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hamburgisches weltwirtschafts institut afrika strategie 2030 vermögen und leben in der nächsten generation eine initiative des hamburgischen weltwirtschaftsinstituts und der berenberg bank berenberg bank b
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hamburgisches weltwirtschafts institut afrika strategie 2030 vermögen und leben in der nächsten generation eine initiative des hamburgischen weltwirtschaftsinstituts und der berenberg bank
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»berenberg bank · hwwi strategie 2030 afrika« ist eine gemeinsame studie der berenberg bank · neuer jungfernstieg 20 · 20354 hamburg und des hwwi hamburgisches weltwirtschaftsinstitut · heimhuder straße 71 · 20148 hamburg autoren dr axel bormann prof dr michael bräuninger rebecca hartschen klaus matthies jana stöver hwwi frank v collani robert freiherr v kap-herr cornelia koller michael langer wolfgang pflüger daniel markus schwarz dr jörn quitzau berenberg bank editor alexa reinck berenberg bank stand april 2010 wir haben uns bemüht alle in dieser studie enthaltenen angaben sorgfältig zu recherchieren und zu verarbeiten dabei wurde zum teil auf informationen dritter zurückgegriffen einzelne angaben können sich insbesondere durch zeitablauf oder infolge von gesetzlichen Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen für die richtigkeit vollständigkeit und aktualität sämtlicher angaben kann daher keine gewähr übernommen werden bezug über berenberg bank · unternehmenskommunikation neuer jungfernstieg 20 · 20354 hamburg telefon 040 350 60-710 · telefax 040 350 60-907 · e-mail presse@berenberg.de
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strategie 2030 vermögen und leben in der nächsten generation »die beste zeit einen baum zu pflanzen war vor zwanzig jahren die nächstbeste zeit ist jetzt.« u gan di schessp ri c hwort die welt steht vor einer zeitenwende große makroökonomische und geopolitische trends werden das leben und wirtschaften der menschheit in der nächsten generation verändern dazu zählen die neue dimension religiös motivierter terroristischer bedrohung westlicher demokratien die mit der erweiterung der europäischen union verbundene einführung des euro als nationalstaatlich übergreifende gemeinschaftswährung die entstehung neuer wirtschaftlicher schwergewichte in asien volksrepublik china indien mit unausweichlichen folgen für rohstoffund kapitalmärkte die herausforderungen einer rapide alternden bevölkerung in vielen industrienationen mit all ihren konsequenzen für staatsfinanzen sozialsysteme arbeitsorganisation standortentscheidungen etc oder der klimawandel dies alles vollzieht sich vor dem hintergrund fortgesetzter technologiesprünge in einer sich globalisierenden wirtschaft in der folge finden politische gesellschaftliche technologische und wirtschaftliche veränderungen immer rascher statt mehr noch sie beeinflussen sich wechselseitig mal verstärkend mal aber auch bremsend und werden so in der wahrnehmung der menschen immer komplexer auch im sinne von weniger greifbar dies gilt umso mehr als sie weit in die zukunft reichen im fall des demografischen wandels sogar generationenübergreifend wirken trotz aller unsicherheit eines ist klar politiker unternehmerisch handelnde und privatpersonen müssen sich diesem tief greifenden wandel planerisch und gestalterisch stellen so dürfte es ein lohnendes unterfangen sein nach orientierung gebenden wegweisern zu suchen sie als solche zu identifizieren und mögliche wegstrecken sowie zielorte zu beschreiben diesem versuch dient die gemeinsam vom hamburgischen weltwirtschaftsinstitut hwwi und der berenberg bank getragene schriftenreihe »strategie 2030 vermögen und leben in der nächsten generation« sie vereint die expertise von über unsere landesgrenzen hinaus anerkannten konjunkturforschern mit den umfassenden erfahrungen eines führenden in der vermögensverwaltung tätigen privatbankhauses wir wünschen den lesern eine anregende und nützliche lektüre berenberg bank · hwwi strategie 2030 · nr 11 3
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inhaltsverzeichnis teil a ein kontinent im aufbruch 1 kontinent im aufbruch 1.1 einleitung 1.2 die bedeutung der rohstoffe 1.2.1 rohstoffe und einkommen 1.2.2 ressourcenreichtum segen oder fluch 1.2.3 industrialisierung durch rohstoffreichtum 1.2.4 landwirtschaft potenzial für den aufschwung 2 afrikas rohstoffe 2.1 bodenschätze 2.1.1 fossile brennstoffe 2.1.2 bergbau 2.1.3 preisentwicklung bei mineralischen rohstoffen 2.1.4 reichweite der reserven und preisentwicklung 2.2 erneuerbare ressourcen 2.2.1 landwirtschaft 2.2.2 wald 2.2.3 wasser 2.3 engagement des auslands 2.4 investitionspotenziale einzelner länder 3 afrikas verflechtung mit der welt 3.1 ausländische direktinvestitionen adi 3.1.1 standorte 3.1.2 sektoren 3.1.3 investoren 3.1.4 rahmenbedingungen 3.1.4.1 qualität der businessnahen rahmenbedingungen 3.2 außenhandel 3.2.1 diversifizierung der exporte 3.2.2 integration 4 perspektiven für die zukünftige entwicklung 7 8 8 13 13 15 16 20 21 21 21 23 25 26 26 26 29 29 30 30 34 34 35 37 38 39 42 42 44 47 50 4 berenberg bank · hwwi strategie 2030 · nr 11
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teil b afrika aus der perspektive von unternehmen und kapitalanlegern 1 auftauchen aus dem windschatten der globalisierung 2 afrika aus investorensicht aufregende anlageopportunität oder verfehlte euphorie 3 afrikanische kapitalmärkte 3.1 entwicklung und tiefe der börsen 3.2 korrelationen zu anderen märkten 3.3 beispielhafte entwicklungen ausgewählter subsahara-afrika-märkte 3.4 verbesserte regulierungen 3.5 mit rohstoffreichtum aktienmärkte ausbauen 3.6 wirtschaftliche integration zur erschließung neuer finanzierungsquellen 3.7 anleihemärkte mit potenzial 3.8 ausblick exkurs islamisches bankwesen 4 mikrofinanz ein rezept gegen die armut 4.1 vision 2030 ein museum für armut 4.2 mikrofinanz kleinstkredite und mehr 4.2.1 die initialzündung 4.2.2 hilfe zur selbsthilfe 4.2.3 die begriffsumschreibung 4.2.4 die investoren 4.3 mikrofinanz in afrika 4.4 nachhaltig investieren 4.4.1 mikrofinanz beachtliches wachstumspotenzial 4.4.2 mikrofinanzfonds eine sozial verantwortliche anlage 5 fußball-weltmeisterschaft in südafrika grundstein für mehr wohlstand 5.1 gesamtwirtschaftliches umfeld 5.2 hoffnungsfaktor fußball-weltmeisterschaft 6 sektoren 6.1 banken grundpfeiler des wirtschaftswachstums 6.2 infrastruktur die wachstumsbremse lösen anforderungen und perspektiven 6.3 bauwirtschaft profiteur des notwendigen infrastrukturausbaus 6.4 Öl und gas hohe reserven bringen langfristiges produktionswachstum mit sich 6.5 rohstoffe ein reichtum auf dem das wachstum aufbaut 6.6 telekommunikation starkes wachstum und erfindungsreichtum 6.7 tourismus das potenzial wird schrittweise erschlossen 7 investitionsmöglichkeiten 55 56 58 61 61 63 64 64 66 67 67 68 71 72 72 73 73 73 74 75 77 79 79 80 82 82 84 87 87 89 93 95 97 100 103 106 berenberg bank · hwwi strategie 2030 · nr 11 5
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teil a ein kontinent im aufbruch hwwi berenberg bank · hwwi strategie 2030 · nr 11 7
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1 kontinent im aufbruch 1.1 einleitung beim stichwort afrika dachte man lange zeit nicht an prosperität und zukunftsmärkte.1 doch seit einigen jahren ist afrika auf dem besten wege das image des verlorenen kontinents abzulegen und sich seinen platz in der weltwirtschaft zu suchen der beginn des 21 jahrhunderts bedeutet für afrika nicht nur rein kalendarisch den aufbruch in ein neues jahrhundert es ist die chance auf eine bessere zukunft so wuchs die gesamtafrikanische wirtschaft in den jahren 2000 2007 um durchschnittlich 5,6 in den »krisenjahren« 2008 und 2009 dann um 5,2 beziehungsweise um 2,0 und somit weiterhin stärker als die weltwirtschaft die in diesen jahren um 3,2 wuchs beziehungsweise um 1,3 schrumpfte wie in abbildung 1 zu sehen ist fand das afrikanische wachstum in diesem zeitraum nicht nur im norden statt dessen länder sich schon seit jahren wirtschaftlich erfolgreich entwickeln sondern auch in den ländern südlich der sahara die trendwende zeigt sich darin dass das afrikanische wachstum seit der jahrtausendwende über dem weltdurchschnitt liegt in den 80er und 90er-jahren waren die wachstumsraten des realen bruttoinlandsprodukts bip in afrika deutlich niedriger als die durchschnittliche wachstumsrate der weltwirtschaft und die der länder südlich der sahara wiederum niedriger als die der nordafrikanischen länder dieser zusammenhang hat sich in der periode 20002008 umgekehrt wobei im jahr 2009 wiederum die nordafrikanischen länder schneller gewachsen sind 1 vgl grill 2005 wachstumsraten des realen bruttoinlandsprodukts 2000 2009 angaben in konstanten preisen 7 6 5 4 3 2 1 0 -1 2000 abb 1 afrika subsahara welt westliche hemisphäre 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 quellen iwf 2009a hwwi 8 berenberg bank · hwwi strategie 2030 · nr 11
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durchschnittliche jährliche wachstumsraten des realen bruttoinlandsprodukts in afrika und in der welt angaben in konstanten preisen 6 5 4 3 2 1 0 -1 -2 abb 2 welt afrika subsahara 1980 1989 1990 1999 2000 2008 2009 quellen iwf 2009a berechnungen hwwi das stärkere wachstum ist also in den meisten afrikanischen ländern eine entwicklung der letzten jahre in fast allen afrikanischen ländern lag das durchschnittliche wachstum des bruttoinlandsprodukts zwischen 2001 und 2007 höher als zwischen 1994 und 2000 dies hat teilweise auch zu einem rückgang der armut geführt im jahr 2000 befanden sich unter den 48 ländern südlich der sahara 38 länder die von der weltbank zu den ländern mit niedrigem einkommen gezählt wurden sieben jahre später sind sechs länder in eine höhere einkommensklasse aufgestiegen botsuana gabun namibia und südafrika sind fester bestandteil in der oberen gruppe der länder mit mittlerem einkommen und Äquatorialguinea gehört seit 2007 zu den ländern mit hohem einkommen.2 das pro-kopf-einkommen ist zwar flächendeckend gewachsen dennoch ist afrika immer noch ein kontinent der armut und der probleme im jahr 2007 lebten rund 51 der erwerbstätigen bevölkerung südlich der sahara von weniger als einem dollar am tag die durchschnittliche armutsrate ist damit so hoch wie in nur wenigen anderen ländern die großen herausforderungen für viele afrikanische länder zeigen sich aber auch an anderen indikatoren so sind 31 der gesamtbevölkerung unterernährt während es in den industrieländern weniger als 2,5 sind 157 von 1 000 kindern starben 2006 vor ihrem fünften lebensjahr und bei der geburt sterben südlich der sahara doppelt so viele frauen wie durchschnittlich in entwicklungsländern seit den 90er-jahren nehmen zudem sowohl die zahl der hiv-infizierungen als auch die hiv-todesfälle stetig zu.3 der human development index der vereinten nationen versucht den wohlstand der bevölkerung in einem land nicht nur anhand des einkommens zu beurteilen sondern bezieht 2 3 weltbank 2010 un 2008 berenberg bank · hwwi strategie 2030 · nr 11 9
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einkommen afrikanischer länder tunesien marokko algerien westsahara libyen Ägypten mauretanien mali niger tschad sudan eritrea nigeria liberia zentralafrikanische republik Äthiopien elfenbein ghana küste kamerun Äquatorialguinea somalia uganda gabun kongo kenia demokr republik kongo tansania angola sambia simbabwe namibia botsuana mosambik madagaskar südafrika niedrig unteres mittel oberes mittel hoch abb 3 quellen weltbank 2010 darstellung hwwi 10 berenberg bank · hwwi strategie 2030 · nr 11
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indikatoren wie die lebenserwartung und den bildungsstand in die betrachtung mit ein beim human development ranking 2009 werden 30 der letzten 33 plätze von insgesamt 182 bewerteten ländern von ländern der subsahara besetzt die restlichen länder befinden sich im unteren mittelfeld allein die seychellen und mauritius bilden eine ausnahme mit den plätzen 57 und 81 sind sie in der oberen hälfte des rankings angesiedelt das gilt auch für libyen das als einziges nordafrikanisches land dieser gruppe angehört die übrigen länder nordafrikas sind in der mittleren entwicklungsgruppe verortet abbildung 4 zeigt dass die lebensbedingungen insgesamt sehr stark mit dem pro-kopf-einkommen korrelieren der großteil der länder südlich der sahara leidet sowohl unter einem niedrigen einkommen als auch unter anderen faktoren schlechter lebensbedingungen die stabilisierung der wirtschaft zeigt sich in einigen ländern nicht nur im wirtschaftswachstum sondern auch in der stabilität der geldpolitik die zu einem rückgang der inflationsraten geführt hat die teuerungsraten liegen zwar weiterhin über dem weltweiten durchschnitt seit 2003 lag die rate für die länder südlich der sahara aber meist bei ungefähr 10 von einem höchststand von fast 50 in einzelnen jahren ist die rate für afrika mittlerweile auf durchschnittlich rund 8 im zeitraum 20002007 abgesunken in den letzten zwei jahren ist sie hingegen wieder leicht angestiegen wobei nicht zu erwarten ist dass sich dieser trend fortsetzt.4 4 vgl iwf 2009a bruttoinlandsprodukt und human development index 2008 bip in kaufkraftparitäten bip pro kopf 90 000 80 000 70 000 60 000 50 000 40 000 30 000 20 000 10 000 0 abb 4 Übrige länder nordafrika subsahara 0 50 100 150 200 index rank human development quellen iwf 2009a undp 2009 hwwi berenberg bank · hwwi strategie 2030 · nr 11 11
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inflation in afrika und der welt durchschnittliche jährliche steigerungen der konsumentenpreise inflation 19801989 19901999 20002007 2008 2009 afrika subsahara welt tab 1 19,0 22,2 15,3 25,4 29,9 18,9 8,3 10,2 3,9 10,1 11,7 6,0 9,0 10,4 2,5 quellen iwf 2009a berechnungen hwwi ausländische direktinvestitionen in afrika 1990 2008 angaben in laufenden us-dollar zu aktuellen wechselkursen mrd usdollar 80 70 60 50 40 30 20 10 0 1990 1992 1994 1996 1998 2000 afrika ohne südafrika nordafrika ohne sudan subsahara ohne südafrika 2002 2004 2006 2008 abb 5 quellen unctad 2009b hwwi im zuge der stabileren wirtschaftsentwicklung und des stärkeren wachstums haben auch die weltwirtschaftlichen verflechtungen deutlich zugenommen so hat afrika als investitions und handelspartner an bedeutung gewonnen die ausländischen direktinvestitionen sind sowohl in nordafrika als auch südlich der sahara seit den 90er-jahren deutlich gestiegen ebenso beständig wie die direktinvestitionen wächst der außenhandel afrikas zwar ist afrikas anteil an den weltindustrieexporten noch vergleichsweise gering der exportwert konnte aber seit der jahrtausendwende um über 100 gesteigert werden.5 5 unctad 2008a 12 berenberg bank · hwwi strategie 2030 · nr 11
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1.2 die bedeutung der rohstoffe 1.2.1 rohstoffe und einkommen eine mögliche ursache für das hohe wirtschaftswachstum der letzten jahre könnte in der ressourcenausstattung afrikas liegen in diesem fall müssten die ressourcenreichen länder afrikas ihr einkommen in folge des rohstoffbooms am stärksten ausgeweitet haben um dies zu überprüfen werden die länder südlich der sahara in bezug auf die rohstoffverteilung grob in drei gruppen aufgeteilt beträgt der anteil der wertschöpfung durch die rohstoffproduktion mehr als 20 am bruttoinlandsprodukt gilt ein land als ressourcenintensiv dabei wird unterschieden zwischen Öl und anderen ressourcen ein als nicht ressourcenintensiv eingestuftes land kann zwar auch rohstoffreserven haben oder rohstoffe fördern der anteil der produktion in diesem bereich liegt aber bei weniger als 20 der gesamtwertschöpfung.6 durch die zuordnung der länder zu den gruppen kann man erkennen dass die länder die reich an ressourcen sind im durchschnitt am wohlhabendsten sind vgl abbildung 6 die ölreichen länder stehen dabei vor den ländern die reich an anderen ressourcen sind sie haben im zeitraum von 2001 bis 2007 zudem das höchste reale wachstum des bruttoinlandsprodukts zu verzeichnen und auch bei der zunahme des pro-kopf-einkommens belegen sie den ersten platz die an anderen ressourcen reichen länder stehen beim einkommen pro kopf an zweiter stelle auch die wachstumsraten des realen bruttoinlandsprodukts insgesamt und pro kopf lagen um zwei drittel unter denen der ölreichen länder Überraschend ist allerdings dass die wachstumsraten der nicht ressourcenreichen länder im durchschnitt höher waren als die in ressourcenreichen ländern ohne Öl somit besteht kein eindeutiger zusammenhang zwischen rohstoffreichtum und wohlstand dies zeigt auch eine analyse der einzelnen länder innerhalb der ländergruppen nicht alle länder die reich an Ölressourcen sind haben ein hohes pro-kopf-einkommen und nicht alle konnten ihr einkommen auch gleichermaßen erhöhen so liegt die spanne beim prokopf-einkommen in kaufkraftparitäten im jahr 2009 zwischen 1 677 internationalen dollar im tschad und 16 721 internationalen dollar in Äquatorialguinea Ähnlich groß sind die unterschiede bei den wachstumsraten Äquatorialguinea weist für den zeitraum 20002009 mit fast 20 die höchsten durchschnittlichen jährlichen wachstumsraten des bruttoinlandsprodukts pro kopf auf hingegen konnte das ebenfalls vergleichsweise wohlhabende gabun sein bruttoinlandsprodukt pro kopf im gleichen zeitraum jährlich nur um durchschnittlich 1,6 steigern die pro-kopf-einkommen und wachstumsraten der anderen beiden gruppen bieten ein nicht minder heterogenes bild bei den ressourcenarmen ländern verfügt der spitzenreiter seychellen mit 19 898 internationalen dollar über ein mehr als 50-mal so hohes pro-kopf-einkommen wie das schlusslicht der gruppe liberia dessen pro-kopf-einkommen bei 367 internationalen dollar liegt die wachstumsraten des realen bruttoinlandsprodukts reichen in der gruppe von über 7 in mosambik bis zu -5,5 in simbabwe 6 folgt der darstellung des iwf 2009b berenberg bank · hwwi strategie 2030 · nr 11 13
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ressourcenintensität in afrika 2008 tunesien marokko algerien westsahara libyen Ägypten mauretanien mali niger tschad sudan eritrea nigeria liberia zentralafrikanische republik Äthiopien elfenbein ghana küste kamerun Äquatorialguinea somalia uganda gabun kongo kenia demokr republik kongo tansania angola sambia simbabwe namibia botsuana mosambik madagaskar südafrika ressourcenreich Öl nicht ressourcenreich ressourcenreich kein Öl keine daten abb 6 quellen iwf 2009b darstellung hwwi 14 berenberg bank · hwwi strategie 2030 · nr 11
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