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economic research megatrends chancen und risiken für kmu forum zukunft kmu 2008
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impressum herausgeber credit suisse economic research uetlibergstrasse 231 ch-8070 zürich kontakt branchen.economicresearch@credit-suisse.com telefon 41 44 334 74 19 autoren christian etzensperger elke frost frédéric junod claude maurer martin neff layout credit suisse economic research bonani ag visuelle kommunikation worb bilder credit suisse lesbarkeit im sinne der lesbarkeit verwenden wir bei gewissen begriffen nur die männliche form druck ud print ag luzern redaktionsschluss 28 april 2008 bestellungen direkt bei ihrem kundenberater oder bei jeder credit suisse geschäftsstelle einzelexemplare über ebic daniel.challandes@credit-suisse.com intern via netshop mit mat nr 1501741 besuchen sie uns im internet www.credit-suisse.com/research dieses dokument wurde vom economic research der credit suisse hergestellt und ist nicht das ergebnis einer/unserer finanzanalyse daher finden die «richtlinien zur sicherstellung der unabhängigkeit der finanzanalyse» der schweizerischen bankiervereinigung auf vorliegendes dokument keine anwendung diese publikation dient nur zu informationszwecken die darin vertretenen ansichten sind diejenigen des economic research der credit suisse zum zeitpunkt der drucklegung Änderungen bleiben vorbehalten die publikation darf mit quellenangabe zitiert werden copyright 2008 credit suisse.
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inhalt impressum inhalt vorwort die zukünftigen megatrends auf einen blick zusammenfassung der umfrageergebnisse technologischer fortschritt forschungsdisziplinen verschmelzen wertewandel individualisierung auf dem vormarsch globalisierung arbeitsteilung dank container und internet demographie die alterspyramide steht nahezu kopf ressourcenknappheit energieeffizienz vs rohstoffhunger schwerpunktthema wissensgesellschaft produktionsfaktor wissen wo entsteht wissen im unternehmen wie entsteht wissen im unternehmen wissensmanagement im unternehmen ausgewählte handlungsempfehlungen 2 3 4 5 6 8 10 12 14 16 18 20 21 24 26 3
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vorwort was ist zukunft hoffentlich nicht etwas das schon da ist bevor wir damit rechnen nachhaltig erfolg haben diejenigen unternehmen die sich am besten an veränderungen anpassen wer früher als andere neue attraktive geschäftsmöglichkeiten entdeckt kann wachstumsstarke nischen besetzen genau hier liegt der zentrale wettbewerbsvorteil der kmu dank ihrer flexibilität und kurzer entscheidungswege können sie ihre ressourcen rasch auf vielversprechende chancen fokussieren voraussetzung dafür ist die für das eigene geschäft relevanten zukunftsfaktoren zu identifizieren und regelmässig im auge zu behalten megatrends sind ein wichtiger baustein dazu da sie die langfristige und nachhaltige entwicklung unserer gesellschaft bestimmen zum zweiten mal präsentieren wir ihnen die studie «megatrends chancen und risiken für kmu» 1600 kmu-unternehmer aus allen landesteilen und branchen haben dieses jahr ihre zukunftseinschätzungen mit uns geteilt ihnen gebührt unser dank sie haben gezeigt dass sie sich über das tagesgeschäft hinaus mit ihrer zukunft befassen neue chancen aufspüren und sie in innovative produkte und lösungen umsetzen wollen die publikation der umfrageergebnisse 2007 hat bei kmu und medien landesweit reges interesse gefunden und eine intensive diskussion ausgelöst eine solch breite auseinandersetzung mit wichtigen zukunftsthemen in gang zu bringen war unser ziel und ist es auch für die studie 2008 die credit suisse engagiert sich damit für wettbewerbsstarke schweizer kmu heute und in zukunft in der studie werden die sechs megatrends technologischer fortschritt wertewandel globalisierung demographie ressourcenknappheit und wissensgesellschaft vorgestellt hierzu wird die entwicklung des entsprechenden megatrends anhand von beispielen aus der vergangenheit veranschaulicht anschliessend lassen wir den blick in die zukunft schweifen zu jedem megatrend präsentieren wir die entsprechenden umfrageergebnisse diesjähriges schwerpunktthema der studie ist die «wissensgesellschaft» aus der perspektive der unternehmen werden die wissensentstehung und das wissensmanagement vertieft behandelt wir wünschen ihnen eine anregende lektüre und danken allen mitwirkenden hans baumgartner leiter firmenkunden schweiz kmu 4
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megatrends die zukünftigen megatrends auf einen blick megatrends sind keine modeerscheinungen sie verändern wirtschaft und gesellschaft nachhaltig die credit suisse betrachtet die megatrends gezielt aus dem blickwinkel der kleinen und mittleren unternehmen kmu welche megatrends sind für die kmu in den kommenden jahren relevant welche zukünftigen chancen und risiken ergeben sich hieraus kmu bewerten die megatrends der zukunft die beantwortung dieser fragen überlassen wir den kmu denn sie sind schliesslich die betroffenen zudem nehmen unternehmen mit bis zu 250 beschäftigten in unserer volkswirtschaft eine dominante stellung ein die credit suisse befragt die kmu nun schon zum zweiten mal wie sie die sechs megatrends technologischer fortschritt wertewandel globalisierung demographie ressourcenknappheit und wissensgesellschaft bewerten der megatrend wissensgesellschaft bildet dabei das schwerpunktthema und wird vertieft behandelt knapp 1600 unternehmen füllten die diesjährige umfrage des credit suisse economic research aus die verteilung der antworten repräsentiert annährend die branchenstruktur der schweiz wobei die branchen des sekundären sektors tendenziell übervertreten sind optimistische kmu unsere umfrage zeigt dass die zukunft für die kmu mehr chancen als risiken birgt 52 vorjahr 48 der kmu bewerten die auswirkungen der sechs megatrends zusammengenommen als chancenreich für knapp 25 vorjahr 29 überwiegen die risiken dies ergibt per saldo chancen minus risiken einen Überhang an optimistischen antworten von 27 vorjahr 19 chancen im technologischen fortschritt sorgen um die ressourcenknappheit der megatrend des technologischen fortschritts wird am chancenreichsten eingeschätzt doch auch die wissensgesellschaft wird klar als positiver megatrend taxiert den wertewandel sowie die globalisierung bewertet eine mehrheit der kmu als chance schwach positiv fällt das urteil zur demographie aus dagegen orten die kmu hinsichtlich der ressourcenknappheit überwiegend risiken chancen und risiken der megatrends in prozent technologie wissensgesellschaft wertewandel globalisierung demographie ressourcenknappheit 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 weder noch eher risiken eher chancen quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 saldo aller megatrends 27 stimmungsaufschwung bezüglich globalisierung die einschätzungen der kmu variieren im vergleich zur letztjährigen umfrage nicht stark lediglich die globalisierung wird in der aktuellen umfrage deutlich optimistischer eingeschätzt als letztes jahr 2007 wurde sie noch überwiegend als risiko gesehen 2008 sind nun aber die optimisten in der Überzahl die gute wirtschaftslage und die tatsache dass viele unternehmen angesichts des ausgetrockneten schweizer arbeitsmarkts personal nur aus dem ausland rekrutieren konnten dürften diesen stimmungsaufschwung mit beeinflusst haben 5
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zusammenfassung der umfrageergebnisse optimistische dienstleister sowie «polentagraben» zwischen den sprachregionen informationen zur umfrage der saldo errechnet sich wie folgt anteil der kmu in prozent vom total aller antworten welche chancen im jeweiligen megatrend erkennen minus anteil der kmu welche risiken sehen die «weder-noch»-antworten fliessen nicht in die berechnung ein zur berechnung des saldos aller megatrends werden alle antworten aufsummiert für 52 der kmu überwiegen die chancen für 25 die risiken und die übrigen 23 kreuzten «weder noch» an der saldo beträgt somit 52 25 27 die aktuelle umfrage des credit suisse economic research haben knapp 1600 kleine und mittelgrosse unternehmen beantwortet die umfrage wurde mittels fragebogen im februar 2008 durchgeführt die verteilung der antworten repräsentiert annährend die branchenstruktur und die regionen der schweiz wobei die branchen des sekundären sektors leicht übervertreten sind die umfrage wurde 2008 via versandte fragebogen und 2007 via internet durchgeführt industrie weniger optimistisch als dienstleister betrachtet man die ergebnisse nach sektoren zeigt sich dass der tertiäre sektor auch in der diesjährigen umfrage insgesamt optimistischer in die zukunft blickt als der sekundäre sektor die branchen des tertiären sektors handel und verkehr tourismus und unterhaltung gesundheits sozial und bildungswesen unternehmensbezogene sowie persönliche dienstleistungen beurteilen vor allem den wertewandel sowie die demographie deutlich optimistischer als diejenigen des sekundären sektors investitionsgüterindustrie gewerbe übrige industrie und bau für die dienstleistungsbranchen überwiegt offenbar das potenzial für innovationen für den sekundären sektor steht die verknappung auf dem arbeitsmarkt im vordergrund auch bezüglich der globalisierung sehen die dienstleister mehr chancen als die industrie und der bau während sich die einschätzungen hinsichtlich der wissensgesellschaft und des technologischen fortschritts nur unwesentlich unterscheiden die ressourcenknappheit wiederum bereitet beiden sektoren sorgen dem sekundären aber weniger als dem tertiären die einschätzungen innerhalb des tertiären sektors divergieren relativ stark branchen investitionsgüterindustrie metall fahrzeug und maschinenbau herstellung von elektrogeräten und kunststoffwaren feinmechanik chemie gewerbe übrige industrie nahrungsmittelproduktion holz und papierindustrie druck und verlag möbel und schmuckherstellung recycling bau hoch und tiefbau ausbaugewerbe bauinstallationen handel verkehr detail und grosshandel autogewerbe personenund gütertransport reisebüros tourismus unterhaltung kulturveranstalter hotels restaurants gesundheits sozial und bildungswesen Ärzte therapeuten spitäler heime krippen schulen unternehmensbezogene dienstleistungen informatik beratung kommunikation architekten und ingenieure immobilienwesen persönliche dienstleistungen coiffeure kosmetikstudios reinigungsunternehmen fitnesszentren banken und versicherungen wurden in der umfrage nicht berücksichtigt megatrends sekundärer vs tertiärer sektor saldo von chancen minus risiken dunkle fläche chancen überwiegen helle fläche risiken überwiegen chancen überwiegen technologie risiken überwiegen sekundärer sektor tertiärer sektor ressourcenknappheit wissensgesellschaft demographie globalisierung wertewandel quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 branchenverteilung der kmu-umfrage 2008 in prozent 30 25 investitionsgüterindustrie gewerbe übrige industrie 20 bau 15 handel verkehr tourismus unterhaltung 10 gesundheits sozial bildungswesen unternehmensbezogene dl 5 persönliche dl 0 wirtschaftsstruktur verteilung kmu-umfrage «polentagraben» zwischen den sprachregionen der saldo aller megatrends ist im tessin signifikant tiefer als der jeweilige in der romandie und in der deutschschweiz die tessiner kmu machen sich grössere sorgen um die auswirkungen der demographie und der ressourcenknappheit die demographische alterung ist im tessin bereits weiter fortgeschritten was möglicherweise die kritischere einschätzung erklärt hinsichtlich der ressourcenknappheit lässt sich jedoch weder aus der regionalen konjunkturentwicklung noch aus der wirtschaftsstruktur eine plausible erklärung ableiten der kleine röstigraben welcher 2007 noch sichtbar war ist durch den positiven stimmungsumschwung in der romandie bezüglich der globalisierung verschwunden quelle bfs credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 6
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zusammenfassung der umfrageergebnisse ungenutztes potenzial bei mitarbeitenden und prozessen schwerpunktthema wissensgesellschaft der megatrend wissensgesellschaft stimmt die kmu optimistisch wir haben nachgefragt wie die unternehmen mit dem diesjährigen schwerpunktthema im alltag umgehen befragt wurden die kmu zur wissensentstehung und zum wissensmanagement wie unsere umfrage zeigt stellen die kmu ihr licht scheinbar unter den scheffel auf die frage ob sie innovationen hervorbringen antworten 30 mit «nein praktisch nie» nur zwei drittel aller unternehmen halten sich für innovativ zudem ist die wissensentstehung in vielen kmu immer noch chefsache der fokus liegt überwiegend auf den produktinnovationen das potenzial der mitarbeitenden und der prozessinnovationen wird generell unterschätzt die wichtigste triebfeder für innovationen ist laut umfrage die verbesserung der qualität von produkten und dienstleistungen wovon man sich einen höheren umsatz verspricht der wettbewerb mit der inländischen konkurrenz und der kostendruck stehen an zweiter bzw dritter stelle nur wenige kmu fürchten einen kundenverlust wenn sie nicht mit innovationen aufwarten können zwei drittel der kmu informieren sich laufend über neuerungen auf dem markt die kmu des tertiären sektors setzen stärker auf spontane verbesserungen und schaffen gezielt freiräume für ideen der mitarbeitenden im sekundären sektor sind dafür klassische f&e-abteilungen weiter verbreitet bringt ihr unternehmen innovationen hervor in prozent 0 10 20 30 40 50 ja regelmässig ja ab und zu nein praktisch nie quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 7
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technologischer fortschritt technologischer fortschritt forschungsdisziplinen verschmelzen unter dem technologischen fortschritt verstehen wir sämtliche neuerungen die eine steigerung der menge und/oder qualität von produkten und produktionsprozessen bei gleich bleibendem oder tieferem ressourceneinsatz ermöglichen miniaturisierung und beschleunigung erinnern sie sich noch 1992 wurde mit dem natel-d-netz das mobiltelefon hierzulande salonfähig dasselbe galt ab mitte der 90er-jahre für die internetanschlüsse und seit 2000 lässt sich mit schnellen breitband-internetverbindungen beliebig durch die virtuelle welt surfen diese errungenschaften der informationsund kommunikationstechnologien ikt sind nur wenige jahre nach ihrer einführung nicht mehr aus dem alltag wegzudenken möglich machten diese errungenschaften die fortschritte in der elektronik die elektronik erlebte eine enorme miniaturisierung vor gut 20 jahren präsentierte das ibm-labor erstmals einen daumennagelgrossen chip auf dem mehr als eine million transistoren platziert waren mittlerweile tummelt sich die gleiche anzahl transistoren auf weniger fläche als ein i-punkt in diesem text einnimmt der technologische fortschritt hat sich beschleunigt und folglich veralten neuerungen immer schneller der produktlebenszyklus einer mechanischen schreibmaschine lag beispielsweise noch bei 25 jahren bei der elektronischen schreibmaschine verkürzte er sich auf fünf jahre bei den heute gebräuchlichen nachfolgern wie notebooks blackberrys oder iphones sinkt der produktlebenszyklus auf weniger als ein jahr der technologische fortschritt kennt zudem keine geographischen grenzen mehr in der elektronik dauert es inzwischen bloss einige monate bis z b chinesische wettbewerber eine kostengünstige kopie einer neuerung auf den weltmarkt bringen interdisziplinärer vorstoss in die welt der atome die miniaturisierung erreicht nie für möglich gehaltene dimensionen die nanotechnologie könnte zu einer der wichtigsten triebfedern des technologischen fortschritts im 21 jahrhundert werden das vordringen in die nanowelt wurde durch for8 schungsresultate in verschiedenen disziplinen ermöglicht so etwa der physik der chemie und der molekularbiologie das verschmelzen dieser forschungsdisziplinen ist der nährboden für zahlreiche zukünftige anwendungen das derzeitige frühstadium der nanotechnologie deutet bereits auf deren grosse anwendungsbreite im industriellen bereich hin seien dies beispielsweise kratzfeste lacke computerspeicher mit immenser kapazität und genaustens kontrollierte transporte von medikamenten zu zielorten im menschlichen körper oder um bei der informations und kommunikationstechnologie zu bleiben unsere mobilen kommunikationsgeräte werden noch mobiler sobald sie sich selber über hauchdünne nano solarzellen autonom mit energie versorgen die nanotechnologie ist nur ein beispiel wie das verschmelzen verschiedener forschungsdisziplinen eine technologie in neue dimensionen vordringen lässt auch andere wissenschaften werden künftig verschmelzen so verschmilzt beispielsweise bereits heute die elektronik mit der optik optronic mit der mechanik auf mikrotechnischer ebene mechatronic und mit der biologie biotronic ebenso sind die durchbrüche bei der kartierung und identifizierung des menschlichen genoms ergebnis der verschmelzung von informatik und gentechnologie ein nanometer entspricht einem milliardstelmeter oder bildlich dem grössenverhältnis einer haselnuss zum erdball
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technologischer fortschritt umfrage technologischer fortschritt als chance für die kmu stellt der technologische fortschritt eine chance oder ein risiko für ihre firma dar in prozent 60 50 40 30 20 10 0 grosses risiko kleines risiko weder noch kleine chance grosse chance 60 60 40 20 sämtliche branchen sind sehr optimistisch unisono bewerten alle branchen den technologischen fortschritt als eine sehr positive entwicklung am zuversichtlichsten eingestellt ist die investitionsgüterindustrie der Überhang an unternehmen welche mehrheitlich chancen erkennen beträgt in dieser branche 87 am wenigsten optimismus zeigen die persönlichen dienstleistungen doch selbst hier beträgt der Überhang an optimistischen unternehmen knapp 60 die unterschiede zwischen den übrigen branchen beschränken sich somit auf nuancen technologischer fortschritt sprachregionen saldo von chancen minus risiken in prozent quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 +7 2 saldo technologischer fortschritt 75 +81 kein anderer megatrend wird derart optimistisch bewertet wie der technologische fortschritt mehr als 80 vorjahr 62 der schweizer kmu betrachten gemäss umfrage den technologischen fortschritt als chance lediglich sechs von hundert unternehmen bewerten diesen megatrend als risiko die restlichen gut 10 vorjahr 14 der kmu sind neutral in ihrer einschätzung per saldo resultiert für diesen megatrend ein Überhang von 75 optimistischer kmu vorjahr 48 keinem anderen megatrend wird mit so viel zuversicht begegnet die hochkonjunktur scheint den positiven eindruck verstärkt zu haben die optimistische einschätzung kann als indiz dafür gewertet werden dass die schweiz grundsätzlich ein gutes umfeld für den technologischen fortschritt bietet +82 0 20 40 quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 die gesamte schweiz vertraut dem technologischen fortschritt in allen sprachregionen ist der saldo des technologischen fortschritts positiv derjenige der deutschschweiz aber leicht unterdurchschnittlich die tessiner kmu welche bezüglich der übrigen megatrends tendenziell etwas skeptischer sind erkennen im technologischen fortschritt am meisten chancen technologischer fortschritt branchen saldo von chancen minus risiken dunkle fläche chancen überwiegen helle fläche risiken überwiegen investitionsgüterindustrie persönliche dl bau chancen überwiegen risiken überwiegen unternehmensbezogene dl gewerbe übrige industrie gesundheits sozial bildungswesen tourismus unterhaltung handel verkehr quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 9
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wertewandel wertewandel individualisierung auf dem vormarsch der wertewandel beschreibt die veränderung der gesellschaftlichen und individuellen normen und wertvorstellungen individuelle konsumenten und mitarbeitende produktelinien wie m-budget prix garantie sélection oder fine food sind zeugen des wandels in unserem konsumverhalten diese produktelinien haben sich rasant verbreitet denn sie treffen den puls des modernen konsumenten dieser will sowohl luxus als auch budget er verhält sich hybrid der hybride konsument der auf dem nachhausewege mit seinem audi der luxusklasse bei aldi ein paar schnäppchen ergattert wurde zum sinnbild unseres konsums die schnäppchenjagd ist salonfähig geworden wie das umsatzwachstum der discounter zeigt gleichzeitig ist luxus ein dauerbrenner und dies besonders ausgeprägt in der hochkonjunktur die individualisierung der nachfrage spiegelt sich in einer zunahme der zur auswahl stehenden produkte und dienstleistungen wider nicht nur im supermarkt sondern auch beim telefonanbieter beim friseur oder in der berufsausbildung die individualisierung hinterlässt ihre spuren auf dem arbeitsmarkt die bindung ans unternehmen wie sie unsere grosseltern und eltern noch kannten hat sich in den vergangenen jahren merklich gelockert die fluktuationsrate ist um einiges höher als früher wenn auch die konjunktur immer wieder für gewisse schwankungen sorgt jährlich wechseln in der schweiz mittlerweile fast 300 000 erwerbstätige ihren arbeitsplatz die hälfte davon verlässt ihre angestammte branche auch die familienstrukturen haben sich verändert die klassische familie mit mehreren kindern ist mehr und mehr ein auslaufmodell und durch doppelverdiener singlehaushalte oder patchworkfamilien abgelöst worden die weibliche erwerbsquote ist gestiegen wenn auch langsam und vorwiegend im teilzeitbereich krippen tagesmütter und die väter haben einen grösseren anteil an der kinderbetreuung übernommen individualisierung auch in zukunft die vielfalt der produkte und dienstleistungen wird in zukunft weiter zunehmen die individualisierung kennt kaum grenzen insbesondere die bereits heute sichtbare entwicklung hin zu «einfacheren» bzw zu regionalen produkten führt zu einer ausweitung des sortiments bzw zu neuen ladenkonzepten die arbeitswelt in der zukünftigen wissensgesellschaft wird zu einem sammelsurium aus arbeitseinsätzen bei verschiedenen arbeitgebern weiterbildungen und erhöhten freizeitansprüchen der «wissensarbeiter» der zukunft arbeitet vermehrt als freelance oder auf abruf die heute noch dominierende festanstellung verliert an bedeutung arbeit und freizeit verschmelzen zunehmend nährboden dieser verschmelzung ist der technologische fortschritt der moderne erwerbstätige ist dank mobiler kommunikationsmittel auch in der freizeit für sein unternehmen jederzeit erreichbar der technologische fortschritt wirkt sich auch auf die weitere individualisierung der familienformen aus beispielsweise ermöglichen die fortschritte sowie die grössere akzeptanz der fortpflanzungsmedizin zukünftig eine genau getimte familienplanung die möglichkeiten zur individuelleren lebensgestaltung nehmen laufend zu gleichzeitig dürfte sich aber auch der wunsch nach geborgenheit und traditionellen werten verstärken den nährboden der individualisierung bilden die wissensgesellschaft und der technologische fortschritt 10
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wertewandel umfrage wertewandel schafft nischen für kmu stellt der wertewandel eine chance oder ein risiko für ihre firma dar in prozent 35 30 25 20 15 10 5 0 tungsbranche sowie in den unternehmensbezogenen dienstleistungen liegt dieser wert bei einem drittel im handel und verkehr bei einem fünftel dagegen sehen die branchen des sekundären sektors durchaus auch risiken auf sich zukommen in der investitionsgüterindustrie im gewerbe und in der übrigen industrie sowie im bau liegt der saldo der zukunftsoptimisten unter 10 chancen der vielfalt die persönlichen dienstleistungen sowie das gesundheits sozial und bildungswesen profitieren durch die zunehmende arbeitsteilung von diversen neuen betätigungsfeldern in der gesellschaft und der familie die steigende vielfalt der nachfrage eröffnet hauptsächlich den kundennahen kmu neue geschäftsfelder die positive einschätzung des tourismus und der unterhaltung erstaunt nicht eine von iglugraben bis luxuswellness reichende freizeitnachfrage eröffnet diverse verdienstmöglichkeiten in lukrativen nischen grosses risiko kleines risiko weder noch kleine chance grosse chance quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 saldo wertewandel 22 gemäss umfrage wird der wertewandel per saldo von 22 der kmu überwiegend als chance eingestuft vorjahr 24 beinahe jede zweite kmu bewertet den megatrend optimistisch knapp ein viertel erkennt im wertewandel mehr risiken annähernd ein drittel gibt an dass die veränderungen der gesellschaftlichen und individuellen normen und wertvorstellungen weder chance noch risiko für das unternehmen darstellen viele kmu sind demnach unschlüssig bezüglich dieses facettenreichen megatrends wertewandel sprachregionen saldo von chancen minus risiken in prozent 60 60 40 20 +25 +22 +4 0 20 40 quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 wertewandel branchen saldo von chancen minus risiken dunkle fläche chancen überwiegen helle fläche risiken überwiegen investitionsgüterindustrie persönliche dl bau chancen überwiegen risiken überwiegen unternehmensbezogene dl gewerbe übrige industrie gesundheits sozial bildungswesen tourismus unterhaltung handel verkehr tessiner kritischer in der einschätzung des wertewandels in allen sprachregionen ist der saldo der einschätzung positiv im tessin liegt er jedoch signifikant unter dem schweizer durchschnitt der wertewandel ist ein vielfältiges phänomen entsprechend unterschiedlich können die gründe für die abweichende beurteilung durch die tessiner unternehmen sein weder aus der wirtschaftsstruktur noch aus der regionalen konjunkturellen entwicklung lassen sich jedenfalls stichhaltige erklärungen dafür finden eventuell ist aber die im durchschnitt etwas ältere bevölkerung ein grund dafür quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 für sämtliche branchen überwiegen die chancen alle branchen sehen den wertewandel überwiegend als chance nur das ausmass des optimismus variiert für sämtliche dienstleistungsbranchen überwiegen die chancen deutlich der Überhang an optimistischen kmu beträgt bei den persönlichen dienstleistungen und dem gesundheits sozial und bildungswesen sogar beinahe 50 im tourismus und in der unterhal11
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globalisierung globalisierung arbeitsteilung dank container und internet unter globalisierung versteht man die zunehmende internationale verflechtung von wirtschaft politik kultur umwelt kommunikation also nahezu aller bereiche unseres daseins der container als katalysator der globalisierung im güterhandel der container hat den weltweiten güterhandel revolutioniert die simplen stahlblechboxen sind quasi die verpackung der globalisierung geworden ohne container wären unsere t-shirts viel teurer erst das ausgeklügelte verlade und transportsystem des containers ermöglichte es die transportkosten zu marginalisieren lässt ein händler t-shirts aus china verschiffen schlägt die Überfahrt mit lediglich 2 rp pro kleidungsstück zu buche der container erlaubt somit eine effiziente internationale arbeitsteilung die erfolgsgeschichte der container begann vor rund 50 jahren mitte der 50er jahre waren gerade einmal 58 container unterwegs mittlerweile sind es weltweit ca 15 millionen container die jährlich 200 millionen fahrten absolvieren die bedeutung von china im globalen handel zeigt ein blick in die statistik der containerhäfen von den 25 grössten häfen der welt liegen 16 in asien davon 7 in china jede sekunde verlässt ein randvoll geladener container das reich der mitte die schweiz partizipiert seit jeher am welthandel und an dessen wachstumsdynamik «made in switzerland» ist weltweit gefragt mehr als jeder zweite franken wird heute im ausland verdient doch nicht nur die absatzmärkte vergrösserten sich stetig gleichzeitig stiegen auch die importe und damit der wettbewerbsdruck diesem intensiven wettbewerbsdruck verdanken die schweizer grösstenteils die kaufkraftschonende preisentwicklung der vergangenen jahre für zahlreiche unternehmen läuft er auf einen harten existenzkampf hinaus globale arbeitsteilung im dienstleistungssektor wird zunehmen das weltweite güterhandelsvolumen steigt auch zukünftig an die zukunft zunehmend prägen wird aber die globalisierung des dienstleistungssektors dienstleistungen verlieren mehr und mehr das merkmal der standortgebundenheit wer hätte z b noch vor 10 jahren beim anstehen am postschalter gedacht 12 dass wir unsere zahlungen bequem via internet überall auf der welt und rund um die uhr tätigen können oder dass unsere mobiltelefone keine geographischen grenzen mehr kennen werden die basis zur globalisierung der dienstleistungen liefert der technologische fortschritt in der informations und kommunikationstechnologie ikt nur durch sichere und zuverlässige kommunikationsmittel lassen sich dienstleistungen vom standort loslösen richtig in fahrt kommt die globalisierung der dienstleistungen jedoch erst mit einer steigenden bildung und mit stabilität in weiten teilen der welt zudem werden die dienstleistungsmärkte weiter liberalisiert wodurch eine effiziente aufteilung der wertschöpfungskette erst möglich wird bei den dienstleistungen steckt die globale optimierung der arbeitsteilung derzeit in den kinderschuhen das potenzial ist jedoch gross indische anwälte die verträge für grosse westliche anwaltskanzleien erarbeiten oder der zürcher flughafen welcher denjenigen im indischen bangalore nicht nur betreibt sondern sozusagen fernsteuert sind beispiele was in zukunft noch alles möglich sein wird containerbewegungen in den häfen in millionen 20-fuss-containern 500 450 400 350 300 250 200 150 100 50 0 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 quelle hafen hamburg marketing e.v.
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globalisierung umfrage kmu erkennen die chancen der globalisierung stellt die globalisierung eine chance oder ein risiko für ihre firma dar in prozent 30 globalisierung branchen saldo von chancen minus risiken dunkle fläche chancen überwiegen helle fläche risiken überwiegen chancen überwiegen investitionsgüterindustrie persönliche dl bau risiken überwiegen 25 20 15 unternehmensbezogene dl 10 gewerbe übrige industrie 5 0 gesundheits sozial bildungswesen handel verkehr tourismus unterhaltung grosses risiko kleines risiko weder noch kleine chance grosse chance quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 saldo globalisierung +16 chancen der globalisierung die globalisierung wird in unserer diesjährigen umfrage überwiegend als chance gesehen der Überhang an optimistischen unternehmen beträgt 16 dieser befund kontrastiert mit demjenigen der letztjährigen umfrage bei welcher die globalisierung noch als risiko eingeschätzt wurde saldo 2007 12 die gute konjunktur sowie die tatsache dass qualifiziertes personal infolge der knappheit auf dem schweizer arbeitsmarkt vielfach nur noch im ausland rekrutiert werden konnte dürfte für diesen umschwung verantwortlich gewesen sein alle branchen bis auf den bau sind positiv eingestellt für sämtliche branchen ausser dem bau überwiegen die chancen der optimismus besteht egal ob export oder binnenorientiert am optimistischsten sind die unternehmensbezogenen dienstleistungen diese binnenorientierte branche profitiert zwar nur indirekt über ihre auftraggeber von der guten exportkonjunktur der vergangenen jahre das grosse rekrutierungspotenzial im ausland wird jedoch zur linderung des arbeitskräftemangels gerne ausgeschöpft direkt am weltweiten investitionsboom partizipiert dagegen die investitionsgüterindustrie entsprechend optimistisch ist deren einschätzung ebenfalls gute geschäfte mit dem ausland tätigen der tourismus und die unterhaltungsbranche die logiernächte ausländischer gäste erreichten dank tiefem wechselkurs guter konjunktur und wetterglück spitzenwerte optimismus im handel und verkehr eher flau die branche handel und verkehr spürt den internationalen wettbewerbsdruck durch den eintritt von neuen konkurrenten unmittelbar z b im detailhandel mit den neuen anbietern aldi und lidl gleichzeitig ist jedoch gerade diese niedriglohnbranche auf ein möglichst grosses arbeitskräftereservoir angewiesen insgesamt überwiegen die optimistischen ansichten im handel und verkehr wenn auch nur knapp bau sieht globalisierung als risiko die baubranche beurteilt die globalisierung insgesamt als risiko für die mehrheit der kmu in dieser binnenorientierten branche überwiegt der gestiegene wettbewerbsdruck durch ausländische anbieter die chancen welche der grössere arbeitsmarkt bietet fallen offensichtlich weniger stark ins gewicht sie sind auch eher in der planung denn in der ausführung ein plus globalisierung sprachregionen saldo von chancen minus risiken in prozent 10 510 05 +19 +9 +3 quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 kleiner «röstigraben» ersichtlich die kmu in der westschweiz und im tessin sehen die globalisierung signifikant weniger als chance als ihre deutschschweizer mitbewerber in der romandie besteht offenbar ein graben zwischen der in den medien kolportierten und in den abstimmungsresultaten ersichtlichen aussenpolitischen offenheit und der einschätzung der kmu die stimmung hinsichtlich der globalisierung hat sich aber im vergleich zur letztjährigen umfrage in der romandie besonders deutlich aufgehellt 13
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demographie demographie die alterspyramide steht nahezu kopf von demographischer alterung spricht man wenn der anteil älterer menschen 65 jahre und darüber in der bevölkerung steigt ursachen sind der geburtenrückgang die steigende lebenserwartung und je nach region die abwanderung jüngerer menschen babyboom und pillenknick in der zweiten hälfte des 20 jahrhunderts sah sich auch die schweiz mit zwei bisher nie da gewesenen demographischen phänomenen konfrontiert dem babyboom und dem anschliessenden pillenknick die geburtenrate stieg nach dem zweiten weltkrieg stark an brach dann in den frühen 70er jahren ein und stagniert aktuell auf tiefem niveau hinzu kommt dass wir im verlaufe des letzten jahrhunderts sozusagen ein zweites leben bekommen haben wir werden heute im durchschnitt beinahe doppelt so alt wie unsere urgrosseltern diese demographischen verschiebungen blieben nicht ohne auswirkungen auf den konsum und den arbeitsmarkt die alterung der gesellschaft wirkte sich in der jüngeren vergangenheit zunehmend auf das konsumverhalten aus selbst das marketing welches lange zeit auf jung dynamisch und sportlich getrimmt war wurde mehr und mehr auf die Älteren als interessante kundengruppe aufmerksam im arbeitsmarkt ist die alterung bereits seit jahren ein thema viele firmenrestrukturierungen wurden im letzten jahrzehnt auf dem rücken älterer mitarbeitender ausgetragen diese hatten oft ein schlechteres image galten als langsamer und unflexibler und waren vor allem «teurer» der erfahrungsabfluss wurde vielen unternehmen wohl erst im nachhinein bewusst «goldene generation» und dürre auf dem arbeitsmarkt die alterspyramide steht schon beinahe kopf die senioren werden zur dominierenden kundengruppe und der arbeitsmarkt trocknet aus die «babyboomer» gehen in etwas mehr als zehn jahren in den ruhestand und werden zur «goldenen generation» die zukünftigen senioren sind im durchschnitt dank dem generellen wohlstandswachstum erbschaften und dem ausbau der altersvorsorge eine kaufkräftige klientel der grösste multiplikator ist jedoch die masse die zahl der senioren wird sich innert 30 jahren auf knapp zwei millionen beinahe 14 verdoppeln mit der pensionierung der babyboomer werden arbeitskräfte in zukunft zu einem knappen gut das bundesamt für statistik rechnet in etwas mehr als zehn jahren mit einer abnahme der erwerbstätigenzahl die derzeitige konjunkturbedingte knappheit auf dem arbeitsmarkt liefert schon einen vorgeschmack zahlreiche stellen können nicht besetzt werden ohne weiteres anzapfen des arbeitskräftereservoirs der frauen zuwanderer und älteren menschen wird die wirtschaftliche expansion zukünftig gebremst nicht nur die arbeitskräfte auch die unternehmer treten in den ruhestand in knapp zwei dritteln der kmu wird die nachfolgeregelung laut unserer letztjährigen umfrage in den kommenden 10 jahren ein thema sein zudem werden die altersvorsorgesysteme weiter unter druck geraten kommen heute beinahe vier personen im erwerbsfähigen alter auf eine person im rentenalter dürften es in 30 jahren gerade noch zwei sein eine höhere erwerbsquote sowie eine ausdehnung der durchschnittlichen lebensarbeitszeit drängen sich zur sicherung der altersvorsorgesysteme auf alterspyramide in der schweiz veränderung des bevölkerungsanteils nach altersklasse 2007/2037 100 10 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 1.0 männer frauen 2037 2007 0.5 0.0 0.5 1.0 quelle credit suisse economic research bfs
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demographie umfrage gespaltene ansichten der kmu zur demographie stellt die demographie eine chance oder ein risiko für ihre firma dar in prozent 30 25 20 15 10 5 0 grosses risiko kleines risiko weder noch kleine chance grosse chance ist gesünder fitter und wohlhabender als frühere generationen daher entfaltet sie eine höhere nachfrage nach hotelübernachtungen gastronomieleistungen kultur und unterhaltung wobei der optimismus nicht überall gleich hoch ist nur leicht positiv wird die demographische entwicklung von handel und verkehr sowie der persönlichen dienstleistungen beurteilt die einschätzung der persönlichen dienstleistungen erstaunt eröffnen sich ihnen doch zahlreiche neue märkte mit speziellen angeboten für ältere menschen bau und investitionsgüterindustrie eher skeptisch das gewerbe und die übrige industrie erkennen in der alterung der gesellschaft ebenfalls überwiegend chancen wenn auch nur geringfügige im sekundären sektor ist die einschätzung ansonsten weitaus kritischer der bau und die investitionsgüterindustrie sehen in der demographischen alterung überwiegend ein risiko dafür dürften insbesondere die immer grösseren schwierigkeiten bei der rekrutierung von erfahrenen mitarbeitenden verantwortlich sein zudem sind für beide branchen keine namhaften nachfrageimpulse aus der fortschreitenden demographischen alterung zu erwarten wie dies beispielsweise im tourismus und in der unterhaltung der fall ist quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 saldo demographie 3 gemäss umfrage sind die ansichten der kmu zur demographischen veränderung gespalten grob beurteilt rund ein drittel der kmu die alterung als chance ein drittel als risiko und gut ein viertel sieht in der entwicklung weder chancen noch risiken per saldo resultiert ein kleiner Überhang von 3 an kmu welche in der demographie eher chancen erkennen vorjahr 5 demographie sprachregionen saldo von chancen minus risiken in prozent 60 60 40 20 +9 demographie branchen saldo von chancen minus risiken dunkle fläche chancen überwiegen helle fläche risiken überwiegen chancen überwiegen investitionsgüterindustrie persönliche dl bau risiken überwiegen 0 20 40 +6 28 quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 unternehmensbezogene dl gewerbe übrige industrie gesundheits sozial bildungswesen tourismus unterhaltung handel verkehr quelle credit suisse economic research kmu-umfrage 2008 demographischer «polentagraben» einzig das tessin ist skeptisch wegen des zunehmenden anteils älterer menschen an der gesellschaft die alterung der gesellschaft ist im tessin bereits weiter fortgeschritten als im rest der schweiz vielleicht ist dies der grund für diesen signifikanten unterschied die demographische veränderung ist dort bereits stärker wahrnehmbar alterung stimmt die dienstleister optimistisch die dienstleistungsbranchen sehen in der zunehmenden alterung überwiegend chancen das gesundheits sozial und bildungswesen ist bezüglich der demographischen alterung sogar sehr optimistisch diese branche profitiert unmittelbar vom altersbedingten marktpotenzial nehmen doch die gesundheitsausgaben mit steigendem alter tendenziell zu der tourismus und die unterhaltung sowie die unternehmensbezogenen dienstleistungen sind optimistisch die «goldene generation» 15
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