Leseprobe VISUELL 4_2016

 

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News, Interviews, Events, Edition, Fotografie,

Popular Pages


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MAGAZINE FOR THE PICTURE INDUSTRY - ART BUYER AND PHOTOGRAPHERS AUSGABE 04 | 2016 visuell Gemeinschaft. fotocommunity mit 1,5 Millionen ­ Fotobegeisterten Inhalt Von oben. Drohnenfotografie, auf Kuba ein großes Problem Interview. Abzug der russischen Streitkräfte aus Ostdeutschland ISSN 2366-6811 Deutschland 5,90 Das Magazin für moderne Fotografie Österreich 6,80 Schweiz 10,50 CHF as Magazin SPDM Das Magazin 0€  € HF

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visuell Inhalt Foto: Gabriele Croppi, London#01 Anders P | 06 Die Hamburger „Vintage“ sind anders als die Anderen. NPL Eine der feinsten Adressen mit über 400 Fotografen P | 12 Motocross Thüringer Sportfotograf mit Wissenschaftsfotografie-Preis P | 16 Luftbildaufnahmen P | 18 Berliner Agentur fotofinder.com bietet spektakuläre Bilder Geprüft P | 22 Frankfurter Agentur „Okapia“ mit hohem wissenschaftlichen Standard Tattoos Rechtsanwältin Dorothe Lanc klärt zum Urheberrecht auf P | 32 Berlin Bis 19.02.17 | P 36 Sonderaustellung „Der Abzug“ im Deutsch-Russischen Museum Berlin Graz Bis 28.01.17 | P 54 Das Atelier Jungwirth in Graz, präsentiert eine Ausstellung mit Bildern von Gabriele Croppi. P 04

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Wüsten P | 44 Bayerischer Fotograf Michael Martin und die Wüsten-Leidenschaft Kastanien Der Coburger Horst Schunk zeigt uns den Zauberwald P | 50 Knicks P | 52 Christian Kaiser geht mit offenen Augen durch die Natur Erfolgreich P | 54 Italiener zeigt seine Bilder in Düsseldorf, Angkor und nun auch in Graz Interaktiv P | 60 Bremer Firma produziert Online- Erlebniswelten Manipulierbar P | 61 Forscher zeigen, wie groß Hacker- Einfluss auf 3D-Drucker sein kann Augsburg 03.12.16 | P 55 Die Deutsche Fotografische Akademie und das H2-Zentrum für Gegenwartskunst laden zum 10. Port­foliowalk, ab 18 Uhr. Baden-Baden 15.03.17 | P 62 Die VISUELL 1/2017 erscheint. Schwerpunkthema: Architektur

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Interview. Klaus Plaumann mit VintageGeschäftsführer Alexander Abraham Was sollte bei Vintage anders sein, als bei dem ­Durchschnitt der anderen Bildagenturen? Vintage Media vermarktet einen wachsenden Bestand an Gesamtnachlässen ehemals aktiver Fotojournalisten sowie private Sammlungen, die digital aufbereitet und teilweise auch aufwendig retouchiert werden. Wir möchten erster Ansprechpartner und Nachlassverwalter von Fotoarchiven sein. Unsere Bildgeber profitieren von einer engen und kreativen Zusammenarbeit, ­unserer Erfahrung im Bereich der Vermarktung jenseits der klassischen Bildlizenz und natürlich beim Thema Bildbearbeitung. Das klassische Lizenzgeschäft ist d­ abei nur ein Teil der Aktivitäten. leider auch. Wer sich heute nur darauf verlässt, seine Umsätze mit Abdrucklizenzen zu verdienen, wird es immer schwerer haben. Der Preisdruck ist immens und die Konkurrenz zu groß. Wir setzen daher auf eine breit aufgestellte Wertschöpfungskette, neue Vertriebswege und Auswertungsideen und natürlich auf aussergewöhnliches Bildmaterial. Wie wird es mit Vintage weitergehen? Was sind die P­ läne für die Zukunft? Zur Zeit konzentrieren wir uns auf die Bestückung der beiden Labels Vintage Media und Vintage Print. Da­rüber hinaus werden wir die Marke V-Like-Vintage im deutschsprachigen Raum bekannt machen. Wir probieren unter­ schiedliche neue Vertriebswege aus und entwickeln eige­ne Produkte. Ab Ende des nächsten Jahres werden wir unser Geschäft dann international ausbauen. In welchen Ländern und Städten verkaufen Sie Ihre ­Bilder bei Galerien? Wieviele Mitarbeiter beschäftigen Sie? Wir beschäftigen drei Angestellte und arbeiten je nach Bedarf mit freien Mitarbeitern. Wer liefert die verkäuflichen Bilder? Der Bereich befindet sich erst seit Juli im Aufbau. B­ isher verkaufen wir in Südfrankreich und Hamburg. Wir haben bereits konkrete Pläne für England und die USA und wollen langfristig ein globales Netzwerk mit Gal­erien aufbauen. Neben den schon erwähnten Fotografen, die früher für erfolgreiche Magazine gearbeitet haben, gibt es Koopertionen mit Partneragenturen und verschiedene private Sammlungen. Was kostet bei Ihnen ein Foto? Das hängt von der Art der Nutzung ab und ist ganz verschieden. Im Printshop starten die Preise ab 79 Euro inkl. Versand. Im Mediabereich orientieren sich die Preise am realen Markt. Wie sehen Sie die heutige Situation des Bildgeschäftes? Jeder, der heute mit Rechten handelt, muss sich Gedanken machen. Ähnlich wie der Musikmarkt ist auch die Verwertungswelt der Bild- oder Filmbranche eine andere als noch vor 15 Jahren. Das Internet hat die Welt verändert, die Chancen sind vielfältig, die Schattenseiten Rudi Dutschke bei Demo, 1967

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visuell Agenturen Japanese macaque sleeping at hot spring in Jigokudani, Yaenkoen, Nagano, Japan, February. Photographer: Mark MacEwen Nature Picture Library. Die Britische Nature Picture ­Library mit Sitz in Bristol, in der Nähe der w­ eltbekannten BBC Natural History Unit, ist eine der ­feinsten ­Adressen der Welt, wenn es um Fotos der ­Natur und Tierwelt für den professionellen Markt geht. zur Ansicht und für professionelle Kunden für die Lizenzierung und HighRes Download zur Verfügung. Einzigartige Verkaufsanreize auf einem gesättigten Markt NPL ist ein seit 2002 unabhängig arbeitendes Unternehmen und vertritt mehr als 400 der besten Fotografen auf dem Gebiet der Tier- und Naturfotografie. Die Kollektion umschließt mehr als 450.000 Fotos und ­Videos, die jeden Aspekt der Natur wiedergeben, wie zum Beispiel wilde Tiere, Pflanzen, Landschaften, Umweltprobleme, Meeresfauna, Haustiere und Naturvölker. Alle Bilder stehen auf www.naturepl.com zur Suche und Auf dem Bildermarkt konzentriert sich Nature Picture Library auf die exklusive Qualität des Bildmaterials, genaue Bildbeschreibung und das Dokumentieren vieler außergewöhnlicher Themen und Orte. Die Agentur legt außerdem sehr großen Wert auf einen freundlichen, effiz­ ienten und professionellen Service, den Spezia­ listen mit zusätzlichen technischen und wissenschaftlichen Informationen bieten und darüber hinaus die Geschichten hinter den Bildern erzählen. P 012

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visuell Verbände Höhenangst von Jutta Grote Fotocommunity GmbH. Ein Bild, so heißt es, sagt mehr als tausend Worte. Oft ist es jedoch hilfreich, wenn ein paar Worte zu einem Bild gesagt werden. Das gilt vor allem für den ambitionierten Hobbyfotografen. Wen bittet er um Hilfe, wenn seine Bilder nicht gelingen, wie er es sich vorstellt? An wen wendet er sich, wenn Familie und Freunde genug von seinen Fotos haben? Wo findet er neue Models und Motivideen? Wer geht mit ihm auf Fototour oder trifft sich zum Fachsimpeln auf ein Bier? Und wer hilft ihm bei Photoshop-Problemen? Auf diese und andere Fragen gibt es seit 15 Jahren eine Antwort: Die fotokommunity, eine Internetgemeinschaft von rund 1,5 Millionen Fotobegeisterten. Bereits seit elf Jahren tragen die Mitglieder der fotocommunity unter dem Namen „Fotowissen“ ihre Kenntnisse zusammen: auf diese Weise entstand das größte Fotolexikon im deutschsprachigen Internet. Die fotocommunity wurde im Jahr 2001 als Hobbyprojekt gegründet. Heute verfügt die fotocommunity GmbH mit Sitz in Köln über 25 festangestellte Mitarbeiter und gehört seit 2012 zur Verlagsgruppe WEKA. Seit Bestehen der Community wurden 200 Millionen Bildkritiken verfasst und 20 Millionen Fotos hochgeladen. Zusätzlich zu den öffentlichen Bildkritiken werden nochmals ebenso viele interne Nachrichten per FotoMail oder QuickMail zwischen den Mitgliedern versendet. Auf www.fotocommunity.de, der größten Plattform für Fotografie in Europa, treffen sich Laien, Profis und P 028

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visuell Art Buyer | Photographers Bildredaktion 1980 Das Sehen macht die Bilder. Herr Steinberg, Sie haben von 1992 an bis zur Abreise des letzten Soldaten im August 1994 den Abzug der russischen Streitkräfte aus Ostdeutschland fotografisch dokumentiert. Konnten Sie dabei für sich Neues entdecken? Regina Bärthel im Gespräch mit dem ­Fotografen Detlev Steinberg Aber unbedingt! Die militärischen Gelände der Russen waren ja vollständig abgeschottet gewesen. Die Freundschaft zwischen den Bruderstaaten UdSSR und DDR fand eher offiziell und protokollarisch statt. Kontakte zwischen den Soldaten und den Bürgern der DDR waren selten und nicht unbedingt erwünscht. Es ist ruhiger geworden um den Fotografen Detlev Steinberg. Seine Lust auf Abenteuer hat er allerdings in vollen Zügen gelebt: Viele Jahre war er Fotoreporter und Korrespondent der DDR-Illustrierten „Freie Welt“, für die er insbesondere aus der damaligen Sowjetunion berichtet hat. Später dokumentierte er den Abzug der russischen Truppen aus Berlin und Brandenburg. Bislang unveröffentlichte Bilder aus dieser umfangreichen Fotoserie zeigt nun eine Ausstellung und Publikation des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst. Welche Erfahrungen haben Sie während dieser zwei ­Jahre gemacht? Ich habe tatsächlich Neuland betreten. Gerade in Wünsdorf, dem Hauptquartier der Westgruppe der russischen Streitkräfte, habe ich direkten Kontakt nicht nur zu den Offizieren gehabt, sondern auch zu den Soldaten. Es entstand ein sehr vertrauensvolles Verhältnis und ich konnte zum ersten Mal ihren Lebens­ rhythmus zwischen Paraden, Kampfübungen und pri- P 036

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visuell Bildbände I Bücher Tony Stromberg. Tony Stromberg war zwanzig Jahre lang ein sehr erfolgreicher Werbefotograf. Doch eine innere Stimme sagte ihm, dass dies nicht alles gewesen sein k­ önnte und lockte ihn schließlich aus s­ einem Werbeumfeld tief in die Seele des „­ Wilden Westens“. Er folgte seinem inneren Verlangen nach Ruhe in Nähe zur Natur und dem Wunsch, sich auf die Fine Art-Fotografie zu konzentrieren. Kurz vor dem Jahrtausendwechsel begann er seine Pilgerr­eise aus der hektischen Welt der Werbung in eine Welt mit einem anderen Respekt vor der Natur und dem Land – eine Welt, die so reich war, dass er ­darin für sich selbst und seinen neuen Partner, das Pferd, einen tieferen Sinn entdecken konnte. Tony Stromberg hat viel Zeit darauf verwendet, die Facetten und Gewohnheiten seiner geliebten vierbeinigen Gefährten in ihrem natürlichen Lebensraum zu erkunden. „Der Geist des Pferdes“, zitiert Stromberg, „ist ein wunderbarer Lehrer des Menschen.“ Sowohl in ihrer physischen Gestalt als auch als Archetypen helfen uns Pferde, zu etwas Wildem, Ungezügeltem zurückzufinden, und erinnern uns an ein Gefühl der Freiheit, das viele von uns vergessen haben. Sie lehren uns etwas über Ehrlichkeit und Authentizität, weil sie keine andere Daseinsform kennen. Sie lehren uns Zusammenarbeit im Gegensatz zur Dominanz, und sie lehren uns, das Unbekannte zu respektieren und wertzuschätzen, statt es zu fürchten und zu versuchen, es zu zerstören. Tonys Arbeit ist eine Hommage an den Geist des Pferdes und eine Würdigung seiner bemerkenswerten Präsenz in unserem Leben. Pferde ganz pur, ohne Reiter, Sattel und Zaumzeug – außer im Stall ist heutzutage ein allzu seltener Anblick. Doch Tony Stromberg, ein Meister der Pferdefotografie, zeigt aber genau das. Er fotografiert diese anmutigen Tiere so rein und natürlich, wie man es sehr selten sieht. Seine schönsten Aufnahmen sind in dem atemberaubenden Bildband „Horses“ zusammengestellt, erschienen bei teNeues (weitere Infos auf Seite 57). Egal ob im Stall, auf dem Paddock oder in der freien Natur – mit perfekter Balance aus Licht und Schatten und dem Gespür für den richtigen Augenblick, setzt Stromberg die majestätischen Tiere in Szene und schafft damit eine authentische Hommage an ein wunderbares Geschöpf. Jedoch gehen seine Bilder über die simple Abbildung der Schönheit der Pferde hinaus. Der ehemalige Werbe­fotograf kam in den 1990er Jahren das ­erste Mal mit ihnen in Kontakt, als er sich v­ öllig ausgebrannt fühlte. In den Tieren hat er, wie er selbst sagt, seine Seelenverwandten und Lehrer gefunden, die ihm halfen, seine innere Ruhe wiederzufinden. Die tiefe Verbundenheit, die er seit damals aufgebaut hat, fängt er heute in seinen Bildern ein und macht sie damit so einzigartig. Nach seinen Anfängen vor über 20 Jahren hat er ein umfangreiches Archiv an wunderbaren Aufnahmen aufgebaut. Tony Stromberg lebt heute mit seiner Frau in New ­Mexico. www.tonystromberg.com P 040

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Photo © 2016 Tony Stromberg. All rights reserved. www.tonystromberg.com

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Michael Martin visuell Art Buyer | Photographers Michael Martin. Michael Martin, Fotograf, Vortragsreferent, Abenteurer und Autor, wurde am 14. Juli 1963 in Gersthofen geboren. Er ­studierte Geographie, Völkerkunde und Politik­ wissenschaft in München und ist Diplom-­ Geograph. Martin lebt in Pasing und hat zwei Kinder. Innerhalb von 30 Jahren unternahm er über achtzig Reisen in die Wüsten der Erde. Er wurde damit zu e­ inem der weltweit renommiertesten Wüstenfotografen. Michael Martin veröffentlichte zu seinen Reisen 30 Bildbände und Bücher, die in sieben Sprachen übersetzt wurden. Er hielt über 2000 Vorträge im gesamten deutschsprachigen Raum und produzierte mehrere Fernsehfilme. Martin ist Vorstand der Gesellschaft für Bild und Vortrag e.V. (GBV), eines Berufsverbandes für Diareferenten, dessen Ziel es ist, das Medium Diavortrag und die Zusammenarbeit zwischen den Referenten und Veranstaltern zu fördern. Im Jahr 2009 begann Martin für sein neues Projekt »Planet Wüste« zu reisen und zu fotografieren und die Wüsten der Erde zu seinem Thema zu machen. Innerhalb von fünf Jahren durchquerte er alle Wüsten der Erde – auf allen Kontinenten und in nahezu fünfzig Ländern. Neben den Trockenwüsten standen nun auch die K­ älteund Eiswüsten der Arktis und Antarktis im F­ okus seiner Arbeit. Innerhalb von sechs Jahren untern­ ahm er 40 Reisen und Expeditionen in die entlegensten und ex­trems­ ten Gebiete der Erde. Das Ergebnis ist das P­ rojekt „Planet Wüste“, das als Multivision, Bildband, TV-­Serie und Ausstellung präsentiert wird. Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zu den Höhepunkten seiner Tätigkeit als Wüstenfotograf und Vortragsreferent zählen seine Auftritte vor der Royal Geographical Society, die ihm im Juni 2005 den Cherry Kearton Award verliehen hat. Im Dezember 2005 hielt er einen Vortrag bei der UNKlimakonferenz. Zuletzt erhielt er den Gregor International Calendar Award und den ITB Book Award für sein Lebenswerk. Häufig wird Michael Martin die interessante Frage gestellt: „Was ist Ihr wichtigster Ausrüstungsgegenstand?“ Er antwortet darauf wie folgt: „Es sind sicher mehrere Dinge, auf die ich auf Reisen nicht verzichten kann oder möchte. Grundsätzlich bestimmt natürlich das Reiseziel, die Jahreszeit und die Reiseart die Ausrüstung. Wüstenreisen erfordern grundsätzlich weniger Ausrüstung als viele Reisen in die Arktis und Antarktis. Ich musste die Erfahrung machen, dass man an einem windigen Februartag in der Hocharktis schnell ins Lebensg­ efahr geraten kann, wenn man nicht adäquat ausgerüstet ist. Da kann schon ein verlorener Handschuh zu lebensbedrohlichen Erfrierungen führen. Als ich mit dem Motorrad den Dempster-Highway in der kanadischen Arktis im Februar bei Temperaturen von unter -40°C befuhr, waren auch die Grenzen modernster Polarausrüstung überschritten. Hier halfen nur noch ein Griff in die Trickkiste von Motorradaus­ rüstern, nämlich beheizte Unterwäsche, beheizte Handschuhe und beheizte Schuhsohlen. P 044

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visuell Art Buyer | Photographers Viktorialand Ladakh P 046

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visuell Art Buyer | Photographers Foto: Christian Kaiser Knicks und die Liebe zur Natur. Wer weiß, was Knicks sind? ­Wahrscheinlich die wenigsten, es sei denn, sie leben auf dem Land, vielleicht in Schleswig-­Holstein? Knicks findet man auf den Feldern, es sind Feldhecken, Gehölze auf einem Wall, sie grenzen „Wiesen und Felder voneinander ab“ – es sind Spuren der Zeit. Knicks sind teilweise mehrere hundert Jahre alt. Sie gehören zu den Schätzen der Landschaft, neben den Landgütern und Dorfkirchen, davon ist der Fotograf Christian Kaiser überzeugt. Wie kam er auf die Idee, Knicks zu fotografieren? Man kennt von ihm Reportagen über Gorillas in Kongo, Darjeeling-Tee in Indien, Reportagen aus anderen Teilen unserer Welt. Er ging schon sein ganzes Leben oft an Knicks vorbei und fragte sich oft: Was steckt dahinter? Es ist für ihn wie ein Theatervorhang. „Wenn man durchschauen kann, ist das ein Glücksgefühl“. Ein Grund für seine Arbeit ist es, mit den Fotos und den Geschichten möglichst viele Menschen anzuregen, mit offenen Augen die Natur zu erleben. Morgens nach dem Aufwachen schaut Kaiser aus dem Fenster. Welches Licht wird heute den Tag bestimmen? Danach fällt die Entscheidung, ob er mit der Kamera losmarschiert, an die Elbe – oder in den Stadtteil. Das passiert nicht jeden Tag, das muss für ihn nicht sein, um gute Bilder zu machen. Er besucht gern Fotoausstellungen und lässt sich davon inspirieren. Seine Fotos bietet er Umweltverbänden, Zeitschriften und Bildagenturen an. Welche Themen sind Grundlage für seine Arbeit? Fotografieren und Geschichten erzählen. Ein Bild erzählt P 052

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visuell Smartphone/Technik/Software Fotos: KubikfotoVR_Making-Of Level up: Virtual Reality. Die in Bremen ansässige F­ irma ­Kubikfoto³ ist ein Interaktiv-­ Studio. Sie ist spezialisiert auf das ­Produzieren von Online-­Erlebniswelten. Der ­Leistungsumfang reicht von ­Konzeption und Design, über Film- und P­ ostproduktion bis zur Entwicklung. Das Interaktiv-Studio entwickelt seit über zehn ­Jahren interaktive virtuelle Welten. Mit ihrer neuesten Technologie und der eigens entwickelten Software „­KubikfotoVR“, wollen sie den VR-Markt auf das nächste Level bringen. Sie nennen es: Authentic V­ irtual ­Reality. Virtual Reality ist die Zukunft des Internet- und Unterhaltungsmarkts und gliedert sich derzeit in zwei B­ ereiche: auf der einen Seite interaktive 3D gerenderte Welten, auf der anderen Seite lineare 360 Grad Videos. KubikfotoVR kombiniert die Eigenschaften aus beiden Formaten. Ole Leifels ist einer der kreativen Köpfe bei ­Kubikfoto³. Er stellt fest: „Das Faszinierende bei 360 Grad Videos ist gleichzeitig auch die große Einschränkung: Der Nutzer kann hinschauen, wohin er will, wann er will. Dadurch kann er einfach auch viel verpassen.“ Dieses Problem hat Kubikfoto³ mit ihrer neuen Technologie nun P 060

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