LOCATION Essen 11_2016

 

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November 2016 l Ausgabe 235 Das Magazin für LebensArt in Essen OFFEN FÜR LEIDENSCHAFT 2 EURO - ANZEIGE - PlVáercpdaiimnirsddäMSGoeasre.ee,iVlDs2stnee7eln.rtotikwMnimieesra-rcirAkhi2ter,n0A:en1nIg7Da,o,A‘ Motor Show: Die Messe glänzt mit Lack und Chrom KAYA YANAR Exklusiv-Interview vor dem Auftritt in Essen Seite 12 PREMIERENFIEBER Tarzan schwingt jetzt in Oberhausen Seite 18

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Editorial MARC LORENZ Redaktion Liebe Leserinnen, liebe Leser, auf Geheiß der Europäischen Kommission wird Essen im nächsten Jahr wieder Hauptstadt. Gefühlt sind wir das fürs Ruhrgebiet ja eh schon - trotz aller Dortmunder Widerstände. Doch nun sollen wir das grüne Wunder (er)leben. Und nicht nur wir, sondern angeblich auch eine halbe Million Besucher, die Essen ab Januar 2017 als ,Grüne Hauptstadt Europas‘ huldigen wollen. Ein bisschen fühlt man sich an Frank Goosen erinnert, der in einer seiner wundervollen Ruhrgebietsgeschichten von einem bajuwarischen Mitreisenden erzählt, dem über unsere Heimat nichts anderes einfallen will als: „Das Ruhrgebiet ist ja so grün!“ 500 000 Besucher – eine ehrgeizige Erwartung. Besonders wenn man die ersten von insgesamt 300 Aktionen und Programmpunkten betrachtet, die in diesem Monat vorgestellt wurden: Eröffnungsfeier mit Lichterfest im Grugapark (21. und 22. Januar), Straßenfeste an teilweise autofreien Sonntagen (2. Juli und 24. September), entlang der ,EVAG-Naturlinie 105‘ werden die Parks herausgeputzt und laden zum Besuch ein und am 7. Juli steigt das traditionelle NRW-Sommerkonzert in unserem Stadtgarten. Noch erschließt sich mir die Nachhaltigkeit des Programms nicht vollständig. Das kann aber noch kommen. Vielleicht, wenn wir ab Mai endlich auch legal im Baldeneysee schwimmen dürfen. Und falls nicht, halt ich es einfach mit den ,Machern‘ der Kulturhauptstadt 2010. Die kommentierten seinerzeit das unvergessliche ,Still-Leben Ruhrschnellweg‘ mit: „Die Nachhaltigkeit liegt hierbei in der Einmaligkeit.“ Ihr TITEL 11/2016 Bild: Rainer Schimm, Messe Essen Model Vivian hat ihn sich schon näher angeschaut. Wer sich den Ferrari Enzo ebenfalls nicht entgehen lassen will, sollte in den nächsten Tagen der Essen Motor Show einen Besuch abstatten. Mehr auf Seite 9. Bredeneyer Straße 112 · 45133 Essen Tel. 0201-42 74 9 www.marion-kuepper-moden.de Join us on facebook Wir freuen uns auf Sie! Ihre Marion Küpper & Team

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Kurzzeilig TABATABAI JAZZT IM THEATER Auf die Bühne des Grillo-Theaters kommt sie diesmal nicht als Schauspielerin. Längst ist Jasmin Tabatabai (u.a. ,Bandits‘ und , Der Baader Meinhof Komplex‘) auch als Komponistin und Sängerin erfolgreich. Für das Album ,Eine Frau‘ wurde sie als beste Sängerin/national mit dem ,Echo Jazz‘ ausgezeichnet. Gemeinsam mit dem ,David Klein Quartett‘ präsentiert Tabatabai in der Reihe ,Jazz in Essen‘ das aktuelle Album ,Was sagt man zu den Menschen, wenn man traurig ist?‘. Termin: Donnerstag 29. Dezember ab 20 Uhr im Grillo-Theater Tickets (22€): 0201 8122 200 Bild: Jens Müller MESSEVERKEHR Um die teilweise dramatische Verkehrssituation rund um den ,Knotenpunkt Messe Essen‘ zu verbessern, lud Messe-Chef Oliver P. Kuhrt Vertreter der Bezirksregierung, des Straßenbetriebs NRW, des städtischen Verkehrsamtes sowie der Polizei und der EVAG zum Optimierungsgespräch. Verschiedene Maßnahmen sollen nun schon zur heute gestarteten ,Motor Show‘ umgesetzt werden. Dazu zählen eine bessere Parkplatzbeschilderung (vor allem zum Parkplatz P10), die zusätzliche Öffnung des Parkplatzes P11, sowie eine Anpassung der Ampelschaltung während der An- und Abfahrtzeiten und die Ausdehnung des ÖPNV-Angebotes. GLEITEN AUF DER ZECHE Unser Welterbe führt uns auf‘s Glatteis: Die Zeche Zollverein startet auch in diesem Dezember ihren ,Winterzauber‘ und verwandelt zum inzwischen 15. Mal das Wasserbecken im ehemaligen Druckmaschinengleis auf der Kokerei Zollverein in eine 150 Meter lange Eisbahn. Vom 3. Dezember bis zum 8. Januar können Eislaufkünstler hier ihre Runden drehen. Gleich daneben öffnet zudem eine 180 Quadratmeter große Bahn zum Eisstockschießen. In den vergangenen Jahren kamen rund 30.000 Besucher pro Saison zur Eisbahn. Öffnungszeiten und weitere Informationen unter www.zollverein.de. WINTER-CHAMPIONS Spannung am ersten Adventswochenende: Der Reitsportverein Essen veranstaltet vom 25. bis 27. November sein traditionelles Winterchampionat in der historischen Anlage am Stadtwaldplatz. Beim Jahresabschlussturnier werden Wettbewerbe bis zur zweithöchsten nationalen Klasse M ausgetragen, ebenso das Finale im Ü35-Cup und das Qualifikationsspringen für Junioren zur Teilnahme am Finale des internationalen Westfalenhallenturniers. Heute (25.) startet das letzte Springen um 16.30 Uhr. Am Samstag (26.) beginnt das Turnier ab 8 Uhr und am folgenden Sonntag um 9 Uhr. Mehr unter www.rsv-essen.de. ESSEN STRAHLT ZUR WEIHNACHT Spätestens wenn die Essener Innenstadt aus allen Winkeln leuchtet, ist die Vorweihnachtszeit angebrochen. Seit der letzten Woche erstrahlt der 44. ,Internationale Weihnachtsmarkt Essen‘ und bietet bis zum 23. Dezember mit 257 Ständen aus 20 verschiedenen Ländern und Regionen Deutschlands vieles zum Fest der Feste und noch mehr darüber hinaus. Erstmalig können sich die Besucher in diesem Jahr auf einen Mach-Mit-Zirkus für Kinder, die ,Herzenshütte‘ sowie Führungen hinter die Kulissen des Marktes freuen. Übrigens: Die prachtvolle, 22 Meter hohe Weinhnachts-Nordmanntanne auf dem WillyBrandt-Platz wuchs in Bredeney auf. Die Familie Scharmann spendete den acht Tonnen schweren Baum für den diesjährigen Markt. Bild: Frank Vinken / EMG

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L cation! Oktober 2016 _ 5 Festliches vom Prinzipal Ein ,Frohet Fest‘ bereitet das Ensemble des Mondpalastes im RevuePalast auf der Zeche Ewald deutlich schriller zu. Termine und Karten: ☎ 02325 588 999 www.mondpalast.com www.revuepalast-ruhr.com. Aufs Weihnachtsfest mit ganz vielen Gästen bereitet sich auch Prinzipal Christian Stratmann an seinen Ruhrgebietsbühnen vor: Der Mondpalast in Wanne Eickel lädt zur weihnachtlichen Komödie ein und der ,RevuePalast‘ in Herten unterhält mit einer schrillen Travestieshow. Seit der umjubelten Premiere Ende 2013 ist die Komödie ,Frohet Fest‘ (Autor: Sigi Domke) aus dem Vorweihnachtsprogramm des Herner Mondpalastes nicht mehr wegzudenken und die (Bühnen-)WG der Wilhelmstraße wird nimmermehr müde, Mitbewohnerin Bibi von ihrem Weihnachtstrauma mit allen festlichen und liebevollen Kniffen zu befreien. Vom 1. bis 29. Dezember spielen auf der Bühne im Mondpalast Plätzchen, Weihnachtsdeko und festliche Lieder die Hauptrolle. Früher gab’s mehr Glamour? Von wegen! Wer’s in der Vorweihnachtszeit und vor allem zu Silvester musikalisch-glamourös mag, sollte einen Besuch im RevuePalast Ruhr ins Auge fassen. Mit ,White Wonderland‘ präsentiert die Location in der ehemaligen Zeche Ewald (Herten) eine neue Wintershow mit Hits, die Regisseur Ralf Kuta aus den Aufführungen der vergangenen sieben Jahre zu einer neuen Revue arrangierte. Ob ,Schrille Nacht, heitere Nacht‘ oder ,Crazy Christmas‘ – gerade für ausgefallene Weihnachts- und Winterfreuden sind die Travestiekünstler im RevuePalast bekannt. OH LÀ LÀ, LA LUNA Ariadna Gilabert Corominas aus Frankreich dreht sich im mannshohen Cyr anmutig um sich selbst. Bild: Alexander Dacos Als poetisches Varieté-Spektakel angekündigt, ist die Show la luna im Essener GOP zwar eine kleine Sensation, aber nicht tatsächlich Spektakel. Die Poesie steht im Mittelpunkt. la luna trifft das Herz der Zuschauer durch charmanten Trubel, zarte Romantik, laute und leise Töne. Wir treffen auf ein fahrendes Volk, das dem Zuschauer eine zirzensische Lektion erteilt. Akrobaten und Jongleure, Magier und Sänger beeindrucken durch Muskelkraft und Geschick am Boden und in der Luft oder gar auf sehr dünnem Drahtseil. Sie lassen die Schwerkraft hinter sich und dies so aussehen, als sei es ein Kinderspiel. Davon relativ unbeeindruckt zeigt sich der Chef der Truppe, meistens schlecht gelaunt, dabei immer amüsant. Das Publikum erlebt neuartige, erfrischende Spielereien mit Hula Hoop Reifen, Fuß-Jonglage mit bestickten Tüchern sowie Hand-Jonglage mit Keulen und Krückstock. Abgerundet wird das temperamentvolle Bühnenspiel durch elegante Partnerakrobatik und Equilibristik, die artistische Kunst des Ba- lancierens. Vom wilden, freien Lebensgefühl – stets unter- malt von Gi- tarre, Akkordeon und Saxophonspiel – werden Zuschauer in den vorderen Reihen schier überwältigt. Denn wenn der Artist hier seine Mutter zu erkennen glaubt, eilt er zu ihr, fährt ihr ungestüm mit den Händen durchs volle Haare und drückt ihr innige Küsse auf. Viel Comedy, viel Temperament und immerzu akrobatische Elemente. Chapeau! Nach zwei Stunden verabschieden sich die großartigen Artisten aus Portugal, Frankreich, Italien, Kanada und Spanien. Dabei schwebt der Mond über der Bühne wie ein großer, leuchtender Tortilla – fast so wie neulich, als der echte Mond der Erde so nah wie selten war, nur 356.509 Kilometer entfernt. Zu sehen ist la luna bis zum 31. 12. Karten: 0201 247 9393 SJ *UXJDKDOOH (,1( )h5 $//( __ :LVH*X\V $EVFKLHGVWRXU 'DV%HVWHDXV-DKUHQ __ (URV5DPD]]RWWL Å3HUIHWWR´ __ (56 :HLKQDFKWVIHLHU __ .D\D

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Exklusiver Gewinn © THE BODYGUARD (UK) LTD. Designed by DEWYNTERS Bilder: Urbane Künste Ruhr / Volker Hartmann NEUER BLICK AUFS REVIER Sieben Orte - sieben Albumtracks: Steigen Sie ein in den Sightseeing-Laster der ,Truck Tracks Ruhr‘ und lernen Sie Mülheim von einer ganz anderen Seite kennen. Steigen Sie auf die Ladefläche, nehmen Sie Platz und entdecken Sie unsere Heimat neu: Das Kunstprojekt ,Truck Tracks Ruhr‘ bereist seit dem Frühjahr die Region und zeigt seinen Passagieren das Ruhrgebiet, wie sie es bis da- hin garantiert noch nicht gekannt haben. Nach Oberhausen, Recklinghausen, Duisburg und Dortmund macht der ,Theater-Truck‘ bald in Mülheim Sta- MITMACHEN UND GEWINNEN! tion und wir haben unseren Lesern für die (bereits ausverkaufte) Tour am 1. Dezember zwei Plätze reserviert. Im Anschluss können unsere Gewinner am Publikumsgespräch teilnehmen und treffen danach bei einer kleinen Erfri- schung einige der verantwortlichen Künstler in der Mülheimer Kulturstätte ,Ringlokschuppen‘. Denn – was man beim Blick des zwölf Meter langen LKW gar nicht ahnt – es handelt sich in der Tat um einen fahrbaren Kunstraum: Innen wurde die Ladefläche umgebaut und bietet 49 Passagieren angeschnallt Platz. Seitlich zur Fahrtrichtung wird die Welt draußen durch eine große Glasscheibe beobachtet. Sieben teilweise berühmte, teilweise unerwartete Orte der Stadt fährt der Truck in 90 Minuten an. Hörspiele, Musik und Videosequenzen verwandeln dann die Welt draußen in eine Theaterbühne und stellt den Gästen die Stadt am Fluss aus ungeahnten Perspektiven vor. Für die Mülheimer ,Tracks‘ gelang es den Machern der ‚Urbanen Künste Ruhr‘ namhafte Hörspielmacher, Autoren, Regisseure und Musiker für das Projekt zu gewinnen. In Mülheim bespielen Sebastian Baumgarten & Robert Lippok, Laila Soliman, Amir Fard, Schorsch Kamerun, Gerardo Naumann, Antje Vowinckel und Jan Ehlen in sieben Tracks die sieben Haltepunkte und lassen so das Mülhei- mer Album der ,Truck Tracks Ruhr‘ entstehen. Konzeptioniert wurde das Kunstprojekt vom Theaterkolletiv ,Rimini-Protokoll‘, das mit der Premierenproduktion ,Cargo Sofia‘ für viel internationale Aufmerksamkeit sorgte. Nach der Kunstaktion in der bulgarischen Hauptstadt adaptierten die ,Urbanen Künste Ruhr‘ in Kooperation mit den großen Kultur- und Theaterhäusern des Ruhrgebiets die ,Truck Tracks Ruhr‘ in insgesamt sieben Städten mit je sieben Spielorten. In Mülheim ist der Truck vom 30. November bis 17. Dezember unterwegs. Abfahrt ist jeweils um 18 Uhr am Ringlokschuppen. Wer ,unsere‘ beiden Plätze am 1. Dezember gewinnen möchte, muss schnell sein und schickt uns bitte bis zum 28. November ausschließlich eine E-Mail mit Namen, Adresse, Telefonnummer, Alter, sowie dem Stichwort ,Truck Track Ruhr‘ an: mediaservice@location-magazin.de I WILL ALWAYS LOVE YOU MUSICAL DOME KÖLN w w w.bodyguard-musical.de Präsentiert von

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L cation! November 2016 _ 7 EIN MUSIKALISCHER GENUSS Wir brachten unsere Leser Heike Leuschner und Bernd Höller als VIPs zum Musical ,Mozart!‘ Das ,Theater am Marientor‘ war Gastgeber für das Musical ,Mozart‘ in der neuen Wiener Fassung. Bevor die Show für ein Gastspiel nach Shanghai umzog, gab es in Duisburg drei exklusive Vorstellungen. Unsere Leser Heike Leuschner und Bernd Höller brachten wir durch unseren ,Exklusiven Gewinn‘ als VIP vor und hinter die Bühne. Und das Gewinnerpaar hatte sichtlich Spaß: Musicalbesuche sind das gemeinsame Hobby und so freuten sich beide sehr auf das besondere Erlebnis: „Wir wollten diese Vorstellung unbedingt sehen, denn wir lieben auch klassische Musik und interessieren uns für Mozart als Mensch und Komponist“. Das Erfolgsduo Michael Kunze (Buch und Liedtexte)und Sylvester Levay (Musik und Orchestrierung) präsentierte den weltbekannten Komponisten in mehreren Rollen, als historische Figur, Legende der klassischen Musik und auch als begabten heranwachsenden Künstler.  Im Mittelpunkt steht der junge, aber geniale Mozart, der sich von seinem tyrannischliebenden Vater befreit, um sich als Musiker und Mensch endgültig entfalten zu können. Mozart erscheint dabei in zwei Gestalten: Das Wunderkind Amadé komponiert ununterbrochen, während der Erwachsene Wolfgang spielt, trinkt, liebt und lebt. Sobald der erwachsene Mozart auf der Bühne agierte, war auch sein Schatten, seine Muse in Person des kleinen Jungen im  Rokoko-Kostüm zu sehen. Als Leserin Heike Leuschner nach der Schlussszene aus dem Saal kam, sah man ihr an, wie   ergriffen sie von diesem musikalischen Erlebnis war. Nach der Vorstellung führte Theaterleiter Kurt Hrubesch unsere Gewinner zu einem ,Meet & Greet‘ hinter die Bühne. Dort begrüßten sie die Künstler Ann Christin Elverum (Baronin von Waldstätten) und Marc Clear (Leopold Mozart) noch in ihren Kostümen, schnupperten Bühnenluft inmitten der Requisiten und erfuhren aus erster Hand von der Theaterregel, dass niemand sich auf die Bühnenstühle setzen  oder die Requisiten außerhalb der Vorstellung berühren darf.  Mrs. Dia, eine wichtige Vertreterin für die ,Social Media Shanghai‘ war ebenfalls vor Ort und sammelte erste Eindrücke für das asiatische Publikum. Für die drei Aufführungen in Duisburg wurde eigens fünf Wochen geprobt, natürlich mit spezielle Betreuung der Kinderdarsteller, die den Zuschauern ganz besonders ans Herz wuchsen. Heike Leuschner und Bernd Höller waren zum Abschluss einer Meinung: „Mozart ist unser Lieblings-Musical!“ Barbara Pollak Bernd Höller, Heike Leuschner und Theaterleiter Kurt Hrubesch. Heike Lueschner mit Sänger Mrc Clear und Sängerin Christin Elverum. Bilder: P. Braczko Freiheit bieten. Die GENO BANK kann das. Mit unseren Online-Angeboten an jedem Ort gut beraten. www.genobank.de

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Bredeney Inzwischen fast im Dauerbetrieb: Professor Dietrich Baumgart (l.) Dr. Thomas Zadow- Eulerich vor dem neuen 3-Tesla-MRT. Bilder: Robert Eckart Maßarbeit am Magneten Das neue MRT für das ,Preventicum‘ kam mit dem Autokran So eine ,Paketlieferung‘ ist auch für ein Facharztzentrum nicht alltäglich: Um sich im Diagnostikbereich besser aufzustellen, erwarb das ,Preventicum‘ an der Theodor-AlthoffStraße für rund 1,5 Million Euro einen neuen, leistungsstärkeren Magnetresonanztomographen (MRT). Was den Patienten künftig eine komfortable Behandlung ermöglichen soll, stellte zunächst einmal Architekten, Techniker und Logistiker vor Herausforderungen. Das 3-Tesla-MRT aus dem Hause Siemens ist mit 7,3 Tonnen nicht gerade ein Leichtgewicht und musste mit einem Autokran angeliefert und neben dem Ärztezentrum abgestellt werden. Um den Koloss überhaupt ins Erdgeschoss zu bekommen, wurde ein rund fünf Quadratmeter großes Loch in die Außenwand des Ärztehauses gefräst. Als größtes Hindernis entpuppte sich allerdings weder das Abladen noch der Einbau: Der morgendliche Berufsverkehr führte zu einer fast zweieinhalbstündigen Verspätung des LKW, der das medizinische Hightech-Gerät aus Erlangen anlieferte. Gefreut haben dürfte das nur die Klasse 2b der Meisenburgschule, die gemeinsam mit Ihrer Klassenlehrerin Julia Kleinehollenhorst zur Exkursion vor Ort war und auf das schwere Gerät warteten. Mit Kakao und Brötchen wurde den Grundschülern die Zeit verkürzt. Ebenso mit einer spontanen Unterrichtseinheit in der Verkehrserziehung, bei der gleich die neuen, reflektierenden Turnbeutel zum Einsatz kamen, mit der das Preventicum die Klasse ausrüstete. Einmal vom LKW abgeladen, ging der Transport des MRT in das Gebäude dann überraschend schnell. Auf Aluminiumschienen gestellt und unterstützt durch ein hydraulisches Rollensystem konnte das tonnenschwere Gerät fast federleicht an seinen Platz geschoben werden. Im alten und neuen MRT-Raum hatten bereits Wochen vorher alle wichtigen Umbauarbeiten begonnen, die pünktlich zum Liefertermin abgeschlossen waren. Insbesondere den Abschirmungstechnikern kam dabei eine wichtige Rolle zu, schließlich mussten die Nachbarräume von der enormen Geräuschentwicklung des leistungsstarken Tomographen vollständig abgeschirmt werden. Testläufe konnten aber erst drei Tage nach Einbau und Anschluss starten. So lange braucht der Magnet, um seine volle Wirkung aufzubauen. Radiologe Dr. Thomas ZadowEulerich ist zufrieden: „Das neue MRT liefert deutlich schneller dreidimensionale Bilder vom Körperinneren mit einer sehr hohen Auflösung und ermöglicht ein noch breiteres Diagnosespektrum.“ Kardiologe und Internist Professor Dietrich Baumgart betont den verbesserten Komfort für die Patienten: „Durch die 70 Zentimeter weite Magnetöffnung sind Untersuchungen deutlich angenehmer. Besonders profitieren Patienten, die bisher entweder gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen im MRT untersucht werden konnten, wie zum Beispiel stark übergewichtige Menschen oder Personen mit Platzangst. Außerdem können viele Untersuchungen vorgenommen werden, bei welchen sich der Kopf des Patienten außerhalb des Systems befindet.“

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Messe L cation! November 2016 _ 9 VIEL RAUM FÜR KLASSIKER www.catering-hoeppner.de Morgen startet die Essen Motor Show Klar, für Tuner, PS-Fans und Bastler ist es die Pflichtveranstaltung des Jahres: Vom 26. November bis zum 4. Dezember präsentieren sich über 500 Aussteller auf der 49. Essen Motor Show den Automobilfans. Doch auch unter den Besitzern von Old- und Youngtimern ist die Automesse längst zur Pilgerstätte der Leidenschaft geworden und bildet den Höhepunkt und das Abschlusstreffen der Oldtimersaison. Für den 35. ,Classic und Prestige Salon‘ im Rahmen der Motor Show haben sich die Veranstalter in diesem Jahr die wohl bekannteste Sportwagenmarke der Welt als Schwerpunktthema ausgesucht: Die Sonderschau ,70 Jahre Ferrari‘ blickt unter anderem auf das Jahr 1947, als die italienische Nobelmarke mit dem ,Typ 125 S‘ die erste eigenständige Auto-Konstruktion präsentierte. Heute gilt er als Ahnherr vieler erfolgreicher FerrariRennwagen, von denen einige auf der Sonderschau zu sehen sind. Unter anderem sind dabei: - Der F 310B von 1997: Mit diesem Zehnzylinder-Motor errang Michael Schumacher in seiner zweiten Formel-1 Saison bei Ferrari die Vize-Fahrerweltmeisterschaft. - Der Ferrari 342 America von 1953: Von dem 240 PS starken Straßensportwagen wurden nur sechs Exemplaren hergestellt. - LaFerrari: Der erste Ferrari mit Hybrid-Antrieb ist mit 963 PS der stärkste je gebaute StraßenFerrari. Auf ganzer Breite präsentiert der Classic-Salon natürlich nicht nur die italienischen Renner. Insgesamt werden sich 120 Aussteller den Liebhaberfahrzeugen widmen. In diesem Jahr nutzen sie die Hallen 1.0, 6.1, 7.1 sowie 8.0, 8.1 und 9.1. Wer nicht nur ,Oldies‘ gucken möchte, sollte die Stände der übrigen rund 400 Aussteller besuchen. Unter anderem präsentieren sich Abarth, BMW, Ford, Peugeot, Porsche Motorsport, Renault Sport Deutschland und Skoda mit Neuheiten und Premieren. Hochwertig veredelte Fahrzeuge erwarten die Fans der Essen Motor Show unter anderem bei Abt Sportsline, AC Schnitzer, Brabus, Lorinser, Startech und Techart Automobildesign. Die Essen Motor Show ist an den Wochenenden von 9 bis 18 Uhr geöffnet, wochentags von 10 bis 18 Uhr. :LUZQVFKHQ GHQ/HVHUQ GHV/RFDWLRQ 0DJD]LQV IULHGYROOH :HLKQDFKWV WDJHXQGHLQ JHVXQGHV -DKU ,KU7HDPGHU 5DWKDXV$SRWKHNH 3HWHU5HQQHQEHUJ %UHGHQH\HU6WUD‰H $ 7HOHIRQ Yˆˆ—‰•œ‡‹–‡ǣ‘ǤǦ ”Ǥ͠Ǥ͘͘ǦǤ͙͠Ǥ͛͘Š” †—”…Š‰‡Š‡†ȉƒǤ͠Ǥ͘͘Ǧ͙͛Ǥ͛͘Š” Als ziviles GT-Modell führte Ferrari 1952 den 342 America mit gedrosseltem 4,1-Liter-Motor ein. Es entstanden nur sechs Exemplare. Einen der beiden mit ,Pinin-Farina-Karosserie‘ präsentiert die Essen Motor Show. Bild: Rainer Schimm

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Werden TUCHFÜHLUNG MIT KUNST UND KULTUR (V.l.) Georg von Glasow und Annette Münster-Hoppensack vom Kunstbeirat kunstwerden sowie der 1. Vorsitzende Frank R. Brügma. Bilder: Peter Braczko Das Tor 2 an der Ruhrtalstraße in Essen-Werden ist ein Ort, an dem Kunst und Kultur Zuhause sind und die Heimat von ,kunstwerden‘. Vereinsvorsitzender Frank Roeloff Brügma (56) sitzt an der Theke und trinkt Kaffee. Hinter ihm werden Nägel in die Wände gehämmert. Gerade ist Fotograf Georg von Glasow dabei, seine Bilder aufzuhängen. Als analog fotografierender Künstler geht er Zeichen und Strukturen nach, die er an funktionslos gewordenen Gegenständen der Industriegesellschaft findet und zu bildlich überraschenden Kompositionen verdichtet. ‚EinBildungen‘ heißt seine Ausstellung. „Wir bedienen jedes Kunstgenre. Das ist uns wichtig“, erzählt Brügma. „Von der Fotografie über Malerei und Bildhauerei bis zu Holz-, Metall- und Papierarbeiten, hier wird im steten Wechsel alles ausgestellt.“ kunstwerden – 2006 von Glaskünstler Udo Karkuschke gegründet – setzt der Kreativität der Künstler kaum Grenzen. So wurde bei der Tanzperformance ‚Dancepaint Music‘ im August reichlich Farbe auf die Wände gebracht. „Danach mussten wir renovieren“, sagt Brügma. „Aber das sind wir gewohnt.“ Als der ehemalige Vorsitzende des Lions Clubs Essen-Werethina das Amt des Vorsitzenden von Karkuschke übernahm, stand nämlich kurz danach der Umzug in neue Räume bevor: „2012 konnten wir in die leerstehenden Lagerräume ziehen. Dem Vermieter Alfred Hartig ist es eine Herzensangelegenheit, Künstlern ein Zuhause zu geben. Er hatte bis dato nur nicht gewusst, dass wir auf der Suche waren.“ Mit viel Vorstellungsvermögen baute das kunstwerden-Team die Werkshallen um. „Das war kosten-, zeit- und arbeitsintensiv. Eine große Hilfe war das Vorhandensein eines sehr guten Netzwerks – die hier bestehende Hofgemeinschaft. Als uns ein gut zehn Meter langer Tisch geschenkt wurde, konnten wir das Ungetüm mit dem Hänger des Edelstahlschraubers von nebenan transportie- Ihr Genuss. Wer gerne lächelt und unbesorgt zubeißen kann, der kann viele Genussmomente umso mehr genießen. Ganz gleich, ob Sie dem Gegenüber die Zähne zeigen oder dem schönen Stück Fleisch. Unser Beitrag. Seit über 20 Jahren geben wir Ihnen den Genuss zurück. Unsere Patienten profitieren von international wegweisenden Behandlungsverfahren und einem individuellen Nachsorgeprogramm. Durch umfassende Garantien erhalten Sie zusätzliche Sicherheit. Zahnärzte in Bochum Dr. Jörn Thiemer, MSc, MSc, MS (USA) – Spezialist Implantologie – Dr. Jan Heermann · Dr. Simone Thiemer Günnigfelder Str. 25 · 44866 Bochum · 0 23 27/2 39 73 · praxis@thiemer.com Wir gehören zu den Leading Implant Centers <<< fb.thiemer.com Genießertipps finden Sie hier: www.thiemer.com/genuss

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L cation! November 2016 _ 11 2017 erwarten sie in den Ausstellungsräumen Bilder von Mariko Saito und Eberhard Bitter, Fotografien von Jo Magrean und Thomas Wunsch sowie die Filmemacherin Dore O. ren. Mit ‚großen Ohren‘ haben wir eigentlich immer alles bekommen, was wir so brauchten“, ist Brügma froh. „Die Ausstellungsbeleuchtung beispielsweise kommt aus einem Kaufhaus im Taunus, weil durch Ebay günstig dranzukommen war. Genau wie die Eismaschine oder das Kühlgerät für die Theke, 230 Kilo schwer, aus dem ‚Garmischen Hof‘ in München. Die Theke selber ist ein ehemaliges Bühnenbild vom Tanztheater ‚Water-Music‘.“ Dass bei kunstwerden die verschiedensten Formen des Experimentierens mit künstlerischen Ansätzen unterstützt werden, lässt auch überzeugte Vereinsmuffel aufhorchen und mitmachen. 75 Mitglieder hat der Verein aktuell. Längst haben sich die Ausstellungen im Tor 2 etabliert – jährlich sechs Stück auf 165 qm Ausstellungsfläche. Ein großer Kreis von Stammgästen kommt regelmäßig und lobt, dass kunstwerden ein wichtiger Teil der Essener Gesellschaft ist, der eine Lücke füllt und Brücken baut. Genauso bestätigt werden die Veranstaltungen auf der kunstwerden.bühne. Der Singer-Songwriter mit der Akustikgitarre spielt auf der Bühne und auf den Stühlen davor Bis zum 23.12. stellt Fotograf Georg von Glasow seine SchwarzWeiß Fotografien bei kunstwerden aus. Im Bild rückt er das Bild Mäander (Silbergelatineabzug, 2006) gerade. Für viele Kreative aus der Region ist kunstwerden Sprungbrett ins Kunstestablishment. Der Verein holt aber auch internationale Stars in die Ruhrtalstraße wie den kalifornischen Fotografen Miles Coolidge im Januar 2015. sitzen die Kaffee, Tee, Bier und Wein trinkenden Zuhörer. Für 2017 weckt David Kumpernas vom Bühnenbeirat schon mal Vorfreude: „Das ‚Meinhard Siegel Trio Plus‘ macht den Anfang, gefolgt von Theater mit Karl-Walter Sprungala. Dann spielen ‚tikaali‘ und ‚Die Planeten‘. Außerdem haben wir Schauspielerin Lucia Peraza Rios zu Gast.“ Der Eintritt ist immer frei. Die Künstler spielen für den Hut, das heißt für die extra zu diesem Zweck bestellten Klingelbeutel. Infos zum Programm von kunstwerden gibt es unter www.kunstwerden.de und die Möglichkeit, die Menschen im Tor 2 kennenzulernen, gibt es außerdem bei den freitäglichen Künstlerrunden, immer ab 20 Uhr. Aktuell steht der ‚Weihnachtszauber‘ vor den Toren. Zum 8. Mal präsentieren rund 50 Aussteller an zwei Tagen (3.12. ab 14 Uhr sowie 4. 12. ab 11 Uhr) Kunst und Design. „Ein bunter Mix, ganz nach dem Geschmack von kunstwerden“, sagt Brügma und damit ist klar, dass auch ‚kunstwerdener‘ wie zum Beispiel Ingrid Lucke-Kramer mit Designschmuck, David Kumpernas mit ‚Up-Cycling und mehr‘ sowie Elham Vahdat mit ihren Zeichnungen dabei sein werden. Susanne Jäschke Ganze Gänse „All inklusive“ Eine ganze deutsche Freilandgans, knusprig gebraten mit leckerer Sauce, hausgemachtem Apfelrotkohl, Servietten- und Kartoffelklößen. Auch zum Weihnachtsfest und an Silvester möglich! Für 4 Personen: 150,00 € je weitere Pers.: 25,00 € Warme Lieferung erst ab 10 Personen. Ab 4 Personen kalte Lieferung in der FSGG Frischebox. $E GHP  1RYHPEHU DXI XQVHUHU 6SHLVHNDUWH 2IHQIULVFKH *DQV PLW KDXVJHPDFKWHQ .O|‰HQ 0DURQHQVDXFH$SIHO5RWNRKO XQG %UDWDSIHO :LUIHLHUQ 6LOYHVWHU DPDE8KUPLWHLQHP*DQJ 6LOYHVWHU*DODPHQ HLQHU 0LWWHUQDFKWVVXSSH XQG HLQHP 6LOYHVWHUIHXHU ZHUN'XUFKGHQ$EHQGEHJOHLWHQ$UQDOGRXQG0DQGULJRPLW/LYH0XVLN 5HVHUYLHUXQJQXU EHUGHQ9RUYHUNDXI]XHLQHP3UHLVYRQ ¼  3HUVRQ LP5LVWRUDQWH'D9LQFL)DXVWR7UDYHUVDUL 7HOHIRQ  P|JOLFK =XU6DQGPKOH 'XLVEXUJ ZZZODQGKDXVPLOVHUGH

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Nachgefragt SPIELBALL GRÖSSERER MÄCHTE Sein vorletztes Gastspiel in diesem Jahr wird ihn nach Essen führen. Am 17. Dezember gastiert Kaya Yanar mit ,Planet Deutschland‘ in der Grugahalle. Mit Location-Redakteur Marc Lorenz sprach der Komiker und Weltenbummler, der inzwischen in der Schweiz lebt, auch über die US-Wahl und die Verantwortung Europas. Nicht erst Ihre letzten beiden Programme charakterisierten Menschen mit ihren Eigenheiten und Widersprüchen. Im ,Planet Deutschland‘ erwischt es die regionalen Merkwürdigkeiten der Bundesbürger – im Vorgänger ,Around the World‘ waren die Figuren international angesiedelt. Wie würden Sie nach der USPräsidentenwahl eigentlich heute ,ihren‘ Amerikaner zeichnen? Als das, was er schon immer für mich war: Einfach gestrickt, sehr anfällig für Populismus und nationale Gefühlsduselei und generell mit einem eher großen Ego. Bei den meisten hört die Welt auch hinter den US-Grenzen auf. Es ist zum Beispiel erschreckend, wie viele Amerikaner die Schweiz mit Schweden verwechseln. So ist das nun mal mit Macht: Sie korrumpiert. Und die USA ist zweifelsohne die letzte verbleibende Supermacht. So führt sie sich auch auf. Trump in Amerika, Le Pen in Frank- Bild: Nadine Dilly 6FKHOOKRFNHUEUXFK   0OKHLPDG5XKU ZZZODQGKDXVVDVVHQKRIGH 7HO     .QXVSULJH 0DUWLQVJDQV ½ SUR3HUVRQ (VVLQGQRFK7HUPLQHIU,KUH :HLKQDFKWVIHLHUIUHL :LUVLQGELVHLQVFKO'H]HPEHUIU6LHGD

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L cation! November 2016 _ 13 reich, Geert Wilders in den Niederlanden, die AfD in Deutschland – es steigt die Sorge, dass Populisten und Hetzer immer größeren Wählerzuspruch bekommen. Auch bei Ihnen? Klar, ich mache mir Sorgen um meine Heimat. Momentan ist die Gesellschaft anfällig für Populismus. Dass Bürger wütend sind, ist teilweise berechtigt. Ich verstehe nur nicht ganz, warum man seine Wut auf Flüchtlinge fokussiert. Viele können ja nichts dafür. Und warum ist man fremdenfeindlich in Regionen, wo es kaum Ausländer gibt? Wir alle sind leider ein Spielball größerer Mächte, aber nach unten treten ist halt am einfachsten ... Im Mai waren Sie mit ,Planet Deutschland‘ in Dortmund. Sieben Monate später nun in Essen. Wie hat sich das Programm durch die parallelen Ereignisse verändert? Spielt in Essen der Ausgang der US-Wahl sogar auf dem ,Planet Deutschland‘ eine Rolle? Ich mache mich lediglich darüber lustig, dass sich Politiker und Presse auf Trump eingeschossen haben und ihn jetzt als mächtigsten Mann der Welt vor die Nase bekommen! Wie unangenehm (lacht). Ich kann nicht abschätzen, was Trump tun und lassen wird. Sicherlich nicht die Mauer nach Mexiko bauen. Generell versprechen Politiker gerne Dinge vor der Wahl, die sie hinterher nicht einhalten. Ich denke und hoffe, dass bei Donald Trump viel Wahlkampfgetöse dabei war. Keiner hat damit gerechnet, dass er gewählt wird, er selber wahrscheinlich noch am wenigsten. Als wir uns vor rund einem Jahr – auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle – zum letzte Mal sprachen, hofften sie auf die Rettung möglichst vieler Menschenleben, forderten aber auch eine gemeinsame Strategie der EU in der Asylpolitik. Wurden Ihre Hoffnungen erfüllt? Mich hat ent täuscht, dass Deutschland fast im Alleingang die Krise meistern soll. Als einziges Land hat die Türkei noch mehr Flüchtlinge aufgenommen. Die USA haben gerade mal 10.000 Flüchtlingen Asyl gewährt. Es gibt Leute, die haben großes Interesse an dem SyrienKonflikt und sie verdienen viel Geld daran. Warum man die Waffenindustrie nicht für die Kosten der Flüchtlingskrise heranzieht, ist mir schleierhaft. MITMACHEN UND GEWINNEN! Als wandlungsfähiger Meister der Dialekte und Akzente ist der passionierte Weltenbumm- ler Kaya Yanar unterwegs, um für seine Programme neues ,Futter‘ zu finden. Doch für ,Planet Deutschland‘ brauchte er gar nicht so weit reisen: Denn nun nimmt er die Deutschen genauer unter die Lupe: die Bajuwaren, Schwaben, Hanseaten, Rheinländer und Sachsen und fragt sich erstaunt: Wieso gelten wir Deutsche als höflich und diplomatisch, rasten aber auf der Autobahn vollkommen aus? Warum lieben wir Deutsche das Mineralwasser und müssen es doch immer mixen? Und warum schaut ganz Deutschland an Silvester ,Dinner for one‘? Und was hat das mit Silvester zu tun? Die Antworten will Kaya am 17. Dezember (20 Uhr) in der Essener Grugahalle geben. Für den Abend haben wir für unsere Leser zwei Eintrittskarten (jeweils mit Begleitung) reserviert. Wer gewinnen möchte, schickt bis zum 12. Dezember eine E-Mail oder Postkarte mit Namen, Adresse, Telefonnummer, Alter, sowie dem Stichwort ,Planet Deutschland‘ an: LOCATION Bert-Brecht-Straße 29 in 45128 Essen mediaservice@location-magazin.de 6,/9(67(5,1'(563,(/%$1.'8,6%85* )(,(516,(0,7 3DUW\WRWDOPLW'DQFLQJ)HYHUÃ7KH$%%$7ULEXWH6KRZ $QQH)DUO%HD/DUVRQXQG'-&DUVWHQ0RPEHU “EHUUDVFKXQJHQXQG3U™VHQWI°UDOOH*™VWH *™QVHKDXW)HXHUZHUNDXIGHP$YHUGXQNSODW] *O°FNVWUHVRUPLWMH(XURLQEHLGHQ6SLHOEHUHLFKHQ %HJLQQ8KU -HW]W7LFNHWVVLFKHUQ (XUR 99. (XUR $. RGHU (XURLQNO*RXUPHWPHQ°LP5HVWDXUDQWLQVLGH ZZZVSLHOEDQNGXLVEXUJGH ZZZLQVLGHUHVWDXUDQWGH 6SLHOEDQN 'XLVEXUJ Ã HLQ 8QWHUQHKPHQ GHU :HVW6SLHO*UXSSH b =XWULWW DE  -DKUHQ Ã ELWWH $XVZHLV QLFKW YHUJHVVHQ *O°FNVVSLHO NDQQ V°FKWLJ PDFKHQ +LOIH HUKDOWHQ 6LH °EHU GLH NRVWHQIUHLH +RWOLQH GHU :HVW6SLHO*UXSSH  :(6763,(/ E]Z   0RÃ)U Ã 8KU  GLH YRQ GHU /DQGHVNRRUGLQLHUXQJVVWHOOH *O°FNVVSLHOVXFKW 15: EHWULHEHQ ZLUG ZZZJOXHFNVVSLHOVXFKWQUZGH

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In guter Gesellschaft Anna Kortmann und Dr. Klaus Blitzer TALENTE UND IHRE SPONSOREN Die Folkwang Uni begrüßte Förderer und Stipendiaten zum Jahrestreffen Anke Betzel, Julia Kalbfleisch, Julia Heimhalt und Agnes Wallek Florian Boos, Natan Tishin, Dmytro Udovychenko, Gleb Korolev sowie Dr. Degenhard Merkle Felix Dieterle, Anne-Clara Stahl und Dr. Christopher Müser Stsiapan Hurski, Susanne Wolf, Friedrich Wolf und Hakan Sonakalan Dr. Peter Kaup, Prof. Dr. Lutz Meyer und Astrid Hildenbrand Bilder: Peter Braczko Georg Kjurdian, Martin Hildenbrand und Alfred Korn Dr. Jürgen Welter mit Folkwang Rektor Prof. Kurt Mehnert Für beide Seiten ist es ein ganz besonderes Kennenlernen: Die Einen, Gönner und Förderer, interessiert sehr, was junge Menschen antreibt, ihr Berufsleben mit einem Studium an einer Kunsthochschule zu ebnen. Die Anderen, sehr talentierte Studenten aus den Studiengängen Musik, Theater, Tanz und Gestaltung, lernen ihre Sponsoren kennen und erfahren, warum Firmen, Institutionen, Vereine und Privatpersonen sie in diesem Maße mit Stipendien unterstützen. Die Folkwang Universität der Künste lud auch in diesem Jahr wieder insgesamt 66 Stipendiaten und ihre Förderer zum Jahrestreffen auf den Werdener Campus ein. Rektor Prof. Kurt Mehnert lobte in seiner Begrüßungsrede die langjährige Bereitschaft der Sponsoren, diese vielfältige Stipendienkultur zu ermöglichen. „Das Studium an einer Kunst- und Musikhochschule verlangt bedarfsgerechte Fördermöglichkeiten, die ohne externes Engagement nicht angeboten werden können“, unterstrich „Bedarfsgerechte Förderung kann ohne externes Engagement nicht angeboten werden.“ Mehnert und dankte zugleich den Förderern für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit. Zum Wintersemester 2016/2017 hat die Folkwang Universität der Künste 30 Deutschlandstipendien an besonders begabte und engagierte Studierende vergeben. Hinzu kamen Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), fest an Folkwang etablierte Stipendienprogramme verschiedener Stiftungen und Vereine sowie eigene Stipendienformate. Zu den Fördern an der Folkwang Universität der Künste zählen die Alfred & Cläre Pott-Stiftung, die Dr. Egon und Hildegard Diener-Stiftung, die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Folkwang Universität der Künste e.V., die Marianne Ingenwerth-Stiftung, INTEZ e.V., die Inge und Karl-Werner Lentzsch-Stiftung, die Lions Clubs Essen-Assindia, Essen-Werethina und Voerde, Dipl.-Kfm. Tillmann Neinhaus, die RAG-Stiftung, Sparkasse Essen, Anita Verwohlt sowie die Zonta Clubs Essen I und II.

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Haute Culture L cation! November 2016 _ 15 EWIG WIEHERT ROSINANTE Don Quichotte im Aaalto: Wie sich Ballett-Intendant Ben Van Cauwenbergh selbst recycelt Er hat sie in Wiesbaden vor vielen Jahren schon einmal choreografiert: die Ballettkomödie ,Don Quichotte‘ - aber fürs Aalto nach eigenen Worten jetzt „den Staub weggeblasen“ und Längen gestrichen. Aus fünf Akten macht er, naja, dreieinhalb. Auch wird das Pferd Rosinante eingeführt, dem zwei Statisten trampelndes Leben einhauchen. Ballett-Intendant Ben Van Cauwenbergh recycelt sich wieder einmal selbst. Zudem hat er Elemente der Uraufführungs-Choreografie von Marius Petipa übernommen. Herausgekommen ist ein unterhaltsamer Abend des traditionellen Balletts mit Hottehü, der nicht mit plattem Slapstick spart – wenn etwa der Geck eine Tür antanzt – bumms! Das Bühnenbild ist bunt und urlaubstauglich, die Kostüme frisch und froh, und die hochprofessionelle Compagnie zeigt mit Bravour, was sie kann. Essens Philharmoniker unter Yannis Pouspourikas lassen die Musik von Ludwig Minkus aus dem Orchestergraben perlen. Leider vermag das Publikum nicht genau zu erkennen, wann der 1. Akt eigentlich endet. Etliche verlassen den Raum zu früh, weil sie denken, es ist Pause. Der Schluss des Balletts fasert völlig aus. Mehrfach glaubt man: das war‘s - aber dann kommt doch noch ein (immerhin sehenswertes) Solo. Und die Handlung? Es geht um die Liebe zwischen der schönen Wirtstochter Kitri und dem jungen Barbier Basile. Don Quichotte muss Tragende Rolle in einer entstaubten Inszenierung: Denis Untila (Sancho Pansa) mit Tomás Ottych (Don Quichotte). Bild: Bettina Stöß zuletzt eingreifen, damit die zarten Bande nicht doch noch reißen. Das alles ist hübsch und heiter anzusehen. An Technik wird nicht gespart. Wer sich aber für modernen Tanz und innovative Choreo- grafien interessiert, der sollte auf jeden Fall bei PACT Zollverein und dem Folkwang Tanzstudio vorbei- schauen. pleu Termine: 27. 11., 3. und 21. 12. Karten: 0201 8122 200 Tragende Rolle in einer entstaubten Inszenierung: Denis Untila (Sancho Pansa) mit Tomás Ottych (Don Quichotte). Bild: Bettina Stöß

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