2016-04

 

Embed or link this publication

Description

LVBW Rundschreiben 263 GV

Popular Pages


p. 1

LANDESVERBAND BAYERISCHER WASSERKRAFTWERKE eG SANDWEG 1 A 93161 S I N Z I N G Rundschreiben Nr. 263 Landesverband Bayerischer Wasserkraftwerke eG 25.07.2016 HPL/FH/HF/KS-RtM Sehr geehrte Mitglieder, Sehr geehrte Damen und Herren, nachfolgend erstatten wir Bericht über unsere 67. ordentliche Generalversammlung, die am Samstag, dem 2. Juli 2016 im Kolpinghaus Regensburg stattfand. Aus aktuellem Anlass möchten wir aber zuerst noch folgenden Hinweis zum neuen EEG geben: Der Bundesrat hat am 08.07.2016 dem Gesetzentwurf des Bundestages zum neuen EEG zugestimmt. Der Gesetzentwurf ist im Internet als Drucksache des Bundestages mit der Nr. 18/8860 einsehbar, wird nun als EEG 2017 bezeichnet und ist zu finden unter: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/088/1808860.pdf Nach dem neuen EEG 2017, gemäß § 40, beträgt die Vergütung dann für Strom aus Wasserkraft bis einschließlich einer Bemessungsleistung von 500 Kilowatt 12,40 Cent pro Kilowattstunde, sodass wir Ihnen anraten, noch im Jahr 2016 Modernisierungen vorzunehmen – dann beträgt die Vergütung wie bisher 12,52 Cent pro Kilowattstunde. Wenn das beschlossene Gesetz vom Bundespräsidenten unterschrieben ist, tritt es am 01.01.2017 in Kraft. Wir bekommen erst dann eine offizielle Gesetzesausfertigung, deren Fundstelle wir Ihnen mitteilen werden. Nachfolgend nun der Bericht über die Generalversammlung: Es waren etwa 150 Mitglieder, Gäste und Interessenten anwesend, sowie Vorstände und Aufsichtsräte des LVBW eG. Vorstandsvorsitzender: RA Hans-Peter Lang Aufsichtsratsvorsitzender: Klaus Schuster Registergericht: Regensburg Nr. 531 Sitz: Regensburg VR Bank Burglengenfeld eG BLZ 750 914 00 - Konto-Nr. 36994 IBAN: DE12 7509 1400 0000 0369 94 BIC: GENODEF1BLF Tel.: (0 94 04 / 95 41 88) Fax: (0 94 04 / 95 41 89) E-Mail: info@lvbw-wasserkraft.de Internet: www.lvbw-wasserkraft.de

[close]

p. 2

Zur Generalversammlung wurde form- und fristgerecht geladen; die Einladung war auch zur Einsichtnahme auf der Homepage des Verbandes einsehbar bzw. abrufbar. Es gab keinerlei Einwendungen oder Ergänzungswünsche gegen die Einladung. Geschäftsbericht und Jahresabschluss lagen lt. Gen.Ges. § 48 Abs. 2 für jedes Mitglied zwei Wochen vor der Versammlung in der Geschäftsstelle zur Einsichtnahme auf oder konnten anlässlich der Generalversammlung eingesehen werden. Ebenso eingesehen werden konnte, gemäß § 59 GenG, die „Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses“ der GVB-Prüfung, Berichts-Nr. 184/2015. Es gab keinerlei Einwendungen gegen oder Ergänzungswünsche für Geschäftsbericht, Jahresabschluss und Prüfungsergebnis. Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit durch den Vorstandsvorsitzenden RA Hans-Peter Lang wurde die Tagesordnung von den Anwesenden einstimmig angenommen. Tagesordnungspunkt 1.a) Begrüßung und Eröffnung Vorstandsvorsitzender RA Hans-Peter Lang eröffnete die Generalversammlung um 9.40 Uhr und begrüßte, auch im Namen seiner Kollegen aus Vorstand und Aufsichtsrat, die anwesenden Mitglieder und Gäste. Viele der geladenen Ehrengäste konnten eine Teilnahme ermöglichen und wurden vom Vorstandsvorsitzenden namentlich begrüßt: Herr Dr. Franz Rieger, MdL, Regensburg, Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen des Bayerischen Landtags, CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, München Herr Magister Stefan Zach, Leiter Information und Kommunikation, EVN Konzern, Österreich Herr Dr. Martin Sobczyk, Geschäftsführer Krebs & Aulich GmbH, Derenburg Herr Günter Rosenberger, Global Hydro Energy GmbH, Österreich Herr Rechtsanwalt Herbert Heider, Regensburg Herr Dr. Josef Rampl, Geschäftsführer Bayerischer Müllerbund e.V., München, Geschäftsstellenleiter Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e.V., München Herr Rudolf Sagberger, Stellvertretender Vorsitzender, Bayerischer Müllerbund e.V., München Herr Markus Bauer, Journalist und Presseberater, Beratzhausen, für das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt Seite: 2 (18)

[close]

p. 3

Entschuldigt waren wegen anderweitigen Verpflichtungen: Herr Dr. Peter Ramsauer, MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag, Bundesminister a.D., Berlin Herr Thomas Kreuzer, MdL, Fraktionsvorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, München Herr Dipl.-Ing. Architekt Regierungsbaumeister Anton Zeller, Ehrenpräsident des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke e.V., Berlin Herr Dieter Heinle, Georgenberg, unser langjähriger ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender Herr Hans Rolle, Müllermeister im Ruhestand, Verband Wasserkraftwerke Sachsen und -Anhalt e.V., Waldkirchen Herr Dipl.-Biol. Harald Uphoff, Geschäftsstellenleiter Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke e.V., Berlin Herr Dr. Paul Ablinger, Stellvertretender Geschäftsführer Kleinwasserkraft Österreich, Wien, Landessprecher Oberösterreich Herr Dipl.-Ing. (FH) Hans-Peter Würl, vereidigter Sachverständiger für Kleinwasserkraftanlagen, IB Würl, Weitramsdorf bei Coburg Frau Monika Kilger, Augsburg, die, zusammen mit unserem derzeitigen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Schuster, unseren Internetauftritt gestaltet und betreut Herr Peter Philipp, unser Vorstand Herr Hilmar Oppel, unser Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Herr Heinrich Brandl, unser Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender - die beide leider krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnten - alle hatten den Vorstandsvorsitzenden jedoch gebeten, den Anwesenden ihre herzlichen Grüße zu übermitteln und wünschten einen angenehmen Tag in Regensburg, einen guten Verlauf der Generalversammlung sowie viele interessante Gespräche! Anschließend begrüßte der Vorstandsvorsitzende auch die neuen Mitglieder, die seit der letzten Generalversammlung dem LVBW eG beigetreten sind (geordnet nach Beitrittsdatum): Kasberger Matthias, Untergriesbach Next Kraftwerke GmbH, Köln Leitenstorfer Marion, Sägewerk Pröbstl, Polling Soldner Jürgen, Bad Windsheim Dr. Kramer Christian, München Guttenberger Michael, Moosbach Rogge Elisabeth, Pöttmes Resch Max, Sägewerk Hinterschmiding Seite: 3 (18)

[close]

p. 4

Blößl Norbert, Breitenberg Bogner Anton, Grafenau Linner August, Krailling Dr. Wiedenmeier Stefan, Aachen Hartl Gerhard, Breitenberg Am Tag der Generalversammlung waren somit 617 Mitglieder beim LVBW eG registriert! Tagesordnungspunkt 1.b) Totenehrung Vorstandsvorsitzender RA Hans-Peter Lang bat die Anwesenden, der Mitglieder zu gedenken, deren Tod im abgelaufenen Geschäftsjahr gemeldet worden ist: Seidl-Ernstberger Maria, Brunnwiesental, Regensburg, Mitglied seit 1965 Taubeneder Sigmund, Frauenmühle, Regen, Mitglied seit 1980 Zellner Martin, Laberweinting, Mitglied seit 1992 Höllmüller Reinhold, Seiboldsäge, Haidmühle, Mitglied seit 1998 Hartung Hermann Marxmühle, Waidhaus, Mitglied seit 1998 Weiß Martin, Neumühle, Grafling, Mitglied seit 2002 Tagesordnungspunkt 2.) Sachbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr RA Hans-Peter Lang, Vorstandsvorsitzender LVBW eG: „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Wasserkraftfreunde, derzeit ist es gar nicht so leicht, ein Freund der erneuerbaren Energien, insbesondere der erneuerbaren Energie aus Wasserkraft, zu sein. Überall auf der Welt gibt es Krisen, die uns mehr oder weniger beschäftigen. Denken wir nur an die aktuellen Flüchtlingsströme, den Austritt Großbritanniens aus der EU, die immer noch bestehende Finanzkrise und einen möglichen Rechtsruck in der Bevölkerung, um nur einige Beispiele zu nennen. Was mich vor allem betrübt ist die Tatsache, dass sich die Energiewende, also unsere Beschäftigung mit der Erzeugung erneuerbarer Energien, sich ebenfalls in der Krise befindet. Dies betrifft nicht nur unsere Wasserkraft, sondern auch die übrigen Sparten. Sieht man sich konkret an, was die Politik mit dem neuen EEG-Gesetz beschließen will, so wird dadurch die Energiewende massiv beschnitten bzw. abgewürgt. Seite: 4 (18)

[close]

p. 5

Fünf Jahre nach Fukushima und wenige Monate nach den Klimaschutzvereinbarungen von Paris ist nichts mehr von einer Aufbruchsstimmung zu spüren. Der Ausbau der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung soll auf max. 45 % bis zu 2025 gedeckelt werden, was im Umkehrschluss heißt, dass immer noch 55 % aus fossilen Energieträgern erzeugt werden soll. Wind, Solar und Bioenergie erhalten einen Ausbaudeckel. Ebenso werden für diese Sparten Ausschreibungsverfahren eingeführt. Erfreulicherweise ist die Wasserkraft davon nicht betroffen und es bleibt hier wohl bei den bisherigen Regelungen im EEG. Aber auch wir von der Wasserkraft müssen uns gegen diese negative Stimmung bei der Energiewende wehren. Es kann gar nicht genug Strom aus erneuerbaren Energien geben. Er ist auch nicht so teuer, da eine Reduzierung des Strompreises allein auf die EEG-Umlage falsch und überholt ist. Die Atomkraftwerke haben uns bereits wesentlich mehr gekostet und werden dies auch in Zukunft tun. Es gibt schlichtweg keine überschüssige Kilowattstunde. Der Fehler liegt allein darin, dass wir uns bislang nur um die Stromerzeugung gekümmert haben, die Sektoren Mobilität und Wärme wurden völlig vernachlässigt. Gerade dort könnten die Kilowattstunden, die auf dem Stromsektor nicht verbraucht werden können, eingesetzt werden. Es fehlt jedoch an einem Konzept der Regierung. Ich glaube fast, dass hier nicht nur unsere Politiker, sondern auch die jeweiligen Bundesministerien überfordert sind. Wir müssen deshalb selbst das Heft in die Hand nehmen und Konzepte entwickeln, wie unsere Energie in sämtlichen Sektoren, also insbesondere bei der Mobilität und der Wärme eingesetzt werden kann. Wir können offensichtlich hier nicht auf Berlin warten, sondern müssen selbst Lösungsvorschläge unterbreiten, wobei die Speichertechnologie wesentlicher Bestandteil sein wird. Gerade die Speichermöglichkeit bei der Wasserkraft ist einzigartig. Man muss sie nur einfach wollen, die Technologie gibt es bereits. Die erneuerbaren Energien sind mittlerweile eine tragende Säule in der deutschen Energieversorgung, aber auch in der Wirtschaft, durch die enormen Arbeitsplätze in der Produktion und die Dienstleistung rund um die erneuerbaren Energien. Wir müssen unbedingt die Akteursvielfalt bewahren und es muss unbedingt vermieden werden, dass gerade durch die neuen Ausschreibungsverfahren nur die großen Energieerzeuger zum Zuge kommen, weil sich die kleinen ein Ausschreibungsverfahren gar nicht leisten können. In Deutschland hat sich immer gezeigt, dass nur aus einem aktiven Mittelstand Innovationen kommen und nicht vom Machtstreben der Großkonzerne. Seite: 5 (18)

[close]

p. 6

Was das EEG-Gesetzgebungsverfahren anbetrifft, so gibt es derzeit folgenden Zeitplan: 24.06.16 04.07.16 05.07.16 06.07.16 08.07.16 23.09.16 Erste Lesung Bundestag Anhörung Bundestag Fraktionsbeschluss der Regierungsfraktionen Beschluss im Wirtschaftsausschuss 2. / 3. Lesung Bundestag Zweiter Bundesratsdurchlauf Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei meinem Geschäftsführer im Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke, Herrn Uphoff, recht herzlich für seine Arbeit in Berlin bedanken. Es zeigt sich nach wie vor, dass die persönlichen Gespräche mit den Mitarbeitern in den Ministerien und den Abgeordneten das meiste bewegen können und nicht irgendwelche Stellungnahmen, die sowieso keiner versteht. Auch bei unseren Münchner Kollegen von der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern möchte ich mich bedanken für die zahlreichen Terminvereinbarungen, gerade mit unseren CSUAbgeordneten. Auch hier hat sich gezeigt, dass nur unsere bayerischen Abgeordneten ein offenes Ohr für die Wasserkraft haben und es wurden unsere Vorschläge 1:1 in den neuen Entwurf des EEG aufgenommen. Ich bin deshalb optimistisch, was die Regelungen für die Wasserkraft im neuen EEG anbetrifft. Man soll jedoch den Tag nicht vor dem Abend loben. Leider haben wir im vergangen Jahr aber auch enorme Nachteile durch das Wetter gehabt. Gerade in Nordbayern herrschte ein überdimensionaler Wassermangel, sodass unsere Kraftwerke sogar tageweise abgeschaltet werden mussten. Ohne Regen kann keine Wasserkraft betrieben werden. Wegen diesen erschwerten Bedingungen wäre es dringend an der Zeit, dass auch bei der Festsetzung von Restwassermengen eine flexiblere Festsetzung vorgenommen wird. Wenn viel Wasser vorhanden ist, kann auch mehr Restwasser abgegeben werden. Umgekehrt müsste in den trockenen Tagen weniger abgegeben werden. Ich habe bei mir festgestellt, dass auch an den trockenen Tagen keine Fischschäden vorhanden waren. Ich musste selbst über mehrere Tage immer wieder meine kleine Wasserkraftanlage abstellen. Es macht einfach keinen Sinn, vom 01.01. bis zum 31.12. eines Jahres immer die gleiche Restwassermenge abzugeben. Lassen Sie mich bei dieser Gelegenheit gleich auf unsere „Freunde“, die Fischer, kommen. Aus einzelnen Gesprächen mit dem Landesfischereiverband, insbesondere mit dessen Präsidenten und den zuständigen Sachbearbeitern, haben wir erkennen müssen, dass offen-sichtlich ein enormes Informationsdefizit besteht. Der Landesfischereiverband war völlig überrascht, dass auch bei konventionellen Maschinentypen Fische nicht geschädigt werden, falls sie dennoch durch die Turbine gelangen. Gerade modernste Computerverfahren haben nämlich nun gezeigt, dass in den Maschinen so gute Strömungsverhältnisse bestehen, dass es zu keiner Tötung eines Fisches kommt. Seite: 6 (18)

[close]

p. 7

Wir sind aber nach wie vor auch der Meinung, dass ein gesunder Fisch freiwillig nicht durch eine Turbine schwimmen wird. Die bestehenden Rechenabstände sind hier völlig ausreichend. Eine Forderung nach einem 10-mm-Rechen muss ausdrücklich zurückgewiesen werden. Mit anderen Worten, wir brauchen keine neuen Maschinentypen, sondern unsere bestehenden Anlagen sind, wenn sie sich auf dem neuesten Stand befinden, völlig ausreichend für den Fischschutz. Wir haben nun mit dem Landesfischereiverband vereinbart, dass wir uns in kleinen Gruppen austauschen. Sie haben nämlich nun auch erkannt, dass nur in Zusammenarbeit mit den Wasserkraftbetreibern eine Win-Win-Situation hergestellt werden kann. Sie waren nämlich auch überrascht, dass wir gerade durch die Bayerische Politik sehr großen Rückhalt haben und sie an uns nicht vorbeikommen, obwohl sie ja gern die Abschaltung sämtlicher Kleinwasserkraftanlagen hätten. Ebenso wird sich die Kampagne des Landesfischereiverbandes, in welcher zahlreiche Wasserkraftbetreiber in Bayern wegen Nichteinhaltung der Restwassermengen angezeigt wurden, als Eigentor erweisen. Es wurden bereits zahlreiche Verfahren eingestellt, weil sich gezeigt hat, dass kein strafrechtlich relevanter Verstoß vorhanden gewesen ist. Bemerkenswert ist hierbei auch, dass sogar in einem Fall die Kriminalpolizei ermittelt hat. Auch in Zukunft werden die Wasserwirtschaftsämter verstärkt kontrollieren und ich appelliere an alle Mitglieder und auch an die übrigen Wasserkraftbetreiber, die festgesetzten Restwassermengen abzugeben! Gerade in solchen Fällen hat sich bewährt, Mitglied in unserem Verband zu sein, da von uns wertvolle Informationen und fachkundiger Rat angeboten werden. Ein einzelner Wasserkraftbetreiber steht gegenüber den Behörden meistens auf verlorenem Posten und gerade die sachliche Auseinandersetzung ist am besten geeignet und nicht irgendwelche polemischen Äußerungen. Ich denke auch, dass wir im abgelaufenen Geschäftsjahr für sämtliche Mitglieder ein kompetenter Ansprechpartner für die vielfältigen Probleme gewesen sind. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich für Ihre langjährige Treue zu unserem Verband recht herzlich bedanken! Beachten Sie unsere Homepage und abonnieren Sie weiterhin unseren kostenlosen Newsletter. Bedanken möchte ich mich natürlich auch bei meinen Kollegen aus Vorstand und Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ganz besonders möchte ich mich wiederum bei Monika Kilger für die kompetente Betreuung unserer Homepage, Anzeigenlisten, Reklametafeln, … und bei Mona Richthammer für die tadellose Führung der Geschäftsstelle bedanken. Wir dürfen uns von den negativen Stimmungen nicht beeinflussen lassen. Wir müssen unsere Wasserkraft als Segen der Natur darstellen, da nach wie vor überall auf der Welt das Wasser kostenlos von oben nach unten fließt und wir dadurch Energie gewinnen können. Zeigen Sie Ihre Wasserkraft der Bevölkerung und machen Sie Mundpropaganda für uns. Seite: 7 (18)

[close]

p. 8

Jeder der nicht voreingenommen ist, wird dann feststellen, dass Wasserkraft eine seit Jahrhunderten bestehende Energieerzeugung ist, die sich weltweit bewährt hat und an der keiner vorbeikommt! Abschließend möchte ich auch noch herzliche Grüße von den Kollegen aus dem Bundesverband und unserem Geschäftsführer Harald Uphoff übermitteln. Ebenso vom Bundesverband Erneuerbare Energien, bei dem ich nach wie vor als Vizepräsident die Sparte Wasserkraft vertrete. Ich hoffe, den Verband in eurem Sinne geführt zu haben und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. --- Die nächste Generalversammlung findet am 08.07.2017 statt.“ Anschließend erfolgten Grußworte von Dr. Franz Rieger, MdL, Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen des Bayerischen Landtags, CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, München. Er überbrachte Grüße vom Fraktionsvorsitzenden der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, München, Thomas Kreuzer, MdL und versprach, sich weiter für die Förderung der regenerativen Energien zu bemühen. Er sicherte auch zu, dass sich die Abgeordneten der CSU auch künftig für die Belange der Wasserkraft einsetzen werden. Dr. Josef Rampl, Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes und Geschäftsstellenleiter der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e.V., überbrachte Grüße vom Ehrenvorsitzenden Regierungsbaumeister Dipl.-Ing. Architekt Anton Zeller und vom 1. Vorsitzenden Dipl.-Ing. Fritz Schweiger und betonte die Notwendigkeit, dass sich die Verbände gemeinsam für die Wasserkraft stark machen. Dazu wäre es wünschenswert, wenn noch weit mehr Betreiber von Wasserkraftanlagen als Mitglieder in einem der beiden Verbände gewonnen werden könnten. Dipl.-Ing. (FH) Wilhelm Pfenning, als Vertreter des hessischen Landesverbandes, betonte besonders die Bedeutung der Wasserkraft als Regelenergie und wies auf schon bestehende Speichermöglichkeiten hin. Tagesordnungspunkt 3.a) Geschäftsbericht und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schuster verlas den Jahresabschluss und die Gewinn- und Verlustrechnung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 und bat um Abstimmung für den entstandenen Verlust: Der Jahresfehlbetrag 2015 von € 2.867,49 wird gemäß einstimmigem Beschluss der Generalversammlung aus der freien Betriebsrücklage gedeckt. Eine große Hilfe ist in finanzieller Hinsicht die äußerst positive Zahlungsmoral der Mitglieder! Klaus Schuster dankte allen herzlich, die den Beitrag stets unverzüglich nach Rechnungserhalt überweisen und wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Beiträge zum LVBW eG seit 01.01.2004! unverändert sind! Seite: 8 (18)

[close]

p. 9

Trotz steigender Kosten und erhöhten Anforderungen, die wir aber erfüllen müssen, ist auf eine Beitragsanpassung so lange wie möglich verzichtet worden - es sind statt dessen in den vergangenen 11 Jahren die Rücklagen aufgebraucht worden. Eine Beteiligung an den so wichtigen BDW-Gutachten, die wir dringend brauchen um für die Wasserkraft argumentieren zu können, ist unabdingbar, aber wir benötigen auch verbandsintern Mittel für intensive Presse- und Lobbyarbeit. Deshalb wird ab 2017 eine Beitragsanpassung nicht mehr vermeidbar sein. Es wird derzeit eine neue Beitragsliste erarbeitet und im Weihnachtsrundschreiben erhalten Sie detaillierte Informationen über die geplante Anpassung. Im Verlauf des Geschäftsjahres hat sich die Mitgliederzahl erfreulicherweise erhöht. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 waren 598 Kraftwerksbetreiber registriert, am Jahresende waren 605 Mitglieder dem Verband angeschlossen, derzeit sind es 617! Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2015 sind einstimmig bestätigt und angenommen worden. Tagesordnungspunkt 3.b) Prüfungsbericht Genossenschaftsverband Bayern e.V. (Zeitraum 01.07.2013 bis 28.09.2015 Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schuster verlas die Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses für den Prüfungszeitraum vom 01.07.2013 bis 28.09.2015, Berichts-Nr. 184/2015 vom 30.09.2015. Die Pflichtprüfung des LVBW eG wurde gemäß § 53 Abs. 1 GenG vom zuständigen Genossenschaftsverband Bayern e.V., München, durchgeführt und ergab keinerlei Beanstandungen. Tagesordnungspunkt 3.c) Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates Die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates ist auf Antrag eines Mitgliedes einstimmig erteilt worden. Tagesordnungspunkt 3.d) Wahlen Die anschließenden Wahlen wurden von Vorstandsvorsitzendem RA Hans-Peter Lang durchgeführt. Seite: 9 (18)

[close]

p. 10

Turnusmäßig schieden Franz Hirschmann, Vorstand und Ingo Giersemehl, Vorstand, aus dem Vorstand aus. Klaus Schuster, Aufsichtsratsvorsitzender, Heinrich Brandl, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender sowie Hubert Fröhler, Aufsichtsrat, schieden turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat aus. Alle Vorstände und Aufsichtsräte stellten sich dankenswerter Weise erneut zur Wiederwahl und sind von der Generalversammlung jeweils einstimmig wieder gewählt worden. Alle Vorstände und Aufsichtsräte nahmen die Wahl, für das entgegen gebrachte Vertrauen dankend, an. Gemäß § 18 der Satzung ist im Anschluss an die Generalversammlung in einer gemeinsamen Sitzung des Vorstandes und des Aufsichtsrates RA Hans-Peter Lang als Vorstandsvorsitzender und Hilmar Oppel als Stellvertretender Vorstandsvorsitzender einstimmig bestätigt worden. Des Weiteren ist gemäß § 25 der Satzung Klaus Schuster als Aufsichtsratsvorsitzender und Heinrich Brandl als Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender wieder gewählt worden. Abschließend bedankten sich Vorstandsvorsitzender RA Hans-Peter Lang und Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schuster bei den Mitgliedern für die zügige Abwicklung der Regularien. Tagesordnungspunkt 4.) Ehrung von Mitgliedern für 60-, 50- und 25-jährige Mitgliedschaft Vorstandsvorsitzender RA Hans-Peter Lang und Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schuster nahmen die Ehrungen der anwesenden Mitglieder persönlich vor, bedankten sich herzlichst für die jahrzehntelange Treue zum Verband und überreichten die Urkunden. Geehrt worden sind (nach Beitrittsdatum geordnet): Seite: 10 (18)

[close]

p. 11

für 60-jährige Mitgliedschaft: Plank Martin, Hohenburg Bruckmüller Anton, Hohenburg Krauß Dieter, Joditz Hofmeister Eugen, Eggmühl Schöner Petra, Leuchtenberg für 50-jährige Mitgliedschaft Meindl Johann, Neunburg v.W. Leibfried Jutta, Bodenmais Diem Johann (Erbengem. Diem), Aham Winkler Rudolf, Aham Götz Ingrid, Reisbach Gruber Sebastian, Unterrohrenstadt Reißenweber Carl oHG, Großheirath Redwitz Alex, Tacherting Plötz Hans, Neukirchen b. Hl. Blut Bründl Franziska, Ortenburg Salzeder Verena, Tittmoning Pfender Matthias, Altenthann Ferstl Sebastian, Dietfurt für 25-jährige Mitgliedschaft Wild Anton, Atting Ehrl Konrad, Kirchberg Huber Ernst, jun., Heidenheim Kreck Michael, Altdorf Körzdörfer Horst, Erlangen Schmidl Franz, Freinhausen Rupert Heider KG, Wörth an der Donau Schmid Andreas, Nußdorf-Aiging Weishäupl Josef, Hohenau Wühr Wolfgang, Viechtach Seite: 11 (18)

[close]

p. 12

Tagesordnungspunkt 5.) Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für Kleinwasserkraftbetreiber Magister Stefan Zach MAS, Leiter Information und Kommunikation, EVN Konzern, EVN AG sprach in seinem Fachvortrag zum Thema „Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für Kleinwasserkraftbetreiber“. Nach der Vorstellung des EVN Konzerns teilte er den Zuhörern mit, dass derzeit in Österreich Neubauten von Wasserkraftwerken fast unmöglich sind. Inzwischen können nur ökologische Verbesserungen an bereits bestehenden Anlagen umgesetzt werden. Selbst dabei ist mit Protesten zu rechnen. Magister Zach zeigte dann an verschiedenen Beispielen auf, wie mit auftretenden Protesten umgegangen werden kann. Er wies darauf hin, dass eine frühzeitige Einbindung der Bevölkerung bei Projekten zwar sinnvoll, aber auch gefährlich sein kann. Für ihn sind folgende drei Punkte wichtig:  Transparenz schaffen  gemeinsame Lösungen entwickeln  die öffentliche Meinung gewinnen Magister Zach betonte, wie enorm wichtig es ist, zu kommunizieren, statt kommuniziert zu werden! Die Kontaktadresse finden Sie auf Seite 18. Tagesordnungspunkt 6.) Wasserkraftgeneratoren mit niedrigen Drehzahlen Dr. Martin J. Sobczyk, Geschäftsführer Krebs & Aulich GmbH, informierte die Anwesenden zunächst über die Geschäftsfelder der Firma. Dann stellte Dr. Sobczyk permanent erregte Wasserkraftgeneratoren mit niedrigen Drehzahlen vor, die von seiner Firma hergestellt werden. Die Kontaktadresse finden Sie auf Seite 18. Seite: 12 (18)

[close]

p. 13

Tagesordnungspunkt 7.) Revisionsöffnungen bei Francis-Turbinen Günter Rosenberger, Global Hydro Energy GmbH stellte den Anwesenden die Firma Global Hydro Energie GmbH vor. Günter Rosenberger sprach dann über „Revisionsöffnungen bei Francis-Turbinen“, die kostengünstige Inspektionen, erforderliche Wartungs- und Reinigungsarbeiten ermöglichen. Nähere Informationen über die Vorträge sowie die Kontaktadressen können wie üblich in der Geschäftsstelle des LVBW angefordert werden. Die Kontaktadresse finden Sie auf Seite 18. Nach einer Reihe von konkreten Fragen an die Referenten bedankte sich Vorstandsvorsitzender RA Hans-Peter Lang herzlich für die aufschlussreichen Vorträge. Abschließend informierte Vorstandsvorsitzender RA Hans-Peter Lang über die Generalversammlung im nächsten Jahr: Sie findet am Samstag, dem 8. Juli 2017, im Kolpinghaus Regensburg statt. Der Vorstandsvorsitzende gab der Hoffnung Ausdruck, alle Anwesenden erneut begrüßen zu dürfen und bat gleichzeitig, im Freundes- und Bekanntenkreis auf diese Veranstaltung hinzuweisen, damit sich auch Nicht-Mitglieder von der Wichtigkeit der Verbandsarbeit überzeugen können und dem Verband beitreten! Er wies darauf hin, dass der Landesverband Bayerischer Wasserkraftwerke eG Regensburg (kurz LVBW eG genannt), der zweitgrößte Landesverband Deutschlands ist. Er wurde 1948 gegründet und besteht aus dem freiwilligen Zusammenschluss von derzeit 617 Wasserkraftwerken. Die Jahresstromerzeugung dieser Anlagen betrug 2015 etwa 175.000.000 kWh. Damit können rund 45.000 Privathaushalte mit Strom versorgt werden. Nur Einigkeit macht stark! … und nur ein großer Verband kann auch in Zukunft Erfolge zum Wohle der Wasserkraft erzielen, je größer die Gemeinschaft ist, desto mehr kann für alle erreicht werden! Eine größere Anzahl von Mitgliedern bedeutet auch höhere Verfügbarkeit finanzieller Mittel für die Belange unserer Wasserkraft! Seite: 13 (18)

[close]

p. 14

Natürlich spielt auch eine Rolle, dass alle Nicht-Mitglieder, die indirekt von der Verbandsarbeit profitieren (z.B. durch allgemein gültige Gesetze), die Verbandstätigkeit durch Mitgliedschaft und Beitragszahlung honorieren, und nicht als „Trittbrettfahrer“ die Solidarität unserer Mitglieder ausnutzen sollten. Vorstände und Aufsichtsräte des LVBW eG arbeiten engagiert für die Belange der Wasserkraftbetreiber auf ehrenamtlicher Basis. Nur Einigkeit macht stark! … durch Ihre Mitgliedschaft tragen Sie wesentlich dazu bei, dass auch in Zukunft Erfolge zum Wohle der Wasserkraftwerke erzielt werden können! Den anwesenden Gästen dankte Vorstandsvorsitzender RA Hans-Peter Lang für ihren Besuch und das gezeigte Interesse; er schloss die harmonisch verlaufene Generalversammlung mit den besten Wünschen für eine gute Heimfahrt gegen 12.30 Uhr und betonte, dass alle Kraftwerksbetreiber weiterhin mit Nachdruck versuchen sollten, die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken und vor Ort aufzeigen, welchen immensen Wert die Stromerzeugung aus Wasserkraft hat. Es ist nach wie vor erstaunlich, wie wenig über Wasserkraftwerke bekannt ist und welch seltsame Vorstellungen manche verbreiten. Beigefügt finden Sie die neue Broschüre des Bundesverbands Deutscher Wasserkraftwerke e.V., die Sie auch gerne „werbewirksam“ weitergeben können; sollten Sie noch mehr Exemplare benötigen, oder die Broschüre per E-Mail wünschen, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle. Die Reklametafeln, entworfen von Aufsichtsratsvorsitzendem Klaus Schuster, sind eine weitere geeignete Möglichkeit, die Vorzüge von Wasserkraftanlagen der Allgemeinheit näher zu bringen. Nachstehend finden Sie nähere Informationen und Hinweise zur Bestellung. Die Absicht hinter dieser Tafel ist folgende: Ein Betrachter soll kurz davor stehen bleiben und sich daran erinnern, dass es außer Solar- und Windkraft auch die Wasserkraft gibt und schon immer gab. Damit ist das Informations- und Werbeziel schon erreicht. Über die anderen regenerativen Energien wird regelmäßig in den Medien berichtet, aber bei der Wasserkraft fehlen die großen Aufhänger. Die Wasserkraft gerät damit auf ein Abstellgleis. Sie ist zwar bekannt, aber niemand spricht mehr über sie, weil doch die anderen "Züge" wie Windkraft oder Solarenergie viel auffälliger und schillernder sind. Auf lange Sicht wirkt es sich negativ für die Wasserkraft aus! Nur wenn man im Gespräch bleibt, hat man etwas zu sagen und wird auch beachtet. Die Wasserkraft muss sich also bemühen, nicht vergessen zu werden und ihre Vorzüge anzupreisen. Es liegt also an uns, uns wieder ins Blickfeld zu rücken. Dies kann aber nur durch die Mithilfe aller Wasserkraftinteressierten gelingen. Seite: 14 (18)

[close]

p. 15

Folgende Reklametafeln sind erhältlich: (Bild mit oberschlächtigem Wasserrad) Wegen der großen Nachfrage haben wir jetzt auch die Möglichkeit geschaffen, die Reklametafel mit ober- bzw. –unterschlächtigen Wasserrädern darzustellen (siehe Abbildungen). (Bild mit Turbine) Viele unserer Wasserkraftwerke stehen in schönen Lagen, neben Wanderwegen, wo viele Menschen vorbeigehen. Dies bietet sich als Platz für das Werbeschild förmlich an! (Bild mit unterschlächtigem Wasserrad) Der Preis für eine UV-beständige DINA-3-Reklametafel (42 cm breit und 29,7 cm hoch) beträgt insgesamt brutto € 62,14 (Tafel brutto 55 € + Versandkosten brutto 7,14 €). Mitglieder des LVBW erhalten bei Einreichen der Rechnungskopie in der Geschäftsstelle einen Zuschuss von 5,00 € brutto! Seite: 15 (18)

[close]

Comments

no comments yet