Trauma - Autor: Ludwig Herfs

 

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Flüchtlingshilfe Baden-Baden

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Was ist ein Trauma und wie gehe ich als Ehrenamtlicher damit um? DAS PROBLEM TRAUMATISIERTER MENSCHEN IM ASYLVERFAHREN © LUDWIG HERFS, DIPL.PÄD. 1. VORSITZENDER AK ASYL BADEN-BADEN

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ICD-10 Obwohl schon Homer und Shakespeare in ihren Dichtungen um posttraumatischen Stress (PTBS) wussten, wurde dessen Existenz von der Psychiatrie erst seit 1980 allgemein anerkannt „Trauma ist ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde.“

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Definition Psychisches Trauma ist ein vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und individuellen Bewältigungsmöglichkeiten, das mit Gefühlen von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis bewirkt. Nicht ”Angst” oder ”Stress” ruft die traumatische Wirkung hervor, sondern das Erlebnis von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe an bedrohliche Umwelteinflüsse. Trauma ist das subjektiv unfassbare Geschehen, das unser Selbst- und Weltverständnis dauerhaft erschüttern kann.

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ICD-10 z. B. Naturkatastrophe menschlich verursachtes schweres Unheil Familiäre Gewalt Raubüberfall Wohnungseinbruch bei Anwesenheit der Bewohner Entführung militärischer Kampfeinsatz schwerer Unfall, Flugzeugabsturz Beobachtung des gewaltsamen Todes Anderer Opfersein von Folter, Terrorismus, Vergewaltigung oder anderen Verbrechen

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Stressumgang: Tier-Mensch Habich und Kaninchen Ratte im Wasserbecken

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Symptome, die u.a. mit Traumatisierung in Zusammenhang stehen können: häufiges Gefühl der Überforderung Konzentrationsschwierigkeiten Merkschwierigkeiten(z.B. Vokabeln lernen) Desorientiertheit in Raum u. Zeit Anfälligkeit für Unfälle oder Missgeschicke Gefühl der Lähmung, Erstarrung Unverbundenheit mit sich und der Umwelt immer wiederkehrende Fantasien oder Erinnerungen belastender Ereignisse Angstzustände, Panikattacken chronische Erschöpfung und Schlafstörungen, "Ausgebranntsein"

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- Gefühle der Ohnmacht, körperliche Ohnmachtsanfälle - Arbeitswut oder Rückzugstendenz - häufige geistige Abwesenheit, "Tagträumen", Gedächtnislücken - Suchtverhalten auf allen Ebenen - chronische Beziehungsprobleme Symptome, die u.a. mit Traumatisierung in Zusammenhang stehen können: Schmerzzustände ohne med. Befund Übererregbarkeit oder Apathie Wutausbrüche, Übervorsichtigkeit, Panikattacken Gefühle der Ohnmacht, körperliche Ohnmachtsanfälle Arbeitswut oder Rückzugstendenz häufige geistige Abwesenheit, "Tagträumen", Gedächtnislücken Suchtverhalten auf allen Ebenen chronische Beziehungsprobleme

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Folgen psychischer Traumatisierung Verlust von Sicherheit und Verlässlichkeit dauerhafte Erschütterung des Selbst- und Weltverständnisses Dissoziation und Fragmentierung der Erfahrung Verlust der Fähigkeit zur Selbst-Regulation Verfestigung von psychischen und physiologischen Gefahrenreaktionen

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Hirnaufbau

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Wer wird als Flüchtling anerkannt? Anerkannte Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention sind solche, die verfolgt werden oder von Verfolgung bedroht sind wegen: Rasse Religion Nationalität politischer Überzeugung Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe

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