WIRaktiv April 2016

 

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WIRaktiv April 2016

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OÖ Pensionistenzeitung, 56. Jahrgang, Verlagspostamt 4020 Linz – „P.b.b.“ – GZ 02Z031168 M VON MENSCHEN UND PFERDEN Die OÖ Landesausstellung in Lambach und Stadl-Paura beleuchtet die lange Beziehung zwischen Mensch und Pferd. SEITE 6 BIS 8 BuGnedfneüEesrprianratälilsoeindeennt SEITE 9 Andreas Khol... ...VERBINDET ERFAHRUNG MIT WEITBLICK. ER WÄRE DAHER VOM ERSTEN TAG AN EIN GUTER BUNDESPRÄSIDENT, DER DAS NOTWENDIGE HANDWERK NICHT ERST IM AMT LERNEN MUSS. SEITE 09 www.ooe-seniorenbund.at APRIL AUSGABE I 04/2016

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02 Vorwort I n diesem Monat stehen wir Landsleute vor einer sehr wichtigen, demokratischen Entscheidung. Am 24. April wird unser Staatsoberhaupt gewählt. Der Bundespräsident vertritt die Republik Österreich nach außen und schließt Staatsverträge ab. In unsicheren Zeiten braucht Österreich eine sichere Wahl. Gerade jetzt können wir uns keine Experimente leisten, sondern müssen auf Erfahrung, Kompetenz und Weitblick setzen. Andreas Khol verbindet Erfahrung mit Weitblick, ist juristisch höchst kompetent und als Verfassungsjurist anerkannt. Er wäre daher vom ersten Tag an ein guter Bundespräsident, der das notwendige Handwerk nicht erst im Amt lernen muss. Dr. Andreas Khol wird die Hofburg öffnen, sie zu einem Zentrum der Bürgergesellschaft machen sowie das Sprachrohr der Bürgerinnen und Bürger und damit ein Volkspräsident sein. In den letzten 10 Jahren war Dr. Andreas Khol ehrenamtlicher Obmann des Seniorenbundes. Dies zeigt seine Bereitschaft, seine Erfahrungen einzusetzen, denn der Austausch der Generationen war und ist ihm immer besonders wichtig. Auch wird er als Patriot die Interessen unserer Heimat vertreten und diese in der Welt wirksam schützen. Wählen wir daher gemeinsam Dr. Andreas Khol zu unserem Staatspräsidenten. DR. JOSEF RATZENBÖCK KONSULENT WALTER STÖRK LANDESOBMANN LANDESGESCHÄFTSFÜHRER IMPRESSUM: HerausgeberundMedieninhaber: OÖ Seniorenbund, Schriftleitung CR Wolfgang Lennert, alle 4010Linz, Obere Donaulände 7, E-Mail: martina.stierschneider@ooe-seniorenbund.at, Tel.: 0732/77 53 11-0, Fax: 0732/77 53 11-719. Grafik und Layout: OÖ Seniorenbund, Birgit Pichl. Fotos: Shutterstock.com; Andreas Khol (Jakob Glaser/ÖVP, Peter Rigaud). Druck: Niederösterreichisches Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H., Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten. I APRIL 2016 21 „Zitat“ DES MONATS April 2016 „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“ MARK TWAIN

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Inhalt 03 06 09 32 Jetzt beginnt die Frische-Vitamine- Kräuter-Zeit 04 Politik Bundespräsidentenwahl 2016: Kopfan-Kopf-Rennen zeichnet sich ab; Bargeld in der Verfassung verankern! 05 Intern Steuertipp: Arbeitnehmerveranlagung; Grüne auf Kriegsfuß mit der Sicherheit 06 Titelthema Von Menschen und Pferden 09 Heidi Khol im Interview Meine Antwort auf Andreas’ Frage: "Soll ich oder soll ich nicht?" 10 Wahl Positionen von Dr. Andreas Khol zu den anstehenden Themen 14 Mode & Style Modefrühling 2016 16 Reisen Aktivwoche in Mayrhofen – von Oberösterreich ins Zillertal 18 Kultur Kultur – Kitt der Gesellschaft? 21 Gesundheit Tee – die vielfältigen Anwendungs- möglichkeiten 24 Sport 18. Bundemeisterschaften im Riesentorlauf und Langlauf; OG Atzbach ist Landesmeister im Eisstockschießen 26 Kulturprogramm Seniorenbund-Landeskulturtreffen 2016 in Wien 27 Interview Christine Haiden, Chefredakteurin „Welt der Frau“ 28 Reisen Sri Lanka aktiv erleben – eine Reise zu den kulturellen Höhepunkten 29 Interessantes „Schummeln – ein zeit- und grenzenloses Phänomen“ 30 Reisen Südafrika erleben 32 Biogarten Jetzt beginnt die Frische Vitamine-Kräuter-Zeit– Sieben Tipps für einen würzigen Erfolg 34 Schatztruhe Suchen & Finden 35 Kopfnüsse Halten Sie Ihr Gehirn mit Sudoku, Gehirnjogging und Co. fit APRIL 2016 I

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04 Politik BUNDESPRÄSIDENTENWAHL 2016: Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnet sich ab Das Rennen um die Hofburg wird knapp werden. In Oberösterreich liegen Andreas Khol und Rudolf Hundstorfer ex aequo auf Platz 2 und kämpfen somit Kopf-an-Kopf um den Einzug in die Stichwahl. Alles ist offen. Aber eines ist klar: Eine Rot-GrüneStichwahl müssen wir auf jeden Fall verhindern – denn dann gäbe es kein bürgerliches Angebot für das höchste Amt im Staat. D er Bundespräsident ist das Gesicht Österreichs in der Welt und er ist der oberste Befehlshaber des Bundesheeres. Dort braucht es jemanden mit politischer Erfahrung. „Gerade in Zeiten wie diesen brauchen wir keine Amateure, sondern einen Profi, der Krisen meisten kann. Andreas Khol ist seinen Mitbewerbern in vielen Punkten überlegen. Und er beweist eines: Werteverbundenheit steht nicht im Widerspruch zu Weltoffenheit“, so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. „Alles ist möglich, wenn wir in die Stichwahl kommen“ Mit Andreas Khol schickt die ÖVP einen politischen Vollprofi ins Rennen. Und dieses Rennen könnte laut ersten Umfrageergebnissen richtig knapp werden: Derzeit rangiert der grüne Kandidat Alexander Van der Bellen mit 23 Prozentpunkten auf Platz 1. Direkt dahinter liegen ex aequo Rudolf Hundstorfer (SP) und der ÖVP-Kandidat Andreas Khol mit 20 Prozent. (Quelle: GFK Austria; Februar 2016; bundesweit 1.800 kumulierte Interviews – davon 300 aus OÖ; Angaben in Prozent). „Wir suchen keinen Kasperl, sondern den Obersten der Republik. Wenn wir es in die Stichwahl schaffen, dann stehen die Chance gut, dass unser nächster LH Pühringer und LGF Hattmannsdorfer mit Khol Bundespräsident Andreas Khol heißt“, zeigt sich OÖVP-Landesgeschäftsführer LAbg. Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer zuversichtlich. Das Wichtigste sei es, eine Rot-Grüne-Stichwahl zu verhindern: „Eine Rot-Grüne-Stichwahl bedeutet: Kein bürgerliches Angebot für das höchste Amt im Staat. Das darf nicht passieren“, sagt Hattmannsdorfer. Bargeld in der Verfassung verankern! Das Recht weiterhin mit Bargeld bezahlen zu können, das fordert die OÖVP. Damit soll die Wahlfreiheit und Anonymität der Bürgerinnen und Bürger beim Bezahlen garantiert und somit ihre Privatsphäre geschützt werden. „Im Alltag hinterlassen wir schon jetzt eine deutliche digitale Spur. Diesen Fußabdruck wollen wir nicht noch wei- ter verstärken. Was wir essen oder wo wir einkaufen, soll weiterhin Privatsache bleiben. Bargeld ist ein Stück gedruckte Freiheit“, hält OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr fest. Geht es nach der OÖVP, soll das Bargeld als Zahlungsmittel in der Bundesverfas- sung verankert werden. Bargeldobergrenzen oder generelle Einschränkungen von Bar-Zahlungen sorgen für eine Diskriminierung von bestimmten Gruppen, wie älteren oder nicht technikaffinen Personen. Zusätzlich würde das Risiko der Cyberkriminalität steigen. In Österreich werden rund 89 Prozent aller Zahlungen in bar getätigt. Insbesondere in skandinavischen Ländern wird die Idee einer „bargeldlosen Gesellschaft“ stark propagiert. „Damit verbundene Risiken und Gefahren werden öffentlich aber kaum diskutiert“, kritisiert Kirchmayr. Schon jetzt werden in Schweden 56 Prozent der Käufe ohne Bargeld abgewickelt. In der Eurozone gibt es darüber hinaus schon Bargeldobergrenzen. In Frankreich dürfen Barzahlungen nur mehr in einer Höhe bis 1.000 Euro getätigt werden. „Es liegt an uns als EU-Mitgliedsstaat hier aufzuzeigen, dass ein bargeldloses Europa weder in der Bekämpfung von Geldwäsche oder Steuerbetrug Erfolge einfahren wird, sondern hauptsächlich die Freiheit seiner Bürger einschränken würde“, sagt Kirchmayr. I APRIL 2016

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Intern 05 STEUERTIPP: Arbeitnehmerveranlagung (Jahresausgleich) nach Tod eines Steuerpflichtigen Der Tod eines Angehörigen ist immer ein besonderer Einschnitt im Leben der Hinterbliebenen. Nach Erledigung des ganzen Prozedere im Zusammenhang mit dem Todesfall wird oft darauf vergessen, dass man sich auch oft vom FINANZAMT etwas Geld zurückholen kann, falls der Verstorbene Einkommensteuer (= Lohnsteuer) bezahlt hat. F alls das nicht klar bzw. bekannt ist, auf jeden Fall einen Antrag stellen, da die vom Verstorbenen bezahlte Steuer auf ein Jahr umgelegt wird und es in den meisten Fällen zu einer Gutschrift führt, die auch ausbezahlt wird. Es ist aber auch zusätzlich zu empfehlen, dass auch der hinterbliebene Partner für sich eine Arbeitnehmerveranlagung (Formular L 1) beantragt, da für diesen auch die gleichen Kriterien (Pensionsbezug nicht das ganze Jahr) zutreffen. WICHTIGER HINWEIS: Der Antrag kann im Jahr 2016 noch rückwirkend bis zum Jahr 2011 gestellt werden. Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte unter: 0732/775311-711 oder steuersparer@ooe-seniorenbund.at Persönlich erreichen Sie unseren Steuersparer Ernst Pfeiffer jeden Dienstag zwischen 9:30 und 12:00 im Landessekretariat des OÖ Seniorenbundes, Obere Donaulände 7, 4010 Linz. MCDONALD: Grüne auf Kriegsfuß mit der Sicherheit Generalsekretär Peter McDonald übt in der "Tiroler Tageszeitung" scharfe Kritik am grünen Bundespräsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen. N achdem dieser in Brüssel Österreichs Grenzsicherung als Fehler bezeichnet hat, anstatt Österreichs Linie im Ausland zu verteidigen, entwi- ckelt sich Van der Bellen als potenzieller Oberbefehlshaber des Bundesheeres zu einem echten Unsicherheitsfaktor für das Land. Die Grünen haben sich wiederholt für eine Halbierung des Bundesheeres ausgesprochen. Gerade in unsicheren Zeiten, in denen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sinkt, braucht es eine klare Linie. Die ÖVP und Bundespräsidentschaftskandidat Andreas Khol sind hier die treibende Kraft in unserem Land. Kguersaz gt WOLFGANG LENNERT CHEFREDAKTEUR Vor jedem Frühling gibt es sie in unzähliger Vielfalt – die Frühlingsblumen. Ebenso sicher wie diese Blumen blühen, wird auch vor den jeweiligen Wahlen von einem Fairnessabkommen gesprochen. Die Frage stellt sich: Ist es denn nicht der Normalzustand sich fair zu verhalten? Gegenseitiger Respekt und Anerkennung sind grundsätzlich immer geboten. Man sollte jedoch an einer berechtigten Kritik festhalten. Wahre Gegebenheiten anzusprechen, sind gerade auch in politischen Belangen unumgänglich. Aus dem Büro der Wahlleitung für Andreas Khol gilt der Leitsatz: Ein Bundespräsident muss mit all seiner Erfahrung dafür kämpfen, das Gemeinsame vor das Trennende stellen und gemeinsam auf die Stärken unseres Landes bauen. Ich kenne Andreas Khol über Jahre hinweg und habe immer seine Wertorientierung und den Respekt allen Menschen gegenüber schätzen gelernt. Diese „Kraft aus Erfahrung“ wird er in das Amt des Bundespräsidenten einbringen. APRIL 2016 I

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Kultur 07 Von Menschen und Pferden HANDELT DIE OÖ LANDESAUSSTELLUNG IN LAMBACH UND STADL-PAURA. Das Pferdezentrum Stadl-Paura mit seiner über 200-jährigen Geschichte ist Schauplatz der oberösterreichischen Landesausstellung 2016 und zugleich Bühne für ein vielseitiges Programm für Pferdefreunde und Reitsportbegeisterte. Turnierveranstaltungen, Zuchtschauen verschiedenster Pferderassen und historische Reitkunst werden dargeboten. I n den Räumlichkeiten des Stiftes Lambach wird die Verehrung des Pferdes in Wie ist denn die Idee entstanden, die Landesausstellung dem Thema Pferd zu Kunst und Kultur präsentiert. In dessen widmen? Prunkräumen findet man zahlreiche Fres- ken und Medaillons mit Bezug zur Kultur- Roman Sandgruber: „Das Thema bot und Kunstgeschichte des Pferdes. sich in dieser Region an und es ist kul- turhistorisch, wirtschaftshistorisch und Es ist interessant, was das Pferd im Lauf naturwissenschaftlich hochinteressant. der Jahrhunderte für den Menschen war, Im Gestüt in Stadl-Paura kann man erle- denn wer heute an ben, wie mit Pferden die edlen Rösser gewirtschaftet wird, denkt, der kommt zunächst aufs Reiten. „Die Streitwagenkrieger wie sie trainiert und gehalten werden Noch zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war die Aufgabe des Pferdes eine andere, waren sozusagen die ersten ‚Panzer‘ der alten Hochkultur.“ und einen Einblick in die 200-jährige Geschichte bekommen. Dazu die Poststraße wie sich viele Senio- mit dem alten Ross- ren erinnern werden. stall in Lambach und In unserer Kindheit war es Transportmit- die wunderschönen Prunkräume im Stift, tel und notwendige Arbeitskraft. Wie be- die eine beträchtliche Zahl von Pferdemo- deutend es damals war, zeigen die Zah- tiven zeigen, zum Beispiel den feurigen len: 1950 gab es in Österreich 300.000 Elias, der mit dem Viergespann in den Pferde, wogegen laut Statistik nur rund Himmel fährt.“ 51.000 Kraftfahrzeuge zugelassen waren. Es ist uns vielleicht nicht bewusst, aber Der Linzer Historiker Universitätsprofes- Pferde sind ja seit vielen Jahrtausenden sor Dr. Roman Sandgruber hat als wissen- Gefährten des Menschen. schaftlicher Leiter der Landesausstellung die Geschichte dieser wichtigen Wegbe- Roman Sandgruber: „Pferde haben eine gleiter des Menschen aufbereitet. 50 Millionen Jahre währende Geschichte; „Ein Pferd zu haben, war ein wichtiger Indikator für das Ansehen.“ die ersten Exemplare waren kleiner als ein Hund. In der Kunstgeschichte tauchen sie erstmals vor 30.000 Jahren in Höhlenmalereien auf. Pferde waren die längste Zeit Fleischlieferanten und Jagdtiere. Sie wurden vor dem Aussterben gerettet, als man entdeckt hat, dass man sie auch für die Fortbewegung, als Zugtiere und für den Kriegsdienst nützen kann. Die ersten Belege dafür stammen aus der Zeit um 4500 vor Christus. Man hat das anhand von Abriebspuren vom Zaumzeug an Pferdekiefern nachgewiesen. Zunächst wurden sie geritten, um Herden zusammenzuhalten. Vor etwa 4000 Jahren trat das Pferd dann als Waffe in Einsatz – die Streitwagenkrieger waren sozusagen die ersten ‚Panzer‘ der alten Hochkultur. Erst viel später, ca. 1200 vor Christus kamen die Reitervölker auf, die durch die Schnelligkeit des Pferdes den zu Fuß Kämpfenden überlegen waren und sodann gefährlich für alle Kulturen geworden sind. Eigentlich ist das Pferd über etwa 4000 Jahre hinweg die entscheidende Waffe des Menschen - erst die Streitwagenkrieger, dann die Reiterkrieger, die mittelalterlichen Ritter, die Kavallerie – bis hin zu den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts, wo Pferde vor allem in der Versorgung eine wichtige Rolle spielten. Im Ersten Weltkrieg starben auf Seiten der österreichisch-ungarischen Monarchie ebenso viele Pferde wie Menschen, und auch der Zweite Weltkrieg war in Russland ein Pferdekrieg mit 2 Millionen toten Pferden allein auf deutscher Seite.“ Zur Mitte des vorigen Jahrhunderts waren Pferde wichtige Nutztiere. War die Anzahl an Pferdestärken, die man daheim im Stall stehen hatte, ähnlich wie heute ein Zeichen für Wohlstand und Ansehen? Roman Sandgruber: „Ja, man sieht das zum Beispiel daran, wie die Bauernhöfe im Alpenvorland bezeichnet wurden: Einrössler, Zweirössler, Vierrössler – und die, APRIL 2016 I

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08 Kultur die keine Pferde gehabt haben: die Ochsenbauern, die Kleinhäusler, die vielleicht eine Kuh hatten. Ein Pferd zu haben, war auch im bürgerlichen und noch stärker im bürgerlich-adeligen Bereich ein wichtiger Indikator für das Ansehen, die Zahl der Pferde vor den Kutschen ein Statussymbol.“ Die zunehmende Motorisierung und die Technisierung in der Landwirtschaft machten das Pferd als Arbeitstier schließlich überflüssig. 1973 sank der Bestand auf den Tiefststand von 38.000 Exemplaren. Heute sind es in Österreich wieder 120.000 Tiere, rund 25.000 davon in Oberösterreich. Ihre Hauptbeschäftigung finden Pferde nun in Sport und Tourismus, wo sie bis zu 8000 Arbeitsplätze sichern; sie werden im Gesundheitsbereich und in Nischen der Landwirtschaft eingesetzt. Zeigt die Landesausstellung auch wie der Mensch heute mit Pferden umgeht? Roman Sandgruber: „Neben dem Pferd als kunsthistorischem Objekt ist dies ein wichtiger Schwerpunkt. Wir zeigen, was ein Pferd leistet, was es braucht, wie mit ihm gearbeitet wird, und zwar sehr anschaulich. Für die Kinder gibt es ein Programm, bei dem sie ganz nahe mit dabei sein können.“ Matern Creativbüro Ein buntes Programm Neben der eigentlichen Ausstellung bietet „Mensch und Pferd. Kult und Leidenschaft.“ mit einem vielseitigen und abwechslungsreichen Programm viele Anlässe für einen Besuch. Während der Landesausstellung finden im Pferdezentrum Stadl-Paura zahlreiche Aktivitäten rund ums Pferd statt – Zuchtschauen, Reitertreffen, Dressurvorführungen, Turniere und mehr. Viele kulturelle und volkskulturelle Veranstaltungen geben die Gelegenheit, die Geschichte und Tradition von Lambach und Stadl-Paura kennenzulernen. Das Programm bietet unter anderem klassische Musik in der Stiftskirche, Schauspiel und Lesungen im Barocktheater, Kabarett oder Liederabende im Rossstall bis hin zur 650-Jahr-Feier der Marktgemeinde Lambach. Auskünfte zu den Veranstaltungen erhält man im Pferdezentrum Stadl-Paura, Telefon 0660/7393310 und auf der Homepage: Entgeltliche Einschaltung www.landesausstellung.at OÖ LANDESAUSSTELLUNG 2016 MENSCH & PFERD KULT UND LEIDENSCHAFT 28. April bis 6. November 2016 Stadl-Paura // Lambach EM. O.UNIV.PROF. DR. ROMAN SANDGRUBER © Quelle: JKU I APRIL 2016 facebook.com/landesausstellung www.landesausstellung.at MEIN LAND. MEIN RADIO.

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Heidi Khol im Interview 09 Meine Antwort auf Andreas’ Frage: "Soll ich oder soll ich nicht?" Ich musste nicht viel nachdenken, ich habe gleich gesagt: "Das machst du, das kannst du! Nimm diese Herausforderung an!" Ich kenne Andreas schon lange genug und weiß, dass er alle Voraussetzungen für dieses hohe Amt mitbringt: DGarem.bAeS2nnt4idmS.r0ieme4a.esI2h0Kr1eh6ol! E r spricht drei Fremdsprachen, er hat internationale Erfahrung im Europarat und in der EDU gesammelt, er kennt die Verfassung in- und auswendig durch seine Tätigkeit als Klubobmann und dann als 1. Präsident des Nationalrates, ein Amt in dem er auch seine volle Überparteilichkeit beweisen konnte. Also habe ich ihn bestärkt: "Mach das, wenn man dich fragt!" Auch unsere Kinder waren sofort dafür, dass ihr Vater kandidiert. Unsere vielen Enkelkinder sind begeistert und wollen, dass ihr Großvater Bundespräsident wird. Ferdinand, 8 Jahre alt, z.B., kann es kaum erwarten. Er fuhr in der Ferienwoche täg- lich zum Schikurs auf die Gerlitzen (Kärnten). In der Gondel hat er jedem von seinem Großvater erzählt… es hat ihn auch gar nicht gestört, dass es fast nur slowenische und italienische Schifahrer waren… Durch die große, bunte Zusammensetzung unserer Familie weiß Andreas sehr gut Bescheid, was die Jugend heute braucht, welche Hoffnungen und Ängste die jungen Menschen haben. Er erlebt das ja hautnah zu Hause. Er sitzt nicht abgehoben unter einem Glassturz, er kennt das Leben. Seine Erfahrung, seine Sachkunde sind seine Stärke. Auch die 10 Jahre als Seniorenbundobmann haben ihm gezeigt, wo vielen Men- schen der Schuh drückt. Wenn er spontan am 11.01. sagte, „ich mag das Land, ich mag die Leute“, so stimmt das. Die vielen Begegnungen in den letzten 10 Jahren im Ehrenamt machten ihm viel Freude. Er kennt das diplomatische Leben. Er kann ohne Dolmetsch mit Gästen aus dem Ausland verhandeln. Sein Netzwerk ist dicht und tragfähig. Aber das Allerwichtigste ist meiner Meinung nach: Er mag die Menschen wirklich, er sagt das nicht nur so, und er liebt unser Land und möchte dafür alle seine Kräfte einsetzen und diese Chance jetzt nützen! APRIL 2016 I

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10 Wahl 2016 Positionen von Dr. Andreas Khol zu den anstehenden Themen: SENIOREN/GESUNDHEIT/ SOZIALES Pensionen Wir müssen dafür sorgen, dass in Zukunft alle von sicheren Pensionen profitieren können. Die nachhaltige Sicherung unseres Pensionssystems muss aber auch weiterhin auf unserer Agenda stehen – das ist unsere Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. Pflege Der Sozialminister muss gemeinsam mit den Ländern dafür sorgen, dass die Pflege zu Hause funktioniert. Ich will, dass nie- mand alleine gelassen wird! Daher muss auch die Hospizversorgung ausgebaut und die 24-Stunden Betreuung nachhaltig abgesichert werden. Hausarzt Ich verlange von der Bundesregierung, dass sie die Hausarztversorgung sicherstellt: Wohnortnah, in der Stadt und am Land, überall in Österreich. Gerade die älteren Menschen, aber auch Familien mit Kindern brauchen einen Arzt in der Nähe, dem sie vertrauen können. Medikamente Ich will, dass die Krankenkassen aufhören, die Patienten mit chefärztlichen Bewilligungen zu drangsalieren. Wenn der Hausarzt etwas verschreibt, soll man nicht noch extra auf die Gebietskrankenkassa gehen müssen, um einen Stempel abzuholen. Sachwalterschaft Wenn jemand wirklich alleine nicht mehr zurechtkommt und Unterstützung bei Entscheidungen im täglichen Leben braucht, soll das jemand sein, dem man vertraut, den man selbst ausgesucht hat, nicht irgendein wildfremder Amtsvormund. Wir brauchen eine Reform beim Sachwalterrecht, in dem Familienmitglieder mehr mitzureden haben. I APRIL 2016

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Wahl 11 gen müssen aber fortgesetzt werden, im Hinblick auf die Anrechnung der Kindererziehungszeiten. Eine großes Thema für mich ist auch, dass viele Frauen keine eigene Pension bekommen, weil sie 4, 5 oder noch mehr Kinder aufgezogen und deshalb zu wenig Versicherungszeiten haben. Ich finde, Kinder zu erziehen, ist genauso Arbeit und ein ebenso wertvoller Beitrag zum Generationenvertrag wie Erwerbsarbeit. Kindererziehungszeiten müssen daher gleichwertig wie Erwerbszeiten angerechnet werden. SICHERHEIT/BUNDESHEER Ohne Wenn und Aber für Polizei und Heer Sicherheit ist ein fundamentales Bürgerrecht. Sicherheit braucht eine klare poli- Liebe Leser von „WIRaktiv“! Wir gehen in Europa und in Österreich schwierigen Zeiten ent- gegen. Österreich braucht einen erfolgreichen, einen erfahrenen, einen sachkundigen, einen führungsstarken Bundespräsidenten. Das Staatsoberhaupt muss das Land würdig und wirksam nach außen vertreten, Sprachen sprechen. Er muss das Land innen zusammen halten, Spaltungen und Parteiungen überwinden, Konsense erzielen, Brücken bauen. Nicht Verfassungskrisen hervorrufen, nicht Bundespräsident gegen Parlament und Volk ausspielen. Ein Bürgerpräsident ist gefragt, der das Sprachrohr der Menschen in die Regierung hinein bildet, der das Parlament im übertragenen Sinn des Wortes in die Hofburg einbindet, aber auch die Anliegen der Bürger in die Regierung einbaut. Ich bin überzeugt, ich werde diese Aufgaben erfüllen können und ersuche Sie um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme. FRAUEN Frauen verdienen in Österreich noch immer weniger als Männer, auch wenn unterschiedliche Berechnungsmethoden andere Zahlen liefern. Die Sozialpartner sind gefordert die Arbeit neu zu bewerten, damit der „gender pay gap“ (geschlechtsspezifischer Lohnunterschied) bei uns aufhört zu existieren. Die Regierung hat richtige und wichtige Schritte gesetzt, um die Pensionen der Frauen zu erhöhen. Diese Überlegun- APRIL 2016 I

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12 Wahl tische Haltung – ohne Wenn und Aber. Deshalb stehe ich als Bundespräsident voll und ganz hinter unserer Polizei und hinter unserem Bundesheer. Der Sicherheit ihren Stellenwert zurückgeben Wer Sicherheitsprobleme nicht ernst nimmt, ist ebenso die falsche Wahl wie jemand, der nur mit Ängsten spielt, aber keine Lösungen hat. Ich werde ein Bundespräsident sein, der unserer Sicherheit jenen Stellenwert zurückgibt, den sich die Menschen wünschen. Demokratie allein sichert die Freiheit nicht Nur wer sich im Alltag sicher fühlt, kann ein freies, selbstbestimmtes Leben führen. Ich bin stolz auf unsere moderne Polizei, die unsere Freiheit schützt und Terror und Kriminalität bekämpft. Staatsschutz auf der Höhe der Zeit Ich stehe als Bundespräsident für das hohe Gut der persönlichen Freiheit. Diese Freiheit muss durch einen wirkungsvollen Staatsschutz gewährleistet werden. Die Welt wird unsicherer – unser Heer wird wichtiger Wir brauchen ein leistungsfähiges Bundesheer mehr denn je. Die Welt wird unsicherer – und unser Heer wichtiger. Im Einsatz für unser Heer Unser Bundesheer ist für unser Land und für seine Souveränität unverzichtbar. Aber es ist in den vergangenen Jahren an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit ge- kommen. Als Oberbefehlshaber über das Heer stehe ich dafür, dass unser Heer in der Bevölkerung wieder breit verankert ist und dass es die Rahmenbedingungen bekommt, die es für seine Arbeit braucht. Attraktiver Grundwehrdienst, regional verankerte Miliz Ich war, bin und bleibe für ein Heer aus dem Volk und für das Volk. Deshalb werde ich sehr genau darauf schauen, dass wir den Grundwehrdienern einen wirklich attraktiven, sinnvollen Grundwehrdienst ermöglichen. Und dass wir eine Miliz aufbauen, die stark in den Regionen verankert ist. In moderne Ausrüstung investieren Man muss sich sehr genau anschauen, welche Kasernen-Standorte man schließt und wo man einspart. Wir brauchen keine Strukturen von gestern, sondern wir brauchen Investitionen in eine moderne Ausrüstung. Ich bin kein Bundespräsident der Paraden, sondern der Taten für unser Heer. I APRIL 2016

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Wahl 13 INNERE SICHERHEIT Österreich war bisher eines der sichersten Länder der Welt. Das muss auch in Zukunft so sein Dafür brauchen wir zwei Dinge: Unsere Polizei, die Tag für Tag im ganzen Land erstklassige Arbeit leistet und die dafür erstklassige Rahmenbedingungen braucht. Und eine Politik, die hinschaut und nicht wegschaut, wenn es Probleme mit unserer Sicherheit gibt. Bei der Flüchtlingshilfe braucht sich Österreich von niemandem etwas vorwerfen lassen Wir haben eine lange Tradition der Hilfe, auf die ich stolz bin. Auch bei der aktuellen Flüchtlingskrise haben wir anteilsmäßig mehr geholfen als alle anderen. Unsere Bürgergesellschaft hat im Verein mit staatlichen Einrichtungen Außergewöhnliches geleistet. Aber unsere Kapazitäten sind erschöpft. Solange es keine europäische Lösung gibt, müssen wir Grenzen setzen. Alles andere ist verantwortungslos gegenüber Österreich. Wer in Österreich ist, muss sich an unsere Werte, Gesetze und Regeln halten. Da gibt es Null Toleranz. Wer unsere Grundwerte in Frage stellt, der ist nicht willkommen. Auch unsere sozialen Leistungen sind Ausdruck unserer Werte. Wer sich nicht zu unseren Werten bekennt, soll auch nicht von unseren Leistungen profitieren. Wir leben in einer unsicheren Welt Wir müssen unser gesamtstaatliches Risikomanagement weiterentwickeln, damit wir besser auf neue Herausforderungen vorbereitet sind. Dabei ist mir auch die Stärkung des Zivilschutzes wichtig. Digitalisierung/Cyber-Kriminalität Ich sehe in der Digitalisierung große Chancen für Österreich: Neue Wertschöpfung, neue Märkte, neue, hochwertige Arbeitsplätze. Damit wir von den positiven Seiten der Digitalisierung profitieren, müssen wir ihre negativen Seiten bekämpfen. EU/AUSSENPOLITIK Europa bewahren & verbessern Europa zerbricht nicht – es wird und muss an der Herausforderung wachsen: Instrumente anpassen, Subsidiarität stärken, Bürgernähe intensivieren. Unser Lebensmodell verteidigen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Freiheit: Was wir in Europa geschaffen haben ist einzigartig und erfolgreich. Es ist aber nicht selbstverständlich. Wir müssen es verteidigen, weiterentwickeln und einfordern. Für unsere Interessen in Europa und der Welt eintreten Außenpolitik ist Vertretung und Durchsetzung der Interessen der Österreicher in Europa und in der Welt. Wir brauchen eine starke Außenpolitik. BEDROHUNG DER EU/ ZUKUNFT DER EU Das Projekt Europa ist großen Herausforderungen ausgesetzt. Wie wir sie bewältigen, wird die Entwicklung und Bewahrung des europäischen Einigungswerkes signifikant beeinflussen. Gleichzeitig ist klar, dass wir gegenüber globalen Herausforderungen nur als starkes, vereintes Europa bestehen können. Nie zuvor in der Geschichte gab es einen so langen Zeitraum des Friedens und des Wohlstands in Europa. Wir dürfen die Errungenschaften der letzten 60 Jahre daher nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, sondern müssen Europa entlang der Umbrüche unserer Zeit weiterentwickeln. Die EU wird dann von dauerhaftem Erfolg sein, wenn die Bürger spüren, dass dieses europäische Projekt jedem einzelnen Vorteile bringt. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, diese Vorteile sicherzustellen und sie dann entsprechend zu vermitteln. Integration Wir haben hier in den letzten Jahren einige Fortschritte gemacht. Es ist mittlerweile erlaubt, Defizite, wo sie bestehen, auch benennen und sie konsequent angehen zu dürfen. Das ist wichtig. Zweitens ist es wichtig, dass wir wissen, als Österreicher und Europäer, welche Werte uns definieren und was uns wichtig ist. Terrorismus Wir stehen vor einer großen Herausforderung, der wir auf allen Ebenen begegnen müssen. Angriffe auf unseren Rechtsstaat können nur mit der vollen Härte des Gesetzes beantwortet werden. AUSSENPOLITIKER/ DIPLOMATEN/ AUSLANDSÖSTERREICHER Außenpolitik ist eine Kernaufgabe des Staates. Zur Wahrung unserer Interessen & Werte muss sie auf allen Ebenen professionell gestaltet werden. Österreich hat eine lange Tradition einer verlässlichen und konstruktiven Außenpolitik und als Ort des Dialogs. In einer globalisierten Welt bedeuten engmaschige Netzwerke, die unsere Diplomaten innerhalb der EU und darüber hinaus in allen Teilen der Welt knüpfen und pflegen, einen entscheidenden Wissensvorsprung, auf den wir nicht verzichten können. Das Außenministerium ist dabei innerhalb Österreichs die zentrale Schnittstelle für die Analyse und Bewertung globaler Phänomene, um auf deren Basis die österreichischen Interessen vertreten zu können. APRIL 2016 I

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14 Mode & Style Modefrühling 2016 Die ersten Sonnenstrahlen machen richtig Lust auf die neue Frühlingsmode. Und Sie hätten sogar Platz im Kleiderschrank für neue Teile? Nein? Dann empfehle ich Ihnen, schnell welchen zu schaffen, denn die neue Mode sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Sich das eine oder andere Teil mal wieder neu anzuschaffen macht richtig gute Laune, denn ein chices äußeres Erscheinungsbild lässt auch das Wohlbefinden steigen. Zugegeben, jede gewagte Idee der Modedesigner ist dabei nicht immer und ohne weiteres alltagstauglich. Die schönsten – und tragbarsten – Trends haben wir für Sie zusammengefasst. Viel Freude damit. Tipp ETHNO-MUSTER Jedes Modejahr gehen die Designer mit uns aufs Neue auf Modereise – und besonders gerne in ferne Länder. Andere Völker und fremdartige Kulturen bieten viel Inspiration für Farben, Formen, Materialien und Musterungen. Das Ergebnis sind für diesen Modefrühling und -sommer Looks mit subtilem Ethnoflair. Die bunte Modeexpedition führt vor allem durch die vielfältige Welt der Muster. Fauna und Flora, wohin das Auge reicht: Opulente Blumen blühen auf Blusen und Jacken, Blätter und Früchte tanzen über Kleider und Zebras tummeln sich auf Röcken. All die fantastischen Prints führen uns in die magische Dschungelwelt. Technisch umgesetzt werden die Musterungen in verschiedenster Art und Weise: Mal lu- xuriös bestickt, mal glanzbedruckt oder beschichtet oder sogar beflockt. Kleider und Röcke, Kaftane und Tuniken erinnern an verschiedenste Naturvölker und machen Lust, in die Welt der Inkas und Mayas einzutauchen. Die Gewänder wirken manchmal fast wie Uniformen von Stammesoberhäuptern, die stolz ihren Stand zur Schau tragen. Muster sind also allgegenwärtig und opulent. Auch hier ist das Fernweh der Designer deutlich zu spüren, denn die Details der wunderschön-prächtigen Ethnoprints erinnern an Stickereien der Massai, marokkanische Mosaiken oder persische Teppiche. WÜSTEN-FARBEN Sand, Stein, Khaki und Schlamm sind die idealen einfarbigen Kombipartner für die bunten Prints. Aber auch bunt und vielfältig ist das gegenwärtige Farbenbild. Rot, Grün, Blau und Braun wird in allen Nuancen – aber immer so wie es in der Natur vorkommt – dargestellt. Exotische Länder liefern die Vorlage für das Naturschauspiel am Laufsteg. Die satten Rotnuancen erinnern an die untergehende Wüstensonne und schaffen eine ganz eigene Stimmung, die an die fernen Länder erinnert. Schmuck im Ethno-Style bildet die perfekte Ergänzung zu diesem wunderschönen SommerLook: Bunte Armreifen, Goldschmuck mit Inka-Motiven oder Holzketten wecken zusätzliches Fernweh… GLANZ & SCHIMMER Dunkle, metallisch schimmernde Bekleidungsstücke, wie zum Beispiel Jeans I APRIL 2016

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Mode & Style 15 in Kombination mit schlichten Teilen. Eine Satin-Bluse zum Beispiel zu hellen Jeans kombiniert bringt den AlltagsLook zum Strahlen. Wer also Gold, Silber & Co am Tag tragen möchte, wählt nur ein Teil mit Glanzeffekt und kombiniert dazu schlichte, einfarbige Teile in Weiß, zartem Beige oder Rauchgrau. Trotzdem bringen glänzende Materialien immer ein wenig Glamour mit ins Spiel. Auch kleine Details wie eine Metallic-Tasche, eine Statement-Kette oder ein glänzender Stoffeinsatz genügen oft schon, um die Umgebung zu verzaubern. sprechenden Raum. Schwarz mit Weiß wirkt also entsprechend markant. Stärke und Präsenz strahlt die Trägerin damit aus. Das funktioniert auch mit Mustern in Schwarz-Weiß. In diesem Sommer sehen uns die Modekreativen besonders gerne in klaren, geometrischen Schwarz-WeißPrints oder Punkten und Streifen. Suchen Sie sich Ihr Lieblingsdesign aus und tragen Sie zum gemusterten Schwarz-WeißLook schlichte, edle Accessoires. Schnell kombiniert ist das Traumpaar unter den Farbkombinationen sicher ein Favorit im modischen Kleiderschrank. STREIFEN, WOHIN DAS AUGE FÄLLT Diese Saison kommen wir nicht um Streifen herum. Neben zarten Quer- und Längslinien gibt es auch dicke Blockstreifen als Designelemente. Es ist also egal wie, Hauptsache überhaupt gestreift, könnte man diese Saison als Motto ausrufen! Eine Regel gibt es allerdings: Farblich sollte alles ein wenig harmonisch ablaufen und nicht allzu bunt durcheinander gehen. Sie haben noch ein gestreiftes Teil im Schrank? Wer nicht! Glück für uns, denn für diesen Modetrend müssen wir uns nicht einmal neu einkleiden. Umsetzungsfaktor hoch! FRISCHE TRENDFARBEN FÜR DEN FRÜHLING UND SOMMER 2016 Neben Schwarz und Weiß ist bei den Trendfarben in dieser Saison Zartheit angesagt. Vom amerikanischen Trendfarbinstitut „Pantone“ wurden für die heurige Saison als die beiden Farben des Jahres „Rosenquarz“ – ein zarter Roséton – und „Serenity“, ein helles Blau, definiert. Dazu kommen als Trendtöne und Designerlieblinge sanfte Puder, Korallen-, Pfirsichund Minttöne. Perfekt, um die Sonne anzubeten und den Teint strahlen zu lassen. Auch untereinander harmonieren diese Farben sehr schön. Wenn Sie sich in der kräftigeren Farbwelt wohler fühlen, greifen Sie diese Saison zu tiefem Kobaltblau, kräftigem Grün oder feurigem Rot. Das sind die perfekten Kombipartner für die weißen Sommerjeans. kennen wir ja bereits aus der vergangenen Saison. Dieser Trend wird nun für die warme Jahreszeit auf helleren Frühlingsstoffen in Beige, Silber oder Weiß fortgesetzt. An spiegelnde Wasseroberflächen erinnern die glänzenden, fließenden Stoffe der neuen Materialien, die unglaublich schöne Lichtreflexe erzeugen. Schimmernde Satinstoffe, funkelnde Pailletten in Metallictönen und laminiertes, metallisch-schimmerndes Leder haben jetzt Hochsaison. Nicht nur Cocktailkleider sehen darin umwerfend aus, auch Jacken, Jeans, T-Shirts und Blusen wirken glänzend. Tragbar wird der Look KONTRASTPROGRAMM: SCHWARZ-WEISS IST DIE TREND-KOMBI IM FRÜHJAHR/ SOMMER 2016 Die Traumkombination Schwarz und Weiß als Trend zu bezeichnen, ist eigentlich nicht ganz richtig. Denn obwohl die Kombi dieser beiden Nichtfarben diese Saison besonders im Trend liegt, ist sie zeitlos und kommt nie aus der Mode. Natürlich legt die Trägerin mit dieser kontrastreichen Verknüpfung einen entsprechenden Auftritt hin. Lässt denn Schwarz das Weiß neben sich besonders strahlen und Weiß dem Schwarz daneben den ent- ING. MARTINA RIEDER-THURN Image Consulting Palais Zollamt – Zollamtstraße 7, 4020 Linz, 0732/946208, office@imageconsulting.at, www.image-consulting.at APRIL 2016 I

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