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schuljahr 2010/2011 wie npunkt.g enau das fortbildungsjournal fÜr berufsbildende schulen mit beitrÄgen von susanne bartakovits christian felber harald felbermayr christian fÜhrer walter grafinger maria gutknechtgmeiner roland hala brigitte koliander peter krauskopf laudia kreutel anja lembens andrea motamedi dirk pfeiffer hans philipp andrea pinz monika preleuthner selma prodanovic roswitha reisinger hanni chechner johannes schÖn christian schÖndorfer margot wieser und vielen anderen das progr amm 2010/2011 unsere statements fÜr eine nachhaltige bildung
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p unkt.g enau lehren und lernen mit perspektive kirchliche pädagogische hochschule wien/krems das fortbildungsjournal für berufsbildende schulen schuljahr 2010/11 statements für eine nachhaltige bildung mit beiträgen von susanne bartakovits christian felber christian führer walter grafinger maria gutknecht-gmeiner roland hala annemarie herzog brigitte koliander peter krauskopf claudia kreutel anja lembens andrea motamedi dirk pfeiffer,hans philipp andrea pinz monika preleuthner selma prodanovic roswitha reisinger hanni schechner johannes schön christian schöndorfer margot wieser und vielen anderen www.kphvie.at/fortbildung 3 das fort und weiterbildungsjournal für berufsbildende schulen
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inhalt das fort und weiterbildungsjournal für berufsbildende schulen positionierung der kph hofrätin dr christine mann vorsitzende des hochschulrates gedanken zur lehrerinnen-fort und weiterbildung rektorin privatdozentin mmag ddr ulrike greiner kompetenzorientierung und die konsequenzen für die fort und weiterbildung vizerektor mag dr rudolf beer lehrerinnen-fortbildung lebenslanges lernen als profession institutsleiter mag dr helmut deibl kph fort und weiterbildung wien pädagog/innen-fort und weiterbildung zeitgemäß und lehrerinnenorientiert gestalten mag dr christoph berger zentrum für berufsbildung der kph wien/krems editorial standortfindung für zukunftsbildnerinnen an der kph wien/krems fachbereich entrepreneurship erziehung und wirtschaftsdidaktik abteilungsleiter landesschulinspektor mag walter grafinger ssr für wien die zögerliche annäherung an den citoyen mag johannes lindner kapitalismus im umbruch oder orientierung inmitten einer großen unordnung hofrat dr hans philipp rotary club kitzbühel entrepreneurship erziehung als labor der ideen mag johannes linder wirtschaftsunterricht als zukunftsgestalter oder sustainability meets entrepreneurship roswitha reisinger lebensart sie gestalten österreich nachhaltig selma prodanovic brainwork gmbh die zukunft europas liegt in unseren händen mag dr peter krauskopf kompetenzorientiertes lernen oder einsatzmöglichkeiten des st galler managementmodells harald felbermair abteilungsleiter bei neustart linz jugendverschuldung einzelfälle oder massenphänomen mmag beate tötterström nachhaltiges wirtschaften wird auch in zahlen ausgedrückt mag marina röhrenbacher verkaufen heißt eine win-win-situation schaffen mag christian felber publizist gemeinwohl statt gewinn mag alfred palatin fit für gelebte nachhaltigkeit fachbereich sprache kultur und gesellschaft fachinspektorin mag susanne bartakovits stadtschulrat für wien sprache und kultur allgemeinbildung mag margot wieser ku:kiz impulszentrum kunst und kultur mediendesign mag andrea motamedi/andre blau spielerisch lernen mag dr claudia kreutel kompetenz und können sind kein gegensätze mag margot wieser gesellschaftliche pluralität pluralität in der schule 38 40 42 44 48 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 7 8 10 11 13 4 www.kphvie.at/fortbildung
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inhalt das fort und weiterbildungsjournal für berufsbildende schulen fachbereich sprache kultur und gesellschaft mag robert riegler/mag christian führer globalpark Österreich gmbh medienkompetenz und web 2.0 mag robert riegler/mag alexandra rupprecht/mag christian tröbinger sprache lernen und musik mag michael eigner Österreichische wirtschafts und kulturräume ein seminarkonzept vor ort mag michael eigner geschichte ist spannend eine seminarreihe durch und durch didaktisch fachbereich naturwissenschaft univ prof dr anja lembens/di mag brigitte koliander aeccc wie funktionieren naturwissenschaften fachbereich leadership schulentwicklung qibb mag dr maria gutknecht-gmeiner peer-review als praxiserprobtes oe-tool von internationalem format di dr wolfgang wieland das anerkennungsgespräch das mauerblümchen unter den führungsinstrumenten di dr wolfgang wieland wie viel zeit kosten mitarbeiterinnen dipl.soz dirk pfeiffer changemanager in der bmw group strukuriertes veränderungsmanagement an schulen dr thomas krobath mas wahrnehmungs und wertorientierte schulentwicklung wwse fachbereich persönlichkeits und unterrichtsentwicklung fachinspektorin mag andrea pinz tibi das geheimnis des erfolgs in der erziehung ist der respekt vor der einmaligkeit jedes menschen dr med johannes schön meditation und die Übung der achtsamkeit im unterricht hanni schechner viktor frankl zentrum wien ein mensch der einen sinn anstrebt wird einerseits glücklich und andererseits leidensfähig v fankl mag ronald hala lehrerin beraterin coach einheit oder widerspruch di christian schöndorfer aktuelle sicherheitsstrategien für schulnetze fachbereich sport doz dr monika preleuthner/mag karin kavoussi universität wien faszination des sportkletterns wir für sie fortbildung für bmhs ihre faqs unsere antworten zentrum für berufsbildung der kph wien/krems ihre ansprechpartner veranstaltungsorte des zentrums für berufsbildung 92 94 96 88 78 80 82 84 86 68 70 72 74 76 64 52 56 60 62 www.kphvie.at/fortbildung 5
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stand.punkt das fort und weiterbildungsjournal für berufsbildende schulen christine mann gedanken zur lehrerinnen-fort und weiterbildung was wären heute so viele anleitungen zu gutem management ohne die großen erzählungen und tiefschürfenden weisheiten aus den traditionen der religionen auch ich möchte mich auf eine bekannte literarische einheit aus dem alten testament beziehen nämlich auf die geschichte von der arche noah ein zitat des bekannten theoretikers r.k sprenger aus seinem fast schon standardwerk mythos motivation wege aus einer sackgasse soll eine brücke zu den in diesem heft vorgelegten angeboten schlagen regen vorhersagen kann jeder archen bauen das zählt tatsächlich scheint es nicht allzu schwer die derzeit diskutierten defizite unseres schulwesens aufzuzeigen und zukünftige bildungskatastrophen die dem land drohen anzukündigen vermeintliche und tatsächliche dieses ritual gehört heute fast schon zu einer gelernten Österreicherin einem gelernten Österreicher mit einem durch pisa durchschnittlich geknickten selbstbewusstsein dass dabei oft gleich auf erfahrungen aus der eigenen oft schon lang vergangenen geglückten oder missglückten schulzeit zurückgegriffen wird scheint dabei nebensächlich das vorliegende programm geht einen völlig anderen weg es setzt auf ressourcen rechnet mit perspektiven und versteht sich als konstruktives angebot das bereits auf solidem fundament aufbauen kann ein bewährtes berufsbildendes schulwesen mit seinen vielfältig profilierten und von verschiedenen schulerhaltern geführten schulen direktionen und vor allem hoch engagierten lehrkräften für die alle professionalität einen hohen wert darstellt ich wünsche allen den erfolg und den fortschritt den sie sich erhoffen denjenigen die dieses programm für den berufsbildenden bereich erarbeitet haben allen die es durch beiträge aus der konkreten schulischen oder wirtschaftlichen praxis anreichern und bei der erstellung begleitet haben vor allem aber denjenigen für die all diese arbeit mit viel engagement geleistet wurde den lehrerinnen und lehrern die auf sie gut zugeschnittene programmteile inskribieren und so ihre vielfältigen kompetenzen erweitern und vertiefen für sich selbst und für die ihnen anvertrauten schülerinnen und schüler lasst uns also gemeinsam weiter nägel mit köpfen machen oder im bild bleibend lasst uns weiter archen bauen mmag dr christine mann vorsitzende des hochschulrates der kirchlichen pädagogischen hochschule wien/krems www.kphvie.at/fortbildung 7
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stand.punkt das fort und weiterbildungsjournal für berufsbildende schulen ulrike greiner kompetenzorientierung und die konsequenzen für fort und weiterbildung die gesellschaftlichen veränderungen müssen in einer zeitgemäßen lehrerinnenbildung so zum ausdruck kommen dass die schülerinnen um die es letztlich geht in einer komplexen welt und in einer vielschichtigen arbeits und lebens wirklichkeit handlungs und mitgestaltungsfähig werden gegenwärtig gibt es in Österreich verstärkte umsetzungsorientierte anstrengungen zu einer reform der lehrerinnenbildung die gleichzeitig auf mehreren ebenen attraktivität des berufs aufnahme und selektion quereinstiege und erleichterter schulartenwechsel gesamtcurriculare struktur interinstitutionelle kooperationen dienstrecht schulentwicklung bildungsverwaltung usw ansetzt eine neue bologna-gemäße gesamtarchitektur der lehrerinnenbildung muss modularisierung in einer deutlicheren verschränkung von aus fort und weiterbildung sinnvoll umsetzen und kompetenzorientierung ernstnehmen geforderte citizenship der schülerinnen als europäische bürgerinnen erfordert größere selbstverantwortung für die eigene lebensgestaltung wie auch für die eigene weltanschauliche und kulturelle position im politischen ganzen und die bereitschaft verantwortung für die gestaltung von sozialen systemen zu übernehmen die dafür notwendigen grundlegenden kompetenzen müssen zunächst und zuvorderst im elternhaus und in der schule grundgelegt werden isoliertes wissen reicht dazu nicht mehr aus so wird ja auch kompetenz übereinstimmend als mehrdimensionale befähigung zum handeln und entscheiden in komplexen berufsund lebenssituationen definiert sie umfasst wissen handeln-können motivation und haltungen in untrennbarer form zusammengefügt in der persönlichkeit des jeweils handelnden faszinierend an der beschäftigung mit kompetenz ist dass sich dadurch das verhältnis zu wissen und handeln ändert wissen wird perspektivisch auf praxis hin handeln-können wird nicht mehr bloß eine ausführung von theorie sondern ein feld mit eigenen gesetzen und logiken das man neu begreifen kann motivation und die wirklich zugrundeliegenden interessen/motive werden untrennbarer mit der wirkung des eigenen handelns verbunden die analyse von haltungen handelnder menschen zeigt wie tief persönlichkeit und kompetenz miteinander verbunden sind lehrerinnen die solcherart kompetenzorientiert unterrichten müssen kompetenzorientiert aus fort und weitergebildet sein was wiederum unablösbar verbunden ist mit ihrem professionshabitus ihrer berufsbiographie und dem ort im bildungssystem an dem die/der einzelne jeweils arbeitet auch hier geht es um gewachsene verantwortung sich selbst seinen schülerinnen und seinem schulstandort gegenüber die berufsbildungsforschung und berufspädagogik die immer von qualifikationen in konkreten arbeitswelten und nicht bloß von deklarativem wissen ausging hat die frage nach dem kompetenzerwerb in der fortbildung schon sehr frühzeitig gestellt auf welchen szenarios müssen fort und weiterbildung aufbauen können 1 kompetenzen entwickeln sich in einem berufsbiographischen langjährigen prozess fort und weiterbildungsangebote müssen sich daher zunehmend in einer bestimmten berufsbiographischen phase situieren können festigung der basiskompetenzen in der induktionsphase vertiefte kompetenzen für lehrerinnen in der konsolidierungsphase zusatzkompetenzen für spezialisten trainingskompetenzen für mentoren-lehrerinnen 2 wenn sich pädagogische kompetenz in den handlungsfeldern unterrichten 1 erziehen 2 diagnostizieren und beurteilen 3 innovieren und entwickeln 4 führen und verantworten 5 ausfaltet dann sind diese handlungsdimensionen mit den fachlichen standards und diese wiederum verknüpft mit den schul bildungsstandards zu verbinden beurteilen in der sekundarstufe 2 im bereich mathematik im kontext von standards in einem bestimmten lehrstoffgebiet innerhalb einer bestimmten klassendynamik erfordert den erwerb bestimmter basiskompetenzen in der lehrerinnenausbildung auf die die fb und wb bewusst mit ausbildung verschränkt aufbauen können muss um vertieften kompetenzerwerb anzuleiten 8 www.kphvie.at/fortbildung
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stand.punkt das fort und weiterbildungsjournal für berufsbildende schulen 3 die systemische und organisationale sichtweise von kompetenz verlangt in der fortbildung auch nach schulstandortbezogenem kompetenzerwerb sowie nach der behandlung zunehmend wichtiger systemthemen wie bildungsökonomie bildungsgerechtigkeit qualitätsentwicklung und mentoring etc lehrerinnen sollen zunehmend den sinn von implementierungsmaßnahmen im gesamtsystem auch aus der sicht von globalen verantwortungen differenziert beurteilen lernen um hier eine eigene verantwortungsvolle position gewinnen zu können 4 ein wesentlicher punkt ist auch die möglichkeit der kompetenzorientierten weiterentwicklung der profession in der fort und weiterbildung besonders für selbstreflexionsfähigkeit und diskursfähigkeit sowie eine souveräne kritische kollegialität benötigt ein intensives fortbildungssetting die erfahrungen der teilnehmerinnen die sie kasuistisch bearbeiten wird dies ist eine gute form theorie und praxis in der fort und weiterbildung dynamischer zu verschränken als in der fachsystematischer angelegten erstausbildung 5 ethische fragen im lehrberuf bedürfen zunehmend einer eigenen vertieften kompetenzentwicklung von lehrerinnen die täglich systemimmanente widersprüche tragische einzelfälle von versagen und schuld in elternhaus und schule nichtkollegialität mobbing und Überforderungssituationen begegnen aber auch in kontrast großartigem engagement glücklich lernenden kindern und erfolgreichen und zufriedenen lehrerinnenteams und schulleitungen die ethische perspektive die immer nachhaltig und zukunftsoffen fragt ist notwendig für ein bildungswesen das oft allzusehr an schnellen technologischen lösungen und manchmal kurzatmigen psychologischen erklärungen interessiert ist 6 gelungene fort und weiterbildung baut auf vier schienen auf die im besten fall in einem angebot ineinander verschränkt sind individuelle professions und persönlichkeitsentwicklung fachkompetenz institutionenbezogene gestaltungskompetenz führungskompetenz fokus thema und mittelpunkt sollten dabei in bester kasuistischer form die lernenden schülerinnen sein deren lernen dokumentarisch zum anlassfall von fortbildungslernen von lehrerinnen werden sollte 7 wesentlich für den erfolg einer lehrerinnenfortbildung der zukunft werden das niveau der referentinnen das didaktische format lernkulturen zwischen training und reflexivität sowie die ernstzunehmenden und tragfähigen antworten für die realen unterrichtsprobleme sein mmag ddr ulrike greiner rektorin der kirchlichen pädagogischen hochschule wien/krems www.kphvie.at/fortbildung 9
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stand.punkt das fort und weiterbildungsjournal für berufsbildende schulen rudolf beer lehrerinnen-fortbildung lebenslanges lernen als profession das »3-phasen-modell der lehrerinnenbildung neu« hat die expertinnengruppe lehrerinnenbildung neu vgl härtel et al 2009 am 18.12.2009 als empfehlungen an die frau minister vorgestellt neben einer neuen erstausbildung phase i für alle pädagogischen berufe in gemeinsamen kernkompetenzen verbunden mit einer grundbildung für unterschiedliche einsatzfelder und einer anschließenden phase ii der berufseinführung turnus plus vertiefende qualifikation die für alle pädagoginnen den abschluss einer masterqualifikation berufsbegleitend ermöglicht wird die dritte darauf folgende phase iii lebensbegleitendes lernen fort und weiterbildung besonders betont fort und weiterbildung eben dieser dritten phase muss in ihrer kurzfristigen wirkung auf das österreichische bildungssystem besondere bedeutung zugesprochen werden gilt es doch zum einen an die erworbenen basisqualifikationen anzuknüpfen und zusatzqualifikationen zu erwerben hier hat die expertinnengruppe verschiede felder von schulmanagement über schul und unterrichtsentwicklung exemplarisch aber nicht taxativ aufgezählt viele felder versuchen den derzeit gestellten herausforderungen im lehrberuf gerecht zu werden lehrgänge zur begabungsförderung peer-mediation entrepreneurship Ökologisierung arbeit mit bildungsstandards viele andere werden sich immer wieder neu aufgrund gesellschaftlicher fachlicher oder forschungsbasierter veränderungen ergeben alle diese studien sollten berufsbegleitend mit einem »master of advanced studies« abgeschlossen werden können mehr noch sollen für alle pädagogischen und schulischen einsatzfelder entsprechende doktoratsstudien angeboten werden professional doctorates härtel et al 2009 s 13 viele fort und weiterbildungsangebote könnten damit zertifiziert zu einer sichtbaren weiterqualifizierung im dienst befindlicher lehrerinnen führen zum anderen werden weiterhin auf berufsbiographische stationen und entwicklungen in den berufsfedern abgestimmte allgemeine veranstaltungen der lehrerinnenfortbildung den kern der berufslaufbahn aller kolleginnen bilden lebenslanges lernen ist die zumutung dass auch in späteren lebens und berufsphasen neben dem notwendigen unaufhörlichen additiven wissenszuwachs solche restrukturierungen unserer kognitiven schemata möglich sind neue perspektiven qualitätssprünge im denken ungewöhnliche handlungsoptionen neue denkstrukturen etc muten wir uns als pädagoginnen lebenslanges lernen zu muten wir es anderen zu lernen ist unsere profession zweifach so sind wir lehrerinnen ein berufsleben lang lernende als lehrende in der schule an der hochschule und an der universität auch im sinne einer lernenden organisation als ganzes ebenso übernehmen wir verantwortung für die lernprozesse unserer schülerinnen studentinnen und kolleginnen dialog auf augenhöhe im umgang miteinander ermöglicht beides die kirchliche pädagogische hochschule wien krems versteht sich in diesem sinne als partner aller lehrerinnen literatur härtel p lehrerinnenbildung neu die zukunft der pädagogischen berufe wien 2009 mag dr rudolf beer vizerektor für fort und weiterbildung kirchliche pädagogische hochschule wien/krems 10 www.kphvie.at/fortbildung
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stand.punkt das fort und weiterbildungsjournal für berufsbildende schulen helmut deibl pädagoginnen-fort weiterbildung zeitgemäß und lehrerinnenorientiert gestalten gestaltung und angebote von fort und weiterbildung der kph wien/krems campus wien orientieren sich einerseits an den bedürfnissen der nachfragenden für die wir uns um kreation und organisation maßgeschneiderter umsetzungen bemühen diese bedürfnisgerechten planungen beziehen andererseits aktuelle österreichweite und internationale innovative und qualitative schul und bildungsentwicklungen mit ein konkret bedeutet das 1 pädagoginnen in ihren bedürfnissen als empfänger von fort weiterbildung sensibel wahrnehmen sie aber auch zur gestaltung von fort weiterbildungsverläufen animieren und integrieren dies wird in folgenden aspekten deutlich vorwissen von teilnehmerinnen beachten und dabei integrieren fachwissen vermitteln aber auch konkret und gezielt an den beruflichen problemen der teilnehmerinnen arbeiten weiterentwicklung durch eigenes berufliches handeln und dessen reflexion eigene stärken weiterentwickeln und das lernen voneinander fördern dies in form von sozialphasen seminaren workshops publikationen e-learning blended learning bis hin zu umsetzungs und implementationskonzepten und damit weiteren erfolg im eigenen unterricht bewirken und fortsetzen 2 lernorte in die wirkungsorientierung von fort weiterbildung einbeziehen die bedeutung von dislozierten kursorten landes bundesweit einerseits bedenken das eigene arbeitsplatzgeschehen andererseits als wesentlichen aspekt von fort weiterbildungskonzepten und deren umsetzungen ins auge fassen und die längerfristigkeit von fort weiterbildung forcieren eine entwicklung begleiten vom wertvollen zeitlich begrenzten ,auftanken hin zu längerfristigen und kontinuierlichen prozessen der fort weiterbildung einer lehrerfortbildung die auch zwischen den seminaren stattfindet z b entwicklungsprojekte im eigenen unterricht selbstevaluation kollegiale fortbildung 3 fort weiterbildung die berücksichtigt/vernetzt schulsystemorganisatorischer und systemisch wirkender qualitätsentwicklung in form von unterrichtsentwicklung schulstandort und regionalentwicklungen schilf schulinterne lehrerfortbildung/schÜlf schulübergreifende lehrerfortbildung unterrichtsentwicklungs und schulentwicklungsberatung kompetenzorientierung weiterer professionalisierung von schulleitungen und lehrpersonal auch im sinn dieser gedanken wünsche ich ihnen geschätzte kolleginnen kraft und erfolg im schul studienjahr 2010/11 mag dr helmut deibl leiter des instituts für fort und weiterbildung wien kirchliche pädagogische hochschule wien/krems www.kphvie.at/fortbildung 11
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kompetenzteam das fort und weiterbildungsjournal für berufsbildende schulen ihr kompetenzteam zentrum für berufsbildung der kph wien/krems ihr link zu unseren veranstaltungen https www.ph-online.ac.at/kphvie/webnav.ini ihr fort und weiterbildungsanbieter zentrum für berufsbildung fortbildungszentrum stephansplatz 3 3 stock wien 1 kontakt +43 1 515 52/3580 i www.kphvie.at i vet-center@kphvie.at 12 www.kphvie.at/fortbildung
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editorial das fort und weiterbildungsjournal für berufsbildende schulen christoph berger standortfindung für zukunftsbildner/innen lehrerinnen-fort und weiterbildung am zentrum für berufsbildung der kph wien/krems liebe leserinnen unseres fortbildungsjournals ein neuer meilenstein ist gelegt sie halten das fortbildungsprogramm 2010/11 in ihren händen auf den ersten blick ist es nicht als solches zu erkennen denn wir haben wieder einen großen schritt zu einer stärkeren profilierung und darstellung unseres angebots gemacht unser zentrales statement für das schuljahr 2010/11 heißt wir stehen für eine nachhaltige entwicklung vielleicht ist dieses statement nicht neu dennoch wollen wir mit unseren angeboten an fort und weiterbildungsseminaren diese entwicklung unterstützen nachhaltigkeit ist für uns ein umfassender begriff der von der pädagogischen perspektive über eine bewusste ökologische ausrichtung und damit verbundene geänderte ökonomische haltung bis hin zu spirituellen aspekten reicht diese konkrete profilierung wird in dieser broschüre durch fachbeiträge untermauert thesenpapiere und informationsartikel geben orientierung zu unseren angeboten und führen in die thematik die in unseren seminaren behandelt wird ein dadurch wird das angebot strukturiert und für sie als unsere kundinnen interessanter und verständlicher die kirchliche pädagogische hochschule wien/krems mit ihrem zentrum für berufsbildung ermöglicht es ihnen an einem zentralen ort ihre fort und weiterbildung zu besuchen nämlich im curhaus stephansplatz 3 viele veranstaltungen finden auch bei unseren kooperationspartnerinnen statt gemeinsam mit allen unseren interessenpartnerinnen wurde dieses angebot erarbeitet danke den lehrerinnen fachkoordinatorinnen sqpms teilnehmerinnen von arge-veranstaltungen direktorinnen lehrbeauftragten der schulaufsicht und den schulführenden abteilungen des bundesministeriums für unterricht kunst und kultur interessenvertretungen und unternehmen sowie den universitäten sie alle unterstützen damit die entwicklung unseres berufsbildenden schulwesens dieses hier in diesem journal dargestellte angebot an landesweiten und bundesweiten seminaren wird ergänzt durch viele schulinterne lehrerinnenfortbildungsveranstaltungen die von uns auch kurzfristig umgesetzt werden punktgenau unmittelbar und soweit es geht unbürokratisch organisieren wir dass an ihrem schulstandort bildungsexpertinnen zu themenfeldern für die sie eine direkte nachfrage haben referieren wir hoffen dass sie an unserer neuen linie der fort und weiterbildung für berufsbildende schulen in wien/niederösterreich gefallen finden und dass sie gerne unsere veranstaltungen besuchen werden die teilnahme ist überwiegend kostenlos und wird für lehrerinnen der bmhs über das bereits bekannte dienstauftragsverfahren mittels ph-online abgewickelt bitte suchen sie für ihre wunschseminare in allen kategorien die angabe der zielgruppe unterstützt sie bei der gestaltung ihres persönlichen fort und weiterbildungsplans für fragen anregungen und ideen sind wir gerne für sie da ihr team des zentrums für berufsbildung fachexpertise support und prozessberatungskompetenz für nachhaltige zukunftsbildung mag dr christoph berger fortbildungszentrum stephansplatz zentrum für berufsbildung der kph wien/krems www.kphvie.at/fortbildung 13
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stand.punkt die zögerliche annäherung an den citoyen citoyen bezeichnet den staatsbürger der in der tradition und im geist der aufklärung aktiv und eigenverantwortlich am gemeinwesen teilnimmt und dieses mitgestaltet im gegensatz zum französischen das zwischen citoyen und bourgeois besitzbürger unterscheidet kennt das deutsche nur den begriff bürger und der deutsche bürger war die längste zeit vom besitzbürgertum bestimmt der staat wurde vom bürgertum als auf seine nachtwächterfunktion beschränkt gesehen die ruhe und ordnung sicherstellen sollte bürgerlichkeit bedeutete demgemäß verzicht auf darüber hinausgehende mitbestimmung am staatlichen und rückzug auf die bürgerliche kultur als lebensstil nicht von ungefähr kommt einem der untertan dabei in den sinn der besitzbürger vertritt vor allem wirtschaftliche interessen und ist daher für möglichst umfassende wirtschaftliche freiheiten er tritt für eigenverantwortung ein hat er doch die möglichkeiten für alle eventualitäten vorzusorgen der nachtwächterstaat soll und muss sich darum nicht kümmern da im zusammenhang mit der finanzierung der sozialsysteme der begriff eigenverantwortung konjunktur zu haben scheint lohnt es sich den citoyen auch im eigenverantwortungsbegriff zu suchen sofort stellt sich die frage ob jedes mitglied einer gemeinschaft überhaupt in gleicher weise eigenverantwortung übernehmen kann der besitzbürger mag hier seine eigene situation als maß anlegen das selbstverständnis des citoyen basiert auf den werten von freiheit gleichheit und brüderlichkeit daher geht die forderung nach eigenverantwortung mit der vorstellung von staatlichen stützungsmaßnahmen einher die fördern und befähigen wo die grenze zwischen erwartbarer eigenverantwortung und unterstützung zu ziehen ist kann nur politisch diskutiert und entschieden werden auch das ist ein thema für den citoyen niemand der in den sozialbereich praktischen einblick hat wird wohl leugnen dass es neben bedürftigkeit gepaart mit großer anstrengung auch das phänomen der hängematte gibt diese Überlegungen schließen nicht aus dass ein bourgeois manche positionen eines citoyen übernimmt und sie bedeuten auch nicht dass der citoyen als bettelmönch durchs leben geht er hat legitime eigeninteressen und verfolgt sie auch nur sind seinem denken und handeln das bewusstsein der spannung zwischen eigennutz und gemeinwohl präsent wie die Überzeugung dass in manchen fragen dem gemeinwohl der vorrang gebührt und die schule das Österreichische schulsystem hat sich lange am deutschen bürgerbegriff orientiert und sich als eher nur reproduzierende sozialisationsinstanz verstanden die dem bildungsbegriff im sinne einer citoyenneté innewohnende sprengkraft versuchte man lieber außen vor zu lassen das gilt auch für die sich selbst als humanistisch bezeichnenden einrichtungen angesichts der von der finanzwirtschaft ausgegangenen eruptionen ihrer gesellschaftlichen folgen und des eindruckes partieller hilflosigkeit den etwa die europäische politik vermittelt bietet sich der citoyen als leitbild für ein an europa orientiertes bildungswesen geradezu an nicht zuletzt könnte er allen zuwanderern eine klare vorstellung europäischer werte vermitteln für die sie sich grundsätzlich entscheiden und an denen wir uns dann messen lassen müssten wem das ein zu hoher anspruch an unser in die beliebigkeit und das buffet-prinzip abgleitende bildungs system zu sein scheint der findet trost und rat in einer parole der französischen revolution in einer demokratie gibt es kein recht auf unbildung landesschulinspektor mag walter grafinger leiter der abteilung berufsbildung stadtschulrat für wien p.s als erste maßnahme zur annäherung an diese vision schlage ich eine leadership academy für bildungspolitiker vor mit zugangsbeschränkung anmerkung der beitrag wurde unter zuhilfenahme der freien enzyklopädie wikipedia verfasst 14 www.kphvie.at/fortbildung
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entrepreneurship erziehung und wirtschaftsdidaktik das fortbildungsjournal für berufsbildende schulen seminar zielgruppe termin veranstaltungsort kursnummer leitung programm macht und ohnmacht was schülerinnen stark macht alle interessierten lehrerinnen 29.8 2.9.2011 arbeiterkammer/biz 11a 11b theresianumgasse 16-18 8700.145 in kooperation mit der ak wien mag doris hergovich unsere gesellschaft braucht ich-starke und teamfähige personen was können lehrerinnen dazu beitragen wie beeinflussen die peers welche rolle spielen außenseitertum und cliquen was tun bei konflikten innerhalb der klasse wie können schülerinnen autonom werden und ihre lehrerinnen entlasten generationen im dialog lehrerinnen an bmhs und schülerinnen anmeldung unter johannes.lindner@kphvie.at zwei nachmittagstermine im ws 2010/2011 á 90 min fbz am stephansplatz 3 wien 1 oder extern 8700.136 entscheidungsträger aus politik kunst und wirtschaft mag johannes lindner demokratische prozesse und werte kann man nicht auswendig lernen benötigtwird eine mischung aus zuhören überzeugend argumentieren und die bereitschaft aufeinander einzugehen die steigerung des interesses für gesellschaftliche themen erfolgt durch die beteiligung der zyklus generationen im dialog setzt auf offenen dialog im sinne eines debattierclubs zwischen lehrerinnen und jugendlichen mit entscheidungsträgerinnen das seminar wird in kooperation mit der initiative für teaching entrepreneurship u.a partnern durchgeführt seminar zielgruppe termin veranstaltungsort kursnummer referent/inn/en leitung programm zielgruppe termin veranstaltungsort kursnummer leitung referent/inn/en programm wirtschaftspädagoginnen und geografinnen aus bmhs und ahs mo.14.2 9:00 uhr bis fr.18.2.2011 16:00 uhr zusätzlich am mi 16.2 16:00-19:00 uhr beginn dienstagabend und ende am fbz stephansplatz 3 wien 1 8700.033 mag johannes lindner elisabeth bichler und helmut wisiak wdf mag johannes lindner mit der aktion lehrerinnen in die wirtschaft wollen wiener unternehmen und das wirtschaftsforum der führungskräfte für wirtschaftliche themen begeistern und praxiswissen aus erster hand anbieten lehrerinnen der sekundarstufe ii erhalten ähnlich dem erfolgreichen programm für Österreichs top-beamte die möglichkeit den management-alltag in einem unternehmen hautnah zu erleben voraussetzung interesse ein praktikum in einem unternehmen zu machen und fachdidaktische anregungen für den eigenen unterricht mitzunehmen details unter www.entrepreneurship.at www.kphvie.at/fortbildung 15 entrepreneurship erziehung und wirtschaftsdidaktik seminar lehrerinnen in die wirtschaft
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stand.punkt kapitalismus im umbruch oder orientierung inmitten einer großen unordnung das wirtschaftssystem das unser leben prägt ist ins wanken geraten stehen wir vor einem systemabsturz wenn ja wie sollte der neustart aussehen oder ist es lediglich eine etwas stärkere schwankung des auf und ab der märkte in den letzten zwei jahren ging es bei vielen wirtschaftsmeldungen um verluste in milliarden-höhe es besteht ein enormer bedarf an sanierung durch steuergelder die verantwortung der verursachenden scheint sich verflüchtigt zu haben die verluste werden sozialisiert zurück bleiben die steuerzahler die die eingebrockte suppe auszulöffeln haben wie sollen demokratien auf den sozialen sprengstoff der finanz wirtschaftskrise reagieren und das wo die nächste wirtschaftliche krise auf grund des klimawandels bereits prognostiziert wird produktionsfaktor arbeit besonders belastet durch die finanz und wirtschaftskrise wird der produktionsfaktor arbeit besonders getroffen einerseits durch den anstieg der arbeitslosigkeit und andererseits durch die folgekosten der finanzkrise das kapital ist beweglich und strömt in die länder wo es höhere renditen erwartet und wenig besteuert wird um kapital anzulocken verringerten seit den 1980er jahren viele staaten die steuern auf vermögen im gegenzug wurden arbeitseinkommen also die löhne und gehälter deren empfänger nicht ins ausland ausweichen konnten stärker belastet der steuerwettbewerb und der druck auf die arbeitsbedingungen beschleunigten sich seit den 1990er jahren nach dem zusammenbruch des kommunismus schon vor der krise häuften die westlichen staaten hohe schulden an was wiederum den steuerwettbewerb anheizte demokratie und kapitalismus die westlichen demokratien haben strukturelle schwierigkeiten dem globalen konkurrenzkapitalismus entgegenzutreten und einen eigenständigen weg bei der gestaltung der wirtschaftsordnung einzuschlagen bzw zu stärken die demokratien sind im dilemma der system-vernetzung gefangen der kapitalismus könnte durch die finanzkrise ausgelöst eine neubewertung erfahren die diskussion wird verstärkt auch international geführt zentraler punkt bei der auseinandersetzung ist eine marktwirtschaft bei der ökologische und soziale ziele so viel gelten wie das gewinnziel eine marktwirtschaft mit verantwortung fängt im kleinen an nämlich bei uns selbst es zahlt sich aus eine diskussion zu führen johannes lindner fachbereichsleiter für entrepreneurship erziehung und wirtschaftsdidaktik lektor an der wu wien und der johannes kepler universität linz gründer der initiative für teaching entrepreneurship und des impulszentrums für entrepreneurship education des bm:ukk wirtschaftspädagoge an der schumpeter handelsakademie 16 www.kphvie.at/fortbildung
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