Christus König Halver Netzwerk 2016 Ostern

 

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Magazin der Pfarrei Christus König Halver-Schalksmühle-Breckerfeld-Dahl

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netzwerk christus könig Magazin der Pfarrei Christus König Halver – Breckerfeld – Schalksmühle – Hagen-Dahl Ausgabe 1/2016 Ich bin getauft. Gottes Gnade ist zu mir gekommen, Er hat Ja zu mir gesagt. Ehe ich noch meine Hand hinhalten konnte, hat Er seine Hand über mich gestreckt. Ich greife zu und nehme, was Er schenkt: Er gibt meinem Leben Sinn und Ziel. Ich gehe in meinem Leben manchen Umweg, aber ich kann mich nicht ganz verlieren, weil ich auf Jesu Weg gestellt bin. Ich habe Erfolge und ich habe Misserfolge, doch sie können nicht der Maßstab sein, mit dem ich gemessen werde. Gottes Welt steht offen, ich brauche mich nicht mehr zu fürchten: Ich bin getauft. In der Taufe brennen die Lichter der Freiheit und der Hoffnung, der Liebe, des Vertrauens. Ich bin getauft.

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Editorial Liebe Leserinnen und Leser, wieder ist es der Redaktion gelungen, ein buntes Magazin zu erstellen, in dem sich wiederfindet, was gerade los ist in der Pfarrei Christus König – in dem aber auch Interessantes und Tiefgehendes aus der Welt des Glaubens und der Kirche Platz hat. Immer wieder ist es eine Herausforderung, dieses Heft so zu gestalten, und ich bin der Redaktion sehr dankbar, dass sie sich Heft für Heft auf den Weg macht. Dabei ist diese Entwicklung des Netzwerk nichts anderes als das, was auch im »realen Geschehen der Pfarrei« passiert. Welt, Glaube und Kirche verändern sich rasant. Die Erwartungen der Menschen sind vielfältig, oft ist es überraschend, zu erfahren, wie andere das sehen, was ich tue, oder welche Vorstellungen Menschen vom Dienst der Kirche in unserer Zeit haben. Viele Themen unserer Zeit werden dementsprechend höchst kontrovers diskutiert: die Frage der Verantwortung für Flüchtlinge in unserem Staat, die Frage des Umgangs von Christen mit Muslimen in manchen Gegenden unseres Bistums, bei uns konkret die Frage des Standorts Oberbrügge. »Kalt erwischt« hat uns in der Pfarrei der Beschluss des Kita-Zweckverbandes, auch den katholischen Kindergarten St. Georg in Oberbrügge »auslaufen zu lassen«. Von Bemühungen darum, dass das nur ein »vorletztes Wort« ist, lesen Sie in diesem Heft. »Umstritten« scheint die Erstkommunion-Vorbereitung – davon zeugen mehrere Leserbriefe, die die Redaktion erreicht haben. Das Thema ist bewusst noch einmal aufgenommen worden – soll aber mit dieser NetzwerkAusgabe dann auch ausreichend dargestellt worden sein. Die Redaktion freut sich über Leserbriefe – auch zu allen anderen Artikeln im Heft und Themen in der Pfarrei. Vielleicht kann auch »Netzwerk« noch mehr als bisher ein Forum für die unterschiedlichen Interessensbereiche und Engagierten unserer Pfarrei werden. Und hinter dem, was die aktuellen Entwicklungen, äußerlich betrachtet, bringen: Es wird Ostern! Feiern wir Auferstehung – vielleicht nicht so tosend und mit Trompetenjubel wie in früheren Zeiten, da wir doch bei aller Frohbotschaft des überschwänglichen Lebens, die wir hören, zugleich Suchende bleiben, Menschen, die fragen, ob das alles wahr sein kann. Christus ist auferstanden – in unsere Welt hinein und als Sieger über den Tod. Wir aber warten vielleicht noch darauf, dass uns die Augen für diesen Sieg geöffnet werden. Bleiben wir also Hoffende, Menschen, die voll Zuversicht auf das blicken, was kommt! Ihr Pfarrer 2 3-6 6 7 8/9 10/11 12 13 14 15 16-19 20/21 22/23 24 Inhalt Geleitwort/Inhalt/Impressum Fördervereine in der Pfarrei Abschied und Neubeginn im Pfarrbüro KiTa St. Georg Erwachsenentaufe Der Pfarreientwicklungsprozess Besondere Gottesdienste Leih dir was! Die Büchereiseite Die Osterbotschaft des Ezechiel Für Kinder Erstkommunion 2016 Liturgische Farben Termine Vorschau Pfarrei-Wallfahrt/Termine Impressum Herausgeber: Katholische Pfarrei Christus König, Hermann-Köhler-Straße 15, 58553 Halver, Tel. 0 23 53 / 37 30 Redaktion: Ascan von Bargen, Maximilian Marx, Cornelia Nölle, Claus Optenhöfel, Heidrun Rediger, Dr. Johannes Sander Mitarbeit an dieser Ausgabe: Ileana Beckmann, Ulrike Biesenbach, Leopold Lischka, Marc Raude, Hans-Josef Schmidt, Sandra Schnell, Barbara Vormann, Barbara Wilk. Bilder: Titel: Taufbecken in St. Jakobus Breckerfeld, Annemone Krause. Innenteil: Florian von Bargen; Sabine Brosch; Dan Cotfas (wikimedia); Annemone Krause; Sandra Marnikovic; Redaktion; Thorsten Rehberg; Anja Rudolph; Hans-Peter Schaefer (wiki pedia); Sandra Schnell; Kirsten Stubbe; Nicole Uszkoreit. Kontakt: netzwerk@christus-koenig.de Gestaltung/Satz: Heidrun Rediger, HR-Typo Mediengestaltung, Halver Druck: Reintjes Graphischer Betrieb GmbH, Kleve Internet: www.christus-koenig.de Hinweis: Die Redaktion behält sich aus technischen und inhaltlichen Gründen vor, Texte redaktionell zu bearbeiten oder zu kürzen. Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers oder der Redaktion wieder. Über Leserbriefe freut sich die Redaktion, kann allerdings nicht in jedem Fall den Abdruck garantieren. Wie Sie uns erreichen Katholische Pfarrei Christus König Hermann-Köhler-Straße 15 58553 Halver, Telefon 0 23 53 / 37 30 Filialkirche Sankt Georg, Oberbrügge Gemeinde Sankt Jakobus Am Wehrgraben 7, 58339 Breckerfeld Telefon 0 23 38 /1316 Gemeinde Sankt Thomas Morus Hälverstraße 8, 58579 Schalksmühle Telefon 0 23 55 / 66 79 Gemeinde Herz Jesu Kallestraße 4, 58091 Hagen-Dahl Telefon 0 23 37/ 6 21 2 netzwerk

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Aus der Pfarrei Gut, dass es sie gibt: Fördervereine Nicht in allen Fällen, wenn Geld in den Pfarreien und Gemeinden benötigt wird, kann das Bistum helfen. Auch aus diesem Grund haben sich in unserer Pfarrei Fördervereine gegründet, die wir Ihnen hier vorstellen und ins Gedächtnis rufen möchten. Denn schon jetzt steht fest: Für die Zukunft der Pfarrei, der einzelnen Gemeinden und deren Belange werden sie immer wichtiger und auch nötiger. Wie wichtig und wie nötig – das wird sich ganz genau am Ende des Pfarreientwicklungsprozesses herausstellen. Darum unser Appell: Unterstützen Sie Ihre Gemeinden und Ihre Pfarrei schon jetzt durch eine Mitgliedschaft in einem der Fördervereine der Pfarrei. Jeder Beitrag hilft. Alle Fördervereine sind als gemeinnützig anerkannt, Spenden und Beiträge sind steuerlich absetzbar. Und noch etwas: Geld allein ist nicht alles. Bringen Sie sich ein. Gestalten Sie das Gemeindeleben in Ihrer Gemeinde mit. Zeigen Sie Ihre Freude, als Christ zu leben. Damit auch zukünftig ein christliches Miteinander in Gemeinden und Pfarrei besteht. Ihre Netzwerk-Redaktion Verein zur Förderung der Stiftung St. Nikolaus 1997 wurde der »Förderverein zur Gründung der Stiftung St. Nikolaus« gegründet. Zwölf Jahre dauerte es, bis das nötige Geld für eine Stiftung angespart war. 2009 wurde die staatliche Stiftung St. Nikolaus ins Leben gerufen. Nun konnten mit den Zinserträgen des Stiftungskapitals große und kleine Anliegen gefördert werden. Ein zwölfköpfiges Stiftungsgremium entscheidet über die Vergabe der Mittel. Unterstützt werden die katholische Gemeinde Christus König, das Familienzentrum und Kindertagesstätte St. Nikolaus und der katholische Friedhof in Halver. Aus dem früheren Förderverein zur Gründung der Stiftung St. Nikolaus, der seine Aufgabe erfüllt hatte, ist dann ein Verein geworden »zur Förderung der Stiftung St. Nikolaus«. So kann z.B. der Förderverein bestimmen, ob mit den erwirtschafteten Beträgen das Stiftungsvermögen erhöht wird, oder ob diese Beträge für bestimmte Zwecke ausgegeben werden sollen. Damit ist für die einzelnen Mitglieder der Gemeinde Christus König in Halver die Möglichkeit geschaffen worden, sich direkt mit ihren Mitteln für ganz bestimmte, von ihnen ausgesuchte Belange der Gemeinde einzusetzen und sich an der Verwirklichung zu beteiligen. Die Stiftung hat bereits einige Projekte gefördert, wie beispielsweise die Anschaffung von Polstern, Sitzkissen und Ministrantengewändern. Auch an der Anschaffung der Großdruckausgabe des »Gotteslob« hat sich die Stiftung ganz erheblich beteiligt. Der Förderverein ist bemüht, durch den zusätzlichen Gewinn von Mitgliedern, die sich mit einem monatlichen Betrag beteiligen, das Stiftungsvermögen zu erhöhen, damit weitere Aufgaben wahrgenommen werden können. Ansprechpartner: Leopold Lischka, Niederhövel 1, 58553 Halver, Tel. (0 23 53) 1 22 84 Verein zur Förderung der Stiftung St. Nikolaus, IBAN DE11 4585 0005 0060 0814 03 Sparkasse Lüdenscheid Christus-König-Kirche, Halver netzwerk 3

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Aus der Pfarrei Förderverein St. Georg in Oberbrügge Unser Förderverein St. Georg wurde im Jahr 2005 mit mehr als 30 Mitgliedern gegründet. Da im Rahmen des damaligen Umbruchs die Pfarreistrukturen neu geordnet wurden und die Pfarrgemeinde St. Georg ihre finanzielle Autonomie aufgeben musste, entschlossen sich zahlreiche aktive Gemeindemitglieder, einen Förderverein mit Bezug zur ehemaligen St. Georgs-Gemeinde zu gründen. Erste große Aktivitäten waren im Jahre 2006 und 2007 die Organisation und Unterstützung der Gemeindefeste anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Grundsteinlegung und der Kirchweihe in Oberbrügge. Hinzu kam über die Jahre die Förderung von zahlreichen Kleinprojekten in Oberbrügge. Nunmehr sind weitere Umstrukturierungen in unserer Großpfarrei in Planung. Unser Förderverein möchte deshalb in Zukunft den Schwerpunkt seiner finanziellen Förderung auf die Unterstützung und Aufrechterhaltung der wöchentlichen Gottesdienste in Oberbrügge legen, damit auch dort nach über 70 Jahren weiterhin die Möglichkeit der christlichen Gemeinschaft und Begegnung besteht. Wer uns in unserem Ansinnen unterstützen möchte, ist hierzu herzlich eingeladen. Ansprechpartner sind: Hans-Josef Schmidt Haus-Rhade-Weg 20 58553 Halver Tel. (0 23 53) 1 42 55 Eckhard Richert Burgweg 37 58553 Halver Tel. (0 23 51) 7 10 85 Förderverein St. Thomas Morus e.V. Um finanziell flexibel zu sein, wurde der Förderverein für die Gemeinde St. Thomas Morus im August 2006 gegründet und ist seit Februar 2007 ein eingetragener Verein mit aktuell 27 Mitgliedern. Er unterstützt Anschaffungen für die Kirche, stellt Blumenschmuck für die Hochfeste Weihnachten, Ostern, und Pfingsten – und ist immer eine Finanzspritze für die Gruppierungen! So konnten unkompliziert Fahrten des Seniorenkreises mitfinanziert werden, den Messdienern wurden Anschaffungen und Unternehmungen möglich gemacht und auch für das Ehrenamtsdankeschön war Geld vorhanden. Leider geht die Zahl der Mitglieder momentan weiter zurück, daher ist es für jede(n) eine Überlegung wert, ob er/sie den Verein nicht mit einem Mindestbetrag von 12,– e im Jahr unterstützen kann. Anmeldeformulare gibt es bei Beate Thebrath, die auch Ansprechpartnerin für alle Belange rund um den Förderverein ist. Beate Thebrath, Tel. (0 23 55) 27 25 E-Mail: beate.thebrath@freenet.de Bankverbindung: IBAN DE72 4585 0005 0000 3120 09 Sparkasse Lüdenscheid Bankverbindung: IBAN DE60 4585 0005 0000 2634 34 Sparkasse Lüdenscheid 4 netzwerk

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Aus der Pfarrei Kirchbaufördergemeinschaft St. Jakobus e.V. Bereits in den 80er Jahren hatte Pastor Schulte zur Finanzierung der letzten größeren Renovierungsarbeiten in St. Jakobus eine Kirchbaufördergemeinschaft aktiv betrieben. Nachdem die Renovierung der Kirche damals abgeschlossen war, war der Verein »eingeschlafen« – rechtlich hat er allerdings immer existiert. In den Jahren 2010/2011 war eine erneute größere Renovierung der katholischen St.-Jakobus-Kirche fällig, um die entstandenen Feuchtigkeitsschäden zu bekämpfen. Im Zuge dieses erkennbaren finanziellen Engagements der Pfarrei Christus König wurde die Kirchbaufördergemeinschaft wiederbelebt. Grundgedanke war immer: In Zukunft werden viel stärker als bisher Spenden und finanzielle Beteiligungen »vor Ort« nötig sein, um die Kirche zu erhalten. Zweck des Vereins ist neben der »Beschaffung der Mittel zum Bau, zur Unterhaltung und zur Ausschmückung einer Kirche« auch die Unterstützung sonstiger »für die Seelsorge erforderlicher Einrichtungen«, wie die Satzung es bestimmt. Die Kirchbaufördergemeinschaft St. Jakobus sammelt Spenden über die jährlichen Mitgliedsbeiträge, einzelne Aktionen und bei besonderen Anlässen. Jährlich im Mai wählt die Mitgliederversammlung Vorstandsmitglieder. Neben dem Pfarrer als geborenem Vorsitzenden gehören diesem derzeit Leander Vedder als Stellvertreter, Thorsten Pettenpohl als Kassenwart, Gabriele Egen als Schriftführerin und Martin Gensler als weiteres Mitglied an. Was hat die Kirchbaufördergemeinschaft in den letzten Jahren bewirkt? Neben der langfristigen Sammlung von Finanzen zum Erhalt der St.-Jakobus-Kirche wurden seit 2011 kleinere Maßnahmen unterstützt. So wurde die ehemals zur Kapelle in Zurstraße gehörende Marienfigur im Garten neben dem Pfarrhaus aufgestellt, zuvor gereinigt und der Garten dafür hergerichtet. Jährlich engagiert sich der Verein bei gärtnerischen Arbeiten rund um das Pfarrhaus und die Kirche. Eine seitliche Ecke am Vorplatz der Kirche wurde neu gestaltet. Bei der Erneuerung der Kirchenorgel hat der Verein eine finanzielle Unterstützung zugesagt. Dies gilt auch für die Anbringung der Tür zur Orgelbühne zum Schutz der Orgel. Zum 150-jährigen Gemeindejubiläum wurde ein ansprechendes Faltblatt als Kirchenführer erstellt, das weiterhin in der Kirche ausliegt. Ein Gutachten zur Altersbestimmung der Breckerfelder Pietà wurde finanziert. Die Kirchbaufördergemeinschaft richtet inzwischen jährlich in Absprache mit dem Gemeinderat den Neujahrsempfang der Gemeinde aus. 2015 referierte bei diesem Anlass Herr Dr. Herbert Fendrich, Bistum Essen, zum Thema »Heutige Überlegungen zur Gestaltung von Kirchenräumen« – anlässlich der Idee, den Innenraum der St.-Jakobus-Kirche zeitgemäß umzugestalten. 2016 war der Pfarreientwicklungsprozess Thema des Empfangs. Die Kirchbaufördergemeinschaft freut sich über alle, die den Erhalt der katholischen St.-Jakobus-Kirche in Breckerfeld durch ihre dauerhafte Mitgliedschaft oder einmalige Spenden unterstützen. Weitere Informationen: Kirchbaufördergemeinschaft St. Jakobus e.V., Breckerfeld Vorstand: Claus Optenhöfel, Leander Vedder, Frank Schäfer, Regina Passoth, Martin Gensler Spendenkonto: IBAN: DE67 4545 1060 0008 0400 81 Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld netzwerk 5

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Aus der Pfarrei Förderverein Herz Jesu in Hagen-Dahl Im Jahr 2007 gründete die katholische Gemeinde in Dahl einen Förderverein, um Initiativen und Aktivitäten in der Gemeinde zu unterstützen und Anschaffungen für die Kirche und die Gemeinde zu ermöglichen. Der Förderverein wählte zum 1. Vorsitzenden Herrn Konrad Schnell, der maßgeblich daran beteiligt war, dass der Förderverein schon bald zahlreiche Mitglieder hatte. Nun wurden auch die mittlerweile stadtbekannten Kleider- und Spielzeugmärkte ins Leben gerufen, welche drei Mal pro Jahr stattfinden und sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen.Darüber hinaus befinden sich im aktuellen Aufgabenbereich des Fördervereins z. B.: monatliche Kollekten im Gottesdienst, tatkräftige Unterstützung des Erntedankfestes, die kulinarische Verpflegung am St. Martinstag. Mit dem so gesammelten Geld konnte neben etlichen kleineren Anschaffungen 2013 auch eine neue Orgel für die Dahler Kirche finanziert werden. 2014/2015 gab es einen Generationswechsel im Vorstand des Fördervereins. Dieser besteht jetzt aus folgenden Personen : Marc Raude (1. Vorsitzender) Martin Kümper (2. Vorsitzender) Bettina Meuter (Kassenprüferin) Britta Nölke (Beisitzerin) Natalia Raude (Protokollantin) Falls Sie gerne Mitglied unseres Fördervereins werden wollen, um die Dahler Kirchengemeinde in Zukunft zu unterstützen, nutzen Sie bitte die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme am Ende dieses Berichts. Wir würden uns sehr freuen. Spendenkonto: Bank im Bistum Essen IBAN DE33 3606 0295 0020 1730 17 Ansprechpartner: Marc Raude, Tel. (0 23 37) 47 48 85 E-Mail: marcraude@yahoo.de Der Verein verfügt auch über eine Internetseite: http://www.christus-koenig-halver.kirche-vor-ort.de/ 9809.html Abschied und Neubeginn im Pfarrbüro Seit 2003 war sie erste Ansprechpartnerin im Pfarrbüro, zunächst in Breckerfeld. Nach der Gründung der jetzigen Pfarrei hat sie das Büro geprägt und gemeinsam mit ihrer Kollegin, Frau Regina Förster, war sie Stimme, Gesicht und Kontaktperson für viele, die mit unterschiedlichsten Anliegen kamen. Jetzt, im März 2016, endet die Tätigkeit von Frau Susanne Bleck in unserer Pfarrei. Sie kann in ein Pfarrbüro in Hagen wechseln – eine Stelle mit größerem Beschäftigungsumfang. Es fällt uns im Team der Mitarbeitenden nicht leicht, sie »gehen zu lassen«, denn es war eine wirklich gute Zusammenarbeit. Wir konnten uns auf Frau Bleck und ihre Arbeit verlassen. Herzlichen Dank für alles! Claus Optenhöfel Liebe Leserinnen und Leser, ich bin die Neue! Mein Name ist Raphaela Tweer, ich bin 1982 in Hagen geboren und in Schalksmühle aufgewachsen, verheiratet und habe zwei Kinder. Nach meiner Studienzeit in Marburg zog es mich wieder in die Heimat und nun lebe ich seit 2008 in Halver. Nach dem Studium war ich im Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit in Lüdenscheid tätig, bevor ich in Elternzeit ging. Ab dem 15. März 2016 verstärke ich nun das Verwaltungsteam der Pfarrei Christus König und bin für Sie im Pfarrsekretariat zu den gewohnten Öffnungszeiten da. Öffnungszeiten des Pfarrbüros und Ansprechpartnerinnen Di., 9 – 11 Uhr Frau Förster, Frau Tweer Mi., 9 – 11 Uhr Frau Förster Do., 9 – 11 und 14.30 – 16.30 Uhr Frau Tweer Fr., 9 – 11 Uhr Frau Tweer 6 netzwerk

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Aktuelles Wird die KiTa St. Georg geschlossen? Die Informationen kamen von der Tageszeitung. Der »Allgemeine Anzeiger« war vom KiTa-Zweckverband informiert worden, die Pfarrei, die Stadt Halver, der Märkische Kreis nicht. Selbst die direkt betroffenen Erzieherinnen und Eltern sollten es noch nicht wissen – es war schon eine merkwürdige, ja beschämende und wenig menschliche Art, wie der KiTa-Zweckverband am Dienstag, 23. Februar einen Beschluss des Vorabends bekannt machte. Seit 2006 – als die heutigen Pfarreien gegründet wurden – ist der KiTa-Zweckverband im Bistum Essen Träger der katholischen Kindergärten. Rund 270 Einrichtungen verantwortet er, und mit der Pfarrei ist er über ein »Kuratorium« vernetzt. Die regionale Abteilungsleiterin trifft sich dort mit den KiTa-Leiterinnen der Pfarrei, Vertretern von Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand und dem Pfarrer. Wir waren also immer im Gespräch. Und wir hatten auch – seit Herbst 2015 – mitbekommen, dass der Zweckverband die Finanzierung der KiTa in Oberbrügge kritisch sieht. Aber es gab Absprachen: Wir als Pfarrei möchten derzeit an diesem Standort festhalten, und erst einmal hätten Gespräche mit der Stadt und uns über die weitere Finanzierung und mögliche Unterstützung angestanden. All das hat der Zweckverband zwischen Dezember und Februar dann irgendwie »aus Versehen doch nicht gemacht« und bittet uns freundlich um Entschuldigung. Im Februar also dann eine Entscheidung: Wir lassen die KiTa St. Georg auslaufen, und das heißt konkret: die Kinder, die da sind, sowie die neu 2016 Aufzunehmenden können bis 2018 bleiben. Was danach ist: Keine Aussage. Keine Zusicherung. Gespräche mit der Stadt Halver und dem Märkischen Kreis sind inzwischen gelaufen. Der Kreis sieht es als nötig an, in Oberbrügge weiter einen Kindergarten zu betreiben – durch wen auch immer. Wir als Pfarrei sagen: wir wollen dazu beitragen, dass das möglich ist, und auch mit vielen Beteiligten darüber reden, ob es gelingen kann, die KiTa St. Georg als katholische Einrichtung noch einige Zeit zu erhalten. Der Kirchenvorstand hat beschlossen, das bei Bedarf (und den wird es geben) auch finanziell zu unterstützen. Er kann es aber nicht allein finanzieren. Die kirchlichen Gelder für Kindergärten gehen vom Bistum direkt an den Zweckverband – und der hat für Oberbrügge eben keine Finanzen mehr. Idee im Kirchenvorstand ist es also – Stand Anfang März – sich zu engagieren und zusammenzutun. Kann die Stadt Halver einen Teil des »Trägeranteils« übernehmen? Gibt es weitere Unterstützer in und für Oberbrügge? Kann es gelingen, eine Summe zusammen zu bringen, mit der wir den Zweckverband überzeugen können, die bestehende KiTa zumindest noch zwei, drei Jahre weiter zu betreiben, so dass die Kinder, die jetzt dort sind, bis zum Ende dort bleiben können? Für Stadt und Kreis wäre das günstiger, als wenn sie einen anderen, »ärmeren« Träger zu 100 % unterstützen müssten – oder selbst eine KiTa zu betreiben hätten. Ergebnisse gibt es Anfang März noch nicht. Wir haben insgesamt zwei Jahre Zeit – aber natürlich das Interesse, Familien schnell Perspektiven zu bieten, damit sie möglichst eine ganze Kindergartenzeit »überschauen« können. Als Pfarrei können wir derzeit keine dauerhaften Garantien geben. Wir wissen durch den laufenden Pfarreientwicklungsprozess, dass wir ab 2020 selber deutlich einsparen müssen. Länger als bis zu diesem Jahr gucken wir nicht. Und auch die Frage nach dem Zustand des KiTaGebäudes ist wichtig. Hohe Erneuerungskosten könnte die Pfarrei nicht tragen. Trotz der vielen Fragen: Wir sind bereit, uns zu engagieren. Wenn viele mitmachen, hat die KiTa in Oberbrügge Perspektiven. (Claus Optenhöfel) Die KiTa St. Georg. Für viele, zum Teil schon erwachsene Oberbrügger der Ort einer unbeschwerten Kindheit, an die man sich gern erinnert. In der Advents-Ausgabe 2011 wurde die KiTa im Netzwerk vorgestellt. 2012 wurde das 40-jähriges Jubiläum der KiTa fröhlich gefeiert. netzwerk 7

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Taufe Gedanken zur Erwachsenentaufe Wissen Sie, bei uns daheim hieß es früher: »Das mit der Taufe soll der Junge einmal selbst entscheiden, wenn er alt genug ist.« – Als ich im April letzten Jahres Kontakt zu Pfarrer Optenhöfel aufnahm und mich danach erkundigte, wie es denn vonstattengehen könnte, mich taufen zu lassen, wurde mir zunächst einmal die Frage gestellt: »Warum wollen Sie sich denn taufen lassen?« Später, nach der Taufe, wurde mir diese Frage in abgewandelter Form wieder gestellt, diesmal von anderen Menschen: »Du hast dich taufen lassen? Echt? – Warum denn?« Ich erinnere mich daran, wie ich mit dem Herrn Pfarrer im Vorfeld viele tiefgehende Gespräche führte, in denen wir diverse Details, Glaubensfragen und persönliche Erfahrungen besprachen, die damit in Verbindung stehen. Und eines der ersten Dinge, die ich ihm damals sagte, war: »Ich bin christlich erzogen worden und habe auch vieles gelesen, über das Thema. Aber auf diese Weise bleibt man immer nur an der Oberfläche des Ganzen. Wenn man sich diesen Dingen bloß ›als Hobby‹ von Seiten des Intellekts her nähert, dann verkommt es zu einer Art ›Gedankenspiel‹, ein nettes philosophisches Thema, worüber man mit Freunden bei einem Glas Rotwein fabulieren kann. Aber man hat niemals wirklich Teil am Echten und Wahren. Man bleibt Theoretiker, und es fehlt die Erfahrungsdimension, die nur durch die Teilhabe und Teilnahme an der Eucharistie ermöglicht wird.« Man kann viele Bücher übers Schwimmen lesen, und doch ganz erfolgreich absaufen, sobald man in echtes Wasser geworfen wird. Nach dem Motto: »Ja, sicher kann ich schwimmen... gut... nicht besonders weit, dafür aber ziemlich tief.« Ganz ähnlich ist es mit Fragen der Religion. Man kann viele Bücher darüber lesen. Man kann auch über solche Dinge diskutieren. Aber man bleibt notgedrungen außen vor. Und säuft sang- und klanglos ab, wenn es im Leben ernst wird. Denn, wie es wirklich um das Fundament der eigenen Wurzeln bestellt ist, das wird sich erst zeigen, wenn es einer eingehenden Prüfung unterzogen wird. Das Lästige daran ist: Solche Lebensprüfungen treten grundsätzlich immer im Doppelpack auf. Und sie haben die störende Angewohnheit, erschütternd zu wirken und äußerst schmerzhaft zu sein. Der Schmerz lässt sich ertragen. Manche Leute gewöhnen sich sogar daran. Die seelische Erschütterung aber, z. B. durch den Tod eines nahestehenden Menschen, an die gewöhnt sich niemand. Und sie ist gewaltig. Dennoch dient auch sie letztlich einem guten Zweck, nämlich: die steinerne Hülle des Egos aufzubrechen und zu zerstören. Ich will Ihnen gerne verraten, weshalb dies notwendig und so wichtig ist: Ein Mensch mag – unter Verweis auf entsprechende Bibelstellen – sagen: »Ich bin ein Kind Gottes.« Oder so etwas wie: »Christus ist in mir. Christus ist Gott. Demnach ist Gott in mir, ja – ich selbst bin demnach Gott. Denn es gibt nur Gott und sonst nichts.« Paulus sagte ja auch: »Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.« Nun macht es aber einen gewaltigen Unterschied, ob ein Mensch wie Paulus vorher sein Ego (Saulus) rigoros ausgelöscht hat, demütig eine hohe Wahrheit anerkennt und akzeptiert, und nach der Maxime lebt: »Nicht mein Wille, sondern DEIN Wille geschehe« – oder, ob es sich dabei um einen von Hybris geplagten Menschen handelt, der sein eigenes Ego kultiviert, aufplustert und derartige Geistesinhalte im abgeschotteten Innenraum seines eigenen Egos hegt und pflegt. Solch ein Mensch ist dazu verdammt, als Egomane, Tyrann, Narziss und misanthropisches Ungeheuer über die Erde zu wandeln. Wie viele solcher elenden Kreaturen haben wir im Laufe der Geschichte schon kennengelernt, die sich selbst als »Gesandte der Vorsehung« betrachteten? 8 netzwerk

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Taufe deutet wie »unreiner Geist« oder »das Böse«. – Deswegen existiert eine geheimnisvolle Verbindung zwischen dem geistigen Prinzip des Christus und des Luzifer. Beide werden in der Bibel als »der Morgenstern« und »der Lichtbringer« bezeichnet. Im Ego wird dieses Prinzip jedoch zum Zerstörerischen und Bösen an sich. Hier wird Luzifer zum »Eisernen Licht« (lux, lucis = Licht, ferrum = Eisen), das den Menschen blendet, versklavt und in Ketten legt. Ist das Ego aber vorher aufgelöst, so steigt dieses geistige Prinzip zum »wahren Luzifer«, zum wahren Prometheus oder Lichtbringer der Welt auf – also zum Christus – wovon auch das »Exsultet«, das Osterlob der Lichtfeier in der katholischen Kirche zeugt, wenn gesagt wird: »Lucifer, qui nescit occasum, Christus Filius tuus« – »Der Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht: dein Sohn, unser Herr Jesus Christus«. Das schließt nicht aus, dass solche Leute tatsächlich mystische Erfahrungen sammeln mögen, auf schier übernatürliche Weise vor Gefahren bewahrt werden, hellsichtige Träume haben können, große Macht über Menschen, Reichtum oder Erfolg erlangen, und dergleichen mehr. Aber sie befinden sich in einem Zustand, der geradewegs ins Verderben führt – und andere reißen sie dabei gleich mit sich. Deswegen legt jede ernstzunehmende Religion und Schule allergrößten Wert darauf, als erstes das Ego auszulöschen, den Charakter zu veredeln und alle negativen Aspekte des Egos – Stolz, Wut, Neid, Eifersucht, Besserwisserei, Prahlsucht, Lüsternheit, Unzucht, Gier, Faulheit, Selbstgefälligkeit, Hochmut, usw. – aufzulösen. Von Christus schreibt Paulus, dass er es nicht als Raub betrachtete, »Gott gleich zu sein«. (Phil 2,5) Und Christen werden dazu aufgefordert, es ihm gleichzutun. Solange aber noch das Ego in ihnen herrscht, gilt für sie ein Schriftwort, das zwar ganz ähnlich klingt, jedoch das genaue Gegenteil zum Ausdruck bringt: »Gedachtest du doch in deinem Herzen: Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen [...] und gleich sein dem Allerhöchsten.« (Jesaja 14,13-14) Ausgedrückt wird dieses fehlerhafte Prinzip im Alten Testament durch das hebräische Wort ‫ ךע‬   RA, was so viel beEs hat also überhaupt nichts damit zu tun, wie manche Unwissende in Zeiten des Internets verbreiten, dass die katholische Kirche »insgeheim den Teufel anbeten« würde. Ich habe im Vorfeld alles gewissenhaft geprüft und mich anschließend katholisch taufen lassen, weil ich vom theoretischen zum »praktischen Teil« übergehen wollte; um teilzuhaben, statt außen vor zu bleiben. Und, um zu erlernen, wie man das Ego überwindet und durch Demut und Bescheidenheit ersetzt. Warum katholisch, und nicht evangelisch oder was es da sonst noch alles so geben mag? Nun, weil eine alte Weisheit besagt: »Je näher die Quelle, desto reiner das Wasser.« (Ascan von Bargen) netzwerk 9

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Pfarrei Neues aus der Koordinierungsgruppe – Neues zum Pfarreientwicklungsprozess Sehen – Urteilen – Handeln. In dieser Schrittfolge soll sich bis 2017 unser Pfarreientwicklungsprozess vollziehen. Die Koordinierungsgruppe hat zunächst ihre Aufgabe und Bedeutung geklärt: Sie bereitet die einzelnen Schritte dieses Prozesses vor und entwickelt Maßnahmen dazu. Grundlage dieses Prozesses ist der christliche Glaube. Er soll, darin ist sich die Koordinierungsgruppe einig, an allen Stellen als Maßstab und Korrektiv eingebracht werden. Daher hat die Gruppe sich zunächst ihrer spirituellen Grundlagen versichert. Über die Auseinandersetzung mit unseren Gottesbildern haben wir sechs »Schlagworte« festgehalten, die unsere gemeinsamen Vorstellungen wiedergeben: Liebe – Ziel – Nächster – Leben – Weg – Sinn. In diesen Begriffen sammeln sich unsere verdichteten Vorstellungen von Gott, von gelingendem Umgang miteinander und gelingendem Leben. Sie sollen uns immer wieder an unsere Aufgabe und die uns wichtigen, zugrundeliegenden Prinzipien und Bezugspunkte erinnern. Nur so kann der Pfarreientwicklungsprozess auch ein spiritueller Prozess sein. In diesem Prozess soll es um gelingendes »Kirchesein« gehen und erst im zweiten Schritt um die notwendigen Einsparungen, die wir machen müssen. Vermutlich bis Ende 2016 werden wir uns Zeit nehmen, um zu sehen. In diesem Schritt wollen wir die Pfarrei kennenlernen. Die guten Ergebnisse des »Sehen-Prozesses« sind die Grundlage für die Entwicklung des pastoralen Konzeptes. Gute Ergebnisse sehen wir darin wenn – wir von den Menschen wissen, was sie brauchen, um ihren Glauben vor Ort leben zu können. – wir von den Menschen wissen, wie sie Gemeinschaft in Kirche leben wollen. – wir von den Menschen wissen, welche Hilfe sie von Kirche brauchen. – wir – im besten Fall – neue Menschen mit neuen Ideen und Potentialen entdecken, die sie einbringen wollen. Und zuletzt kennen wir aber auch gute Beispiele, Orte, Angebote, Netzwerke, Gebäude etc. von Glauben, Gemeinschaft und Hilfe. Hierfür wollen wir uns professionelle Unterstützung suchen, um auf guten Wegen zu zahlreichen Ergebnissen und Rückmeldungen zu gelangen. Zugleich werden in diesen Wochen die Gemeinderäte in unserer Pfarrei anhand von »Landkarten« ihrer Gemeinden in den Prozess des »Sehens« einsteigen und all das sammeln, was an ihrem jeweiligen Ort bedeutsam ist. Um unsere Pfarrei kennenzulernen, wollen wir uns jedoch auch über die finanzielle Situation informieren. Gute Ergebnisse in diesem Schritt bestehen für uns darin, von den Einnahmen, den Ausgaben, der perspektivischen Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben, von Verträgen und vertraglichen Bindungen und Verpflichtungen detailliert zu wissen. Nach diesen beiden Schritten geht es darum, gemeinsam mit allen Interessierten eine Vision und Leitsätze für die Pfarrei zu entwickeln. Auch hier bereitet die Koordinierungsgruppe die methodischen Schritte nur vor. Der Prozess, vor allem das Ergebnis, ist noch offen, und nach der Phase des Sehens setzt erst der Prozess der Beurteilung ein. Erst nachdem wir das Gute gesehen und eine Vision entwickelt haben, geht es darum, das Gesehene zu bewerten und die Vision in einen finanziellen Zusammenhang zu stellen. In 2017 werden wir die Entwicklung des Votums vorbereiten, welches das pastorale und finanzielle Konzept der Pfarrei beinhaltet. Dazu werden wir weiterhin im NETZWERK und an anderen Stellen informieren. Es gibt also noch viel zu tun. Helfen Sie uns beim Sehen! Gerne stehen wir für Fragen, Anmerkungen und Anregungen zur Verfügung. Per E-Mail erreichen Sie uns unter pfarreientwicklung@christus-koenig.de. Für die Koordinierungsgruppe: Pfarrer Claus Optenhöfel, Barbara Vormann Damit der Pfarreientwicklungsprozess eine runde Sache wird, ist der Koordinierungsausschuss auch spirituell unterwegs. Begleiten Sie ihn und lesen Sie dazu weiter auf Seite 11. 10 netzwerk

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Ex 3, 1-15 1 Mose weidete die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian. Eines Tages trieb er das Vieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg Horeb. 2 Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und verbrannte doch nicht. 3 Mose sagte: Ich will dorthin gehen und mir die außergewöhnliche Erscheinung ansehen. Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht? 4 Als der Herr sah, dass Mose näher kam, um sich das anzusehen, rief Gott ihm aus dem Dornbusch zu: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. 5 Der Herr sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden. 6 Dann fuhr er fort: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. 7 Der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid. 8 Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter. 9 Jetzt ist die laute Klage der Israeliten zu mir gedrungen und ich habe auch gesehen, wie die Ägypter sie unterdrücken. 10 Und jetzt geh! Ich sende dich zum Pharao. Führe mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten heraus! 11 Mose antwortete Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten herausführen könnte? 12 Gott aber sagte: Ich bin mit dir; ich habe dich gesandt und als Zeichen dafür soll dir dienen: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast, werdet ihr Gott an diesem Berg verehren. 13 Da sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich ihnen darauf sagen? 14 Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin der «Ich-bin-da». Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der «Ich-bin-da» hat mich zu euch gesandt. 15 Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer und so wird man mich nennen in allen Generationen. Was erfahren wir hier über uns, über Gott und seine Beziehung zu uns? netzwerk 11

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Besondere Gottesdienste in der Pfarrei Samstag, 19. März 16 -17 Uhr Beichtgelegenheit – BF 17.00 Uhr Vorabendmesse mit der KiTa St. Georg – OB Palmsonntag, 20. März 09.30 Uhr Heilige Messe – SM 09.30 Uhr Familienmesse mit der KiTa St. Jakobus – BF 11.00 Uhr Familienmesse mit der KiTa St. Nikolaus – HV 11.15 Uhr Heilige Messe – DA 17.00 Uhr Bußgottesdienst – SM anschl. Beichtgelegenheit Gründonnerstag, 24. März 17.00 Uhr Wortgottesdienst mit Agapefeier, für Familien – DA 19.00 Uhr Beichtgelegenheit – HV 20.00 Uhr Abendmahlsmesse für die ganze Pfarrei – HV Karfreitag, 25. März 15.00 Uhr Feier vom Leiden und Sterben Christi – HV mit »Chorissimo« anschl. Beichtgelegenheit 15.00 Uhr Ökum. Kreuzweg für Familien, Kinder und Jugendliche – BF 16.30 Uhr Feier vom Leiden und Sterben Christi – SM Karsamstag, 26. März 21.00 Uhr Osternachtfeier – HV 21.00 Uhr Osternachtfeier – BF 21.00 Uhr Osternachtfeier – DA Ostersonntag, 27. März 06.00 Uhr Osternachtfeier – SM 09.30 Uhr Feierliche Ostermesse mit Kirchenchor Breckerfeld – BF 09.30 Uhr Feierliche Ostermesse – OB 11.00 Uhr Feierliche Ostermesse mit »Chorissimo« – HV Ostermontag, 28. März 09.30 Uhr Heilige Messe – BF 09.30 Uhr Heilige Messe mit Kirchenchor St. Thomas Morus – SM 11.00 Uhr Heilige Messe – HV 11.15 Uhr Heilige Messe in Rummenohl Sonntag, 10. April 09.30 Uhr Familienmesse – SM 11.00 Uhr Kinderwortgottesdienst »Kleiner König« – HV parallel zur Sonntagsmesse 11.15 Uhr Heilige Messe mit Band »Heartbeat« Sonntag, 17. April 09.30 Uhr Familienmesse – BF 09.30 Uhr Heilige Messe – SM mit parallelem Wort gottesdienst f. Kinder 11.15 Uhr Jugendgottesdienst – DA Samstag, 23. April 17.00 Uhr Feierliche Vorabend messe zum Namenstag »St. Georg« – OB Sonntag, 24. April 11.00 Uhr Familienmesse – HV Sonntag, 1. Mai 09.30 Uhr Familienmesse mit Erst kommunion Familien zirkel »Jakobsmuschel« – BF 11.15 Uhr Familienmesse mit Erst kommunion Familien zirkel »Herzens- schlüssel« – DA Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 5. Mai 09.30 Uhr Familienmesse mit Erst kommunion Familien zirkel »Schatzkiste« – BF 09.30 Uhr Heilige Messe – SM 11.00 Uhr Familienmesse mit Erst kommunion Familien zirkel »Sonne« – HV 11.15 Uhr Heilige Messe – DA Sonntag, 8. Mai 09.30 Uhr Familienmesse mit Erst kommunion Familien zirkel »Feuer« – SM 11.00 Uhr Familienmesse mit Erst kommunion Familien zirkel »Krone« und »Erdkreis« – HV 11.15 Uhr Familienmesse mit Erst kommunion Familien zirkel »Kerze« – DA Pfingstsamstag, 14. Mai 17.00 Uhr Vorabendmesse als Pfingstvigil – OB Pfingstsonntag, 15. Mai 09.30 Uhr Heilige Messe – BF 09.30 Uhr Familienmesse mit Erst kommunion Familien zirkel »Taube« – SM 11.00 Uhr Heilige Messe – HV 11.15 Uhr Heilige Messe – DA Pfingstmontag, 16. Mai 09.30 Uhr Heilige Messe – BF 09.30 Uhr Heilige Messe – SM 11.00 Uhr Heilige Messe – HV 11.15 Uhr Ökumenischer Gottes dienst – DA Sonntag, 22. Mai 09.30 Uhr Heilige Messe mit Kirchenchor St. Jakobus – BF 09.30 Uhr Familienmesse mit Erst kommunion Familien zirkel »Leuchtturm« – SM 11.00 Uhr Familienmesse mit Erst kommunion Familien zirkel »Regenbogen« – HV 11.15 Uhr Heilige Messe – DA Fronleichnam, Donnerstag, 26. Mai 10.00 Uhr Heilige Messe in der Ortsmitte mit Fronleich namsprozession der Pfarrei in Schalksmühle Sonntag, 29. Mai Dankmessen zur Erstkommunion in allen Gemeinden Weitere Gottesdienste, MaiAndachten und Termine entnehmen Sie bitte den Pfarrnachrichten. HV = Halver, OB = Oberbrügge, DA = Hagen-Dahl, BF = Breckerfeld, SM = Schalksmühle 12 netzwerk

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Katholische öffentliche Bücherei »Shoppe online, und du findest alles, was du brauchst. Gehe in eine Bücherei, und du findest, wonach du nicht gesucht hast.« Die Büchereien präsentieren im Frühjahr Verkaufsausstellungen mit Neuerscheinungen auf dem Medienmarkt und Geschenkanregungen zur Erstkommunion. Großer Büchertrödel in Dahl (Pfingstmontag, 16. Mai) in Breckerfeld (26. Juni) Halver Öffnungszeiten: Sonntag nach der Hl. Messe, Dienstag und Freitag 15 – 17 Uhr Breckerfeld Öffnungszeiten: Sonntag 10.30 – 12.30 Uhr, Mittwoch 15 – 16 Uhr, Freitag 16 – 17 Uhr Schalksmühle Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 15.30 – 18.00 Uhr Dahl Öffnungszeiten: Sonntag 10.30 – 12.15 Uhr, Montag 17.30 – 18.30 Uhr, Dienstag und Donnerstag 16 – 18 Uhr Familienspiel: Kakerlaloop. Nehmt euch in Acht, die Kakerlake kommt aus dem Schacht! Die Kakerlake läuft unter dem Spielplan herum, doch plötzlich flitzt sie aus einem der Lüftungsschächte in den Hinterhof. Jetzt hilft den Käfern nur noch eins: sich totstellen und hoffen... Nicht erwischt? Glück gehabt! Dann nichts wie weiter zum Ziel. In diesem Spiel brauchst du Würfelglück. Familienfilm: Verstehen Sie die Béliers? Feelgood-Kino, das das Leben feiert und das Herz der Zuschauer schon nach wenigen Minuten erobert und nicht mehr loslässt. Der Regisseur erzählt erfrischend komisch aus der stillen, aber gar nicht lautlosen Welt der Familie Bélier, in der alle bis auf Paula gehörlos sind. Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenfeuer. Roman. Das traditionelle Osterfeuer fällt in diesem Jahr etwas anders aus als sonst. Denn aus den verkohlten Resten ragen am nächsten Morgen menschliche Knochenreste. Als eine weitere Leiche auf einem Spielplatz gefunden wird, ahnt Ann Kathrin Klaasen, dass dieser Mörder nicht einfach nur tötet. Er inszeniert seine Morde regelrecht und will die Welt daran teilhaben lassen. Oster-Quiz: 112 Fragen und Antworten Warum feiern wir Ostern immer an einem anderen Datum? Wer hat zuerst entdeckt, dass Jesus auferstanden ist? Und woher kommt der Name Ostern überhaupt? Durch zahlreiche Fragen wird das wichtigste Fest der Christen spielerisch erklärt. Thema ist der gesamte Osterfestkreis. So fehlen auch Fragen zur Fastenzeit und zum Pfingstfest nicht. Ein Ratespaß für jung und alt. Wer wird österlicher Quizmeister? netzwerk 13

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Ostern Die Osterbotschaft des Ezechiel Wird von Kirchen in der Stadt Köln gesprochen, so denken die meisten Menschen sicher sofort an den Kölner Dom. Jedoch ist dies keineswegs die einzige bedeutende Kirche in Köln. Insgesamt zwölf Kirchen tragen in dieser Stadt den Ehrentitel einer päpstlichen Basilika minor. Eine davon ist St. Ursula in der Kölner Altstadt. Zu den bemerkenswerten Eigenheiten dieser Kirche gehört das Beinhaus in der so genannten Goldenen Kammer (siehe nebenstehendes Bild). Solche Beinhäuser, bzw. Ossuarien erscheinen uns heute wie die Gruselkabinette einer vergangenen Zeit, führen sie uns doch durch die Massen an menschlichen Knochen, die in ihnen zu besichtigen sind, in erschreckender Anschaulichkeit den Tod und damit unsere eigene Vergänglichkeit vor Augen. Ein solches Beinhaus kann uns auch einen Eindruck davon vermitteln, was der Prophet Ezechiel in seiner »Vision von den verdorrten Totengebeinen« (Ez 37,1–14) empfunden haben mag. Entrückt von der Hand Gottes schaut er eine Talebene, die ganz mit verdorrten Totengebeinen angefüllt ist. Dort stellt ihm Gott dann die absurde Frage: »Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden?« (Ez 37, 3). Um den Kontext dieser Frage besser verstehen zu können, ist an dieser Stelle ein kleiner Rückblick auf den Entstehungskontext des Ezechielbuches erforderlich. 722 v. Chr. hatten die Assyrer die nördlichen Stämme Israels, das so genannte Nordreich unterworfen und dabei die Führungsschicht deportiert und in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Das assyrische Reich, bzw. seine zeitweilige Hauptstadt Ninive wurden damals zum Schrecken für viele Völker Vorderasiens. Das Südreich Israels mit der Hauptstadt Jerusalem konnte zwar zunächst seine Selbstständigkeit bewahren, musste aber an die Assyrer und später an die Babylonier, die nach dem Fall des assyrischen Reiches zur neuen Großmacht im vorderen Orient aufstiegen, jährliche Tribute zahlen. 597 v. Chr. ersetzten die Babylonier dann den König des Südreiches Jojachim durch einen ergebeneren Vasallen – Jojachins Onkel Zedekia –, der allerdings 586 v. Chr. ebenfalls weichen musste. Die Stadt Jerusalem wurde damals zerstört, der Tempel niedergebrannt und die Führungsschicht deportiert. Glück im Unglück war allerdings die – verglichen mit den Assyrern – etwas andere Deportationspolitik der Babylonier: Die Deportierten wurden nicht über das ganze Reich zerstreut, sondern gelangten gemeinsam nach Babylon und konnten so ihre kulturelle Identität bewahren. Obwohl (oder vielleicht auch gerade weil) diese Identität immer wieder durch die fremden Einflüsse bedroht wurde, verfestigte sie sich wahrscheinlich sogar. Die Lebensbedingungen der Exilanten waren zudem eigentlich gar nicht so schlecht. Sie konnten sich innerhalb Babylons frei bewegen, Handel treiben und es kam sogar zu einer Blüte der Theologie. Dennoch fehlte etwas: Die Heimat, Jerusalem, das Ziel aller Träume war weit weg, die Kulthandlungen im Tempel konnten nicht vollzogen werden. Das Exil wurde wahrscheinlich als Strafe für die Sünden Israels empfunden. In dieser Situation stellte sich fast zwangsläufig die Frage: Hat Israel noch eine Zukunft, denn »verdorrt sind unsere Gebeine, dahin ist unsere Hoffnung, es ist aus mit uns.« (Ez 37,11)? Können diese Gebeine also wieder lebendig werden? Die Antwort, die der Exilsprophet Ezechiel von sich aus auf diese Frage gibt, ist recht einfach: »Herr Jahwe, Du weißt es.« Und wie antwortet Jahwe? Er befiehlt dem Propheten, zweimal über die Gebeine zu weissagen. Nach der ersten Weissagung erhalten die Gebeine ihre Muskeln, Sehnen und ihre Haut zurück, nach der zweiten Weissagung kehrt dann auch ihr Atem zurück und sie werden wieder lebendig. Sicher ist dies nur ein Bild, aber die Botschaft Gottes ist eindeutig: Israel hat eine Zukunft, es besteht Hoffnung wider alle Hoffnung! »Siehe ich öffne eure Gräber und hole euch aus euren Gräbern…« (Ez 37,12) »Ich lege meinen Geist in euch, dass ihr lebendig werdet…« (Ez 37,14). Deutlicher könnte auch die Osterbotschaft des Neuen Testaments nicht formuliert werden! Die eingangs erwähnten Beinhäuser wurden von ihren Erbauern sicher als »memento mori«, als Mahnung an den eigenen Tod verstanden. »Gedenke, oh Mensch, dass du Staub bist, und zum Staub kehrst du einst zurück!«, mit diesem Satz wird auch heute noch oft am Aschermittwoch die Fastenzeit eingeleitet und in der Tat: Auch heute noch kann keiner von uns dieser Mahnung entgehen. Doch bei dieser Mahnung allein bleibt es nicht. Durch die Deponierung der Totengebeine in einer Kirche wird auch gleichzeitig ein Funken Hoffnung mitgeliefert: Auch diese Gebeine können wieder lebendig werden. Ostern bedeutet eben diese Hoffnung wider alle Hoffnung, Hoffnung auf ein ewiges Leben, aber auch Hoffnung im Diesseits: In wie viele Sackgassen können wir im Leben geraten, aus denen es keinen Ausweg zu geben scheint? Wenige Tage vor der Eroberung Jerusalems im Jahr 586 v. Chr. kauft der Prophet Jeremia im Auftrag Gottes einen Acker (Jer 32, 1 – 44), um kurz vor dem Hereinbruch des Untergangs auf die immer noch bestehende Hoffnung hinzuweisen: Für Gott aber ist nichts unmöglich – und sei es auch noch so unwahrscheinlich. Lasst uns in dieser frohen Hoffnung gemeinsam das Osterfest begehen!     (Dr. Johannes Sander) 14 netzwerk

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Für Kinder Was für Esel!? Ach liebe Kinder, so als Esel hat man es nicht leicht! Manche Leute sagen doch tatsächlich, wir wären stur und dumm. Dabei haben wir doch nur unseren eigenen Willen und lassen nicht alles mit uns machen. Außerdem denken wir lieber mal nach, bevor wir Hals über Kopf losrennen, um irgendeinen Unfug zu tun. Doch davon will ich gar nicht reden, denn mir brennt jetzt eine ganz andere Geschichte unter den Hufen: Ich bin Jesus begegnet! Meinem Onkel, dem alten Bruno, ist das auch schon passiert. Er stand im Stall und fraß sein Heu, da kam auf einmal eine junge, schwangere Frau mit ihrem Ehemann und gebar ein kleines Kind. Das wäre ja schon aufregend genug gewesen, doch dann erschienen auch noch Engel und weise Männer aus fernen Ländern und alle behaupteten, dass das Kind Gottes eigener Sohn sei. Ich hatte diese Geschichte schon fast wieder vergessen, doch als ich vor ein paar Tagen vor dem Haus meines Besitzers angebunden stand, da tauchten plötzlich fremde Männer auf, banden mich los und brachten mich zu einem Mann namens Jesus, der auf mir reiten wollte. Aber ich sagte ja bereits: Wir Esel lassen nicht alles mit uns machen, auf dem ganzen Weg dachte ich mir deshalb: Na, das wollen wir mal sehen, den werfe ich ab, auf mir ist schließlich noch keiner geritten! Doch als ich Jesus dann sah, wusste ich sofort: Das ist das Kind aus dem Stall, Gottes Sohn. Wir Tiere wissen so etwas, Menschen hingegen sind dafür oft zu schwer von Begriff, sie sind die eigentlichen Esel. Ich trug also den Herrn Jesus, ohne zu bocken, bis nach Jerusalem hinein. Und was war das für ein Einzug: Die Menschen standen am Straßenrand und jubelten. Sie trugen Palmzweige und legten ihre Kleider auf die Straße, damit ich wie auf einem Teppich laufen konnte. Später soll es dann, wie ich hörte, in Jerusalem ganz schön Ärger gegeben haben: Jesus soll mächtige Männer kritisiert haben, außerdem soll er die Händler aus dem Tempel gescheucht haben. Am Schluss wurde er sogar verhaftet und getötet. Als wir Tiere davon hörten, waren wir ziemlich traurig. Offensichtlich waren die Menschen einfach zu dumm, um Gottes Wirken zu erkennen. Doch dann hörten wir, Jesus sei von den Toten auferstanden und jetzt bin ich mir sicher: Das war nicht das Ende dieser Geschichte, sondern der Anfang einer noch viel größeren Geschichte! Text und Bild: Dr. Johannes Sander Zum Ausmalen

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