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DAS OÖ. MAGAZIN FÜR TECHNIKBEGEISTERTE MENSCHEN UND ANGEHENDE INGENIEURE. AUSGABE 6 | 2016/17 €6 ZUKUNFTBAUMASCHINEN DER SCIENCE FICTION IN DER LOGISTIK HALLE ALMLEÄINNNUENRTNER SMAOUBNEIISMRH-IFAN1-TKTEAERLATVMEIECNWHBOEFRINN

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WERDEN LENA, VERENA UND FLORIAN AUCH NACH IHRER SCHULZEIT MIT ZUVERSICHT NACH VORNE BLICKEN? Unsere Industrie schafft jeden 2. Arbeitsplatz in Oberösterreich. Das soll auch in Zukunft so sein. Wir erzeugen Zukunft Die OÖ. Industrie Schaffen wir jetzt gemeinsam die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft in Oberösterreich. Das braucht die OÖ. Industrie: • Beste Bildung in Kindergarten und Volksschule _ Mehr Mittel für frühkindliche Bildung _ Hervorragende Beherrschung der Grundschulkenntnisse • 4 Prozent Forschungsquote bis 2020 _ Rasche Verdreifachung des Forschungsbudgets des Landes _ Neue Perspektiven durch Initiative Industrie 4.0 • Erstklassige technische Ausbildung in HTL, FH und Universität _ Weiterentwicklung des HTL-Angebotes _ Kräftiger Ausbau von FH und JKU im technischen Bereich • Gesunder Landeshaushalt und effizienter öffentlicher Sektor _ Fortsetzung der Verwaltungsreform _ Abbau der Bürokratie für Unternehmen • Hervorragende internationale Infrastrukturanbindung _ Straße, Schiene, Fluganbindung, Energie, Breitband www.wirerzeugenzukunft.at

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istALLES LEBEN TECHNIK! Diese Headline kommt Ihnen übertrieben vor? Ist sie aber nicht. Denken Sie nur an Ihre letzte Flugreise, einen der vielen InternetEinkäufe, ihre letzte Behebung am Geldausgabeautomaten oder ganz einfach an die Energieversorgung Ihrer Wohnung. Egal ob wir kommunizieren, uns informieren, fortbewegen oder uns von alledem im Bett ausruhen – wir sind praktisch immer von Produkten und Materialien umgeben oder nutzen Dienstleistungen, die allesamt einen beträchtlichen Background an Technik aufweisen. Bei vielen Dingen, etwa beim Auto oder dem Smartphone, ist dies augenscheinlich. Bei anderen Produkten muss man vielleicht genauer hinsehen, um die komplexen technischen Hintergründe zu erkennen. Vielen davon ist aber eines gemeinsam: Sie werden in oberösterreichischen Betrieben entwickelt und produziert oder bauen auf Komponenten und Know-how aus unserem Bundesland. Damit beschäftigt sich auch das inGENIEur-Magazin, das Sie soeben in Händen halten. Einer der Beiträge widmet sich dem Thema „Winglets“, die die Aerodynamik von Flugzeugen verbessern und von FACC sowohl entwickelt als auch an die Flugzeughersteller in aller Welt geliefert werden. Die TGW wiederum sorgt beim größten Musikinstrumentenversender Europas für die Logistik und somit auch dafür, dass Ihr Paket ehestens nach der Inter- netbestellung ausgeliefert wird. Ein Artikel über KEBA als Anbieter von Automatisierungslösungen lüftet beispielsweise das Geheimnis, was es mit der Ausgabe von Bargeld auf sich hat, und ein weiterer Beitrag über Fronius erklärt, wie das „24 Stunden Sonne“-Konzept funktioniert oder die Energieversorgung im FroniusHaus der Zukunft aussieht. Sie erkennen an diesen Themen, wie vielschichtig Technik ist. Apropos Vielfalt – wie das Gebiet der Technik an sich sind auch die dazugehörigen Berufsbilder enorm vielfältig und vielseitig. Falls Sie Ihre Berufsentscheidung noch nicht getroffen haben, sollten Sie sich bei der Lektüre des inGENIEur-Magazins davon überzeugen, wie abwechslungsreich, spannend und interessant (auch aus finanzieller Sicht) technische Berufe tatsächlich sind. Lesen Sie sich also durch diese neue Ausgabe: Sie werden dabei entdecken, dass Technik in jeder Hinsicht Zukunft bedeutet! Ihr Dr. Axel Greiner Präsident Industriellenvereinigung Oberösterreich 3

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INHALT 44 24 STUNDEN SONNE 50 HEISSES EISEN IMIPMRPESRSEUSMSUM Medieninhaber und Herausgeber: Industriellenvereinigung Oberösterreich DI Dr. Joachim Haindl-Grutsch Eisenhandstraße 15, 4020 Linz Tel.: 0732 781976-0 Mail: inGENIEur-redaktion@iv-net.at www.ingenieurebrauchtdasland.at Chefredaktion: Mag. Paola Mich-Herrnbauer Layout, Artdirection: ADhouse Communication Group 4020 Linz, Marienstrasse 10A, Tel.: 0732 605850-0 Mail: office@adhouse.cc Web: www.adhousegroup.at Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH Wiener Strasse 80, 3580 Horn Auflage: 23.000 Stück Auflagegebiet: Oberösterreich Offenlegung nach § 25 Mediengesetz Alleineigentümer: Industriellenvereinigung Oberösterreich Eisenhandstraße 15, 4020 Linz 2 06 IV OÖ RASENDER FORTSCHRITT 08 DIRTY JUMPING BAUMASCHINEN DER ZUKUNFT 14 SCIENCE FICTION IN DER LOGISTIKHALLE VIRTUAL REALITY IM LAGER 20 ALLEIN UNTER MÄNNERN SAUBER-F1-TEAMCHEFIN MONISHA KALTENBORN 25 DR. MICHAEL STRUGL MIT TECHNIK VORNE DABEI 26 MONEYMAKER REVOLUTION CASH AUF KNOPFDRUCK 32 HIGHTECH-WINGLETS IM STEIGFLUG INNVIERTLER INNOVATION 38 DIE GESUNDHEIT IM GEBÄCK BACKWAREN MIT MEHRWERT 44 24 STUNDEN SONNE NACHHALTIGE ZUKUNFT 50 HEISSES EISEN ROBOTER IN DER STAHLKÜCHE 56 VOLL VERSCHWEISST PREISGEKRÖNTE HTL ABSOLVENTEN 60 SCHRITTMACHER FÜR TECHNIK & GESELLSCHAFT JKU LINZ 66 MEHR ERREICHEN MIT EINEM STUDIUM FH OBERÖSTERREICH 72 OBERÖSTERREICHS HTL‘S DAS REICHHALTIGE BILDUNGSANGEBOT 76 HTL FÜR LEBENSMITTELTECHNOLOGIE WELS GESUNDES LEBEN UND GENUSS 78 HTL GRIESKIRCHEN KÖNIGINNENREICHE HTL GRIESKIRCHEN 82 TECHNISCHE FACHSCHULE HASLACH MECHATRONIK IN DER SICHERHEITSTECHNIK 84 HTL ANDORF PRODUKTENTWICKLUNGEN AN DER TECHNIKERSCHMIEDE 88 HTL BRAUNAU PROGRAMMIEREN, MESSEN, STEUERN, REGELN 90 HTL STEYR SIEGFRIED-MARCUS-WAGEN II

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AUSGABE 6 2016/17 14 SCIENCE FICTION IN DER LOGISTIKHALLE 32 HIGHTECH-WINGLETS IM STEIGFLUG 26 MONEYMAKER REVOLUTION 92 HTL HALLSTATT EINE SCHULE STICHT IN SEE 96 HTL LEONDING FAHRRAD-DIEBSTAHLSICHERUNG 98 HLBLA ST. FLORIAN MÄHDRESCHER IM TESTVERGLEICH 100 HTL NEUFELDEN THEORIE TRIFFT PRAXIS 102 HTL 1 BAU UND DESIGN DESIGNSTUDIE FÜR WILDHOLZRECHEN 104 HTL VÖCKLABRUCK VISUALISIERUNG VON PRODUKTIONSABLÄUFEN 108 HBLA ELMBERG VON DER URPRODUKTION ZUM GENUSS 110 HTL WELS ELEKTRONIK & MASCHINENBAU FÜR DEN NATURSCHUTZ 112 LINZER TECHNIKUM HTL PAUL HAHN ZUKUNFTSORIENTIERTE KONSTRUKTION 114 HTL PERG APP FÜR ANLAGENBAUER PRIMETALS 116 HTL RIED JETZT MIT NEUEM AUSBILDUNGSZWEIG

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FORTSRCAHSERNIDTTER Die technische Entwicklung sorgt für immer größere Veränderungsdynamik. Die digitale Welt dreht sich immer schneller und schafft neue Möglichkeiten. Um vorne mit dabei zu sein und davon zu profitieren, braucht es noch mehr Menschen, die innovative Produkte entwickeln, zur Marktreife bringen und produzieren. Kurz: Der Bedarf an Technikern aller Disziplinen und Ausbildungsstufen steigt weiter! Die Erdrotation verlangsamt sich um 2 Millisekunden pro 100 Jahre. Für uns Menschen scheint sich die Welt aber immer schneller zu drehen. Denn der Fortschritt in Forschung und Technik sorgt für eine schon jetzt kaum zu erfassende Veränderungsdynamik, die noch weiter zunehmen wird. Ein wesentlicher Treiber dafür ist die Weiterentwicklung der Computertechnologien. Die Transistorendichte pro Flächeneinheit verdoppelt sich gemäß Moorschem Gesetz alle 1,5 Jahre – und das seit Erfindung der ersten Computer. Die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, sind schlichtweg gewaltig. „Vor zehn Jahren konnten Roboter noch nicht Stiegen steigen, heute spielen sie Fußball“, verdeutlicht Dr. Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ), das Tempo des technischen Fortschritts: „Selbstfahrende Autos scheiterten vor zehn Jahren auf einem barrierefreien, abgesperrten Gelände. Heute werden sie im Straßenverkehr getestet!“ Höchste Veränderungsdynamik Wie sehr sich dabei die digitale Welt in ihrer Dynamik von der analogen entkoppelt hat, zeigen folgende Zahlenspiele: 1971 war der Ferrari Daytona das weltweit schnellste Auto mit 280 km/h Höchstgeschwindigkeit, zwei Jahre später waren die Twin Towers in New York mit 415 Metern die höchsten Gebäude weltweit. Hätte die analoge Welt bis heute den gleichen Fortschritt wie die digitale Welt gemacht, würde das schnellste Auto heute eine Höchstgeschwindigkeit von 108 Mio. km/h erreichen und das höchste Gebäude wäre 192.000 km hoch. Die Auswirkungen auf unser tägliches Leben sind an allen Ecken und Enden sichtbar. Vor neun Jahren präsentierte Apple das iPhone und revolutionierte damit die Welt der Mobiltelefone. Heute sind schon die meisten Kinder via Smartphone durchgehend mit dem Internet verbunden und somit weltweit vernetzt. Erwachsene verbinden mit einer einfachen Wischgeste auf ihrem Tablet oder mit einem Mausklick am PC Arbeitswelt und Freizeit, während die Industrie unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ die „Internetisierung“ der Produktion und der Produkte selbst vorantreibt. Technisches Know-how wird immer wichtiger So rasend schnell manche Entwicklungen voranschreiten, so wenig Angst müssen wir davor haben. „Für die Menschen, die Betriebe und unser Land geht es darum, diese Entwicklungen mitzutragen, mit zu erforschen und sich darauf einzustellen“, so Haindl-Grutsch. Denn auch wenn sich die Arbeitswelt grundlegend ändere und sich dynamisch weiterentwickle, brauche es in der Zukunft noch mehr Leute, die innovative Produkte © Fotos: IV OÖ, Shutterstock 6

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„ Im Zeitalter der Digitalisierung sind gut ausgebildete Techniker aller Disziplinen und Bildungsstufen „stark gefragt! IV OÖ-Präsident Dr. Axel Greiner IV OÖ-Präsident Dr. Axel Greiner und IV OÖ Geschäftsführer DI Dr. Joachim Haindl-Grutsch entwickeln, zur Marktreife bringen oder die Produktion steuern. Kurz gesagt: Der Bedarf an Fachkräften und insbesondere an Technikern aller Disziplinen und Ausbildungsniveaus wird weiter steigen. Denn bei aller Automatisierung und Vernetzung der Produktion braucht es weiterhin handwerkliche Kenntnisse, produkt- und branchenspezifisches Wissen sowie technisches Know-how in allen Fachrichtungen – von den klassischen Ingenieursdisziplinen wie Maschinenbau, Elektro- oder Verfahrenstechnik über die Werkstoffwissenschaften bis hin zu Hard- und Softwarekompetenzen. Perfekte Berufs- und Karrierechancen Wer also über eine technische Ausbildung verfügt, findet im Berufsleben perfekte Aufstiegs- und Karrierechancen vor. Genau darin liegt aber auch eine der großen Herausforderungen der heimischen Industrie: Seit Jahren gibt es schlichtweg zu wenige Technikerinnen und Techniker. Während also die Industriebetriebe Techniker aller Ausbildungsstufen vom Facharbeiter mit Lehrabschluss über HTL-Absolventen bis hin zum Diplomingenieur suchen, eröffnen sich für dieselben interessante Berufsaussichten. „Wer sich jetzt für eine technische Ausbildung entscheidet, dem stehen beruflich alle Türen und Tore offen“, betont IV OÖ-Präsident Dr. Axel Greiner. Er weiß darüber bestens Bescheid – zum einen ist er selbst studierter Techniker, zum anderen verfügt er als oberster Interessenvertreter der oberösterreichischen Industrie über den direkten Draht zu allen maßgeblichen Betrieben in unserem Land: „Die Industrie sucht innovative, gut ausgebildete Techniker aller Bildungsstufen. Die Betonung liegt dabei auf ‚innovativ’. Wer in eine manchmal doch etwas aufwändigere Technikausbildung investiert, wird mit einem überdurchschnittlichen Einkommen und tollen Karrierechancen belohnt.“ Frauen in die Technik! Damit steht jedenfalls fest: In der digitalen Welt gehört die Zukunft den Technikern. Das gilt übrigens nicht nur für Männer sondern in gleichem Maße auch für Frauen. Gerade jungen Mädchen und Frauen sei daher laut Greiner anzuraten, eine Karriere als Technikerin anzustreben, statt einen klassischen Frauenberuf zu ergreifen. „Erfahrungsgemäß stehen Frauen ihren männlichen Kollegen um nichts nach“, fehlt dem IV OÖ-Präsidenten jegliches Verständnis für veraltete RollenKlischees. Für ihn ist wichtig, dass das Interesse an technischen Zusammenhängen und Berufen möglichst frühzeitig, am besten bereits im Vorschulalter, geweckt wird. Technische Berufe sind interessant, abwechslungsreich, cool und wichtig für die Zukunft – für die Zukunft der jungen Menschen ebenso wie für die Zukunft der Industrie und somit für die Lebensqualität und den Wohlstand in unserem Land. PER MAUSKLICK ZUM ERFOLG Die interaktive Landkarte der IV OÖ verlinkt Ausbildungsund Karrierechancen in Oberösterreich und stellt die wich- tigsten Betriebe sowie sämtliche HTLs auf einer eigenen Homepage vor: www.industrielandkarte.at 7

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Dirty Jumping Adrenalinjunkies, spektakuläre Stunts und Nervenkitzel im Minutentakt - wenn sich der Schweiß der weltbesten FMX Athleten mit Tonnen von Dreck vermischt, dann ist wieder Zeit für NIGHT OF THE JUMPS. Für den Bau der extremen und dennoch sicheren Strecke, bedarf es einer logistischen Meisterleistung - und schwerem Gerät. 9

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Ende Jänner startete die extremste Freestyle Motocross Serie der Welt in Linz in die neue Saison. Bei der NIGHT OF THE JUMPS flogen die zwölf weltbesten Athleten mit ihren Maschinen wieder bis knapp unter das Hallendach der Tips Arena und kämpften um wichtige Punkte in der offiziellen Freestyle Motocross Weltmeisterschaft. California Roll, Doublegrap Flip oder 9-O‘Clock - so heißen nur einige der vielzähligen Tricks, die bei der NIGHT OF THE JUMPS geboten werden. Eines haben jedoch alle „Whips“ – wie sie in der Fachsprache genannt werden – gemeinsam: Sie benötigen möglichst viel „Dirt“. Denn auch wenn sich der Großteil des Spektakels in der Luft abspielt, so bildet der Boden die Grundlage für den Event. 12 Stunden. 1.800 Tonnen. Der Aufbau der Strecke samt zweier Landehügeln ist eine Herausforderung: Zunächst wird der gesamte Hallenboden mit Folie und Spezialabdeckung ausgelegt. Rund 70 Lkw bringen dann in etwa 1.800 Tonnen Lehm und Sand für den Bodenbelag, was in etwa 36.000 mit Erde beladenen Scheibtruhen entspricht. Nur knapp zwölf Stunden bleiben Zeit, um den Dirt in der Halle aufzuschütten und die Landehügel zu präparieren. Auf jedem dieser Hügel befinden sich zwei bis drei Absprungrampen mit einer Sprungentfernung von etwa 25 Metern. Um den Freestylern bestmögliche Bedingungen beim Wettbewerb zu garantieren, werden Spezialmaschinen für den Streckenbau eingesetzt. Wackere Leistung. Für die Präparierung der Strecke in Linz kamen Maschinen von Wacker Neuson zum Einsatz. Die Erde wurde zuerst großflächig mit dem Kramer Radlader 580 verteilt. Die Vorteile dieses Modells wurden hierbei ideal ausgenutzt. Die Allradlenkung, die eine hohe Wendigkeit gewährleistet, macht in Verbindung mit dem effizienten Antrieb schnelles Arbeiten möglich. Neben der Schaufel nutzte man auch die Transportgabel zum Transportieren von Gegenständen. Das hydraulische Schnellwechselsystem des Kramer 580 ermöglicht einen schnellen Wechsel der Anbauwerkzeuge. Zugeschanzt. Der Vorgänger des ET90 – der Kettenbagger 8003 – wurde mit Tief- und Böschungslöffel eingesetzt, um die Schanzen zu erstellen. Die Tandemwalze RD18 verdichtete anschließend die horizontale Strecke. Durch das Zusammenspiel von gleichmäßiger Verdichtung, hoher Wendigkeit und Fahrstabilität erfolgte eine effektive Präparierung der Strecke. Die Maschinen waren nicht nur vor und nach der Show im Einsatz. Um die Fahrbahn während der Veranstaltung in Schuss zu halten, war der Kettenkompaktlader 1101c in den Pausen für die Streckenpflege unterwegs. Vom Outback bis nach Panama. Nicht nur auf klassischen Baustellen werden Baumaschinen vom oberösterreichischen Leitbetrieb Wacker Neuson in Form von Baggern und Dumpern eingesetzt - so findet man diese beispielsweise auch beim Bau eines Mountainbike-Trails quer durch das australische 10

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© Fotos: Wacker Neuson, Shutterstock Outback, zur Gewinnung von Mineralien auf über 4.000 Höhenmetern, beim Ernteeinsatz auf einer südamerikanischen Agavenfarm, bei der Umsetzung der wichtigsten Wasserstraße der Welt, dem Panama-Kanal, beim Aushub eines Baseballstadions in Nordamerika oder aber auch bei der Sanierung eines Kircheninnenraums. 100 % Leistung. 0 % Emissionen. Dass es gerade hier, in den heiligen Hallen, zu keinen Schadstoffbelastungen kommen sollte, ist naheliegend. Insbesondere bei Einsätzen innerhalb von Gebäuden können die emissionsfreien Produktinnovationen von Wacker Neuson ihre Stärken daher voll ausspielen. Für einen schadstofffreien Bagger- betrieb in geschlossen Räumen, lässt sich ein 803 dual power beispielsweise mit einem elektrohydraulischen Aggregat verbinden. Der starke Elektromotor des Aggregats garantiert dabei die volle Baggerleistung. Karriere mit Zukunft. Aber nicht nur Umweltfreundlichkeit wird bei Wacker Neuson groß geschrieben, auch innovatives Design sowie die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Regelmäßig werden in Zusammenarbeit mit Studenten neue futuristische Baumaschinen entworfen, die noch nicht identifizierte Einsatzfelder erschließen. Beeindruckende Ergebnisse der Projektstudien werden dann von den Studenten präsentiert: ferngesteuerte Baumaschinen, wie der Elektro-AbrissRoboter WREX, oder der transformierbare Kompaktbagger „STRIDER TR“ können als Grundlage für künftige Forschungs- und Entwicklungsfelder dienen. Innovation und Erfolg setzen gut ausgebildete Mitarbeiter voraus, daher setzt Wacker Neuson stark auf eigene Aus- und Weiterbildung: das Programm „INTRAMove“ fördert den regionalen Wacker Neuson Baumaschinen finden auch beim Bau eines Mountainbike-Trails quer durch das australische Outback Einsatz. und fachlichen Austausch von Mitarbeitern innerhalb des Konzerns (mehr als 50 Gesellschaften weltweit, in Europa, Amerika, Asien). Bis zu vier Wochen kann man in einer anderen Gesellschaft mitarbeiten und so neue Erfahrungen und Sichtweisen sammeln, kulturelle Einblicke erhalten und sich persönlich weiterentwickeln. Auch das internationale Traineeprogramm „Train And Grow – T.A.G“ zielt darauf ab, technischen und vertriebsorientierten „Nachwuchs“ für Fach- und/oder Führungspositionen zu fördern. In 24 Monaten werden diverse Abteilungen an verschiedenen Standorten durchlaufen, wobei man aktiv an Konzernprojekten mitarbeiten kann. So wird man auf ein vielfältige und erfolgreiche Karriere im Konzern bestens vorbereitet. WREX ist die Studie eines ferngesteuerten Elektro-AbrissRoboters, der für den Einsatz im Innenbereich konzipiert wurde. Durch die kompakte Bauweise könnte er problemlos durch Türen und über Treppen manövriert werden, wodurch ein flexibles und gezieltes Arbeiten gewährleistet werden könnte. 11

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30 JAHRE VOLLER INNOVATIONSGEIST, EINSATZ UND LEIDENSCHAFT © IFCO © Porsche 1986 gründete Friedrich Huemer gemeinsam mit seiner Frau Ulrike die heutige POLYTEC mit dem Ziel, 20 Mitarbeiter zu beschäftigen. Heute, 30 Jahre später, beschäftigt der börsennotierte Automobilzulieferer mehr als 4.200 Mitarbeiter an 25 Standorten weltweit und erwirtschaftet 626,5 Mio. EUR Umsatz. Die POLYTEC GROUP ist heute ein führender Entwickler und Hersteller von hochwertigen Kunststoffteilen, zählt renommierte Weltmarken der Automobil- und Nutzfahrzeug-Industrie zu ihren Kunden und beliefert zunehmend auch Märkte außerhalb dieses Sektors. Das börsennotierte Unternehmen mit Hauptsitz in Hörsching bietet seinen Kunden Erfahrung und Know-how als Komplettanbieter im Bereich Spritzguss, als Spezialist für faserverstärkte Kunststoffe, als Hersteller von Originalzubehörteilen aus Kunststoff und Edelstahl sowie als maßgeblicher Entwickler individualisierter Industrie-Lösungen aus Polyurethan und der dazu notwendigen Maschinen und Anlagen. Rund 550 Mitarbeiter sind an den drei oberösterreichischen Standorten in Hörsching, Marchtrenk und Ebensee beschäftigt. Non-Automotive-Initiative trägt Früchte in Ebensee Nach der erfolgreichen Einführung der Produktion von komplexen automotiven Spritzgussbauteilen in den letzten Jahren startete POLYTEC PLASTICS Ebensee 2015 wieder die Fertigung von Non-Automotive-Produkten in ganz großem Stil. 50 Millionen Mehrwegbehälter für den sicheren Transport von Obst und Gemüse soll POLYTEC PLASTICS bis 2021 in ihrem oberösterreichischen Werk in Ebensee für den Logistikspezialisten IFCO herstellen. Um das enorme Fertigungsvolumen überhaupt leisten zu können, investierte POLYTEC einen zweistelligen Millionenbetrag in ein neues Automatisierungskonzept und in die Erweiterung der Spritzgussanlagen des Standortes. Ende November 2015 ging dann die erste vollautomatische Fertigungslinie in Betrieb. Zukünftig werden die Boxen auf insgesamt 14 Linien produziert – durchschnittlich alle zwei Sekunden verlässt eine Box das Werk. In den Standortinvestitionen für das Projekt sieht POLYTEC aber keineswegs nur eine Pflichtübung für einen einzelnen Auftrag. Sie stärken den Standort Ebensee langfristig und verhelfen einer alten Tradition des Werkes zu neuem Leben – der Fertigung von Produkten aus dem Non-Automotive- Bereich. Innovationen mit Leichtigkeit! Stabil und langlebig wie Metall und dabei wesentlich leichter – Kunststoffe bewähren sich tagtäglich millionenfach auf den Straßen dieser Welt. In Sachen Gewichtsreduktion, Designfreiheit, Kostenersparnis und Langlebigkeit sind sie im Automobilbereich heute ohne Konkurrenz. Hier spielt POLYTEC als renom- mierter Lösungsanbieter für Leichtbaukonzepte eine „gewichtige Rolle“: beispielsweise sorgt die bei POLYTEC CAR STYLING in Hörsching zur Serienproduktion ausgereifte Materialinnovation PUR RRIM Lightweight beim Heckstoßfänger des neuen Porsche 911 GT3 RS für eine Gewichtsreduktion von rund 23% im Vergleich zum konventionellen PUR RRIM. Der Heckstoßfänger erstreckt sich mit 1,8 Meter Länge über die gesamte Fahrzeugbreite und dennoch beträgt das Gesamtgewicht des sportlichen Bauteils nicht mehr als 4,14 Kilogramm. www.polytec-group.com Jubiläumsfest „30 years of PASSION“ am Standort Hörsching Die 30-jährige Erfolgsgeschichte von POLYTEC gab am Freitag, 3. Juni, Anlass für ein großes Jubiläumsfest mit rund 700 Gästen am Standort Hörsching. Gefeiert wurde mit Mitarbeitern, Kunden und Partnern aus Wirtschaft und Politik dort, wo die Wertschöpfung passiert – so wurde eine Werkshalle in eine Eventlocation umgewandelt, um gemeinsam eine abwechslungsreiche Rückschau auf 30 bewegte Jahre zu halten. Und auch der Alltag ist geprägt durch Bewegung, denn heute sowie in Zukunft gilt weiterhin: PASSION CREATES INNOVATION.

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Foto: Roland Froschauer Marc-Andre Dorion, EHC Liwest Black Wings DIE VERPACKUNG MACHT’S AUS! Innovative Verpackungen von Greiner Packaging. www.greiner.at Greiner Group Greiner Group

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Hast du schon mal bei einem Online-Versandhandel bestellt? Und dich gefragt, wie es möglich ist, dass dein Paket bereits einen oder zwei Tage nach der Bestellung bei dir zuhause ankommt? Wusstest du, dass deine Bestellungen und Einkäufe zuvor einen komplizierten Weg durch ein Logistikzentrum durchlaufen haben? Und wusstest du auch, dass die Entwicklung solcher Logistikzentren das Know-how vieler unterschiedlicher Experten erfordert? Der größte Musikinstrumentenversender Europas und das größte Musikgeschäft befinden sich im fränkischen Treppendorf. Bis zu 2.500 Kunden machen sich jeden Samstag auf den Weg dorthin. Weitere über sieben Millionen wählen den bequemeren OnlineWeg. Ihr gemeinsames Ziel ist das Musikhaus Thomann. Mehr als 75.000 Musik-Artikel - von der Gitarrensaite bis zum Klavier - warten dort in den Lagerhallen und im 5.500 m2 großen Shop auf begeisterte Musiker, die entweder über den Online-Store einkaufen oder die Ware direkt vor Ort abholen. Die Umschlagmenge bei Thomann ist enorm: Mehr als 12.000 Pakete werden täglich versandt, um die Weihnachtszeit sind es auch schon mal um die 22.000. Thomann-Kunden bestehen auf schnellem Service, darum sind 94 Prozent der Waren im Lager verfügbar. Aber auch extrem kurze Zugriffszeiten sind ein wesentlicher Faktor, die bei der Logistik berücksichtigt werden müssen. Wird eine Bestellung online platziert, dann ist sie in 28 Minuten versandbereit. Damit diese logistischen Meisterleistungen bewältigbar sind, braucht es Platz, Logik und Science Fiction. 15

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