p. 28 SÄZ BMS Nr. 30-31/2011 - Schweizerische Ärztezeitung

Public health: Le travail du médecin cantonal - Ignazio Cassis

 

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SÄZ BMS Nr. 30-31/2011 - Schweizerische Ärztezeitung / Bollettino dei medici svizzeri / Bulletin des médecins suisses

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schweizerische Ärz tezeitung bollet tino dei medici svizzeri bulletin des médecins suisses 30 31 27 7 2011 editorial 1141 swissdrg-vereinbarung volles risiko für spitäler und ausverkauf des arztgeheimnisses fmh 114 3 wichtige Änderungen der krankenpflegeleistungsverordnung klv tribüne 1167 handelsinteressen vor patientenwohl begegnung mit orsola vet tori 1185 «das spital ist mein gestaltungsraum» «zu guter let z t» von erhard taverna 119 0 graswurzeln editores medicorum helveticorum offizielles organ der fmh und der fmh services www.saez.ch organe officiel de la fmh et de fmh services www.bullmed.ch bollettino ufficiale della fmh e del fmh services

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i n h a lt fmh editorial 1141 swissdrg-vereinbarung der tarifpartner nun ist der bundesrat gefragt pierre-françois cuénoud tariffragen 1143 wichtige Änderungen der krankenpflegeleistungsverordnung klv ernst gähler thomas kessler gabriela lang die Übersicht informiert über Änderungen bei material positionen und analysen über medizinische leistungen die neu aufgenommen wurden sowie neuerungen bei impfungen briefe mitteilungen 1151 briefe an die sÄz 1154 facharztprüfungen mitteilungen fmh services 1155 urabstimmung der fmh services 2011 max giger reinhard kunz 1157 protection juridique pour médecins fmh insurance services 1159 stellen und praxen nachrufe 1145 in memoriam heinrich thölen werner stauffacher 1146 personalien tribüne thema 1167 handelsinteressen vor patientenwohl felicitas witte wieso kann ein neues freihandelsabkommen das leben von aidspatienten in armen ländern gefährden tausende betroffene demonstrierten in den letzten monaten gegen einen geplanten vertrag zwischen der eu und indien der beitrag erklärt warum weitere organisationen und institutionen qualitätszirkel mpa 1147 qualitätszirkel für praxisassistentinnen ­ ein schritt in die zukunft der grundversorgung hansueli schläpfer valeria maissen beatrice birnbaum marco zoller wenn mpas die Ärzte bei zeitintensiven aufgaben in be ratung schulung und motivation unterstützen sollen müssen sie hierfür speziell geschult werden dies kann in mpaqualitätszirkeln erfolgen ­ einige Ärztenetze bieten sie bereits an standpunkt 1171 kritische bemerkungen zur ausbildung des chirurgen ernst gemsenjäger gefordert wird eine rück besinnung auf zeiten in denen der Ärztealltag noch nicht geprägt war durch bürokratie und arbeitszeitregelungen aus zeitmangel werde die präsenz im op heute vernachlässigt was das handwerkliche können in frage stelle 1149 medizinstudierende fordern ein drg-moratorium aylin canbek david eisner meisam borozadi auch unter medizinstudenten regt sich widerstand gegen die drgeinführung im nächsten jahr sie sehen qualität und gerechtigkeit des gesundheitswesens bedroht unter stützt vom verband schweizer medizinstudierender ist eine zürcher gruppe angehender mediziner für ihre forderun gen auf die strasse gegangen 1174 es gibt kein zurück ­ schauen wir nach vorne bettina wölnerhanssen «in vielen punkten sprechen sie uns aus dem herzen» schreibt die präsidentin des forums junger chirurgen zum beitrag von e gemsenjäger doch sie gibt auch zu beden ken dass sich das berufsbild der jetzigen chirurgengene ration verändert habe sie benennt veränderungen die für eine verbesserung der ausbildung nötig wären.

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i n h a lt tribüne public health 1175 le travail du médecin cantonal ignazio cassis vor seiner tätigkeit als nationalrat und fmhvizepräsident war der autor zwölf jahre lang kantonsarzt im tessin er schildert den berufsalltag und fragt wie sich das berufsbild künftig entwickeln wird lesenswert sind auch die einfüh renden worte von thomas zeltner horizonte streiflicht 1189 Östrogeniale notlösung bernhard gurtner 1184 spectrum der präsident des oberchnorzwiler chors hat ein ernstes problem ihm gehen die tenöre aus dringend muss er lösungen bzw tenöre finden nehmen sie teil an seinen teilweise doch recht ausgefallenen Überlegungen zur pro blemlösung horizonte begegnung mit 1185 «das spital ist mein gestaltungsraum» daniel lüthi «was mich interessiert ist die frage wie führe ich dieses spital erfolgreich in die zukunft?» sagt orsola vettori direktorin des spitals zollikerberg als erste im kanton zürich hat sie die medizinischpflegerische coleitung ein geführt und jetzt plant sie wieder etwas neues im bereich rehabilitation zu guter letzt 1190 graswurzeln erhard taverna die zahl der basis oder «graswurzelbewegungen» nimmt seit jahren zu meist sind es jüngere menschen die über das internet eine kostengünstige und schwierig zu kon trollierende plattform für ihre anliegen finden ein update neuster entwicklungen buchbesprechungen 1188 aus dem leben geplaudert luc ciompi geplaudert hat hier professor giorgio pilleri langjähriger leiter des hirnanatomischen instituts der psychiatrischen universitätsklinik in bern er schildert seine reiche forscher tätigkeit und würzt sein buch mit anekdoten über bedeu tende figuren der berner medizinischen fakultät anna impressum redaktion dr med et lic phil bruno kesseli chefredaktor dr med werner bauer dr med jacques de haller fmh pd dr med jean martin anna sax lic oec publ mha prof dr med hans stalder dr med erhard taverna lic phil jacqueline wettstein fmh redaktion ethik pd dr theol christina aus der au prof dr med lazare benaroyo dr phil dipl biol rouven porz redaktion medizingeschichte pd dr med et lic phil iris ritzmann pd dr rer soc eberhard wolff redaktion Ökonomie anna sax lic oec publ mha redaktion recht fürsprecher hanspeter kuhn fmh managing editor annette eichholtz m.a redaktionssekretariat margrit neff redaktion und verlag emh schweizerischer Ärzteverlag ag farnsburgerstrasse 8 4132 muttenz tel 061 467 85 55 fax 061 467 85 56 e-mail redaktion.saez@emh.ch internet www.saez.ch www.emh.ch herausgeber fmh verbindung der schweizer Ärztinnen und Ärzte elfenstrasse 18 postfach 170 3000 bern 15 tel 031 359 11 11 fax 031 359 11 12 e-mail info@fmh.ch internet www.fmh.ch herstellung schwabe ag muttenz marketing emh thomas gierl m.a leiter marketing und kommunikation tel 061 467 85 49 fax 061 467 85 56 e-mail tgierl@emh.ch inserate werbung ariane furrer assistentin inserateregie tel 061 467 85 88 fax 061 467 85 56 e-mail afurrer@emh.ch «stellenmarkt/immobilien/diverses» matteo domeniconi inserateannahme stellenmarkt tel 061 467 86 08 fax 061 467 85 56 e-mail stellenmarkt@emh.ch «stellenvermittlung» fmh consulting services stellenvermittlung postfach 246 6208 oberkirch tel 041 925 00 77 fax 041 921 05 86 e-mail mail@fmhjob.ch internet www.fmhjob.ch abonnemente fmh-mitglieder fmh verbindung der schweizer Ärztinnen und Ärzte elfenstrasse 18 3000 bern 15 tel 031 359 11 11 fax 031 359 11 12 emh abonnemente emh schweizerischer Ärzteverlag ag abonnemente postfach 4010 basel tel 061 467 85 75 fax 061 467 85 76 e-mail abo@emh.ch jahresabonnement chf 320.­ zuzüglich porto © 2011 by emh schweizerischer Ärzteverlag ag basel alle rechte vorbehalten nachdruck elektronische wiedergabe und Übersetzung auch auszugsweise nur mit schriftlicher genehmigung des verlages gestattet erscheint jeden mittwoch issn 0036-7486 issn 1424-4004 elektronische ausg

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editorial fmh swissdrg-vereinbarung der tarifpartner nun ist der bundesrat gefragt lange haben die tarifpartner h und santésuisse im hinblick auf die swissdrg-einführung um eine einigung der noch offenen punkte gerungen nun steht der kompromiss vorbehältlich der zustimmung der h mitglieder die tarifpartner haben die vereinbarung dem bundesrat eingereicht welcher diese im detail prüfen wird aus sicht der fmh sind dabei zwei aspekte hervorzuheben sicherheit für versicherer ­ volles risiko für spitäler die versicherer haben sich mit ihrem «cmi-modell» einen sicherungsmechanismus für die einführungsphase eingebaut steigt der vereinbarte durchschnittliche kostengewichtsindex cmi über 2 an müssen die betroffenen spitäler den versicherern die erträge über diese grenze hinweg zurückvergüten es sei denn sie können Änderungen des leistungsspektrums oder der leistungsmengen datengestützt darlegen doch welchen sicherungsmechanismus gibt es für die spitäler nachdem die versicherer das von h vorgeschlagene «fallertragsmonitoring» ablehnten was passiert wenn ein spital aufgrund des noch unreifen swissdrg-systems verluste schreibt nur weil sein leistungsspektrum im swissdrg-system ungenügend abgebildet ist es wäre aus sicht der fmh fahrlässig während der einführungsphase keinen sicherungsmechanismus für die spitäler zur abfederung von systemverzerrungen einzubauen schliesslich erlaubte sich auch deutschland keine experimente sondern die drg-einführung erfolgte mit einem sicherungsmechanismus der «budgetneutralen phase» werden im normalfall aber direkt an die versicherungsadministration diese datenlieferungen sind weder notwendig noch sinnvoll weder wirtschaftlich noch begründet siehe auch ein entsprechendes rechtsgutachten im auftrag von fmh und h [1 sie beinhalten viele daten die weder zur beurteilung der leistungspflicht noch zur rechnungsprüfung erforderlich sind zur Überprüfung der leistungserbringer können anonymisierte oder pseudonymisierte daten verwendet werden für die Überprüfung der kodierung ist der zugang zur vollständigen krankengeschichte erforderlich und das einzige und effiziente mittel für die sicherstellung der kodierqualität stellt die kodierrevision dar der rein programmtechnische nachvollzug der drg-zuordnung macht hingegen keinen sinn versicherer sollen daten erhalten die sie stillschweigend zur risikoselektion und zur rationierung nutzen können die versicherer haben nie dargelegt was mit diesen daten erreicht werden soll stattdessen wird hoher technischer aufwand betrieben um zu verschleiern dass sehr viele detaillierte medizinische information in versichererhand gelangen und dort für zwecke des profilings der risikoselektion und der stillschweigenden rationierung verwendet werden können kann es sein dass versicherungsadministratoren und spitaladministratoren über die köpfe der betroffenen patienten und Ärzte hinweg das arztgeheimnis verschachern [2 nun muss der bundesrat handeln die tarifpartner haben sich auf einen kompromiss geeinigt nach dem motto lieber ein schlechter kompromiss als kein kompromiss keine kompromisse hingegen kann sich der bundesrat bei der prüfung der vereinbarung erlauben die spitäler brauchen während der einführungsphase ebenso wie die versicherer einen sicherungsmechanismus und die bürger und patienten müssen weiterhin auf das arztgeheimnis und damit auf den schutz ihrer privatsphäre zählen können nun ist es am bundesrat zu prüfen ob die vereinbarung aus seiner sicht dem geltenden recht entspricht aus sicht der fmh ist dies klar nicht der fall vielmehr ist eine korrektur der vereinbarung zwingend erforderlich dr med pierre-françois cuénoud mitglied des zentralvorstands der fmh verantwortlicher ressort swissdrg 1 miotti r et al rechtsgutachten vom 30 mai 2011 zur systematischen weiterleitung des datensets 2 mit der rechnungsstellung an die krankenversicherer siehe www.fmh.ch tarife swissdrg neues gutachten zur rechnungsstellung im fallpauschalen-system swissdrg 2 weitere informationen siehe www.fmh.ch standpunkte es wäre fahrlässig während der einführungsphase keinen sicherungsmechanismus für die spitäler einzubauen ausverkauf des arztgeheimnisses der vertrag sieht zusammen mit der rechnung die systematische lieferung eines datensets vor das unter anderem alle codierten diagnosen und prozeduren beinhaltet aber auch weitere sensible daten nur in begründeten fällen dazu gehört auch das verlangen des patienten dürfen diese daten als zuhanden des vertrauensärztlichen dienstes gekennzeichnet werden ­ und auch dann sollen sie zusammen beim versicherer ankommen und nachfolgend getrennt werden auch medizinische berichte und befunde sollen in zukunft nur noch in diesen begründeten fällen an den vad geschickt schweizerische Ärztezeitung bulletin des médecins suisses bollettino dei medici svizzeri 2011;92 30/31 editores medicorum helveticorum 1141

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ta riffragen fmh wichtige Änderungen der krankenpflegeleistungsverordnung klv ernst gähler a thomas kessler b gabriela lang c a dr med vizepräsident fmh verantwortlicher ressort tarife und verträge b projektleiter ressort tarife und verträge fmh c rechtsdienst fmh gemäss der verordnung des eidgenössischen departe ments des innern edi über leistungen in der obli gatorischen krankenpflegeversicherung kranken pflegeleistungsverordnung klv ­ Änderung vom 31.5.2011 ­ kommt es zu folgenden wichtigen Ände rungen per 1.7.2011 bzw 1.1.2012 1 bei diversen prophylaktischen impfungen gemäss art 12a klv gilt es neu den «schweizerischen impf plan 2011» des bundesamts für gesundheit bag und der eidgenössischen kommission für impffragen ekif zu berücksichtigen siehe unter www.bag.admin.ch/themen/krank heiten und medizin/infektionskrankheiten/infek tionskrankheiten a­z/richtlinien und empfehlungen 2 zudem wurden folgende medizinische leistungen neu in den anhang 1 der klv aufgenommen ­ transurethrale photoselektive vaporisation der prostata pvp mittels laser beim symptoma tischen prostataobstruktionssyndrom punkt 1.4 urologie und proktologie ­ ab 1.7.2011 ­ lokale neuraltherapie und segmentale neural therapie punkt 2.3 neurologie inkl schmerz therapie und anästhesie ­ ab 1.7.2011 ­ dreidimensionale biologische extrazelluläre matrix tierischen ursprungs für die behandlung chronischer wunden punkt 5 dermatologie ­ ab 1.7.2011 ­ wundtherapie mit maden für die behandlung chronischer wunden punkt 5 dermatologie ­ ab 1.7.2011 ­ anthroposophische medizin arzneimittelthera pie der traditionellen chinesischen medizin tcm Ärztliche klassische homöopathie phytotherapie und störfeldtherapie neural therapie nach huneke punkt 10 komplemen tärmedizin ­ in evaluation vom 1.1.2012 bis 31.12.2017 siehe unter www.bag.admin.ch/themen/kranken versicherung/rechts und vollzugsgrundlagen/kran kenpflegeleistungsverordnung klv 3 neu gilt es folgende Änderungen gemäss anhang 2 klv mittel und gegenständeliste migel per 1.7.2011 zu berücksichtigen a Änderung bestehender position der migel ­ 01.02.01.01.1 verbrauchsmaterial zu tracheal absauggerät absaugsonden sekretbeutel sili konbeutel und filter pauschale pro monat 150 franken b material welches neu in die migel aufgenommen wurde achtung preis limitation und indikation siehe details in der migel ­ 21.02.11.00.1 gerät zur kontrolle der oralen antikoagulation ­ 21.03.20.00.1 teststreifen zur quantitativen bestimmung der thromboplastinzeit ­ 21.03.20.01.1 teststreifen zur quantitativen bestimmung der thromboplastinzeit ­ 21.05.01.00.1 glukosemonitoring system kauf transmitter ­ 21.05.01.00.2 glukosemonitoring system miete transmitter ­ 21.05.02.01.1 glukosesensoren 4 stück ­ 21.05.02.02.1 glukosesensoren 10 stück ­ 21.05.02.03.2 monitor zum kontinuierlichen glukosemonitoring system miete ­ 99.01.01.01.1 armlagerungsschienen komplett ­ 99.01.01.02.1 Überzug zu armlagerungs schienen ­ 99.01.01.03.1 knauf zu armlagerungsschienen c material das per 1.1.2011 von der migel gestrichen wurde ­ 25.01.01.00.1 brillengläser/kontaktlinsen bis zum vollendeten 18 altersjahr ­ 25.01.02.00.1 brillengläser/kontaktlinsen ab dem 19 altersjahr d material das per 1.7.2011 von der migel gestrichen wurde ­ 03.05.10.00.1 gripper für portacath ­ 03.05.11.00.1 nadeln für portacath ­ 34.50.01 gipsbinden 34.50.01.01.1­ 34.50.01.07.1 ­ 34.50.02 gipslonguetten 34.50.02.01.1­ 34.50.02.05.1 ­ 34.50.03 kunststoffbinden 34.50.03.01.1­ 34.50.03.05.1 ­ 34.50.05 kunststoffgipsschienen gebrauchsfertig 34.50.05.01.1­34.50.05.06.1 ­ 34.50.06 tricotschlauchbinden 34.50.06.01.1­ 34.50.06.05.1 ­ 34.50.07 frottéstretchpolsterschlauch 34.50.07.01.1­34.50.07.03.1 ­ 34.50.08 diverses gipszubehör ­ 34.50.08.01.1 ­ gipsschuh ­ 34.90 l wundvakuumtherapiesystem 34.90.01.01.2­34.90.01.02.2 schweizerische Ärztezeitung bulletin des médecins suisses bollettino dei medici svizzeri 2011;92 30/31 editores medicorum helveticorum 1143

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ta riffragen fmh siehe unter www.bag.admin.ch/themen/kranken versicherung/tarife und preise/mittel und gegen ständeliste 4 neu gilt es gemäss anhang 3 klv analyseliste al folgende Änderungen per 1.7.2011 zu berück sichtigen a Änderungen bestehender positionen der al folgende analysen des 3 kapitel mikrobiologie ­ 3.2.3 parasitologie weisen neu die limitation «limi tation nur bei klinischem verdacht auf toxoplas mose» auf ­ 3549.00 toxoplasma gondii ig oder igg qn ­ 3550.00 toxoplasma gondii iggavidität ­ 3551.00 toxoplasma gondii immunologisches mutterkindprofil mittels elektrophorese igg oder igm pro isotyp ­ ­ ­ 3553.00 toxoplasma gondii igm ql 3555.00 toxoplasma gondii iga ql 3556.00 toxoplasma gondii nukleinsäure amplifikation inkl amplifikatnachweis b analysen von der al gestrichen folgende analysen des kapitels 5.3 anhang c von hebammen veranlasste analysen art 62 abs 1 bst c kvv wurden ersatzlos gestrichen ­ 3549.00 toxoplasma gondii ig oder igg qn ­ 3553.00 toxoplasma gondii igm ql siehe unter www.bag.admin.ch/themen/kranken versicherung/tarife und preise/analyseliste schlussfolgerung alle hier genannten Änderungen der klv inkl anhänge migel und al haben keine auswirkungen auf die leistungserbringung und rech nungsstellung anhand des tarifes tarmed kennen sie die beiden meistgelesenen medizinischen fachzeitschriften in der schweiz sie halten eine davon gerade in der hand medical tribune the new england journal of medicine vsao asmac journal primarycare swiss medical weekly ars medici cardiovascular medicine revue médicale suisse praxis schweiz rundschau für medizin pipette hausarzt praxis med-congress ­ medizinische fortbildungen kongresse schweizer zeitschrift für psychiatrie neurologie 0 20 40 60 80 total 100 quelle gfs-zürich leserumfrage «medizinische fachpresse 2010» vielen dank für ihre aufmerksamkeit wir wünschen ihnen weiterhin eine anregende lektüre ihr emh schweizerischer Ärzteverlag der verlag der schweizer Ärztinnen und Ärzte weitere informationen finden sie unter www.emh.ch im internet schweizerische Ärztezeitung bulletin des médecins suisses bollettino dei medici svizzeri 2011;92 30/31 editores medicorum helveticorum 1144 www.emh.ch verlag@emh.ch die «schweizerische Ärztezeitung» und das «swiss medical forum» sind die beiden fachzeitschriften mit dem mit abstand weitesten leserkreis innerhalb der schweizer Ärzteschaft weitester leserkreis wlk gesamte schweiz alle Ärztinnen und Ärzte n 2800 schweizerische Ärztezeitung swiss medical forum

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nachrufe fmh in memoriam heinrich thölen während der oft langjährigen dialysebehandlung annahm sie begleitete und betreute ­ später bis zur transplantation und darüber hinaus gleichermassen setzte er sich von anfang an bei behörden versicherungen und krankenkassen dafür ein dass die patienten aber auch die spitäler mit den finanziellen und ökonomischen herausforderungen die die technischen entwicklungen mit sich brachten nicht allein gelassen wurden die verdienste heinrich thölens auf die nephrologie zu beschränken hiesse teile seines ärztlichen wirkens als arzt auszuklammern teile die vielleicht weniger spektakulär waren aber wohl mehr patienten zugute kamen und geholfen haben als seine tätigkeit als spezialist er war ein umfassend kompetenter und gebildeter allgemein-internist in dessen menschlicher wärme ruhe und bestimmtheit patienten sich geborgen fühlten und dessen rat und hilfe von älteren und jüngeren kollegen immer wieder in anspruch genommen wurden menschlichkeit kollegialität und loyalität zeichneten ihn aus wie nur wenige und führten dazu dass er während vieler jahre und unter zwei aufeinanderfolgenden chefärzten als deren stellvertreter freund und vertrauter unzähligen jungen assistenzärzten und oberärzten lehrer beispiel und modell war er und seine medizin waren im wahrsten sinne des wortes ganzheitlich ­ lange bevor man es für nötig hielt dies abgrenzend als besonderheit hervorzuheben prof dr med heinrich thölen 1921­2011 am 18 juni 2011 ist heinrich thölen in seinem 90 lebensjahr verstorben mehr als 20 jahre nach seinem rücktritt werden sich nur mehr wenige an den vater der künstlichen niere in basel erinnern an den mann der am damaligen bürgerspital auf geheiss seines chefs des internisten hans staub erstmals eine abteilung für nierenkrankheiten aufbaute die erste künstliche niere einrichtete und 1956 eine erste patientin erfolgreich behandelte ­ eine 15-stündige prozedur dank ihm und unter seiner leitung bis zur pensionierung im jahr 1987 hat die basler nephrologie die weltweite stürmische entwicklung der medizinischen wissenschaft und technologie der mitte des letzten jahrhunderts an der spitze mitgemacht war die «blutwäsche» zu beginn lediglich eine methode der akut und intensivmedizin ermöglichte wenig später die einführung der dauer und der heimdialyse das langfristige Überleben von immer mehr patientinnen und patienten mit chronischem nierenversagen aber thölen war nicht einfach technokrat von anfang an hat er vorausgesehen welche enormen psychischen und sozialen probleme die neuen entwicklungen für die patienten und ihre familien schaffen würden er hat sich ihrer zunächst selber und mit seinem unmittelbaren umfeld angenommen und schon bald ein team von pflegenden sozialarbeitern theologen psychiatern und psychologen geschaffen das sich der patienten schon vor aber vor allem seit seiner pensionierung lebte heinrich thölen fernab vom brummen des spitallebens und der academia aber nicht zurückgezogen er schrieb für andere weniger gut vorbereitete über das leben «danach» über den ruhestand und die notwendigkeit für jeden auch dort seinem leben sinn zu geben er lebte in basel und im geliebten blauen für seine freunde seine familie seine zwei erwachsenen kinder und in den letzten jahren ganz mit seiner frau und für sie die ihm so viel gegeben und bedeutet hatte ihr tod vor wenigen monaten war für ihn ein schwer zu ertragender schlag dass er ihr so bald nachfolgen durfte war für ihn wohl gnade und ist für die die um ihn trauern wohl ein trost dies wünschen wir seinen zwei kindern und allen hinterbliebenen prof dr med werner stauffacher basel schweizerische Ärztezeitung bulletin des médecins suisses bollettino dei medici svizzeri 2011;92 30/31 editores medicorum helveticorum 1145

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fmh personalien todesfälle décès decessi karel kobza 1945 12 6 2011 facharzt für innere medizin 8404 winterthur georges terrier 1922 13 6 2011 spécialiste en otorhinolaryngologie 2022 bevaix hedwig terrier-haberthür 1923 24 6 2011 spécialiste en médecine générale 2022 bevaix kurt eschle 1944 27 6 2011 facharzt für allgemeinmedizin 3600 thun jo-antoine bugmann 1929 30 6 2011 spécialiste en chirurgie 1217 meyrin rudolf klöti 1926 1 7 2011 facharzt für ophthalmologie 8032 zürich Ärztegesellschaft des kantons luzern zur aufnahme in unsere gesellschaft sektion stadt haben sich angemeldet rainer ade praktischer arzt fmh z zt para celsusklinik 9052 niederteufen ab 15 8 2011 praxisgemeinschaft mit dr med matthias kessler würzenbachstrasse 3 6006 luzern petra binder-wirth fachärztin für kinder und jugendmedizin fmh angestellt in praxis dr jamal ailabouni kantonsstr 40 6048 horw margaretha gisler fachärztin für psychiatrie und psychotherapie fmh z zt psychiatrische privatklinik hohenegg 8706 meilen praxis ab september 2011 winkelriedstrasse 11 6003 luzern jörg klatt facharzt für gynäkologie und geburtshilfe fmh frauenarztpraxis hirs landen klinik st anna st annastrasse 32 6006 luzern claus muss praktischer arzt fachärztezentrum pilatusstrasse 35 6003 luzern nathalie rölli-baumeler fachärztin für all gemeinmedizin fmh permanence medical center 6005 luzern praxistätigkeit ab 1 september 2011 gemeindehausplatz 6 6048 horw zur aufnahme in unsere gesellschaft sektion gäu hat sich angemeldet abdollreza khoshnewisan praktischer arzt menznauerstrasse 11 6110 wolhusen einsprachen sind innert 20 tagen zu rich ten an das sekretariat schwanenplatz 7 6004 luzern fax 041 410 80 60 Ärzte-gesellschaft des kantons zug zur aufnahme in die Ärztegesellschaft des kantons zug als ordentliches mitglied hat sich angemeldet renate grossmann fachärztin für allge meinmedizin fmh praxisübernahme von dr s capol hauptstrasse 12 6313 menzingen einsprachen gegen diese kandidatur müssen innerhalb 14 tagen seit dieser veröffent lichung schriftlich und begründet beim sekre tariat der Ärztegesellschaft des kantons zug eingereicht werden nach ablauf der einspra chefrist entscheidet der vorstand über ge such und allfällige einsprachen preise prix fondation de la tour la fondation de la tour pour la recherche cardiovasculaire «coeur de la tour» vient d attribuer pour la 6e fois son prix annuel il s agit d un prix de 10 000 francs destiné à récompenser un travail cardiovasculaire cli nique les lauréats 2011 sont les docteurs cook ladich nakazawa eshtehardi neidhart vogel togni wenaweser billinger seiler gay meier pichler jüni virmani et windecker de berne pour leur travail publié dans «circulation» «correlation of intravascular ultrasound findings with histopathological analysis of thrombus aspirates in patients with very late drugeluting stent thrombosis» guttmann-preis dr med regula spreyermann vom rehab basel zentrum für querschnittgelähmte und hirnverletzte konnte kürzlich den guttmann preis der deutschsprachigen medizinischen gesellschaft für paraplegie in empfang neh men mit dem preis wurde die leitende Ärztin innere medizin für ihre arbeit zur vor und nachsorge von querschnittgelähmten men schen ausgezeichnet praxiseröffnung nouveaux cabinets médicaux nuovi studi medici be dominik weiss praktischer arzt badweg 7 3302 moosseedorf bs oliver mohr facharzt für allgemeine innere medizin pilatus praxis pilatusstrasse 45 4054 basel sg milorad babic facharzt für pneumologie und praktischer arzt gaisgass 8 9424 rheineck zh miriam huber-wenger fachärztin für allgemeinmedizin praxiszentrum möwe kirchgasse 4 8620 wetzikon zh tariq mehmood rauf facharzt für allgemeinmedizin und facharzt für innere medizin und praktischer arzt dällikerstrasse 37 8105 regensdorf siegrun oda maas praktische Ärztin sonnenhofstrasse 19 8340 hinwil schweizerische Ärztezeitung bulletin des médecins suisses bollettino dei medici svizzeri 2011;92 30/31 editores medicorum helveticorum 1146

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q ualit ä tszirkelm pa weitereorganis at ionenundinstitutionen qualitätszirkel für praxisassistentinnen ­ ein schritt in die zukunft der grundversorgung zeitintensive aufgaben im praxismanagement in der beratung schulung und motivation vor allem von langzeitpatienten können viele Ärzte kaum bewältigen entlastung kann von den medizinischen praxisassistentinnen kommen dafür bedarf es aber einer weiterentwicklung des berufsbildes im sinne einer selbständigen mitarbeiterin der grundversorger mpa-qualitätszirkel können dazu einen wichtigen beitrag leisten hansueli schläpfer a valeria maissen b beatrice birnbaum c marco zoller d mitglieder der ag qualitätszirkel für mpa a vertreter medswiss.net b praxismanagement medix zürich c erwachsenenbildnerin vertreterin sva d dr med vertreter hausärzte schweiz wir danken dem schweizerischen verband medizinischer praxisassistentinnen sva hausärzte schweiz und medswiss.net für die unterstützung in der trägerschaft der kurse krise der grundversorgung wir alle wissen die medizinische grundversorgung ist unabdingbar für ein gut funktionierendes gesundheitswesen trotzdem geht es ihr nicht gut Überlastete hausärzte und -ärztinnen mangelnder nachwuchs prestige und einkommensverluste verstärken sich gegenseitig zum teufelskreis erste gegenmassnahmen wurden ergriffen aber es wird lange dauern bis sie zur wirkung kommen in der zwischenzeit gilt es das zu tun was in unserer macht liegt aktivieren wir das potential der medizinischen praxisassistentinnen mpa neue rolle für die mpa die heutige mpa war ursprünglich dienstmädchen «für alles» im arzthaushalt aus ihr wurde die arztgehilfin heute die praxisassistentin und in zukunft wird es die mitarbeiterin des arztes sein die rasch zunehmenden zeitintensiven aufgaben im praxismanagement in der beratung schulung und motivation vor allem bei langzeitpatienten können von den Ärzten schon jetzt kaum mehr bewältigt werden [1 doch müssen wirklich alles die Ärzte übernehmen sehr oft handelt es sich um routinesituationen die keine ärztliche kompetenz erfordern sie können sehr gut und manchmal sogar besser von entsprechend geschulten mpas selbständig ausgeführt werden dies verlangt allerdings eigenständiges und kritisches denken bei den mpas und ein umdenken bei den Ärzten qualitätszirkel ­ weg in die selbständigkeit qualitätszirkel sind bei den Ärzten und namentlich bei den grundversorgern längst bewährt sie sind ein wichtiges instrument zur emanzipation der grundversorger vom definitions-monopol der professoren konsensuskonferenzen und der industrie hier wird der kritische geist geschult werden die wirklichen praxisprobleme formuliert und realitätsgerechte antworten gefunden warum also sollten sie nicht auf die mpas übertragen werden wenn sie in zukunft ähnliche fähigkeiten brauchen cercles de qualité pour assistantes médicales ­ un pas vers l avenir de la médecine de premier recours a l avenir les tâches dévolues à la médecine de premier recours ne pourront être accomplies et maîtrisées par les cabinets médicaux que s ils utilisent davantage et de manière ciblée le potentiel des assistantes médicales cela suppose une évolution de cette profession en vue de concéder plus d autonomie aux collaboratrices pour seconder le médecin les réseaux de médecins ont été les premiers à reconnaître que les cercles de qualité tels qu ils se sont établis pour les médecins mais cette fois à l intention des assistantes médicales représentent un moyen de faire évoluer cette profession un groupe de travail composé de représentants de l association suisse des assistantes médicales asa de médecins de famille suisse et de medswiss.net a été mis sur pied pour former les responsables nécessaires à ces cercles de qualité et proposer des cours korrespondenz dr med hansueli schläpfer innere medizin fmh leiter Ärztenetz säntimed kasernenstrasse 30 ch-9100 herisau tel 071 352 26 66 fax 071 352 42 56 schlaepfer11@bluewin.ch mpas haben gelernt ärztliche verordnungen genau und oft unkritisch zu befolgen so wichtig dies ist es hemmt die selbständigkeit im denken und arbeiten die heute für die weiterentwicklung der grundversorgung unentbehrlich sind genau hier setzt der qualitätszirkel für mpas an es werden hemmungen abgebaut die mpas lernen eigene themen zu formulieren erfahrungen auszutauschen und neue lösungen zu suchen dies kann bis zur erarbeitung eigener merkblätter und «mpa-guidelines» führen schweizerische Ärztezeitung bulletin des médecins suisses bollettino dei medici svizzeri 2011;92 30/31 editores medicorum helveticorum 1147

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q ualit ä tszirkelm pa weitereorganis at ionenundinstitutionen die qualitätszirkel müssen natürlich organisiert und moderiert werden dies ist ein weiteres Übungsfeld auf dem die mpas ihre oft brachliegenden fähigkeiten entfalten und dann auch in den praxen nutzbringend anwenden können besonders in den immer zahlreicher werdenden gruppenpraxen sind diese qualitäten gefragt es braucht leiterinnen für qualitätszirkel die leitungsfunktion ist für die mpas meist ungewohnt für einen erfolgreichen qualitätszirkel aber sehr wichtig eine ausbildung zur leiterin eines qualitätszirkels qz ist deshalb von grosser bedeutung und gibt der mpa die notwendige sicherheit in einem pilotversuch organisierte deshalb medix schweiz in zusammenarbeit mit der schweizerischen gesellschaft für allgemeinmedizin sgam arbeitsgruppe moderatorenkurse in den jahren 2009/2010 drei solcher moderatorinnenkurse mit insgesamt 35 teilnehmerinnen vorbild waren die kurse der sgam und es war sehr wertvoll die erfahrenen ausbildner der sgam für diese kurse in anspruch nehmen zu können rasch zeigte sich dass für inhalt und organisation dieser kurse eine strukturierte trägerschaft unerlässlich ist erfreulicherweise gelang es den schweizerischen verband medizinischer praxisassistentinnen sva hausärzte schweiz und medswiss.net schweizer wird die medizinische praxisassistentin in zukunft die Ärzte noch mehr entlasten können «Ärztenetze waren und sind die wichtigsten promotoren für die entstehung solcher mpaqualitätszirkel.» dachverband der Ärztenetze als träger zu gewinnen sie finanzieren die ausarbeitung eines eigenen konzepts mit den nötigen schulungsunterlagen und organisieren in zukunft die moderatorinnenkurse s unten diese innovative zusammenarbeit spiegelt die neue teambildung von Ärztenetzen­Ärzten­ mpas die für eine integrierte grundversorgung notwendig ist die rolle der Ärztenetze Ärztenetze waren und sind die wichtigsten promotoren für die entstehung solcher mpa-qualitätszirkel ihr interesse liegt vor allem in der konkreten und einheitlichen umsetzung von aufgaben und projekten welche die netzpraxen leisten müssen Überweisungsmanagement qualitätsnachweis hygiene und entsorgungskonzepte einfache patientenberatungen usw dazu kommt die generelle förderung des qualitätsbewusstseins cirs usw und der kommunikati ven fähigkeiten der mpas netze sind deshalb in der regel bereit moderatorinnen auszubilden und qualitätszirkel zu finanzieren sie fördern auch den transfer von resultaten in den praxisalltag und möchten im gegenzug bei der themenwahl einen einfluss ausüben auf jeden fall ist ein delegierter der netzleitung wichtig um den austausch mit dem mpa-qualitätszirkel zu gewährleisten dies bedeutet natürlich nicht dass es mpa-qualitätszirkel nur in Ärztenetzen geben soll wenn jemand die initiative ergreift ist dies auch in einem notfallkreis oder anderen praxis-gruppierungen möglich und sinnvoll ebenso ist es denkbar dass in zukunft auch qualitätszirkel von praxisassistentinnen aus spezialarztpraxen gebildet werden die entwicklung steht erst am anfang und die rückmeldungen aus den beteiligten praxen sind fast ausnahmslos positiv es lohnt sich für netze praxen und mpas mpa-qualitätszirkel zu initiieren und damit erfahrungen zu sammeln der nächste moderatorinnen-kurs findet am 23 24 september 2011 statt s www.sva.ch/bildung/fortbildung.html literatur 1 rosenmann t schalch e birnbaum b zanoni u grundversorgung der weg aus der krise führt auch über die mpa schweiz Ärztezeitung 2010;9128/29 1081­3 schweizerische Ärztezeitung bulletin des médecins suisses bollettino dei medici svizzeri 2011;92 30/31 editores medicorum helveticorum 1148

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w eitereorganis at ionenundinstitutionen medizinstudierende fordern ein drg-moratorium auch medizinstudierende sind direkt von der einführung der drg betroffen sie fühlen sich auch auf gesellschaftlicher ebene verpflichtet sich für ein qualitativ hochstehendes und gerechtes gesundheitswesen einzusetzen sie fordern daher ein drg-moratorium aylin canbek david eisner meisam borozadi medizinstudierende für ein drgmoratorium korrespondenz aylin canbek postfach 1519 ch8800 thalwil aylincanbek@hotmail.com bei den drg die ab 2012 in allen schweizer spitälern eingeführt werden sollen handelt es sich um ein ver gütungssystem für spitalleistungen das sich an dia gnosen statt am reellen individuellen aufwand orien tiert erfahrungen aus anderen ländern zeigen dass dies mit einem qualitäts und personalabbau einer verschlechterung der arbeitsbedingungen im medizi nischen sektor sowie steigenden kosten im ambulan ten sektor verbunden ist für uns medizinstudierende stellt sich zusätzlich das problem dass die finanzie rung unserer aus und weiterbildung im swissdrg system nicht gewährleistet ist die crux an der sache ist bis vor kurzem hat keine öffentliche diskussion zu den drg stattgefunden die entscheidungsmacht lag nicht bei denjenigen die die ökonomisierte suppe wer den auslöffeln müssen die einführung der drg wurde von akteuren entschieden die in den vorzug privile gierter behandlungen in privatkliniken kommen kön nen ­ ein klassischer fall von schreibtischtätertum besonders prekär ein grossteil derjenigen die durch die Änderung am stärksten betroffen sein wird patientinnen und patienten medizinisches perso nal weiss nicht was ihm da blüht information tut also dringend not was macht nun der besorgte und nicht minder empörte medizinstudierende angesichts der verzwickten sachlage sich mit gleichgesinnten in form der gruppe «medizinstudierende für ein drgmoratorium» organisieren und dafür sorgen dass die alarmglocken doch noch rechtzeitig läuten so schoben wir vorlesungen staatsexamen und masterarbeit vorerst grosszügig beiseite manche sprachen gar von einem staatsexamenmoratorium um uns einem thema zu widmen das zu gravierend ist um tatenlos zuzuschauen und das nicht nur uns in unserer künftigen berufstätigkeit sondern breite schichten der gesellschaft betreffen wird in unseren anliegen werden wir unterstützt von der swimsa dem verband schweizer medizinstudierender der sich ebenfalls klar für ein moratorium ausgesprochen hat ­ dass sich das studentische pendant zur fmh ge sundheitspolitisch positioniert ist eine premiere und widerspiegelt die enorme relevanz der thematik podiumsdiskussion im usz in dezember 2010 kam es zur ersten protestkundge bung vor dem kantonsrat zürich die intention früh morgens zur budgetdebatte eintrudelnde kantons rätinnen und räte mit flyern und forderungen statt kaffee und gipfeli empfangen ­ die aktion glückte mit vielen positiven rückmeldungen sowie zusagen mehrerer politiker uns in unseren forderungen zu unterstützen aufgrund der fehlenden inkenntnisset zung seitens bundesrat bag und politikern war ein generelles informationsdefizit auszumachen dem wir mit einer podiumsdiskussion im universitätsspital zürich nachzukommen versuchten diese fand im februar 2011 statt und stiess auf reges interesse bei der studierendenschaft die veranstaltung war gar besser besucht als so manche vorlesung prof dr med felix gutzwiller und toni bortoluzzi referierten als prodrgredner dr med christian hess und margrit kessler stellten die contraseite dar es war uns ein anliegen beide seiten aufzuzeigen auf dass sich die zuhörerinnen und zuhörer ein eigenes urteil bil den konnten aufgrund etlicher ungeklärter fragen bezüglich der drgeinführung und der vielzahl an fundierten argumenten die gegen eine einführung am 1.1.2012 sprechen kristallisierte sich im laufe des abends deutlich heraus weshalb die argumente un vermeidlich für ein drgmoratorium sprechen es gilt eine vielzahl an fragen zu klären so müssen die behandlungs und ausbildungsqualität erhalten wer den und der datenschutz gewährleistet sein ebenso die finanzierung der aus und weiterbildung spätes tens ein jahr vor der einführung muss zudem eine begleitforschung begonnen werden um die auswir kungen der drg besser abschätzen zu können medizinstudierende gehen auf die strasse als ein hauptproblem stellte sich uns die tatsache entgegen dass die breite bevölkerung nicht über die drg informiert war ­ also gerade diejenigen men schen die als patienten am stärksten unter der fall pauschalisierten realität leiden werden wir alle wer den uns früher oder später in der rolle als patient wie derfinden und darauf angewiesen sein eine adäquate medizinische behandlung zu erhalten da wir es für elementar erachteten potentielle patientinnen und patienten über die drg aufzuklären entschieden wir uns die gunst der strasse zu nutzen so versammel ten sich am sonnigen samstagnachmittag des 5 märz über 150 medizinstudierende aller jahrgänge der uni schweizerische Ärztezeitung bulletin des médecins suisses bollettino dei medici svizzeri 2011;92 30/31 editores medicorum helveticorum 1149

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w eitereorganis at ionenundinstitutionen gemeinsam auf die strasse für ein drg-moratorium medizinstudierende am 5.3.2011 in zürich www.swimsa.ch versität zürich um der forderung nach einem drg moratorium gehör zu verschaffen ausgerüstet mit weissen kitteln und stethoskopen zogen wir durch die zürcher innenstadt verteilten rege flyer und skandierten parolen wie «patienten bleiben ­ drg vertreiben!» «rücken krumm taschen leer ­ fallpau schalen danke sehr!» «gesundheit für alle sonst gibt s krawalle!» und «was wir wollen ist nicht viel ­ moratorium ist das ziel!» hinter einem grossen fronttransparent mit dem versammlungsmotto «ge meinsam für ein gerechtes und gutes gesundheitswe sen!» wurden schilder mit den akronymen «deine ruinierte gesundheit» und «destruktiver rückschritt im gesundheitswesen» spazierengetragen mehrere studierende hatten sich als «blutig entlassene» patien ten verkleidet und hinkten mit blutverschmierten gipsverbänden blassen wangen und infusionsgeräten mehr schlecht als recht dem demonstrationszug hin terher ein weisser musikwagen wurde kurzerhand in ein ambulanzfahrzeug umfunktioniert und begleitete mit allerlei getöse unseren protestmarsch derweil wurden passanten und begleitpolizei über die ver heerenden auswirkungen der swissdrg aufgeklärt und zeigten sich empört angesichts der verheerenden umstrukturierung im anschluss an die demonstra tion legten verschiedene rednerinnen und redner ihre standpunkte zur thematik dar balthasar glättli gemeinderat grüne partei zürich und gewerk schafter erika ziltener spkantonsrätin präsiden tin schweizerische patientenstelle dr med david winizki hausarzt initiant der ig drgmoratorium vua sowie die gruppe «medizinstudierende für ein drgmoratorium» als folge der demonstration er hielten wir von medien und mitmenschen zahlreiche rückmeldungen die sich überrascht darüber zeigten dass medizinstudierende für politische anliegen ge meinsam auf die strasse gehen dies ist sicherlich nicht alltäglich zeigt aber die brisanz und das abseh bar verheerende ausmass der thematik im mai 2011 reagierte auch die medizinstudierendenschaft der universität basel und führte ihrerseits eine podiums diskussion im universitätsspital basel durch aktueller stand der dinge aktuell bestehen weiterhin aktive bestrebungen die einführung per 1.1.2012 zu verschieben die swimsa hat am 30 mai 2011 eine medienmitteilung veröf fentlicht in der sie ein fünfjähriges moratorium bei der einführung der drg fordert das communiqué kann auf der website der swimsa eingesehen werden die fmh ihrerseits hat eine medienmitteilung veröf fentlicht in der sie eine dreijährige schweizweit ein heitliche Übergangsregelung fordert diese soll erst aufgehoben werden wenn wichtige punkte erfüllt sind darunter die gewährleistung des datenschutzes die Übernahme der kosten von aus und weiterbil dung die sicherstellung der arbeitsbedingungen der behandlungsqualität sowie einer begleitforschung nichtsdestotrotz hat sich der bundesrat bisher weder zum drgmoratorium noch zur forderung der fmh geäussert es werden daher weiterhin unterschriften für eine petition innerhalb der Ärzteschaft gesam melt ebenfalls weitergeführt wird die unterschriften sammlung für nichtärztliche personen beide können auf www.drgmoratorium.ch abgerufen und unter schrieben werden als künftige assistenzärztinnen und ärzte erwarten wir ausserdem vom schweizerischen institut für ärzt liche weiter und fortbildung siwf eine öffentliche re aktion da bisher nach wie vor keine verbindlichen schweizweiten lösungen zur weiter und fortbildung von Ärztinnen und Ärzten ausgearbeitet wurden schweizerische Ärztezeitung bulletin des médecins suisses bollettino dei medici svizzeri 2011;92 30/31 editores medicorum helveticorum 1150

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redaktion.saez@emh.ch briefe briefe an die sÄz einen benefit von 2­3 zusätzlich bringt nicht jede frau will eine brustrekonstruktion und wenn schon reicht häufig ein subpekto raler aufbau wir müssen bereit sein die ver antwortung in der diagnosestellung thera piefestlegung und begleitung in den auf den ersteingriff folgenden behandlungsjahren zu übernehmen das ist qualität ­ medizinische und mensch liche dass die fmh im rahmen eines fal schen qualitätsbewusstseins die neue «zen tritis» unterstützt und gut funktionierende medizinische angebote einer absolut unbe rechtigten zertifizierung unterwerfen will damit die fmh über bürokratischen aufwand von uns Ärzten weitere gebühren einfordern kann unter dem deckmantel der qualitäts verbesserung ist schade und führt unsere me dizin in eine unpersönliche staatsmedizin in der niemand mehr verantwortung überneh men will meine berufskollegen jürg frölicher andreas furrer roland köppel andré kunz claude strub felix widmer sowie unsere kollegin petra bindig arbeiten operativ an der gleichen klinik und unterstützen meine ansichten vorbehaltlos dr med j diener winterthur 1 allgayer b gruber g huwiler k brustzentren ­ qualität dank teamarbeit schweiz Ärztezeitung 2011;9226 987 kussion darüber anzukurbeln in diesem sinne bedanken wir uns für ihren beitrag dr med daniel herren mitglied des zentralvorstandes der fmh verantwortlicher für das ressort ddq praktizierende gynäkologen gewährleisten medizinische und menschliche qualität zum beitrag «brustzentren ­ qualität dank teamarbeit» [1 wieso soll qualität in der medizin nur noch in zentren und mittels ­ unnötiger ­ zertifi zierungen erfolgen können als praktizieren der gynäkologe mit operativer tätigkeit und betreuung von vielen brustkrebspatientinnen widerspreche ich der im artikel postulierten besseren qualität an brustzentren als an unserer klinik wir diagnostizieren klinisch und mit ultraschall ­ selbstverständlich in zusammenarbeit mit den radiologen ­ die karzinome und legen den therapieplan mit der patientin und dem tumorboard unserer klinik fest die operationen werden lege artis durchgeführt und falls notwendig wird schon primär ein versierter plastischer chir urg beigezogen im vordergrund steht dabei immer die patientin mit der krankheit ihrer angst und ihren sorgen hier sind wir frauen ärzte in erster linie gefordert so koordinie ren wir den ablauf der diagnostik und der therapien begleiten die patientinnen über jahre hinweg bis zur genesung oder auch bis in den tod ­ dies kann kein brustzentrum auch nur annähernd erfüllen ich wage zu behaupten dass die betreuung unserer patientinnen durch unsere qualifi zierten radiologen pathologen onkologen radiotherapeuten plastischen chirurgen psychotherapeuten in winterthur vollum fänglich gewährleistet ist ­ unter führung von uns als betreuenden frauenärzten wir sind der ansicht dass wir schon heute ver netzt wie in den neuen «zertifizierten» tumor zentren arbeiten die sogenannten zentren dagegen sind un persönlich und niemand übernimmt eine verantwortung der radiologe versteckt sich hinter den bildgebung der onkologe argu mentiert mit den neuesten studien der plas tische chirurg empfiehlt die komplexesten aufbauplastiken muss denn jeder mikrokalk entfernt werden nur weil ein mammatom im zentrum steht vielleicht kann eine mammographienach kontrolle der untersuchung in einigen mona ten einen eingriff sparen wollen alle patien tinnen eine chemotherapie wenn diese antwort sehr geehrter herr kollege diener ihr schreiben zeigt uns dass die publikatio nen der serie «qualitätsinitiativen» in der schweizerischen Ärztezeitung und auf der website der fmh gelesen werden das freut uns was den letzten teil ihres briefes an belangt möchten wir präzisieren dass es das ziel dieser serie ist inner und ausserhalb der Ärzteschaft aufzuzeigen dass die Ärzteschaft zahlreiche qualitätsaktivitäten betreibt und zwar in einer grossen bandbreite sowohl fachlich als auch bezüglich des organisa tionsgrads interessierte referenten präsentie ren ihre initiative in der arbeitsgruppe qua lität der fmh agqfmh und erstellen an schliessend mit unterstützung der abteilung ddq daten demographie und qualität einen nach einheitlichem aufbau gestalteten text für die publikation die fmh erteilt darin weder eine wertung und noch eine empfehlung bezüglich einer bestimmten qualitätsinitiative es geht einzig darum die immensen bestrebungen der Ärzteschaft in der qualität sichtbar zu machen und die dis la qualité jusqu à la nausée depuis quelques années on ne peut plus ouvrir notre journal professionnel sans se heurter au visage avenant de notre collègue le dr herren qui nous assène une nouvelle dose de sa propagande sur la «qualité» les deux dernières [1 sont particulièrement navrantes nous avions pour notre part exprimé à maintes reprises [2 notre hostilité à ce concept dénué de toute consistance scienti fique mais entraînant assurément de lourdes conséquences administratives [3 voire juri diques [4 sur l exercice de notre profession mais dans ces articles voici que nous décou vrons que cette «qualité» fait l objet de toutes les convoitises nous savions que l ofsp avait voulu mettre le grappin dessus nous appre nons que la fmh a pu s en rapprocher pour mettre au point la «stratégie

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redaktion.saez@emh.ch briefe que signifie réellement cette scénographie on réalise en tout cas la violence des affron tements qui se déroulent entre toutes ces ins tances qui au travers de ce pseudoconcept de qualité prétendent s autoriser à une posi tion d évaluation et par là de mainmise sur notre métier en d autres termes derrière cette prétendue «qualité» ce sont plutôt les «défauts» d une épouvantable guerre de pou voir et probablement d intérêts financiers [5 qui se dessinent cette «guerre pour la qualité» a un premier effet désastreux elle postule implicitement que cette «qualité» n était jusquelà pas pro bante autrement dit le seul effet réel de ces manoeuvres est de subtilement discréditer toute notre profession en outre ces «démarches de qualité» intro duisent un climat paranoïde détestable quels collègues feront partie des élus quels autres des condamnés cette suspicion généralisée est un véritable toxique pour nos relations confraternelles en définitive cette «berlusconisation» de notre métier correspond à une dégradation symbolique majeure une tentative de lui ôter ses racines symboliques mythologiques par une tentative désespérée et festive relevant en définitive du déni de la mort drs m hurni a mastropaolo a porchet n belleux membres du comité du groupement des psychiatres-psychothérapeutes vaudois 1 herren d un avenir de qualité bull méd suisses 2011;924 101 et treu a gabris g hurni m miller n panayotopoulos l porchet a swiss quality award et les gagnants sont les patients bull méd suisses 2011;9222 831 treu a hurni m et al houston we have a problem lapsus révélateur bull méd suisses 2009;9045 1767 ou un tas de pierres n a jamais fait une maison bull méd suisses 2010;9118 712 rappelons par exemple la tentative avortée in extremis du dr cassis de faire voter par le parlement une loi permettant aux assureurs de rétribuer mieux les cabinets médicaux disposant d une «certification de qualité» des «indicateurs de qualité des soins» ont par exemple été inscrits au registre des données désormais exigibles par les «offices fédéraux» de par l art 22 a de la lamal craintes exacerbées depuis que nous avons appris l implication de messieurs herren et cassis dans un organisme privé de certification de qualité equam struktiver politischer diskurs gelernt werden der athener isokrates hat 400 v chr eine schule für politische redner gegründet und war später auch als einflussreicher politischer publizist tätig er hält fest «ich glaube allerdings dass menschen besser und wertvoller werden können als sie es von natur aus sind wenn sie im reden ehrgeiz entwickeln und danach streben würden Überzeugungskraft bei ihren zuhörern zu erreichen und ausserdem ihren vorteil wollten und zwar nicht den der von unverständigen dafür gehalten wird sondern den der wirklich diese bedeutung hat » als gesundheitspolitiker muss man mit kritik leben mit der zeit realisiert man dass daraus auch sehr viel zu lernen ist dazu muss aber die kritik so angebracht und formuliert wer den dass sie nachvollziehbar verständlich und letztlich auch konstruktiv ist persönliche angriffe und unspezifische rundumschläge tragen wenig dazu bei sinnvolle lösungen für reell existierende und anstehende pro bleme zu finden dr med daniel herren mitglied des zentralvorstandes der fmh verantwortlicher für das ressort ddq 2 3 4 5 antwort der politische diskurs ist der grundstein unserer demokratie ohne raum für geisti gen austausch kann sich die freie meinungs bildung nicht entfalten allerdings will kon neue wörter [1 liebe frau sax sie sind frau aber dennoch Ökonom und patient als person haben sie ein geschlecht als mitglied einer attributiven gruppe haben sie das nicht da sind sie nur mitglied eigen schaften funktionen relationen usw sind geschlechtslos es war eine errungenschaft dass heute in fast allen verfassungen oder grundgesetzen steht vor diesen regularien sind alle gleich u a unabhängig vom geschlecht der religionszugehörigkeit und der sexuellen neigung eine weitere errungenschaft war die fähigkeit zum zählen weil die eine abstraktionsfähig keit voraussetzt welche erst relativ spät in der phylogenese entstanden ist wahrscheinlich erst im neolithikum abstrahieren bedeutet das ablösen vom individuellen z b das ver nachlässigen des geschlechtes einer person wenn ich die in deren eigenschaft als patient oder relativ zu einem staat als bürger an spreche privat möchte und muss ich zwischen frauen und männern unterscheiden öffentlich poli tisch gesellschaftlich möchte und darf ich das nicht für mich sind frauen sozial gleich berechtigt waren es immer sie sollen nicht nur sie müssen für gleiche arbeit den glei chen lohn erhalten gleich wählen dürfen usw es wäre fatal wenn es sich erwiese dass eine frau weil sie frau ist ein schwuler weil er schwul ist eine andere politik macht als ein heterosexueller mann in der politik geht es ausschliesslich um sachverhalte nicht um tatbestände tatbestände implizieren täter verursacher sachverhalte sind nur für sich anders gesagt beschäftigung mit tatbestän den ist keine politik das ist diplomatie sozialarbeit rechtsprechung oder psycho logie politik muss geschlechtsneutral sein siehe verfassungstexte deshalb reden wir in diesem fall besser mit frau/herr minister aber nicht mit frau ministerin/herr minister an wir sagen allerdings frau richterin frau doktor und sollten irgendwann auch im strafgesetzbuch zwischen vergewaltigern und vergewaltigerinnen unterscheiden in der feministischen bibel zwischen heiden und heidinnen weil das ganz unterschiedliche vorgänge und damit biographien sind die man im gegensatz zu denen in der politik im auge haben muss dass «minister» scheinbar männliche form hat liegt nur an der struktur der deutschen sprache die in dieser beziehung eher ein artefakt ist in der am häufigsten gesproche nen sprache dem chinesischen gibt es keine geschlechtsunterschiede er ta sie ta es ta er sie es haben allerdings andere schrift zeichen chinesisch unterscheidet schon ob das objekt des dritten männlich weib lich oder sächlich ist es wird aber nicht gesprochen den anderen teil ihrer Überlegungen teile ich vollumfänglich patienten sind selbstver ständlich keine kunden Ärzte keine dienst leister und spitäler keine unternehmen es wird nie eine gesundheitsreform geben weil man gesundheit nicht reformieren kann genauso wenig gibt es wenn wir die grenzen des gesundheitswesens überschreiten arbeit nehmer und arbeitgeber arbeit kann man nur leisten weder geben noch nehmen leistungen hingegen kann man geben und nehmen dem einfluss der betriebswirtschaft auf das gesundheitswesen auch auf dessen verständigungskultur grenzen zu setzen ist eine vorrangige gesundheitspolitische auf gabe wenn nicht gar derzeit die prioritärste sprache individuell ist spiegel des denkens gesellschaftlich ist sie spiegel der kultur sprache verrät den täter vor der tat siehe lti im gesundheitswesen genauso wie in der politik und der gesellschaft dr med ralf schrader luzern 1 sax a neue wörter schweiz Ärztezeitung 2011;9222 868 schweizerische Ärztezeitung bulletin des médecins suisses bollettino dei medici svizzeri 2011;92 30/31 editores medicorum helveticorum 1152

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redaktion.saez@emh.ch briefe ihm selbst gegönnt war gesund zu sein soll ten sie hingegen trotz vorhandener medizi nischer möglichkeiten usw mit «pa tient» meint prof maio nicht die Ökonomie oder das eigene portemonnaie patient versus Ökonomie redaktionsmitglied frau lic oec a sax [1 bemängelt im beitrag von prof maio [2 zu nächst dass der verfasser obwohl grund legend humanistisches ansprechend wel ches für genesung so wesentlich wie humus für die pflanze ist «unsozialerweise» nur vom «arzt» und vom «patienten» spricht/schreibt unter anderem aus streitigkeiten zwischen apothekern und praktikern wegen der selbstdispensation schliesst sie dass im ge sundheitswesen das soziale nicht prioritär sei so weit man weiss ist es etwas heikel allgemeinpraktikern weitere existentielle teilgrundlagen strittig zu machen von wel chen grundlagen sie nicht allzu viele haben und sie sollen daher nicht auch noch als «beispiele» zum be oder hinweis dienen müssen dass es auch dem arzt in erster linie nicht um medizinische beistandleistungen im sinne von hippokrates gehe dem die gesundheitliche erholung von kranken am herzen lag also weniger das dabei finanziell herauszuholende a sax sollte bei ihren be oder hinweisen vielleicht wenigstens die allgemeinpraktiker in ruhe lassen nach ihrem «zu hoffentlich guter letzt» in sÄz 22 [1 muss man wieder zum beitrag von prof maio [2 zurückblättern und lesen «ein mensch in einer krisensituation wird an gewiesen sein auf eine persönlichkeit bei der er sich menschlich aufgehoben fühlt dieses hoffenwollen auf eine persönlichkeit der man menschlich vertraut diese sehnsucht des hilfesuchenden menschen wird man nicht abstellen können die begegnung von arzt und patient bleibt unweigerlich auf ein vertrauenkönnen angewiesen weil es hier um die ganze existenz geht um exis tentielle erfahrungen» hippokrates schei nen kranke leid getan zu haben prof maio « dass das krankwerden ein geschick ist das den ganzen menschen betrifft» viel leicht im gedanken wenn er sie obwohl ihnen dank der medizin beigestanden wer den könnte ihrem kranksein überlasse werde er selbst wenn einmal krank ebenso allein gelassen der krankheit ausgeliefert unterlassene ärztliche beistandleistungen hätten ihn nicht ruhig schlafen lassen wie wäre er vor sich selbst dagestanden wenn peter süsstrunk mediziner seewis 1 2 sax a neue wörter schweiz Ärztezeitung 2011;9222 868 maio g heilen als industrieller prozess schweiz Ärztezeitung 2011;9222 858­61 offener brief an frau bundesrätin simonetta sommaruga sehr geehrte frau bundesrätin sommaruga anlässlich des atomausstiegs ein beschluss des bundesrates wurden sie in einem inter view des schweizer fernsehens am 6.6.2011 gefragt ob dieser entscheid durch die Über stimme der damen bundesräte zustande gekommen sei und ob dieser politische beschluss nicht sehr emotional gefärbt sei sie antworteten «alle zu fällenden politischen entschlüsse auf der basis reiner rationalität wären unmenschlich deshalb seien manche politische entscheide auch emotionale ent scheide und dies sei richtig so.» ihre aussage liess mich sehr aufhorchen denn gerade in der begegnung mit patienten sind oder sollten viele entscheide auch emo tional getroffen werden können doch gerade in der medizin wird vom kvg eine klare rationalität vorgegeben und durch die wirt schaftlichkeit der behandlung gesetzlich unterstrichen ich finde ihre aussage steht in einem massiven widerspruch zum verlangten handeln der gesundheitsakteure insbe sondere der Ärzteschaft gesetzlich verlangt im kvg art 56 absatz 1 absatz 2 ich plädiere deshalb für ein menschliches gesundheitswesen und erachte den kvg art 56 als politischen entscheid gesetzlich verankert für das gesundheitswesen als zweckentfremdet untauglich und schliess lich als falsch ich bitte sie bringen sie ihre medial ausge sprochenen gedanken in die revision des kvgs zu einem menschlicheren gesund heitswesen ein dr med hans f baumann bassersdorf tdah chers confrères a la lecture de plusieurs récents articles ent housiastes sur le tdah je me permets de m interroger tant par l insupportable revue «tribune médicale» que par d autres journaux plus sérieux nous sommes abreuvés de la découverte du siècle sur le «prolongement» du trouble de déficit d attention à l âge adulte voici donc toute une nouvelle tranche de la population qui devrait passer des tests de dépistage dont la généralité des questions est préoccupante combien d entre nous n ont pas 2 bras et 2 jambes ainsi l industrie nous pousse à nous former sur le tdah orga nise de splendides aprèsmidis de conférence sur le sujet avec apéro et sans frais notre communauté n estelle pas simplement en train de se chercher un nouveau psycho stimulant légal si l on revient au dernier siècle freud nous montrait luimême que la cocaïne pouvait avoir des indications chez ses patients dépres sifs quelques victimes plus tard le revire ment de cocacola et une loi mondiale les fabricants de cigarettes prennent le relai car oui il y a une demande de psychostimulants je n ose me lancer dans des considérations risquées sur le copinage entre notre parle ment et l industrie qui a érigé ses sièges mon diaux en suisse et pas que pour les forfaits fiscaux va que tu pousses pas trop ta pré sence au cinéma mais tu peux te lâcher en discothèque maintenant que l europe et son parlement nous donnent des indications claires sur l avenir de l herbe à nicot les néolibéraux devront bien trouver autre chose et là les amphets comme tombées du ciel trouvent pardessus le marché une indication en mé decine et cela pour 3 à 4 de la population mondiale n estce pas fabuleux certes c est moins que les 30 de fumeurs et toujours pas de monopole par contre on nous promet une avalanche de diagnostics chez les adultes et la prise en charge par l assurance de base de ce psychostimulant je reste perplexe dr aurelio mastropaolo président du groupement des psychiatres et psychothérapeutes vaudois montreux schweizerische Ärztezeitung bulletin des médecins suisses bollettino dei medici svizzeri 2011;92 30/31 editores medicorum helveticorum 1153

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Schweizerische Ärztezeitung (SÄZ BMS) - Schweizerische Ärztezeitung (SÄZ), Bollettino dei medici svizzeri (BMS), Bulletin des médecins suisses (BMS)

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