LOCATION Essen 04_2016

 

Embed or link this publication

Description

Location Essen

Popular Pages


p. 1

April 2016 l Ausgabe 228 Das Magazin für LebensArt in Essen 2 EURO EUROPA ZIEHT AN Schüler engagieren sich für die EU EXKLUSIV Japanischer Beauty-Tag Seite 6 zu gewinnen PHILHARMONIE Die Höhepunkte der neuen Spielzeit Seite 14 I www.elsweiler.de ZAHNMEDIZIN So wichtig ist der richtige Biss Seite 18 Zweigertstraße 1 I 45130 Essen I Tel. 0201/ 77 76 89 Mo. - Fr. 9.00 - 18.30 Uhr I Sa. 9.00 - 14.00 Uhr       I Sa. 9.30 - 14.00 Uhr Abteistraße 9 I 45239 Essen I Tel. 0201/ 49 33 41 Mo., Di., Do., Fr. 9.30 - 13.00 Uhr, 14.00 - 18.30 I Mi. 9.30 - 13.00 Uhr,

[close]

p. 2

1V\MZXZM\ Ob Anna Netrebko, Anne-Sophie Mutter oder Alfred Brendel – bei uns sprechen große Interpreten in aller Offenheit. Außerdem würdigen wir bedeutende Künstler der Vergangenheit. 3TI[[QS]VL 2IbbPI]\VIP MZTMJMV 2Ibb Sie wollen mehr als Klassik und lieben anspruchsvolle Musik? Jeden Monat entführen wir Sie auch in die Welt des Jazz – vom Standard bis zum Free Jazz und empfehlen die besten CDs. :MXWZ\IOM Wissen, was los ist. In jeder Ausgabe berichten wir über aktuelle Themen aus der Welt der Klassik. Seien Sie stets top informiert zu allen wichtigen Fragen rund um die Musik. )]KPIT[-8IXMZ Ab sofort ist das E-Paper (8,99 Euro) von FONO FORUM auch im E-Paper-Abo für 89,99 Euro erhältlich. Es kann auf jedem Computer und mit allen Mobilgeräten bequem heruntergeladen und gelesen werden. Mit dem E-Paper steht FONO FORUM in digitaler Form für Android- und Apples iOS-Geräte zur Verfügung. 1VNWN†Z8ZQV\)JWVVMV\MV" Abonnenten des FONO FORUM erhalten das E-Paper zum Vorzugspreis von nur 1 Euro je Ausgabe. Buchen Sie das E-Paper-Upgrade komfortabel auf www.nitschke-verlag.de. Jeden Monat im gut sortierten Zeitschriftenhandel. Oder nutzen Sie die vielen Vorteile eines Abonnements. Infos unter: ___NWVWNWZ]ULM ___VQ\[KPSM^MZTIOLM Zusatzangebote & Dienstleistungen für Abonnenten gelten nur für Kunden der Reiner H. Nitschke Verlags-GmbH

[close]

p. 3

Editorial Das bringt Sie weiter – Hilfe beim beruflichen Comeback! Vielen Frauen, die längere Zeit für Familienaufgaben aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, fällt der Wiedereinstieg in den Beruf schwer. Ganz anders verlief die Jobsuche bei Anja Umpelby, die nach 14 Jahren Unterbrechungszeit mit Hilfe der Agentur für Arbeit Essen zum 1. Januar 2016 eine neue Stelle als Buchhalterin gefunden hat. Die gelernte Steuerfachangestellte und zweifache Mutter hatte Glück, dass schon eine ihrer ersten Bewerbungen erfolgreich war. „Ich bin sehr zufrieden mit der Wahl meines neuen Arbeitgebers Expo Concept“, sagt Umpelby lachend. MARC LORENZ Redaktion Liebe Leserinnen, liebe Leser, die hausgemachte Energiekrise der Konzerne erschüttert auch den Kultursektor. Zunächst indirekt, nachdem von den Kommunen verzweifelt erhoffte Dividenden gestrichen wurden und somit die Stadtkassen nur noch mehr Handlungsunfähigkeiten finanzieren können. Doch nun auch ganz unmittelbar: Der Energieriese Eon steigt beim Kunstpalast Düsseldorf aus. Vor 20 Jahren wurde dieses ,public private partnership‘ (PPP) als Pilotprojekt gefeiert und zur Nachahmung empfohlen. Jetzt steht das Museum mit überregionaler Strahlkraft vor dem Aus. Es hatte sich angekündigt. Schon seit fast fünf Jahren diktieren Sparprogramme und sogar Unternehmensberatungen das städtische Haus. Alle, die dem PPP-Model vor zwei Dekaden skeptisch gegenüberstanden – und das waren nicht wenige – werden sich vielleicht bestätigt fühlen. Vergessen sollte man aber nicht, dass Eon in 20 Jahren den Kunstpalast mit rund 60 Millionen Euro förderte. Als Gegenleistung gab es einen schwer zu bemessenden Imagegewinn und das Gelände des alten Kunstpalastes ,on top‘. Dass Eon bei der aktuellen Lage der Energiebranche aussteigt, mag nicht überraschen. Schon eher, dass eine ,gesunde‘ Stadt wie Düsseldorf sich zumindest bislang nicht in der Lage sieht, das Museum zu retten. Neben der Frage, wie viele Zuschüsse Kultur überhaupt zustehen, kommt damit auch Angst auf. Nicht wenige Häuser in weit ärmeren Städten verlassen sich zumindest auf ein Sponsoring der großen Firmen. Das Museum Folkwang ist ein Beispiel. Der Föderer: Eon. Hier geht es bei weitem nicht um solche Summen wie in Düsseldorf. Doch attraktive Sonderschauen können kaum mehr anders finanziert werden. Für Essen ist zu hoffen, dass der Konzern hier nicht auch den Rotstift ansetzt. Ihr Ihr neuer Chef Marko Krstic, Inhaber des Unternehmens für Messen und Ausstellungen, überlegte sich diese Entscheidung gut. „Ich hatte zuerst Bedenken, weil sie so lange aus dem Berufsleben raus war“, so der Unternehmer. „Meine Entscheidung, mich auf mein gutes Gefühl bei der Bewerberin zu verlassen und sie nach zwei Tagen Probearbeit fest einzustellen, habe ich jedenfalls keinen Moment bereut.“ „Es ist sehr aufbauend, Arbeitgeber wie diesen zu treffen“, so Inge Riße, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Essen. „Leider muss sich aber noch viel bewegen, damit Kinder für Mütter oder auch Väter, die auf Jobsuche sind, nicht mehr als Defizit wahrgenommen werden“, führt sie fort. Berufsrückehrende, die ihre Berufstätigkeit aufgrund von Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen unterbrochen haben, sind eine Personengruppe, die von der Agentur für Arbeit besonders bei der Suche nach einem neuen Job unterstützt werden. Je nach Bedarfslage beginnt dies bei der Förderung beruflicher Kompetenzen bis hin zu einer kompletten Umschulung in Voll- oder Teilzeit, wenn dies erforderlich ist. Auch ein finanzieller Zuschuss für Arbeitgeber für einen festgelegten Zeitraum ist möglich, beispielsweise wenn die fachlichen Kompetenzen der Bewerberin nicht mehr aktuell sind. Inge Riße berät auch junge Mütter und Väter, für die eine Ausbildung nur in Teilzeit in Frage kommt oder die wegen Schwangerschaft oder der Pflege von Angehörigen ihre Ausbildung nur in Teilzeit fortsetzen können. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet von 09:00 bis 11:30 Uhr eine Informationsveranstaltung zur Berufsrückkehr in der Agentur für Arbeit Essen (Berliner Platz 10) statt. Inge Riße ist per Mail unter: Essen.970-BCA@arbeitsagentur.de erreichbar. Für telefonische Auskünfte wählen Sie bitte die Nummer 0201 181-6600. TITEL 04/2016 Bild: Peter Braczko Unser Titelbild zeigt vier der insgesamt zehn EU-Juniorbotschafter des Bredeneyer Grashof Gymnasiums. Warum und wie sich die jungen Menschen für Europa engagieren, lesen Sie ab Seite 8.                                    "    !          "             

[close]

p. 4

Kurzzeilig ZONTA-CLUBS ZEICHNEN AUS Jährlich zeichnen die Zonta-Clubs Essen I und II Schülerinnen der Oberstufen aus, die sich in besonderem Maße für die Schulgemeinschaft einsetzten oder sich außerhalb der Schule ehrenamtlich engagierten und sich den Aufgaben von ,Service‘ und ,Leadership‘ stellten. Der mit 300 Euro dotierte Preis des Wettbewerbs ,Young Women in Public Affairs‘ geht in diesem Jahr an Henrike von Hülsen (Luisenschule Mülheim), Hanna Voortmann (Gymnasium Essen Überruhr) und Rebecca Erlebach (Leibnizschule, Essen). Der Wettbewerbes soll jungen, bereits engagierten Frauen die Möglichkeit bieten, interessante Kontakte auf nationaler und internationaler Ebene zu knüpfen. Die Zonta Clubs Essen sind ,Frauen Service Clubs‘, die sich für benachteiligte Frauen einsetzen, sich bemühen, begabte Frauen zu fördern und für die Rechte von Frauen einzutreten. Bei den Zonta-Mitgliedern handelt es sich um Frauen, die berufliche Verantwortung tragen und sich darüber hinaus besonders ehrenamtlich engagieren. JUBILÄUMSKONZERT AM 1. MAI Den 10. Tag seines ersten Paukenschlags feiert das Symphonische Blasorchester Essen (Bild) an diesem Wochenende ausgiebig mit dem Publikum. Zum zehnten Geburtstag laden die Essener Musiker morgen, Samstag, 30. April, in die Tersteegenkirche in Düsseldorf-Golzheim (18 Uhr) sowie am Sonntag, 1. Mai, in die Weststadthalle Essen (17 Uhr) ein. Beim Jubiläumskonzert ,Celebration‘ werden die 55 Musiker unter der Leitung von Desar Sulejmani ein ,Best of‘ ihres Repertoires spielen, darunter ,Oregon‘, ,Tangle Wood Overture‘ und ,Robin Hood‘. Für das Party-Feeling sind unter anderem ,Rocky‘ (Gonna fly now), Hits von Harry Belafonte, Südamerikanische Rhythmen, Sinatra in Concert und Mama Mia von Abba geplant. Das Geburtstagskonzert in der Weststadhalle findet in Kooperation mit der Folkwang Musikschule statt. Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse für 10 Euro (ermäßigt: 5 Euro). Archivbild: Peter Braczko Von Florett und Schneiderpuppe ,Petite Mort‘ (kleiner Tod) ist eine französische Beschreibung des Orgasmus‘. Choreograph Jirí Kylián wandelt hier genüsslich zwischen Glücks-Momenten und der Endlichkeit des Lebens. Er lässt sechs Männer auftreten, die mit ihren Floretten spielen – PhallusSymbol oder Kampfinstrument, beides möglich. Die Frauen bringen rollende Schneiderpuppen ins Spiel. Später steigt die Spannung zwischen den Geschlechtern, ganz ohne Requisiten. Erotik pur, umsäumt von Mozarts Klavierkonzerten. ,Petite Mort‘ ist eines von fünf Tanzstücken, aus denen sich der Ballettabend ,Archipel‘ im AaltoTheater zusammenfügt. Frenetisch feierte das Publikum am Premierenabend die formidable Essener Compagnie und Jirí Kylián, den legendären tschechischen Choreographen, der mit seinen über 100 Stücken die Grenzbereiche der Seele auslotet und nun eine repräsentative Auswahl speziell fürs Aalto-Ballett getroffen hat. In ,Sechs Tänze‘ zitiert er mit staubenden Perücken und Kostümen respektlos die Wiener Klassik. Frech, frivol und ausgelassen geht der fröhliche Krieg der Geschlechter in eine neue Runde, es ist Zeit für Slapstick, Clowns und Komödianten. So flimmert auch das FilmFragment ,Birth-Day‘ über die Leinwand: Zu Mozarts Figaro-Ouvertüre liefert sich ein übers Bett hüpfendes Paar eine kecke Kissenschlacht. In ,27 Minuten 52 Sekunden‘ dienen von sechs Tänzern herausgesuchte Texte als Grundlage für die Choreographie. Neben Zitaten von Bruce Lee und dem Dalai Lama findet sich auch ein Gedicht von Charles Baudelaire. Mahlers zehnte Symphonie bildet die Basis für eine vielschichtige Musik. Schließlich wird den Tänzern der Boden unter den Füßen weggezogen. Ein umgedrehter, von einem Scheinwerfer umkreister Baum, hängt in ,Wings of Wax‘ vom Schnürboden. Es waren Ikarus und sein Sohn, denen die Flucht nicht gelang, weil ihre Flügel aus Wachs schmolzen. Die Schwerkraft soll außer Gefecht gesetzt werden – wie bei Sprüngen und Hebefiguren des Balletts. ,Archipel‘ ist ein faszinierend getanzter Abend, der lange nachwirkt. Tänzerinnen und Tänzer beeindrucken mit virtuosen, komplexen, unerwarteten und humoresken Bewegungen. Die zuweilen „unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ (Milan Kundera), dargeboten als perfekte Mischung aus Leichtem und Schwerem. Bernhard W. Pleuser Termine: 8., 12., 21. Mai und 10., 25. Juni Karten: 0201 8122 200 BIld: Bettina Stöß

[close]

p. 5

L cation! April 2016 _ 5 * UX JD KD OOH (,1(  )h5 $//( __ 3DXO3DQ]HU Å,QYDVLRQGHU9HUUFNWHQ´ __ 6SULQJ%UHDN)HVWLYDO 'LHOHJHQGlUH3DUW\DXVGHQ86$ __² __ 6RPPHUIHVW DQGHU*UXJDKDOOH __ 0DULR%DUWK Å0lQQHUVLQGEHNORSSW DEHUVH[\´ __ 6XEHUJVh3DUW\ Å0HKUDOVHLQH3DUW\´ __ 7KH/HJHQGRI=HOGD Å6\PSKRQ\RIWKH*RGGHVVHVµ __ &DUROLQ.HEHNXV Å$OSKD3XVV\´ __ /RUGRIWKH'DQFH 'DQJHURXV*DPHV __ /DXUD3DXVLQL 6LPLOL __ 61,3(6%DWWOHRIWKH\HDU 'LHLQRIÀ ]LHOOH:0LP%UHDNGDQFH __ 0lGFKHQNODPRWWH 'HU0lGHOVÁ RKPDUNW LP)R\HU __ 6FKDOOSODWWHQE|UVH LP)R\HU __ %OHQW&H\ODQ 5 .21. __ .RQFHUW*ZLD]G 6WDUVDXV3ROHQ __ :LVH*X\V $EVFKLHGVWRXU 'DV%HVWHDXV-DKUHQ 7HUPLQVWDQG$SULO bQGHUXQJHQYRUEHKDOWHQ ERSTE AUSLANDSERFAHRUNGEN Großer Bahnhof in der Villa Hügel für die zurückgekehrten Schülerstipendiaten: Insgesamt 50 Teilnehmer von 24 Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien aus Essen konnten beim Förderprogramm ,Alfried Krupp-Schülerstipendien für Berufspraktika im Ausland‘ teilnehmen und wurden jüngst von Prof. Ursula Gather, der Kuratoriumsvorsitzenden der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, begrüßt. Vier Wochen Praktikum in einem Betrieb im Ausland, außerdem Kurse für Geschäftsenglisch, Benimmtraining, Bewerbungstraining sowie ein Besuch des Museum Folkwang gehörten zum diesjährigen Förderprogramm. Im Herbst 2015 hatte die KruppStiftung die Teilnahme an dem Stipendienprogramm an allen weiterführenden Schulen in Essen ausgeschrieben, im Januar und Februar begannen die Vorbereitungskurse, und Mitte März ging es für die Schüler endlich auf die ,große Reise‘. Die meisten von ihnen blieben im europäischen Ausland, aber einige reisten um die halbe Welt, bis nach China, Vietnam und auf die Philippinen. Das Stipendienprogramm der Krupp-Stiftung läuft bereits seit 19 Jahren und hat bisher rund 920 Schülerinnen und Schülern aus Essen ein Betriebspraktikum im Ausland ermöglicht. Jungen und Mädchen der Klassen 9 und 11 bzw. 12 aller Schulformen können sich um ein Stipendium bewerben, das immer zu Beginn eines Schuljahres ausgeschrieben wird - das nächste Mal im Herbst 2016. Die Stipendiaten werden mit je 1600 Euro von der Stiftung unterstützt; die Familien leisten einen Eigenbeitrag von 210 Euro. Insgesamt hat die Stiftung bislang rund 2,5 Mio. Euro für das Förderprogramm bereitgestellt. Bild: Peter Braczko LIONS RUHRTAL SPENDEN 8000 EURO Hilfreicher Geldsegen für die Kindernotaufnahme ,Kleine Spatzen‘ in Borbeck: Der Lions Club Essen-Ruhrtal spendete 8000 Euro für die dringend benötigte neue Einrichtung. 2014 musste der Kinderschutzbund Essen die Aufnahme von 100 Kindern in der bestehenden Kindernotaufnahme ,Spatzennest‘ aus Platzgründen ablehnen, 2015 waren es schon 110 Fälle. Besonders dramatisch: Das Spatzennest dient immer häufiger Kleinkindern und Kindern im Vorschulalter als Zufluchtsstätte. In dieser schwierigen Situation baut der Kinderschutzbund Essen eine neue Kindernotaufnahme in Borbeck, in der besonders die ganz Kleinen Schutz und Aufnahme finden können. Die zweckgebundene Spende über 5000 Euro der Zahnarztpraxis Dres. Ludgard und Ulf Hagedorn in Bredeney stockte der Förderverein des Lions Clubs Essen-Ruhrtal um weitere 3000 Euro auf und konnte so die Gesamtspendensumme von 8000 Euro für den Neubau ,Kleine Spatzen‘ überweisen. Spendenübergabe über 8000 Euro an die Kindernotaufnahme ,Kleine Spatzten‘: (v.l.) Julija Priebe (Vorstandsmitglied des Kinderschutzbundes Essen), die Zahnärzte Dr. Ulf Hagedorn und Dr. Ludgard Hagedorn sowie Volker Brands und Rolf Klein vom Lions Club Essen-Ruhrtal (v.l.). 7LFNHW+RWOLQH     0RQWDJELV)UHLWDJ²8KU LQIR#JUXJDKDOOHGHZZZJUXJDKDOOHGH 0(66((66(1*PE+ *UXJDKDOOH&&( 1RUEHUWVWUD‰H'(VVHQ 7HOHIRQ   7HOHID[  

[close]

p. 6

Einmalige Momente IHR JAPANISCHER BEAUTY-TAG Gewinnen Sie einen exklusiven Beauty-Tag in Düsseldorf. Lassen Sie sich massieren, stylen und vergessen Sie den Alltag um sich herum. Wenn französischer Chic und japanische Salonkultur aufeinandertreffen, dann wird der Friseurbesuch zu einem besonderen Erlebnis: Nach dem Vorbild der japanischen Salons, kann ein Leser oder eine Leserin im Salon ,mod’s hair privilège‘ in Düsseldorf, in edlem Ambiente eine ganz besondere Beauty und Wohlfühl-Behandlung genießen. Die exklusiven ,mod’s hair Salons‘ gelten weltweit als führend in der Entwicklung innovativer Frisuren und präsentieren zweimal jährlich neue Kollektionen, die aus Frankreich und Japan nach Düsseldorf kommen. Zunächst wird unser Gewinner im ,Head Spa‘ mit einer japanische Kopfmassage verwöhnt, die mit speziellen Anwendungen das Haar kräftigen und tiefenreinigen wird. „Diese Technik stammt direkt aus Tokio“, weiß Salonleiter Kengo Konno. „Dort ist diese Art der Haarpflege und Reinigung Tradition und dient auch der Meditation und der Entspannung der Seele. Ob 30 Minuten oder mit einer Handund Armmassage in 50 Minuten, diese Behandlungen sind nicht nur in Japan Balsam für Körper und Seele.“ Im Anschluss wird einer der Stylisten unseren Gewinner beraten, dann wird geschnitten und gestylt, ganz nach den individuellen Wünschen. Natürlich sorgen wir im Rahmen unseres exklusiven Gewinns auch für das leibliche Wohl unseres Lesers: Im Café Cerísíer begrüßt Sie Tomoya Sato, der japanische Künstler an der Theke, zu einem japanischen Frühstück, bei dem Sie sich in aller Ruhe für den Tag stärken können. Tomoya Sato ist ein hochtalentierter Konditor, der kleine Köstlichkeiten zu echten Kunstwerken werden lässt. Nach Ihrem persönlichen Styling geht‘s erneut in das Café Cerisier, um bei Kaffee und Kuchen Ihren persönlichen Beauty-Tag ausklingen zu lassen. Wer den exklusiven Schönheitstag gewinnen möchte, schickt bis zum 10. Mai eine E-Mail oder Postkarte mit Namen, Adresse, Telefonnummer, Alter sowie dem Stichwort ,Beauty-Tag‘ an: LOCATION Bert-Brecht-Straße 29 45128 Essen mediaservice@ location-magazin.de IVER EXKLUSNN GEWI M I T M AC GE WINN HEN UN D EN! Exklusiver Beauty-Tag bei mod’s hair privilège in Düsseldorf: Beginnen Sie mit einem japanischen Frühstück, danach geht es in den Head Spa, im Anschluss wird einer der Stylisten Sie beraten, dann wird geschnitten und gestylt, ganz nach Ihren Wünschen. Bild: mod’s hair RISIKOTEST SCHÜTZT ZÄHNE & MEHR Aufspüren von Entzündungen – Schutz für chronisch Kranke Wussten Sie, dass versteckte Entzündungen im Mund die Zähne lockern und im ganzen Körper Schaden anrichten können? Bei Krankheiten wie rheumatischer Arthritis, bei Diabetes, bei Schlaganfall und Herzinfarkt ist häufig ein bestimmter Entzündungsstoff beteiligt. Er kann durch Entzündungen im Mund in den ganzen Körper gelangen. Wir ermitteln sanft und schnell, ob Sie betroffen sind – und sagen Ihnen, was Ihrer Gesundheit hilft. Dr. Jan Heermann Zahnärzte in Bochum Dr. Jörn Thiemer, MSc, MSc, MS (USA) – Spezialist Implantologie – Dr. Jan Heermann · Dr. Simone Thiemer Günnigfelder Str. 25 · 44866 Bochum · 0 23 27/2 39 73 · praxis@thiemer.com Wir gehören zu den Leading Implant Centers Team, Therapien & Patientenservice: www.thiemer.com <<< fb.thiemer.com

[close]

p. 7

Stadtwald L cation! April 2016 _ 7 LEISTUNGSZENTRUM FÜR DEN SPRINGSPORT RSV-Anlage am Stadtwaldplatz erfüllt nun internationale Anforderungen Die Anlage des RSV Essen: moderner Reitplatz vor historischer Kulisse. Bild: Peter Braczko Dass sich auf einer Reitanalge, Anhänger des Pferdesports und Liebhaber der Bauhausarchitektur gleichermaßen einfinden, dürfte den Essenern, die den Reitsportverein am Stadtwaldplatz näher kennen, bekannt sein. Deutschlandweit ist das aber nach wie vor ein Novum. Und nun könnten die Besuchergruppen sogar noch internationaler werden. Umfangreich umgestaltet wurde der Reitplatz an den fast 100 Jahre alten Bauhausgebäuden und erfüllt nun internationale Anforderungen. Insbesondere im Springreiten ist der RSV Essen berühmt, was nicht zuletzt in den Erfolgen von Dirk Jerke als Trainer und Turnierreiter begründet ist. „Fast 80 Prozent unserer Trainingseinheiten finden inzwischen auf dem Außenparcours statt“, berichtet RSV-Vorsit- zender Volker Wiebels. Zwar werde Dressur und Voltigieren ebenfalls in der vereinseigenen Halle an der Wittenbergstraße trainiert, die gestiegenen Anforderungen an den Reitplatz vor der historischen Halle brachten den Verein allerdings langsam an die Grenzen des Zumutbaren. „Wenn hier täglich 20 bis 30 Pferde trainiert werden, geht es dem Boden schon an die Substanz“, so Wiebels. Unterstützt durch die großzügige Spende des Vereinsmitglieds Christian Fronhoff gelang es dem Essener Verein, die Gesamtsumme für die Sanierung des atriumartigen Reitplatzes aufzubringen. Für 5000 Euro wurde ein Spezialboden verlegt, der nicht nur die Rutschgefahr für die Pferde deutlich mindert, sondern auch viel weniger gewalzt werden muss. Wiebels: „Gemeinsam mit Dirk Jerke bieten wir Vereinsmitgliedern und Externen nun optimale Trainingsmöglichkeiten: Springlehrgänge über mehrere Tage, Parcoursspringen unter Turnierbedingungen und Freispringen der Pferde in der historischen Reithalle stehen fast wöchentlich auf dem Programm.“ Beim Umbau des Reitplatzes trennten sich die Stadtwälder auch gleich von den ,Grüninseln‘, die auf dem Parcours verteilt waren und nur einen optischen Nutzen hatten. Die über 100 Jahre alten Bäume blieben unangetastet. „Die gesamte Fläche ist nun deutlich besser nutzbar“, meint Wiebels und fügt nicht ohne Stolz hinzu: „Der Reitsportverein Essen entwickelte sich in den letzten Monaten zu einem Leistungszentrum für den Springsport.“ Klavier-Festival Ruhr Die Pianisten der Welt beflügeln Europas neue Metropole 15. April – 10. Juli 2016 Info | Ticket: 01806 - 500 80 3* www.klavierfestival.de *(0,20 €/Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobil max. 0,60 €/Anruf) h Sie sic ickets! n r e h c Si re T eitig Ih rechtz

[close]

p. 8

Bredeney 6FKHOOKRFNHQEUXFK  0OKHLP5XKU 7HO    ZZZODQGKDXVVDVVHQKRIGH 'DVEHVRQGHUH(UOHEQLVLQGHUVFKÃQVWHQ=HLWGHV-DKUHV  eHLQ $XIHQWKDOW LQ XQVHUHP %LHUJDUWHQ XPUDKPW YRQ DOWHP %DXP EHVWDQGXQGEHJOHLWHWYRQHLQHU9LHO]DKONXOLQDULVFKHU.ÃVWOLFKNHLWHQ $EVRIRUWJHÃIIQHW  (XUR LQNO JUR­HP NDOWZDUPHQ %XIIHW XQG /,9(0XVLN 8P9RUDQPHOGXQJZLUGJHEHWHQ 7$1=,1 '(1 0$,  6DPVWDJ$SULODE8KU „WEIL EUROPA WICHTIG IST“ Das Bewusstsein jüngerer Menschen für Europa und die europäische Demokratie fördern, das ist das Anliegen der zehn EU-Juniorbotschafter am Bredeneyer Grashof Gymnasium. „Wir sammeln zur Zeit viel Material, um Zusammenhänge und Hintergründe zu klären. Unter anderem stellen wir die Frage: EU Parlament - Braucht man das oder kann das weg“, erzählt der weltoffene Zehntklässler Joel Kömen. Gemeinsames Ziel der EU-Juniorbotschafter in Bredeney ist es, „das Bewusstsein für Europa und die europäische Demokratie bei jungen Menschen zu fördern.“ Die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 bis 12 kommen dabei mit Achtklässlern des Grashof zusammen. Die Älteren erklären den Jüngeren die europäische Idee. Zwei Lehrer stehen ihnen dabei als Seniorbotschafter zur Seite. Judith Minzenbach-Stief und Thomas Grömling haben diese Aufgabe am Grashof Gymnasium übernommen. Sie koordinieren das Programm und haben die EUJuniorbotschafter ernannt, „weil sie politisch interessiert und sehr motiviert sind, mit jungen Schülern zu arbeiten.“ Die Gymnasiasten werden nun die Themen ‚Europäische Union‘ und ‚Europäische Integration‘ behandeln und kritisch reflektieren. Um den EU-Gedanken zu transportieren erarbeiten sie aktuell das Programm für eine Radiosendung. „Wir sammeln durch die Recherche für dieses Projekt Erfahrungen als europäische Bürger und wollen dies in klarer Form an die jüngeren Schüler weitergeben. Sie sollen erkennen, was die EU im Alltag bedeutet und es wird hoffentlich deutlich, dass wir als Bürger und Wähler natürlich durch die Europawahlen 2019, aber auch darüber hinaus Einfluss nehmen können.“ Die Radiosendung wird schließlich im Rahmen des Europatages am ÅÎkŠš•@š×x@ÎײLQVE?D= [LYYHZZLU IHKLaPTTLY IVKLUILSpNL \UZLYLSLPZ[\UNLU -LUZ[LYIpURL ;YLWWLUHUSHNLU 2…JOLUHYILP[ZWSH[[LU >HZJO[PZJOLILJRLU )VKLUNSLPJOL+\ZJO[HZZLU )HKLaPTTLY [YLWWLU )VKLUILSpNL ;LYYHZZLU 4H\LYHIKLJR\UNLU 9LPUPN\UN\UK0UZ[HUKZL[a\UN \]T Z[LPUTHU\MHR[\Y W\aPJOH (YUVSK7\aPJOH.TI/4HUKLYZJOLPK[Z[YHL,ZZLU    PUMV'W\aPJOHKL^^^W\aPJOHKL

[close]

p. 9

L cation! April 2016 _ 9 ,KUH6LFKHUKHLW DQ)HQVWHU XQG7UHQ  :LUNPPHUQ XQVXP (LVHQZDUHQ  %DXEHVFKlJH  :HUN]HXJH  ,QGXVWULHEHGDUI $UEHLWVVFKXW]  6LFKHUKHLWVWHFKQLN *HZHUEHJHELHW5KHLQ5XKU  0DLQVWU  0OKHLPD G 5XKU 7HO         )D[         LQIR#IULW]JUDHIHUGH %HVXFKHQ6LHXQVHUHQ2QOLQH6KRSXQWHUZZZIULW]JUDHIHUGH gIIQXQJV]HLWHQ 0RQWDJELV)UHLWDJYRQELV8KU Seniorbotschafterin Judith Minzenbach-Stief, Louisa Hereth, Florian Bonmann, Emma Lechtreck, Seniorbotschafter Thomas Grömling, Jörn Wilde, Joel Kömen, Joshua Eggers, Carla Appeltrath und Annabelle Milbach. Bild: Peter Braczko 12. Mai gemeinsam mit den Achtklässlern erarbeitet und aufgenommen. Die Ergebnisse ist dann auf der Homepage der Schule zu hören (grashof-gymnasium.de). Für einen Grashof EU-Juniorbotschafter geht es direkt an den Ort des Geschehens. Ben Bartos wird im Mai in die Avenue du Président Robert Schuman reisen, dem Sitz des Europäischen Parlaments in Straßburg. Im weiten Rund des Plenarsaals wird der Essener Schüler an einer simulierten Debatte im Rahmen des Europäischen Jugend-Events (EYE) teilnehmen. Er ist neugierig: „Es wird bestimmt spannend, mit vielen anderen jungen Europäern zu diesem Ereignis in dem Saal zu sitzen, wo sonst Abgeordnete aus 27 Ländern und mehr als 160 Parteien in 23 verschiedenen Sprachen tatsächlich miteinander diskutieren.“ Am Grashof-Gymnasium traten die frischen EU-Juniorbotschafter erstmals in den Dialog mit ‚echten‘ Vertretern des EU-Parlaments. Anlass war eine EU Juniorbotschafterkonferenz. Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW kamen in der Grashofstraße 55 zusammen, „weil die EU wichtig ist“. Nun definieren sie mit viel Engagement ihre Rollen an ihrer jeweiligen Schule. Die Botschafter entwickeln Meinungen, Ideen und Vorschläge, die in EU Jugendkonferenzen (im Oktober in Bratislava und im März 2017 auf Malta) diskutiert werden. Letztlich soll ein ‚Werkzeugkasten‘ entstehen, der praktische Vorschläge für Behörden, Verbände und junge Menschen beinhaltet. Ein offizielles Ratsdokument, von den EU-Jugendministern verabschiedet, ist in 2017 geplant. Am Grashof ist man sehr zufrieden, Teil des Pilotprojekts zu sein. Zwar sei es zeitlich schwierig, Junior- und Seniorbotschafter unter einem Hut zu bekommen, aber „das wird sich nach den Sommerferien ändern.“ Da sind sich Judith Minzenbach-Stief und Thomas Grömling sicher. Erfüllt das Grashof-Gymnasium alle Anforderungen des Programms, wird die Schule als ‚Botschafterschule für das Europäische Parlament‘ zertifiziert. Susanne Jäschke Englischsprachiger Kindergarten in Essen Tag der Offenen Tür Sa. 04.06.2016 10 –13 Uhr www.is-ruhr.de

[close]

p. 10

Theaterberuf hautnah Das Requisiten-Team von Theater und Philharmonie kennt jeden Winkel im Gewirr der vielen Regalmeter . Hier umrahmen Dirk Lücker (l.), Requisite TUP Gesamt, und Norbert Fairley, Requisite Schauspiel, Puppen. „DU MUSST DAS KÖNNEN ... ... Du bist Requisiteur.“ Ein Satz, den Dirk Lücker häufig hört. Er leitet die Requisite an der Theater und Philharmonie Essen (TUP) und muss mit seinem Team auf alles vorbereitet sein. „Es geht rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln. Die Vorgaben des Regisseurs wechseln häufig. Darauf muss man sich einstellen.“ Und nicht alles findet sich mal eben im Fundus, aber doch schon eine ganze Menge. Auf der Suche nach Kleingegenständen und Inventar aller Art begeben wir uns gemeinsam mit dem Chef-Requisiteur in den Schauspiel-Fundus, das ehemalige Kulissenlager des Grillo-Theaters in der Essener Innenstadt. Auf dem Weg dorthin erzählt der 53-Jährige, dass die Requisite ständig an irgendwelchen Rezepten arbeitet. „Wir haben jetzt drüben im Aalto bei der Oper ‚Elektra‘ (Rezension auf Seite 15; Anm. d. Red.) zum Beispiel einen See mit Theaterblut füllen müssen. Das Blut darf nicht in die Haut einziehen, es muss in die Augen kommen können, ohne zu brennen, darf nicht glatt sein, muss gut aus den Kostümen rausgehen und das richtige Rot haben. Da machen sich in Chemiekonzernen ganze Abteilungen Gedanken und wir entwickeln das im Tagesgeschehen so nebenbei.“ Oder es wird ein dickes Stück Fleisch für eine Inszenierung gebraucht, es soll blutig sein, wenn man hineinschneidet, man muss es essen können – es darf nur tatsächlich kein Fleisch sein, denn es sind Vegetarier im Ensemble. „Da kommt man schon mal an seine Grenzen“, sagt Lücker. Doch dann fällt der Satz: Du musst das können, Du bist Requisiteur. Nun denkt sich der Requisiteur: So, jetzt erst recht. „In 30 Jahren ist es hier im Team noch nicht passiert, dass wir sagen mussten: Kriegen wir nicht hin. Umso erfreulicher, wenn dann ein anderes Theater anruft und nach unseren ‚Rezepten‘ fragt. Das ist eine gängige Praxis. Wir rufen auch mal an, und fragen neugierig: Wie macht ihr das denn?“ Dann betreten wir den riesigen Requisitenfundus. Sämtliche Gegenstände liegen hier bereit, die zum Ausschmücken einer Szene benötigt werden. Dazu zählen Objekte, die die Schauspieler brauchen, wie Uhren, Brieftaschen, Brillen oder Gehstöcke und Requisiten, die das Milieu eines Bühnenbildes charakterisieren, etwa alte Schultafeln, Zigarettenautomaten, Koffer, Schreibmaschinen, ausgestopfte Tiere oder Kindersärge. „Wir räumen ständig auf“, sagt Lücker, und schlendert an Stern Pils-Kisten und Kunststoffgläsern vorbei, hält inne und präsentiert eine Schachtel Papirossys, die typischen russischen Zigaretten Der Requistenfundus des Schauspielhauses: Abertausende Dinge lagern hier - von historischen Volksempfängern bis zu ,modernen‘ Gartenzwergen.

[close]

p. 11

L cation! April 2016 _ 11 mit dem Kartonröhrchen als Filter und Mundstück. Als Requisitenmeister muss man aber auch in der Lage sein, selber Requisiten herzustellen. Fantasie und handwerkliches Geschick sind wichtig. „Beim Requisiteur sind permanent alle Sinne unterwegs, ob im Urlaub, im Baumarkt oder bei den Eltern zuhause“, erzählt Lücker, „ weil beispielsweise Mama exakt die Messing-Gießkanne für Zimmerpflanzen besitzt, die gesucht wird.“ Manchmal gibt es dann genau diesen Gegenstand eine Woche später als Aktionsware im Supermarkt. „Das passiert oft, so dass es schon ein Running Gag geworden ist, zu sagen: Lass uns doch noch eine Woche warten, dann gibt es das auch bei Aldi oder Lidl.“ Alle Gegenstände im Fundus sind selbstredend archiviert, trotzdem ist die Suche nicht immer einfach. Man muss sich schon mal mit viel Geduld durch die Regale wühlen, um originalgetreue Dinge zu finden. Mitarbeiter wie Norbert Fairley, Requisiteur mit 30-jähriger Berufserfahrung, sind da von großem Wert. Hatten wir nicht mal Ausgaben der Zeitschrift ‚Film und Frau‘ aus den 1950ern? Norbert weiß es. Apropos Film, den gucken Auch für Spezialeffekte ist das Requisitenteam im Theateralltag zuständig, so wie hier bei der Explosion eines Apfels. Bilder: Peter Braczko Lücker und Kollegen definitiv anders als ihr jeweiliger Nebenmann. „Manchmal geht eine Handlung an mir vorbei, weil ich vorrangig auf die Kulissen, die Bilder und vor allem die Gegenstände achte - Aschenbecher oder Geschirr beispielsweise. Und ich freue mich, wenn ich geile Requisiten sehe. Beim Dreiteiler ‚Ku’damm 56‘ war das neulich so. Es macht aber auch Spaß, Fehler und Stilbrüche zu entdecken.“ Lücker ist seit 1988 an der TUP. Wagners ‚Die Meistersinger von Nürnberg‘ war seine erste Premiere. „Davor habe ich als Schau-/ Werbegestalter gearbeitet. Für den Requisiteurs-Beruf benötigt man eine Ausbildung in einem artverwandten Beruf. Schlosser, Modellbauer, Raumausstatter beispielsweise.“ Neben dem handwerklichen Geschick sind Erfindungsreichtum, Improvisations- und Organisationstalent hilfreich, ebenso die Fähigkeit, sich schnell an veränderte Verhältnisse anpassen zu können. Denn der Regisseur verwirft Ideen, streicht Szenen und Requisiten. Und seine Erwartungshaltung ist hoch: „Du musst das können, du bist Requisiteur.“ Susanne Jäschke

[close]

p. 12

Sportlich Auf Erfolgskurs: Die ,Wild Pearls‘ des 1. Oberhausener Cheer and Dance Vereins. Bild: Peter Braczko PERLEN DER AKROBATIK Wer denkt, Cheerleader sind nur zur Animation des Publikums da, irrt. Für den Oberhausener Cheer and Dance Verein ist es Höchstleistungs- und Wettkampfsport. Mit seinen ,Wild Pearls‘ stellt der Verein sogar den amtierenden Deutschen Meister. Mit Puschel-Tanz, wie man es gerne in amerikanischen Filmen sieht, hat das Training der ,Wild Pearls‘ des 1. Oberhausener Cheer and Dance Vereins (OCD) wenig zu tun. Anspruchsvolles Cheerleading verlangt Elemente aus Turnen, Akrobatik, Tanz und Animation. Dreimal in der Woche müssen die 25 Mädels und Jungs vollen Einsatz zeigen, will man bei den CheerleaderMeisterschaften auf nationaler und internationaler Ebene in den nächsten Monaten erfolgreich sein. Nach festem Regelwerk müssen die Auftritte (Squads) innerhalb von 2 Minuten und 30 Sekunden bestimmte Pflichtelemente darbieten, die von Punktrichtern nach Schwierigkeitsgrad und Ausführung bewertet werden. Momentan bereiten sich die amtierenden Deutschen Meister ,Wild Pearls‘ (die Senioren zwischen 18 und 30 Jahren) auf die bevorstehende internationale Meisterschaft vom 14. bis zum 16. Mai im Bottroper ,Movie Park‘ vor. Trainiert werden Tanzeinlagen in Form einer Pyramide und Sprünge wie Salto und Flic-Flac, wobei die Mädels in die Lüfte fliegen. Jeder Handgriff muss dafür sitzen, denn Verletzungen kann sich die Truppe nicht erlauben. „Wenn es so funktioniert, wie wir es uns erhoffen, könnten wir uns für für das Finale am Sonntag qualifizieren und kämen somit auf jeden Fall unter die letzen Fünf“, hofft Silke Becker, die sich seit Jahren ehrenamtlich im Vorstand für den Club engagiert. Schon 2009 hat sich der OCD als einziger Cheerleader-Verein der Stadt ,selbstständig‘ gemacht und erfreut sich seither regen Zuspruchs. „Wir wachsen und gedeihen“, freut sich Becker, „mittlerweile haben wir fast 100 Mitglieder, die sich in verschiedenen TanzGruppen aufteilen.“ Die Kleinsten sind natürlich die ,Little Pearls‘ und fangen als Peewee Cheer Team des 1. OCD schon in ganz jungen Jahren an. „Alle interessierten Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 11 Jahren sind herzlich Willkommen bei einem nicht-öffentlichen Training vorbeizuschauen“, wirbt Becker um weiteren Nachwuchs. Die nächste Altersstufe sind die ,Pearls Divers‘ (Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 17 Jahren), sie bilden das ,Junior Coed Team‘ der Cheerleader. Gegründet wurden sie bereits 2007 und trainieren gemeinsam dreimal die Woche fleißig an Stunts, Tänzen und Tumbling. Und wenn man ,groß‘ und gut ist, kann man bei den ,Wild Pearls‘ mitmachen, die im Dezember letzten Jahres in Lemgo die Deutsche Meisterschaft gewannen. Apropos, Erfolg: „Die Auftritte sind schon ein richtiger Akt und sehr schweißtreibend.“ Doch, wenn die Gruppe in den maßgeschneiderten Kostümen, die eigens für sie in den USA gefertigt werden, auf die Bühne kommt, dann muss alles wie am Schnürchen laufen. Ob Meisterschaften, Stadt- und Sportfeste, die jeweiligen Teams bereichern mit ihren Einlagen viele Veranstaltungen. Neben Bottrop im Mai, steht im Juni auch die Deutsche Meisterschaft in Bonn auf dem Programm. Andrea Becker Interessierte, die an einem nicht- öffentlichen Training teilnehmen möchten, melden sich bitte vorab bei Silke Becker unter: becker@oberhausen-cheerleader.de

[close]

p. 13

Neue Komödie L cation! April 2016 _ 13 Gefeierte Premiere der ,Wanne-Kopps‘: NEUER HIT IM MONDPALAST Jährlich zwei neue Produktionen kündigte Christian Stratmann, Prinzipal des Herner Volkstheaters ,Mondpalast‘ an. Nun feierte die erste der beiden ihre Premiere. ,Die Wanne-Kopps‘, aus der Feder von Sigi Domke und unter der Regie von Ekki Eumann, brilliert mit temporeichem Witz, einem hervorragend aufgelegten Ensemble und einem durchaus unerwarteten Tiefgang. Ein Humorspektakel ist die neue Komödie auf jeden Fall und schafft es streckenweise sogar, am Thron der bislang unerreichten ,Flurwoche‘ zu kratzen. Zum Inhalt: Man kennt sich gut auf der Wache Wanne-West, in die sich die Mondpalast-Bühne verwandelt. Vielleicht sogar schon zu gut: Auf der einen Seite Wachleiter Heitmeier (herrlich kautzig: Axel Schönnenberg), der sich endlich wegbefördern lassen möchte. Daneben sein dienstälteste Streifenpolizist Arnie Böll (herzlich cholerisch: Martin Zaik), der doch bloß „ein einsamer Schupo auf der Suche nach Recht und Ordnung ist“. Auf der anderen Seite die treuen, üblichen Verdächtigen: das Zuhälterpärchen Dr. Dirty und Gina (Dirk Emmerich und Susi Fernkorn), der Trunkenbold Freddy (Heiko Büscher) und die ständig quengelnde Renterin Ilse Himmelmann (Silke Volkner). An dem längst eingespielten ,Umgang‘ miteinander auf langjährige Diensterfahrung. Zuhälter Dr. Dirty, der immerhin in der ersten Runde bei Dieter Bohlen rausgeflog, und Rentnerin Ilse, die viel Knowhow aus dem ,Club der alten Hacker‘ mitbringt, rappen die Wache zurück in die Beliebtheits-Charts. Der neuen Mondpalast-Produktion gebührt durchaus mehr als nur ein ,Daumen hoch‘. Aber der mitreißend erster Teil ist Segen und Fluch zugleich. So rasant, so komisch, so vielschichtig, so gekonnt gespielt sind die rund 60 Minuten vor der Pause, dass die vergleichsweise kurzen 45 Minuten danach leider nicht mehr mithalten können. Hier wünscht man sich die ,Verbrüderung‘ der ungleichen Gruppen aus Polizei, Gauner, liebevollem Trunkenbold und nerviger Rentnerin deutlich ausgiebiger in Szene gesetzt. Dass beim abschließenden musikalischen Finale mit nur einem Mikrofon nicht alle Gesangseinlagen auf den Punkt verständlich waren, wird sicher noch korrigiert. Dennoch hat nicht nur die Komödie, sondern auch der ,Wache Wanne-West-Rap‘, der sehr passend auf den fast 40 Jahre alten Hit der GAP Band ,Oops Up Side Your Head‘ getextet wurde, absolutes Hitpotenzial. Marc Lorenz Termine und Tickets unter ☎ 02325 588 999 Alles im Griff auf der Wache Wanne-West? Andreas Wunnenberg als Wenzel Potovski (links) und Martin Zaik als Arnie Böll in der neuen Komödie ,Die Wanne-Kopps‘. Bild: Arne Pöhnert können auch die Neuen, Polizist Wenzel Potovski (Andreas Wunnenberg) und die neunmalkluge Polizeianwärterin Belinda Wieland (Corinna Ketter), nichts ändern. Doch als unglückliche Umstände die Wache zunächst in der örtlichen Presse und später sogar weltweit über das Internet in Verruf bringen, befiehlt Wachleiter Heitmeier strikte „Bürgernähe“. Der Ganove wird zum Kunden, der Beamte zum allzeit freundlichen Dienstleister, was von Polizeianwärterin Wieland mit allerlei Lehrbuchwissen befeuert wird. Aber auch „Fräulein Schlau“ vermag das Ansehen der Wache nicht wirklich zu verbessern, an Arnie Böll („Egal wat kommt, ich sitz dat aus.“) prallen fast alle Versuche ab. Als die Lage ganz außer Kontrolle gerät, soll ausgerechnet die neu hofierte Kundschaft die Wache Wanne-West in ein neues Zeitalter führen. Ein Zeitalter, das verstärkt auf „Klickse“ in sozialen Netzwerken setzt und nicht Wohnen nach Maß! Bei uns haben Sie die Wahl: Komfort , Premium oder Superior welche Wohnkategorie darf es für Sie sein? Sie wählen individuell und flexibel, wieviel Service Sie wünschen. Rufen Sie an, wir beraten Sie gerne. – Dajana Reufels, Residenzberaterin Scheidtmanntor 11 Ç 45276 Essen Dajana Reufels Telefon 02 01 / 56 39 222 www.kaiser-otto-residenz.de

[close]

p. 14

Philharmonie-Programm SONNTAGS BITTE NUR BEETHOVEN Philharmonie lockt in der kommenden Saison mit Hanna-Elisabeth Müller, Berliner Philharmonikern, Diana Damrau, Klaus Doldinger und Sol Gabetta Möchten Sie einen ganzen Tag lang Beethoven erleben, die bezaubernde junge Sopranistin HannaElisabeth Müller kennenlernen oder gar vor Erstaunen beben, wenn die Kirchturm-Region Ruhrgebiet mit den konstant höchsten Arbeitslosenzahlen der Republik im Bundesland mit dem miesesten Wirtschaftswachstum sich – zumindest kulturell - doch mal zusammenrauft? Dann besuchen Sie in der Saison 2016/2017 die Essener Philharmonie, die in der laufenden Spielzeit eine Auslastung von rund 80 Prozent erzielen wird (ca. 80.000 Besucher). Gut, dass wir sie haben. Ein sogenannter weicher Standortfaktor, der nicht zu unterschätzen ist – auch wenn Kirmes-Geister wie Albert Ritter, mächtigster Schausteller des Landes, gerne mal die Hochkultur anpinkeln und die Politik kuschen lassen. Ohne Philharmonie, Oper, Ballett, Schauspiel, Folkwang-Universität und Folkwang-Museum könnte man Essen aber getrost ganz vergessen. Sorry, Herr Ritter, so‘n paar Karussells, Riesenräder, Fress- und Losbüdchen machen das nicht wett! Dann doch lieber die BeethovenVariationen am 23. 4. 17 (Sonntag). Um 11 und 15 Uhr vermitteln Gautier Capucon (Violoncello) und Frank Braley (Klavier) einen wohltemperierten Einblick in das Schaffen des begnadeten Komponisten, Genie der Wiener Klassik. Ab 18 Uhr nutzt der Bassist Dieter Ilg Beethovens famose Melodien als Sprungbrett zur Entfaltung höchst origineller Klangbilder. Ein strahlender Stern am Opernhimmel ist die Mannheimer Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller, die mehrfach zu hören ist. Am 22. und 23.9.16 beim 1. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker (Liszt, Berg, Strauss), während eines Liederabends am 6. 11. und als Interpretin von Opernarien am 16.2.17. Eine Labsal für Ohren und Augen! Cello-Star Sol Gabetta spielt am 1. Dezember Werke von Beethoven, Britten und Chopin in der Essener Philharmonie. Bild: Uwe Arens Die Berliner Philharmoniker und Sir Simon Rattle kommen nach Essen und Dortmund Tja, und dann ist da noch die RuhrResidenz (zum Glück hat man das lächerliche Wort ,Metropole‘ vermieden) der Berliner Philharmoniker und ihres Chefdirigenten Sir Simon Rattle. Sie gestalten vier Abende in den Konzertsälen von Essen und Dortmund. Man kann eines der besten Orchester der Welt live erleben. Zunächst am 25. Februar 2017 in der Philharmonie mit ,Le Grand Macabre‘ in der Regie von Peter Sellars, einen Tag später mit Mahlers Sechster. Karten kosten zwischen 30 und 175 Euro. Wen es monetär schmerzen sollte: Es gibt ein Sonderabo. In Dortmund gastieren die Berliner am 23. 2. (ebenfalls „Le Grand Macabre“) und am 24. 2. (Mahlers Vierte). Mahlers Vierte bietet auch das New York Philharmonic (26. 3. 17), gut und „günstig“: 19 bis 135 Euro. Warum man, um seine Qualität zu unterstreichen, unbedingt USamerikanische Orchester, die europäischen künstlerisch nicht überlegen sind, für viel Geld über den großen Teich holen muss, bleibt ein Rätsel. Dann wären da noch ,große Stimmen‘ wie Annette Dasch (31. 3. 17) oder Diana Damrau (4. 6. 17), Jazz zum 80. Geburtstag von – und mit - Klaus Doldinger (1. 10. 16, nicht ohne Helge Schneider), die legendäre Jan Garbarek Group (30. 11. 16) und das Barbara Dennerlein Trio (20. 1. 17). Die Sparte ,Entertainment‘ fällt etwas dürftig aus. Deshalb wird Doldinger auch dort mitgezählt. Dann hätten wir zum Beispiel noch ,Abba Forever‘ (22. 10. 16) und das Deutsche Filmorchester Babelsberg mit ,Star Wars‘ (2. 6. 17). Zum Schluss ein ganz persönlicher Tipp. Die umjubelte ,In Residence‘Künstlerin von 2012, Sol Gabetta, sollte man am 1. 12. 16 nicht verpassen. Der Cello-Star bringt mit dem Pianisten Bertrand Chamayou Werke von Beethoven, Britten und Chopin zu Gehör. Bernhard W. Pleuser Weitere Infos über rund 250 Veranstaltungen auf: www. philharmonie-essen.de. Karten unter 0201 / 8122 200.

[close]

p. 15

Opern-Premiere L cation! April 2016 _ 15 „Im Schlaf die Königin morden“ Blutige ,Elektra‘ im Aalto-Theater: „Bravo“-Rufe vor allem für die Frauen Die tragische Oper ,Elektra‘ von Richard Strauss bietet ein Blutbad sondergleichen, fast fühlt man sich an Shakespeare erinnert oder an Tarantinos ,Kill Bill‘: König Agamemnon wird von seiner Frau Klytämnestra (Doris Soffel) und deren Liebhaber Aegisth (Rainer Maria Röhr) mit dem Beil brutal erschlagen. Seine Tochter Elektra (Rebecca Teem) sinnt verzweifelt auf Rache – nur unzureichend unterstützt von ihrer Schwester Chrysothemis (Katrin Kapplusch), die das „Leben eines Weibes“ anstrebt, Kinder gebären möchte. Doch schließlich kehrt der tot geglaubte Bruder Orest (Almas Svilpa) als Vollstrecker zurück. Todesschreie gellen durchs Aalto-Theater. Klytämnestra haucht ihr Leben aus, und Aegisth ergeht es nicht besser. Elektra, die Jugend, Weiblichkeit und Vitalität ihrer Rachegier zum Opfer gebracht hat, mag nun auch nicht mehr leben, ihre Existenz ist für sie sinnlos geworden. „Im Schlaf die Königin morden“, davon hat sie geträumt. Die Prophezeiung hat sich erfüllt. Regisseur David Bösch, aus dem Essener Schauspiel unter Anselm Weber wohlbekannt, hat nicht gespart mit Blut, das gleich zu Beginn die fünf Mägde nicht wegschrubben können, so sehr sie sich auch mühen. Vom Schnürboden fallen gehäutete TierKadaver, Blutbäche stürzen wie Wasserfälle herunter, Begräbniskerzen flackern, die mörderische Königin nährt sich aus meterlangen Transfusionsschläuchen. Metzgerschürzen und Blut-Eimer runden das schauerliche Ambiente ab. Erbauliches findet nicht statt. Daran ändern auch ein Schaukelpferd und die Kinderstühlchen mit ,E‘ für Elektra und ,O‘ für Orest auf den Lehnen nichts. Die Koproduktion mit der Opera Vlaanderen (Antwerpen/Gent) zeigt die ganze Scheußlichkeit des Seins – und erinnert uns an den Elektrakomplex, der nach der jungen Rächerin benannt ist; laut dem ,Wörterbuch der Psychologie‘ die „weibliche Entsprechung des Ödipuskomplexes, hervorgerufen durch Vaterbindung Todesschreie gellen durchs Aalto-Theater und Penisneid“. Was bleibt da noch, wenn der die Seele beherrschende Papa sein Leben lassen muss?! Wer eine schlüssige, gelungene Inszenierung und unter die Haut gehende Stimmen schätzt, ist hier bestens aufgehoben. Mit „Bravo“-Rufen überschüttet wurden vor allem drei Frauen: Doris Soffel, Katrin Kapplusch und allen voran Rebecca Teem – extrem wandlungsfähig vom süßen Kindchen bis zum hasserfüllten Racheengel. Beeindruckend auch Almas Svilpa. Dirigent Tomás Netopil lässt die Essener Philharmoniker das furiose Spektakel dezent begleiten. Bernhard W. Pleuser Termine: 22. und 29. Mai Karten: 0201 / 8122 200 Hasserfüllter Rachengel: Rebecca Teem brilliert in der Rolle der Elektra. Bild: Matthias Jung Befristet bi att 19% Rab ps auf alle Sli 5.2016 s 30.0 Exklusive Dessous & Bademoden Größen 36-60 Cup A-L SHOP ONL I 24/7 Die Komplette Marie Jo, PrimaDonna & Andres Sarda Kollektion ,QKDEHULQ 0HODQLH6FKPLW]%UDFNPDQQ 7HOHIRQ LQIR#KDXWQDKREHUKDXVHQGH ZZZKDXWQDKREHUKDXVHQGH NE $QWRQLHVWUD‰H 2EHUKDXVHQ 0RELV)UELV8KU 6DELV8KU XQGQDFK9HUHLQEDUXQJ

[close]

Comments

no comments yet