HÖHNER Magazin 2016

 

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HÖHNER Magazin 2016

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VORWORT Seit der letzten „HÖHNER Magazin“- Ausgabe 2014/2015 ist so viel passiert, dass man fast schon ein neues Buch zu der 44-jährigen Band-Historie hinzufügen müsste … Wir belassen es aber zunächst einmal bei einem brandneuen „HÖHNER Magazin“. Am 8. Mai 2015 gab die Band die Nachfolger für die HÖHNER-Gründer Peter Werner und Janus Fröhlich bekannt. Peter und Janus hatten nämlich im März des Jahres angekündigt, sich nach 43 Jahren von der „aktiven Bühne“ zurück zu ziehen und dem „Unternehmen“ HÖHNER dann aber noch „hinter den Kulissen“ mit Rat & Tat zur Seite zu stehen. Gesagt – getan! Und so geschah es an diesem 8. Mai, dass Micki Schläger als der neue Keyboarder und Wolf Simon als neuer Schlagzeuger der HÖHNER präsentiert wurden. „Zu uns stoßen mit den beiden neuen Band-Mitgliedern zwei Musiker aus der absoluten Champions League“, freuten sich die „neuen Alt-HÖHNER“ Henning und Hannes. Und Jens und John ergänzen: „Mit Micki und Wolf haben wir zudem zwei sympathische Persönlichkeiten an Bord, die uns mit Sicherheit sehr schnell wunderbar ergänzen und das neue Bild der HÖHNER mitprägen werden.“ Was noch so in 365 Tagen passieren kann, gibt es auf den nächsten fast sechzig Seiten in Wort & Bild. Viel Spaß beim Lesen.

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Bevor uns die Höhner „auf´s Dach“ steigen, haben wir wieder über 50 Seiten des neuen Magazins fertig gestellt. 12 24 50 INHALT 4 Die Acht, die lacht! Nachgefragt ... 12 Alles op Anfang - Die CD Von Anfang an - nah´ dran 24 Funambola – Capriolen des Lebens! Die neue „Höhner Rockin’ Roncalli Show“ 28 Janz höösch Die HÖHNER Akustik Tour 30 Alles op Anfang HÖHNER - Die Interviews 44 Premiere im Wohnzimmer Live im HÖHNERStall 48 E Levve lang Danke, Peter! Danke, Janus! 50 You are your Future Engagement für die Jugend IMPRESSUM HERAUSGEBER, KONZEPTION & REALISATION: SPLENDIDO Werbung GmbH, Alteburger Str. 79, 50678 Köln · V.i.S.d.P - Jürgen Hoppe, hoppe@splendidowerbung.de im Auftrag der Vogelsang Musik GmbH, Girlitzeg 30, Tor 4, 50829 Köln · HERSTELLUNG UND VERTRIEB: Nellcom, Reiner Nell (Ltg.), Kurfürstenstr. 6, 50678 Köln, reinernell@nellcom.de. REDAKTIONELLE BEITRÄGE UND QUELLEN: Electrola/Universal, Meyer-Konzerte, HÖHNER Rockin’ Roncalli Show, Thomas Merz, Merz & Pillini GmbH, JHH · FOTOS: Jennifer Jasmin Kessler (www.jjkessler.de), Daniela Decker, Electrola/Universal, Thomas Rabsch, HÖHNER Rockin’ Roncalli Show, Privat, K. Nippser. DRUCK: Hemmersbach Druck, Köln Seite 5 www.hoehner.com

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ie bereits im Vorwort beschrieben, präsentierten sich am 8. Mai 2015 im Kölner HÖHNERStall gleich acht Höhner, um den zahlreich erschienenen Medienvertretern zu verkünden, dass die beiden Ur-Höhner, Peter Werner und Janus Fröhlich, die ihren Abschied von der aktiven Bühne bereits erklärt hatten, nun auch mit Micki Schläger und Wolf Simon die geeigneten Nachfolger gefunden haben. „Da heißt es zum richtigen Zeitpunkt mit Augenmaß einen geordneten Übergang einzuläuten“, so Peter und Janus. „Wir freuen uns auf die neue Zeit, denn wir bleiben ja den Höhnern hinter den Kulissen erhalten“, ergänzten sie unisono. „Die Höhner sind ein Lebenswerk – und wir stehen mitten im Leben“, betont Hannes Schöner. „Wir sind es allein schon unseren Fans schuldig, dass wir rechtzeitig und harmonisch die Band verändern und verjüngen“. „Die Band hat noch so viel Entwicklungspotenzial“, ergänzt Henning Krautmacher, „da kann man glatt eine Zeile aus unserem Songs zitieren – Das geht nie vorbei …“ Fast ein Jahr ist nun vergangen und Micki und Wolf haben sich mittlerweile auch auf den Tournee-, Karnevals- und TVBühnen präsentiert. Da ist es an der Zeit einmal bei den vier Protagonisten nachzufragen … Seite 6 www.hoehner.com

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Die Acht, die lacht! Ein großes Aufgebot an Medienvertretern verfolgte aufmerksam die Präsentation der beiden neuen Bandmitglieder. Seite 7 www.hoehner.com

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Was war im zurückliegenden Jahr Dein schönstes Erlebnis …? Mit HÖHNER? Peter: Die Verabschiedung in der Philharmonie zu Köln. Mit Tränen in den Augen freute ich mich über den eigens zu diesem Anlass umgetexteten Song „Minge Droum“ und die für uns liebevoll angefertigten Marionetten. Da haben die Kollegen und alle guten Geister, die Hintergrund arbeiten, mein Herz berührt! Micki: Ich kann da kein einzelnes Erlebnis herausheben. Es gab und gibt ganz viele besondere Momente. Aber die Emotionalsten waren wohl die, als wir zu „Acht“ auf der Bühne gestanden haben. Das werden wir ja jetzt in der LANXESSarena noch einmal erleben. Grundsätzlich bin ich sehr glücklich, dass die Band in den verschiedenen Formaten funktioniert und weiterhin erfolgreich ist, wir werden von den Fans sehr euphorisch angenommen und da freue ich mich natürlich ganz besonders. Ohne HÖHNER? Peter: Dass ich mit meiner Familie (Kindern und Enkelkinder) mal außerhalb der normalen Ferienzeit Urlaub am Meer machen konnte. Grundsätzlich habe ich jetzt viel mehr Ruhe und die Möglichkeit, mich um meine Liebsten zu kümmern. Micki: Ich glaube, es gab nur Höhner … (lacht) Hat sich Dein genereller Tagesablauf verändert? Peter: Nicht wirklich …, obwohl – ich lasse mir mehr Zeit beim Zeitungslesen und gehe alles etwas mit mehr Ruhe und Bedacht an. Lange liegengebliebene Dinge werden sorgfältiger bearbeitet und man trifft sich häufiger mit Freunden. Die Kinder und Enkelkinder in den weit entfernten Städten werden häufiger besucht und, wie heißt es doch so schön: „Tempora mutantur et nos mutamur in illis die Zeiten ändern sich und wir uns in ihnen.“ Micki: Eigentlich nicht. Ich pflege mehrere Rituale, die ich weiterhin beibehalte, wie z.B. morgens meinen „Latte Macchiato“, Nachrichten und Emails checken und anschließend ne Runde joggen. Ich fahre nur in letzter Zeit ziemlich oft nach Köln, das war vorher nicht so! Besonders „spannend“ ist ja immer zu wissen, wie war Deine Karnevalssession? Peter: Zur Sessionseröffnung am 11.11. stand ich im Publikum auf dem Heumarkt und habe lauthals die Lieder mitgesungen. Bei der Prinzenproklamation hatten wir ein eigenes Feature – mit sehr viel Liebe hat der WDR alte Bilder von uns aus 44 Jahren zusammengestellt, die bei dem sehr emotionalen Titel „E Levve lang“ eingeflogen Seite 8 www.hoehner.com

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kamen. Sehr gefreut habe ich mich über die Einladung der Höhner-Kollegen an Weiberfastnacht ein paar Auftritte mitzumachen. Stolz nahm ich von Frau Hedwig Neven DuMont den Ehrenoskar für unser Lebenswerk in Empfang. Gänsehaut hatte ich dann auch am Karnevalssonntag, als die Kollegen uns in der LANXESSarena zum letzten Auftritt nochmal auf die Bühne holten. Absoluter Höhepunkt war dann die Mitfahrt, auf Einladung des Festkomitee-Präsidenten, Markus Ritterbach, beim Kölner Rosenmontagszug. Micki: Obwohl alle vorher gesagt haben: „das wird super anstrengend usw.“ fand ich es einfach nur großartig. Da ich ein „Karnevalsjeck“ bin, habe ich mit großer Begeisterung jeden Auftritt genossen. Schade, dass wir montags grundsätzlich frei hatten (schmunzelt). Schaust Du jetzt mit „anderen Augen“ auf die HÖHNER? Peter: Da wir zu mehreren Sitzungen als Inaktive eingeladen waren, fieberten wir natürlich dem Auftritt der Kollegen entgegen. Der Nimbus und die Vorschusslorbeeren, die der Band vorauseilen, sind schon enorm. Gespeist durch die Vielfältigkeit, ob Höhner Classic oder HöhnerRockin‘ RoncalliShow erhöht sich ja jedes Mal die Erwartungshaltung. Dem immer und immer wieder gerecht zu werden ist schon bemerkenswert. Chapeau! Liebe Kollegen. Micki: Ehrlich, mir war der Umfang der verschiedenen Formate nicht bewusst. Man nimmt die Höhner natürlich mit dem Schwerpunkt Karneval wahr, bis dahin so auch ich. Wenn ich aber jetzt sehe, wie arbeitsintensiv der Aufwand für die anderen Formate war und ist, habe ich das ein klein wenig unterschätzt. Ob aktiv auf der Bühne oder inaktiv hinter den Kulissen, was würdest Du gerne mit der Band HÖHNER umsetzen? Peter: Ein Musical mit einer Botschaft, in dem die Höhnersongs verarbeitet sind. Kein Larifari, sondern etwas, was uns allesamt auf diesem Planeten weiterbringt. Micki: Da gibt es noch so einiges, aber ich werde einen Teufel tun und das jetzt und hier verraten. Vielleicht nur so viel: mit den beiden „Höhner-Vätern“, Janus und Peter, im Hintergrund und der neuen Band auf der Bühne wird noch einiges passieren, verlasst Euch drauf.

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Was war im zurückliegenden Jahr Dein schönstes Erlebnis …? Mit HÖHNER? Janus: Der letzte Auftritt in der Kölner Philharmonie. Wolf: Das ist gar nicht so leicht zu sagen, denn es waren schon so viele großartige Momente. Zu den Highlights gehören auf jeden Fall die Augenblicke, bei denen wir zu Acht auf der Bühne standen und mit Peter und Janus jeweils absolut einmalige Konzertsituationen erlebt haben. Ohne HÖHNER? Janus: Meine kleine Enkelin Nellie, der Knaller! Wolf: Bereits in einer längeren Tradition veranstalte ich zweimal jährlich eigene Konzerte unter dem Titel „Unger Uns“, zu denen ich illustre Freunde aus der Kölner und der bundesweiten Musikszene auf die Bühne einlade. Mittlerweile kommen dort auch viele Fans der Höhner hin – es sind immer sehr schöne und einmalige kleine Konzerte. Hat sich Dein genereller Tagesablauf verändert? Janus: Grundlegend, die Nellie steht im Vordergrund und alles andere kommt danach … Wolf: Nicht grundlegend, allerdings kann ich jetzt meine Energie bündeln und mich voll auf die Höhner konzentrieren, was sich leichter mit meinem Familienleben abstimmen lässt. Besonders „spannend“ ist ja immer zu wissen, wie war Deine Karnevalssession? Janus: Ich war zum ersten Mal seit 35 Jahren wieder auf einer Karnevalssitzung! Wolf: Oh, die habe ich wirklich sehr genossen - genau wie im Jahr 2011, als ich kurzfristig für den damals erkrankten Janus einsprang. Von außen betrachtet ist es wohl für viele Beobachter ein Riesenstress, den sich die Höhner im Karneval mit bis zu 10 Auftritten am Tag antun. Mir, und ich glaube uns allen, macht aber genau das einen Riesenspaß, denn wir haben ein phantastisches Team um die Band herum - es geht Schlag auf Schlag ohne viel Warten zwischendurch. Außerdem tanken wir natürlich auch auf jeder Bühne Applaus – das Brot jedes Künstlers! Seite 10 www.hoehner.com

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Schaust Du jetzt mit „anderen Augen“ auf die HÖHNER? Janus: Nein. Wolf: Nein. Ich war der Band ja schon viele Jahre lang freundschaftlich verbunden – jetzt haben wir uns alle noch besser kennen und schätzen gelernt. Unser Verhältnis ist von sportlichem Teamgeist geprägt, mit dem wir an unserer Musik und der Bühnenshow arbeiten. Immer unter der Prämisse, dass es uns und unserem Publikum Freude macht. Ob aktiv auf der Bühne oder inaktiv hinter den Kulissen, was würdest Du gerne mit der Band HÖHNER umsetzen? Janus: Wieder mal ein lustiges Lied kreieren, das dann die Republik singt! Wolf: Ich möchte gerne die lange Tradition der Höhner fortführen, mit hochkarätigen Songs auf Kölsch bundesweit Erfolge zu feiern. Persönlich, und damit zunächst hinter den Kulissen, arbeite ich daran, ein besserer Songschreiber zu werden, was natürlich ebenfalls der Band zu Gute kommt. Viele Menschen zu begeistern, das ist ja am Ende das Ziel jedes Künstlers, und das beschäftigt mich auch bei den Höhnern in erster Linie. Seite 11 www.hoehner.com

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Von Anfang an – nah dran Alles op A eil jeder Abschied, wie im Falle der beiden Ur-Höhner, auch gleichzeitig immer ein Neubeginn ist, stellen die Höhner mit ihrem neuen Album gleich mal „Alles op Anfang“. Die Koffer gepackt und ab nach Südfrankreich in ein Studio, das gleich um die Ecke zu der Villa lag, wo einst die Rolling Stones ihr legendäres Album „Exile On Main Street“ aufgenommen haben. Und es gab noch mehr Ähnlichkeiten, denn die Höhner nahmen ihr neues Album im legendären „direkt ins Pult Verfahren“ auf, wie es in den 60er und auch noch in den 70er Jahren Usus war. „Alles op Anfang“ wurde also nahezu komplett live eingespielt. Keine Tricks, keine digitalen Schummeleien: Hier zählte wie in der guten alten Zeit der echte Könner am Instrument und es steht außer Frage, dass die Höhner es als passionierte Live-Band mit Bravour hinbekommen haben. Trotz südfranzösischem Ambiente klingen die Titel auf „Alles op Anfang“ immer noch definierbar und erfrischend Kölsch. Gleich die erste Single „Kumm loss mer danze“ ist ein wuchtiger Popsong mit gekonnt gesetzten, luftig ein- schwebenden E-Gitarren. Der knallige Groove ist tanzbar und drückt nach vorn. Das Lied ist Stadion-Pop in „R(h)einkultur“. Eine Botschaft, die man so manchem, braungefärbtem Hinterwäldler nicht oft genug in den Schädel jagen kann. Der Titelsong des Albums „Alles op Anfang“ ist das Leitmotiv des neuen Tonträgers. Folk und Pop ver- binden sich mit einem klaren State- ment zum neuen Bandgefühl. Alles zurück auf Start haben sich die HÖHNER gedacht und, wie in den Anfängen, eine rein kölsche CD aufgenommen. In dieses „Back to the roots“Konzept passt auch der Song „Dat klingk noh Kölle“. Denn es ist schon sehr lange her, dass die Höhner ein Lied über ihre Heimatstadt Köln geschrieben haben. „Eigentlich sollte das Lied ja eine etwas extravagante, ausgeflippte Frau beschreiben“, erzählt Henning Krautmacher. „Dann fiel uns auf, dass das Lied irgendwie auch perfekt und vielleicht sogar viel besser zu Köln passt.“ Der Song hat aber auch ein klares und wichtiges Statement zur Lage der Nation mit den Zeilen „Tollerant, för alles offe, lesbisch – oder schwul. Jäje rääts – do heiß et he: Arsch huh!“ Seite 12 www.hoehner.com

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nfang Achtung - Mannschaftsfoto! Beim Open-Air-Fotoshooting präsentierte die Band erstmals auch ihr neues Logo.

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Von Anfang an – nah dran er Song „Julia“ lebt von seiner emotionalen Stärke und ist ein echtes Highlight auf dem Longplayer. Das Lied erzählt die wahre Geschichte der an Leukämie erkrankten Julia, die sich in dem Ort in der Nähe von Köln, in dem Henning wohnt, genau so abgespielt hat. Tausende von Menschen haben sich typisieren lassen, um Julia zu helfen. Am Ende wurde zwar der richtige Spender gefunden, aber Julia verlor trotz aller Bemühungen den Kampf gegen die Krankheit. Es war Henning ein Anliegen, Julia mit diesem Lied ein musikalisches Denkmal für ihren tragischen Kampf gegen diese bösartige Krankheit zu setzen. Außerdem wollte er anderen Menschen Mut machen, die mit schweren lebensbedrohlichen Leiden zu kämpfen haben. Ob Micki bei Ansicht des großen Fotomotives hier „Mein Freund der Baum“ anstimmte, werden wir wohl nie erfahren… Seite 14 www.hoehner.com

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