Magazin Heimatherz Ausgabe Frühjahr 2016

 

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Heimatmagazin für Südwestfalen, Sauerland

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HEIMATHERZ HEIMATHERZ wissen · erleben · wohlfühlen Sauerland · Südwestfalen Ausgabe Frühjahr 2016 3,80 € Anregungen, Impulse und Gedanken zum Nachdenken

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Geh raus Atme tief Öffne die Augen Genieße die Weite Spüre die Heimat Foto: Rainer Sturm_pixelio.de 2

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Heimat tut so gut Wenn mir mal wieder alles zu viel wird – wenn mal wieder alles und jeder nervt – wenn die Zeit nur so dahin rast – wenn ich keinen klaren Gedanken fassen kann und so völlig ideenlos bin – dann setze ich mich ins Auto, fahre maximal 10 Minuten und bin in der Natur. Das kann an einer Talsperre sein, ebenso wie auf einem Berg mit einer fantastischen Aussicht über die Region. Dann genieße ich den Anblick, der sich mir bietet. Dann lausche ich der Ruhe unweit des Stadtgeschehens. Es ist so unglaublich wohltuend, die Natur auf sich wirken zu lassen und sich an ihrem Anblick zu erfreuen. In dem Moment wird mir immer bewusst, wie schön es hier in der Heimat doch ist und wie oft einem der Blick dafür versperrt wird. Mein Tipp: Raus in die Natur, wenn mal wieder alles zu viel wird. Wir haben es doch nicht weit. Das Gute liegt so nah. Frühlingsfrische Grüße Ihre Heimatherz Redaktion HEIMATHERZ 3

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Inhalt 3 6 Themenbilder Editorial 12 Das rote Sofa 18 Wir gehen ins Kino „Bitte Platz nehmen, Model gesucht“, ab Seite 12 „Kino - statt underground mitten auf der Straße“, ab Seite 18 26 Zu Gast im Backhuis 32 Ein Sauerländer doubelt Devid Striesow 38 Impulse von Richard Gappmeyer 42 Wissenswertes über die Bergstadtstiftung 50 Ein Besuch im Torhaus „Einkehr in einer richtig guten Stube“ ab Seite 26 „Vorstellung der Bergstadt-Stiftung“, ab Seite 42 „Seelennahrung von Richard Gappmeyer“, ab Seite 38 und ab Seite 72 „Tür und Tor geöffnet“, ab Seite 50 4

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57 Prag bucht Südwestfalen 60 Das Venedig Westfalens 64 Ein Pott geht um die Welt „Die Philharmonie Südwestfalen, international erfolgreich“, ab Seite 57 „Ab und zu ins Abenteuer“, ab Seite 32 68 Deutschland fährt auf Südwestfalen 72 Inspirationen von Richard Gappmeyer 77 Sauerland-Tipps 78 Abo-Informationen 82 Ein Rezept aus der Kochschule „Eine runde Sache aus Südwestfalen“, ab Seite 68 „Von Iserlohn aus in die ganze Welt“, ab Seite 64 88 Abo-Prämien 90 Impressum „Armin Moser hat gekocht“, ab Seite 82 „So viele Brücken in nur einer Stadt“, ab Seite 60 HEIMATHERZ 5

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Fotos: Christian Janusch 6

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Fotos: Michael Kaub 8

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Fotos: Cédric Olivier Nougrigat (S. 10) Peter Dahlhaus (S. 11) HEIMATHERZ 11

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Rotes Sofa 12

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Christian Ja nusch das im d n u – h c u o C ie d f au Südwestfalen gehört stian Janusch ri h C it se st e d in m u e. Z buchstäblichen Sinn enschen M ie d d n u t is s g e fa unterw mit seinem roten So bittet. k c tü ls e b ö M s e n je auf eben ooting. sh to o F m u z n e m h e Platzn HEIMATHERZ 13

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Aber von Anfang an: Es begann in der Ausstellung des Düsseldorfer Fotografen Horst Wackerbarth, der vor gut einem Jahrzehnt in seiner Heimatstadt die großformatigen Aufnahmen seines „Red Couch“-Projektes präsentierte. Der heute 75-Jährige ist seit vielen Jahren auf der ganzen Welt unterwegs, um Menschen auf dieser Couch abzulichten und somit seine „Gallery of Mankind“ zu verwirklichen. Christian Janusch, damals als junger Journalist in Südwestfalen unterwegs, war von der Idee des Projekts sofort begeistert. Sein Gedanke: Was der Starfotograf auf dem gesamten Globus praktiziert, muss auch im beschaulichen Südwestfalen möglich sein. Zugegeben – es dauerte einige Jahre, bis das Projekt in die Tat umgesetzt wurde. Erst als beim Auktionshaus eBay ein antikes, mit rotem Stoff bezogenes Sofa zum Verkauf angeboten war, flammte vor gut drei Jahren die fast schon erloschene Begeisterung wieder auf. Ironie des Schicksals: Zweimal wurde dem Siegerländer das Möbelstück praktisch vor der Nase weggeschnappt – die jeweiligen Bieter nahmen aber beide Male wieder Abstand vom Kauf. Also nahm Janusch persönlich Kontakt auf und machte sich auf den Weg ins Ruhrgebiet, wo die Chaiselongue in einem Hinterhof ein karges Dasein fristete. Der Deal war unter Dach und Fach und das Sofa im Kombi unterwegs nach Südwestfalen. 14

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Ein guter Freund, beschäftigt bei der Stadtverwaltung seiner Heimatstadt Freudenberg und dazu glühender Fortuna-Düsseldorf-Fan, war der Allererste, der auf dem betagten Möbelstück Platz nahm und sich im Trikot vor dem Rathaus ablichten ließ. Weitere Fotomodelle ließen nicht lange auf sich warten – innerhalb weniger Wochen wurden die örtlichen Medien auf die lokale Adaption der „Roten Couch“ aufmerksam. Wie andere Leute Paninisticker sammelten, sammelte Christian Janusch Menschen aus seiner Heimatregion, die er auf das rote Sofa setzte, sie fotografierte und interviewte. Ob der Hubschrauberpilot, der Schäfer, der Großstadt-Bürgermeister, der Künstler, die Postbotin, der Straßenkehrer, der Blinde oder die Gärtnerin – sie alle und noch viele weitere haben sich von Christian Janusch fotografieren lassen und sich ein paar Minuten Zeit genommen, um aus dem persönlichen Nähkästchen zu plaudern. Was bewegt sie? Was bedeutet ben Sie Glück für sie? Wovor haAngst? Persönliche, und vor allem universelle Fragen, die praktisch jeder beantworten kann, unabhängig von Bildung, Herkunft oder sozialem Status. HEIMATHERZ 15

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