Unsere Wärme 01/2016

 

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Unsere Wärme 01/2016

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Das österreichische Magazin für energieeffizientes Heizen mit Öl. SCIENCE BUSTER Werner Grubers Blick in die Sterne KAMPAGNE Heizen mit Öl geht ins Fernsehen REPORTAGE Das Silicon Valley der Öl-Industrie Inklusive Garten­ kalender zum Herausnehmen 1·2016 Österreichische Post AG, Firmenzeitung 12Z039355 F Retouren an Postfach 555, 1008 Wien www.heizenmitoel.at

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L ES E RUM F R AG E Foto: Thinkstock Infos und Storys zu Heizen mit Öl und zur Ölbranche in der Zeitschrift „Unsere Wärme“ sind für mich … Klares Ergebnis einer Befragung: Die Leser fühlen sich von „Unsere Wärme“ angesprochen, und sie wollen mehr. Danke, liebe Leserin und lieber Leser! In der jüngsten Ausgabe baten wir Sie um Mithilfe, um „Unsere Wärme“ noch ­ näher an Ihren Wünschen und Interessen auszurichten. Die außerordentlich positiven Rückmeldungen sind ein besonderer Ansporn für die weitere Arbeit. E Siegertyp Im Rahmen der Leser­ befragung wurden 500 Liter Heizöl Extra Leicht verlost. Als Ge­ winner zog die „Unse­ re Wärme“-Glücksfee Günter Kobald aus Rottenmann. Wir gra­ tulieren recht herzlich! in Leser aus dem oberösterreichischen Mühlviertel schrieb uns: „Die Zeitschrift ist perfekt.“ Andere hatten Vorschläge zu Bereichen, die sie zusätzlich interessieren, oder stellten konkrete Fragen, deren Beantwortung sie sich von „Unsere Wärme“ wünschen. Aus diesem Grund führen wir in der vorliegenden Ausgabe eine neue Rubrik ein: Heizen mit Öl-Experten beantworten Leserfragen (Seite 17). Sensationell war der Zuspruch der Umfrageteilnehmer zu unseren Infos und Storys über Heizen mit Öl und die Ölbranche: 98,6 Prozent fanden diese sehr interessant oder interessant. Genauso gut angenommen wird der Themenbereich Energie und Energieeffizienz mit einem Wert von 97,06 Prozent. Erstaunlich ist dabei, wie einig sich die Leser sind: Für niemanden unter den 446 Teilnehmern der Befragung war unsere Aufbereitung des Themas Heizen mit Öl „gar nicht interessant“. Neben diesen beiden Energie-spezifischen Themenbereichen präsentiert „Unsere Wärme“ stets einen bunten Strauß an Beiträgen, die sich an den Interessen der Leser und am Jahresverlauf orientieren. Wie’s aussieht, haben wir damit Ihre Vorlieben gut getroffen: 83,41 Prozent finden den Bereich „Rätselspaß & Unterhaltung“ (sehr) ansprechend, 77,58 Prozent unsere Freizeit-Tipps (sehr) interessant. Auch das Thema „Kochen & Genuss“ kommt bei mehr als zwei Drittel (sehr) gut an. Mehr Beiträge wünschen sich Befragte zu „Garten & Natur“ (47,53 Prozent), „Wohnen & Wärme“ (39,91 Prozent) sowie „Wandern und Bewegung“ (31,84 Prozent). „Unsere Wärme“-Leser sind ganz besonders wissbegierig Im Rahmen der Befragung boten wir die Möglichkeit, eigene Themen vorzuschlagen. Mit Abstand die meisten Nennungen entfielen auch hier auf die Bereiche Öl und Heizen mit Öl. Die Leser interessieren sich für Produkte, Technik, Energiespartipps, Preisvergleiche, Fördermethoden und CO2-Auswirkungen. Zusätzlich zu den bereits genannten Themen nachgefragt wurden Reiseberichte, Beiträge zu Gesundheit, Walking und Radfahren, zum Klimaschutz und SelbermacherTipps (Heimwerken und Handarbeiten).  2   unsere wärme 1·16 Qu ell e: IW O

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I NHALT · I M P R E S S UM 08 Fotos: Martin Hörmandinger, Thinkstock, IWO 14 Liebe Leserinnen und Leser, ganz ohne Klimakonferenzen oder öffentliche Subventionen kommt die Kesseltausch-Förderung der Hei­ zen mit Öl GmbH aus. Nähere Infos dazu fordern Sie auf Seite 17 an. Damit viele Menschen in Österreich in den Genuss der Förderprogram­ me kommen, wurde dieser Tage eine Werbekampagne gestartet. Diese will durch die besseren Argumente überzeugen. Welche das sind? Lesen Sie selbst, ab Seite 12. Ermutigend fielen jüngst die Ergeb­ nisse einer Umfrage zur Zeitschrift „Unsere Wärme“ aus, an der sich 446 Leserinnen und Leser beteilig­ ten. Knapp 99 Prozent (!) fanden die Infos und Storys zu Heizen mit Öl und zur Ölbranche interessant. Für uns ein klarer Auftrag, uns weiter ins Zeug zu legen, um Ihnen einen bun­ ten Themenstrauß aus Information und Unterhaltung zu bieten. 12 Im Fokus: Keine Förderung in der Arktis ���������������������������������� Kurz gemeldet: Kaffee fürs Auto �������������������������������������������� Science Buster im Gespräch: Wenn der Mond runterfällt ���� Daten & Fakten: Heizöl bleibt Nr. 1 �������������������������������������� Heizen mit Öl: Erstaunlich effizient! �������������������������������������� Gartenkalender: Es gibt viel zu tun ���������������������������������������� Hintergrund: Die Ölpreiskrise in acht Kapiteln ���������������������� Leserfrage: Wie kommt der Heizölpreis zustande? ������������������ Austin, Texas: Das andere Silicon Valley �������������������������������� Heizen mit Öl: Die Öl-Mythen (Teil 3) ������������������������������������ Produktnews: Investitionen, die sich lohnen �������������������������� Adabei: Branchen-Stelldichein �������������������������������������������������� Kolumne: Das Auto als Schmutzfink? �������������������������������������� Gewinnspiel: Rätselspaß ���������������������������������������������������������  unsere wärme 1·16 04 06 08 11 12 14 16 17 18 20 22 24 25 26 Martin Reichard IMPRESSUM Medieninhaber und Herausgeber: Heizen mit Öl GmbH, 1020 Wien, Untere Donaustr. 13– 15/3. OG, Tel.: 01/890 90 36, Fax: 01/890 90 36-50 Geschäftsführer: Mag. Martin Reichard Unternehmensgegenstand: Förderung des Austausches von Ölheizungsanlagen durch Anreizbildung für den umwelt- und klimafreundlichen Ersatz von alten Heizungs­ anlagen durch moderne, sparsame und effiziente Ölheizungsanlagen. Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, Grünbergstraße 15, 1120 Wien, Tel.: (01) 546 64-0, E-Mail: office@wirtschaftsverlag.at Geschäftsführung: Thomas Zembacher Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Martin Reichard (HMÖ); Marketing: Elisabeth-Klara Betes-Kummer Redaktion: Mag. Reinhard Ebner Grafik/Layout: Make Media Mediendienstleistungen OG Titelbild: Getty Images/iStockphoto/Osuleo Druck: LEYKAM Let’s Print, Bickfordstraße 21, 7201 Neudörfl Auflage: 82.458 Stück 3

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I M F OKUS Foto: Shell/Judy Patrick 4   unsere wärme 1·16

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I M F O K US M an muss schon genau hinsehen, um den Ölbohrturm zu entdecken, der sich – rechts hinten im Bild – in dieser Bucht vor Alaska versteckt. Aufgenommen wurde das Foto im Vorjahr in Dutch Harbor. Mittlerweile hat Shell die Zelte wieder abgebrochen und die – von US-Präsident Barack Obama ausdrücklich genehmigten – Ölförderpläne in der Arktis beendet. Angesichts des Ölpreises rentiert sich die Ausbeute der entlegenen Lagerstätten nicht. Das Ölangebot übersteigt die Weltnachfrage bei weitem, und die USA finden mit eigenem Schieferöl praktisch ihr Auslangen. Viele Experten gehen davon aus, dass die Öl- und Gasreserven der Arktis auch in Zukunft bleiben werden, wo sie sind.  unsere wärme 1·16 5

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K UR Z M ELDUNGEN Kaffee macht müde Menschen munter und ­ Autos fit für den Verkehr. Wussten Sie schon? Auch Autos mögen Kaffee. Wer an der Tankstelle auftankt, könnte seinem Fahrzeug bald schon gemeinsam mit dem Kraftstoff einen Schuss des Muntermachers verpassen. Einer der Zusätze, die sich im Benzin befinden, hört auf den sperrigen Namen „monoaromatischer Kohlenwasserstoff“. Bislang wurde dieser aus fossilen Stoffen erzeugt. Möglich wäre jedoch eine Herstellung aus gebrauchtem Kaffeepulver. Das macht ökologisch Sinn, jährlich werden Millionen Tonnen Kaffee auf den Müll geworfen. Diesen Ausschuss weiterzuverarbeiten, bietet eine umweltfreundliche Möglichkeit, CO2-Emissionen zu verringern. Forscher aus den USA und aus China haben nun eine kostengünstigere Methode gefunden, Kraftstoff-Zusätze aus Kaffee herzustellen. Vielleicht kann man in Zukunft beim Genuss des Morgenkaffees Auto und Umwelt gleichermaßen etwas Gutes tun …   10 Jahre Solange ist es her, dass Heizöl zuletzt so günstig war wie heute. Milde Winter und gut gedämmte Häuser machen Ölheizungen in der Gesamtbilanz zusätzlich attraktiv. (Näheres auf Seite 17). Das IWO hat einen neuen Kopf Michael Uray hat den Vorstandsvorsitz des Instituts für Wärme und Öltechnik (IWO) turnusmäßig an Nachfolger Fabian Handte übergeben. Beim Neujahrs-Cocktail des IWO (Fotos dazu auf Seite 24) unterstrich der OMVManager den hohen Stellenwert von Energieeffizienz in der Mineralöl-Industrie: „Durch unsere Förderungen für effiziente Brennwert-Technik setzen wir wichtige Anreize, um den Energiebedarf der österreichischen Haushalte drastisch zu senken – und das ohne Steuergelder oder öffentliche Subventionen.“ Die Ölheizung sei und bleibe eine zukunftssichere Heizquelle, so Handte: „Sie erfüllt höchste Effizienzansprüche dank modernster Technik, heizt fast feinstaubfrei, kann kostengünstig betrieben werden und ist bequem für die Konsumenten.“ Nicht zu vergessen: Durch die Preisentwicklung ist die Ölheizung kostentechnisch kaum zu unterbieten.  Millionen Euro von Fernwärme verheizt Kein gutes Haar lässt ein Bericht des Rechnungshofs an einem der größten Fernwärme-Anbieter in Österreich. Geprüft wurden die Geschäftspraktiken der Kelag in den Jahren 2009 bis 2013. Bei zwei Drittel der überprüften Auftragsvergaben lief demnach bereits die Wahl des Anbieters ungesetzlich, berichten die Salzburger Nachrichten. Bei gesetzeskonformen Vergaben hätten laut Prüfern 3,3 Mio. Euro eingespart werden können. Dazu kamen hohe Verluste, etwa durch eine Beteiligung in Salzburg. 10  Mio. Euro des Verlusts der SWH (Strom und Wärme aus Holz) entfielen auf die Kelag Wärme. Dieses Tochterunternehmen hatte im Jahr 2009 zahlreiche Beteiligungen im In- und Ausland (großteils Biomassewerke zur Wärme- und Stromerzeugung), durch die sich 12,15 Mio. Euro Verlust anhäuften.  6   unsere wärme 1·16

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KU RZ M E LDU N G E N Fotos: Thinkstock, Ludwig Schedl, BP, IWO, Kelag Spritspartipps für kluge Autofahrer Es reicht, einige Tipps zu beherzigen, und schon kommt man mit einer Tankfüllung um Längen weiter. Das Gute daran: Wer Treibstoff spart, schont Geldbörse und Umwelt. 1. Niedertourig fahren Je niedriger (und gleichmäßiger) die Drehzahl, desto besser. Das spart bis zu 30 Prozent Kraftstoff und tut dem Motor gut. 2. Vorausschauend fahren Anfahren und Beschleunigen verbraucht viel Benzin. Vermeiden lässt sich dies meist durch ausreichend Abstand zum voranfahrenden Fahrzeug (3 Sekunden). Bei einem Hindernis: Leergang einlegen und Fahrzeugschwung nutzen. 3. Motor abstellen Motor aus, wenn absehbar ist, dass ein Stopp länger als zehn Sekunden dauert. Beim Starten nicht Gas geben. 4. Frühzeitig schalten Nach einer Wagenlänge den zweiten Gang einlegen, danach bei spätestens 2.000 Umdrehungen pro Minute raufschalten. Wer keinen Drehzahlmesser hat: dritter Gang bei 30, vierter bei 40, fünfter bei 50 km/h. 5. Ballast abwerfen 100 Kilo Mehrgewicht kosten einen halben Liter auf 100 Kilometern. Dachgepäck frisst viel Kraftstoff: Ein Schiträger erhöht den Verbrauch um einen Liter.  Newsticker • • •  Einfrieren der Förder­ „ mengen kein Thema“: Iran will die Öl­ produktion auf 4 Millionen Barrel pro Tag erhöhen ­  azprom-Kooperation als gutes G Geschäft für OMV: Russischer Analyst schließt aus, dass Gaz­ prom auf OMV-Raffinerien oder -Gasspeicher spitzt. Zu viel Öl – auch 2016: Die In­  ternationale Energie-Agentur er­ wartet heuer keine Entspannung der Märkte, das Öl-Überangebot bleibe bestehen. „Unsere Wärme“-Musterhaus: Familie Amlacher (Salzburg) „Ich wünsche mir e ­ inen CO2-Preis, der alle gleich behandelt. ­ Gerade bei der Strom­versorgung gäbe das großes ­Potenzial.“ Gerlinde Hofer, Head of Country BP Austria Beheizte Nutzfläche: 150 m² Anzahl der Bewohner: 2 Kessel-Nennleistung der Altanlage: 25 kW Kessel-Nennleistung der Neuanlage: 25 kW Heizölverbrauch vor der Sanierung: 3.800 l Heizölverbrauch nach der Sanierung: 2.200 l Sonstiges: Brauchwasser-Wärmepumpe Maßnahmen: Öl-Brennwertkessel (Vaillant), thermische Sanierung Investition: 12.300 Euro Einsparung: 1.600 l Investitionskosten: 293 Euro je Prozent Einsparung 42 % Weitere MusterhausProjekte finden Sie im aktuellen Folder der Heizen mit Öl GmbH (Bestellmöglichkeit auf Seite 17). Einsparung:  unsere wärme 1·16 7

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R E POR TAG E Wenn der Mond runterfällt „Unsere Wärme“ hat Science Buster und Planetariums-Direktor Werner Gruber getroffen. Im Gespräch erläutert er den Beitrag des Menschen zum CO2-Ausstoß, was Essen und Physik miteinander zu tun haben und wo die Aliens zu Hause sind. Gruber sieht seine Aufgabe in der Wissensvermittlung: „Die Leute haben Angst, weil sie sich nicht auskennen.“ Das Planetarium ist eine Einrichtung für naturwissenschaftliche Volksbildung. F „Die Dame hatte Angst, der Mond fällt runter, weil er so hell scheint. Dabei hatte sie bloß ­ neue Vorhänge auf­ gehängt.“ ür Aufregung sorgte im letzten Jahr ein „Kurier“-Interview, in dem Werner Gruber den menschengemachten Klimawandel zu bezweifeln schien. Greenpeace, Global 2000 und WWF nominierten den Wissenschaftler daraufhin gar für den „Black Globe Award“. Der will das so nicht stehen lassen: „Ich habe bloß darauf aufmerksam gemacht, dass der Mensch nur rund zwei Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß beiträgt. Ich habe dabei aber auch betont, dass das – obwohl es nach wenig klingt – ein System zum Kippen bringen kann.“ Viel Aufregung um nichts also? „Ja. Mich für so einen Preis zu nominieren, halte ich für skurril. Ich besitze kein Auto, fahre mit dem Zug auf Italien-Urlaub und wohne praktisch in einem Nullenergie-Genossenschaftsbau.“ Werner Gruber wird weniger Auch so wird Gruber weniger. Wer den Experimental-Physiker noch vor einem Jahr im Wiener Rabenhof-Theater oder im ORF erlebt hat, wird überrascht sein, wenn er ihn nun sieht. Durch einen Magen-Bypass hat er gewaltig abgespeckt. „Ich kann nur mehr kleine Portionen essen“, schildert er. In der Hand trägt er ein Papiersackerl der Welser Konditorei Urbann. „Da sind Indianer drin – für meine Eltern, bei denen ich heute Nacht schlafe.“ „Unsere Wärme“ trifft den Science Buster in seiner Heimat Oberösterreich. Im Science Center Welios ist er zur Eröffnung einer Ausstellung über das „Abenteuer Weltraum“ geladen. Wobei Gruber künftig immer weniger Science Buster und immer mehr Direktor der Wiener VHS-Einrichtungen Planetarium, Urania und Kuffner Sternwarte sein will. Der Grund? Die Science Buster sind zu erfolgreich. „Wo- 8   unsere wärme 1·16 Fotos: Martin Hörmandinger, Illustrationen: Thinkstock

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RE P O R TAG E Die Multimedia-Shows zum Sternenhimmel werden bald um Vorstellungen über das Gehirn ergänzt. Alien-Alarm Rund um die Ausstrah­ lung einer neuen „Akte X-Staffel“ im Fernsehen wurde in Medien wie­ der über die Existenz von Außerirdischen spekuliert. Ein Irrglau­ be? „Keineswegs. Wir gehen heute davon aus, dass es in unserer Milchstraße zwischen 50 und 250 Zivilisatio­ nen gibt.“ Das Gegenargument: Wenn es diese Zivilisa­ tionen gäbe, müssten wir Spuren von ihnen entdeckt haben, etwa in Form von Radio­ wellen. Grubers Antwort da­ rauf: „Müssten wir nicht, weil das Univer­ sum riesengroß ist und diese Aliens womöglich wahnsinnig weit weg sind. Dazu bräuchten wir ein weltumfassen­ des Beobachtungssys­ tem. Und das haben wir nicht.“ Künftig will der Physiker die Science Buster-Bühne ganz gegen seine Direktoriums-Aufgaben tauschen. bei schon seit längerem klar war, dass ich dieses Jahr aussteige. Der Tod von Heinz Oberhummer hat das nur beschleunigt.“ Der Erfolg kam in Gestalt des Deutschen Kleinkunstpreises. Gruber kann sich vorstellen, vereinzelt aufzutreten, große DeutschlandTourneen will er sich nicht antun. Zehn Jahre Wissenschafts-Kabarett sind genug. „Ich habe von Martin Puntigam viel gelernt über den Aufbau einer Show.“ Dieses Wissen kommt gelegen. Das PlanetariumAngebot an Astronomie-Shows soll diesen Herbst um Vorstellungen zur Physik des Gehirns (Grubers eigentliches Spezialgebiet) erweitert werden. Weil die Bildung mehr ist als Volks- & Hauptschule Vom Buster zum Direktor? Für Werner Gruber sind das zwei Seiten der gleichen Medaille. „Bildung ist viel mehr ist als bloß Volks- und Hauptschule. Die Wiener Volkshochschule setzt als Einzige auf Erwachsenenbildung in Naturwissenschaften.“ Wofür das gut ist? „Wer sich schon mal an einer McDonald’sApfeltasche den Mund verbrannt hat, hat mit dem physikalischen Prinzip der Wärme Bekanntschaft gemacht.“ Gruber erläutert Naturgesetze gern praxisnah – etwa in Ausführungen und Büchern über die „Physik des Kochens“. Fragt sich, ob‘s VHS-Kurse braucht, um sich über Phänomene des Weltraums zu informieren. Immerhin hält das Fernsehen heute eigene Doku-Kanäle bereit. „Das stimmt zwar, aber das Seltsame ist: Die Leute schauen sich auf ORF III einen Themenabend über Schwarze Löcher an und kennen dabei oft nicht mal den Unterschied zwischen Stern und Planet.“ Er erzählt eine Anekdo-  unsere wärme 1·16 9

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R E POR TAG E Schweinsbraten nach Werner-Gruber-Art Werner Gruber vermutet bis zu 250 bewohnte Planeten in der Milchstraße. Bekannt ist Werner Gruber für physikalisch untermauerte Kochrezepte (etwa im Buch „Die Genussformel“). Ein Klassiker ist sein Schweinsbraten-Rezept. 1)  24 bis 48 Stunden vor dem Braten 3 kg Schweinsschulter mit 9 EL Salz (­ gestrichen) einreiben. Kein Meersalz verwenden, das ist zu grobkörnig. 2)  3 EL zerstoßene Koriandersamen, 3 EL Kümmel und 1 gepresste Knolle Knoblauch auf dem Braten verteilen. Fleisch 24 bis 48 Stunden im Kunststoffbeutel rasten lassen. 3)  Fleisch mit der Schwarte nach unten in Kasserolle legen. Geschälte, rohe Erdäpfel und Wasser (3 bis 4 cm) dazu. 125 g Butter in Flocken übers Fleisch. 4)  Kasserolle ins Backrohr bei 180°C (Ober- und Unterhitze). Nach 45 min das Fleisch umdrehen und die Schwarte leicht einschneiden. Nochmals buttern (125 g) und Braten für 1,5 bis 2 h ins Rohr. Nicht übergießen, Kruste wird sonst nicht knusprig. 5)  Braten aus dem Rohr nehmen und 25 min ruhen lassen – sonst geht beim Anschnitt der Fleischsaft verloren. ­ te über eine Dame, die ihn kürzlich angerufen habe, weil der Mond so hell scheine. „Sie hatte Angst, der fällt runter. Dabei hatte sie bloß neue Vorhänge aufgehängt – deshalb erschien er ihr heller als sonst.“ freiheit. Aber wenn Menschen gefährdet oder über den Tisch gezogen werden, hört es sich für mich auf.“ Als Beispiel nennt er die Homöopathie, für deren Wirksamkeit es keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis gäbe. „Außerhalb der deutschsprachigen Länder kriegt man die Zuckerkugerln auch fast nicht zu kaufen. In England bieten die gezählte sieben Apotheken an.“  Wo es sich aufhört mit Glaubensfreiheit Angst entsteht durch Unwissenheit, ist der Physiker überzeugt. „Ich bin ja für Glaubens- 10   unsere wärme 1·16 Foto: Thinkstock

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VO LLKO S T E N- U ND P RE I S V E RG L E I C H And the Winner is ...! Es ist keine Überraschung mehr: Wie schon in den Vormonaten bleibt Heizöl Extra Leicht die klare Nummer eins im Vollkostenvergleich mit anderen Energie­ trägern. Und der Preis fürs Heizöl? Ging weiter nach unten. Heizöl EL Erdgas Pellets Brennholz Flüssiggas Fernwärme Erdwärme Der Vollkostenvergleich für Februar 2016 (Stichtag: 22. 2.) gemäß ÖNORM basiert auf der beispielhaften Berechnung einer Modernisierung der Heizungsanlage in einem Einfamilienhaushalt. Angenommener Betrachtungs­zeitraum: 15 Jahre. Technik: Heizöl, Erdgas u. FG auf Brennwertbasis (Erdgas Hi = 10,09 kWh/m³ und Ho = 11,20 – 11,24 kWh/m³) Preise/Kosten: Preise inkl. aller Steuern. Quellen: WKÖ, propellets, AK, LWK, Handel, 9 Landesenergieversorger, HmÖ verbrauchsgebundene Kosten: Brennstoffkosten, Transport, Nebenkosten, Hilfsenergie kapitalgebundene Kosten: Wärmeerzeuger, Umformerstation, Abgasanlage, Kleinmaterial, Installation, Anschlussgebühren, Grabarbeiten, Entsorgung und Reinigung betriebsgebundene Kosten: Instandhaltung, Wartung, Service und Reinigung der Anlage, Energiekostenabrechnung Berechnungen: IWO-Österreich nach Modernisierung/Erneuerung einer bestehenden Ölheizung; Variantenberechnung mit verschiedenen Wärmeerzeugungssystemen nach ÖNORM M 7140 Nutzwärmeverbrauch: 15.000 kWh/Jahr Der Preis für Heizöl Extra Leicht (HEL) fällt und fällt. Heizöl und Kraftstoffe bleiben Österreichs wirksamste ­Inflationsbremse. Grafiken: IWO  unsere wärme 1·16 11

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H E I Z EN M IT ÖL Überzeugen statt behaupten Erstaunlich effizient, überraschend sauber, sagenhaft bequem, beein­ druckend sparsam, umwerfend modern – das ist heutzu­ tage H ­ eizen mit Öl. Die neue Werbe­ kampagne tritt den Wahrheits­beweis an. Tauschen Sie Ihre alte Ölheizung gegen ein modernes ­ Öl-Brennwertgerät, und holen Sie sich jetzt bis zu 3.000 Euro Förderung. eizen mit Öl hat die besseren Argumente auf seiner Seite. Das soll auch durch eine Werbekampagne vermittelt werden. Im Mittelpunkt der Printanzeigen stehen die fünf wichtigsten Argumente, die für Heizen mit Öl und für ein modernes Öl-Brennwertgerät sprechen. Dazu kommt eine Plakatund Online-Kampagne. Auch ein TV-Spot wurde gedreht, der nun im Fernsehen anläuft. Eine etwas längere Fassung davon wird am Heizen mit Öl-Messestand auf Regionalmessen gezeigt (zuletzt: Welser Energiesparmesse). Runderneuert wurde nicht nur der Messestand, sondern auch unsere Homepage unter heizenmitoel.at. H Gib mir fünf! Fünf Schlagworte stehen für die Vorteile von Heizen mit Öl: Bequem: Rund 800.000 österreichische Haushalte heizen mit Öl. Es zahlt sich aus, dieser bequemen Heizform auch in Zukunft treu zu bleiben. Ölheizungen sind besonders langle- bige und zuverlässige Wärmequellen mit sehr niedrigem Wartungsaufwand. Sauber: Moderne Ölheizungen überzeugen mit neuester Technik und sehr niedrigen Emissionswerten. Mit modernen Öl-Brennwertgeräten wird praktisch feinstaubfrei Wärme erzeugt. Sparsam: Neue Öl-Brennwertgeräte bringen bis zu 40 Prozent Energie- und Kostenersparnis gegenüber alten Ölkesseln. Die Sanierung lohnt sich also schon nach kürzester Zeit und hilft, bares Geld zu sparen. Effizient: Neue Öl-Brennwertgeräte sind kostengünstig und gleichzeitig sehr energieeffizient. Moderne Brennwerttechnik entzieht den Abgasen die Wärme und führt sie dem Heizsystem wieder zu. So wird jeder Tropfen Öl in Energie umgewandelt. Modern: Neue Öl-Brennwertgeräte arbeiten mit modernster Technologie und sind sehr gut mit anderen Heizformen kombinierbar. Tauschen Sie Ihre alte Ölheizung gegen ein modernes Öl-Brennwertgerät, und holen Sie sich jetzt bis zu 3.000 Euro Förderung.  12   unsere wärme 1·16

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HE I Z E N MI T Ö L Interview „Unsere Wärme“ sprach mit Jürgen Staudacher, Geschäftsführer der Kreativ-Agentur Brand Design. „Unsere Wärme“: Was ist das Konzept der Kampagne für Heizen mit Öl? Staudacher: Im Mittelpunkt steht ein frischer, junger Auftritt. Es gibt in Österreich noch im­ mer sehr viele Menschen, die mit alten Öl­ kesseln heizen. Bis zu 800.000 Haushalte könnten mit neuen Technologien viel an Geld und CO2 sparen. Welche Botschaft soll mit den „fünf Argumenten“ rübergebracht werden? Wir wollen verdeutlichen, dass die Öl­ heizung nicht von „gestern“ ist. Öl-Brennwertgerä­ te haben sich nicht nur technisch weiter­ entwickelt, sie öffnen sich auch hin zu ande­ ren Brennstoffen. In Hybridsystemen können unterschiedliche Energieträger eingesetzt wer­ den. Das ist schon lange keine Zukunfts­ musik mehr. Wie finden die Botschaften in die Öffentlichkeit? Die Kampagne besteht aus einem TV-Spot, fünf Anzeigen-Sujets mit Argumenten, Ban­ nern und einem 16-Bogen-Plakat. Gibt’s Ideen zu einer Fortführung? Die Kampagne soll auf jeden Fall ein Jahr laufen. Eine Fortsetzung in Richtung hybri­ der Heizsysteme hätte Zukunft – die Kern­ botschaft: „Heizöl liebt Sonnenwärme“.  unsere wärme 1·16 13

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G A RT EN Fotos/Illustrationen: Thinkstock Es gibt viel zu tun! Im März, sobald der Boden offen ist, beginnt das Gartenjahr. Ab dann heißt es: Aussäen, Auspflanzen und vor allem Ernten. Damit Sie garantiert nichts über­ sehen, bietet „Unsere Wärme“ einen Gartenkalender – zum Entnehmen und Aufbewahren. firgehölze (P dliche Obst n fi n p ze n em a st fl Fro , Kiwi) p e, Walnuss nsich, Marill ölzern (kra t bei Obsth it n is ch b S en er d Letzt Triebe wer estorbene nitten) ch es g ke und abg ck rü Holz zu en d n u es g zum anlegen iHochbeete feln: in Ste von Erdäp en vier m r ei fü rk ° o 5 V nd 1 ischen 12 u zw l, el h , en g flegen ­Wochen au ate, PapriTopf: Tom im t a esten a ss u A (Chili am b Melanzani e, rk u G , a k ebruar) tte, schon im F rbse, Karo Freiland: E im t a a ss u A iebel Spinat, Zw t n: Kopfsala Auspflanze MÄRZ Die ersten Jung pflanzen im G arten mit Vlies vor Nacht frösten schütz en Aussaaten früh zeitig pikieren ­(vereinzeln) Erstes Mal Ras enmähen Frühjahrsblü her wie Forsyt hien nach Blüte zurücksc hneiden Aussaat im To pf: Kürbis, M elone, ­Zucchini Aussaat im Fr eiland: Erdäpf el, Knoblauch, M ­ angold, Wurze lpetersilie Einjährige So mmerblumen wie Ringelblume ­ oder Kapuzin erkresse können ausges ­ ät werden APRIL dürfen ai) ­ en (15. M ins ig il e h is E en Nach den he Pflanz mpfindlic te s o fr h c au imerden: Le Freie* en gelb w h sc n ir e K g n ie ä ufh Wenn d maden a en Kirsch rbaum) a b h c a fallen geg einen N in n bere st e beeren o (am b und Him te e n e e g rb n e dü Erdbe posterde in mit Kom and oder il flächlich re F en ins en rf ü st e d b n m te a Toma urken G i e b , n Freie warten Töpfe im natsende o M is n, b h noc d: Bohne s Freilan in t a a is s s a Au uckerm hicorée, Z n zurü ­Winter-C Ziergarte lüher im b rs h ja h Frü n n dü schneide d Staude iebeln un w z n e m Blu MAI rnteten l von abgee a ri te a sm n Pflanze ub kompo nitt und La ch ss ra G , Beeten tieren nobst zeit für Ker kHaupternte it sich Kran ernen, dam tf en en it st re b o sb ll u Fa nicht a Schädlinge e heiten und geschnitten n durch ab re ee b is n n Joha vermehren Langtriebe um nachim Wohnra n te a m o T Grüne arber reifen lassen uch, Rhab für Knobla t ei zz n a fl P uter ährige Krä und mehrj von Hecken nd Schnitt u g n zu n a Pfl SEPTEMB ER Pflanzzeit für Obsthölzer Quitten ernten , sobald die Sc hale glatt und gold gelb ist (herrli ch für Gelee oder Kompott !) Schnittlauch für Kräutertöp fe auf der Fensterbank zu nächst ausgra ben und einen Monat im Freien liegen lassen Pflanzzeit für Blumenzwiebe ln, Zweijährige, Staude n und Gehölze Wurzelnackt e Rosen pflan zen Samen von So mmerblumen sammeln und trocknen Frostempfind liche Balkonund Kübel­ pflanzen ins W interquartier räumen (hell, bei 6 bi s 12°) OK TOBER 14   unsere wärme 1·16

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GARTEN Zeit für die erste Heue rnte Fanggürtel aus Wellpa ppe um Stämme von Apfelbäumen – als Schutz gegen die Apfelwickler-Larv e Gut tragende Erdbeer pflanzen zur späteren Vermehrung markieren Tomatenpflanzen stü tzen (mit Stäben oder Schnüren) und ausgeizen (Seitentriebe aus Blattachsel n brechen) Aussaat ins Freiland : Buschbohne, Radicchio, Endivie, Kn ollenfenchel; Rote Rüben für Winter-Ein lagerung Auspflanzen: Salate, Porree, Stangensellerie Erntezeit für Kohlgem üse, Rettich, Karotten, Frühkartoffeln und Rhabarber JUNI h : erste Hilfe durc Blattlausmonat auge nl ife Se it m n ze an Besprühen der Pfl ­ mögener Witterung: Gießen bei trock er lb eich n, in den Wurze lichst am Morge iten vorzubeugen) (um Pilzkrankhe m beerruten bis zu Abgeerntete Him eiden Boden zurückschn divien Auspflanzen: En und an Obstbäumen Sommerschnitt Hecken cchini, Gurken, To Erntezeit für Zu ten, ho sc er ck Zu n, ohne maten, Stangenb Erbsen nhriger Kräuterpfla Vermehren mehrjä ga re O arin, Thymian, zen (Salbei, Rosm e rch Steckling no, Lavendel) du JULI Erdbeerpflanzen für die Ernte im ­Folgejahr setzen Walnussbäume und Thujenhecken zurückschneiden Aussaat ins Freiland : Chinakohl, Pak Choi, Winterzwiebel, Petersilie, Feldsalat Aussaat von Gründü ngung auf frei­ gewordenen Beeten Pflanzzeit für Herbstze itlose, Herbst­ krokus, Lilie, Taglilie, Iris Blumenzwiebeln von Spätwinter- und Frühjahrsblühern ein setzen Verblühte Rosentrieb e zurück­ schneiden AUGUST n ück- üngen er it Laub od te Beete m k ic d Abgeernte cm is 2 hen (= 1 b Stroh mulc ­bedecken) Dinkel als -gerste oder , n ze ei rw Winte ung säen Gründüng l r Chinakoh Erntezeit fü ee, Sellerie ßkohl, Porr ei W , en tt Karo en!) icht wasch zu einlagern (n ernen und Rasen entf r­ te in Laub vom (W chen sammenre Haufen zu ) el r Ig quartier fü rde- oder agertem Pfe el g b a it m Rosen düngen Rindermist raben und Dahlie ausg er d en ll o n K n unkel lager kühl und d NOVEMB ER DEZEMBER Wasserleitungen im Freien leerlaufe n lassen Drahthose um Apfelbäume gege n Wildverbiss Obstlager regelmäßig überprüfen und überreife oder kranke Früchte aus­ sortieren Erntezeit für Rosenkohl Chicorée-Rüben in Kisten oder Küb eln treiben lassen Barbarazweige (Sauer- oder Süß ­ kirsche, Birke, Holunder) schneide n (4. Dezember = Barbara-Tag) und für Blüte zur Weihnachtszeit treiben lassen Eindeckung bei Gewächshaus säub ern (für mehr Lichteinfall im Winter) * Je nach Region, Höhenlage und jahresabhängigen Temperaturschwankungen können sich die im Gartenkalender genannten Zeitpunkte um bis zu zwei Wochen nach vorne oder hinten verschieben.  unsere wärme 1·16 15

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