Schulmagazin 67

 

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... die Schülerzeitung der NMS / Praxisschule Salzburg

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SCHULMAGAZIN 67 NMS-PRAXISSCHULE SALZBURG Hannah Top Projekte April 2016 PÄDAGOGISCHE HOCHSCHULE SALZBURG Der süße Wahnsinn NMS-PRAXISSCHULE von uns für euch

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VORWORT Liebe Eltern, Schülerinnen und Schüler! Liebe Leserinnen und Leser! I n meinem heutigen Vorwort zum Schülermagazin möchte ich aus gegebenem Anlass den Fokus auf die Beziehungsarbeit und den Aspekt der zwischenmenschlichen Wertschätzung richten. Dabei ist meines Erachtens die Begegnung auf Augenhöhe ein wesentlicher Faktor. Fühlen sich Kinder und Jugendliche wertgeschätzt, kann ein positives, ge­ lingendes Miteinander entstehen. Diese Begegnung ist Voraussetzung für den Lernprozess, sie öffnet eine bedeutsame Gemeinsamkeit und begleitet uns durch den Alltag. Augenhöhe bedeutet kein „Gleichmachen“, sondern ist geprägt von einer inneren Haltung des respektvollen, unterstützenden, fördernden Dialogs zwischen Menschen. Das Gegenüber denkt und handelt nicht gleich wie ich, ist ein wertvolles/voll­ wertiges Mitglied unserer Gemeinschaft und mit seinen Anliegen und individuellen Anlagen wichtig. Ohne dieses Menschenbild wird keine zufriedenstellende Integration möglich sein - weder in noch außerhalb des Schullebens. Miriam Prieß, Ärztin und Autorin zum Thema Resi­ lienz, empfiehlt in einem Interview mit den Salzburger Nachrichten folgende Einstellung der Eltern zu ihren Kindern: „Schön, dass du da bist – auch wenn ich nicht alles gutheiße, was du tust. Aber dich heiße ich gut!“ Fühlen sich Jugendliche in diesem Sinne wertgeschätzt und bietet man ihnen eine positive Perspektive für die Zukunft, dann steigen ihre Chancen im Leben, während die Gefahr, sich radikalen Gruppen anzuschließen, sinken könnte. Nach diesen Gedanken möchte ich dem engagierten Redaktionsteam für die vielen Berichte von verschiedensten Projekten und Aktivitäten, die in unserer Schule stattfinden und die gesammelt und für die Präsentation in der Zeitung bearbeitet wurden, danken und wünsche mit dieser gelungenen Ausgabe viel Vergnügen. Josef Wimmer Leiter der Praxis NMS der PH Salzburg Spaltschnittbilder: SchülerInnen 2A schulmagazin 3 april 2016

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I N H ALT LITERARISCHES 07 Dies und das Schularbeit – na und? Oster-Elfchen INTERESSANTES 25 Science Day Jugend forscht 25 Winterfest Der Elefant im Raum 26 Meine Wurzeln Stammbaum 27 Top modisch Eco-Fashion 28 Sie kommen bestimmt Schädlingsbekämpfung soft 28 Zauberstäbe sammeln Meine Leidenschaft 29 Mitten ins Herz Bericht aus dem OP 29 Cheerleading Ich ganz oben 30 Crocodile Dundee Australien hautnah 50 Nervige Kinder Wie fühlt sich das an? Alle Projektberichte 31 AKTUELLES 08 Hermine Liska Zeugin der Zeit 09 Auf der Flucht Kamel erzählt 10 Mauthausen Konzentrations- oder Vernichtungslager? 13 First Aid Erste Hilfe My Future 16 14 Sicherheit im Schnee No Risk But Fun 16 Schritt für Schritt Was bin ich? 18 Berufsorientierung Wunsch trifft Wirklichkeit 20 Schnupperlehre Einblicke in die Berufswelt SPORT 46 Im Hockeyfieber Mit Schläger und Puck 47 Sport ist Mord Kommt ein Ball geflogen 48 Körbe, Körbe, Körbe 24 Alle zusammen Basketballturnier Kinder-Eltern-Lehrer-Gespräch 49 Badesaison eröffnet 24 Neue NAWI-Themen Vorbereitung im Hallenbad Periodensystem und Evolution Hals- und Beinbruch 13 RUBRIKEN 03 Vorwort 04 Inhalt 05 Redaktionsteam 06 Leserbriefe Ein schönes Geschenk für Ihr Kind – Ein Platz auf der IMPRESSUM: Praxis-Neue-Mittelschule der Pädagogischen Hochschule Salzburg - Schulmagazin - Medieninhaber und Herausgeber: Praxis-Neue-Mittelschule Salzburg, Erentrudisstraße 4, 5020 Salzburg, Tel.: 0662-6388-4031 - Redaktionsleitung: Karin Außerlechner, Die Insel Hans-Peter Priller, Fotos: NMS-Praxisschule Salzburg, Pixelio.de, Wiki Commons - Gestaltung/Satz: Hans-Peter Priller - Druck: flyeralarm.at reuungseinrichtung mit einem sinnvollen, offenen Freizeitangebot, welche nicht nur iteinrichtungen zur Verfügung stellt, sondern auch freizeit- und lernpädagogisch dete Betreuer, die ein abwechslungsreiches Lern- und Freizeitprogramm gestalten. Ganztägige Betreuung für 5 – 15jährige! Immer Montag bis Freitag. Die Ziele rstützung: Lernbetreuung, Nachhilfe bei schulischen Problemen, NLP – unterstützte amme, Lernen und Spielen am PC, Bastelwerkstatt, Theaterwerkstatt, Projektnachmittage u.v.m. ertheit: Gesundheitsorientierte Küche, 1,5 ha Grünflächen, Märchenwaggon, Lagerfeuer, us, Indianerzelt, Musik- und Malzimmer, Erlebnishügel, Amphitheater, Freibad, Kurse, schulmagazin 4 april 2016

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I N FO R M AT I O N EN Das Redaktionsteam stellt sich vor V iel Freude und gute Unterhaltung mit der 67. Ausgabe des Praxis-NMS Schulmagazins. Wir freuen uns über Lob und hilfreiche Tipps zur Weiterentwicklung. Einfach in den „von uns für euch“ Briefkasten werfen oder per E-Mail an karin.ausserlechner@phsalzburg.at oder hans.priller@phsalzburg.at. Julian Jit 1B Emilija Zlatanovic 1B Marlene Gander 1C Maria Yasikoff 1C Clara Manhart 2A Ruben Eckl 2B David Jovanovic 2B Melanie Bielko 3B Elisa Pergega 3B Leonie Tiefenbacher 3B Ivana Zlatanovic 3B Adriana Murkovic 3C Lilia Vagliengo 3C Jane David 4B Leonie Nosko 4B Waltraud Schörghofer 4B Lara Blüm 4C Anna Wallner 4C Karin Außerlechner Hans-Peter Priller schulmagazin 5 april 2016 von uns für euch

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L ITER AR I SCHE S Leserbriefe SoL ist stressig! Ich erlaube mir, zum Thema ,,SoL“ Stellung zu nehmen. Das „Selbstorganisierte Lernen“ finde ich sehr anstrengend. Termine müssen in einem kurzen Zeitraum eingehalten werden. Lernschwächere Schüler haben es in diesem Fach sehr schwer, wobei sich dieses Fach auch auf die Note auswirkt. Auch im Stundenplan nimmt SoL sehr viel Zeit in Anspruch. Mir wäre es lieber, wenn SoL nur in den Hauptfächern stattfinden würde. Ich weiß, dass durch das Arbeiten in SoL die Eigenständigkeit gefördert wird, was für die Zukunft eine große Auswirkung hat. Es fördert die Teamarbeit und stärkt die schulische Leistung. Da ich aber nicht gerne selbstständig arbeite, wäre es mir lieber, wenn SoL aus dem Stundenplan entfernt werden würde. Wimmer Georg Schüler 5400 Hallein Hausschuhe ganzjährig – muss das sein? Im letzten Schülerrat wurde darüber diskutiert, ob es Änderungen zur derzeitigen Hausordnung geben soll. Ein strittiges Thema dabei ist die Hausschuhpflicht, die viele Schülerinnen und Schüler nicht mehr als zeitgemäß sehen. In den Wintermonaten ist die Hauschuhpflicht sinnvoll, weil wir durch das Tragen der Patschen die Putzfrauen entlasten können. In der warmen Jahreszeit könnte man es den Schülern aber erlauben, die Straßenschuhe im Gebäude zu tragen. Es darf nicht übersehen werden, dass wir Schülerinnen und Schüler Regeln dann einhalten, wenn wir sie mitgestaltet haben. Außerdem möchte jeder seinen eigenen Style ausleben. Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass man in den Sommermonaten das Tragen von Straßenschuhen in unserem Schulgebäude erlauben sollte. In der aktuellen Diskussion über die Hausschuhpflicht ist die 3A Klasse daher für eine Kompromisslösung: Von Schulbeginn bis 1. Mai müssen alle Schülerinnen und Schüler Hausschuhe tragen, während in den letzten Schulmonaten auch das Tragen von Straßenschuhen erlaubt ist. Ich appelliere an Schulleiter Josef Wimmer, uns bei diesem Thema entgegenzukommen. Klara Maric Schülerin der 3A schulmagazin 6 april 2016

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L I T E R AR I SC H ES Dies und das Mathe Schularbeit Heute ist Mathe Schularbeit, Aufregung macht sich breit. Ich hab viel Wissen in meinem Kopf, und einen wunderschönen Zopf. Es ist schwer, wenn ich könnt´, würd´ich rufen das Militär. Punkt, Gerade, Strecke, Strahl, finde ich jetzt nicht genial. Endlich ist Mathe aus, und wir gehen in die Paus´. Deutsch, GW sind endlich aus, und wir gehen nach Haus´. Dort sah ich eine Maus, und schrie mir die Kehle raus! Autorin: Maria 1C Ostern Ostern, der Hund sucht mein Osternest. Ich komme zu spät. Mist! Autor: Thorsten 2C Palmbuschen Lamm schlachten Bunter Ostereier essen Laut die Ratsche drehen Ostern Autorin: Karolina 2C Grafik: SchülerInnen 1A Die Legende von Drachenhöhe Plötzlich Drachentöter Oskar ist ein ganz normaler Junge mit Mathe-Hausaufgaben, bis er sich plötzlich in Drachenhöhe wiederfindet. Als Drachentöter! Wer in der Arena versagt, wird schneller zum Drachensnack, als er „Ich will wieder zurück nach Hause“ sagen kann. Doch Oskar findet Freunde und ein Abenteuer nimmt seinen Anfang, größer als alles, was Oskar sich jemals hätte träumen lassen… Das ist der Klappentext des Buches, das wir zurzeit lesen. Wir konnten jetzt auch jeden Tag 10 Minuten in diesem Buch lesen. Das Buch ist bereits unsere 2. Klassenlektüre. Dieses Buch ist toll geschrieben und die Spannungsstufen sind sehr gut ausgearbeitet. Autorin: Maria 1C Oberschnüffler Oswald Wir, die 1B, lesen gerade als Klassenlektüre „Oberschnüffler Oswald“. Der Autor ist Christan Bieniek. Heute haben wir genau 10 Minuten gelesen, weil wir im Lesemonat jeden Tag in diesem Buch lesen werden. Eigentlich ist das ganz gut, dass wir das machen. Denn wir trainieren sozusagen unsere Lesefähigkeit. Für mich ist das Buch ganz lustig und spannend. Ich bin schon ganz gespannt, was als Nächstes im Buch passiert. Ich habe zum Beispiel schon herauslesen können, dass es um einen Hund geht, dessen Besitzer den ganzen Tag nur lesen möchte. Er interessiert sich nicht mehr für seinen Hund. Der Hund ist natürlich ganz verzweifelt und möchte, dass sein Besitzer sich wieder für ihn interessiert. Und den Rest der Geschichte erfahre ich, wenn ich es fertig gelesen habe. Autorin: Emilija 1B schulmagazin 7 april 2016

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A K TUELLES Zeugin der Zeit D ie Zeit, in der Adolf Hitler eine Diktatur in Deutschland/Österreich errichtete, war nicht für alle leicht. Es gab, wie bei vielen Themen, gute und schlechte Meinungen über diese „Herrschaft“. Eine der guten Meinungen war zum Beispiel, dass Hitler durch den vielen Straßenbau die Arbeitslosenrate nahezu auf Null setzten konnte. Es gab auch eine Hitlerjugend. Dort traten alle Kinder ab zehn Jahren ein, obwohl das alle freiwillig machen mussten. Die Hitlerjugend, wo die jungen Burschen hingingen, konnte man mit Pfadfindern vergleichen, denn die Kinder wanderten, spielten, übten mit Stöcken weitschießen (damit sie als spätere Soldaten gut mit Handgranaten werfen konnten, aber das wussten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht) und sie machten sehr viel Sport. Die Mädchen spielten auch viel Spiele und lernten eine gute Mutter und Hausfrau zu werden. Eigentlich ersetzten diese verschiedenen Gruppen die Eltern. Die Burschen- und Mädchenlager hatten jedoch eines gemeinsam. Ihnen wurden die Lieder von Hitler eingetrichtert, sie mussten Hitler respektieren und mussten ihr Land verteidigen, die Burschen als Soldaten, die Mädchen als mehrfache Mutter. Es gab Umerziehungslager und Konzentrationslager (KZ) für diejenigen, die sich gegen Hitler stellten, um sie umzuerziehen, damit sie den Hitlergruß machten und die Diktatur akzeptierten. Doch die Leute, die hineinkamen, kamen gar nicht mehr hinaus. Im KZ wurden die Leute auch umgebracht. Es kamen Juden, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen und Kriegsgefangene in so ein Lager und jeder bekam ein eigenes Dreieck, um gleich erkannt und gehänselt zu werden. Rosa Dreiecke gab es z.B. für Homosexuelle und zwei aufeinanderliegende gelbe Dreiecke, die einen Stern ergaben, für Juden. Der 2. März wurde für die vierten Klassen sehr interessant. Frau Hermine Liska, eine Zeitzeugin und kleine Rebellin dieser Zeit, kam uns besuchen. Natürlich ist sie jetzt schon ein bisschen älter, aber immer noch topfit. Hermine Liska kommt aus Kärnten von einem Bauernhof. Sie war immer gegen Hitler und machte in der Schule nicht den Hitlergruß („Heil Hitler“), sie sang keine Hitler-Lieder und ging nicht zur Hitlerjugend. Ihre Familie gehörte zu den Zeugen Jehovas (eine eigene Religion), ihre Eltern waren Bibelforscher und sie stellten sich ebenfalls gegen diese Diktatur. Mit neun Jahren (im Jahre 1939) kam Hermine bereits in ein Umerziehungslager für Kinder in Bayern. Von ihren Eltern musste sie sich verabschieden, was ihr am schwersten fiel. Ihr Vater kam bald in ein KZ, weil er sich weigerte Hermine zu erziehen, Hermines Bruder kam ebenfalls ins KZ, weil er den Wehrdienst verweigerte. Doch auch im Umerziehungslager weigerte sich die junge Frau Liska den Hitlergruß zu vollführen oder eine Hitlerjugendjacke zu tragen. Nach zwei Jahren sahen die im Lager ein, dass man dieses Kind nicht unterrichten konnte, und schickten sie in ein strenges Kloster. Ganze vier Jahre verbrachte Hermine Liska dort, bis der Krieg dem Ende zuging. Mit dem Zug wurde die nicht umerziehbare Hermine im Winter 1945 nach Kärnten zurückgeschickt. Großes Glück hatte sie immer dabei. Ihre ganze Familie kam heil wieder zurück nach Hause, was schon was heißt. Der Vortrag war wirklich interessant. Frau Liska ist zwar 86 Jahre alt, aber sehr gesprächig und gut drauf. Über 100 Schulen besucht sie jährlich im Jahr und sie gibt ihre Berichte über die Zeit mit Hitler weiter. Also, wenn das kein gutes Vorbild ist…! Danke an Frau Liska und ihren Verband „Lila Winkel“. Autorin: Jane 4B Bildquelle: www.lilawinkel.at/warum-an-schulen/hermine-liska/ schulmagazin 8 april 2016

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AK T UEL L ES Hermine Liska H ermine Liska und ist 85 Jahre alt. Sie erzählte uns viel über den 2.Weltkrieg und über ihre Kindheit. Im ersten Teil des doppelstündigen Workshops erzählte eine Kollegin von Hermine Liska uns ein paar Fakten über den 2.Weltkrieg, über Frau Liskas Kindheit und wir sahen ein kurzes Interview, das die Zeitzeugin selber verfilmt hat. Frau Liska wuchs in einem kleinen Dorf in Kärnten auf und hatte das Religionsbekenntnis Bibelforscherin. Als Österreich 1938 zum Deutschen Reich kam, freuten sich die Bauern in den Dörfern auf Hitlers Versprechungen. Als 1939 der 2.Weltkrieg begann, weigerte sich der Vater von Hermine in den Krieg zu ziehen. Auch Hermine Liska war gegen Hitler und wurde mit 8 Jahren von zuhause weggenommen und in ein Umerziehungsheim in Villach gebracht. Das Ziel der Umerziehungsheime war, dass Kinder, die gegen Hitler waren, ihre Einstellung ändern. 1943 wurde sie dann nach München geschickt, weil sie zu viel Kontakt zu ihren Eltern hatte. Nur einmal in der Woche durfte sie Briefe an ihre Eltern schreiben. Als sie 1943 wieder nach Hause durfte, wurde eine Woche später das Umerziehungsheim in München von einer Bombe getroffen. Zuhause traf das junge Mädchen auch ihre Geschwister wieder, die ebenfalls in verschiedene Umerziehungsheime geschickt wurden. Nach der Pause stand der 2.Teil des Workshops an. Wir durften Frau Liska Fragen stellen, die sie uns dann beantwortet hat. Sie erzählte uns auch, was man damals für Versuche an Menschen durchgeführt hat. Ein Versuch war, dass man Benzin in das Rückenmark spritzte, um zu schauen, wie lange der Mensch es aushält. Ein anderer Versuch war, dass man schwangeren Frauen den Bauch aufschnitt, um zu sehen, wie sich die Kinder im Bauch entwickeln. Ich fand den Workshop interessant, weil die Erzählerin diese Zeit selber miterlebt hat. Es ist aber auch schockierend zu hören, was mit den Leuten damals passierte, wenn sie anderer Meinung waren. Autor: Elias 4C Ein Flüchtling erzählt K amel ist ein Flüchtling, der diesen Sommer aus Syrien geflüchtet ist. Er erzählte uns, dass er seine ganze Familie zurücklassen musste. Kamel Kassab zeigte uns anhand einer Karte den Weg seiner Flucht. Er flüchtete von Syrien in die Türkei, dort durfte er bei einem Freund unterkommen, doch er erzählte uns, dass es gar nicht so einfach ist, über die Grenzen zu kommen. Er musste sehr viel laufen, dabei brach er sich sogar seinen Fuß. Er musste drei Wochen in der Türkei im Krankenhaus bleiben, das kostete ihn sehr viel Geld und natürlich auch Zeit… Von der Türkei ging seine Flucht mit einem unsicheren Schlauchboot weiter nach Griechenland. Kurz vor der Küste von Griechenland kenterte das Boot. Er rettete ein paar Menschen das Leben, da viele der Flüchtlinge nicht schwimmen konnten. Von dort ging es weiter nach Mazedonien. Nachdem er über die Grenze von Mazedonien und Serbien gelangen war, war er schon sehr erleichtert. Doch leider hielt die Erleichterung nicht lange an. In Ungarn waren sehr viele Polizisten, die die Grenzen überprüften. Mit einem Schlepper gelangte er über die Grenze nach Österreich. Doch in Wien wurde der Schlepper geschnappt. Kamel erzählte uns, dass er große Angst verspürt hatte, als er die Polizei hinter sich hörte. Aber er erzählte uns, dass die Polizisten sehr nett zu ihm gewesen sind und ihm gleich Wasser und etwas zu essen gegeben haben. Die Flucht dauerte insgesamt, mit Krankenhausaufenthalt und mehreren Stopps, zwei Monate. Obwohl er seine Familie zurücklassen musste, hat er immer noch Kontakt zu seinen Eltern. Autorinnen: Elisa, Ivana und Leonie 3B schulmagazin 9 april 2016

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A K TUELLES Mauthausen – Konzentrations- oder Vernichtungs K onzentrationslager (KZ) – diesen Begriff habt ihr sicher schon gehört, oder? Dorthin wurden Kriegsgefangene, Homosexuelle, Juden, Wehrdienstverweigerer und Rebellen verfrachtet. Nach Ravensbrück (Deutschland) kamen ausschließlich Frauen, in Auschwitz (Polen) wurden die Leute gefoltert und ermordet und in Mauthausen (Ö) wurden Leute ebenso gefoltert, ermordet und gepiesackt. In Mauthausen waren alle vierten Klassen am Donnerstag, den 10. März 2016. Also, nicht wirklich im KZ als Häftlinge. Aber als Besucher hast du trotzdem ein eigenartiges Gefühl, auf einem Platz zu stehen, wo genau da eine Person erschossen wurde. Unsere Fahrt mit zwei Bussen dauerte ungefähr eineinhalb Stunden, bis wir die lange dicke Mauer und die Wachtürme des Mauthausener Konzentrationslagers sahen. Das KZ lag auf einem Hügel, der Ort Mauthausen am Fuße des Hügels. Ein sehr frisches Lüftchen ließ alle frieren, trotzdem führte Frau Benedik die eine Gruppe und Herr Fuchsberger die andere durch die Mauern und Räume des KZs. Zuerst kam das Tor dran, wo die Häftlinge als Erstes hindurchgingen. Ein eigenartiges Gefühl musste das gewesen sein, wissend, dass es dir da drin nicht gut geht und du vielleicht nie wieder hinauskommen wirst. Gleich nach dem Tor ging es nach rechts zu den Waschräumen. Gut, waschen konnte man das nicht nennen, die Häftlinge mussten sich ihrer eigenen Kleidung entledigen und die blau-weiß gestreifte Häftlingsuniform anziehen. Danach wurde ihnen der Kopf kahlgeschoren, damit sie sich alle glichen, keiner seiner eigenen Persönlichkeit bewusst. Schuhe aus Holz bekamen sie ebenfalls. Die Kleidung der Häftlinge wurde in eine Art Ofen geschoben und mit Wasserdampf „gewaschen“. Sie selbst mussten sich in einem Raum unter Duschköpfe stellen, die mit Rohren zusammenhingen und die ein Wachmeister entweder auf kochendheiß oder eiskalt schaltete. Anschließend betraten wir die Baracken (also die Bettenlager und Toiletten) der Gefangenen. 100 bis 300 dieser Leute mussten in Stockbetten schlafen, jeweils drei in einem Bett (drei oben; drei unten), jedoch waren die Betten nur 80cm breit. Ich sage nur: Ölsardinen mit Lebensangst. Jeden Tag mussten sich alle vor den Baracken auf dem riesigen Platz versammeln, in Reih und Glied und unbeweglich. Und dann gab es das Erdbeerspiel. Wenn einem Wachtposten zu langweilig wurde, nahm dieser die Mütze eines Gefangenen und warf sie weg auf den Boden. Jetzt hatte der Häftling zwei Möglichkeiten: Entweder er holt seine Mütze, dann wird er erschossen, weil er sich bewegt hat, oder er holt seine Mütze nicht und wird wegen nicht angemessener Häftlingskleidung erschossen. Ihr seht, sie hatten nicht viele Möglichkeiten. Endlich durften wir ins Warme. Das Museum, wo viele Bilder und Texte ausgestellt waren, erzählte über die Arbeiten und das Essen der Gefangenen. Wenn man Glück gehabt hatte, kam man als Verwalter durch, ansonsten als Steinbrucharbeiter. Da war die Arbeit schwer und hart, bei jedem Wetter draußen arbeiten und das Essen bestand aus viel zu wenig Kalorien. Im Keller des Museums waren alle Namen ausgestellt, die in diesem Konzentrationslager umgekommen wa- schulmagazin 10 april 2016

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AK T UEL L ES slager? ren. Dies weiß man deshalb so genau, weil die Verwalter alles genau dokumentierten. Riesige Tafeln, die zwischen denen Gänge entlangführten, zeigten uns die verschiedensten Namen und drei fette Bücher ebenfalls. Als unser Besuch schon langsam zu Ende ging, erschien endlich die Sonne und wärmte uns auf. Der letzte Weg führte uns zur Todestreppe. Leider war es keine originale Treppe mehr, die wurde wegen der unebenen, schiefen und unterschiedlich hohen Stufen abgerissen und in einem Halbbogen neu aufgebaut. Unten konnte man den Steinbruch sehr gut sehen, mit den Ausschnitten und dem Tümpel am Fuße des Bruchs. Dort befand sich auch die Fallschirmspringermauer. Eine Mauer, wo Gefangene hinuntergeschubst wurden, auf den Steinen zerschellten oder im Tümpel ertranken. Und so endete unsere Reise zum Konzentrationslager Mauthausen. Aufschlussreich und gruselig zugleich, war es doch so interessant zu erfahren, wie die Leute, die heute noch leben, das alles überstanden hatten und freigelassen wurden, wie die ersten Häftlinge 1938 begannen, die Mauern für ihr eigenes Lager aufzurichten und wie die Amerikaner am Ende des 2. Weltkriegs das Lager 1945 besetzten. Autorin: Jane 4B schulmagazin 11 april 2016

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MY FAVOURITE MOVIE My favourite movie is „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“. It‘s the 3rd movie of the Harry Potter series. Harry, now aged 13, spends another summer with his uncle Vernon, aunt Petunia and cousin Dudley.Uncle Vernon‘s sister Marge comes to visit. But when she insults Harry‘s parents, he gets angry and accidentally causes her to blow up and float away. Harry escapes Privet Drive and the Knight Bus (a bus that only wizards can see) brings him to the Leaky Cauldron. There he reunites with his best friends Hermione and Ron. Harry discovers that Sirius Black a supporter of the Dark Wizard Voldemort, who murdered Harry‘s parents, has escaped from Azkaban (the prison in the wizarding world), intending to kill Harry. The trio is returning to Hogwarts, when dementors (black, soulless creatures, guardians of Azkaban) board on the train to Hogwarts, Hogwarts Express, looking for Sirius. One enters the trio‘s department and Harry passes out. At Hogwarts, the headmaster Albus Dumbledore announces that dementors will guard the school while Sirius is free. In the end they discover that Sirius didn‘t help Voldemort to kill Harry‘s parents and isn‘t evil. Sirius is actually Harry‘s godfather. I love reading the Harry Potter novels, but at the same time I like watching Harry Potter films. MY FAVOURITE BOOK My favourite books are the seven Harry Potter novels. The main character Harry finds out that he‘s a wizard at the age of eleven. He gets a letter from Hogwarts School of Witchcraft and Wizardry. His parents were killed by the dark wizard Lord Voldemort when he was a baby. So he lives with his terrible uncle Vernon, aunt Petunia and his mean cousin Dudley. When Harry arrives at Hogwarts he makes new friends. The intelligent and a bit bossy girl Hermione Granger and the clumsy and funny boy Ron Weasley. They have several adventures throughout the years and try to defeat Voldemort. There are seven books all in all. The author of these great books is J.K. Rowling. The first book „Harry Potter and the Philosopher‘s Stone“ was released on June 30th, 1997. The first novel became a huge success so J.K. Rowling wrote six other books with the titles:  Harry Potter and the Chamber of Secrets  Harry Potter and the Prisoner of Azkaban  Harry Potter and the Goblet of Fire  Harry Potter and the Order of the Phoenix  Harry Potter and the Half Blood Prince  Harry Potter and the Deathly Hallows The books have been sold more than 450 million times worldwide and have been translated into 73 languages! I love the Harry Potter books because it’s always an exciting experience to read and I can just escape in the world of wizards when I feel down. Author: Lilia 3C schulmagazin 12 april 2016 © https://commons.wikimedia.org

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First Aid – Erste Hilfe K ennt ihr den Euronotruf, die Seitenlage, den Rautegriff oder die Rettungskette? Nein? Dann wird’s aber langsam Zeit. In der vierten Klasse habt ihr die Chance, an einem Erste-Hilfe-Kurs teilzunehmen. Lustig wird es, wenn fast die ganze Klasse im selben Kurs bei einer ausgebildeten Lehrerin dabei ist. Gegenseitig muss man sich dann in die Seitenlage legen oder an einer Puppe Herzmassage machen. Schreckt euch nicht, es ist wirklich nicht schlimm, aber auch die Mund-zu-Mund-Beatmung gehört dazu. Gott sei Dank nicht untereinander, sondern an der gleichen Puppe, an der wir auch den Defibrillator (Defi) ansetzen durften. Wenn man einen Atem-/ Kreislaufstillstand erleidet, setzt der, der Erste Hilfe ausübt, den Defi an. Zwei Elektroden muss man an die bestimmten Stellen am Oberkörper kleben und dann erklärt das Gerät, was man als Nächstes zu tun hat. Am Ende (wenn nötig) gibt es einen ganz leichten Schock ab, damit das Herz wieder in den richtigen Rhythmus zurückkommt. Ein Erste-Hilfe-Buch bekamen wir am Anfang auch. Darin steht alles, was man für die Erste Hilfe braucht. Insektenstich am/im Hals, Verbrennungen 1., 2., 3. Grades, Vergiftungen durch Alkohol oder eben die verschiedenen Lagen, erhöhter Oberkörper bei Atemnot oder Hitzenotfällen zum Beispiel. Die Seitenlage wurde immer zu zweit vorgeführt und der Rautegriff sogar in Frau Karners Auto ausprobiert. Den Rautegriff braucht man, wenn man eine bewusstlose Person aus einem Auto retten muss. Die GAS- Regel haben sicher nur wenige von euch gehört. Das bedeutet: + AK T UEL L ES Die Verbände anzulegen war überhaupt das Beste. Die einfachen Bandagen, die man im ersten Moment um Kopf, Arm, Hand, Knie oder Fuß bindet, probierten wir gegenseitig aus. Piratenköpfe, Stoffschuhe und Boxhandschuhe waren unser Ergebnis. Am Ende des Kurses gab es eine Prüfung. Für jede richtig beantwortete Frage bekam man ein Gummibärchen. Wenn man drei Stück davon vor sich liegen hatte, war die Prüfung bestanden! Die Belohnung: Ein Erste-Hilfe-Pass, der nun fünf Jahre lang gilt. Autorin: Jane 4B + Gefahr erkennen, + Abstand halten und + Spezialkräfte anfordern. Euronotruf: 112, Rettung: 144 (das wissen hoffentlich alle) und die Vergiftungszentrale: 01/406 43 43, leider schwer zu merken. schulmagazin 13 april 2016

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A K TUELLES No Risk But Fun V or Semesterschluss fuhren alle ersten Klassen zu einem Event auf den Dürrnberg. Ein Bus brachte uns zum Zinkenlift. Dort teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe war mit den Skiern unterwegs und die anderen zu Fuß. Als Erstes gingen wir zur Bergrettung. Da haben wir am Anfang mit den Rettungshunden gespielt.Dann durfte Natascha aus der 1B in eine selbst gemachte Höhle aus Schnee kriechen. Anschließend wurde sie mit Schnee zugedeckt.Sie wurde von den Hunden wieder ausgegraben. Wir Skifahrer sind zum Skilift gefahren. Als wir raufgefahren sind, bin ich aus dem Schlepplift gefallen. Dann bin ich nochmal raufgefahren. Ich bin prompt wieder aus dem Lift gefallen. Ich bin zu unserer Station gefahren, dort haben wir verschiedene Knochenbrucharten kennen gelernt. Danach sind wir runtergefahren. Zum Schluss durften wir noch einmal die Piste runtersausen. Das war sehr lustig, denn ich bin das erste Mal mit dem Lift ganz raufgekommen. Am frühen Nachmittag sind wir in die Schule zurückgefahren. Autor: Julian 1B A m Donnerstag, den 4.2. sind wir auf den Dürrnberg in Hallein gefahren. Der Bus hat schon vor der Schule gewartet und wir sind gleich losgefahren. Im Bus war es schön warm, doch als wir ausgestiegen sind, war es schon sehr kalt. Dann haben wir uns in Gruppen aufgeteilt. Es gab die Gruppe mit den Skifahrern und eine Gruppe, die zu Fuß unterwegs war. Und wir marschierten los. Natürlich war den Fußgängern auch kalt, weil auch dort sehr viel Schnee lag. Bei der ersten Station ging es um Lawinenhunde. Es waren drei erfahrene Menschen und drei ausgebildete Hunde, die so süß waren. Wir haben eine Klassenkollegin in einer Schneehöhle vergraben. Wir hatten noch weitere Stationen und als Krönung sind alle mit dem Sessellift gefahren. Ich fand es sehr lustig. Autorin: Emilija 1B schulmagazin 14 april 2016

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A K T U EL L ES Sicher unterwegs im Schnee D ie ersten Klassen unserer Schule waren bei einer Skiveranstaltung namens „No risk but fun“ am Dürrnberg. Gleich in der Früh sind wir von einem Bus abgeholt worden. Wir hatten zwei Gruppen. Eine Gruppe fuhr mit den Schiern und die zweite ging zu Fuß. Ich war in der Skifahrergruppe. Als Erstes fuhren wir mal mit dem Schlepper rauf, damit wir wieder runterfahren konnten, um die Stationen zu machen. Bei einer Station wurde uns erklärt, wie wir uns bei einem Unfall verhalten sollten. Danach fuhren wir zu einer Lawinenhunde-Station. Dort war es so unglaublich cool, weil zwei von uns in der Schneehöhle versteckt worden sind und dann haben die Hunde diese Personen gesucht und ausgegraben. Irgendwann sind wir dann mit dem Sessellift zu einer Hütte gefahren, um dort zu jausnen. Ich habe mit Romy Pommes gegessen. Danach mussten wir runterfahren. Ana und ich waren immer das Schlusslicht oder die Vorfahrer. Am Ende durften wir noch beim Schlepplift rauf- und runterfahren. Ana und ich haben auch ein kleines Rennen gemacht, bei dem ich stark abbremsen musste, weil ich sonst in Michi reingefahren wäre. Aber alles hat auch mal ein Ende und so fuhren wir dann auch wieder zur Schule zurück. Autorin: Marlene 1C schulmagazin 15 april 2016

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