Mitteilungsblatt Thüringer Pfarrverein Juli - September 2016

 

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Mitteilungsblatt Thüringer Pfarrverein Juli - September 2016

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Juli / August / September 2016 Thüringer Pfarrverein Juli - September 2016 3 Editorial 4 LGAV Thüringen - „In die Harre gespielt“ 7 Vergessene Bücher - Gottlieb Cober Teil II 14 Neuer Vorsitzender Pfarrergesamtvertretung VELKD 15 Neuer Vorsitzender der Hilfestelle in der EKM 16 Leserbrief: Das ordinierte Amt war so nicht gewollt? 17 Domprediger Quast verabschiedet 20 Einladung zur Mitgliederversammlung 23 Warum die Kirche keine Pfarrer mehr braucht 31 Bücherrat, Ferienobjekte, Geburtstage Nr. 3 | 6. Jahrgang 2016

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ESA 123x80 20151208 Dienstag, 8. Dezember 2015 09:44:32 KONSERVIERUNG / RESTAURIERUNG Christine Machate Diplomrestauratorin Verband der Restauratoren e.V. Thomas-Müntzer-Str. 21 a 99084 ERFURT Fon 0361 60 12 888 Fax 0361 60 12 890 Funk 0172 790 44 23 mail c-machate@web.de Befunduntersuchung Schadenserfassung Konzeption Konservierung Restaurierung Rekonstruktion Dokumentation Vergoldung Farbfassung Pflege und Betreuung von Sammlungen, Ausstellungen und Einzelobjekten Beratung, Prävention GEMÄLDE TAFELBILDER SKULPTUREN ALTÄRE RAUMAUSSTATTUNGEN UND MUSEALE OBJEKTE 2 Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016

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Editorial von David Mayer, ordinierter Gemeindepädagoge in Völkershausen So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Eph 2, 19) Für viele ist gestern der 7. Sonntag nach Trinitatis mit dem EM-Finale 2016 ausgeklungen. Auch wenn es nicht immer hochklassig war, so war es am Ende doch ein sehr spannendes Spiel. Schlussendlich hat in meinen Augen mit Portugal das Team gewonnen, welches sich als Mannschaft füreinander aufgeopfert und alles gegeben hat. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was das mit dem Wochenspruch des 7. Sonntag nach Trinitatis zu tun hat? Ich denke, dass dieser mit dem Wochenspruch und dem Predigttext aus Apostelgeschichte 2, 41-47 genau diese Gemeinschaft und diesen Zusammenhalt als Thema hat. Sicherlich wird der ein oder andere jetzt denken, dass der Liebeskommunismus aus Apostelgeschichte 2 doch eine reine Utopie ist und ja, das stimmt. Aber was spricht dagegen, diesen Traum, dieses Ideal zu haben? Als ordinierter Gemeindepädagoge bin ich nun gerade in meine Entsendungszeit gestartet und erinnere mich immer gern an den Satz aus dem Ordinationsvorhalt: „Gib keinen verloren“. Ich muss aber (wieder) merken, wir sehr wir in unseren Gemeinden und Konventen nur auf unser eigenes Wohl schauen und andere aus den Blick verlieren. Da ist zu oft nichts mehr von Mitbürgern der Heiligen, von Schwestern und Brüdern. Warum eigentlich? Ist es uns nicht möglich zuzulassen, dass anderen etwas Gutes getan wird oder etwas gelingt? Als Sportler kann ich das nicht verstehen. Egal ob nun Fußball oder eine andere Mannschaftssportart, gewinnen kann man nur im Team. Wenn es da Neid und Missgunst gibt, weil der andere etwas besser kann, dann wird es mit dem Gewinnen schwer. Gerade als Ordinierte sind wir es gewohnt, vornweg zu gehen und die Richtung anzugeben. Da als Teamspieler zu agieren, fällt schwer. Es ist ja auch schön so im Rampenlicht, es ist warm, die An- Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016 3

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erkennung ist da. Und das soll man nun aufgeben? Ich denke ja, denn Kirche ist eine Mannschaftssportart und die braucht Teamspieler. Die Frohe Botschaft unseres Glaubens weiterzugeben, das geht nur, wenn viele mit anpacken. Das ist nicht frei von Reibereien und Konflikten, das ist auch nicht schlimm, denn dann merken wir, wir sind mit ganzem Herzen da- bei. Das ist auch im Sport nicht anders, doch am Ende ist es wichtig, sich wieder zusammenzuraufen. Das heiß nicht, dass alle die gleiche Meinung haben müssen, aber anzuerkennen, dass es unterschiedliche Wege gibt, die wir mit dem gleichen Ziel gehen. LGAV Thüringen - wir sind das Original und nicht die Kopie – „In die Harre gespielt“ 1 1 Martin Luther, zitiert nach Gottlieb Cober: Hertz=erquickende Blumen und Gemüths=labende Äpfel Aus dem Anmuthigen Lust=Garten der Heil. Schrifft frisch aufgebrochen, Leipzig 1713, S. 426; Vergleiche auch den Aufsatz in diesem Heft: Vergessene Bücher-Verborgene Schätze, Gottlieb Cober (Teil II), Der verkehrte Rechtsgelehrte; gleichbedeutend mit: in die Länge gezogen Ein Abriss der jüngsten Geschichte des Gustav-Adolf-Werkes der EvangelischLutherischen Kirche in Thüringen, jetzt Lutherischer Gustav-Adolf-Verein Thüringen - Teil 10 Martin Michaelis (letzter Bericht Heft 3 2015 „Das fabelhafte Wirken der Kirchenleitung“) 1. Die letzten Vorgänge Nachdem am 4. März 2015 im Vergleich vor dem Verwaltungsgericht vereinbart wurde, die Disziplinarverfahren bis zum 31.05.2015 einzustellen, sollten diese mit fast viermonatiger Verspätung mit Schreiben vom 14. September 2015 beendet werden. Allerdings war die Dis- ziplinarverfügung mit einem Verweis verbunden, der sich trotz anwaltlicher Hinweise wiederholt auf falsche und haltlose Vorwürfe stützte. Dagegen haben die Vorstandsmitglieder des LGAV bei der Disziplinarkammer der EKD im Oktober 2015 Klage eingereicht. Am 18. Mai 2016 kam es in Hannover zur Verhandlung. Dabei hat das Gericht in der verwaltungsfachlichen Unterstützung des GAW Thüringen durch die EKM gravierende Mängel gesehen. Seitens des Disziplinargerichts wurde den Vertretern der Beklagten unmissverständlich deutlich gemacht, dass die Disziplinarverfügungen keinen Bestand 4 Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016

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haben würden, woraufhin die Verfügungen noch während der Verhandlung zurückgenommen wurden. Mit Schriftsatz mit Datum vom 25.05. 2016 verfügte das Kollegium des Kirchenamtes die Einstellung der Verfahren. Bereits am darauffolgenden Tag, noch ehe den Betroffenen die Verfügungen persönlich zugegangen waren, erfuhren sie zuerst aus der Kirchenzeitung von erneuten Anschuldigungen und der Einstellung der Verfahren. Das Kirchenamt muss sich also mit höchster Wahrscheinlichkeit schon vor der Abfassung der Einstellungsverfügung mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewandt haben, denn diese wurde in Glaube und Heimat zitiert, ausgeliefert am frühen Morgen des 26.05.2016! richtlichen Vergleichs, wonach eine disziplinarrechtliche Überprüfung des Verhaltens des Klägers und der anderen Vorstandsmitglieder allein unter dem Gesichtspunkt der nicht zweckentsprechenden Mittelverwendung erfolgen sollte, gerade nicht feststellen, dass eine solche vom Kläger und seinen Vorstandskollegen zu verantworten sei. Vielmehr sei die langjährig praktizierte Führung der Geschäftes des GAW Thüringen ersichtlich für die Beklagte erst im Zusammenhang mit der beabsichtigten Fusion der beiden landeskirchlichen Gustav-Adolf-Werke und nach deren Ablehnung durch den Vorstand des GAW Thüringen in den Blick genommen worden. Darin hieß es: „Das Gericht hat in der ordnungsgemäßen Mittelverwendung des Vorstandes Mängel gesehen. Zugleich merkten die Richter jedoch an, dass sich die Landekirche bereits früher im Rahmen der Aufsicht über das Werk darüber hätte informieren können. >Wir sind grundsätzlich erleichtert, dass das Verfahren ein Ende gefunden hat und damit der Weg für ein konstruktives Miteinander geebnet ist<, sagt Brigitte Andrae, Präsidentin des Landeskirchenamtes.“ Obwohl die Einbindung der Landeskirche bzw. der Superintendenturen und damit die grundsätzliche Möglichkeit einer entsprechenden Kontrolle der Vereinsgeschäftsführung bereits durch § 5 Abs. 1a) und e) sowie durch § 7 Abs. 1g der Satzung des GAW Thüringen originär vorgesehen war, erfolgten zuvor keinerlei Beanstandungen oder kritische Hinweise.“ 2. Die Schadensbilanz Im Protokoll der Verhandlung vor der Disziplinarkammer vom 18.05.2016 heißt es allerdings im diametralen Gegensatz dazu: Eine kurze Zusammenfassung: Von Seiten des Vorstandes des LGAV zu verantwortende finanzielle Verluste: „Der Richter teilt den Beteiligten die vorläufige Rechtsauffassung der Kammer mit. Danach lässt sich mit Blick auf Nummer 4 Satz 2 des verwaltungsge- 0,00 € Von Seiten der Landeskirche zu verantwortende finanzielle Verluste: Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016 5

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Spendenverluste in vier Jahren: > 80.000 € - die persönlichen Folgen für die betroffenen Vorstandsmitglieder und ihre Familien Bestand des Kontos (EKK) des GAW bei dessen unrechtmäßigem Einzug durch das LKA2. - die den Gemeinden entgangene Arbeitskraft, die in den Verfahren gebunden wurde 499,70 € 3. Zusammenfassung Anwaltskosten der Vorstandsmitglieder: Die Vorgänge machen deutlich: > 15.000 € Personalkosten im LKA (entsprechend geschätzt, genaue Angaben müsste das LKA machen): > 15.000 € Dem Vorsitzenden der Pfarrvertretung entgangene Stellenanteile zur Entlastung, das sind 39 Monate zu je einer halben Stelle: 92.000 € Nicht zu beziffern sind: - zu erwartende Spendenverluste sowohl beim LGAV als auch beim GAW der EKM - der Vertrauens- und Ansehensverlust der kirchlichen Leitung der EKM 2 Das Konto wurde trotz des vom GAW-Vorstand gegen die Auflösung des GAW Thüringen eingelegten Widerspruchs mit aufschiebender Wirkung widerrechtlich durch das Landeskirchenamt eingezogen. Die darauf verbliebenen Mittel wurden durch das Landeskirchenamt einbehalten und trotz des am 4.3.2015 geschlossenen Vergleichs vor dem Verwaltungsgericht der EKD nicht zurückgezahlt.. Der Verbleib des Geldes ist ungeklärt. 1. Mängel bei der zweckentsprechenden Mittelverwendung hat es nicht gegeben. 2. Erst nachdem sich der Vorstand gegen die Auflösung des GAW Thüringen ausgesprochen und den rechtlich nicht haltbaren Auflösungsbeschluss des Landeskirchenrates völlig zu Recht nicht akzeptiert hat, wurden die Disziplinarverfahren ohne jeden Nachweis eines belastbaren Anfangsverdachts eingeleitet. 3. Nur mit Hilfe psychologischen Sachverstandes ließe sich vielleicht erklären, warum gerade diejenigen „grundsätzlich erleichtert“ sind, die andere über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren, dreieinhalb davon mit Disziplinarverfahren, nachweislich zu Unrecht beschwert haben. 4. Eine Bitte um Entschuldigung, Versuche einer Wiedergutmachung oder sonstige Konsequenzen aus dem durch kirchenleitendes Fehlverhalten entstandenen Schaden hat es bisher nicht gegeben. 6 Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016

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Vergessene Bücher - Verborgene Schätze Gottlieb Cober (Teil II) Der verkehrte Rechtsgelehrte Von Martin Michaelis „Hier hat Minerve selbst Herrn Cobern vorgestellt Den Mann, der alle Welt in Schriften wohlgefällt Du siehst den Schatten nur, ließ seine netten Sachen Dann kannst du bey dir selbst, ein schönes Bildnis machen.“ Portrait Gottlieb Cober aus: Der aufrichtige Cabinetprediger, Frankfurt Main 1743 Mit der Leseprobe Der verachtete Prophet im Vaterlande aus dem im Jahr 1711 erschienenen Buch Der aufrichtige Cabinet-Predigter Erster Teil schloss der Beitrag im letzten Mitteilungsheft unseres Vereins. Das Buch wurde viel gedruckt und viel gelesen. Antiquarisch angebotene Exemplare aus dieser Zeit haben meist einen Zustand, der daran wenig Zweifel aufkommen lässt. Der Theologe ohne Pfarrstelle wurde bekannt, obwohl er seine Autorenschaft zuerst nicht preisgab. Gewidmet hatte er es dem Erbprinzen von Gotha-Altenburg, wobei er auch hier etwas Geheimniskrämerei walten lässt. Beim Druck haben ihn Freunde unterstützt, denn über ausreichende Eigenmittel wird er kaum verfügt haben, hatte er doch keine Pfarrstelle und musste sich als Hauslehrer durchschlagen. Was war der Grund für seinen Erfolg? Der Titel verrät es: Der aufrichtige Cabinet-Prediger, welcher bey ab- gelegten Visiten Hohen und niedrigen Standes=Personenihre Laster, Fehler und Anliegen nebst dem heutigen verkehrten Welt=Lauffe in hundert sententiösen und annehmlichen Discours-Predigten be- scheidentlich entdeckt, dieselben wohl- meynend warnet, ernstlich vermahnet, und kräftig tröstet1. Gottlieb Cober nahm kein Blatt vor den Mund, machte 1 Gottlieb Cober; „Der aufrichtige Cabinetpredi- ger Erster Teil“1743; Titelseite Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016 7

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nicht Halt vor hohen Standespersonen, sprach also denen aus dem Herzen, die sonst besser den Mund hielten. „In der That, Cober straft ohne alles Ansehen der Person, scharf, nichts übergehend, nichts verhüllend. Es lässt sich denken, dass dies Buch ungeheures Aufsehen erregte, dass es namentlich vom gemeinen Manne eifrig gelesen wurde und dass es den höheren Klassen der Gesellschaft unbequem war. Die letzteren konnten in demselben nur ein verleumderisches Pasquill2 sehen.“3 Was folgte, war das, weswegen mancher eben besser den Mund hielt, wie zu allen Zeiten. Das Buch wurde verboten. Aus heutiger Sicht war das sicher die beste Werbung, die Gottlieb Cober und sein Verleger hätten selbst nicht bewerkstelligen können. Der anonyme und doch bestens bekannte Verfasser wurde angeklagt4 und am 10. September 1711 ins Gefängnis gelegt. Das Kreisamt Altenburg führte die Untersuchung5. Doch Gottlieb Cober war klug genug, keine lebenden Personen, schon gar nicht höheren Standes, beim Namen zu nennen. So konnte man ihm so einfach nichts nachweisen. Das führte aber nicht etwa zu einem schnellen Ende mit einem Freispruch, sondern das Verfahren wurde in die Länge gezogen, um ihn gefügig zu machen, zum Widerruf zu bewegen und um ihn zur Preis- 2 Schmähschrift 3 Dr. Wilhelm Kühne, Direktor des Friedrichs- gymnasiums in Altenburg: Achtundsiebenzigste Nachricht; Altenburg 1885, S. 5 4 Heute würde man das als Disziplinarverfahren wegen Schmähkritik bezeichnen. Wir berichteten ausführlich über die Vorgänge um das GAW- Thüringen. 5 Dr. Wilhelm Kühne, ebd. S. 5 gabe der Namen derer zu zwingen, die ihm beim Druck der als Schmähschriften interpretierten Bücher behilflich gewesen waren. Während der fast ¾ jährigen Haft wurde er zwar krank aber nicht weniger standhaft. Auch wollte er seine Verurteilung nicht anerkennen. Am 26. Mai 1712 brannte er mitsamt seinem Wächter nach Leipzig durch. Es wird vermutet, der Landesfürst habe das nicht ungern gesehen6. Den 2. Teil des Buches Der aufrichtige Cabinet-Prediger widmet er jedenfalls einige Jahre später wieder dem Prinzen. Wir können nur ahnen, was er während der Haft erduldet hat an Entbehrungen und haltlosen Vorwürfen von Menschen, die seine Kritik nicht zu ertragen vermochten. Einmal angefangen, mussten die Juristen damals schon wohl mehr sich selbst als ihm beweisen, dass die Schuldvorwürfe rechtens seien. Nur auf diesem Hintergrund lässt sich verstehen, warum und mit welchem Eifer Gottlieb Cober seiner gesundheitlichen Schwäche zum Trotz sich alsbald in die Arbeit am nächsten Werk begab. Bereits 1713 erschien das Buch Hertz=erquickende Blumen und Gemüths=labende Aepffel Aus dem Anmuthigen Lust=Garten der Heil. Schrifft frisch abgebrochen7. Mit einer Zuschrift widmet er es der Königin und Churfürstin Christiane Bernhardine am 3. August 1713. Aber auch unter seinen Amtsbrüdern hatte er Un- 6 Dr. Wilhelm Kühne, ebd. S. 6 7 Die mir vorliegende Erstausgabe wurde Mit Kön. Poln. und Churfl.Sächs. allergn. Privilegio Leipzig bey Johann Erasmo Kallenbach 1713 im Durchgange des Rathhauses. gedruckt: 8 Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016

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terstützer, die ihn zu schätzen wussten und zugleich in den Anfechtungen bestärken wollten. So schrieb einer unter dem Pseudonym Nicodemus in einem der Vorworte zwar in barocker Weitschweifigkeit doch zugleich mit kraftvollen Vergleichen, die Dummheit und den Neid geißelnd: „Der Nordwind und Südwind8 haben diesen Garten schon so durchwehet, daß seine Würtze trieffen9, und die Narde den Geruch weit ausgebreitet10. Mein Herr ersiehet hieraus, wie oftmahls das Böse muss zum besten dienen. Er achte nicht, dass giftige Spinnen aus diesen lieblichen Rosen Gifft saugen, und Bruder Neidhard11 unter diese schmackhaffte Aepffel, Poma Eridos, Zank=Aepffel geworffen. Er wird mit Tantalo12 nach solchen Aepffeln schnappen, die er schwerlich wird verdauen können. Wer diesen starcken Rosen=Geruch, wegen Schwäche des Haupts, oder vielmehr Gewissens, nicht vertragen kann, sondern mit Guisio in Ohnmacht fällt, oder mit jener englischen Jungfer davon Blattern bekömmt, dem gebe ich den Rath, er bleibe aus dem Garten weg. … Nichts mehr bitte ich von meinem geehrten Herrn und Freunde, als daß er sei- 8 Vergleich für die Beschwernisse, die Gottlieb Cober in Altenburg zuletzt ertragen musste 9 Die Weisheit, die Cober sich in schwerer Zeit erarbeitete 10 Vergleich für den Bekanntheitsgrad, den Cober wegen seiner Anklage erlangte. 11 Bezeichnung für neidische Menschen, die Cober oft gebraucht 12 Tantalos, Person aus der griechischen Sagenwelt, der sich an den Göttern verginge, weshalb er und seine Familie mit einem Fluch bestraft wurde. nen Garten noch lange offen halte, und die angenehme Weyde den Schaaffen JEsu gönne. Er erquicke sie mit Blumen, und labe sie mit Aepffeln, so wird ihn der himmlische Gärtner mit seinen süssen Trost=Aepffeln in Anfechtung und Traurigkeit wiederum laben und erquicken. Schleicht sich schon ein stinkender Bock mit ein, und benaget etliche Bäume und Pflantzen, der Herr wird seinen Garten doch behüten, daß seine Bäume grünen und ihre Früchte bringen. Der dort einmahl die Schaaffe wird von den Böcken scheiden, wird auch diesen schwartzen Bock aus seinem Garten jagen. Schlüßlich prophezeye ich Ihm mit des Psalmisten Worten: Der HErr wird’s Ihm lassen wohlgehen auff Erden, und nicht geben in seiner Feinde Willen. Wenn einmal der himmlische Gärtner seinen Arbeitern ruffen und den Lohn austheilen wird, wird Er seinen Groschen auch empfangen. Den gebe Er Ihm und mir aus Gnaden. Amen! Meinem geehrten Herrn und sehr geliebten Freunde, der ehedessen des HErrn Gemeine in seinem Wort und Wahrheit , an meiner statt offtmahls beweglich13 unterrichtet, welches Ihm der HErr vergelten wolle, schreibt er dieses zu seinem steten Andencken bey der Nacht, sein treuester Freund Nicodemus.“14 Dieses Vorwort ist ein eindrückliches Zeugnis des seelsorgerlichen Umgangs damaliger Theologen untereinander, 13 Damit ist keine landeskirchliche, bewegliche Pfarrstelle gemeint, sondern „das Herz und den Geist bewegend“. 14 Gottlieb Cober: Hertz=erquickende Blumen und Gemüths=labende Aepffel Aus dem Anmuthi- gen Lust=Garten der Heil. Schrifft frisch abgebro- chen, Leipzig 1713: Nicodemus ad Theophilum Authorem. ohne Seitenangabe Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016 9

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wie sie sich im Ringen um die geistliche Wahrheit gegenseitig stützten und zu schätzen wussten. Stand ihnen zwar nicht die Macht der Gesetze und deren Missbrauch zur Verfügung, so doch die Macht der Worte und der Bilder. Erfreulich fremd war ihnen die Gleichmacherei im Umgang mit zugefügtem Leid, bei dem heute oft nicht korrekt unterschieden wird zwischen den Tätern und den anschließenden kritischen Worten der Opfer, als ob das Ertragen berechtigter Kritik ein vergleichbares Leid sei zu dem, das die Opfer zuvor aushalten mussten. Bei Gottlieb Cober finden wir nichts von einer falsch verstandenen Friedfertigkeit, die in Gleichgültigkeit mündet. Die geistliche Auseinandersetzung, die gegenwärtig nahezu zum Erliegen gekommen ist, weil einzig finanzielle Argumente für schlagkräftig gehalten werden, die führt er noch oder wieder. Dabei muss er in erheblichem Maß die Erfahrung machen, von Feinden umgeben und verfolgt zu sein. Aber er lernt auch die Solidarität seiner Freunde kennen. beugen, Verfahren in die Länge ziehen, denen es um Geld und Vorteil geht, zuletzt oft nur noch um Gesichtswahrung. Es ist eine Entwicklung, die das Recht der Armen und vor allem Ohnmächtigen beugt. Aus ihr sieht er nur die Möglichkeit sich zu Gott zu flüchten. Überholt ist seine Kritik keinesfalls, auch innerkirchlich nicht. In die nun folgende Betrachtung Der verkehrte Rechtsgelehrte aus diesem 1713 verlegten Buch dürften in nicht unerheblichem Maß die zu Erfahrungen geronnen Erlebnisse der gerichtlichen Auseinandersetzung der vorangegangenen Monate eingeflossen sein. Unübersehbar ist das Vertrauen in die Rechtsprechung verlorengegangen. Er weiß zwar noch Juristen zu schätzen, die sich dem Recht und dem Gewissen verpflichtet wissen, macht aber seinem Herzen mit einem Lutherzitat Luft. Seine Kritik und Verachtung trifft die Rechtsgelehrten, die das Recht benutzen und „ Ein wohl geanckert Schiff veracht die stolzen Wellen; Ich acht der Feinde Grim wie toller Hunde bellen.“ Aus: Cottlieb Cober: Hertz=erqickende Blumen und Gemüths=labende Aepffel Aus dem Anmuthigen Lust=Garten der Heil. Schrifft frisch angebrochen, Leipzig 1713: S. 480b 10 Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016

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Der verkehrte Rechtsgelehrte Bey Betrachtung dieser Worte: 2.B. Mos. XXIII.6 7. Du solt das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache. Sey fern von falschen Sachen. Den Unschuldigen und Gerechten solt du nicht erwürgen/denn ich lasse den Gottlosen nicht Recht haben. Du solt nicht Geschencke nehmen/ denn Geschencke machen die Sehenden blind/und verkehren die Sachen der Gerechten. Juristen, böse Christen. Advokaten, Höllen-Braten. Wenn die Sache mißlungen, und viel Thaler geklungen, ist dieses gemeiniglich der Nachklang. So sprechen eure Clienten, ihr Herren Consulenten15. Euer Ruhm ist nicht fein, 1. Cor. V.6. So sollt es nicht seyn. Sich nur nicht gleich so entrüst, Herr Jurist. Man thut uns aber damit grosse Gewalt. Fällt man diß Urtheil generaliter, ist es wahr. Particulariter hat es seine Richtigkeit. Ich meyne dem Recht thut ihr offt weit grössere Gewalt. So hör ich, kommt Gewalt über Gewalt. Es ist das Jus talionis16. Steck es immer ein, und zwar in den Sack, wo die Finantzen-Pfennige 15 Anwaltlicher Berater 16 Grundsatz korrekt gleicher Strafe, Wiedergutmachung oder Ersatzforderung für zugefügten Schaden. »Auge um Auge, Zahn um Zahn«. Wenn ich Cober richtig verstehe, verwendet er diesen Begriff hier spöttisch, wenn sich nämlich die Juristen die Ersatzforderung selbst einstecken und sich dabei an den Ärmsten und Rechtlosesten schadlos halten. stecken, und der Armen Wittwen und Waysen Groschen liegen. Juristen sind gute Christen. Advocaten nützlich rathen. Das ist auch wahr. Ob wohl dergleichen an manchem Orte ziemlich rahr. Um so vieler Zungen-Drescher willen soll man auch nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten. Des fürtrefflichen Carpzovii, Beustii und Schurffii17 Gottseligkeit leuchtet noch bey vielen gewissenhafften Consulenten herfür. Was könnte christlicher geredet seyn, als was man von dem berühmten Advocato, Herrn D. Schneidewein18, nach seinem Tode aufgezeichnet funden? Ich will mit allem Fleiß die Acten durchlesen, und GOtt bitten, daß ich nicht aus Gunst, Neid oder Haß, auch Unwissenheit ein falsches Urtheil spreche, dieweil dieselbe Stunde, da ich richte oder Urtheil spreche, GOtt über mich auch richtet und Urtheil spricht. Ich rede also nicht von gewissenhafften RechtsGelehrten, sondern von gewissenlosen Rechts-Verdrehern und unnützen Rabulisten, über die sich selbst mancher gerechter Advocat beschweret. Daß das Gewissen bey einem Advocaten was rares, hat Baldus, der Herren Juristen Groß-Vater, selbst gestanden. Wie hat dieser gesagt? Jure Consulti sunt modicae conscientiae: Die Juristen wissen von wenig Gewissen. Sagte doch der berühmte Advocat 17 Bedeutende Wittenberger Juristen des 16. und 17. Jahrhunderts: Hieronymus Schurff (1481-1554) Joachim von Beust (1522-1597) und Benedikt Carpzov (1595-1666) 18 ebenfalls ein damals bedeutender Jurist Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016 11

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Zuichemus gar: Ein guter Jurist sey ein böser Christ. Als einst der klugsinnige Taubmann19 von einem Rechts-Gelehrten gefragt wurde, was die Herren Juristen zu Wittenberg guts macheten? Antwortete er: Sie wären noch wohl auf. Doch wäre dieses ohnlängst fürgangen, daß man ihrer drey in der Anatomie zergliedert hätte, und zwar alles bey ihnen unverletzt gefunden, ohne das Gewissen, welches nicht fürhanden gewesen. Wo nun das Gewissen zerissen, da gehet alles durch. Da wird das Recht das Armen in seiner Sache gebeuget, 2.B. Mos. XXIII.6. Da führt man weitdufftige Processe wegen des verdammten Privat-Interesse. Da gehen verkehrte Urtheile, Habac.I.4. Da wird das Recht in Galle, und die Frucht der Gerechtigkeit in Wermuth verwandelt, Amos VI.12. Da spricht man, um Geschencke willen, den Gottlosen recht, und verdammet den Gerechten, Esa.V.23. Das müssen viel tausend zu ihren eignen, und offt einer gantzen Republic Schaden erfahren. Das Feuer und das Wasser, der Hagel und der Donner thun so grossen Schaden nicht, sagt ein gewisser Lehrer, als die geitzigen ungewissenhaffte und vermessene Rechts-Krämer, welche die Leute in Friedens-Zeiten ausplündern; mit ihrem Feder-Spieß an den Bettel-Stab jagen, und zu unsterblicher Feindschafft reitzen und hetzen. Der Bedrängte wird diese Worte mit seinem Blute unterschreiben. Wohl sagte daher Pabst Pius II. die Sach-Verwal- ter wären die Vogelsteller; die Klienten die Vögel; das Richthaus der Heerd; das Urtheil das Netze, darinnen sie gefangen würden. Was wendest du ein? Wir Juristen müssen viel Schalckheit auch wider unsern Willen erlernen. Das wirst du mir weder aus dem göttlichen noch natürlichen Rechte erweisen können. Oder hast du mehr in dem Machiavello, als Baldo, Justiniano studirt? In Reinkings Biblischer Policey liessest du nichts von solcher Partiquenmacherey. Das himmlischen Richters Pandecten will ich dir aus dem Pentateucho fürhalten: Du solst das Recht das Armen nicht beugen in seiner Sache. Den Unschuldigen und Gerechten solst du nicht erwürgen. Du solst nicht Geschencke nehmen, und verkehren die Sachen der Gerechten. 2.B. Mos. XXIII.6.7.8. Aber wie verfährst du? Wo Geld das echt, die Sache sey gut oder schlecht, da machst du sie schlecht. Hör ich will dir Lutherum den Schwären20 ausstechen lassen. „Der Client kommt zu dir und spricht: Herr Doctor! Helfft mir doch in meiner üblen Sache, es soll an Geld nicht mangeln. Wohlan, sprichst du silberner Jurist, böser Christ, ich will so viel thun, als ich kann, ich wills wohl aufziehen, und in die Harre21 spielen, da ichs nicht erhalten kann. Könnt ihr das thun spricht der Client? Ja sagst du, wohl zehen Jahr, oder wohl noch länger, aber ihr müst mir die- 19 Christian Taubmann (1597-1651) Rechtswissenschaftler in Wittenberg. 20 Eiterbeule 21 in die Länge ziehen 12 Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016

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weil so viel Thaler auf die Hand geben; wolt ihr das thun, so zehlet her. Lieber Gesell! studiere anders in Rechten, oder du bist verdammt, und fährest in Abgrund der Höllen. Du sagest, du wollest es aufziehen, ob du gleichwol weist, das die Sach böß ist; die hilffest du schmücken, streichest ihr ein fein Färblein an, behängest sie mit Rechts-Sprüchen, mit den Haaren dazu gezogen, damit du den Leuten ein Geplerr für die Augen machst, das es gläntzet und scheinet, als wäre es die lautere Wahrheit, da es doch eitel gefärbte Lügen sind; verkaufst also damit Christum eben so wohl, als Judas, und bist auch Lucifers Geselle, denn du sprichst: Ich weiß, daß die Sache böß ist, und du hast Unrecht, und dennoch will ich sehen, ob ich sie recht kan machen, und wenn es ja nichts anderes seyn will, so kan ich sie aufschieben, und in die Länge spielen. Gewissenhaffter Rechts-Gelehrter! Halt dem seeligen Luthero diese Reprimande23 zu gut. Sie gilt dir nicht. Auf dich ist sie gerichtet, unnützer Wäscher und Zungen-Drescher, der du die Rechte nicht verstehest, sondern boßhafft verdrehest. Du tunckest deinen Bissen nicht ein im Schweiß des Angesichts, sondern in das Blut des armen Gerechten. Wehe dir! Der Salamander lebt vom Feuer; du vom Zanck-Feuer. Dis wird dich stürtzen ins höllische Feuer. Wie wird dir deine Beutelfegerey bekommen? Du schaffest dir davon Güter, und bauest grosse Häuser. Sie werden nicht Bestand haben. Hiob sagt dir die �te��u�t�sche Wahrheit unters Gesicht: Du hast unterdruckt und verlassen den Armen, du hast Häuser zu dir gerissen, die du nicht erbauet hast; aber die Güter die du verschlungen hast, must du wieder ausspeyen, und GOtt wird sie aus deinem Bauch stossen, Hiob XX.15.19. Heist das Juristisch? Der also handelt und damit umgehet, daß er die Leute müde mache, daß sie müssen vom Recht ablassen und in dem Groll, Haß und Neid dahin gehen, ja auch wohl darüber sterben? Es heist dir das höllische Feuer auf den Kopff. Es wäre kein Wunder, GOtt liesse die Welt versincken, um solcher Schand-Juristen willen; man sollte solchen stoltzen Tropffen und Rabulen22 die Zunge aus dem Halse reissen. Du füllest das Protocoll mit partheyischen Urtheiln an, damit du den Beutel mit verrätherischen Judas-Pfennigen füllen mögest. Der Teuffel wird dir dafür höllisch Pech und Schwefel in deinen Halß füllen.“ 22 jemand, der in spitzfindiger, kleinlicher, rechthaberischer Weise argumentiert und dabei oft den wahren Sachverhalt verdreht (Duden) Besitzest du sie jetzt eine Zeit-lang in guter Ruhe? Die Gewissens-Unruhe wird sich schon einstellen. Laß dir was erzehlen. Ein fürnehmer Advocat lud einst einen frommen Prediger zur Tafel. Dieser fand sich ein, führte aber während der Mahlzeit dem Herrn Doctori trefflich zu Gemüthe, wie sehr er sich bisher in seiner Praxi versündiget. Und wo er nicht das unrecht erworbene Gut wieder zurück gäbe, und seine Ungerechtigkeit bußfertig bereuete, so würde er der göttlichen Rache nicht entgehen. Zu mehrer Bekräfftigung ergriff der Prediger das Tischtuch, druckte solches zusammen, aus welchem das Blut so häuffig rann, daß er eine grosse 23 Tadel, Rüge Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016 13

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Schüssel damit anfüllete. Hierauf sprach er zum Advocaten: Siehe, das ist das Blut der Armen, welches du ihnen durch ungerechte Processe ausgesogen, dieses schreyet in Himmel, und begehret Rache wider dich. Ich wünsche mit den Auctore dieser Erzehlung, daß der wunderthätige Mann in unserm lieben Teutschland wäre, und etliche Advocaten heimsuchete, so würde er aus manchem sammeten Rock eines Doctors; aus manchem seidenen Kleide einer Doctorin; aus mancher silbernen Kanne eines Advocaten; aus manchem Tischtuch eines solchen Legulei24, auch das helle Blut der Armen herauspressen. Wem zu rathen, der hüte sich für Advocaten, so kommt er nicht in Schaden, und behält seine Ducaten. Bedrängter! Was seuffzest du? Ich hab leider! Mit diesen Leuten auch zu thun. Das nackende Recht hab ich in den Händen; aber es wird mir herausgespielet. Die Advocaten sind stumm, und mein Recht machen sie mir krumm. Freund! Bediene dich nur der Gold-Tinktur; dis ist die 24 Gesetzeskrämer beste Cur. Diese löset die Zungen aller Stummen. Ja, Silber und Gold hab ich nicht, Apost.G.III.6. So laß die Advocaten, und behalt den Schaden. Doch hör! Ich will dir meinen Advocaten recommendiren25. Der wird deine Sache ohne Geld richten und schlichten. Wer der? Ich hab einen Advocaten und Fürsprecher bey dem Vatter, JESUM Christ, der gerecht ist, 1. Joh.II.1. Der ist Advocatus pauperum. Er hat mich vertreten, Rom. VIII.34. Er wird auch dich retten. GOtt ist des Armen Schutz, Ps. IX.16. Trotz daß ihn jemand beleidiget. Weltliche Advocaten können ihren Clienten offt nicht helffen. Aber GOttes Hand ist nicht zu kurtz, daß sie nicht helffen könne, Esa LIX.1. Die Armen befehlen das Recht ihm; Er ist der W��a�y�s�e�n��H�e�l�fer, Ps. X.14. Unter den Schatten seiner Flügel hab ich und du Zuflucht, bis das Unglück fürüber gehet, Ps. LVII.2. Des tröste dich. 25 empfehlen Pressemitteilung Pfarrvertretungsvorsitzender der EKM neuer Vorsitzender der Pfarrergesamtvertretung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD) Nürnberg, 01.06.2016 Während der Tagung der Pfarrergesamtvertretung der VELKD vom 29. bis 31. Mai 2016 in Nürnberg wählten die Delegierten der Pfarrvertretungen der Lutherischen Gliedkirchen am Montag den Vorsitzenden der Pfarrvertretung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Pfarrer Martin Michaelis, zum neuen Vorsitzenden der Pfarrergesamtvertretung. Er ist zugleich Vorsitzender des Thüringer Pfarrver- 14 Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016

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eins, Vorstandsmitglied des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland und Mitglied der Dienstrechtlichen Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Stellvertretende Vorsitzende wurde Pfarrerin Cornelia Meinhard. Sie ist Mitglied der Pfarrvertretung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) und Vorstandsmitglied des Bay- erischen Pfarrer- und Pfarrerinnenvereins. Die Pfarrergesamtvertretung ist an der Vorbereitung dienstrechtlicher Vorschriften, die in der VELKD und ihren Gliedkirchen Geltung erlangen, beteiligt und kann der Kirchenleitung Vorschläge unterbreiten. Darüber hinaus pflegt sie den regelmäßigen Erfahrungsaustausch zwischen den gliedkirchlichen Pfarrvertretungen. Pressemitteilung Thüringer Pfarrvereinsvorsitzender neuer Vorsitzender der Hilfsstelle Berlin/Magdeburg 26.05.2016 Auf ihrer Versammlung am 24. Mai in Magdeburg wählten die Mitglieder der Hilfsstelle für ev. Pfarrer den langjährigen Vorsitzenden des Thüringer Pfarrvereins, Pfarrer Martin Michaelis, zum neuen Vorsitzenden der Hilfsstelle. Michaelis ist zugleich Vorsitzender der Pfarrvertretung in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und Vorstandsmitglied im Verband evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer im Deutschland. Die Hilfsstelle für ev. Pfarrer unterstützt als mildtätige Einrichtung seit 20 Jahren Theologinnen und Theologen bei der Begleitung von Menschen, die zum Beispiel von Mobbing, Diskriminierung, Willkür oder Verfolgung betroffen sind. bedrohlichen Erkrankungen gefunden, bei denen bereits existierende Behandlungsmöglichkeiten aus rechtlichen Gründen nicht genutzt werden können. Ein Rechtsgutachten, das Prof. Stefan Huster von der Ruhruniversität Bochum gerade im Auftrag Hilfsstelle erstellt, wird sich unter der Fragestellung: Neue Medikamente für wen und wann?, der Nothilfepflicht von Pharmaunternehmen in Abwägung mit wirtschaftlichen Interessen und der Schutzpflicht des Staates als Gesetzgeber befassen. Informationen für Journalisten: Weitere Einzelheiten finden Sie auf hilfsstelle.de. Als Ansprechpartner steht Ihnen Pfr. Christian Johnsen (Vorstandsmitglied und Leiter des Hauptstadtbüros) unter 030-99256956 zur Verfügung. Seit dem vergangenen Jahr hat sie einen weiteren Schwerpunkt in der Unterstützung von Menschen mit lebens Mitteilungen aus dem Thüringer Pfarrverein Nr. 03-2016 15

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