Hauszeitung 38

 

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Hauszeitung 38

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Ausgabe Juni/Juli/August 2016 Wohnen mit Service Haus Westfalenmeer Wohnen mit Service Haus am See Franz Georg Müller e.K. Zum Weiher 7a / 7c 59519 Möhnesee Tel.: 02924/810108 Fax: 02924/810333 www.haus-westfalenmeer.de Möhnemobil Ambulanter Pflegedienst GmbH Zum Weiher 7c 59519 Möhnesee Tel.: 02924/810309 Fax: 02924/810333 www.moehnemobil.de Senioren- und Pflegeheim Haus Müller gGmbH Zum Weiher 7 59519 Möhnesee Tel.: 02924/810108 Fax: 02924/810333 www.pflegeheim-mueller.de

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Inhaltsverzeichnis Seite 1. Neuer Bewohnerbeirat gewählt .................................................................3 2. Auszeichnung mit dem Pflegestern.............................................................5 3. 2016 ist das Kalenderjahr mit dem geschenkten Tag ..................................6 4. „Ei“frige Ostervorbereitungen....................................................................8 5. Probefahrt im Bürgerbus ............................................................................9 6. Kapelle mit neuem Altar...........................................................................10 7. Kulinarische Schnappschüsse ...................................................................12 8. Günne und Brüningsen in früherer Zeit ....................................................13 9. Modenschau ............................................................................................15 10. Unabhängigkeit beim Baden...................................................................17 11. Von der Erfindung des Fahrrads – Teil 4 .................................................19 12. Ständchen zum 01.Mai ...........................................................................21 13. Wer kann sich erinnern?.........................................................................22 Tier auf dem Titelbild: Kaninchen Ernie mit freundlicher Genehmigung der Besitzerin Frau Annette D. 2

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Neuer Bewohnerbeirat gewählt Am 10.03.2016 fand die Wahl des neuen Bewohnerbeirats im Haus Müller statt. Jeder Bewohner des Haus Müller konnte in geheimer Wahl für 5 von 10 Kandidaten abstimmen. Durch Wahl in den aktuellen Beirat wurden Frau S., Frau K. und Herr F. in ihrem Amt bestätigt. Frau Margareta S. ist seit 2012 bereits zum dritten Mal in den Bewohnerbeirat gewählt worden. Frau Christa K. wurde zum zweiten Mal in den Beirat gewählt. Herr Werner F. genießt bereits seit 2011 das Vertrauen der Bewohner – er wurde in diesem Jahr zum vierten Mal in den Beirat gewählt. Neue Mitglieder des Beirats sind Frau Marie-Luise H. und Frau Maria W.. Die konstituierende Sitzung des neuen Beirats fand am 15.03.2016 statt. Hier wählten die Beiratsmitglieder einen Vorsitzenden aus den eigenen Reihen. Diese Wahl fiel auf Herrn Werner F.. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Frau Margareta S. gewählt. Was macht der Beirat? • Er vertritt die Interessen der Bewohner. Er hat Kontakt zu den Bewohnern hört ihnen zu und Informiert diese über die Arbeit. • Er trifft sich regelmäßig • Er stellt sich bei neuen Bewohnern vor und hilft diesen, sich in der Einrichtung zurechtzufinden • Er spricht mit der Einrichtungsleitung über Wünsche und Beschwerden der Bewohner. Er macht Vorschläge und verhandelt mit der Einrichtungsleitung, wie etwas verbessert werden kann. • Der Bewohnerbeirat beantragt Maßnahmen bei der Einrichtungsleitung. Er erhält dazu innerhalb von zwei Wochen eine Antwort. • Er wird von der Einrichtungsleitung über alle wichtigen Angelegenheiten, die das Leben in der Einrichtung betreffen, informiert. 3

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Der Bewohnerbeirat des Haus Müller: Reihe vorne von links nach rechts: Frau Christa K., Frau Maria W., Frau Margareta S. Reihe hinten von links nach rechts: Herr Werner F., Frau Marie-Luise H. Das Team des Haus Müller gratuliert nochmals herzlich zur Wahl! 4

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Auszeichnung mit dem Pflegestern Einmal im Jahr verleiht der Kreis Soest den Pflegestern. Hiermit soll das Engagement von Menschen ausgezeichnet werden, die ehrenamtlich andere Menschen pflegen. Im Vorfeld wird durch eine Jury bestehend aus sieben im Gesundheitsbereich tätigen Menschen entschieden, wer diesen Preis verliehen bekommt. Im Vorfeld wurde unter anderem auch der ambulante Pflegedienst Möhnemobil gefragt wer von seinen Kunden für diese Auszeichnung in Frage kommen würde. Schnell war den Mitarbeitern von Möhnemobil klar, dass Hr. S. ein geeigneter Kandidat war um ihn vorzuschlagen. Hr. S. pflegt seit Jahren liebevoll seine Ehefrau Antonie S. nach dem sie einen Schlaganfall erlitten hat. Nach dem Schlaganfall ist Fr. S. zunächst in das Seniorenund Pflegeheim Haus Müller eingezogen, doch Dank der liebevollen und aufopfernden Fürsorge ihres Mannes konnte sie gemeinsam mit ihrem Mann in eine Wohnung in das benachbarte Wohnen mit Service Haus Westfalenmeer einziehen. Er steht ihr jeden Tag bei allen täglich anfallenden Verrichtungen zur Seite und unterstützt seine Frau in allen Belangen. Am 11.05.2016 war es dann soweit. Dezernentin Maria Schulte Kellinghaus und Vizelandrätin Irmgard Soldat zeichneten, gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern pflegende Angehörige aus dem Kreis Soest aus. Im Rahmen einer öffentlichen Feierstunde der Konferenz Alter und Pflege im Kreishaus Soest wurde Hr. S. der Pflegestern durch die stellvertretende Landrätin Fr. Soldat verliehen. 5

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2016 ist das Kalenderjahr mit dem geschenkten Tag - wussten sie das auch? Hatten sie es überhaupt gemerkt und der Tag wird uns nur alle 4 Jahre geschenkt. In der westfälischen Rundschau machte uns die Redaktion am 29.02.2016 darauf aufmerksam, dass uns alle 4 Jahre dieser Tag geschenkt wird. Das Jahr 2016 nennt man auch – Schaltjahr. Historische Jahrestage Januar · Februar · März Das heißt der Februar hatte in diesem Jahr nicht 28 Tage sondern 29 Tage. Und in 4 Jahren ist es wieder soweit. So ein Schaltjahr gibt es in der Regel alle 4 Jahre, und das hat mit unserer Zeitrechnung zu tun. 12345 8 9 10 11 12 15 16 17 18 19 67 13 14 20 21 22 23 24 25 26 27 28 Im Gregorianischen Kalender ist jedes Jahr mit einer 29 (30) durch 4 teilbaren Zahl ein Schaltjahr, ausgenommen sind jedoch die nicht durch 400 teilbaren vollen Jahrhundertzahlen wie z.B. 1700, 1800, usw., so ist es im Bertelsmann Lexikon auch nachzulesen. Der im Jahr 1582 eingeführte Gregorianische Kalender ist im Grunde verantwortlich für diese Kalenderreform. Nimmt man sich jetzt die Zeit und beschäftigt sich mit dieser Zeitrechnung, so gibt es für die notwendige gewordene Reform nur diese Erklärung; Sonne Mond und Sterne spielen im akkuraten Zahlenwerk der Astronomen und der Mathematiker nicht so mit, wie es die Wissenschaftler gerne hätten. Die Gestirne folgen schließlich ihrem eigenen Lauf; kalendarische und astronomische Jahre weichen voneinander ab und aus dieser Situation ergibt sich eine Zeitdifferenz, die sich mit den Jahren anhäuft. Oder Ein Jahr dauert bei uns so lange, wie die Erde braucht, um einmal um die Sonne zu wandern. Das sind 365 Tag- aber nur ungefähr. Genau genommen braucht die Erde dafür einige Stunden länger. Das sind 365,24219052 Tage. Das sind 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,261 Sekunden. Großzügig gesagt knappe 6 Stunden mehr. Diese Abweichungen waren den alten Ägyptern aufgefallen und so gingen damals die Priester und Astronomen an Werk und erstellten einen einheitlichen Kalender. Sie teilten die 356 vollen tage des Sonnenjahres auf 12 Monate auf. Ein Viertel Tag blieb auf dieser Aufteilung übrig. Für dieses Problem fand man dann jedoch auch eine Lösung. Im Jahr 238 vor Christus ordneten die ägyptischen Herrscher durch Dekret an, dass alle 4 Jahre ein zusätzlicher Tag im Kalender erscheinen sollte. Und dadurch war schließlich das Schaltjahr aus der Taufe gehoben. Dieses war eine Lösung, die auch den römischen Imperator Julius Cäsar sehr beeindruckte. Als er im Jahr 46 vor Christus den mehr oder weniger konfusen willkürlichen römischen Kalender reformierte, griff er auf die ägyptische Lösung zurück, hinterließ damit aber seinen Nachkommen ein anders Problem. Zwar konnte man den Julianischen Kalender wie er auch genannt wird, der nach dem ersten Mann in Rom benannt wurde, schon als genial bezeichnen, leider war dieser nicht ganz perfekt. Es genügte aber nicht 6

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alle 4 Jahre ein Schaltjahr einzuführen. Dann nämlich würde man viel von der verloren Zeit aufholen, und die Jahreszeiten drohten sich zu verschieben, mit nicht unerheblichen Folgen. So dass sich verschieden Feste im Laufe des Kalenderjahres verschieben würden. Wolle man also Ostern nicht zur Weihnachtszeit feiern, müsste es auf lange Sicht also eine Lösung geben. Allerdings ist es so tatsächlich passiert und bis 1582 gab es die einfache Vier-Jahres Regel- begann der Frühling zu früh! Es mussten von daher neue Regeln her bis schließlich Papst Gregor der XII. (1502 -1585) eine erneute Kalenderreform veranlasste, die er am 24.02.1582 offiziell verkündete. Die Astronomen des Papstes hatten die über Jahrhunderte hinweg mitgeschleppten Minuten Regelung aus dem Kalender gestrichen. Damit sich das „Minuten-Malheur„ sich in den nächsten Jahrhunderten nicht wieder holte, tragen die päpstlichen gelehrten zusätzliche Vorkehrungen. So bestimmen sie unter anderem, dass von den nachfolgenden Jahrhundertwenden nur solche ein Schaltjahr sein sollten, deren erste beiden Ziffern durch vier teilbar sind. Demnach erhielten die eigentlichen Schaltjahre wie oben schon einmal beschrienen keinen Schalttag. Das Jahr 2000 hatte dagegen einen 29. Februar im Kalender Ka Februar 2020 Nr. Mo Di Mi Do Fr Sa So 5 12 6 3456789 7 10 11 12 13 14 15 16 8 17 18 19 20 21 22 23 9 24 25 26 27 28 29 In vier Jahre 2020 gibt es wieder das nächste Schaltjahr. Ich hoffe etwas Licht ins Dunkel des 29.02.2016 gebracht zu haben. Ihr Herbert V. Freier Mitarbeiter im Haus Müller 7

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„Ei“frige Ostervorbereitungen Echte Handarbeit waren auch in diesem Jahr die Ostereier. Nicht weniger als 180 gekochte Eier wurden in zwei Etappen von den fleißigen Helfen bunt eingefärbt. Die Zeiten von Pinsel und Malfarbe zur Verschönerung der Eier sind im Haus Müller schon seit Jahren längst vorbei. Benötigt wurden im Haus Müller nur Einweg-Handschuhe und die Eierfarben. Mit einem Klecks der Farbe in der behandschuhten Hand werden dann die gekochten Eier solange in der Hand gedreht bis jedes Ei eine individuelle Färbung bekommen hatte. Am Ostersonntag konnte sich dann jeder Bewohner über ein Osterkörbchen mit selbstgefärbten Eiern und einigen Leckereien freuen. 8

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Probefahrt im Bürgerbus Mitte März fand die erste Testfahrt mit dem Bürgerbus statt. Erklärtes Ziel des Ausflugs war Körbecke mit den dortigen Supermärkten. In Körbecke angekommen wurde erst zur Stärkung ein Café besucht und im Anschluss daran wurde der Supermarkt „gestürmt“. Besonders Süßigkeiten erfreuten sich hier großer Beliebtheit und wurden vielfach gekauft. Als besondere Überraschung gab es auf der Rückfahrt im Bürgerbus noch eine kleine Erkundungs-Tour rund um den Möhnesee. Der Bürgerbus hält an der Haltestelle direkt vor dem Haus Müller und fährt regelmäßig verschiedene Linien im Bereich Möhnesee. 9

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Kapelle mit neuem Altar Nach langem geduldigen Suchen ist es Herrn Franz Georg Müller gelungen, aus einem Kirchendepot des Erzbistums Paderborn einen schlichten „Blockalter“, der früher in einer Kirche im Erzbistum Paderborn stand, zu erwerben. Durch die Profanierung (Entweihung) der Kirche wurde auch der Altar nicht mehr gebraucht und hat auf diese Weise einen neuen schönen Standort in unserer Hauskapelle gefunden. Somit konnte der einfache Tisch der bisher als Altar diente und nur vorübergehend dort stehen sollte entfernt werden. Unsere Kapelle kommt einem liturgischen Raum immer näher. Der „neue“ Altar ist nurmehr gesehen der Mittelpunkt und soll als Symbol Christus darstellen (*LL 1989). In der katholischen Kirche wird während der heiligen Messe auf dem Altar der auch ein Opfertisch darstellen soll ein kleines Altartuch ausgebreitet, auf das die Gaben Brot und Wein gestellt werden. Diese werden bei der Wandlung in Leib und Blut Christi verwandelt (rein äußerlich bleiben sie Brot und Wein). Als weiteres sind dort (meist zwei) Kerzen, ein Kreuz und das Messbuch, aus dem der Priester die heilige Messe oder Eucharistiefeier liest. Oder bei einem Wortgottesdienst der in vielen Kirchengemeinden schon Einzug gehalten hat, wird der Altar als Mahltisch genutzt. Daher ist der Altar gleichzeitig Opfertisch und Mahltisch, weil geopfert wird und die Gläubigen Mahl halten. Andere christliche Gemeinschaften halten nicht bei jedem Gottesdienst ein Mahl (das Abendmahl), und sie sehen es auch nicht als Vergegenwärtigung des Opfers Christi an, sondern als eine Art Erinnerung und Symbol. Der Altar (lat. alter are = altare = erhöhen) ist als Ort der Eucharistiefeier der Mittelpunkt jedes christlichen Gotteshauses. In der Eucharistie (griech. = Danksagung) wird das von Christus selbst eingesetzte Mahl mit Brot und Wein, deshalb auch "Herrenmahl" 10

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genannt, zum Gedächtnis an seine Leiden, seine Auferstehung und seine Himmelfahrt gefeiert. Brot und Wein hatte Jesus beim letzten Abendmahl seinen Jüngern gereicht. Zur Eucharistiefeier konnte zunächst jeder beliebige Tisch dienen, doch bereits im 4. Jahrhundert wurde der Altar ein fester und unverrückbarer Bestandteil des christlichen Kultraumes. Nach den Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen und der Arbeitshilfe Liturgie und Bild der dt. Bischofskonferenz (*LL 1989) ist der Altar zugleich Tisch des Opfers und des österlichen Mahles; die Grundgestalt eines Altares ist der Tisch (*LL 5.2). Auf der Frontseite des Altares ist das Christusmonogramm zusehen. Die ineinander stehenden Buchstaben X und P. Diese werden oft am häufigsten in den Darstellungen gebraucht als Christussymbol. Schon die ersten Christen zeugten mit den ersten beiden Buchstaben des Wortes „Christus“ – der Gesalbte – ihren Glauben an Jesus Christus. Zudem benutzten sie auch noch die Buchstaben als geheimes Erkennungszeichen, besonders während der Zeit der Verfolgung. Das griechische „Ch“ ist ein Buchstabe und sieht aus wie in unser lateinisches X. Der griechische Buchstabe “R“ sieht aus wie das lateinische P. Die lateinischen PX liest man als PAX, was Friede bedeutet. Pater Willi Heck von der kath. Kirchengemeinde Pfarrei zum Guten Hirten hat in der voll besetzten Hauskapelle mit den Bewohnerinnen aus dem Haus Müller in Günne einen festlichen Ostergottesdienst gehalten und mit den BewohnerInnen während des Gottesdienstes altbekannte kirchliche Osterlieder gesungen. Nach dem doch sehr festlich gestalteten Gottesdienst bedanken sie BewohnerInnen danach einzeln bei Pater Willi und freuen sich schon jetzt auf die nächste Euchariestiefeier mit ihm. *Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen der dt. Bischofskonferenz 2002 (LL) 11

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Kulinarische Schnappschüsse Hier werden aus Schokoladen-Osterhasen köstliche Choco-Crossies Pilze „aus der großen Pfanne“ waren wieder ein Renner 12

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Günne und Brüningsen in früherer Zeit Schützenfest von Karl-Heinz Wilmes In Westfalen beginnen im Mai die Schützenfeste. So feiert auch die Schützenbruderschaft St. Antonius Günne in jedem Jahr ihr Schützenfest nach alter Tradition immer am Zweiten Sonntag im Juli. Jedes Jahr freut sich das ganze Dorf auf dieses schöne Fest. Die heutigen Schützenfeste sind allen in Erinnerung. Wie wurden aber die Schützenfeste früher gefeiert? Zunächst muss man wissen, dass die Schützenbruderschaft vor dem Jahr 1900 aus mehreren Dörfern bestand und einen anderen Namen hatte. Im Jahr 1859 war ihr Name Schützengesellschaft „Günne, Delecke, Westricher Schützenverein“. Ein Festplatz befand sich bereits ab 1862 im Möhnetal. (Gelände etwa zwischen Sportplatz und LIZ.) Es gab ein kleines Festzelt, später wurde dort zusätzlich eine Trinkhalle gebaut. Festteilnehmer von Delecke, Westrich und Kettlersteich mussten einige Kilometer wandern, wenn sie an allen Festtagen mitfeiern wollten. Das wurde gerne in Kauf genommen. Auf einigen Königsorden vor 1900 sind die Namen von Königspaaren aus Delecke, Drüggelte, Kettlersteich und Westrich eingraviert. Die schriftlichen Unterlagen aus dieser Zeit sind mit der Möhnekatastrophe vernichtet worden. 1882 gründete sich der Schützenverein „Delecke, Westrich und Kettlersteich“. Vermutlich wurde in dieser Zeit auch die Schützengesellschaft Günne umbenannt. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg gab es Überlegungen die Trinkhalle durch den Neubau einer größeren Halle zu ersetzen. Gebaut wurde diese Halle aber erst 1921. Nach mündlichen Überlieferungen wurden bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges in der Halle und auf dem Platz mit seinen mächtigen Kastanien im Möhnetal wunderschöne Feste gefeiert. Die Halle wurde 1943 durch die Möhnekatastrophe komplett zerstört. Auch vor 100 Jahren wurde schon an drei Tagen mit Festumzügen und Musikkapelle gefeiert. Allerdings waren die Festumzüge im Stil der damaligen Zeit gestaltet. Ein Foto von 1925 zeigt die Abholung des Königs in der Straße „Im Grund“ in der Nähe der kath. Kirche. 13

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Ebenfalls zur Tradition gehörte das Vogelschießen am Montag des Schützenfestes. Die Vogelstange war nicht auf dem Festplatz im Möhnetal sondern am südlichen Rande des heutigen Ausgleichsweihers. Die Schützen mussten also zum Vogelschießen marschieren. Eine Verordnung von 1824 beschreibt diese Zeremonie. Am Tage des Vogelschießens versammelt sich die Gesellschaft, nach einem mit der Trommel gegebenen Zeichen, auf dem Schützenplatze. Nachdem der Hauptmann durch die Führer und erwählten Aufseher die Gewehre hat visitieren lassen, verordnet er den Auszug Ein erstes Foto hierzu mit der Parade an der Möhnebrücke entstand 1920. Damals hatten auch noch alle Schützen eigene Gewehre. Nach dem Vogelschießen . . der neue König vom Hauptmann mit dem Ehrenzeichen geziert wird, und hierauf marschiert in vorgedachter Ordnung, vor allem mit ungeladenen Gewehren die Kompag- nie nach dem Schützenplatze zurück . Das Fest endete dann mit einem Festball und dem neuen Königspaar in den frühen Morgenstunden des Dienstag. Auflösung Preisrätsel In der letzten Hauszeitung haben sich 11 Schmetterlinge versteckt. Eine Waffel im Restaurant Lago hat Frau Monika H. gewonnen. Wir wünschen guten Appetit! 14

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Modenschau Wenn das Frühjahr vor der Tür steht, steigt die Lust sich mal wieder neu einzukleiden. So ging es wohl vielen Bewohnern des Haus Müller, denn als Anfang März die Modenschau stattfand war diese gut besucht. Im Foyer tummelten sich schon vor der Modenschau am Nachmittag zahlreiche neugierige Besucher, die gern zwischen Hosen, Röcken, Blusen und anderen Kleidungsstücken stöbern wollten. Um kurz nach 15:00 Uhr begann dann die tatsächliche Modenschau. Wie immer kamen die Modelle aus den eigenen Reihen des Haus Müller. Routiniert wurde die aktuelle Mode präsentiert und auch der Wechsel der Outfits ging wie immer flott von statten. Jedes Modell präsentierte bis zu drei verschiedene Kombinationen, die für jede Gelegenheit das passende Outfit darstellten. Von sportlich über elegant bis funktional war alles dabei. Nach der Modenschau konnte weiter gestöbert und gekauft werden. 15

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