Kickoff swisspor Kundenmagazin 01/2016

 

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Kickoff swisspor Kundenmagazin 01/2016

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• kick off Kundeninformation der swisspor AG · Ausgabe Nr. 1 · 2016

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Inhalt 4 TheX an der Swissbau in Basel Die swisspor-Produktpalette begeistert mit Minimodellen im Massstab 1:5 8 „Die Party ist vorbei” Interview mit Ansgar Gmür, Direktor des Hauseigentümer­ verbandes (HEV) Schweiz 12 Quartier Birsmatt – MINERGIE-ECO-Wohnraum am Ufer der Birs Das neue Quartier in Aesch besticht durch seine verdichtete Bauweise mit grosszügigem Wohnraum und attraktiv gestalteten Aussenräumen. 18 Bienen & EPS, geht das? Die Objektreportage der anderen Art 20 Fachkurse rund ums Steildach Lernen mit bester Aussicht 22 Fachkurs WestWood 24 Workshop Flüssigkunststoff Für funktionstüchtige und langlebige Abdichtungen Workshop für Architekten & Planer Workshop 24

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‘‘ 4 TheX an der Swissbau in Basel Die swisspor-Produktpalette begeistert mit Minimodellen im Massstab 1:5 ’’

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Auch in diesem Jahr trafen sich wieder über 100‘000 Bauinteressierte und rund 1‘100 Aussteller aus 19 Ländern an der wichtigsten Messe der Baubranche, der Swissbau in Basel. In der „neuen“ Messehalle 1.0 und somit im Zentrum des Geschehens präsentierte sich der Gemeinschaftsstand von Eternit, Promat und swisspor. Fünf Tage lang wurde an unserem Stand, der den unverkennbaren Arbeitstitel TheX trug, gefachsimpelt, gestaunt, genetzwerkt und genossen. Der swisspor-Messeauftritt war nicht zuletzt dank Kunden und Interessierten erneut ein voller Erfolg. Die Baubranche ist ein wichtiger Wirtschaftssektor in der Schweiz. Deshalb griff der Bundesrat Ueli Maurer persönlich zur Maurerkelle und legte an der Eröffnungsfeier symbolisch den Grundstein für die diesjährige Swissbau. Im Rahmen dieser Eröffnung besuchte er auch den swisspor-Stand, wo er sich Zeit für ein „Schwätzchen“ mit Vertretern der swissporGruppenleitung nahm. Europaweit gehört die Swissbau zu einer der grössten Baufachmessen und ist entsprechend ein Magnet für ein illustres Publikum, das sich aus Architekten, Planern, Verarbeitern, Investoren und Privaten zusammensetzt. Auf vier Messehallen verteilt konnten sich die Besucher über die Bereiche Konzept und Planung, Baustelle und Werkhof, Gebäudetechnik und Innenausbau sowie Rohbau und Gebäudehülle direkt bei den entsprechenden Experten informieren. Lesen Sie weiter auf Seite 6 ➔ ➔ ➔ 5

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6 TheX, ein ästhetisches und technisches Highlight Als Marktleader für erstklassige Produkte und Dienstleistungen rund um das Dämmen und Dichten von Gebäuden war die swisspor denn auch der kompetente Ansprechpartner an bester Lage in der Halle 1.0. Mit dem einzigartigen Standkonzept TheX wollten wir unseren Besuchern und Kunden nicht nur Fachwissen, sondern auch ein einzigartiges Erlebnis vermitteln. Im Zentrum unseres Messekonzepts TheX standen zwei Kuben, die fast wie ein X aufeinandergestellt wurden, was dem Projekt seinen Arbeitstitel verlieh. Zwölf Säulen, aus dem hauseigenen swissporLAMBDA gefertigt, von rund sieben Metern Höhe und einem Grundriss von 1.30 x 1.00 Metern säumten den Stand und gaben der Fläche ein Gefühl von Raum, welches fast schon monumental anmutete. Statisch sowie auch handwerklich darf man die Arbeit, die unsere Profis bei der Standumsetzung geleistet haben, als wahre Meisterleistung bezeichnen. Die Standgrundfläche unseres Gemeinschaftsstands umfasste 520 Quadratmeter im EG, die als Begegnungs- und Ausstellungszone von Eternit, Promat und swisspor genutzt wurden. Im darüber liegenden Kubus wurden unsere Kunden auf 200 Quadratmetern kulinarisch verköstigt. Zwölf Mini-Exponate als ganz grosse Besuchermagnete Ein technisches Produkt in den entsprechenden Anwendungen zu präsentieren und es gleichzeitig zu emotionalisieren, ist eine knifflige Herausforderung. In diesem Jahr scheint uns dies gelungen zu sein und die gezeigten zwölf Minimodelle lösten nicht nur Staunen, sondern wahre Begeisterungsstürme bei den Betrachtern aus und boten Stoff für so manches Fachgespräch. Alle zwölf Minimodelle wurden im Massstab 1:5 umgesetzt. Der passionierte Modellbauer Herr Oehrli aus Zürich arbeitete mehrere Monate lang mit viel Liebe und dem Auge fürs Detail an den Exponaten. Detailgetreu und Schritt für Schritt, Produkt für Produkt wurden die kleinen Modelle mit einer Grundfläche von je rund 40 x 40 Zentimetern und variabler Höhe zwischen 20 und 40 Zentimetern gebaut. Selbst die Kieselsteine der Minimodelle für die Anwendungen Warmdach und Umkehrdach häckselte Herr Oehrli höchstpersönlich auf die richtige Grösse. In den zwölf mit LED ausgeleuchteten Glasvitrinen von je 60 x 60 Zentimetern, thronend auf einem EPS-Sockel von rund einem Meter Höhe kamen die Mini-Exponate perfekt zur Geltung. Sie erfreuten und faszinierten Tag für Tag die Messebesucher. Selbstverständlich war jedes Minimodell beschriftet und wurde ausführlich erklärt. Auf 10-Zoll-Mini-Screens an den Vitrinen wurden Interessierte mittels 3D-Animation über die technischen Details sowie die jeweiligen Aufbauten informiert. Dabei konnte zwischen deutscher und französischer Sprache gewählt werden. Die Neuen bei swisspor Im Rahmen dieser Minimodelle wurden auch zwei „neue“ Anwendungen gezeigt. Einerseits das Steildach – hier haben wir 2016 unser Steildachsortiment erweitert und komplettiert. Andererseits der Flüssigkunststoff 2K – hier sind wir per 1. Januar 2016 exklusiver Vertriebspartner für WestWood Flüssigkunststoffprodukte in der Schweiz für Anwendungen gemäss SIA 271.

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Swisspor-Produkte multimedial und traditionell erlebbar gemacht Innerhalb des Hauptkubus im EG befand sich die Lounge, die als Rückzugsort für Beratungsgespräche genutzt wurde. Durch den auf einem 55-Zoll-Full-HD-Bildschirm gezeigten swisspor-Film gewannen die Besucher einen Blick hinter die Kulissen von swisspor. In diesem Innenteil befanden sich ebenfalls unsere altbewährten Handmuster. Die 38 Muster wechselten denn auch rege die Hände und machten die swisspor-Produkte im wahrsten Sinne begreiflich. Alles für die perfekte Kundenbetreuung Je nach Messetag und Tageszeit waren teilweise bis zu 25 swisspor-Mitarbeiter am Stand und kümmerten sich um die Anliegen, Fragen und das Wohl der Besucher sowie Kunden. Den Messestand zu einer Begegnungszone zu verwandeln, war gelungen. So gab es fachlich hochstehende Gespräche zwischen swisspor-Mitarbeitern und den Kunden, wie z.B. Architekten, Planer, Bauherren, Verarbeiter, Händler, Auszubildende und Private. Im Obergeschoss des Messestands hatte die Crew vom Caterer „dolce far niente“ während der Messeöffnungszeiten alle Hände voll zu tun, sorgten sie doch vom Zmorge über die Mittagsverpflegung bis zum Zvieri für das leibliche Wohl unserer Kunden und Partner. Zum Zmorge gab es Süsses in Form von Mini Gipfeli und Mini Schoggi Brioche und Herzhaftes wie beispielsweise belegte Vitalbrote mit geräucherter Forelle vom Blausee oder Käse aus dem Zürcher Oberland. Während der Mittagszeit konnte aus verschiedenen Speisen ausgewählt werden. Unter anderem zwischen Heusuppe, lauwarmem Antipasti-Salat mit gehobeltem Gran Padano, aber auch getrüffelte Tessiner Polenta mit 24 Stunden geschmorter Rindsschulter und Wintergemüse oder eine Spinatquiche mit winterlichem Blattsalat standen zur Auswahl. Ein himmlisches Dessert durfte in Form einer Crème Caramel mit Kemmeriboden Meringue und Waldbeerenkompott natürlich auch nicht fehlen. Zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr servierte unsere Küche Apfelkuchen, hausgemachten Schoggi-Chilli-Brownie und für jene, die es lieber herzhaft mochten, ein z’vieri Plättli mit Walliser Rohschinken, Waadtländer Trockenfleisch und Fribourger Käse. Unsere Köchinnen und Köche haben während fünf Messetagen mehr Köstlichkeiten über die Theke geschickt als manches Nobelrestaurant an bester Lage. Die Bar, die ebenfalls im Obergeschoss des Standes zu finden war, bestach nicht nur als Ort, um den Durst zu löschen oder bei einem feinen Glas Wein anzustossen, sondern war auch optisch einen genaueren Blick wert. So vereinte sie doch in ihrer Verkleidung alle am Stand ausgestellten Materialien. 7 Vorschau 2018 Die swisspor wird auch im Januar 2018 wieder als Ausstellerin an der grössten Baufachmesse der Schweiz teilnehmen. Für uns heisst es nun: Nach der Messe ist vor der Messe. Deshalb planen wir bereits das neue Standkonzept, mit welchem wir wiederum Kunden, Partner und Interessierte begeistern und verwöhnen wollen.

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8 ‘‘ Die Party ist vorbei ’’

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Seine Kolumnen sind Kult, seine Stimme wird gehört: Ansgar Gmür, der Direktor des Hauseigentümer­ verbandes (HEV) Schweiz über den Immobilienmarkt, das Gebäude­ programm, die Stromlücke und das Kreuz mit den Steuern. Interview: Jost Dubacher; Bilder: Ben Huggler Wie wählen Sie Ihre kommerziellen Partner aus? Da haben wir einen strengen Selektionsprozess, der bis zu zwei Jahre dauern kann. Wir haben einen Ruf zu verlieren. Aber bisher haben wir wohl vieles richtig gemacht. Die Mitgliederbeiträge machen nur noch 20 Prozent des Umsatzes aus. Sie wären auch ein guter Unternehmer geworden ... Möglicherweise. Aber ich bin eben ein politischer Mensch, und da ich meiner Frau nach der Heirat versprechen musste, dass ich keine politischen Ämter annehmen würde, blieb mir nur die Karriere als Verbandsfunktionär. Sie beschäftigen allein hier in der nationalen Geschäftsstelle des HEV 19 Mitarbeiter. Worin sehen Sie die Hauptaufgabe dieses Teams? Der HEV steht für den Schutz des Eigentums. Ist das Eigentum tatsächlich bedroht im Rechtsstaat Schweiz? Es wird eben mit durchaus rechtsstaatlichen Mitteln bedroht, und dagegen wehren wir uns. Lesen Sie weiter auf Seite 10 ➔ ➔ ➔ kickoff: Für die Medien sind Sie das menschliche Gesicht des schweizerischen Immobilienbesitzes. Geniessen Sie diese Rolle? Ansgar Gmür: Sie übertreiben. Ich bin ein kleiner Angestellter, der in zwei Jahren in Pension gehen wird. Jetzt sind Sie etwas bescheiden. Sie vertreten 330'000 private und gewerbliche Hauseigentümer; in Ihrem Vorstand sitzen fünf National- und Ständeräte. Wozu das alles? Der Immobilienmarkt prosperiert seit 20 Jahren, und gerade in Gebieten wie hier im Zürcher Seefeldquartier wird gebaut wie verrückt. Halt, halt! Die Party ist vorbei: Vor allem im Luxussegment herrscht bereits Katerstimmung. Eine extrem starke Nachfrage haben wir nur noch bei den Renditeimmobilien, und auch das nur wegen des aktuellen Nullzinsumfeldes. Da geben sich viele Investoren auch mit tiefen Renditen zufrieden. Wie schätzen Sie die Entwicklung bei «normalen» Objekten ein? Es wurde sehr viel gebaut in den letzten Jahren. Die Leerstandsquote steigt. Sie liegt in gewissen suburbanen und ländlichen Regionen bei drei bis vier Prozent. Das ist schon sehr viel; alles, was über einem Prozent ist, muss den Immobilienbesitzern Sorge machen. Droht ein Crash? Nein, das glaube ich nicht. Ich sehe uns auf eine sanfte Landung zusteuern. Immer vorausgesetzt, dass es nicht zu massiven internationalen Verwerfungen kommt. Die europäische Schuldenkrise beispielsweise ist noch lange nicht ausgestanden. Und wer weiss, wie die Weltwirtschaft auf einen Brexit reagieren würde? Kommen wir von der Weltbühne zurück zum HEV Schweiz. Ein Besuch auf Ihrer Website verrät, dass Ihr Verband unter anderem Bücher, Reisen, Hypotheken und Gartengeräte verkauft. Warum? Warum nicht? Wir sind eine attraktive Marke. Unser Jurist verschickt jede Woche eine Abmahnung an Unternehmen, die unser Logo missbräuchlich einsetzen. 9

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10 Können Sie uns ein paar Beispiele nennen? Lassen Sie uns mit den Gebühren beginnen: Die Preise für Trinkwasser schwanken von Gemeinde zu Gemeinde; an gewissen Orten sind sie exorbitant und durch nichts zu rechtfertigen. Die Rechnung bezahlen die Eigentümer. Ein anderes Beispiel ist die Einführung der Formularpflicht, wie sie jetzt schweizweit diskutiert wird: Sie verstösst massiv gegen die Interessen der Vermieter. Oder die Erbschaftssteuer: Sie hätte viele Hausbesitzer betroffen. Wir haben sie bekämpft und in der Abstimmung vom letzten Sommer gewonnen. Oder die Besteuerung des Eigenmietwertes ... Eines der Lieblingsthemen des HEV. Zu recht. Denn eine solche Belastung der Immobilienbesitzer gibt es nirgendwo sonst auf der Welt, und wissen Sie, aus welchem Anlass sie bei uns eingeführt wurde? Klären Sie uns auf. Die Besteuerung des Eigenmietwerts wurde im Bundesratsbeschluss über die Erhebung einer Wehrsteuer vom 9. Dezember 1940 geregelt. Damals befand sich das Land in einer Notsituation; an der Steuer halten wir bis heute fest. Das Volk hat die Abschaffung des Eigenmietwerts in mehreren Abstimmungen verworfen. Haben Sie noch Hoffnung? Ich bin ein optimistischer Mensch. Im Moment ist eine Motion unseres Präsidenten, Nationalrat Hans Egloff, hängig. Sie zielt auf eine offensichtliche Ungerechtigkeit des Systems: Heute sind Eigentümer, die in der eigenen Wohnung leben, oft schlechter gestellt als Mieter in vergleichbaren wirtschaftlichen Verhältnissen. Das wollen wir ändern. Sie sehen also: Wir haben genug zu tun. Die Liste der nationalen und kantonalen Dossiers, die wir überwachen, ist elf A4-Seiten lang. Darauf finden Sie auch Themen, die mit dem Hauseigentum scheinbar nichts zu tun haben, zum Beispiel das revidierte Asylgesetz, das bei akutem Platzmangel die Enteignung von Häusern und Wohnungen möglich macht. Eigentum verpflichtet, sagt der Philosoph. Ausserdem werden die Hauseigentümer nicht nur geschröpft, ab und an werden sie auch bevorteilt. Sie sprechen vom Gebäudeprogramm? Richtig. Und wer hat’s erfunden? Wir, der HEV! Ich gehörte zu den ersten Befürwortern und sitze noch heute im Vorstand des Programms. Woran Sie übrigens erkennen können, dass wir kein verlängerter Arm der rechten Parteien sind. Manchmal gehe ich auch mit den Linken ins Bett. Viele bürgerliche Politiker nehmen mir das heute noch übel. Wir unterstützten ja nicht nur das Gebäudeprogramm, sondern auch den Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK). Für die letzte Ausgabe des kickoff haben wir uns mit dem Präsidenten von bauenschweiz, Alt-Nationalrat Hans Killer, unterhalten. Er kritisierte das 2010 gestartete Gebäudeprogramm als demokratische Sünde. Man habe dem Volk versprochen, die Erträge aus der Brennstoffabgabe vollumfänglich zurückzuerstatten. Jetzt werden damit Gebäude saniert. Was sagen Sie dazu? Da verstehe ich Herrn Killer nicht wirklich. Denn wer bezahlt die Brennstoffabgabe? Es sind die Hausbesitzer. Eigentlich bekommen sie nur ihr Geld zurück. Könnte man die energetische Sanierung des Gebäudeparks Schweiz nicht auch mit rein marktwirtschaftlichen Methoden fördern? Bei einem entsprechend hohen Energiepreis würde es attraktiv, den Heizaufwand zu reduzieren. Dagegen sprechen zwei Dinge: Im Moment gibt es einfach zu viel Energie. Die vielzitierte Stromlücke gibt es genauso wenig wie den globalen Rückgang der Ölförderung. Um unter diesen Bedingungen einen Lenkungseffekt zu erzielen, müsste

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Ansgar Gmür studierte auf dem zweiten Bildungsweg Ökonomie an der Universität Zürich. Danach arbeitete er als Controller bei Roche. 1987 startete der heute 62-Jährige seine Verbandskarriere. Nach Zwischenstationen in der Textil- und Papierindustrie trat er 2000 seine Stelle als Direktor des HEV Schweiz an. Gmür ist ein gesuchter Referent zu den Themen Rhetorik und Kommunikation. In der Freizeit tritt der Vater von drei Töchtern als Bauchredner auf. die CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe massiv angehoben werden, was politisch kaum machbar ist. Wir schaffen es ja nicht einmal, eine CO2-Abgabe auf Treibstoffe zu erheben; dabei wäre es ja eigentlich nur konsequent. Die Aufstockung des Bundesbeitrags zum Gebäude­ programm von 300 auf 450 Millionen Franken im Jahr scheint eine beschlossene Sache zu sein. Gestritten wird noch um steuerliche Vergünstigungen. Wie steht der HEV dazu? Ohne geht es nicht! Wenn wir die Ziele der Energiestrategie 2050 erreichen wollen, brauchen wir auch fiskalische Anreize. Welcher Art? Es müsste zum Beispiel erlaubt sein, die Investitionen über mehrere Steuerperioden anzurechnen. Ich könnte mir aber auch nichtfiskalische Massnahmen vorstellen, zum Beispiel eine Art Deal zwischen den Behörden und dem Eigentümer. Wer energetisch saniert, erhält eine höhere Ausnützungsziffer. Das würde ausserdem zu der Verdichtung führen, die von allen Seiten gefordert wird. Würden solche zusätzlichen Anreize die Sanierungsquote wirklich erhöhen? Sie liegt ja trotz aller Fördermassnahmen stabil bei 0.9 Prozent. (verwirft die Hände) Wissen Sie was? Wenn diese Zahl stimmen würde, sähe es bei uns aus wie in einem Entwicklungsland. Nein, diese Zahl ist definitiv irreführend, denn sie berücksichtigt nur die energetischen Totalsanierungen. Um die geht es doch beim Gebäudeprogramm? Falsch! Sie können ein Gebäude auch teilsanieren, nur die Fenster auswechseln beispielsweise oder die Wärmedämmung der Kellerdecke verbessern. Solche Massnahmen finden keinen Eingang in die offiziellen Statistiken; so kommt es zu diesen 0.9 Prozent. Aktuelle Studien zeichnen ein anderes Bild. Inwiefern? Bei den Fenstern liegt die Sanierungsquote zwischen drei und sechs Prozent. Und auch bei den Fassadendämmungen erreichen wir − in Abhängigkeit vom Baujahr der Liegenschaft − bis zu 2.8 Prozent. Sie sprechen nur von den Dämmmassnahmen, nicht aber von den Investitionen in nachhaltige Heizungen. Das hat seinen guten Grund. Sie arbeiten für das Firmenkundenmagazin von swisspor? Dann werden Sie Freude haben an dem, was ich jetzt sage: Investitionen ins Dämmen sind sehr viel wichtiger und sinnvoller als solche in neue Heizungen. Das können Sie gerne schreiben. Schreiben ist ein gutes Stichwort. Der «Schweizerische Hauseigentümer», Ihre Verbandszeitung, hat eine Auflage von über 300'000 Exemplaren ... ... und 590'000 Leser. Eine Zahl, die beglaubigt ist. Das Blatt ist – das darf ich offen sagen – eine Cashcow für uns. Der Inserateplatz ist begehrt. Aber der Renner sind Ihre zweimal im Monat auf der Seite 3 erscheinenden Kolumnen. Sie sind − hier passt das Wort für einmal – Kult. Wie schaffen Sie das? Es ist eine Heidenarbeit, denn ich schreibe die Stücke immer selber. Vor einem Jahr sind Sie auch unter die Buchautoren gegangen und haben den Sammelband «Best of Ansgar» herausgegeben. Wie sind die Reaktionen? Ich habe das Buch gemacht, weil ich mit meinen Kolumnen offenbar einen Nerv treffe. Das Echo auf die Beiträge ist enorm. Jüngst hat mir zum Beispiel Emil Steinberger geschrieben und gesagt, er habe bei der Lektüre laut herausgelacht. 11

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‘‘ 12 Quartier Birsmatt – MINERGIE-ECO-Woh am Ufer der Birs Das neue Quartier in Aesch besticht durch seine verdichtete Bauweise mit grosszügigem Wohnraum und attraktiv gestalteten Aussenräumen. ’’

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hnraum Auf dem ehemaligen Areal der Firma Angenstein AG zwischen der Birs im Westen und dem Aescher Bahnhof im Osten liegt es, das neue Quartier Birsmatt. Der Immobilienentwicklerin und Totalunternehmung Losinger Marazzi AG war beim Umsetzen eines attraktiven Quartierplans für die Region vor allem eines wichtig: Das Objekt soll fortschrittlich und energieeffizient sein sowie den Menschen, die es bewohnen, eine gesunde, naturnahe Lebensumgebung bieten. Ein Quartierplan mit langer Geschichte Im Jahr 2010 war klar: Auf dem Grundstück der Angenstein AG, auf welchem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens Doppelhäuser aus den 20er- und 30erJahren standen, musste renoviert werden. Verschiedene Varianten zur Nutzung der Parzelle lagen auf dem Tisch. Die Totalunternehmung Losinger Marazzi AG setzte sich gemeinsam mit dem Architekturbüro Steinmann & Schmid Architekten AG mit ihrem Quartierplan Birsmatt letztendlich bei den Behörden durch. Nicht zuletzt wegen der guten Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr galt das Grundstück nahe der Gewerbezone als hervorragendes Entwicklungsgebiet für Aesch. Eine entscheidende Bedingung der Behörden war eine 200 Meter lange Lärmschutzwand im östlichen Teil, die die Bewohner des künftigen Quartiers vor dem Strassenlärm schützt. Das Bauprojekt wurde so konzipiert, dass es sich dank der Anordnung der Gebäudeteile zudem aber auch selbst ausgezeichnet vor Lärm schützt. Lesen Sie weiter auf Seite 14 ➔ ➔ ➔ 13

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Vollflächiges aufschweissen der Dampfbremse swissporBIKUPLAN ECO EGV3.5 v flam Fertig verarbeitete Dampfbremse Im September 2014 konnte die Losinger Marazzi AG den Investorenvertrag mit der Luzerner Pensionskasse abschliessen und hatte damit einen Partner an der Seite, dem MINERGIEECO ebenso ein wichtiges Anliegen war. Es ist dies bereits das zweite Objekt, das das Unternehmen mit der Luzerner Pensionskasse realisiert. Die Abrissarbeiten der in die Jahre gekommenen bestehenden Gebäude begannen Ende Februar 2015. Das war der Startschuss für das neue Quartier Birsmatt. Haushälterische Nutzung von 8'800 Quadratmetern Fläche Mit dem Quartierplan Birsmatt wollten die Projektentwickler hochstehenden Wohnraum im mittleren Preissegment erschaffen. Mit seiner malerischen Flusslandschaft unterstreicht die Birs, welche im Westen am Quartier vorbeifliesst, die Nähe zur Natur und bietet seinen Bewohnern das perfekte Naherholungsgebiet unmittelbar vor der Haustüre. Und das mit dem öffentlichen Verkehr gerade einmal 15 Minuten von der Basler Innenstadt entfernt. Die Kernelemente des Projekts waren aus Sicht der Behörden die haushälterische Nutzung des Bodens von rund 8'800 Quadratmetern Fläche sowie die umweltgerechte und energieeffiziente Bauweise in MINERGIE-ECO aus Sicht der Totalunternehmung. Die Wohnüberbauung besteht heute aus insgesamt zwei winkelartigen Gebäuden mit 97 Mietwohnungen. Um eine ideale Durchmischung der Bewohnerschaft zu gewährleisten, swissporEPS 150 ECO Restplatten setzen sich diese Wohnungen aus 2.5 bis 5.5 Zimmern und insgesamt fünf Maisonette-Wohnungen zusammen. Die beiden Gebäude wurden so positioniert, dass sie den Lärm aus dem nahen Industriegebiet ideal absorbieren und eine lebendige Begegnungs- und Austauschzone bilden. Um das neue Quartier zusätzlich zu beleben, stehen dem Gewerbe 850 Quadratmeter zur Verfügung. 107 Parkplätze mit direktem Zugang zu den Gebäuden und 30 Aussenparkplätze sorgen zudem für Komfort und Wohnqualität. Einzigartige Wohnungen mit Charakter Die Fassade des Objekts zur Birs begeistert durch ihre ungewöhnliche Symmetrie. So verlaufen die Aussenwände respektive die Brüstungen der Balkone im Haus 1 Richtung Birs nicht parallel zur Fassade, sondern je Wohneinheit alternierend abgewinkelt. Da die abgewinkelte Ausrichtung der Balkone pro Wohneinheit und Geschoss gegengleich ist, ergibt sich eine lebhafte und zugleich verspielte Optik der Fassade. Das Ziel des Architekturbüros Steinmann & Schmid Architekten AG war es, mit jeder Wohnung ein Unikat zu erschaffen. Allesamt brillieren sie jedoch durch grosszügige Grundrisse, viele offene Bereiche, grosse Küchen mit Wohnbereich, der hin zum Balkon oder zur Loggia offen ist und regelrecht mit Tageslicht durchflutet wird. Fortschrittlich und energiebewusst dank MINERGIE-ECO Die Immobilienentwicklerin und Totalunternehmung Losinger Marazzi AG legt bei ihrer Arbeit grössten Wert auf NachhalFertig verlegte Dämmung swissporEPS 150 ECO mit 1. Lage swissporBIKUPLAN ECO EGV3. 14

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Dampfbremse im Aufbordungsbereich tigkeit. Eine energiebewusste Bauweise kostet anfangs im Schnitt etwas mehr als ein herkömmlicher Bau, rechnet sich aber langfristig gesehen nicht nur für die Umwelt. Mit der Luzerner Pensionskasse als Investor entstand eine Partnerschaft, in der beide Parteien zukunftsorientiert und ökologisch denken, und demzufolge die Umsetzung des Projekts im MINERGIE-ECO-Standard in Angriff genommen werden konnte. Bei MINERGIE-ECO spielen insbesondere die Gesundheit der Bewohner und die Bauökologie eine zentrale Rolle. Dieser Umstand kam auch beim Projekt Birsmatt zum Tragen. So wurden im Bereich Gesundheit auf optimale Tageslichtverhältnisse, geringe Lärmimmissionen und eine geringe Belastung mit Schadstoffen, Keimen und Strahlung geachtet. Die Menschen, die in einem mit diesen Standards konzipierten Gebäude wohnen und arbeiten, sind somit gesundheitlich gut geschützt. In Bezug auf die Bauökologie setzt MINERGIEECO insbesondere auf eine hohe Nutzungsdauer sowie Flexibilität, Rückbaufähigkeit, Einsatz von Recyclingbaustoffen, labelisierte Produkte und Bodenschutz. Diese gesundheitlichen sowie bauökologischen Aspekte führen zwar zu höheren Investitionskosten, wie die Totalunternehmung Losinger Marazzi AG erklärt, hingegen fallen die Betriebskosten eines MINERGIE-ECO-Gebäudes geringer aus als bei konventionellen Bauten. Das wiederum rechnet sich langfristig gesehen. Dank der einfach rückbaubaren Konstruktionen, wiederverwertbaren Baustoffe und umweltschonenden Entsorgung der Materialien schont die MINERGIE-ECO-Bauweise zudem die Umwelt. 5 v flam, lose verlegt, Überlappungen verschweisst Mit ECO-Produkten von swisspor MINERGIE-ECOAnsprüche erfüllen Für den Verarbeiter des Flachdachs von rund 3'500 Quadratmetern und der erdberührten Gebäudeteile von nochmals 2'500 war schnell klar: MINERGIE-ECO setzt hohe Ansprüche an die zu verarbeitenden Baumaterialien. Die Wahl für die Materialien für das Flachdach sowie die erdberührten Gebäudeteile fiel dann aus zweierlei Gründen auf swisspor. Einerseits erachteten Senior- sowie auch Juniorchef die für die Verarbeitung vorgesehenen ECO-Produkte von swisspor wie GREEN LINE Bitumenemulsion, swisspor BIKUPLAN ECO, swissporBIKUTOP ECO sowie swissporEPS 150 ECO als die idealen Materialien, um den hohen Anforderungen von MINERGIE-ECO Rechnung zu tragen. Andererseits hatte das Vater-Sohn-Gespann, welches das Unternehmen peressini roofing AG vor drei Jahren gründete, bereits zahlreiche Projekte erfolgreich mit dem Zutun von swisspor durchgeführt. Bei einer Zusammenarbeit geht es dem pflichtbewussten Verarbeiter gemäss eigenen Aussagen um ein faires wirtschaftliches Angebot seitens Lieferant/Hersteller verbunden mit bester Qualität der Produkte sowie einer partnerschaftlichen und langfristigen Geschäftsbeziehung. Planungs- und baubegleitender Prozess Die peressini roofing AG wurde von der Totalunternehmung relativ früh in den ganzen Planungsprozess integriert. Das Unternehmen hatte sich über das Internet über das bevorstehende Bauprojekt informiert, Unterlagen angefordert und mithilfe der Fachleute von swisspor das Angebot für Lesen Sie weiter auf Seite 16 ➔ ➔ ➔ 15

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