DOPO 133

 

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Langendreerer kostenlos Dorfpostille Jahrgang 35 Ausgabe 133 Herbst/Winter 2016

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Liebe Leserinnen, liebe Leser! Sie feiern gern – die Leute in Langendreer. Das wissen wir längst. Die einen lieben die große Party, die anderen gedenken eher feierlich im Stillen. Was aber in dieser DOPO so alles an Gedenktagen, Jubiläen und Geburtstagen präsentiert wird, hatten wir wohl noch nie in unseren 34 Jahren. Da gibt’s „Ein Jahr Kleiderkammer St. Marien“ mit abschließender Tanz-Session (S.98), da freut sich „Langendreer hat‘s!“ über 5 Jahre erfolgreiche Stadtteilarbeit (S.6), mit Musik und Zauberei feierte „Naturkost Artmann“ 25 Jahre (S.32), der „Bahnhof“ blickte mit großem Rummel auf 30 Jahre zurück (S.46), über 50 Jahre Existenz freut sich die „Familien- und Krankenpflege“ (S.82), über 60 Jahre die „Naturfreunde Langendreer“ (S.96) und die „Blaue Schule“ an der Wilhelmshöhe (S.10), auf stolze 120 Jahre blickt die „Buchhandlung Gimmerthal“ zurück (S.73), und gar (mindestens) 750 Jahre wurden auf dem Niederschultenhof im Oberdorf gefeiert, wozu gar ein neues Buch von Clemens Kreuzer erschien (S.91) Mit einem kleinen Grillfest für alle Netzwerker erinnerte sich das „Netzwerk Flüchtlinge Langendreer“ Anfang September an ein Jahr Flüchtlingsarbeit vor Ort – und dass unsere DOPO im nächsten Jahr 35 Jahre alt wird, sei abschließend auch noch bescheiden angemerkt. Aber nicht nur über diese Feierlichkeiten lesen Sie in dieser 133. DOPO. Blättern Sie in Ruhe die 116 Seiten durch und lassen Sie sich informieren, aufklären, ärgern, erfreuen, anregen und unterhalten. Wir wünschen Ihnen besinnliche Adventstage, ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Vor allem aber wünschen wir Ihnen Standfestigkeit und Stärke in Ihrem Einsatz für die Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben mit allen Menschen nicht nur in Langendreer, gegen Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit, gegen Angstmacher und Nationalisten, die momentan versuchen, unser Zusammenleben und unsere freiheitliche Demokratie zu gefährden. Dabei alles Gute! Ihre DOPO-Redaktion (Das Titelfoto verdanken wir Karsten Höser, der es beim Herbstmarkt (S.40) aufnahm.) Herbst/Winter2016 Impressum: Herausgeber: Laden e. V. V. i. S. d. P.: Paul W. Möller Redaktion und Mitarbeiter Jörg Borgards, Barbara Crombach, Karsten Höser, Gabriele Köchling, Erdmann Linde, P. W. Möller, Wilfried Reit, Andreas Schmitt, Rolf Schubeius, Rafael Zawada Druck: kleverdigital, Bergisch Gladbach Redaktionsadresse: DOPO, Oberstraße 100, 44892 Bochum Internet: .dorfpostille.de E–Mail: redaktion@dopo–online.de Redaktionstermine für die nächste Ausgabe: Di. 10.1.2017, Mo. 23.01., Mo. 06.2. Nr. 134 erscheint am 28.2.2017. Redaktionsschluss ist der 23.1.2017. Die DOPO erscheint dreimal im Jahr. (Alle Fotos ohne Quellenangabe aus der Redaktion oder von den Artikelautoren) Alle namentlich gekennzeichneten Artikel müssen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion entsprechen. 3

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INHALT - DORFPOSTILLE 133 Bereits herbstlich entlaubt, aber dennoch majestätisch präsentiert sich diese Buche im Krähenwald im Oberdorf (Foto Julia Heinemann) Anzeigenformate und -preise Alle Preise inkl. 19% Mehrwertsteuer Nr. Preis Breite x Höhe 1 29,75 € 90 x 58 mm 2 53,55 € 90 x 120 mm 3 29,75 € 58 x 90 mm 4 35,70 € 58 x 120 mm 5 47,60 € 58 x 182 mm 6 53,55 € 58 x 260 mm 7 47,60 € 120 x74 mm 8 53,55 € 120 x 90 mm 9 59,50 € 120 x 120 mm 10 71,40 € 120 x 168 mm 11 101,15 € 120 x 260 mm 12 47,60 € 182 x 58 mm 13 71,40 € 182 x 90 mm 14 89,25 € 182 x 120 mm 15 154,70 € 210 x 297 mm 4 Es gab viel zu erzählen beim Geburtstagsrummel zum 30jährigen Bestehen des „Bahnhofs Langendreer“, S.46. DOPO intern 3 Liebe Leserinnen, liebe Leser 3 Impressum 4 Anzeigenformate / Preise Das Ja-Wort gab sich Ehepaar Pecar in der Straßenbahn, S. 28 32 25 Jahre„Rewe Artmann“ 36 Von Rainbowgirls und Gardepolka 38 Waldspaziergang durch die Bömmerdelle 114 Hier gibt‘s die DOPO Langendreer usw. 38 Wieder trödeln am See 40 Patchwork, Floristik und Kostüme 6 5 Jahre„ Langendreer hat‘s!“ ! 8 Deutsche Meisterschaften im Volkspark 10 „Blaue Schule“ feiert 60. Geburtstag 12 „Abilymp - Auch Götter müssen mal gehen...“ 13 Abiturienten der Lessing-Schule 16 3. Stadtteilkonferenz: Beratung und Betreuung in Langendreer 17 Psychosoziale Kontaktstelle an der Stifstsstraße Termin 41 Amaani Sbano Old people‘s welfare 44 Selbst gemachtes Eis und Frühstück 46 Willi Wachsam: 30 Jahre „Bahnhof Langendreer“ in der Dorfpostille 52 Die„graue Maus“ unter den Vögeln 53 Neues vom Haus am See 54 Modell der Zeche Mansfeld am Alten Bahnhof 56 Urkunde entdeckt nach 115 Jahren Amtshaus 20 Sozialpsychiatrischer Dienst in Langendreer 22 Hand in Hand gegen Fremdenfeindlichkeit Termin 24 Mit der Werbegemeinschaft für Langendreer ! 26 „Senioren Aktiv Bochum Ost“ 28 Das Glück mit der Bahn 30 Die Adventszeit in Langendreer ! ! 31 „Frauentanz“ - Wie es dazu kam Termin Termin 57 Ein neuer Wohnblock im Dorf 58 Stratabu: Von Brücken und anderen Bauten 60 Graffiti für Langendreer 62 Bemalung macht Schule 62 Ort der Begegnung im Dorf 64 „Miteinander - Füreinander“ Patenschaften für Geflüchtete 65 Demnächst Repair Cafe im Dorf? ! Termin 66 Die Kinder vom Wiebuschweg Dorfpostille 133

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DORFPOSTILLE 133 - INHALT Viel Selbstgemachtes gab‘s zu sehen und zu kaufen beim Herbstmarkt am „Stern“, S.40 ! 71 Figurentheater-Kurskalender 72 Dopo-Bücher jetzt auch bei Gimmerthal 73 120 Jahre Geschichte der Buchhamndlung F.A. Gimmerthal 76 Wir trauern um Wolfgang Welt 78 Kultur in der Nachbarschaft: ! Volksbühne Witten 82 50 Jahre Familien und Krankenpflege 84 Siedlergemeinschaft Mansfeld spendet an Mandala 84 Herbstfest der Stiftung ! Bahn- und Sozialwerk 86 Abriss einer Legende Termin Termin Termin Stromkästen mal anders: Dafür sorgen zwei junge Männer in Langendreer, S.60 Termin 101 Gebet der Toleranz 104 Ausstellung von Jürgen K. Große ! 105 Karl Schuran: Karl streift mit Heinz das Leben-Lern-Prinzip 108 Bilderrätsel 110 Kleine Gedichte von Helmut Schönig 111 Massiver Bürgerprotest gegen CETA und TTIP 112 Auch das noch: Erste Tiefseemine der Welt 87 „Paul und Willi“ in Langendreer 88 BC Langendreer bei Deutscher Meisterschaft 89 Chorprojekt an der ! Christuskirche 89 Orgelprojekt von LaKulturm abgeschlossen 91 Neues Buch: Die Geschichte des Bauerndorfs Langendreer 94 Das DOPO-Menü: Bei Kerzenlicht und Rotwein 95 Olympia in Langendreer 98 Ein Jahr Kleiderkammer 100 Warum die Glocken der Christuskirche am 02.08.16 um 12:30 Uhr läuteten Termin Nicht vergessen: der nächste „Weihnachtsmarkt im Dorf“ am 3. Dezember! Die nächste DOPO, Nr. 134, erscheint Ende Februar 2017! Zur Kontaktpflege: Vorschläge, Kritik und Artikel bitte an redaktion@dopo-online.de Anzeigen bitte an anzeigen@dopo-online.de Auch digitale Lektüre der DOPO möglich unter dorfpostille.de Herbst/Winter2016 5

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Fünf Jahre„Langendreer hat‘s !“ In der DOPO-Ausgabe, Nr. 116, im Frühjahr 2011 wurde der Startschuss gegeben zur späteren Vereinsgründung von„Langendreer hat‘s !“. In dem Artikel„Auf geht’s, Langendreer!“ schlug die DOPO vor, eine Initiative zu gründen, die sich außerhalb parteipolitischer Bestrebungen um das Image und die Entwicklung von Langendreer kümmern sollte. Der DOPO-Einladung zu einer ersten Versammlung am 5. Mai 2011 im Ev. Gemeindehaus an der Alte Bahnhofstr. 28 folgten über 30 Interessierte zum gemeinsamen Gedankenaustausch. Man bildete einen Vorbereitungsausschuss für die nächste Versammlung am 7. Juli, der bis dahin geäußerte Ideen und Vorschläge konkretisieren sollte. Bei dieser 2. Sitzung mit über 40 Beteiligten diskutierte man Stärken und Schwächen des Stadtteils und bildete schließlich Projektgruppen zu bestimmten Themen: ein Flyer über Langendreer sollte entworfen werden, der die positiven Seiten unseres Stadtteils ansprechend darstellt; Ideen zur Förderung von Fassadenerneuerungen sollten konkretisiert werden; man wollte sich die beschmierten Stromkästen vornehmen und mögliche Trödelmärkte im Stadtteil sollten überlegt werden. Mitglieder des Vorbereitungsausschusses vor der Vereinsgründung von „Langendreer hat‘s!“ im Saal des Cafe Grabeloh am 17. November 2011 Am 8. September war man schon weiter: Die Projektgruppen stellten ihre Ergebnisse vor und man beschloss, sich als Verein zu gründen. Dazu kam es dann am 17. November 2011 im Saal des Cafe Grabeloh. Nach einem internen Wettbewerb hatte man sich auf den Namen„Langendreer hat‘s!“verständigt. Ein Vorstand wurde gewählt, der sich fortan um die Projektideen für Langendreer kümmern sollte. Und seitdem kann man in allen Ausgaben der DORFPOSTILLE alles lesen, was der Verein für Langendreer auf die Beine stellte. Die Mitgliederzahl wuchs kontinuierlich und Stück für Stück wurden Projekte realisiert: Man fand einen Sponsor für eine Fassadenerneuerung, erste Stromkästen wurden von Schulklassen bemalt, der Flyer mit den sieben Stärken Langendreers (Gesundheit, Unterhaltung, Bildung, Verkehr, Einkauf, Freizeit, Menschen) wurde vieltausendfach gedruckt, der erste Trödelmarkt fand bald am ehemaligen Containerbahnhof statt, eine Brosche mit der Langendreerer Skyline wurde entworfen und unter die Leute gebracht genauso wie ein Schlüsselanhänger mit dem Logo des Vereins, eine Homepage wurde eingerichtet, Stadtteilführungen wurden organisiert, eine Broschüre„Langendreer entdecken“ kam heraus, Stadtteilkonferenzen wurden initiiert, Häuser mit Schildern„Haus mit Geschichte“ wurden ausgezeichnet usw. So kann der Verein 5 Jahre nach seiner Gründung mittlerweile über 90 Mitglieder aufweisen, die z.T. andere Vereine, Initiativen, Einrichtungen, Kirchen und Parteien vertreten und über„Langendreer hat‘s!“ somit gut vernetzt sind, was wiederum neue Kooperationen ermöglicht. Langendreer hat‘s eben – dem Verein weiterhin viel Glück, gute Ideen und noch mehr Langendreer-Fans, die mitmachen wollen. Willi Wachsam 6 Dorfpostille 133

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Termin Bahnengolf Sportclub Bochum 1978 e.V. !Deutsche Meister- schaften im Volkspark! Alfred Pöppe, 1. Vorsitzender vom BGSC (links im Bild), in froher Erwartung der Siegerehrung beim Kohlenpott Cup im Volkspark Auf der Minigolfanlage im Volkspark Langendreer hat so mancher schon mal einen Nachmittag beim lockeren Spiel mit Ball und Schläger verbracht. Ein Sport für jeden und jede Altersgruppe. die zu diesem Ereignis erstellt wird - Redaktionsschluss ist übrigens schon am 31.12.2016, da der Programmablauf mit abgedruckt und vorab an die Teilnehmer verschickt werden muss - und für die nötige Werbung, Kosten, die laut Satzung nicht aus den Mitgliederbeiträgen bezahlt werden dürfen. Die Abschlussveranstaltung der Deutschen Meisterschaften wird dann am 02. September in der Lohnhalle der ehemaligen Zeche Holland in Wattenscheid stattfinden. Aber auch die Westdeutschen Meisterschaften werden 2017 in Langendreer stattfinden, hier steht allerdings der Termin noch nicht fest. Doch Minigolf ist auch Leistungsport. Bei einem Turnier mit 9 Runden läuft der Spieler ca.1,5 km pro Runde, das sind dann insgesamt ca.13,5 km , bei denen die Teilnehmer ihr Können unter Beweis stellen müssen. Gute Spieler sind diejenigen, die nicht mehr als 30 Schläge pro Runde brauchen. Um sehr gut zu sein, dürfen es nicht mehr als 24 sein. Doch nicht nur die Spieler müssen ihren Sport beherrschen, auch an die Anlage werden die entsprechenden Anforderungen gestellt, damit auf ihnen Turniere ausgerichtet werden dürfen. Die Minigolfanlage im Volkspark, die vom Bahnengolf Sportclub (BGSC) Bochum 1978 e.V. betrieben wird, erfüllt diese Voraussetzungen. Nach dem Brand des Clubhauses im Jahre 2013 und den zusätzlichen Schäden durch Ela 2014 ist mittlerweile alles soweit wieder aufgebaut und instandgesetzt, dass auch hier wieder große Turniere stattfinden können, berichtet Alfred Pöppe, der 1. Vorsitzende des Clubs. Am 28.August war es der Kohlenpott Cup mit ca. 100 Teilnehmern. Den ganzen Winter über findet an jedem Donnerstag ein Pokalwettbewerb statt, bei dem sich die Teilnehmer auch nicht von schlechtem Wetter, Kälte und Regen abhalten lassen. Der BGSC möchte aber auch für diejenigen da sein, die einfach mal nur Spaß haben möchten. Z.B. würde er sich über Schulklassen freuen , die dann mal einen Ausflug hierher machen, oder über andere Freizeitgruppen. Alfred Pöppe hat einen Antrag auf Förderung bei der Aktion Mensch gestellt, damit in Zukunft der Verein auch seinen Beitrag zur Inklusion leisten kann. Dazu wären noch einige kleinere Umbauten nötig, die aber aus Eigenmitteln nicht finanziert werden können. Über neue Mitglieder würden sich natürlich auch alle freuen, denn wie so oft fehlt es am Nachwuchs. Hier also auch die Aufforderung an die Jungen und Junggebliebenen, doch mal vorbei zu schauen, sich zu informieren, vielleicht dann auch mit zu machen beim BGSC. Alfred Pöppe und seine Mitstreiter freuen sich über jede/ n. G.K. Doch der Verein hat nur 35 Mitglieder - vier neue sind im letzten Jahr dazugekommen - und nicht alle können sich an der aktiven Arbeit beteiligen. Außerdem gibt es noch 4 Angestellte auf 450 € Basis, sodass große Turniere immer auch eine personelle Herausforderung sind. Und große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Vom 28. August bis zum 02. September 2017 werden die Deutschen Meisterschaften im Bahngolf auf der Anlage in Langendreer ausgetragen werden. Dazu werden ca. 120 Teilnehmer erwartet. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, damit bei der Eröffnungsveranstaltung stilecht mit Bergmannskapelle und Nationalhymne am 28. August auch alles wie am Schnürchen laufen kann. Es müssen für die auswärtigen Teilnehmer Unterbringungsmöglichkeiten gefunden, Pokale beschafft, die Versorgung mit Essen und Trinken während der Turniere organisiert werden und und und. Viel Arbeit für wenige Leute und hohe Kosten für einen kleinen Verein. So sucht der Club Sponsoren für die Festschrift, Volle Konzentration beim Kohlenpott Cup 8 Dorfpostille 133

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Mein erstes Ausbildungsjahr Entdecke, wie abwechslungsreich und vielseitig deine Ausbildung bei der Sparkasse Bochum ist. www.sparkasse-bochum.de/ausbildung WW W.S PA R K A S S E . D E/ S P ANNEND

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„Blaue Schule“ feiert 60. Geburtstag 60 Jahre „Schule an der Somborner Straße“ - auch „Blaue Schule „ genannt, mit heutigem Namen „Michael Ende-Schule“ Am 25. Juni 1956 war es soweit: Die Gemeinschaftsschule Somborner Straße auf der Wilhelmshöhe wurde eingeweiht. Daran erinnerte sich die Schulgemeinde in diesem Jahr und feiert den 60. Geburtstag der Schule. Nutzen wir zunächst die„Chronik“ der Schule, die zum 40. Geburtstag 1996 erstellt wurde: Das Schuljahr 1956/57 wurde mit 283 Kindern und 9 Lehrerinnen und Lehrern eröffnet. Die Schülerzahl wächst im folgenden Schuljahr auf 377. Durchschnittlich 40 bis 50 Schülerinnen und Schüler besuchen die Klassen 1 bis 8. Im zweiten Schulhalbjahr 1958 werden die neuen Bergmannswohnungen an der Everstalstraße, an der Iserlohner und an der Somborner Straße bezogen. In der Folge erhöht sich die Schülerzahl auf 431. Da im Mai 1960 bereits 505 Jungen und Mädchen die Schule besuchen, beginnt man mit dem Bau eines Nebengebäudes, das 1961 von den ersten 4 Klassen bezogen wird. 1970 wird die Turnhalle eingeweiht und 1973 wird die Schule als letzte in Bochum geteilt, nachdem sie vorher als Grund- und Hauptschule unter einem Dach mit einem Schulleiter bestand. Die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klassen besuchen ab dem 1.8.1973 die Hauptschule Deutsches Reich in Werne. Im August 1976 wird die 5-Tage-Woche eingeführt. Unter wechselnden Schulleiterinnen und Schulleitern wird die an der Wilhelmshöhe genannte„Blaue Schule“ als Grundschule weiter geführt. Ende der 90er Jahre sinkt auch an der„Blauen Schule“ die Schülerzahl, was schließlich 2008 dazu führt, dass mit der Grundschule an der Oberstraße ein Schulverbund gebildet wird. Mit dem 130 (!) Geburtstag der Schule an der Oberstraße im Jahr 2009 gibt sich der Schulverbund den neuen Namen „Michael-Ende-Schule“. 2015 wird die Schulbibliothek an der Somborner Straße mit Hilfe einer Elterninitiative und unter Mitarbeit von Jugendlichen des Vereins„Die Flotte“ umgebaut. 2016 wird mit einem Schulfest der 60. Geburtstag gefeiert. Auch die Dorfpostille gratuliert ganz herzlich! Foto links: Einschulung 1993 mit Klassenlehrerin Frau Born - Foto rechts: Schulfest zum Geburtstag im Februar 2016 10 Dorfpostille 133

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90 Abiturientinnen und Abiturienten der Lessing Schule Langendreer im feinen Abiball-Outfit vor dem Saalbau in Witten - glücklich nach wochenlangem Vorabistress „Abilymp – Auch Götter müssen mal gehen“ ... war das Motto des diesjährigen Abiturjahrgangs der Lessing Das nächste Zusammentreffen fand am 23. Juni statt - bei der Schule. Wir haben jedes Jahr darum gekämpft, weiter in den Zeugnisvergabe in der Aula. Eine unglaubliche Hitze erschwer- Olymp aufzusteigen, haben an Wissen und an Erfahrung te die feierliche Stimmung, aber jedem Abiturienten war das gewonnen und uns darauf vorbereitet, diesen wichtigen Ab- erleichterte und stolze Strahlen im Gesicht anzusehen, als uns schnitt unseres Lebens hinter uns zu lassen. vom Schulleiter, Herrn Saade, unsere Abiturzeugnisse verlie- hen wurden. Die LK-Reden und die Abiturrede machten uns Eingeleitet wurde sowohl die ernste als auch die spaßige Pha- erst bewusst, wie schwerwiegend der Abschied wirklich ist. se des Abiturs mit der Mottowoche im März. Wir verkleideten Es liegen nicht einfach sehr lange Ferien vor uns, sondern ein uns entsprechend den Themen Horror, Berufswunsch, Inkogni- neuer Lebensabschnitt beginnt, der uns an viele verschiede- to, berühmte Persönlichkeiten und Zeitreise. Das Highlight war ne Orte mit neuen Herausforderungen und Aufgaben führen ein Flashmob an dem Inkognito-Tag, den wir alle maskiert auf wird. dem Schulhof in der zweiten Pause getanzt haben. Auch die Schüler wurden dazu animiert mitzumachen. Die sehr gelun- Am darauffolgenden Tag war unser Abiball im Saalbau in gene und ruhig verlaufende Woche wurde mit der Vergabe Witten. Die Hitze war wesentlich abgeklungen, die gute Stim- der Abiturzulassungen und einem Abi-Frühstück, bei welchem mung aber war geblieben. Den Einstieg in den Abend machte auch viele Lehrer anwesend waren, abgeschlossen. das Orchester, welches einige Stücke zum Besten gab und von der Eröffnung des Buffets abgelöst wurde. Während des Ab diesem Zeitpunkt begann dann das große Lernen. Die Essens lief eine Diashow mit vielen Bildern von verschiedenen Osterferien, die viele sonst für Urlaub und Erholung nutzen, Klassenfahrten, Projekten, der Mottowoche und den Vorabi- verbrachten wir an unseren Schreibtischen und lernten, bis un- partys. Nach dem Essen folgten weitere LK-Reden und das sere Köpfe rauchten. Doch das sollte sich bezahlt machen. Am Highlight des Abends, die Versteigerung des vom Chemie-Kurs 1. Juni bekamen alle ihre Ergebnisse und in dem Raum spielte selbst hergestellten Alkohols, welcher für 160€ von einem sich die ganze Bandbreite an Emotionen ab. Von Erleichterung Abiturienten erworben wurde. Schließlich wurde alles für die und Freude bis Enttäuschung und Unverständnis war alles kommende Party vorbereitet und umgebaut. Zuerst spielte dabei. die Schülerband, welche die Stimmung für die nachfolgende Eine Woche später stand endlich fest, dass der Olymp um 90 Lehrerband einheizte. Die Bands zogen alle auf die Tanzfläche, Abiturienten reicher ist, von denen alleine 20 eine Eins vor von Schülern über Eltern bis zu den Lehrern. Später am Abend dem Komma stehen haben. legte dann noch ein DJ auf, ein besonderer Augenblick war allerdings das erneute Tanzen des Flashmobs, den auch hier Eine weitere Besonderheit sollte die Abi-Olympiade werden, nicht nur die Abiturienten mittanzten. die als Alternative zum Abi-Streich geplant war. Die Klassen einer Stufe sollten in verschiedenen Spielen gegeneinander Alles in allem lässt sich sagen, dass wir einen unvergesslichen antreten, wie z.B. beim Sackhüpfen oder beim Lehrerdart. Wet- Abschluss gehabt haben, der uns genau so viel Freude und terbedingt musste dies trotz großer Mühen und aufwändiger Spaß gemacht wie etwas Wehmut hinterlassen hat und mit Planung leider abgesagt werden; die bereits erworbenen Ge- dem wir hoch erhobenen Hauptes den Olymp verlassen kön- tränke, Süßigkeiten und gebackenen Kuchen haben wir dann nen. allerdings an die Schüler verschenkt und hoffen so, immerhin ein bisschen im Gedächtnis zu bleiben. Delia Peper 12 Dorfpostille 133

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Abiturienten der Lessing-Schule 2016 1) Albers, Lena 2) Barut, Duygu 3) Bergerhoff, Janina 4) Boeddinghaus, Lara Joy 5) Boeddinghaus, Marc 6) Bonnemeier, Katharina 7) Braun, Rebecca 8) Breuner, Gérôme-Pascal 9) Buderus, Anaëlle 10) Bytyqi, Mendim 11) Colon Marti, Florian 12) Di Maria, Laura 13) Dietrich, Marnie 14) Funke, Florian 15) Gisselmann, Jan Cedric 16) Gorecki, Nico 17) Göb, Isabella 18) Hardt, Philipp 19) Hassan, Dara Lukas 20) Hastibakhsh, Amirhossein 21) Heidenreich, Ernesto 22) Heitmann, Tim 23) Helsper, Maresa 24) Heßmann, Lennard 25) Hinzmann, David 26) Hinzmann, Marc 27) Hohmann, Richard 28) Holtkamp, Meike 29) Hülsmann, Malina Marie 30) Jung, Lena 31) Kaiser, Muriel 32) Karbus, Florian 33) Kempchen, Janina 34) Kiefer, Franziska 35) Koc, Merve 36) Kollmann, Rike 37) Krupa, Kathrin Elena 38) Kunz, Lukas 39) Lesniak, Nils 40) Machholz, Nicklas 41) Margis, Vanessa 42) Meyer, Arne Moritz 43) Miezal, Nathalie 44) Molencka, Monika 45) Moysidis, Maria 46) Muhr, Leonie 47) Nagenthiran, Naveena 48) Neuschulte, Maximilian 49) Nguyen, Dan Thanh 50) Painczyk, Lisa Paulina 51) Pawlak, Maike 52) Peper, Delia 53) Peper, Kira 54) Peterson, Marcel Alexander 55) Pfeifer, Milena 56) Pfennig, Sabrina 57) Platte, Florian 58) Pohl, Ronja 59) Polis, Julia 60) Pyrka, Patricia 61) Querüber, Katharina 62) Raatz, Annabelle 63) Reczkowski, Carina 64) Ridderbusch, Jan Ole 65) Rocca, Mareen 66) Runge, Ann-Kathrin 67) Rutz, Robin 68) Schlüter, Henrik 69) Schmidt, Anna Lena 70) Schweizer, Alexander 71) Seling, Richard Jonathan 72) Singerhoff, Luis 73) Skuballa, Lea 74) Sorge, Lena-Marie 75) Steinke, Michelle“ 76) Stratmann, Carla 77) Stratmann, Paula 78) Switala, Lauren 79) Sychold, Christopher 80) Tegethoff, Maxine 81) Trojan, Pia-Sophie 82) Truong, Minh Duy 83) Uszball, Hannah 84) Warnat, Luisa 85) Werthebach, Kai Henrik 86) Wiegers, Johanna 87) Wilhelm, Mara 88) Wilk, Thorsten 89) Yaman, Esra 90) Yazdanjou, Negin Herbst/Winter2016 Dr. Diana Ryll Fachpraxis für Kieferorthopädie Fachzahnärztin für Kieferorthopädie und Master of Sience Kieferorthopädie (MSc) Unsere neue innovative Fachpraxis mitten in Bochum-Langendreer bietet individuelle und ganzheitliche zahn- und kieferkorrigierende Behandlungen der modernen sowie zeitgemäßen Kieferorthopädie für die ganze Familie. Alte Bahnhofstr. 26 | 44892 Bochum | Fon: 0234 - 913 888 48 E-Mail: praxis@bochumer-kfo.de | Web: www.bochumer-kfo.de 13

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Stadtteilkonferenz bei DITIP mit anschließendem Fastenbrechen Ein warmer Sommerabend war es, als am 14. Juni mehr als 40 Gäste das Gemeindezentrum der islamischen Gemeinde DITIP am Alten Bahnhof bevölkerten. Sie waren der Einladung von„Langendreer hat‘s!“ und der islamischen Gemeinde gefolgt. Thema des Abends war das Gemeindeleben der Gemeinde, die in den letzten Jahren ihr Zentrum auf dem Gelände der ehemaligen Fruchtbörse errichtet hatte. Die DOPO hat mehrfach über dieses Projekt berichtet. Und das Bedürfnis nach Informationen wurde umfänglich befriedigt, nachdem Karsten Höser für„Langendreer hat‘s!“ und Herr Duman für die Gemeinde die interessierten Gäste im großen Saal begrüßt hatten. Es folgte die Besichtigung der etlichen Räumlichkeiten mit ausführlichen Erläuterungen durch Mitglieder der Gemeinde. Da beeindruckten besonders der Gebetssaal für die Männer wie auch der für die Frauen, aber auch der Treffpunkt für Jugendliche, der Küchenbereich, das Cafe und der Platz für Unterricht. Gespräche entwickelten sich während des Rundgangs und so manche Fragen der Gäste fanden ihre freundlichen und sachkundigen Antworten. Herr Duman (links im Bild) erläutert die Entwicklung des Gemeindezentrums Die Veranstaltung hatte erst um 20 Uhr begonnen, da die Gemeindemitglieder gemeinsam mit ihren Gästen das Fastenbrechen um 22 Uhr begehen wollten. Es war ja Ramadan, der Fastenmonat. Und so wurde nach einer ausführlichen Fragerunde nach dem Besichtigungsrundgang schließlich üppig aufgetischt. Tee wurde gereicht und man konnte noch miteinander plaudern. Spät war es schließlich, nachdem Karsten Höser noch kurz von den laufenden Projekten von„Langendreer hat‘s!“ im 2. Teil der Konferenz berichtet und sich namens der Gäste für den aufschlussreichen Abend und die großzügige Bewirtung bedankt hatte. Übrigens kann jeder und jede Interessierte gern das Gemeindezentrum besuchen. Darauf wies Herr Duman am Ende der Veranstaltung noch ausdrücklich hin. pawimö Nötigte den Besucherinnen und Besuchern Respekt ab der farbenprächtig ausgestattete Gebetsraum Ab 22 Uhr darf wieder gegessen werden im Fastenmonat Ramadan - leckere Spezialitäten für alle zum „Fastenbrechen“ im großen Saal bei derr Stadtteilkonferenz am 14. Juni 14 Dorfpostille 133

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