TP 146 - Herbst 2012

 

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TP 146 - Herbst 2012

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DER TREFF PUNKT Gemeindeblatt der Martin-LutherKirchengemeinde September 2012 Nr. 146 Unsere Kirchendecke hat Geburtstag ! Inhalt dieser Ausgabe: Unsere Kirchendecke ! 1 Der andere Advent, Totensonntag, Aus den Kapellengemeinden, Lebendiger Adventskalender – Planung, Spendendank, Erntedank 2 Umfrage zur Kirchendecke 3 „Verwandeln“ – über die Kirchendecke 4 Fortsetzung von Seite 4 5 Moderne Deckenmalerei und barocke Kunst…, „Das Jubiläum feiern“, Stille und Tanz 6 Aus der Diakoniestation 7 JuMaK + neue Kirchenband + KiBiWo ! 8 Verabschiedung von Frau Kassebaum, Über das Lektorenamt, St.-Martinsfest 9 Kultur, Neues aus der KiTa 10 Aus der Unruhe des Alltags, Pilgertag, Unsere Gruppen, Neue Vorstände, Wichtige Verbindungen, Freud u. Leid 11 Gottesdienstplan, Freud und Leid (Fortsetzung) 12 Herausgeber Redaktion Layout Spendenkonto Der Kirchenvorstand Annette Baden-Ratz Helga Faust Timo Fischer Henning Könemann Renate Lonnemann Joachim Sinnhuber Timo Fischer Kirchenkreisamt Peine 114 009 KSK Peine „Treffpunkt Edemissen“ Vor 10 Jahren, am 31. Oktober 2002, hat der Künstler Felix Martin Furtwängler das Deckengemälde in unserer Martin-Luther-Kirche fertig gestellt. Einige Wochen später waren die umfangreichen Sanierungs- und Aufräumarbeiten in der Kirche endlich abgeschlossen. So konnte die Gemeinde am 2. Advent 2002 mit einem festlichen Gottesdienst ihr Gotteshaus wieder in Gebrauch nehmen, welches mit der Deckenausmalung nun tatsächlich in einem völlig neuen Licht erschien. Viele Gruppen und Einzelpersonen sind seitdem gekommen, um unsere Kirche zu sehen. Denn als moderne Ausmalung einer barocken Kirche, aber auch als einzig bemaltes Tonnengewölbe innerhalb der Hannoverschen Lan- deskirche birgt die Edemisser Kirche einen besonderen Schatz! Dieser „Treffpunkt“ ist darum unserer Kirchendecke gewidmet! Neben den üblichen Informationen aus der Gemeinde finden Sie einen Artikel von Pastor Detlef Lienau, der seinerzeit über das „inhaltliche Programm“ der Decke in direktem Austausch mit dem Künstler stand, ferner Gedanken von Kirchenführer Richard Kassebaum zum Verhältnis von Barock und Moderne (bitte rausnehmen, falls der Artikel erst in den nächsten TP kommt) sowie das Ergebnis einer Umfrage unter Gemeindegliedern. Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen im Namen des Redaktionsteams Ihre Pastorin Annette Baden-Ratz

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Der Treffpunkt Nr. 146 Adventskalender: „Der andere Advent“ Im Herbst wird es voraussichtlich wieder eine Sammelbestellung des Kalenders „Der Andere Advent“ zum günstigeren Staffelpreis (ca. 7,00 Euro) geben. „Der Andere Advent“ ist ein Kalender im DIN A4 Format für die Advents- und Weihnachtszeit. Er begleitet seine Leser vom Vorabend des 1. Adventssonntags 2012 bis zum Epiphaniasfest am 6. Januar 2013. Eine sorgfältig ausgewählte Mischung aus Geschichten, Gedichten und Bildern lädt ein, täglich einige Minuten innezuhalten – zu träumen, nachzudenken, zu schmunzeln und zu meditieren. In diesem Jahr steht er unter dem Thema „Das Lied vom Leben“ und enthält als Nikolausgeschenk eine CD mit alten, aber „frisch interpretierten“ Advents- und Weihnachtsliedern. Falls Sie einen Kalender bestellen möchten, melden Sie sich bitte bis Mitte Oktober im Pfarrbüro! Den Totensonntag mit allen Sinnen erleben: „Adieu, Tschüss, Auf Wiedersehen“ Der Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt, ist ein Sonntag im Kirchenjahr, der extra Gelegenheit bietet für Gedanken zur Trauer, zum Tod und zum Sterben. Innehalten – traurig sein – sich erinnern – sich Zeit nehmen, allein oder als Familie. In das Thema Tod und Sterben werden Kinder oft nicht mit einbezogen. Heute ist es wichtig, Zeiten einzuräumen und Rituale zu entwickeln, die Kinder stärken und ihnen Trost geben. Mitarbeitende aus dem Kirchenkreis möchten mit einem Stationenweg in der Friedenskirche Peine, Gunzelinstraße, das Thema Tod und Sterben anschaulich erlebbar machen. In kleinen Gruppen werden die Kinder durch einzelne Stationen geführt und erfahren so mit allen Sinnen, dass der Tod zum Leben dazugehört. Eingeladen sind Kindergottesdienste, Kinderkirchen und Kindergruppen mit ihren Begleitern aus dem gesamten Kirchenkreis. Führungen nach telefonischer Anmeldung unter 05171-7912766: Samstag 24. November, von 10.00 – 11.30 Uhr und 14.00 – 15.30 Uhr. Für Familien mit Kindern ist die Ausstellung ohne Führung am Samstag ab 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Weitere Informationen erfahren Sie bei Diakonin Gudrun Zimmermann unter obengenannter Telefonnummer. Wehnsen und Blumenhagen: Umbau in Kapellen Ein aufregender Sommer in zwei unserer Kapellen: Umfangreiche Projekte haben in den vergangenen Wochen den zuständigen Baureferenten im Landeskirchenamt, Herrn Oliver Wolf, in Atem gehalten. An ihn schon jetzt ein großes Dankeschön ins Bauamt nach Hannover! In WEHNSEN konnten Außenmaßnahmen an der Kapelle mithilfe von Fördergeldern der Dorferneuerung bereits zum Abschluss gebracht werden. So wurde die alte Bemalung der Balken abgestrahlt und die Balken mit einer atmungsaktiven Farbe gestrichen. Auch der Zaun wurde erneuert. Im Zuge dieser Arbeiten tauchten jedoch weitere notwendige Sanierungsmaßnahmen auf: So mussten zwei Schwellen-Balken ausgetauscht werden, einer davon im Eingangsbereich, der zweite an der Nordseite. Auch die Eingangstür muss restauriert werden. Bei dieser Gelegenheit wird sie wieder ihr ursprüngliches Gesicht erhalten, das sie vor mehr als 100 Jahren hatte. Die Arbeiten sind noch nicht fertig gestellt, und u.U. stehen noch weitere Sanierungsmaßnahmen an. Erneuerter Balken an der Kapelle Blumenhagen In der Kapelle BLUMENHAGEN wurde die Heizungsanlage erneuert. Durch eine spezielle Technik können zu- künftig Heizkosten gespart werden, und ein schonenderes Aufheizen der Kapelle wird möglich. Dies ist wichtig, da der kostbare Altar durch die alte Heizung bereits Schaden genommen hatte und nun ebenfalls restau- riert wird. Zugleich wurden die Elektroanla- gen auf den Stand heutiger Sicherheitsan- forderungen gebracht und die Kapelle frisch gestrichen. Auch in Blumenhagen wurde ein schadhafter Balken entdeckt und ersetzt, und der Eingangsbereich musste neu gefasst werden. Voraussichtlich werden alle Arbeiten im September fertig werden, so dass die Blu- menhagener ihre Kapelle bei der Erntedan- kandacht am 30. September wieder in Ge- brauch nehmen können. Christian Ratz Planungstreffen: Lebendiger Adventskalender 2012 Im Advent 2012 soll es wieder einen „Lebendigen Adventskalender“ in Edemissen und den weiteren Ortschaften unserer Kirchengemeinde geben. Wenn Sie als Gastgeber/in mitwirken und eines der abendlichen Adventskalendertürchen gestalten möchten, laden wir Sie herzlich ein zum Planungstreffen für den Lebendigen Adventskalender 2012 Dienstag, 06.11., 20 Uhr, Pfarrhaus Edemissen, Gografenstr. 2. Bei diesem Treffen verständigen wir uns über die Termine („Wer – wann – wo?“) und über weitere den Adventskalender betreffende Fragen. Da es in den letzten Jahren immer wieder Tage gab, die von mehreren Gastgebern favorisiert wurden, wäre es hilfreich, für das Planungstreffen ein bis zwei Ausweichtermine in der Tasche zu haben. Weitere Informationen bei: Ehepaar Könemann (05176 / 80 39) und Pastorin Annette Baden-Ratz (05176 / 92 30 40) Spendendank ! Herzlich danken wir allen, die die Arbeit unserer Kirchengemeinde seit Erscheinen des letzten Treffpunkts mit Spenden unterstützt haben! Erntedank feiern ! Wir laden herzlich ein zum Gottesdienst am Erntedankfest: Sonntag, 07. Oktober, 10 Uhr, Martin-Luther-Kirche Edemissen. Die Edemisser Landfrauen gestalten diesen Gottesdienst mit. Seite 2

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Der Treffpunkt Nr. 146 Unsere Kirchendecke hat Geburtstag ! Nach 10 Jahren… Umfrage zum Kirchendecken-Gemälde „Was dachten Sie damals über die neue Kirchendecke, und wie denken Sie heute darüber?“ – das wollte der TREFFPUNKT in einer „nicht-repräsentativen“ Umfrage von Gemeindegliedern wissen. Deutlich wurde dabei, dass die Ausmalung immer noch für Diskussion und Gesprächsstoff sorgt: Braucht eine alte Kirche nicht Zeichen der Moderne, um den Menschen der heutigen Zeit ein Zuhause zu sein? – Oder ist das Aufeinandertreffen verschiedener Kunstepochen eine Zumutung an unser Bedürfnis nach Einheit und Harmonie im Gotteshaus? Sollte eine Kirche möglichst schlicht gestaltet sein, um nicht vom „Eigentlichen“ – Predigt, Wort Gottes – abzulenken? Oder ist andersherum die bildliche Ausgestaltung der Kirche auch eine große Chance, Worten der Bibel noch einmal ganz anders auf die Spur zu kommen? Diese und ähnliche Überlegungen spiegeln sich in den Antworten der Befragten wieder. Während die einen von Anfang an begeistert waren, tun sich andere bis heute schwer. Und wieder andere haben nach erster Skepsis Freundschaft geschlossen und sind an der Kirchendecke auf eine bis heute nicht abgeschlossene Entdeckungsreise gegangen. Auch nach 10 Jahren bleibt die Deckenausmalung Herausforderung und Einladung: Herausforderung, sich auf Bilder jenseits der eigenen Seh-Gewohnheiten einzulassen, und zugleich Einladung, in den Bildern einem tieferen Verständnis der ins Bild gesetzten Bibelworte und darin der Wirklichkeit des Menschen im Angesicht Gottes auf die Spur zukommen. Annette Baden-Ratz Ein einzigartiges Projekt… „Ich fand die Kirchendecke schon vor 10 Jahren toll, an dieser Meinung hat sich nichts geändert. Sie ist einzigartig! Schön, dass der KV damals den Mut hatte, dieses Projekt wahr werden zu lassen.“ (48 J.) Ich entdecke immer wieder etwas Neues… „Ich finde die Decke interessant. Die Bemalung ist sehr aufschlussreich, und ich entdecke immer wieder etwas Neues. Mein Empfinden hat sich bis heute nicht geändert.“ (w, 60 J.) „Zuerst habe ich nur die einzelnen Entwürfe gesehen – die haben mir nicht gefallen. Hinterher war ich angenehm überrascht, wie harmonisch die einzelnen Bilder an der Kirchendecke zu einem Ganzen wurden. Heute gefällt sie mir jedes Mal mehr, man kann immer etwas Neues entdecken. Wobei die Symbolik nicht immer gleich zu verstehen ist.“ (w, 55 J.) „Die Decke gefällt mir besser als vorher. Sie ist etwas Besonderes. Ich kenne keine andere Decke, die so bemalt ist. Man kann immer etwas Neues entdecken.“ (w, 43 J.) „Mein erster Eindruck war: ‚Ups, das ist aber sehr modern.’ Nach und nach habe ich festgestellt, dass es Spaß macht, die vielen kleinen Details zu entdecken und mit den eigenen Gedanken und Vorstellungen in Verbindung zu bringen.“ (w, 57 J.) Das Gemälde passt in unsere moderne Zeit… „Die Bemalung gefällt mir nach wie vor. Sie ist modern und passt in unsere Zeit. Sie belebt unsere doch eher schlichte Kirche und passt gut zu den nicht so aufdringlichen Barockelementen.“ (w, 58 J.) „Zuerst habe ich mich schwer getan, und ich hätte mir als Bemalung die alte Ornamentik wieder gewünscht. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, die Bemalung gehört zur Kirche und es würde etwas fehlen, wenn sie nicht mehr da ist. Die Decke passt zur modernen gelebten Kirche, die wir derzeit haben.“ (m, 48 J.) Wenn die Predigt langweilig ist, schaue ich mir die Decke an… „Die Decke ist faszinierend. Und wenn die Predigt einen mal nicht so berührt, ist sie eine gute Ablenkung.“ (w, 17 J.) Mir gefällt die Darstellung der biblischen Geschichten… „Ich bin der ganzen Sache von Anfang an aufgeschlossen begegnet. Mir gefällt die Darstellung der biblischen Geschichten und dass alles von Anfang an auch in Predigten erklärt wurde. Mir fällt es schwer zu verstehen, warum andere Menschen dies ablehnen.“ (w, 87 J.) „Wir waren zunächst skeptisch, haben uns jetzt aber mit der Ausmalung angefreundet. Vor allem die bunten Farben gefallen uns und die zum Teil verklausulierten Bibeltexte.“ (w, 77 J., m, 84 J.) „Ich fand die Kirchendecke zuerst nicht sonderlich zur Kirche passend. Inzwischen gehört sie für mich dazu und ich gucke immer wieder gern hoch und versuche mir die entsprechenden Bibelstellen ins Gedächtnis zu rufen.“ (57 J.) Einerseits, andererseits… „Beim Jugendmitarbeiterkreis (JuMaK) ist die Meinung zu unserer Kirchendecke zwiegespalten. Einerseits finden wir die originelle Darstellung der biblischen Geschichten faszinierend, da sie unserer Kirche auch etwas Einzigartiges geben. Andererseits sind auch viele der Ansicht, dass diese Art der Gestaltung einer Kirche unpassend ist und zeitweilig die Aufmerksamkeit vom geistlichen Geschehen entfernt. Einig sind wir uns jedoch darüber, dass die bemalte Kirchendecke sehr gut die modernen Facetten unserer Kirche widerspiegelt.“ Fortsetzung der Umfrage zum Kirchendecken-Gemälde auf der nächsten Seite Seite 3

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Der Treffpunkt Nr. 146 Unsere Kirchendecke hat Geburtstag ! Detlef Lienau über die Kirchendecke: Verwandeln Fortsetzung der Umfrage zum Kirchendecken-Gemälde: Schön bunt, aber… „Die Decke ist nicht mehr so langweilig wie vorher. Aber die Bilder sind nicht so ganz mein ‚Kunstgeschmack’.“ (w, 17 J.) „Wir haben es von Anfang an nicht schön gefunden, es passt überhaupt nicht zum Altar. Es ist zwar schön bunt, aber kompliziert zu erkennen. Wenn wir im Gottesdienst sind, wollen wir die Predigt hören und nicht über die Decke grübeln.“ (w, 75 J., m, 74 J.) So etwas passt nicht in unserer Kirche… „Wir fanden es von Anfang an nicht gut, aber man hat sich jetzt daran gewöhnt. So etwas passt überhaupt nicht in eine barocke Kirche. Uns stören auch der Stacheldraht und die Waffen in fast jedem Bild.“ (w, 71 J., m, 72 J.) „Ich habe immer noch Schwierigkeiten mit der Kirchendecke, denn ich kannte die Decke von früher ganz anders; die Bemalung gefällt mir nicht, ich liebe es schlichter.“ (76 J.) „Ich fand die Decke damals schon schrecklich und finde sie immer noch schrecklich!“ (m, 56 J.) Zehn Jahre ist es her, dass Felix Martin Furtwängler die Decke der Martin Luther-Kirche künstlerisch gestaltet hat – als ich von dem Jubiläum erfuhr, mochte ich es nicht glauben. Denn obwohl ich seit acht Jahren nicht mehr Pastor in Edemissen bin, sind mir die Bilder lebendig vor Augen. Das Schiffchen neben dem himmlischen Jerusalem (rechts im Bild „Herr Zebaoth“), die etwas fischgrätige Rose des zentralen Christus (rechte Hand des Christus im Christusbild), das sich im Kelch spiegelnde Gesicht („Es werden kommen von Osten und Westen“), der den Weinstock umgrabende Spaten („Ich bin der wahre Weinstock“ – unterstes Bild) … die Bilder haben sich in mein Gedächtnis eingeprägt. Ich schaue mir den wunderschönen Bildband an. Auch nach zehn Jahren bewegen mich die Bilder. Sie haben eine enorme Energie. Sie sind mehr als rückwärtsgewandte Berichte aus der Zeit Jesu. Sie sind mehr als billiger Trost. In ihnen lebt die Kraft des Evangeliums, das unser Leben verwandelt. Die Schärfe der holzschnittartigen Linien gibt den Bildern En- ergie. Das zieht sich auch inhaltlich als roter Faden durch alle zwölf Bilder. „Zur Freiheit hat uns Christus befreit“, (oben) so das Bibelwort eines Bildes. Zerrissene Ketten, ein empor flatternder Vogel und grünende Bäume zeigt das Bild. Von Gott beseelt weiß es zugleich um unsere irdische Realität: Zwei Hände rufen hinter Stacheldraht nach Befreiung, ein geknicktes Bein, ein mühsam sich aufrichtender Mensch – Furtwänglers Bild ist ehrlich. Mitten in dieser leidgeprüften Welt kommt Gott zu uns. Ein ernstes Bild voller Schmerz über das Leid und ein Bild der Zuversicht, dass Gott uns verwandeln kann. Seite 4

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Expressionistische Kunst des 21. Jahrhunderts in einer durch und durch barocken Kirche – auch das ein Akt der Verwandlung: Wir bleiben unseren Wurzeln treu und wachsen aus ihnen weiter. („Wie ein Baum am Wasser gepflanzt“ – vorherige Seite rechts unten) Der Barock lebt aus seiner eruptiven Kraft, die über alles Irdische hinaus in den Himmel steigt. Der Treffpunkt Nr. 146 Unsere Kirchendecke hat Geburtstag ! Öffnen für den Himmel, das ist auch das Thema des Bilderzyklus: Die Erwartung des himmlischen Jerusalems („Herr Zebaoth“ – Bild über diesem Absatz), unsere Hoffnung auf die Auferstehung der Toten („Es wird gesät verweslich…“ – unter diesen Zeilen), die Bergpredigt („Denn ihrer ist das Himmelreich“ – oben Mitte) als Regeln eines erfüllten Zusammenlebens, die gesprengten Ketten des in Christus Befreiten („Zur Freiheit hat uns Christus befreit“ – unten rechts) – in allen Bildern bricht etwas Neues an („Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur“ – oben rechts). In der Kirche wird etwas sichtbar von Gottes neuer Welt. Unsere Welt kann und wird anders werden. Auch wir Menschen werden verwandelt. Heute, nach zehn Jahren, bin ich noch immer außerordentlich glücklich darüber, dass der Kirchenvorstand den Mut zur Ausmalung der Decke hatte. Und ich bin dankbar, wie Furtwängler sich auf unsere biblischen Vorgaben eingelassen hat. Die meisten Themen entstammen den Paulus-Briefen. Mir ist in der gesamten Kunstgeschichte kein anderer Bildzyklus bekannt, der sich so von Paulus hat inspirieren lassen. Auch darauf können die Edemisser stolz sein. „Die Wahrnehmung von Kunst ist immer ein persönliches Ereignis“, schreibt der Theologe und Kunsthistoriker Adolf Smitmans im Bildband. „Auch der Betrachter bringt sich mit ein, suchend und voller Erwartung, als einer der in eine Zukunft unterwegs ist.“ Wenn Bilder Ausdruck des Lebens sind, dann sollen wir sie so wahrnehmen, dass sie uns in Zukunft hinein verwandeln. Möge die Ausmalung immer wieder auf Menschen treffen, die sich ansprechen lassen und neu werden. Detlef Lienau Seite 5

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Der Treffpunkt Nr. 146 Unsere Kirchendecke hat Geburtstag ! Ein Pop-Star über dem Altar? Moderne Deckenmalerei und barocke Kunst – passt das zusammen ? Wenn man unsere Martin-Luther-Kirche betritt, dann ist man beeindruckt von der Deckenmalerei mit ihren hellen und harmonischen Farben und Formen. Diesen Eindruck habe nicht nur ich, sondern ich habe es von vielen Besuchern unserer besonderen und schönen Kirche gehört. Ein wenig erinnert die kassettenartige Einteilung an die Renaissance-Kirchen Italiens. Geht man dann langsam in Richtung Altar, den Blick an die Decke gerichtet, erkennt man Einzelheiten. Holzschnitzartige Gestalten, Tiere, Pflanzen und Gegenstände werden sichtbar. Dazwischen Teile von biblischen Texten. Der Anblick ist gewöhnungsbedürftig und macht nachdenklich. Ich denke, dies war auch die Absicht des Künstlers. Besonders das Christusbild über dem Altar zieht mich in seinen Bann. Es ist für die meisten Gottesdienstbesucher auch im Gottesdienst jederzeit sichtbar. Aber wie sieht dieser Christus aus?! Er erinnert mich an einen modernen Pop-Star mit seiner farbigen Kleidung und den winkenden Armen, in denen er Herz und Rose für mich bereithält. Von seinem Gesicht geht ein tiefgründiges freundliches Lächeln aus. Aber gleich darunter ist der barocke Christus im Altarbild zu sehen, ein beleibter Mann mit Siegesfahne. Und nun wird es spannend, man kann nicht den einen ohne den anderen ansehen. Christus zweimal und ganz verschieden!! Wie kann das sein?? Wieder werde ich sehr nachdenklich. Ich frage mich: „Wissen wir denn überhaupt, wie der Mensch Jesus von Nazareth ausgesehen hat?“ – Nein, es gibt keine zeitgenössischen Bilder und schon gar kein Foto von ihm! Aber es gibt doch viele Gemälde von Jesus. Vergleicht man sie, so stellt man fest, dass jedes die Vorstellung des Künstlers in seiner Zeit widerspiegelt. Darf man Jesus Christus überhaupt malen, wenn doch kein Bild von ihm „richtig“ ist? Ich denke, man darf es unter der Bedingung, dass man weiß, es ist eine zeitbedingte Vorstellung der Künstler von der Person Jesu. Es kommt also nicht zuerst auf das Bild an, sondern auf das Wort, das uns im Neuen Testament von Christus überliefert ist. Und alle 12 Bilder an unserer Kirchendecke beinhalten ein Wort unserer Bibel, die meisten entstammen den Paulusbriefen. So können wir in Edemissen froh und stolz sein, eine Kirche zu haben, die neben der schönen barocken Ausstattung eine moderne Deckenmalerei hat, die uns Betrachter neu nachdenken lässt, wenn z. B. in einem Bild gezeigt wird, wie ein gekrümmter Mensch seine Ketten zerreißen kann, wenn ihm gesagt wird: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“ Richard Kassebaum Das Jubiläum feiern… möchten wir nicht nur an einem Tag oder in einer Woche. Unter dem Motto „Mit Martin-Luther ins 11. Jahr“ planen Kirchenvorstand und der Förderverein Martin-Luther-Edemissen e.V. für die kommenden Monate verschiedene Veranstaltungen, mit denen wir den Geburtstag unserer Kirchendecke würdigen wollen! Einzelheiten und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben! Zum Auftakt laden wir unter der Überschrift „BEGEGNUNGEN“ herzlich ein zum Jubiläumsgottesdienst am 4. November, um 10 Uhr in unserer Martin-Luther-Kirche. „Stille und Tanz“ Meditation in Ruhe und Bewegung jeweils 14-tägig mittwochs 19.30 bis 21.00 Uhr im Gemeindehaus Gografenstr. 2 zu folgenden Terminen: 17. und 31. Oktober 14. und 28. November Information bei Renate Grobe-Bietz (05171) 71179 oder im Pfarramt Seite 6

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Der Treffpunkt Nr. 146 Neues aus der Diakoniestation: Diakoniegottesdienst am 14. Oktober Wie in jedem Jahr wollen wir am 14. Oktober 2012 in unserer Kirche wieder einen sogenannten „Diakoniegottesdienst“ feiern. Warum ein solcher Gottesdienst? Die Martin-Luther-Kirchengemeinde Edemissen ist die Trägerin der Diakoniestation Edemissen und damit Arbeitgeberin aller angestellten Mitarbeiter/innen. Ursprünglich hat sich die ambulante Pflege aus der Gemeindepflege mit einer Gemeindekrankenschwester entwickelt. Unsere Kirchengemeinde war schon sehr fortschrittlich, als sie 1978 die Umstrukturierung von der einzelnen Gemeindeschwester zu einer Diakoniestation mit zunächst wenigen Schwestern vollzog und somit die pflegerische Versorgung der Gemeindeglieder und überhaupt pflegebedürftiger Menschen in und um Edemissen weiter professionalisierte. Die Diakoniestation ist seitdem stetig gewachsen, insbesondere als 1992 die Pflegeversicherung und somit die Bezahlung der Grundpflege eingeführt wurde. Aus der einen Gemeindeschwester sind heute 15 bis 18 angestellte Pflegekräfte geworden. Zurzeit gehören 13 examinierte Pflegefachkräfte, 1 Arzthelferin, 1 Pflegehelferin und eine Altenpflegeschülerin zum Team. Finanziert wird die Station schon lange nicht mehr über den allgemeinen Haushalt der Kirchengemeinde, sondern sie erwirtschaftet sich selbst. Das heißt, die Leistungen die wir erbringen, werden a) von der Krankenkasse und b) von der Pflegekasse und/oder privat bezahlt. Von den Erträgen werden alle Kosten getragen, die eine Firma aufwenden muss – also nicht nur die Kosten für das Pflegepersonal, sondern auch für die Geschäftsführung, Verwaltungskraft, Reinigungskraft, Wohnungsmiete, Fuhrpark, Versicherungen etc. Um unseren kirchlichen Auftrag im täglichen Allerlei für uns selbst, aber auch für die Gemeinde nicht aus den Augen zu verlieren, ist uns der jährliche Diakoniegottesdienst wichtig! Darin verabschieden wir KollegInnen die uns verlassen haben und begrüßen neue MitarbeiterInnen. Alle bekommen für ihre tägliche Arbeit einen Segen. Aber auch an unsere Patienten/ Klienten und deren Angehörige wird gedacht, und sie werden mit ins Gebet der Gemeinde hineingenommen. Mir persönlich macht dieser Gottesdienst die Arbeit wieder bewusster, insbesondere die christliche Aufgabe darin. Denn wir sind nicht nur ein Dienstleistungsunternehmen, in welchem es immer schwieriger wird wirtschaftlich zu arbeiten, sondern haben es auch immer mit den Menschen und ihrem häusliches Umfeld zu tun, das wir mit in die Versorgung einbeziehen müssen. Gerade dies kostet – jenseits aller Wirtschaftlichkeit – oft viel Zeit und Kraft und ist doch ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Darum sind wir sehr froh, dass uns der Diakonieverein Edemissen nach wie vor in unserer Arbeit unterstützt – hierfür möchte ich den Mitgliedern des Vereins aufrichtig danken! Für den Gottesdienst am 14. Oktober wünschen wir MitarbeiterInnen der Diakoniestation uns, dass wir ihn mit vielen Gemeindegliedern feiern können. Denn wir verstehen uns mit unserer Arbeit als Teil der Kirchengemeinde und freuen uns über Zeichen der Verbundenheit und Wertschätzung auch gerade von denen, für die Pflege (noch) kein Thema ist. S. Helga Bunk, leitende Schwester der Diakoniestation Edemissen Wir laden herzlich ein zum Diakoniegottesdienst am 14. Oktober 2012, 10 Uhr, Martin-Luther-Kirche Edemissen. In diesem Gottesdienst begrüßen wir neue Mitarbeiterinnen der Diakoniestation und verabschieden zugleich Frau Regina Welge aus ihrem Dienst als lang- jährige Sekretärin der Station und als Pfarrsekretärin. Unsere neuen Mitarbeiterinnen seit 01.08.2012: Eyleen Seydel Rebecca Schwitzer Stellvertretende Praxisanleiterin Karola Würfel und Altenpflegeschülerin Annika Reimer Seite 7

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Der Treffpunkt Nr. 146 Neues Kirchenband-Projekt mit der Kreismusikschule In Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule Peine startet im Herbst ein Kirchenband-Projekt für Jugendliche in unserer Kirchengemeinde. Maximilian Buchberger wird den Kurs begleiten. Start ist am Dienstag, 06. November um 19 Uhr in unserer Martin-Luther-Kirche. Was macht eigentlich der … JuMaK Edemissen ??? Natürlich gibt es auch vom JuMaK (Jugendmitarbeiterkreis) Edemissen Neues zu berichten. Seit der letzten Ausgabe des „Treffpunkts“ haben wir ca. 50 Jugendliche nicht auf der faulen Haut gelegen, sondern aktiv, kreativ und intensiv an neuen und auch schon etwas älteren Projekten gewerkelt, um das Angebot bei uns in der Gemeinde zu vergrößern. Wir haben einige Konfi-Kinos durchgeführt, die Hauptkonfirmanden zum großen Konfitag auf Telgte begleitet und dort gemeinsam, leider nicht so erfolgreich, um den Pokal gekämpft. Des Weiteren waren wir außerhalb der Gemeinde unterwegs, auf dem Landesjugendcamp in Verden, um Ideen zu sammeln und Kontakte für unsere Gemeindearbeit zu knüpfen. Am 15.09.2012 hat auf unsere Organisation hin im Edemisser Pfarrgarten ein Humansoccer-Turnier stattgefunden, an dem Vereine der Jugendarbeit teilgenommen und um die Ehre des Gewinns gekämpft haben (1. Platz: VCP Wipshausen; 2. Platz: JuMaK; 3. Platz: Teestube/Jugendpflege). An diesem Abend soll es um ein erstes Kennenlernen und Musikmachen gehen. Jugendliche, die gerne singen oder ein Instrument spielen – von Gitarre, Keyboard, Schlagzeug über Bass bis hin zu Blasinstrumenten aller Art – sind herzlich willkommen! Ende September wird ein Cocktailabend (selbstverständlich alkoholfrei) für die Konfirmanden stattfinden, um in der Gruppe ein besseres Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen! Auch für die nächste Zeit sind viele tolle Aktionen geplant, die vermutlich demnächst noch detaillierter vorbereitet werden können, da der JuMaK ab September einen eigenen Raum über der Diakoniestation bekommen hat. Hierfür nochmal ein riesiges, offizielles Dankeschön!!! Nähere Informationen bei Pastor Christian Ratz. Viele liebe Grüße, das JuMaK-Team Wichtige Termine: • Nächster JuMaK: 4.11.2012 um 11 Uhr • Schnupperkurs 2012: 24. bis 28.10.2012 • Weihnachtsmarkt: 8.12.2012 KiBiWo 2012: „Voll im Wind und voll im Regen“ „Voll im Wind und voll im Leben“ … – dieses in der Edemisser Kinderkirche sehr beliebte Lied wurde beim diesjährigen Kinder-BibelWochenende schon bald umbenannt in „Voll im Wind und voll im Regen“. Denn soviel Regen wie in diesem Jahr hatte es bei einem KiBiWo lange nicht mehr gegeben. Doch das Team hatte sich darauf eingestellt – statt der Schlafzelte im Pfarrgarten wurden zum Übernachten verschiedene „Schlafnischen“ in der Kirche vorbereitet und der Weg vom Gemeindehaus zum Essenszelt mit Planen übertunnelt. Die mehr als 50 teilnehmenden Kinder ließen sich den Spaß nicht verderben. In gemeinsamen Andachten und verschiedenen Kleingruppen begaben sie sich unter dem Oberthema „Gottes Engel weichen nie“ auf die Spuren biblischer Engelgeschichten. So begegneten sie dem Engel Michael, der im Himmel einen gefährlichen Kampf gegen den Drachen gewinnt oder lernten den Propheten Elia kennen, dem ein Stärkungsengel in der Wüste Brot und Wasser bringt. Natürlich wurden zahlreiche Engel gemalt und gebastelt, und bei verschiedenen Spielen konnten die Kinder Mut und Geschicklichkeit, aber auch Vertrauen erproben. Auch die geplante Nachtwanderung zum Drachen „Bruno“ der Grundschule Drachenstark musste nicht ausfallen, denn der Regen machte für die KiBiWo-Kinder am Abend sogar ein paar Stunden Pause. Zum Abschluss fand am Sonntagmorgen ein fröhlicher Familiengottesdienst statt. Für die musikalische Begleitung sorgte in diesem Jahr eine spontan entstandene „KiBiWoBand“. Verschiedene Teamer stellten ihre musikalischen Fähigkeiten mit Gitarren, Flöten, Trommeln oder Gesang unter Beweis und sorgten dafür, dass sowohl altbekannte „Hits“ aus der Kinderkirche als auch neu gelernte Lieder mit Begeisterung mitgesungen wurden. Seite 8

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Der Treffpunkt Nr. 146 Sollt ich meinem Gott nicht singen? Sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut er`s mit mir meint. Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn Ende hebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben… Liebe Gemeinde, es sind über 11 Jahre her, dass ich mein Ehrenamt als Lektorin mit großer Freude und Dankbarkeit ausübe. Am 23.03.2001 wurde ich mit der Urkunde des Superintendenten Dr. Köhler als Lektorin für den Kirchenkreis Peine berufen und am Pfingstsonntag darauf von Pastor Lienau in die Kirchengemeinde Edemissen eingeführt. Nun habe ich mein 68. Lebensjahr vollendet und halte es an der Zeit, einen Schritt zurückzutreten. Ich werde mich im Gottesdienst am 21. Oktober 2012 als Lektorin verabschieden, aber nicht von unserer Kirche und nicht von Ihnen, liebe Gemeindemitglieder, die sie mir Vertrauen geschenkt und mit mir Gottesdienst gefeiert haben. … Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. (EG: 325 von Paul Gerhardt) Ute Kassebaum Ute Kassebaum Hintergrund: Was ist eigentlich eine Lektorin ? Ca. 35 ehrenamtliche Lektorinnen / Lektoren und Prädikantinnen/ Prädikanten gibt es im Kirchenkreis Peine. Was genau tun Lektoren, und wie wird man Lektor? Lektoren nehmen in besonderer Weise ernst, dass nicht nur hauptamtliche Theologinnen und Theologen dazu berufen sind, Gottes Wort weiterzusagen, sondern alle getauften Christen. Sie bereiten selbständig Gottesdienste vor und leiten diese auch. Dazu gehört die Auswahl und Bearbeitung einer Predigtvorlage für den jeweiligen Sonntag, die Gestaltung der übrigen Gottesdienstteile wie Begrüßung, Gebete und Segen und in Absprache mit dem Organisten die Auswahl der Lieder. Die Lektoren verstehen sich dabei nicht als „Hilfspastoren“, sondern bewusst als Laien, die ihre Alltagserfahrung in den Gottesdienst einbringen und als „Brückenbauer“ zwischen Pfarramt und Gemeinde, Sonntagsgottesdienst und Alltag wirken möchten. Wer Lektor/ Lektorin werden möchte, meldet sich in Absprache mit Pfarramt und Kirchenvorstand zu den regelmäßig stattfindenden Grundkursen der Landeskirche an. In diesen Kursen wird Wissen über die Geschichte und den Aufbau des Gottesdienstes vermittelt, und es geht natürlich um das Thema Predigt, sowie ganz praktisch um Sprechen und Singen im Gottesdienst. Die Berufung zum Lektorendienst in der eigenen Gemeinde erfolgt anschließend, nach Zustimmung des Kirchenvorstands, durch den Superintendenten. Wer einige Jahre als Lektor/in tätig war, kann vom Landessuperintendenten zum Prädikanten berufen werden und erhält das „Recht der freien Wortverkündigung“, d.h. die Predigten dürfen dann selbst erarbeitet werden. Voraussetzung ist die Teilnahme an einem Prädikantenkurs, in dem theologisches Grundwissen vermittelt wird und eine Predigtausbildung stattfindet. Neben Frau Kassebaum sind in unserer Gemeinde derzeit Frau Havekost, Frau Rumpf und Herr Waczkat als Lektor/in tätig, außerdem Herr Könemann als Prädikant. „Wir wollen keine ‚HilfspastorInnen’ sein… die die AmtsträgerInnen möglichst getreu nachahmen. Vielmehr möchten wir gerade als ‚Laien’ – im positiven Sinne dieses Wortes – erkennbar sein. Geprägt durch unsere unterschiedlichen Alltagserfahrungen bringen wir oft andere Fragen in unserer eigenen Sprache in die Gottesdienstgestaltung ein.“ So haben die Lektorinnen und Lektoren unseres Kirchenkreises in einem Info-Blatt aus dem Jahr 2009 geschrieben. Und so erleben auch wir die Arbeit der Lektorinnen und Lektoren in unserer Gemeinde: Jede/r hat besondere Gaben und ein eigenes Profil und bereichert dadurch das „Farbspektrum“ der gottesdienstlichen Verkündigung in Edemissen und der Region. Auch Frau Kassebaum hat dies in den vergangenen 11 Jahren getan. Freude an Sprachgestaltung und Musik, Liebe zum Gottesdienst und zum Kirchraum, aber auch besonders die Auseinandersetzung mit den Bildern unserer Kirchendecke gehören mit zu dem besonderen Profil, das Frau Kassebaum als Lektorin ausgezeichnet hat. Grund genug also, „DANKE“ zu sagen! Im Gottesdienst am 21. Oktober werden wir Frau Kassebaum aus ihrem Dienst als Lektorin verabschieden – wir hoffen, dass viele von Ihnen dabei sein werden. Und wir freuen uns, dass uns Frau Kassebaum gemeinsam mit ihrem Mann weiterhin als Kirchenführer/in erhalten bleibt! Annette Baden-Ratz und Christian Ratz Herzliche Einladung zum St. Martinsfest ! Samstag, 10. November 2012 Beginn um 17.00 Uhr mit der Ökumenischen Martinsandacht in der Martin-Luther-Kirche Edemissen. Anschließend Laternenumzug mit St. Martin auf dem Pferd, Kakao, Punsch und Weckmänner am Martinsfeuer. Seite 9

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Der Treffpunkt Nr. 146 Kinder-Musik-Theater aus Oldenburg für Menschen ab 5 Jahre Die Erzählapotheke Dr. Fritz und das Wohlfühl-Orchester kommen nach Plockhorst. Am Dienstag, dem 9. Oktober 2012, 15.30 Uhr ist es soweit. In der JohannesKapelle findet die große Schuluntersuchung statt. Die hat sich der Klassenlehrer Hans-Peter Googe allerdings ganz anders vorgestellt. Eigentlich sollte überprüft werden, was die Kinder schon alles gelernt haben. Doch es kommt alles ganz anders als sonst. Dr. Fritz mit seinen Helferinnen Cellotta und Violina untersuchen nämlich mit Musik und behandeln mit Geschichten. Marcel fehlt heute. Er ist mal wieder vor Wut an die Decke gegangen ist. Kurzerhand nimmt Dr. Fritz den Lehrer mit auf das Schuldach, um Marcel zu suchen. Hier spürt der Pädagoge am eigenen Leib, wovon Marcel so träumt: Er wird zum Adler und fliegt. Dann ist da beispielsweise das Mädchen Chantal. Chantal lispelt und wird von der Klasse gehänselt. Sie macht sich aus Scham über ihren Sprachfehler unsichtbar. Bei ihrer Suche nach Apfelmus für ihre Großmutter kommt sie nach China. Das ist ein Land, in dem die Menschen auch ganz anders sprechen. Und Nico, der Neue, ist auf der Suche nach einem Freund. Er findet ihn in Helge, einem Jungen, der achtmal sitzen geblieben ist. Alltägliche Geschichten, Probleme, Nöte, Wünsche und Träume von Schulkindern werden von dem Viererteam phantasievoll aufgegriffen. Mit Schauspiel, Schattenspiel, Slapstick, Maskenspiel und vor allem mit viel Musik wird alles dargestellt. Mal klingt es klassisch, mal groovig, mal folkloristisch. Es sind gesungene Lieder, Flötenmelodien, Geigenund Cellospiel. Aber auch seltene Instrumente kommen zum Einsatz: Daumenklavier, Maultrommel, Melodica, eine Cajon aus Holz und ein Hang aus Blech. Selbst auf einem Strohhalm und mit einer ButterbrotTüte wird musiziert. Eintritt für Jung und Alt: 4,00 Euro Kirchenkino So., 4. Nov. 2012, 19.30 Uhr: „Albert Schweizer – ein Leben für Afrika Der Spielfilm aus dem Jahr 2009 erzählt vom Einsatz des Arztes Albert Schweitzer für sein Lepra-Krankenhaus Lambaréné im zentralafrianischen Gabun. Eintritt frei – Spende erbeten! Die Vorführung findet im ev. Gemeindehaus Edemissen, Gografenstraße 2 statt. Neu im KiTa-Team: Birgit Seitz Aus der Evangelischen Kindertagesstätte: Neue Mitarbeiterin ! Unsere Kindertagesstätte freut sich über eine neue und zugleich erfahrene Mitarbeiterin: Ab 1. Oktober verstärkt Frau Birgit Seitz das KiTa-Team und schließt damit zugleich die Lücke, die durch den Weggang von Frau Stoffel entstanden ist. Frau Seitz wird als „Springkraft“ in allen Gruppen der KiTa von der Krippe bis zur Ganztagsgruppe tätig sein. Für den Neustart wünschen wir ihr alles Gute! Hier stellt sie sich selbst vor: Liebe Gemeindeglieder, mein Name ist Birgit Seitz und ich werde ab Oktober als Erzieherin in der Kindertagesstätte der Kirchengemeinde arbeiten. Ich bin 45 Jahre alt, verheiratet, und habe einen erwachsenen Sohn und eine kleine Tochter, die bald 4 Jahre alt wird. Sie ist der eigentliche Grund, weshalb ich nach 25 Jahren meine Stelle in einem katholischen Kinder- garten in Hannover aufgebe. Der Fahrtweg ist ja doch sehr zeitaufwändig. Zeit, die ich lieber mit und für meine Familie verbringe, als auf der Autobahn. Ich bin sehr froh, näher an unseren Wohnort Wendeburg heranrücken zu können. Hier wohnen wir seit 3 Jahren … und sowohl mein Mann als auch ich genießen als ehemalige Städter, mit Kind und Hund im Grünen zu wohnen und zu wurschteln. Der Garten ist eines meiner Hobbys, noch lieber sitze ich allerdings im Gartenstuhl und lese ein gutes Buch. Bei meiner ersten Vorstellung im Kindergarten Edemissen habe ich mich sofort wohlgefühlt und freue mich deshalb sehr darauf, mit dem Team und den Kindern in dieser schönen Einrichtung zu arbeiten. Herzliche Grüße Birgit Seitz Seite 10

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Der Treffpunkt Nr. 146 Neue Kirchen- und Kapellenvorstände: In den Sommermonaten haben sich der neue Kirchenvorstand und die Kapellenvorstände zu ihren konstituierenden Sitzungen getroffen. So können Sie die Vorsitzenden erreichen: Kirchenvorstand Edemissen: Holger Klages, Tel. 0160 / 82 86 956 Kapellenvorstand Alvesse: Dr. Jörg Heide, Tel. 0171 / 26 47 023 Kapellenvorstand Blumenhagen: Gerda Ptacek, Tel. 05176 / 8179 Kapellenvorstand Plockhorst: Artur Müller, Tel. 05372 / 6785 Kapellenvorstand Voigtholz: Brigitte Upmann, Tel. 05176 / 601 Kapellenvorstand Wehnsen: Lutz Heuer, Tel. 05176 / 8895 Aus der Unruhe des Alltags zu Gott finden „Mit Liedern aus Taizé, Gebet, Psalmen und stiller Zeit besinnen wir uns auf die Gegen- wart Gottes.“ Jeweils am 1. Donnerstag im Monat um 19 Uhr zu folgenden Terminen: 4. Oktober und 1. November Infos bei Bettina Ahrens (05176 397), Irmhild Dieckmann (05176 594), T. + L. Isfort (05176 922454) oder im Pfarramt „Pilgertag“ mit dem Abendgebet Das Team des Abendgebets lädt am 7. Oktober zu einem Pilgertag ein: „Mit den Perlen des Glaubens unserem Lebensweg auf der Spur“ Start: 8.00 Uhr, in der Martin-Luther-Kirche Edemissen Wanderung: ca. 12 km durch die Feldmark, mit verschiedenen Stationen und thematischen Impulsen; Rückkehr: Gegen 15.00 Uhr Für Verpflegung ist gesorgt. Anmeldung und weitere Information: Irmhild Dieckmann (05176 594) Herzliche Einladung zu unseren Gruppen! Mutter-Kind-Gruppe MuKis: mittwochs von 16 bis 18 Uhr Kontakt: S. Neumann (05176) 998829 Jugendmitarbeiterkreis – JuMaK: Kontakt: Saskia Mauritz (05176) 7165 Auf facebook unter „JuMaK Edemissen“ Im Gemeindehaus Frauenkreis: 1. Montag im Monat um 20 Uhr Kontakt: E. Könemann (05176) 8139 u. P. Köhler (05176) 90916 Meditativer Tanz: 1. und 3. Mittw. im Monat um 19.30 Uhr Kontakt: R. Grobe-Bietz (05176) 71179 Posaunenchor: freitags von 20.15 bis 21.45 Uhr, Kontakt: T. Gürke (05176) 923547 Trommelgruppen: 14-tägig freitags um 17 Uhr: Grundschüler; 18 Uhr: Jugendliche und Erwachsene Kontakt: Christian Ratz (05176) 923040 Gruppen und Kreise in Plockhorst Krabbelgruppe: dienstags von 9 bis 11 Uhr Kontakt: Silke Weiß (05372) 6794 Freud und Leid Es wurden kirchlich getraut: Gottesdienste oder Besuche bei Ehejubiläen: Gern feiern wir mit Ihnen einen Gottesdienst aus Anlass Ihres kirchlichen Ehejubiläums. Wenn Sie dies möchten, melden Sie sich einfach im Pfarrbüro oder direkt bei den Pastoren und sprechen den gewünschten Termin ab. Wenn Sie keinen Gottesdienst feiern möchten, sich aber über einen Besuch des Pastors / der Pastorin freuen würden, bitten wir Sie oder Ihre Angehörigen ebenfalls um rechtzeitige Mitteilung, da die Daten nicht ohne weiteres im Pfarrbüro bekannt sind. Wichtige 6(7 Verbindungen Pfarramt Edemissen Gografenstr. 2 Pn. Annette Baden-Ratz und P. Christian Ratz Telefon: 05176 923040 Fax: 05176 923041 (für Blumenhagen, Edemissen, Plockhorst, Wehnsen) Pfarramt Wipshausen Mittelstr. 9, Wipshausen  P. Hartmut Seelenbinder Telefon: 05373 50510 Fax: 05373 50512 (für Alvesse, Mödesse, Oedesse inkl. DRK-Heim, Voigtholz-Ahlemissen) Pfarrbüro Roswitha Köhler Gografenstraße 2 Öffnungszeiten mi. 16.00 bis 18.00 Uhr fr. 9.30 bis 11.30 Uhr Telefon: 05176 228 Fax: 05176 923041 E-Mail: kg.edemissen@evlka.de Kirchenvorstand Holger Klages Vorsitzender Tel. 0160 8286956 Organist Dr. Rolf Elligsen Telefon: 05176 7583 Posaunenchor Thomas Gürke Telefon: 05176 923547 Diakoniestation Zum Osterberge 5 Pflegedienstleitung: Helga Bunk Diensthandy: 0171 8790399 Büro: Anke Regener Telefon: 05176 8614, Fax: 05176 923441 E-Mail: ds.edemissen@evlka.de Ev. Kindergarten Am Mühlenberg 5 Leiterin: Rosemarie Krüger Telefon: 05176 381, Fax: 05176 922385 Besuchsdienst M. Havekost Tel.: 05176 8266 oder über das Pfarramt Homepage www.kirche-edemissen.de Seite 11

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Der Treffpunkt Nr. 146 Freud und Leid (Fortsetzung) Es wurden getauft Es verstarben und wurden kirchlich bestattet Gottesdienstplan • Edemissen Sonntag 07.10. 10.00 Uhr Sonntag 14.10. 10.00 Uhr 14.10. 16.00 Uhr Sonntag 21.10. 10.00 Uhr Sonntag 28.10. 10.00 Uhr Mittwoch 31.10. 18.00 Uhr Sonntag 04.11. 10.00 Uhr Samstag 10.11. 17.00 Uhr Sonntag 11.11. 10.00 Uhr Sonntag 18.11. 10.00 Uhr Mittwoch 21.11. 10.00 Uhr 19.00 Uhr Sonntag 25.11. 10.00 Uhr Sonntag 02. 12. 10.00 Uhr Gottesdienst zum Erntedankfest mit den Landfrauen Diakonie-Gottesdienst mit Verabschiedung von Frau Welge Familien-Andacht im MiKi-Aktiv-Zentrum Gottesdienst mit Abendmahl und Verabschiedung Lektorin Kassebaum Gottesdienst Gottesdienst zum Reformationstag in Eddesse Gottesdienst zum 10-jährigen Kirchendecken-Jubiläum Ökumen. Martins-Andacht Gottesdienst Gottesdienst Schul-Gottesdienst zum Buß- und Bettag Gottesdienst mit Abendmahl zum Buß- und Bettag Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Gedenken der Verstorbenen und Abendmahl Gottesdienst zum 1. Advent mit Taufen Tauftermine: 2. Dezember und 13. Januar um 10.00 Uhr im Gottesdienst Kinderkirchensamstag: 1. Sonnabend im Monat im Gemeindehaus: 6. Oktober und 1. Dezember von 15 bis 17 Uhr Abendgebet: 1. Donnerstag im Monat: 4. Oktober und 1. November um 19 Uhr in der Kirche • Alvesse Sonntag 14.10. 9.00 Uhr Sonntag 04.11. 9.00 Uhr Gottesdienst Gottesdienst mit Abendmahl • Blumenhagen Sonntag 18.11. 9.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl • Plockhorst Sonntag 21.10. 10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufe Sonntag 11.11. 10.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl • Voigtholz Sonntag 04.11. 10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl • Wehnsen Sonntag 11.11. 9.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl Sonntag 02.12. 17.00 Uhr Gottesdienst zum 1. Advent Beisetzung ohne Trauerfeier: Manchmal möchten Angehörige verstorbene Gemeindeglieder auf dem Friedhof ohne eine Trauerfeier in der Kirche oder Kapelle beisetzen lassen. Auch in diesen Fällen ist die Begleitung durch den Pastor oder die Pastorin möglich. Kosten entstehen dadurch nicht. Sprechen Sie uns gerne an! Seite 12

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