365 Magazin No2 2013-14

 

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Bundesverband Kinderhospiz e.V.

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No. 2 Den Tagen mehr Leben schenken Kinderhospiz Mitteldeutschland Tambach-Dietharz Kein Thema! Kolumne von Roger Willemsen 260 Tage Chronik eines Abschieds Mängel in der Versorgung

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Ihr Einsatz schenkt Freude Seit 1956 fördert die Fernsehlotterie soziale Projekte in ganz Deutschland. Vom Kinderhospiz über Behinderten-Einrichtungen bis zum Seniorenheim – wir setzen uns dafür ein, dass jeder, der Hilfe braucht, Hilfe bekommt. Zahlreichen Menschen wird so ein besseres Leben ermöglicht. Ganz gleich ob Kindern, Jugendlichen oder Familien, Menschen mit Behinderung, Kranken oder Senioren. Helfen und gewinnen auch Sie! Lose und weitere Infos erhalten Sie unter der gebührenfreien Servicenummer 08000 / 411 411 oder auf www.fernsehlotterie.de Loskauf ab 18 Jahren. Glücksspiel birgt Risiken. Infos auf www.bzga.de

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Editorial Schwer kranke Kinder sind auf Spenden angewiesen Der Bundesverband Kinderhospiz e. V. kämpft um mehr Aufmerksamkeit Die Situation lebensbegrenzt erkrankter Kinder und ihrer Familien ist dramatisch und mitunter existenzbedrohend. Hier hilft der Bundesverband Kinderhospiz e. V. seit seiner Gründung im Jahr 2002. Wir agieren als anerkannter und gemeinnütziger Dachverband der Kinderhospize in Deutschland, sind Rat- und Impulsgeber für Politik, Wissenschaft, Ärzte, Kliniken, Kostenträger, Spender und Förderer. Wir beraten betroffene Familien, Angehörige, Interessierte, Fachkräfte, Initiativen und Einrichtungen, damit unheilbar kranken Kindern ein Leben mit fröhlichen Momenten und mit Würde ermöglicht wird – auch wenn es viel zu kurz ist. Und wir unterstützen stationäre und ambulante Kinderhospizarbeit, wo immer es möglich ist. Beim Spendenaufkommen indes haben wir einen schweren Stand. Zwar zahlen unsere Mitglieder einen Mitgliedsbeitrag. Doch der ist so gering, dass wir uns dadurch nicht finanzieren können und auch nicht wollen. „ Wir wollen unsere Mitglieder nicht belasten, sondern unterstützen. Schließlich sind sie selbst auf Spenden angewiesen.“ Sabine Kraft Neben unserer Forderung an Politik und Krankenkassen, endlich den Förderbedarf der Kinderhospizarbeit in Deutschland in der benötigten Höhe anzuerkennen, bitten wir als Bundesverband Kinderhospiz e. V. dringend um Spenden. So wird beispielsweise finanzielle Unterstützung für die Einführung eines deutschlandweiten Sorgentelefons für betroffene Familien benötigt.   Kinderpalliativversorgung ist und muss ein Menschenrecht bleiben. Dafür setzen wir uns ein. 365 Tage im Jahr! Davon erzählt auch unser Magazin 365: Von betroffenen Familien, von großer Hilfe und von Menschen und Botschaftern, die sich für unsere Sache einsetzen. Ihnen gilt unser Dank und zugleich die Bitte, uns weiterhin zu helfen und zu unterstützen. Sabine Kraft Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz e. V., Vice Chair des ICPCN, West-Europe Rainer Rettinger Leiter Marketing und Fundraising 3

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Inhalt No. 2 8 3 Editorial 6 Mängel in der Versorgung Bedarfsanalyse zu Kinderhospiz-Angeboten 8 Hilfe durch die Deutsche Fernsehlotterie  Kinderhospiz Mitteldeutschland TambachDietharz 12 Märchenhafte Momente 14 Hilfe rund um die Uhr Sorgentelefon Kinderh os and rb Olpe Sparkasse 00 49 BLZ: 462 5 0 33 Konto: 29 Bunde sv e 16 Aus der Trauer wächst die Kraft Dr. Tanja Kinkel 18 Soziales Engagement Dieter Babiel, Saint-Gobain 19 Samira trifft Xavier Naidoo  20 Der letzte Wille Testament Helfen Sie Sp e mit! o nt . V. ze pi n de nko 4

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Inhalt 19 46 22 Botschaften streuen Unsere neuen Botschafter 24 Not bei Tod?  Kinderkrankenpflege 26 Turbo mit Herz  Uwe Hück, Porsche AG 28 Kreatives Spenden im Comic-Stil Peter Gaymann 32 260 Tage  Chronik eines Abschieds 40 Kein Thema!  Gastbeitrag Roger Willemsen 42 Woher? Wohin? Sabine Kraft 45 Kinder haben Rechte! Rainer Rettinger 46 Zu Gast bei Borussia Dortmund Trauernde Kinder 48 Wie man sich bettet TRECA Paris 50 Rettungsschirm für Kinder Gastbeitrag Thomas Koch 52 Eine Welt ohne Schmerzen Interview mit Joan Marsten 54 Flohmarkt im Europarc 56 Aktion Kindertraum  Bescherung vor Weihnachten 58 Mitgliederverzeichnis Bundesverband Kinderhospiz e. V. 62 Impressum 5

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Bedarfsanalyse Mängel in der Versorgung Schwerstkranke Kinder, die nur noch begrenzte Zeit zu leben haben, und ihre Familien werden in Deutschland nicht immer optimal versorgt. Das belegt eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesverbands Kinderhospiz e. V., die die Versorgungssituation in den Regionen Ostwestfalen, Berlin und Stuttgart analysiert. Die Untersuchung des Instituts AGP Sozialforschung an der Evangelischen Hochschule Freiburg zeigt beispielsweise Mängel in der ambulanten Kinderkrankenpflege auf: So wurde etwa deutlich, dass in Berlin und Stuttgart vielfach geeignete Pflegekräfte fehlen und die Flexibilität der Dienste erhöht werden müsste. Kurze Einsätze, um einem schwerstkranken Kind eine Spritze zu geben, sind häufig unmöglich. Die Nachfrage nach Kinderkrankenpflege übersteigt oft die Kapazitäten der Anbieter, sodass sie betroffene Familien abweisen müssen. Hinzu kommt: Nicht alle jungen Patienten, die ambulant von einem Kinderschmerztherapeuten versorgt werden müssten, bekommen diese Unterstützung – schlicht deshalb, weil es einen solchen Experten in ihrer Heimatregion nicht gibt. Besonders ungünstig wirkt sich das Fehlen der sogenannten SAPPV-Verträge aus, deren Abschluss seit Jahren verzögert wird. Dabei geht es um die spezialisierte ambulante pädiatrische Palliativversorgung. Mangelhaft sind der Studie zufolge auch die Beratungsangebote zu sozialrechtlichen Fragen, die Familien mit schwerstkranken Kindern in Anspruch nehmen können. Oft geht es dabei um die Kostenübernahme von Hilfsmitteln, um die kleinen Patienten angemessen zu versorgen. Immer wieder fühlen sich die Familien bei Rechtsstreitigkeiten mit Kranken- oder Pflegekassen allein gelassen. Zugleich zeigt die Studie: In bestimmten Fällen kann der Aufbau von zusätzlichen stationären Kinderhospizen helfen, die Versorgungssituation der Betroffenen und ihrer Familien zu verbessern. Das gilt besonders dann, wenn sich die Hospize als Kompetenzzentren verstehen und entwickeln, sich mit anderen Akteuren – wie Fachärzten, dem Jugendamt oder spezialisierten Pflegediensten – vernetzen. Allerdings muss nach Ansicht der Freiburger Sozialwissenschaftler in jeder Region überprüft und mit allen relevanten Akteuren gemeinsam beraten werden, ob die Einrichtung eines stationären Kinderhospizes sinnvoll ist, und wenn ja, mit welcher Ausrichtung. „Allein anhand von Betroffenen-Zahlen lässt sich kein seriöser Richtwert für ganz Deutschland ermitteln, wie viele stationäre Kinderhospize nötig sind“, sagt der Studienleiter Prof. Dr. Thomas Klie vom Institut AGP Sozialforschung. „Unsere Untersuchung hat gezeigt: Um den Bedarf festzustellen, ist ein partizipatives Verfahren empfehlenswert, das auf den Dialog mit den Akteuren vor Ort setzt und zusätzlich in den Blick nimmt, welche regionalen Hilfsnetzwerke bestehen, wie betroffene Familien ein Kinderhospiz nutzen und wie die rechtlich-finanziellen Rahmenbedingungen aussehen.“ „Auch wenn die Studie nicht ganz Deutschland, sondern nur drei Beispiel-Regionen untersucht: Sie gibt uns deutliche Indizien dafür, dass bei der Versorgung lebensverkürzend erkrankter Kinder und ihrer Angehörigen in unserer Gesellschaft schlimme Mängel bestehen“, kommentiert Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz e. V., das Ergebnis der Analyse. „Und leider deckt sich das absolut mit unseren vielen Erfahrungen aus der Praxis.“ Regelmäßig bekomme sie beispielsweise die 6

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Bedarfsanalyse „ A uch wenn die Studie nicht ganz Deutschland, sondern nur drei Beispiel-Regionen untersucht: Sie gibt uns deutliche Indizien dafür, dass bei der Versorgung lebensverkürzend erkrankter Kinder und ihrer Angehörigen in unserer Gesellschaft schlimme Mängel bestehen. Und leider deckt sich das absolut mit unseren vielen Erfahrungen aus der Praxis. “ Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz e. V. Rückmeldung, so Kraft weiter, dass Betroffene teils monatelang, manchmal sogar länger als ein Jahr auf einen Platz im Kinderhospiz warten müssten, weil diese oft lange im Voraus ausgebucht sind. „Das ist völlig inakzeptabel. Wenn schwerstkranke Kinder und ihre Familien Hilfe brauchen, müssen sie diese umgehend bekommen. Denn sie haben schlicht keine Lebenszeit mehr, die sie auf Wartelisten verplempern könnten.“ Selbstverständlich müsse für jede Region individuell geprüft werden, ob die Einrichtung zusätzlicher Plätze in einem stationären Kinderhospiz sinnvoll sei oder ob der Versorgungsbedarf auch anderweitig abgefedert werden kann. Doch genau diese Prüfungen müssten nun stattfinden, drängt Kraft. „Und dazu brauchen die Akteure vor Ort auch die Unterstützung der Politik!“ Für die Untersuchung befragten Wissenschaftler des Instituts AGP Sozialforschung an der Evangelischen Hochschule Freiburg seit Ende 2011 Fachleute und betroffene Familien zu bestehenden Versorgungsstrukturen in ihrer Region. Buchtipp Die aktuelle Studie ist bei medhochzwei erschienen und ab sofort erhältlich: Bundesverband Kinderhospiz e. V. (Hrsg.) „Von Pionieren zu Partnern: Bedarfsanalyse zu Kinderhospiz-Angeboten – Exemplarische Studien zu den Regionen Ostwestfalen, Berlin und Stuttgart“ 2013, 88 Seiten, Softcover ISBN 978-3-86216-128-7 24,95 Euro 7

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Kinderhospiz Den Tagen mehr Leben schenken Das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz hilft Familien mit unheilbar kranken Kindern, die Fernsehlotterie hilft mit Fördergeldern 765 Kilometer weit ist Manfred Henkel gereist. Mit 250 Kilogramm Gepäck. Jetzt steht er vor dem Eingang der Deutschen Fernsehlotterie in Hamburg. Der gelernte Bildhauer wird gleich eine übermannshohe Skulptur aus Eisen an Christian Kipper übergeben, den Geschäftsführer der Fernsehlotterie. Aus Dankbarkeit dafür, dass die Fernsehlotterie das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz gefördert hat. Jenes Hospiz, in dem seine Tochter Vanessa vor ihrem Tod gepflegt wurde und in dem seine Tochter Jessica noch betreut wird. 8

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Kinderhospiz „Ihr Kind ist todkrank!“ – eine erschütternde und endgültige Diagnose. Über 22.000 Familien in Deutschland müssen sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass ihr Kind lebensverkürzend erkrankt ist. Familie Henkel aus Bayern ist eine von ihnen. „Wir waren eine ganz normale, glückliche Familie, bis Jessica in den Kindergarten kam“, erzählt Familienvater Manfred. „Dort sagte man uns nach zwei Wochen, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmte. Sie sei sehr zappelig und könne nicht still halten.“ Ein Jahr lang fuhr die Familie von Arzt zu Arzt, bis zwei Tage vor Weihnachten die Diagnose feststand: Beide Kinder waren unheilbar an der Stoffwechselkrankheit MPS erkrankt. „Das war der größte Schicksalsschlag unseres Lebens. Eine Krankheit, für die es keine Heilung gibt und an der unsere Kinder sterben müssen. Wir brauchten fast zwei Jahre, bis wir uns wieder gefangen und unser Leben an die neue Situation angepasst hatten.“ Auch Familie S. aus Jena musste lernen, ihren Alltag auf das Leben mit einem schwerstkranken Kind umzustellen. „Unsere Tochter Linn musste von Geburt an über eine Sonde ernährt werden. Mit 14 Monaten kam sie erstmals auf eine Intensivstation, wo sie im künstlichen Koma beatmet werden musste. Bald mussten wir uns entscheiden: entweder Luftröhrenschnitt und Beatmung Zuhause, oder sie wird sterben“, blickt Mutter Cornelia S. zurück. „Jetzt braucht Linn eine 24-Stunden-Pflege. In der Nacht wird sie von einem Pflegedienst überwacht und versorgt. Ab 6:30 Uhr morgens ist mein Mann da: Er wäscht und pflegt Linn, bereitet das Essen zu, versorgt den Luftröhrenschnitt und verabreicht Medikamente. Kurz nach 8 Uhr fahren Vater und Tochter gemeinsam mit dem Fahrdienst in einen integrativen Kindergarten. Während ich arbeite, ist mein Mann immer auf Abruf für eventuelle Notfälle. Um 16 Uhr wird Linn von meinem Mann und mithilfe des Fahrdienstes wieder abgeholt.“ Die Bewältigung einer solchen 24-Stunden-Pflege von schwerkranken Kindern ist eine psychische und physische Dauerbelastung, die Eltern und Geschwister oftmals an ihre Grenzen führt. Das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland im thüringischen Tambach-Dietharz bietet betroffenen Familien aus ganz Deutschland Hilfe. „Wir können dem Leben nicht mehr Tage – aber den Tagen mehr Leben schenken“ – unter diesem Motto ermöglicht das Hospiz der gesamten Familie, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. „Eltern lassen ihre kranken Kinder nur ungern allein“, erklärt Stephan Masch, Leiter Kommunikation und Marketing des Kinderhospizes. „Der Aufenthalt bei uns ist oft die einzige Möglichkeit für die Familie, für einen kurzen Zeitraum ein Leben frei von der Belastung der aufwändigen Pflege des kranken Kindes zu genießen und Kraft zu schöpfen. Wir sehen uns dabei als große Familie und möchten ein zweites Zuhause bieten.“ Klaus-Dieter Heber, ehrenamtlicher Vorsitzender, ergänzt: „Es berührt mich immer wieder tief, von den unglaublichen Sorgen im täglichen Leben Betroffener persönlich zu hören. Wenn man dann schon nach wenigen Tagen des Aufenthaltes bei uns sieht, dass sich die Familien offensichtlich entspannen und ihr lange verlorenes Lachen wieder aufblitzt, dann kommt sofort der Gedanke auf: Wir haben alles richtig gemacht!“ Bis zu vier Wochen im Jahr und darüber hinaus können betroffene Familien die Pflege ihres Kindes in die liebevollen Hände des Fachpersonals der Einrichtung legen. 9

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Kinderhospiz Ein Zimmer des Kinder- und Jugendhospizes Familie S. aus Jena mit Tochter Linn „Das Kinder- und Jugendhospiz Tambach-Dietharz ist etwas ganz Besonderes“, so Familie S. „Wir bekommen im Kinderhospiz alles, was wir brauchen: Verständnis, das Aufzeigen von Perspektiven und die liebevolle Pflege unseres geliebten Kindes.“ Wichtig ist für die Familien das Gefühl, mit der schwierigen Situation nicht alleine zu sein. „Gerade der Austausch mit anderen betroffenen Eltern tut gut. Für uns ist es einfach wunderbar, im Kinderhospiz in Tambach gemeinsam etwas erleben zu können – ob Waldspaziergang, Schwimmbadbesuch oder ruhige Abende“, beschreibt Manfred Henkel seine Erfahrungen. Um sein Angebot zu finanzieren, ist das Hospiz auf Spenden angewiesen. Denn die Zuwendungen der gesetzlichen Kostenträger zur Deckung der laufenden Personal- und Betriebskosten reichen bei Weitem nicht aus. „Ohne zusätzliche Gelder, wie z. B. die Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie, könnten wir unsere Arbeit nicht in diesem Umfang aufrechterhalten“, so Stephan Masch. Seit 2008 förderte die Fernsehlotterie das Hospiz mit insgesamt 640.000 Euro. „Die Fernsehlotterie versucht dort zu helfen, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht“, erklärt Christian Kipper, Geschäftsführer der Fernsehlotterie, das Engagement. „Hospize liegen uns besonders am Herzen. Weil das Hospizangebot in Deutschland noch relativ jung und nicht gleichmäßig verteilt ist, erleben wir den Bedarf als recht hoch. Das Hospiz in Tambach-Dietharz haben wir schon mehrfach besucht und uns davon überzeugt, welche wichtige Arbeit hier geleistet wird und was wir dank der Unterstützung durch unsere Mitspieler hier bewirken können“, so Kipper. „Es ist für uns sehr unterstützend zu wissen, dass viele Menschen an diesem wichtigen und menschlichen Projekt mitdenken und mitarbeiten“, unterstreicht Cornelia S. „Ich wünsche mir, dass der Erfolg des Kinder- und Jugendhospizes weitergeht und sich noch viele dafür stark machen.“ Deutsche Fernsehlotterie Ein Land, in dem jeder, der Hilfe braucht, Hilfe bekommt – das ist das Ziel der Deutschen Fernsehlotterie. Deshalb fördert die Fernsehlotterie dank ihrer Mitspieler soziale Projekte in ganz Deutschland. Kindern, Jugendlichen und Familien, Senioren, Kranken und behinderten Menschen wird so ein besseres Leben ermöglicht. Mindestens 30 Prozent der Einnahmen aus dem Losverkauf fließen über die Stiftung Deutsches Hilfswerk direkt an gemeinnützige Einrichtungen in ganz Deutschland. Bislang konnte die Fernsehlotterie schon mehr als 1,6 Milliarden Euro an rund 6.750 soziale Einrichtungen ausschütten; alleine 2012 wurden 248 Projekte mit 47,7 Mio. Euro gefördert. Als Gewinne winken u. a. monatliche Sofortrenten von bis zu 5.000 Euro, Geldgewinne von bis zu 1 Mio. Euro sowie viele weitere Sachpreise. www.fernsehlotterie.de 10

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COLLECTION HAUTE COUTURE Wir helfen dem: Weseler Straße 253 · 48151 Münster www.rincklake-van-endert.de Tal 11 – 80331 München www.boehmler.de Grünstraße 15 – 40212 Düsseldorf www.bartels-einrichtungshaus.de Rosenbergstraße 106, D-70193 Stuttgart Stresemannstraße 1 – 70191 Stuttgart www.fleiner-moebel.de Margaretenstraße 93 · 1050 Wien www.gruenbeck.co.at Holderberger Strasse 88 – 47447 Moers www.drifte.com Ludwigstraße 71 – 63456 Hanau-Steinheim www.meiser-wohnen.de Kieler Straße 301 – 22525 Hamburg www.cramer-moebel.de

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UNTERWEGS Märchenhafte Momente Was für ein Käfer. Man lächelt, und manchmal winken Menschen einem freundlich zu. Kinder bleiben staunend vor der Prinzessin stehen und reden mit ihr. Vielleicht wünschen sie sich etwas? Dann hat man das Gefühl, dass auch die Prinzessin lächelt und zufrieden ist: Die Menschen verstehen ihre Botschaft. Die kleine Prinzessin ist im ganzen Land unterwegs, um Freude zu bringen und Unterstützer für die Kinderhospizarbeit zu gewinnen – das ist wahrhaft ein Lächeln wert. Wenn ein Tag gelungen, bunt und fröhlich war, dann passiert es manchmal, dass sie vor lauter Freude Sternenstaub versprüht. 12

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UNTERWEGS 13

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Hotline Sorgentelefon – Hilfe rund um die Uhr Hotline für Angehörige schwer kranker Kinder geplant Angehörige sind ratlos und das Leben bricht komplett über ihnen zusammen, wenn die Diagnose für ein Kind lautet: unheilbar krank. Familien befinden sich dann in einer Krisensituation, in der sie auf Hilfe, Unterstützung und kompetente Beratung angewiesen sind. Am besten aus einer Hand und zu jeder Zeit – nämlich genau dann, wenn sie nicht mit der Pflege des Kindes beschäftigt sind, sondern sich gerade um die Klärung der Situation kümmern können. Recherchen des Bundesverbands Kinderhospiz e. V. habe ergeben, dass derzeit in Deutschland keine aktive Sorgen-Hotline die Anforderungen erfüllt: 24-stündige Erreichbarkeit, starke deutschlandweite Vernetzung und komplexe Datenbankinhalte. Deshalb wurde ein Projektteam aus Mitarbeitern mehrerer Kinderhospize gegründet, das die Planung eines Sorgentelefons für Angehörige schwerstkranker Kinder und junger Menschen auf den Weg gebracht hat. Das Sorgentelefon soll betroffenen Familien helfen, den Zugang zur Hospizversorgung zu erleichtern und Hemmschwellen abbauen. Mithilfe eines großen Netzwerkes aus Kinderhospizorganisationen soll eine Kontakt- und Vermittlungsstelle entstehen, die rund um die Uhr für die Familien da ist. Geplant ist, die bundesweite Rufnummer mit geschulten Ehrenamtlichen zu betreiben, die im Bedarfsfall Fachkräfte aus dem Netzwerk hinzuziehen. So soll sich das Sorgentelefon zu einer „Datenbank der Spezialisten“ entwickeln, die die breite Spanne des Beratungsbedarfs in der Kinderhospizarbeit abdeckt. „Durch die Vernetzung der einzelnen Dienste und Einrichtungen werden Informationen, Wissen und Ressourcen gebündelt und den Familien in ganz Deutschland zugänglich gemacht“, beschreibt Sabine Kraft das Ziel des Projektes. Interview: Fragen an Sabine Kraft, Geschäftsführerin Bundesverband Kinderhospiz e. V. Sie wollen eine Telefon-Hotline einrichten. Für welche Fälle zum Beispiel? An einem Sonntagabend rief eine Mutter aus Leipzig bei mir an, völlig aufgelöst: Ihre schwer kranke Tochter war ins Krankenhaus eingeliefert worden. Es hieß, sie werde die Nacht nicht überleben. Meine Nummer hatte sie aus dem Internet, zum Glück war ich gerade da. Ich hab dann eine Hospizmitarbeiterin in Leipzig kontaktiert, sie fuhr gleich hin. Geht es manchmal auch nur ums Reden? Ja, wir nennen es auch bewusst „Sorgentelefon“. Aber auch dabei ist es wichtig zu wissen, welche speziellen Hilfen es überhaupt gibt. Oft geht es ja um konkrete Entscheidungen. Zum Beispiel? Können wir wirklich in den Urlaub fahren, nur mit den Geschwistern? Oder: wenn unsere Tochter zu Hause sterben wird, schaffen wir das alleine? Zugrunde liegt oft der Konflikt: kämpfen oder loslassen? Spendenkonto: Sparkasse Olpe, Konto: 29033, BLZ: 462 500 49 Stichwort: Sorgentelefon 14

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Rubrik HELFEN IST EINE HERZENSANGELEGENHEIT Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH engagiert sich für Kinderhospize Als Marktführer fühlen wir uns verp ichtet, mit gutem Beispiel voranzugehen: den Menschen zu helfen, die unter einer Schwersterkrankung leiden. Besonders Kinder, aber auch deren Geschwister und Eltern, benötigen in einer solchen Lebenslage vielfältige Unterstützung und Begleitung, die in den Häusern der Mitglieder des Bundesverbandes Kinderhospiz e. V. zu nden sind. Helfen ist uns eine Herzenssache Seit unterstützen wir den Bundesverband Kinderhospiz e. V. mit Spenden und dem, was wir am besten können: etwas zur Scha ung von Lebensräumen beitragen. Gerade realisieren wir, zusammen mit unseren Lieferanten, im Kinderhospiz Sterntaler e. V. in Dudenhofen das Bauprojekt „Kleine Scheune“, einen wichtigen Begegnungs- und Aufenthaltsraum. Bausto e, Materialien und deren Verarbeitung vor Ort haben wir gern bereitgestellt. Wir freuen uns, auch bei weiteren Projekten des Bundesverbandes Kinderhospiz e. V. wieder kräftig mit anzupacken und dabei unsere Lieferanten wieder zum Mitmachen zu bewegen. SGBD Deutschland GmbH Hanauer Landstraße Frankfurt am Main Tel. + ( ) / www.sgbd-deutschland.com 15

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