Hauszeitung 35

 

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Hauszeitung 35

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Ausgabe September/Oktober/November 2015 Wohnen mit Service Haus Westfalenmeer Wohnen mit Service Haus am See Franz Georg Müller e.K. Zum Weiher 7a / 7c 59519 Möhnesee Tel.: 02924/810108 Fax: 02924/810333 www.haus-westfalenmeer.de Möhnemobil Ambulanter Pflegedienst GmbH Zum Weiher 7c 59519 Möhnesee Tel.: 02924/810309 Fax: 02924/810333 www.moehnemobil.de Senioren- und Pflegeheim Haus Müller gGmbH Zum Weiher 7 59519 Möhnesee Tel.: 02924/810108 Fax: 02924/810333 www.pflegeheim-mueller.de

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Inhaltsverzeichnis Seite 1. Rock`n`Roll beim Sommerfest ...................................................................3 2. Fotosession mit heißen Flitzern ..................................................................4 3. Theaterbesuch in Herdringen .....................................................................5 4 Rezepte unsere Bewohner..........................................................................6 5. Von der Erfindung des Fahrrads Teil 1 ........................................................7 6. Shopping in Neheim ...................................................................................9 7. Einige Gedanken zum Erntedank 2015......................................................10 8. Rätsel .......................................................................................................11 9. Schützenfest.............................................................................................12 10. Möhnemobil informiert..........................................................................13 10. Gutes Einleben .......................................................................................17 Tier auf dem Titelbild: Ein Unzertrennlicher mit freundlicher Genehmigung des Besitzers 2

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Rock`n`Roll beim Sommerfest Unter dem Motto „Rock´n´Roll“ fand am Sonntag, den 26.07.2015 das Sommerfest beim Senioren- und Pflegeheim Haus Müller in Möhnesee Günne statt. Die Soester Band Donnie und Ralf sorgte mit Liedern der 50er bis 70er Jahre für die richtige Stimmung. Auf dem Balkon der Einrichtung spielten die beiden Musiker bekannte Hits und regten zum Mitsingen an. Der Paderborner Zauberkünstler Hakan Varol sorgte mit seinen Zaubereien mitten im Publikum für Staunen und Gelächter. Mal wurden kleine Zauberstäbe an den Knopflöchern der Gäste befestigt und ließen sich durch ungeübte Hände nicht entfernen, ein anderes Mal verschwanden Eheringe und Spielkarten. Groß und Klein waren gleichermaßen gebannt von den Tricks und assistierten auch bereitwillig als Zaubergehilfen. gleichermaßen ins Schwärmen versetzten. Vom Chevrolet Pickup bis zum Cadillac waren viele „Traumautos“ vertreten und konnten bewundert werden. Gesäumt war der Festbereich von Dutzenden Oldtimern, die Bewohner und Gäste Wen bei dem ganzen Programm der Hunger packte, der konnte sich mit Hotdogs, Hamburgern, Pommes und Softeis im Stil der Amerikanischen Diner versorgen. In den Nachmittagsstunden rundeten Milchshakes und Brownies das kulinarische Angebot ab. Dank des herrlichen Wetters war es ein rundum gelungener Tag für alle Beteiligten. 3

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Fotosession mit heißen Flitzern 4

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Theaterbesuch in Herdringen Am 24.06.2015 fand der jährliche Ausflug zur Freilichtbühne in Herdringen statt. Um 14 Uhr machten sich die 16 Teilnehmer in zwei Kleinbussen auf den Weg nach Arnsberg-Herdringen. Auch das für Ende Juni recht kalte Wetter konnte den Theaterbesuchern nicht die Stimmung verderben. Mit dicken Jacken und Decken wurde dem ungemütlichen Wetter getrotzt. Das kurzweilige Theaterstück beeindruckte besonders durch die farbenfrohen und fröhlichen Kostüme der Schauspieler. Erzählt wurde die Geschichte des Traums der kleinen Alice, die durch ein Kaninchenloch in eine andere Welt – das Wunderland gelangt. Hier erlebt die kleine Alice zahlreiche Abenteuer und lernt viele eigenartige Bewohner des Wunderlandes kennen. In der Pause war für das leibliche Wohl mit heißen Getränken und kleinen Leckereien gesorgt. Die ersten Reservierungen für den nächsten Ausflug zur Freilichtbühne wurden bereits auf der Rückfahrt im Bus ausgesprochen. So steht diesem Erlebnis auch im nächsten Jahr nichts im Wege. 5

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Rezepte unserer Bewohner Nudelsalat ohne Mayonaise Zutaten: 500gr. Nudeln 700gr. Mett 1 Salatgurke 3 Paprikaschoten (gelb, rot, grün) 1 Gemüsezwiebel 3 Pk. Italienisches Salatdressing Pfeffer Salz Zubereitung: Nudeln kochen und abgießen. Mett anbraten. Salatgurke, Paprika und Zwiebel in kleine Würfel schneiden und anschließend mit den Nudeln und dem Mett vermischen. Das Salatdressing nach Packungsanleitung zubereiten und über den Salat geben. Alles gut durchrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Guten Appetit! Frau S. ist aus Brilon zu uns gezogen. Das Rezept stammt von Frau S. 6

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Von der Erfindung des Fahrrads – Teil 1 Als Karl Drais am 12. Juni 1817 in Mannheim mit seiner Erfindung, der Laufmaschine „Draisine“, eine erste Fahrt unternahm, ahnte er wahrscheinlich nicht, welch einen revolutionären Grundstein er für die individuelle mechanische Mobilität legte. Das erste einspurige Fahrzeug mit zwei Rädern war geboren. Eine Missernte im Jahr 1816 und ein damit einhergehender Hafermangel ließ viele Pferde sterben. Dies mag der Auslöser für die Erfindung gewesen sein. Gleichgewicht halten und mit den Füßen abstoßen ist das einfache aber geniale Prinzip des ersten Individualverkehrsmittels. Genauso wie die kleinen Kinder heute wieder mit dem sogenannten „Laufrad“ das Balancieren durch das Zusammenspiel von Laufen und Lenken erlernen bevor sie dann später auf das „richtige“ Fahrrad umsatteln. Die Laufmaschine war bereits damals ein durchaus pragmatisches Fortbewegungsmittel. Eine Entfernung von 15 km konnte in einer Stunde zurückgelegt werden. Eine Postkutsche brauchte für die gleiche Strecke aufgrund der schlechten Straßenzustände durchschnittlich viermal so lange. Schon ein Jahr nach der Erfindung wurden aufgrund von zunehmenden Kollisionen mit Fußgängern erste öffentliche Verbote zur Nutzung der Laufmaschine in den Städten ausgesprochen und zudem empfindliche Geldstrafen gegen die ersten Radfahrer erhängt. Wie auch in der heutigen Zeit nicht anders zu erwarten ist verlangsamten schon damals Verbote und gesetzliche Vorschriften eine schnelle Weiterentwicklung von neuen Technologien. Andere Erfinder entwickelten schließlich die Konstruktion im Ausland (auch als Raubkopie) weiter. In Frankreich bekam das neue Gerät dann den Namen „le vélocipède, in England „Accelerator“ (Beschleuniger) oder auch den Spitznamen „hobby-horse“ (in Anlehnung an das Kinderspielzeug „Steckenpferd“). Schon bald wurde das Velocipede als ein populärer Trend gefeiert. Die „bessere“ Gesellschaft nutze es schon damals durchaus als ein modisches „Fitness-Gerät“. Bekanntermaßen halten aber modische Trends nicht lange an. Als problematisch erwies sich bei der Verwendung der „Draisine“ die Balancehaltung auf den schlechten Straßen. Stürze waren nicht selten und die Kleidung wurde entsprechend beschmutzt und beschädigt. Auch die Schuhsohlen litten durch das Abstoßen und Bremsen unter schnellem Verschleiß. Somit verlor das neue Gerät auch als „Nutzfahrzeug“ zunächst an Bedeutung. 7

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Die Weiterentwicklung der Laufmaschine zu einem pedalangetrieben Zweirads ließ noch ein halbes Jahrhundert auf sich warten. Um dem Balanceproblem zu umgehen konzentrierte man sich zunächst wieder auf die mehrspurigen, also drei- und vierrädrigen Vehicles. Besonders erwähnenswert und ebenfalls auf die heutige Zeit übertragbar ist insbesondere der ursächliche Zusammenhang zwischen einer weltweiten „Klimakatastrophe“, nämlich der kolossalen Vulkanexplosion des Tambora, einem aktiven Vulkan auf einer bei Java liegenden indonesischen Insel, und der Erfindung des Zweirades. Der durch die Eruption ausgeworfene Staub veränderte das Klima im Jahr 1816 derart, dass man es das „Jahr ohne Sommer“ nannte. Die durch Missernte und Futtermangel sterbenden Pferde sollten durch die Laufmaschine ersetzt werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte es ca. 70 Jahre später auch nicht die Erfindung von Carl Benz‘ Automobil gegeben. Maßgebliche Ideen, die mit der Urgeschichte des Fahrrads im Zusammenhang stehen kamen unmittelbar der Entwicklung des Autos zugute. Heute stehen wir wieder vor globalen Veränderungen, die uns besonders herausfordern und nach einem neuen Mobilitätsbewusstsein verlangen. Eins ist dabei sicher: Radfahren liegt dabei voll im Trend! Autor: Ralf Bachtenkirch (Radleben, Möhnesee-Delecke) Der zweite Teil dieser Reihe erscheint in der nächsten Hauszeitung. 8

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Shopping in Neheim Im August wurde wieder einmal Neheim unsicher gemacht. Wegen des mäßigen Wetters machten sich alle Teilnehmer mit wetterfesten Jacken und festem Schuhwerk auf den Weg. Vom Parkplatz aus ging es mit zahlreichen Rollatoren in Richtung Neheimer City. Wie schon bei früheren Einkaufsfahrten nach Neheim stellte sich schnell heraus, dass Eisdielen, trotz nur mittelprächtigem Wetter, eine große Anziehungskraft auf alle Teilnehmer ausüben. So wurde kurzerhand nach der Durchquerung der Fußgängerzone die dortige Eisdiele gestürmt, um dort die erste wohlverdiente Pause einzulegen. Der Schaufenster-Bummel kam bei allen Teilnehmern hervorragend an und hier und da nutzte jeder die Gelegenheit in einigen Geschäften zu stöbern und kleine Erledigungen zu machen. Eine Teilnehmerin, die aus Neheim stammt konnte viele Tipps zum Shopping geben und die besten Häuser zum Stöbern empfehlen. Auch bei der nächsten Fahrt in sechs Wochen werden sicher wieder zahlreiche An- meldungen erfolgen. 9

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Einige Gedanken zum Ernte Dank 2015 Einleitung: Was ist das Erntedankfest bzw. Bedeutung vom Erntedankfest Bedeutung und Geschichte: Das Erntedankfest ist älter als das Christentum und wurde ursprünglich mit einem Dankopfer nach der Ernte begangen – und nicht nur bei uns in Deutschland. Heute wird es jedoch oft auch in der Kirche gefeiert. Da das Erntedankfest meist mit Dekorationen aus Feldfrüchten etc. einhergeht und "der Dank für eine gute Ernte" für Kinder leicht erfasst werden kann, wird das Erntedankfest auch oft im Kindergarten und der Grundschule eindrucksvoller besprochen und gefeiert. Hinweis: Die Termine hier richten sich nach der Empfehlung der Deutschen Bischofskonferenz, das Erntedankfest am ersten Sonntag im Oktober zu feiern. Regional wird das Erntedankfest jedoch auch nach evangelischer Tradition am ersten Sonntag nach Michaelis (Michaelis ist immer am 29. September) gefeiert. Viele Christen in Stadt und Land und auch am Möhnesee danken am Erntedankfest in Gottesdiensten für das „tägliche Brot“. Wir alle leben von den Erzeugnissen der Landwirtschaft, auch wenn einfacher Einkauf und aparte Verpackung und oft (zu) niedrige Preise die Herkunft der Waren vom Feld oder aus dem Stall kaum mehr erkennen lassen und die harte Arbeit der Landwirte uns oft nicht mehr bewusst ist oder wir sie in unserer Wahrnehmung ausblenden. Denn wir sehen bei uns am Möhnesee auch in Günne die einzelnen Lieferwagen die uns die gute Ware regelmäßig ins Haus bringen, und wir somit auch keine Not leiden. Heute stellt sich ja für uns nicht mehr die Frage: habe ich was zu essen auf dem Tisch? sondern eher die Frage: welche von den vielen Wurstsorten beim Metzger oder der vielfältigen Brotsorten beim Bäcker kaufe ich. Unser täglicher Bedarf - geprägt von Überfluss - ist ja mehr als Essen und Trinken. Auch Martin Luther hat davon schon gesprochen in seiner Auslegung des 1. Glaubensartikels und der Bitte des Vater Unsers. Er sagt in etwa: „die Bitte um das tägliche Brot ist die Summe der Bitten um die Bedürfnisse des täglichen Lebens: dazu gehören auch Kleidung, Besitz, Freunde, Ehe und Familie, Gesundheit, Arbeit, eine gute Regierung und anderes mehr. In der heutigen Zeit hätte Luther bestimmt auch die Seniorenheime genannt. Das tägliche Brot reicht in alle Lebensbereiche“. ERNTEDANK: also heute noch gefragt? - im Zeitalter, wo wir im Dezember frische Erdbeeren, im Oktober Spargel und Kirschen –irgendwoher importiert wird-, praktisch das ganze Jahr über Kiwis, Mangos und was auch immer an Exotischem essen können, und wo wir gewohnt sind, dass es alles aus aller Herrn Länder täglich frisch zu uns auf den Tisch gibt? Ich denke, Erntedank geht uns noch immer alle an; alle, die leben und leben wollen. 10

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Es erinnert uns an den Gott, der „seine milde Hand auftut“ und uns leben lässt. In der Moderne haben wir - lange nach Luther - neue Begriffe erfunden für das, was wir brauchen: reine Luft, sauberes Wasser, behütete Landschaften. Wir sind in den letzten Jahrzehnten sensibler geworden, wenn es um gesunde Nahrung, um Energie und Rohstoffe geht, denn deren Grenzen sind uns bewusst geworden und wir wissen, dass sie nicht unerschöpflich und willkürlich auszubeuten sind. Wir gehen (hoffentlich) sparsamer damit um – auch unsere Kinder und Enkel wollen noch eine Lebenschance haben. Das ERNTEDANKFEST erinnert uns an all das. Es stellt uns die Frage, wie wir mit dem uns Geschenkten umgehen; ist also mehr als ein Bilanztag für Landwirte oder Viehzüchter. Das Erntedankfest ist aktuell, vielleicht aktueller als je zuvor. Denn es geht uns alle an, die wir von den Gaben Gottes leben. Und ein Letztes: danken hat auch etwas zu tun mit denken: nachdenken über das, was wir zwar mit Fleiß und unserer Arbeit erarbeiten können, was aber letztlich doch von Gottes Segen abhängt. Und es hat etwas zu tun mit teilen: teilen mit denen, denen (aus klimatischen Gründen, wegen Naturkatastrophen, Korruption und menschenverachtender Regierungen) das Nötigste zum Leben fehlt oder vorenthalten wird und für die oft das „tägliche Brot“ unerschwinglich oder nicht vorhanden ist, die aber nach Gottes Willen leben können sollen wie wir ERNTEDANK 2015: bewusstes Denken, ein dankbares Herz sowie offene Hände für andere wünsche ich Ihnen allen. Dem Herrn sei Dank für alles was er uns schenkt. Ihr Herbert V. Freier Mitarbeiter im Haus Müller Rätsel Dieser Drache hat sich in der ganzen Hauszeitung versteckt. Bitte zählen Sie alle Drachen und tragen Sie die richtige Anzahl in das Kästchen ein. Dieser Drache zählt nicht mit. Die richtige Lösung kann wie immer in den „Anregung, Lob und KritikKasten“ im Haus Müller geworfen werden. Kunden des ambulanten Pflegedienstes Möhnemobil, können ihre Lösungen den Mitarbeitern mitgeben. Den Gewinner erwartet eine Waffel im Restaurant Lago. Anzahl: Name: ___________________ 11

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Schützenfest Im Juli wurde mit großer Spannung das diesjährige Schützenfest in Günne erwartet. Traditionsgemäß ging es dann mit einer Gruppe von Bewohnern am Montagvormittag ab zur Vogelstange. Bei einem kühlen Getränk verkürzte sich die Wartezeit bis zum Abschuss des Vogels. Bei angenehmen Temperaturen konnten alle die „Schützenfest-Luft“ genießen und dem bunten Treiben unter der Vogelstange zusehen. Begleitet vom Spielmannszug und der Blaskapelle fand das Vogelschießen bei wunterschönem Wetter statt. 12

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Das Pflegestärkungsgesetz 1 und 2 Sie erinnern sich Wahlversprechen der großen Koalition Im Wahlkampf 2013 hatten sowohl SPD als auch CDU eine Pflegereform mit einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und höhere Pflege-Leistungen versprochen. Der Bundesgesundheitsminister Gröhe hat die Pflegestärkungsgesetze auf den Weg gebracht, Seit 2015 ist das erste Pflegestärkungsgesetz in Kraft treten, welches eine Leistungsanpassung der Pflegeversicherungen brachte. Ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff soll mit dem Pflegestärkungsgesetz 2 umgesetzt werden, welches im Jahr 2017 in Kraft treten wird. Dieser neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird ein neues System der Pflegestufen der fünf Pflegegrade umsetzen. Leistungsverbesserungen vor allem für die häusliche Pflege Seit 01. Januar 2015 sind die Leistungsbeiträge für häusliche und stationäre Pflege um 4 Prozent erhöht worden. Zusätzliche Verbesserungen betreffen vor allem die häusliche Pflege. So erhöhte sich in der häuslichen Pflege der Zuschuss für den pflegegerechten Umbau der Wohnung von 2.557 Euro auf 4.000 Euro. Für Pflege-WGs gibt es eine Förderung bis 16.000 Euro. Tages- und Nachtpflege können seit 2015 in vollem Umfang neben den Geldleistungen für häusliche Pflege in Anspruch genommen werden. Auch der Anspruch auf Verhinderungspflege ist von 1.550 Euro auf bis zu 2.418 Euro und der auf Kurzzeitpflege von 3.100 Euro auf 3.224 Euro gestiegen. Verbesserungen für Demenzkranke Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz in der Pflegestufe 0 (z. B. Demenzkranke) erhalten seit 2015 Zugang zu vielen Leistungen der häuslichen Pflege. Bisher hatten Demenzkranke keinen Anspruch auf Tagespflege oder Kurzzeitpflege. Diese Leistungen können seit 2015 Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz in Anspruch genommen werden. Auch den Zuschlag für Mitglieder in ambulant betreuten Wohngruppen erhalten Pflegbedürftigen mit der Pflegestufe 0. Die Stärkung der niedrigschwelligen Betreuung, wie Haushalts- und Serviceangebote oder Alltagsbegleiter, haben ebenfalls die Situation der Demenzkranken verbessert. 13

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Fünf Pflegegrade - die neuen Pflegestufen + Leistungen ab 2017 Was sind die fünf neuen Pflegegrade? Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff soll sich nicht mehr nach dem minütlichen Pflegeaufwand orientieren. Maßstab soll in Zukunft der Grad der Selbständigkeit sein. Dieser soll durch sechs festgelegte Kriterien, denen jeweils ein fester Punktwert zugeordnet ist, bestimmt werden. Im neuen Begutachtungsassessment (NBA) werden nach Schwere der Beeinträchtigung in den Bereichen der Selbständigkeit Punkte vergeben. Mit ihnen wird dann anhand einer Skala von 0 bis 100 der Pflegegrad ermittelt. Anhand dieser Punkte erfolgt die Einteilung der Pflegebedürftige in eine der fünf Pflegegrade. Das neue Pflegegrad-System wird in einer der Probephasen seit 2014 durchgeführt und evaluiert. Durch die Umstellung soll niemand schlechter gestellt werden als vorher. Die Pflegebedürftigen, die bereits eine Pflegestufe haben, werden automatisch und ohne Antrag in einen neuen Pflegegrad eingestuft: • Pflegestufe 0 = Pflegegrad 1 • Pflegestufe 1 = Pflegegrad 2 • Pflegestufe 1 + Eingeschränkte Alltagskompetenz = Pflegegrad 3 • Pflegestufe 2 = Pflegegrad 3 • Pflegestufe 2 + Eingeschränkte Alltagskompetenz = Pflegegrad 4 • Pflegestufe 3 = Pflegegrad 4 • Pflegestufe 3 + Eingeschränkte Alltagskompetenz = Pflegegrad 5 • Härtefall = Pflegegrad 5 Neue Begutachtungsassessment (NBA) der Pflegegrade Entscheidend für die Einstufung in einen Pflegegrad wird nicht mehr der zeitliche Aufwand sein, sondern der gesamtheitliche Eindruck des Pflegebedürftigen sein. In der Testphase, die seit dem 08. April 2014 läuft, wird dieses neue Verfahren erprobt. Im Begutachtungsassessment (NBA) werden sechs Bereiche überprüft: • Hilfen bei Alltagsverrichtungen: Ähnlich wie bei der Pflegestufe werden hier der Zeitaufwand für Pflege und Unterstützung erfasst. • Psychosoziale Unterstützung: Dieser Bereich ist im Vergleich zu den Pflegestufen neu und erfasst den Hilfsbedarf z.B. bei Verwirrtheit, Depressionen, Strukturierung des Tages • Nächtlicher Hilfebedarf: Ebenfalls ein Kriterium, was schon bei den Pflegestufen zählte • Präsenz am Tag: Hier wird überprüft, ob die Personen noch Gefahren erkennen und für bestimmte Zeiten alleine gelassen werden können • Unterstützung beim Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen: z.B. Medikamentengabe, Wundversorgung, Blutzucker-Messung... • Organisation der Hilfen: Wer kann Hilfe leisten? Reicht die Pflege durch Angehörige oder ist professionelle Hilfe notwendig? Leistungen der Pflegekasse nach Pflegegrad Die genauen Leistungen der Pflegekasse wurden im August 2015 mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz verabschiedet. 2017 soll das neue Verfahren greifen. Die Leistungen in 14

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den Pflegegraden steigen im Vergleich zur alten Regelung vor allem bei niedriger Pflegebedürftigkeit und eingeschränkter Alltagskompetenz. Eine deutliche Leistungserhöhung im Vergleich zu den Pflegestufen gibt es nicht. Im Einzelfall kann bei stationärer Versorgung die Leistung sogar geringer ausfallen. Eine ausreichende Verbesserung für viele Betroffene ist dies nicht. Pflegeleistungen in den Pflegegraden Folgend eine Übersicht über die neuen Leistungen der Pflegekasse nach Pflegegraden laut dem Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit / Stand: 22.06.2015. Diese Angaben können sich noch ändern. Alle Leistungs-Angaben der Pflegegrade in € pro Monat: Pflegegeld Pflegesachleistung Tagespflege Pflegegrad 1 -- 125 -- Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5 316 545 728 901 689 1.298 1.612 1.995 689 1.298 1.612 1.995 Pflegeheim 125 770 1.262 1.775 2.005 Entlastungsbetrag Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich. Der Betrag dient der Erstattung von Aufwendungen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von 1. Leistungen der Tages- oder Nachtpflege, 2. Leistungen der Kurzzeitpflege, 3. Leistungen der ambulanten Pflegedienste im Sinne des § 36, in den Pflegegraden 2 bis 5 jedoch nicht für die Leistung körperbezogener Pflegemaßnahmen, 4. Leistungen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a. Die Erstattung der Aufwendungen erfolgt auch, wenn für die Finanzierung der genannten Leistungen im Übrigen Mittel der Verhinderungspflege eingesetzt werden. Die Leistung nach Absatz 1 kann innerhalb des jeweiligen Kalenderjahres in Anspruch genommen werden; wird die Leistung in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpft, kann der nicht verbrauchte Betrag wie bisher in das folgende Kalenderhalbjahr übertragen werden. Quelle: www.wohnen-im-alter.de 15

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