und vorbildlicher Art und Weise die Aufsicht beim Schützen durch und begeisterten somit auch viele Nachwuchstalente. Viele lobende Worte wurden wegen dem gut organisierten Wandertag an Hauptmann Udo Lütkemeier gerichtet, der das auch gerne an seine Vorstandsmitglieder weitergab. Nachdem der Wandertag so gut bei Alt und Jung angekommen war und viele Anwesende die Bitte geäußert hatten, so einen schönen Wandertag zu wiederholen, wurde bereits der Entschluss gefasst, dass der nächste Wandertag im Sommer 2017 stattfinden wird. Der Vorstand bedankt sich hiermit auch noch einmal ausdrücklich bei der Familie Ernesti, dass die Westkompanie deren Anlage nutzen durfte. Erfolge bei den Rundenwettkämpfen im Schießsport - Saison 2015/16 Die Schießsportabteilung der St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney konnte bei der Siegerehrung des RWK Nord im Diözesanverband Paderborn, die am 15. Juni in Sennelager stattfand, einige Preise in Empfang nehmen. In der „RWK Seniorenklasse 2“ bekam Gerd Schleghuber mit dem Ringdurchschnitt von 141,750 für den damit erreichten 2. Platz in der Einzelwertung einen Pokal überreicht. Auch in der Mannschaftswertung hatte das Team Erfolg und somit konnte konnte er außerdem die Siegerplakette für den dritten Platz entgegennehmen. Manfred Korupka als Mannschaftsführer der 2. Altersmannschaft konnte für sein Team die Siegerplakette ebenfalls für den dritten Platz in der Mannschaftswertung der „Altersklasse 04 aufgelegt“ entgegennehmen. Den beiden Mannschaften und dem erfolgreichen Schützen Gerd Schleghuber gratulieren wir hier an dieser Stelle recht herzlich. Junger Nachwuchs trainiert mit externem Trainer Erfreulicherweise konnte die Schießsportabteilung nach den Sommerferien für eine Schülergruppe von mittlerweile sieben Teilnehmern die Ausbildung im Luftgewehrschießen starten. Dazu wurde nun speziell ein externer Trainer verpflichtet, der nun zunächst für einige Monate in 2016 die Jugendliche fachgerecht in diesen Sport einweist. Betreut werden sie vom 2. Schießmeister Manfred Korupka und als dessen Verteter von Gerd Schleghuber. Sofern sich die erste Testphase des Trainings erfolgreich zeigt, wird dieser Versuch im nächsten Jahr fortgesetzt. Natürlich dürfen sich gerne noch weitere Schüler, die auch Interesse am Schießsport haben, dazu gesellen. Das Training findet immer Montags um 18.00 Uhr auf der Schießsportanlage statt. Auch ältere Schützen, die Interesse an diesem Sport haben, sind gerne eingeladen, dabei zu sein. Das Training hierfür ist ebenfalls Montags ab 19.00 Uhr - einfach mal vorbeischauen und hereinschnuppern. – Alle Interessenten sind herzlich eingeladen !!! 10

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Schießsport Siegerehrung des Bataillonsschießen 2016 – Ostkompanie holt erneut den Bataillonspokal Die Sieger des Bataillonsschießens 2016 der St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney 1733 e.V. wurden auf dem Schützenfrühstück am Pfingstdienstag geehrt. Dabei konnte wieder einmal die Ostkompanie, nun bereits zum neunten Mal in Folge, den begehrten Bataillonspokal mit nach Hause nehmen. Bei 14 gewerteten Schützen mit 1331 Ringen konnte sie einen Ringvorsprung von 83 Ringen gegenüber der Westkompanie verzeichnen. Als Vereinsmeister konnte in diesem Jahr Schießmeister HansJürgen Görmann die Bataillonspokal-Meisternadel angesteckt werden. Er erreichte mit 99 Ringe das höchste Einzelergebnis. Den Siegern aus den einzelnen Mannschaftsklassen wurden die Bataillonspokal-Leistungsnadeln entsprechend in Gold, Silber, Bronze verliehen: Jugendklasse: 1. Luis Stangie, 2. Leon Schönfeld, 3. Fabian Koch ( Schützenklasse: 1. Nick Nolte, 2. Malte Pätzold Altersklasse: 1. Hans-Jürgen Görmann, 2. Uwe Räker Seniorenklasse: 1. Jörg Jäschke, 2. Franz-Josef Görmann, 3. Günter Linnemann Offene Klasse: 1. Stefan Lütkemeier, 2. Rene Kowalski, 3. Werner Rustemeier. Alte Uniformen gesucht! Kneift die Uniformjacke? Gehen die Knöpfe nicht mehr zu? Oder hängt seit Jahren eine alte Uniform ungenutzt im Schrank? Dann ist die neue Uniform bestimmt schon bestellt oder gekauft! Wir suchen gebrauchte Uniformen, um den Jungschützen die kostengünstige Möglichkeit zum Mitfeiern geben zu können. Wer noch eine alte Uniform hat die er abgeben möchte, kann diese beim Jungschützen Janik Koch in der Osttorstrasse 24 vorbeibringen oder einfach ein Vorstandsmitglied der St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney 1733 e.V. ansprechen. Schon mal notieren! Termine für das Batalionsschießen 2017 vom 6. bis 27. März, jeweils Montags ab 19.00 Uhr v.l. 2. Schießmeister Manfred Korupka, N. Nolte, R. Kowalski, S. Lütkemeier, W. Rustemeier, F.-J. Görmann, H. J. Görmann (1. Schießmeister und Vereinsmeister 2016), F. Koch, M. Pätzold, L. Schönfeld, U. Räker, L. Stangier (Foto: Ludwig Schenk) 11

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Jungschützen Jungschützen schmücken Festwiese Auch in diesem Jahr sind die Jungschützen wieder im vollen Element und bereiten Ihre tollen Tage vor. Eine prachtvoll geschmückte Festwiese wurde extra hergerichtet. Familienangehörige, Nachbarn, Freunde und Bekannte sind eingeladen und feiern im Vorfeld mit dieser „starken Truppe“ beim sogenannten „Warm Up“ zum Fest des Jahres. Aufgrund der kalten Temperaturen ließen es sich die Jungschützen nicht nehmen, einen Weihnachtsbaum zu schmücken. Glücklich über die Vorbereitungen sind nicht nur Dennis Kröger als Jungschützenkönig mit seinen beiden Prinzen Florian Heinemann und Malte Pätzold, sondern auch der Jungschützenmeister Patrick Sendermann. Dem Wettergott haben Sie richtig gedroht, so dass umgehend der Himmel aufriss und die Sonne durchkam. Auf den Zusammenhalt dieses Ortsnachwuchses ist nicht nur der Schützenverein sehr stolz. Osterfeuer wieder ein voller Erfolg Auch 2016 war es für die Jungschützen wieder eine Selbstverständlichkeit das Osterfeuer auszurichten. Genau wie in den Jahren zuvor trafen sie sich am Karsamstag an der Kirche, um von hier aus mit dem Aufbau des Osterfeuers zu beginnen. Aufgrund der vielen Anmeldungen, musste der Fuhrpark um ein Gespann erweitert werden, damit die Massen an Grün zu bewältigen waren. Zahlreiche Spender und Gönner lieferten im Laufe des Tages nicht nur Schnittgut an, sondern gesellten sich auch dazu, um bei einer Flasche Bier ins Gespräch zu kommen. Nachdem die letzten Sträucher und Bäume aufgeschichtet waren, ließen die Jungschützen den Tag bei gutem Essen und kühlen Getränken bei Böddekers im Ellerstübchen ausklingen. Am Ostersonntag entzündete dann unser Jungschützenkönig 2015, Dominik Böddeker das Osterfeuer. Die vielen Zuschauer konnten bei Bratwurst und Getränken das Abbrennen des Feuers bis in die späten Abendstunden bestaunen. Alle Jahre wieder ein tolles Event zu Ostern. Jungschützen spenden erneut für soziale Zwecke Der Jungschützenvorstand der St. Sebastian Schützenbruderschaft um Patrick Sendermann konnte dem Familienzentrum St. Johannes Baptist und dem Förderverein der Grundschule Schwaney je einen Scheck in Höhe von 560 Euro übergeben. Die Gesamtsumme von 1120 Euro setzt sich aus den Weihnachtsbaumsammlungen der letzten beiden Jahre zusammen. Bei der diesjährig durchgeführten Aktion, beteiligten sich abermals über hundert Haushalte, welche ihren Weihnachtsbaum gegen eine kleine Spende einsammeln und entsorgen ließen. Der zusammengekommene Betrag wurde in Gänze zur Jugend- und Kinderförderung gespendet. Das seit 2009 zertifizierte viergruppige Familienzentrum möchte die Spendensumme unter anderem für neue Weichmatten verwenden. Die Leiterin der Kindertagesstätte Jutta Finke bedankte sich für die erneut gestiegene Spendensumme. Auch der Förderverein der ortsansässigen Grundschule zeigte sich für den großen sozialen Einsatz der Jungschützen sehr dankbar. hinten links: stellv. Jungschützenmeister Jonas Leineweber, Leiterin des Familienzentrums Jutta Finke, Jungschützenmeister Patrick Sendermann, Vertreterin des Fördervereins der Grundschule Kerstin Beier 12

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