Albeins, Magazin Nummer 1, Sommer 2016

 

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Albeins-Magazin

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Nummer 1 Sommer 2016 albeins2,80€ Das Magazin für ein genussvolles Leben Königin Sarah wirbt fürs Streuobst Murmeln aus der Kugelmühle Schicke Mode von der Alb

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Schlafen ist einfach. www.sparkasse.de Wenn dem Finanzpartner bereits heute rund 50 Millionen Menschen vertrauen.* * Anzahl Kunden bezogen auf die Sparkassen-Finanzgruppe. Wenn‘s um Geld geht S Kreissparkassen in der Region Böblingen Esslingen Göppingen Reutlingen Tübingen

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Liebe Freunde der Schwäbischen Alb, Sie halten heute ein neues Magazin über Ihre Heimat in den Händen: Albeins! Wir haben uns für diesen Titel entschieden, weil die Schwäbische Alb in vielerlei Hinsicht die Note Eins verdient. Das gilt für viele Freizeiteinrichtungen, vor allem aber auch für die gute regionale Küche und für zahllose Produkte, die aus dieser Region kommen. Die Eins haben sich auch Dörfer und Städte verdient, in denen es sich gut leben lässt. Nicht zuletzt dank der Menschen, die oft zusammenstehen und Bemerkenswertes schaffen. Albeins soll die Schwäbische Alb als eine Einheit darstellen, ungeachtet der politischen Karte, die unsere Region in zahlreiche Landkreise zerstückelt, ungeachtet der unübersichtlichen Struktur von Verbänden und Organisationen, die für unsere Landschaft etwas Gutes tun wollen. Mit Albeins setzen wir uns über einst gezogene Grenzen hinweg und betrachten unsere Schwäbische Alb so, wie es die Menschen hier auch tun. Als einen besonders liebenswerten Flecken, einzigartig schön und reich an Geschichte und Kultur. Mit unserem Magazin wollen wir Ihnen unsere Heimat näher bringen. Wir möchten Sie aufmerksam machen auf landschaftliche Reize, auf schöne Winkel, auf gute Produkte, lohnenswerte Ziele und interessante Mitmenschen. Albeins soll Ihr Wegbegleiter auf Ihren Ausflügen werden, ein geschätzter Ratgeber. Die Herzen unserer Autoren und Fotografen schlagen für die Schwäbische Alb. Entdecken Sie etwas, das Ihrer Meinung nach auch andere wissen sollten, dann schreiben Sie es uns bitte. Albeins wollen wir mit Ihnen, liebe Leser, gemeinsam gestalten. Herzlichst Ihr Rüdiger Gramsch Chefredakteur Zum Titelbild: Kanutour auf der Großen Lauter Wassersport auf der Schwäbischen Alb? Auf der 37 Kilometer langen Großen Lauter ist das möglich. Der Fluss entspringt in Offenhausen und mündet unterhalb von Obermarchtal in die Donau. Zwischen Buttenhausen und Indelhausen sorgen kleine Stromschnellen undWasserfälle für Abwechslung. Ideal für Kanuten. Das idyllische Tal kann von Juli bis September an Wochentagen mit dem Kanu durchpaddelt und erkundet werden. Volker Schmack von Kanutouren im Wilden Süden e.K., bietet die Kanutouren an. Kontakt: Fürstenbergstrasse 2 72525 Münsingen-Bichishausen Telefon: 07383/408 E-Mail: info@kanutouren.com Foto: Bernd Bürkle albeins Inhalt Foto: Bernd Bürkle 4 Handschmeichler für überreizte Kindersinne 6 Die Streuobstwiese lebt 7 Kasperle jagt Apfelräuber 8 Die Streuobst-Royals 10 Natürlich flauschig: Mode von Flomax 12 Der Überflieger 14 Einem großen Künstler auf der Spur 15 Regional is(s)t genial 16 Kochen wie Alexander Schulz 18 Albeins-Gewinnspiel 19 Kahnfahrt in die Höhle 21 Als Junior-Ranger unterwegs 23 Veranstaltungstipps 24 Die perfekte Kugel 26 Neues von der Alb 26 Impressum 27 Der Wilde Westen ist gleich nebean 28 Whisky aus dem Ammertal 30 Ein Graf sorgt für eine Blütezeit

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Handschmeichler für überreizte Kindersinne Wer kennt sie nicht – die harmonisch geformten Krippenfiguren der Margarete Ostheimer, bereits seit den 60er Jahren bekannt und weithin gerühmt. Sanfte Handschmeichler aus fein bearbeitetem Holz - Beruhigung für die oft überreizten Kindersinne. Nicht nur zu Weihnachten Steiners orientierten. Gemein- hochwertiges, liebevoll von Hand finden Kinder Inspiration und sam mit ihrem Vater Walter ent- gefertigtes Spielzeug geschaffen tiefe Freude mit den warm und warf und fertigte die engagierte wird. Über 100 Heimarbeiterin- zurückhaltend gestalteten Holz- Handarbeitslehrerin damals die nen und rund 40 festangestellte spielzeugen aus Zell unterm Ai- ersten Massivholzfiguren, die den Mitarbeiter fertigen mittlerweile chelberg. Längst reicht das Sor- einzigartigen Charakter der Ost- über 600 verschiedene Holzfi- timent der anthroposophisch heimer-Holzspielzeuge bis heute guren. Mitarbeiterfreundlich und geprägten Figuren in viele kind- prägen. Ressourcen schonend produziert liche Spiel- und Erfahrungswel- Ostheimer ein liebenswert har- ten hinein: Dorfszenen, Burgen Margarete Ostheimer war monisches Abbild der Welt und und Bauernhöfe, jahreszeitliche ebenso wie ihre Eltern davon bringt es in die Kinderzimmer. Szenen und Feste, aber auch die überzeugt, dass Kinder die Welt sagenhafte Arche Noah mit einer um sich herum als gut empfinden Vielzahl von Tieren begeistern und dass sie das, was sie wahrund berühren Kinderherzen auf nehmen im eigenen Spiel nach- Von Andrea Maier der ganzen Welt. erleben. Entsprechend gestaltete sie schlichte Grundformen mit Beim Besuch im zentralen Es war im Jahr 1959. Da ent- leisen Farben, die inspirieren und Werk ist es ein bisschen wie im schied sich die damals 29-jährige viel Freiraum für die jedem Kind Märchen: Vom Entwurf bis zur Margarete Ostheimer zu ihren eigene Fantasie und Kreativität Fertigstellung wandert jede ein- Eltern zurückzuziehen, um sie lassen. zelne der zauberhaften Holzfi- tatkräftig zu unterstützen. Adeli- guren in einem langen Prozess ne und Walter Ostheimer stell- Am Fuße der Schwäbischen durch viele achtsame Hände. In 4 ten mit Idealismus und sehr viel Alb bewahrt die „Walter-und- einer Welt, in der viele Produk- Mühe Kinderspielzeug her, das sie Adeline-Ostheimer-Stiftung“ die te unter enormem Druck, mög- an der Waldorfpädagogik Rudolf Werte und Kriterien, nach denen lichst billig von Menschen in Ar-

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mut, oder von Maschinen und Robotern hergestellt werden, in der das Wegwerfen schon beim Kauf einkalkuliert ist, scheint die ehrliche Handarbeit in angenehmer, respektvoller Atmosphäre, mit sorgsam verarbeiteten Naturmaterialien kaum mehr vorstellbar. Sägen, Schleifen, Bemalen, Ölen Kaum zu glauben, aber wahr: Um den künstlerischen Entwurf in die Gestalt zu bringen, werden exakt gezeichnete Umrisse der Figuren auf fein gehobelte Bretter gestempelt. Höchste Sorgfalt ist notwendig, da mit Augenmaß die in Maserung und Farbe geeigneten Holzpartien ausgewählt werden. Mit viel Fingerspitzengefühl werden die Silhouetten ausgesägt, ein grober Vorschliff beseitigt die Sägespäne und glättet die Oberfläche des Holzes. Dann arbeiten geschulte Künstlerhände die lebendige Gestalt der Figur heraus. So entsteht die einzigartig charakteristische Form der Ostheimer Figuren. Weiches Feinschleifen vollendet den Formprozess und bereitet die Oberfläche für die anschließende Farbgestaltung vor. Mit ruhiger Hand und feinem Pinsel werden die Spielfiguren dezent bemalt.Transparente Farben lassen die lebendige Struktur des Holzes zur Geltung kommen und verstärken seine warme Ausstrahlung. Ein Tauchbad in hochwertigen biologischen Ölen verleiht den Holzfiguren Farbbeständigkeit und schützt ihre Oberflächen. Erst wenn die Spielfiguren eine letzte aufmerksame Qualitätskontrolle durchlaufen und das Ostheimer-Siegel erhalten haben, werden sie sorgsam verpackt und zu ausgewählten Fachhändlern versendet. Kindergeburtstagen inmitten der harmonischen Holzfiguren lässt Kinderaugen leuchten. Neben der eigenen wertschätzenden Arbeit ist die Ostheimer-Stiftung für und mit unterschiedlichen Initiativen engagiert, die sich für das Wohl von Kindern einsetzen. Beispielsweise auch bei „Spiel und Zukunft“. In dessen Online-Portal www.spielundzukunft.de finden Eltern und andere, die mit Kindern umgehen, umfassende Anregungen, wie das Leben für Kinder gestaltet werden kann. Information Margarete Ostheimer GmbH, Boschstraße 17, 73119 Zell u.A. Tel.: 07164/9420-0 E-Mail: kontakt@ostheimer.de Führungen nur nach telefonischer Vereinbarung Kinder und Menschen jeden Alters können bei Werkstattführungen die Arbeitsabläufe vor Ort selbst erleben. Während der altersentsprechend gestalteten Führung ist zu bewundern, wie mit viel Hingabe, Sorgfalt und Kunstfertigkeit die weithin gerühmten Figuren entstehen. Die Handwerkerinnen und Handwerker freuen sich an den staunenden Kinderaugen und über die Wertschätzung, die sie und ihre Produkte während der Betriebsführungen erfahren. Die Ostheimer-Spielfiguren erzählen lebendige, bildreiche Geschichten, in deren zauberhafte Welt Kinder und Erwachsene bei schön gestalteten Märchenstunden im Stammhaus in Zell unterm Aichelberg eintauchen können. Auch das Feiern von 5

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Die Streuobstwiese lebt Großflächige Streuobstwiesen prägen die Landschaft des Voralb- Nahrungsbestandteil verschiede- gebietes und die Hänge hinauf auf die Alb. Was heute als einzigarti- ner Vogelarten und das Fallobst ge Kulturlandschaft gepriesen und geschützt wird, hatte über viele bereichert den Speiseplan von Jahrzehnte nicht mehr die Beachtung gefunden. Nach dem Zweiten Igel, Dachs und Reh. Bis zu 320 Weltkrieg, als Dörfer und Städte mehr Platz benötigten, Gewerbe- verschiedene Tierarten können gebiete erschlossen und Straßen gebaut wurden, mussten vor allem einen Obstbaum bevölkern. die Baumwiesen weichen. Die Rodung ausgedehnte Streuobstflächen wurde zeitweise sogar prämiert. Dem einstigen Grüngürtel um die Heute genießen die Streu- Ansiedlungen, der über JahrhunderteViehfutter und Obst lieferte und obstwiesen einen hohen Stel- zugleich die Häuser vor Wind und Trockenheit schützte, drohte das lenwert. Zahlreiche Initiativen Aus. rücken die Bedeutung der alles andere als pflegeleichten Flächen Von Rüdiger Gramsch in den Fokus. Haben die Eigentümer einer Streuobstwiese frü- her kaum etwas das gepflückte Dass es nicht soweit kam, ist wohl auch den Umwelt- und Na- oder aufgesammelte Obst be- turschützern zu verdanken, sie sich schon früh für den Erhalt der kommen, hat sich das inzwischen Streuobstwiesen stark machten und schließlich auch bei den politisch geändert. Viele Keltereien zahlen Handelnden Gehör fanden. Denn das „Wiesle“ ist auch ein ganz be- inzwischen einen deutlich hö- sonderer Lebensraum für viele Tiere. heren Preis und verwerten die Früchte auch anders als einst. Der Bund für Umwelt und Naturschutz hat eindrucksvoll zusam- Inzwischen gibt es zum Beispiel mengestellt, wer sich das Jahr über auf der Streuobstwiese tummelt sortenreine Apfelsäfte. Und nicht und wie wichtig die Bäume für die Lebewesen sind. Im Wurzelbereich nur das. Die Anfang des Jahrhun- leben nicht nur Mäuse und Igel, Regenwürmer oder Nacktschne- cken, sondern auch Eidechsen und Blindschleichen. Der Stamm, oft mit Pilzen, Flechten, Moos oder Algen bewachsen, ist die Heimat von Käfern, Ameisen, 6 Asseln und Holzwespen. Bunt- specht, Gartenbaumläufer, Wen- dehals, Gartenrotschwanz und Steinkauz nisten in Baumhöhlen und größeren Astlöchern. Auch Siebenschläfer oder Fledermäuse finden hier ein Plätzchen. In den Baumkronen brüten Singvögel wie Buchfink und Singdrossel. Turmfalke und Mäusebussard nutzen die Bäume als Ansitz bei der Jagd. Die Blätter der Bäume dienen Insekten und Larven als Nahrung. Von Pollen und Nek- tar der Blüten leben Bienen, Hummeln oder Schmetterlin- ge. Viele Früchte sind wichtiger

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derts im Landkreis Göppingen von vier Keltereien gegründete Qualitäts-Obstweininitiative gab sich mit Fruchtsäften, Destillaten und Most als bis dahin einzige Produkte von Früchten der Streuobstwiesen nicht zufrieden und ging sogar noch einen Schritt weiter. Die mit Unterstützung der Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg entwickelten sortenreinen Obstweine aus Früchten der Streuobstwiese unterscheiden sich grundlegend von herkömmlichen Obstweinen. Zu den Besonderheiten des QualitätsObstweins zählen eine schonend gekühlte Vergärung, individuelle, feine und intensive Aromen mit runden Geschmacksnuancen, keine Aufzuckerung zur Gärung, wodurch die Obstweine ein leichter Begleiter zum Essen sind, sowie ein hoher Gerbstoffgehalt durch die Verwendung alter Obstsorten. Eine pfiffigeVermarktung dieser Produkte trägt dazu bei, dass die Obstweine heute in vielen Spitzenlokalen in Deutschland auf der Karte stehen. Die Streuobstwiesen zwischen Alb, Neckar und Rems bilden eine der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaft in Europa. Auf etwa 26 000 Hektar stehen rund 1,5 Millionen Obstbäume mit einer beinahe einzigartigen Sorten- und Artenvielfalt. Der 2012 gegründete Verein Schwäbisches Streuobstparadies, der über 240 Mitglieder zählt, will diese besondere Landschaft erhalten und hat sich daher in den Bereich Marketing und Tourismus, sowie Bewirtschaftung, Naturschutz und Vermarktung Aufgaben gestellt. So will der Verein die Bewusstseinsbildung zur Streuobstwiese fördern, touristische Leitprodukte entwickeln, bestehende Angebote bündeln, einen Mehrwert für Streuobstwiesenbewirtschafter schaffen, Fortbildungsangebote für Profis und Laien unterbreiten oder Streuobstprodukte weiterentwickeln oder vermarkten. Mit zwei zugkräftigen Veranstaltungsreihen tritt der Verein an die Öffentlichkeit: Zum einen mit dem „Schwäbischen Hanami“ zur Obstbaumblüte im Frühjahr und mit der Reihe „Das Paradies brennt“ im Herbst. Information Schwäbisches Streuobstparadies e.V. Bismarckstr. 21 72574 Bad Urach www.streuobstparadies.de Kasperle jagt Apfelräuber Räuber klauen Großmutters gut gefüllten Korb mit Äpfeln von der Streuobstwiese. Darüber ärgern sich vor allem Kasper und seine beiden Freunde, der Hund Bello und Seppl, denn aus den Äpfeln wollte die Großmutter leckeren Saft pressen. Die Äpfel müssen wieder her. Kasper und seine beiden Freunde jagen die Räuber und erfahren dabei viel über die Bedeutung der Streuobstwiesen. Die Villinger Puppenbühne hat das Stück speziell für Kinder inszeniert, die auf diese Weise viele Informationen über die einzigartige Kulturlandschaft erfahren. Am Ende werden die Räuber geschnappt und Großmutter kann ihren Apfelsaft pressen. Der mitreisende Kinderzauberer Pfiffikus verblüfft im Anschluss an das Stück mit seinen Tricks. Zu den Zauberutensilien gehören natürlich Äpfel. Das Programm eignet sich bestens für Kinderunterhaltung bei Veranstaltungen zum Thema Streuobst, aber auch für Grundschulen, die sich mit dieser Thematik befassen. Zu buchen ist das Streuobstwiesen-Programm bei der Maitis-Media Verlagsgesellschaft mbH in Göppingen, Mail: info@maitis-media.de Foto: Rüdiger Gramsch 7 Foto: Dieter Ruoff/ Schwäbische Alb Tourismus

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Streuobst-Königin Sarah Maisch (links) und Prinzessin Tanja Walton Die Streuobst-Royals Die Majestäten im Streuobstparadies Foto: Wolfgang Schmid Sarah Maisch repräsentiert als Streu- Stelle steht natürlich das Obst: Kirschen, Äpfel, Bir- obst-Königin eine einzigartige Kulturland- nen, Zwetschgen schmecken, frisch und reif geern- schaft, Tanja Walton steht ihr als Streu- tet, unwiderstehlich gut. Was nicht sofort Gaumen obst-Prinzessin zur Seite. und Gesundheit erfreut, wird zu Obstkuchen, Saft, Marmelade, Gelee, Kompott, Mus, Most oder edlen 1,5 Millionen Obstbäume verteilt auf einer Flä- Destillaten verarbeitet. Meist direkt vor Ort, oft in che von 26 000 Hektar bilden die größte zusammen- Familienbetrieben werden vielerlei Köstlichkeiten 8 hängende Streuobstwiesenlandschaft Westeuropas. aus den Früchten hergestellt und angeboten. Sarah Diese in ihrer Vielfalt einzigartige Kulturregion zwi- Maisch schwört auf selbstgemachte Zwetschgen- schen Alb und Neckar trägt ganz offiziell den Na- oder Birnen-Chutneys und auf die Streuobst-Sec- men „Schwäbisches Streuobstparadies“. In einem cos ihres Vaters. Teil des Paradieses, das sich durch die Landkreise Reutlingen, Esslingen, Tübingen, Göppingen, Zoller- nalb und Böblingen zieht, tragen zwei Majestäten Von Andrea Maier das Lob auf die Streuobstwiesen und ihre Produkte in die Welt. Königin und Prinzessin wurden von einer zehn- Sarah Maisch wurde im Oktober zur offiziellen köpfigen Jury gewählt, die sich aus Vertretern des Streuobst-Königin des Landkreises Böblingen ge- Landkreises, des Kreistags sowie des Streuobstak- kürt. Gemeinsam mit der Streuobst-Prinzessin Tan- tionsbündnisses zusammensetzte. Sarah Maisch ist ja Walton repräsentiert sie all das Gute und Schöne, die jüngste der drei Bewerberinnen. Sie stammt aus das die knorrigen, oft sehr alten Bäume auf den na- Herrenberg-Mönchberg, aus einer „echten Streu- turnahen Wiesen zu bieten haben – von der duften- obst-Familie“, und ist entsprechend von Kindesbei- den Blüte bis zum leckeren Endprodukt. An erster nen mit dabei. „Ich war von klein auf mit in den

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Streuobstwiesen und habe irgendwann gemerkt, dass aus dem Muss echter Spaß wurde“, lacht sie. „Heute bietet mir die Arbeit im und mit dem Streuobst einen herrlichen Ausgleich zum Beruf.“ Im „echten Leben“ ist die Streuobstkönigin Steuerassistentin. Tanja Walton hat ein Studium der Umweltwissenschaft absolviert. Auch sie war schon als Kind auf den Wiesen der Großeltern mit im Einsatz. „Wir wollen insbesondere junge Leute auf die Schönheit und die Vielfalt unserer vielfältigen Kulturlandschaft und deren Produkte aufmerksam machen“, erläutert Sarah Maisch, die nicht nur andere erfreut, sondern auch selbst viel gewinnt: „Ich lerne viel Neues von anderen Interessierten kennen“. Die Freude an den Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen ist ihr dabei anzusehen.Obgleich gewiss mit einiger Arbeit verbunden,sehnen sich die beiden Majestäten nun aber ganz besonders nach dem Beginn der Obstbaumblüte. „Es gibt kaum etwas Schöneres als den Duft in diesem wundervollen Blütenmeer.“ Verschenken Sie sorgfältig ausgewählte Produkte aus dem Stauferland. Überraschen Sie mit dem Stauferkischtle Freunde, Mitarbeiter oder Geschäftspartner! www.stauferkischtle.de Stauferkischtle DAS GESCHENK AUS DER REGION Seelenzauber Lassen Sie Ihre Seele baumeln und hören Sie auf Ihre innere Stimme! Finden Sie die Ruhe um den Stress des Alltages zu vergessen und neue Kraft zu tanken. Wir verwöhnen all Ihre Sinne und lassen Sie Ihre Innere Ruhe finden, um mit neuer Kraft in den Alltag zu starten. Inklusivleistungen: Aperitif zur Begrüßung 2x Übernachtungen im Wohlfühl-Doppelzimmer 2 x vitales Landfrühstücksbuffet 1 x 4-Gang-Genießerhalbpension 1 x romantisches Candle Light-Dinner – in 5 Gängen serviert 1 x Entspannungsmassage (ca. 55 Min.) Kostenfreie Nutzung unseres Relax Bereiches „Wellness Verbena“ Im Komfort-Doppelzimmer ab 220,00 € pro Person Im Landschafts-Doppelzimmer ab 237,00 € pro Person Im Biosphären-Doppelzimmer ab 257,00 € pro Person Einzelzimmer-Zuschlag pro Nacht 15,00 € Mit diesem Angebot sparen Sie ganze 55,00 € pro Person Marktplatz - 72525 Münsingen Telefon 07381-1826-0 reservierung@hotelherrmann.de MIT APINRMODGSYHRBOAOWMRG-M 15 Interpreten stellen brandneue Titel vor Jury- und Publikumswertung, Schlagermarkt Moderation: Michael Branik Gast: Deutschlands bekannteste Landfrau, Frau Wäber Tickets auf www.easytickets.de Kooperationspartner: Deutscher Komponistenverband, Deutscher Textdichterverband, Deutscher Musikverleger-Verband, Gema Samstag 25. März 2017, 19.30 Uhr Stadthalle Göppingen, www.stauferkrone.de 9

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Natürlich flauschig Mode von der Alb: Flomax in Gächingen Seit 1995 produziert Es fühlt sich weich an, flau- Qualitätssiegel, nach denen das Flomax Naturmode in schig,aber auch robust.Schon der Unternehmen zertifiziert ist, St.Johann-Gächingen auf Geruch ..., obgleich der Poncho sowie die ausschließliche Ver- der Schwäbischen Alb, öko- neu und noch nicht gewaschen wendung von Materialien zerti- logisch und kompromisslos ist, riecht er angenehm. Die Far- fizierter Hersteller garantieren nachhaltig orientiert, Klei- be erinnert an einen guten star- höchste Qualität, eine umwelt- dung und Heimtextilien. ken Kaffee, natürlich, aber kein freundliche Produktion und so- bisschen langweilig. Die Beanie- ziale Verantwortung im gesamten Mütze in beige sieht klasse dazu Produktionsprozess. Schur- und aus, die Stulpen in der selben Baumwollgarne stammen aus Farbe machen gute Laune und kontrolliert biologischer Tierhal- wärmen garantiert durch jede tung und aus kontrolliert biolo- Kälte. Dass auch die Strümpfe gischem Anbau - die verwendete aus diesem super angenehmen Baumwolle wird fair gehandelt, Material sind, ist weniger zu se- die Farben sind ökologisch, ge- hen, aber umso mehr zu spüren. sundheitlich unbedenklich. Zu- Wer mag, kann sich rundum mit dem findet der gesamte Produk- den komfortablen und ziem- tionsprozess im Umkreis von lich schicken Kleidungsstücken 35 Kilometer um den Standort aus der Albmerino-Kollektion St.Johann-Gächingen statt. kleiden. Die Wolle stammt von den längst legendären Merino- landschafen. Entgegen mancher Von Andrea Maier Befürchtung kratzt sie kein biss- chen, wärmt kuschelig bei Kälte Die Vision, die Veronika und und kühlt sogar bei Hitze. Volkert Kraiser zur Gründung ihres Unternehmens geführt Neben dem angeneh- hat, ist von tiefer Überzeugung men Tragegefühl kommt getragen: „Wir wollen das nur 10 bei den Produkten der noch rar gesäte Wissen über tra- Firma Flomax allerdings ditionelle Wollverarbeitung im noch jede Menge Mehr- Biosphärengebiet Schwäbische wert dazu: Alle Texti- Alb bündeln und lien werden regional, wiederbele- nachhaltig und vor ben.“ Kon- allem natürlich öko- sequent logisch hergestellt. weiter Hochrangige Firmengründerin und Designerin Veronika Kraiser entwirft auch heute noch alle Kollektionen

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gedacht bedeutet das, die komplette Produktionskette und alle damit verbundenen Betriebe auf die Schwäbische Alb zu holen. Die Schäferei Stotz war mit ihren Herden schon da - Bärbel und Gerhard Stotz betreiben Schafzucht in vierter Generation, direkt im Zentrum der Schwäbischen Alb, bei Münsingen. Die Beweidung auf den Kalkmagerrasenflächen pflegt die einzigartige Landschaft und erbringt die hohe Qualität der Albmerino-Wolle. 2009 schlossen sich die Familien Stotz und Kraiser folgerichtig im Projekt Albmerino zusammen. Bis heute sind mehrere Kollektionen entstanden, deren besonderer Stil die Handschrift von Designerin und Gründerin Veronika Kraiser trägt: klassische Schnitte und harmonische Farbpaletten zeichnen die Naturmode aus der AlbManufaktur aus. Landschaftstypische Motive, wie beispielsweise Silberdistel,Alb-Linsen,Alb-Schnecke oder Alb-Lamm zeugen charmant von der innigen Verbundenheit zur Landschaft, aus der alles stammt. Gloria und Silvia präsentieren Mode von Flomax Bis heute entwirft Veronika Kraiser jedes Stück selbst. Jeder Knopf, jede Zierleiste wird von den Mitarbeiterinnen sorgsam angebracht. Fünf Jahre nach der Gründung von Flomax-Naturmode wurden die heutigen Produktionsräume an das ehemals elterliche Wohnhaus von Volkert Kraiser angebaut. 2011 wurdenVerkaufsräume über vier Etagen in der Scheune eröffnet – die Kundschaft, vom Nachbarn bis zum qualitätsbewussten Textilhandel, wächst beständig. Seit einiger Zeit kann, wer mag, auch online einkaufen.Allerdings kann man dann keinen Blick in die Produktionsstätte werfen. Hier ist zu sehen und zu spüren, dass die Arbeit mit den natürlichen Produkten bei den rund 20 Angestellten große Freude und Zufriedenheit schafft, viele von ihnen sind seit der ersten Stunde dabei. Information Flomax-Naturmode GmbH St. Johann-Gächingen, Braikeweg 6 Geöffnet ist von Dienstag bis Freitag von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, Samstags von 10 bis 14 Uhr. www.flomax.de Fotos: Flomax 11

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Der Überflieger Mit dem Tragschrauber über die Alb Werner Schrägle aus Sonnenbühl ist ein „Älbler“ durch und durch, ein schwäbisches Urgestein mit sonnigem Gemüt, den nichts, aber auch gar nichts aus der Ruhe bringen kann. Doch manchmal geht er regelrecht in die Luft: dann startet er auf dem Hayinger Flugplatz seinen Tragschrauber, nimmt kurz Anlauf und hebt einfach ab, den Wolken entgegen. Werner Schrägle ist bekannt als der Biosphären-Flieger, und sein Fluggerät ist ebenso einmalig wie er selbst. Der Tragschrauber, fachlich auch Gyrokopter genannt, mutet zunächst wie ein kleiner Hubschrauber an, doch das Prinzip ist hier ein anderes. Der Propeller am Heck des zweisitzigen Vehikels sorgt nämlich nicht nur für den Vortrieb, sondern sein Luftstrom versetzt auch den eigentlichen Rotor in wirkungsvolle Drehung. So hält sich ein Tragschrauber in der Luft. Von Bernd Bürkle Ein etwas mulmiges Gefühl können seine Passagiere zunächst nicht verbergen, wenn sie das filigrane Fluggerät zum ersten Mal besteigen. „Das ist wie Motorradfahren in 3 D“, lächelt der Pilot und reicht den Helm mit integriertem Sprechfunk. Bitte anschnallen, entspannen und einfach genießen – wer mit dem BiosphärenFlieger unterwegs ist, bekommt nicht nur einen Erlebnisflug über die schönsten Landschaften der 12 Schwäbischen Alb geboten, son- dern ein unvergessliches Abenteuer. „Da sind nach der Landung schon des öfteren Tränen geflossen“, erzählt Werner Schrägle, „dieses einmalige Gefühl, sich so völlig ohne Kabine und Fenster einfach in die Lüfte zu erheben, das ist eben – im Wortsinn – ein erhebendes Gefühl.“ Die Aussicht ist natürlich sensationell, der freie Blick nach unten auf die sich windende Große Lauter, auf die beschaulichen Dörfer, auf Burgen und bunte Felder… „Besonders Menschen mit hoher beruflicher oder privater Belas-

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tung empfinden diese totale Befreiung von jeglicher Schwerkraft als emotional höchst bewegende Erfahrung. Im Grunde ist so ein Flug bereits eine Therapie gegen Stress und Burnout.“ Niemand kann einfach wieder aussteigen und gleich nach Hause fahren, zumeist stehen die Passa- giere noch lange da und verarbeiten stumm das Erlebte. Und dann kann es passieren, dass der stets sonnige Pilot sie einfach in den Arm nimmt und mal eben kräftig drückt. Denn Werner Schrägle ist unter anderem auch Heiler mit entsprechender Ausbildung, der viele psychische und auch körperliche Probleme moderner Menschen zu behandeln versteht. Apropos Ausbildung: Insgesamt acht (!) Ausbildungen hat der schwäbische Tüftler und Erfinder absolviert. Eine seiner Erfindungen betrifft Menschen mit körperlichen Einschränkungen: Mobility Cube heißt der von ihm entwickelte, selbstbalancierende Rollstuhl, der auf nur einer Achse fährt und daher nahezu uneingeschränkt geländetauglich ist.Aber das ist eine andere Geschichte… Information www.biosphaeren-flug.de www.mobilitycube.de Fotos: Bernd Bürkle 13

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Einem grossen Künstler auf der Spur Rundweg in Eningen unter Achalm erinnert an HAP Grieshaber In Oberschwaben geboren, wählte der In der HAP-Grieshaber-Halle können an jedem gelernte Drucker und Holzschneider Hel- ersten Sonntag im Monat (14 – 17 Uhr) persönliche mut Andreas Paul Grieshaber (1909-1981) Gegenstände Grieshabers, Auszeichnungen und die Schwäbische Alb als Heimat, Inspira- selten gezeigte Keramiken besichtigt werden. Auch tionsquell und Ruhepol. In Eningen un- der 1958 entstandene Grieshaber-Fries, mit einigen ter Achalm fand er nach Krieg und Ge- noch vorhandenen Entwurfsarbeiten, ist zu sehen. fangenschaft seinen Wohn- und Familien- ort, von hier aus wirkte er kunstschaffend Am Aussichtspunkt Schillerhöhe, an der neun- weit über die Region, weit über Deutsch- ten Station, wurden im Juli 2015 Abbildungen der land hinaus. „Epheben“ aufgestellt. Was Grieshaber 1967 als Siebdruck schuf, wurde für den Bühnenvorhang der In Verbundenheit mit dem einstigen Eninger Mit- Friedrich-List-Realschule Mössingen auf Stoff umge- bürger, gründete sich im Jahr 2012 der Förderver- setzt. Seit dem vergangenen Sommer können nun ein Eninger Kunstwege, der sich unter anderem zum auch die Rundwanderer das eindrucksvolle Werk in Ziel gesetzt hat, den HAP-Grieshaber-Rundweg an aller Ruhe betrachten. Nun soll die sechste Stati- der Achalm in Eningen zu gestalten. on mit einer wunderschönen Fotografie der Glas- bausteinarbeit „Poseidon und Amphitrite“ bestückt Der schön gelegene und zu weiten Teilen werden. Das Original entstand 1959, zierte lange ein barrierefreie Weg führt am ehemaligen Wohnhaus Firmengelände in Fürstenfeldbruck und schmückt und Atelier des herausragenden Holzschneiders nun die Peter-Rosegger-Schule in Reutlingen. vorbei. Darüber hinaus weist der Rundweg vor allem auf Werke hin, die der eigenwillige Älbler, 2017, wenn der 500. Jahrestag der Reformation der international vor allem für seine Holzschnitte begangen wird, soll die Wiedergabe der Kirchen- berühmt ist, für den öffentlichen Raum geschaffen fenster der St. Bonifazius-Kirche in Metzingen bei hat. Station Acht installiert werden. Grieshaber entwarf die weithin gerühmten Fensterbilder 1956. 14 Von Andrea Maier Auch für die angemessene fotografische Um- setzung der Keramikarbeit „Lebensbaum“ sind die Vorbereitungen bereits in vollem Gang. Das Origi- Der HAP-Grieshaber-Rundweg beginnt mit- nal bezaubert im Treppenhaus der Gottlieb-Rühle- ten in Eningen, an der HAP-Grieshaber-Halle. Von Schule in Mössingen. Es besteht aus vier Wandbil- dort aus führen Markierungen (Panoramaweg dern, die über vier Etagen aus jeweils 195 bzw. 168 ‚Rund um Eningen‘) zum Ortsrand und weiter an Keramikkacheln zusammengesetzt sind. den Wohn- und Arbeitsräumen Grieshabers vorü- ber, leicht ansteigend zum Achalm-Höhenweg. Mit Da der Verein Eninger Kunstwege den HAP- herrlichen Ausblicken bereichert, führt der Weg Grieshaber-Rundweg ausschließlich über Spen- über die Schillerhöhe und durch den Krügerpark den finanziert, werden die geplanten zwölf Sta- zurück zum Ausgangspunkt. Entlang des Weges sind tionen Zug um Zug ausgestattet. Liebhaber der zunächst zwölf Stationen geplant, an denen jeweils Grieshaber‘schen Kunst werden sich in hohem großformatige Fotografien der Werke im öffentli- Maße daran erfreuen, die Werke genau dort be- chen Raum, auf unterschiedlichen Materialien ge- trachten zu können, wo der Meister sie ersonnen druckt, präsentiert werden. und geschaffen hat: In Eningen unter Achalm.

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Regional is(s)t genial Zutaten für feinste Gerichte komnmen von der Alb Eine der kulinarischen Spezialitäten aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb steht wieder auf den Speisekarten: Das Alblamm. Im für seine hervorragende Küche gerühmten Hotel Gasthof Herrmann in Münsingen gibt’s Lamm aus der Alb-Region jedoch zu jeder Jahreszeit passend zubereitet. „Bei uns gibt es Gerichte mit diesem zarten aromatischen Fleisch nicht nur zu Ostern, wir bereiten es je nach Jahreszeit immer wieder anders zu.“ Rainer Autenrieth, der das traditionsreiche Haus am Münsinger Marktplatz in vierter Generation führt, erläutert, dass es dafür keine große Gefriertruhe braucht, sondern vielmehr eine gute Zusammenarbeit mit der Schäferei. Das ganze Jahr über frisches Alblammfleisch in bester Qualität ist möglich, weil Schäfer Stotz rund um Münsingen seine Herden hält, und die Tiere nach Bedarf direkt auf seinem Hof geschlachtet werden. Frischer geht es nicht und sicher auch nicht stressärmer für die Lämmer. Sie müssen weder transportiert noch durch riesige Schlachtanlagen getrieben werden. Auch Alblinsen-Schweine, Alb-Büffel und Alb-Weiderinder wachsen in Landwirtschaften in der Umgebung auf und werden ohne Umwege überwiegend in der Metzgerei Failenschmid im benachbarten Gächingen zu erlesenen Fleisch- und Wurstwaren verarbeitet, die in der Küche des Gasthof Herrmann verarbeitet werden. Gute Eier gibt’s vom Bio-Hühnerhof Maier in Münsingen, allerlei Gemüse wächst nicht weit entfernt, es wird vom Bioland-Betrieb Gaisbühl aus Reutlingen angebaut und frisch geerntet geliefert – ein jedes zu seiner Zeit. Selbst den Champignons könnte man beim Wachsen zusehen, sie stammen aus der Pilzzucht der Familie Gaiselhart in Ehestetten. Milchbauer Schmid in Bremelau liefert melkfrische Milch,Albkäse und Albzarella kommen vom Käsehof Rauscher in Ödenwaldstetten, vom Moosherr-Hof in Riedlingen stammt das kaltgepresste Rapsöl, die Alblinsen vom Bauer Glück und das Lautertal-Eis von Bachmanns in Lautertal ... Die Liste der Produkte, die aus der Region stammen, vor Ort hergestellt und verarbeitet werden, ist lang. „Über 90 Prozent der Lebensmittel, die in unserer Küche verarbeitet werden, sind aus der Region, die meisten Getränke auf unserer Karte ebenso.“ Seit Rainer Autenrieth 1991 das Haus mit hohem Anspruch an Regionalität übernommen hat, ist manches anders geworden. Früher wurden die Autenrieths belächelt, weil sie das vergleichsweise teure Lammfleisch vom Stotz kauften, anstatt die günstigere Gefrierware aus Übersee. Mittlerweile haben sich jedoch immer mehr Bauern der Region umgestellt und spezialisiert. Etliche sind nun begehrte Lieferanten für ausgesucht guten Küchen. Von Andrea Maier Der rüstige Seniorchef Ernst Autenrieth verweist auf die Tradition des Restaurants: „Wir haben schon immer das angeboten, was um uns herum wächst und 15

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