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KreuzlingerZeitung

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KreuzlingerZeitung Auflage: 23 500 Exemplare m ite Im Se – o z 14 e al n i o 19 12.2. 2016 Nr. 6 AMTLICHES PUBLIKATIONSORGAN VON KREUZLINGEN/TÄGERWILEN/LENGWIL/KEMMENTAL INHALT Kameras an Schulen Die Primar- und Sekundarschulbehörde Kreuzlingen hat an all ihren Anlagen Videokameras anbringen lassen. Ein notwendiges Übel, um gegen zunehmende Diebstähle und Vandalismus eine Handhabe zu haben, erklärt Schulpräsident René Zweifel. Seite 3 Der erste Baustein für das Eigenheim Aus für Kultblatt Die Medienvielfalt im Raum Kreuzlingen ist auf einen Schlag ärmer. Das Magazin «QLT» aus Konstanz erschien diese Woche zum letzten Mal. Über die Gründe für das Aus und wie es sich 36 Jahre lang halten konnte lesen Sie auf Seite 5 Es geht nicht weiter Das Sprichwort «Viele Köche verderben den Brei» scheint sich vor allem im Bauwesen zu bewahrheiten. Mit dem Areal Löwen-Sallmann geht es jedenfalls derzeit nicht vorwärts. Den schwarzen Peter schieben sich die beteiligten Landbesitzer und die Bauverwaltung nun gegenseitig zu. Seite 18 Am Wochenende vom 19. und 20. Februar findet zum vierten Mal die Immobilien- und Baumesse Immozionale statt. Im Dreispitzsaal sind während beiden Tagen zahlreiche Experten vertreten, damit jeder Besucher sein Traumhaus findet oder sein Heim dazu umbauen kann. Kostenlose Fachvorträge umrahmen die Messe und die knapp 50 Aussteller haben sich wieder allerhand Innovatives überlegt. Was genau sowie das gesamte Programm lesen Sie auf den Seiten 14 bis 19      • individuell • pünktlich • zuverlässig • exibel • Bezugspersonenp ege 10CAsNsjY0MDQx0TW2NDA2NQUAn0KkvA8AAAA= 10CFXKKw6AQAwFwBN1814_gVJJcARB8GsImvsrAg4xbta1ouEzL9ux7EXQXSxhEUVnG0yLY7ZUFpWhYExIp-lgvy6gBYD-FqEKoyPFIYZuY7T7vB7szDv1cQAAAA== … alles aus einer Hand! Theater Roos & Humbel «Pitschi» Puppenspiel in Mundart   )     & #"!%&$%% * #%& *  $'(! "" Debüt Konzert der Teacher Band Special Guest Max Helfenstein (ehemaliger Solo-Trompeter der DRS Big Band) Mi. 17. Februar 2016 15.15 Uhr in der Musikschule Kreuzlingen Samstag, den 20. Februar 2016 19.30 Uhr Gespielt wird Jazz aus allen Stilepochen. Unter anderem Kompositionen von Chick Corea, Horace Silver, Mike Stern, Michael Brecker, Pat Metheny, Jazz Crusaders und Sting. Unsere Filiale in Ihrer Region Telefon 071 672 55 22 www.homecare.ch Eintritt frei, Kollekte Hauptstrasse 55a . Kreuzlingen Vorverkauf: www.theaterandergrenze.ch        www.GleisEins.ch BEZIRKSGERICHTSWAHLEN 28. FEBRUAR 2016 THOMAS PLEULER, Berufsrichter, bisher (CVP) RUTH FALLER GRAF, Gerichtspräsidentin, neu (SP) JÜRG ROTH, Berufsrichter, neu (FDP) immokanzlei® AG immokanzlei® AG GZA/AZA 8280 Kreuzlingen

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2 Anzeigen  V]HQLVFKH 3URGXNWLRQ KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar 2016 7KXUJDXHU %DURFNHQVHPEOH abaris Raucherentwöhnung * 3K 7HOHPDQQ Nichtraucher durch Laser seit 27 Jahren Fr. 190.- inklusive Hunger/Diätpunkt '(5 6&+8/0(,67(5 +D\GQ  &LPDURVD Mobile Hundeschule SKN Theorie bei Ihnen Zuhause SKN Praxis in Einzel- oder Gruppenkurs Verhaltensberatung Einzel- und Gruppentraining www.wauhow.ch info@wauhow.ch 5XGROI 5XFK %DULWRQ .LQGHUFKRU DG KRF 3DXO (QJHOL 5HJLH 5DLPXQG 5HJJH /HLWXQJ (YDQJ .*+ %lUHQVWUDVVH   8KU XQG  8KU .DUWHQ ]X )U  6FKOHU )U  Exkursion: Mit der VHS zur Ceposa AG Kreuzlingen Dienstag, 8. März 2016 Beginn 15:00 Uhr Treffpunkt Ceposa AG, Hafenstrasse 4, Kreuzlingen Eintritt 6 Franken Anmeldung bis 25. Februar 2016 erforderlich unter anmeldung@vhs-kreuzlingen.ch oder 071 695 21 85 .UHX]OLQJHQ  )HEUXDU  9RUYHUNDXI 071 534 88 95 KREUZLINGEN 3DSHWHULH %RGDQ .UHX]OLQJHQ     ZZZWKXUJDXHUEDURFNHQVHPEOH#EOXHZLQFK nikotinlos-bodensee.ch Albert Stäheli Vollständiges Programm: www.vhs-kreuzlingen.ch KID‘S YOGA kostenlose Schnupperlektion Donnerstag, 18. Februar, 16 – 17 Uhr Jetzt anmelden, beschränkte Platzzahl! DAS JAHR 2016 – VEDISCHE ASTROLOGIE Freitag, 26. Februar, 19 Uhr Vortrag mit Gudrun Lewis-Schellenbeck Keine Anmeldung nötig, Teilnahme kostenlos. Seit 12 Jahren täglich Kurse. Ruth Blattner, Tel. 071 664 20 90 Mehr Infos: www.yogaamsee.ch Yogaraum: «Mack»-Hallen, Ermatingen Für Jungs & Mädels von ca. 4 – 7 Jahren Funktionelle & Schicke Mode Geschäftsöffnungszeiten in der Löwenstrasse in Kreuzlingen Di & Do 9:30 bis 12:00 Mi & Fr 9:30 bis 12:00 und 14:30 bis 18:30 Sa auf Voranmeldung Telefon 079 638 37 59 Die Immobilien- und Baumesse Diagnostik bei Hochbegabung und allgemeinen Schulschwierigkeiten Beratung, Begleitung, Förderung Donnerstag, 25. Februar 2016 Torggel Rosenegg, Bärenstrasse 6, Kreuzlingen Eintritt Fr. 6.Anmeldung unter begabung-plus@bluewin.ch oder 071 671 23 68 erkennen und fördern Vortrag: Begabungen Marco Vidale, Präsident TCS Sektion Thurgau, Weinfelden imm oz leiona tg.c h Neue Kurse für interessierte Kids Februar / März • Mathematische Knobeleien (ab 8J.) • Gedichte schreiben (ab 10J.) • Erfindungen auf der Spur (ab 10J.) • Experimente mit Luft (ab 8J.) gut-werbung.ch «Ohne zweite Gotthardröhre besteht ein ständiges Sicherheitsrisiko. Deshalb sage ich Ja zur zweiten Gotthardröhre, denn das bedeutet mehr Sicherheit für alle Autofahrerinnen und Autofahrer.» Gotthard-tunnel-ja.ch Thurgauer Komitee «Gotthard Tunnel sicher JA», www.thurgauerkomitee.ch Eintritt frei! ÖFFNUNGSZEITEN Fr. 19. Feb. 2016 16 – 20 Uhr Sa. 20. Feb. 2016 10 – 17 Uhr Messepartnerin www.begabung-plus.ch 071 671 23 68 begabung-plus@bluewin.ch Immobilienpartner Patronat Medienpartnerin Technologie-Sponsor Liste 5

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KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar 2016 DRITTE SEITE 3 Schulen werden videoüberwacht Ende Februar werden an neuralgischen Punkten der Kreuzlinger Schulen Überwachungskameras aufgeschalten. Die Primar- und Sekundarschulbehörde Kreuzlingen verspricht sich davon eine abschreckende Wirkung gegenüber Vandalen und kriminellen Banden. Kreuzlingen. «Die Kosten für die Schulbehörde aufgrund krimineller Machenschaften nehmen überhand», begründet Schulleiter René Zweifel die Entscheidung, an allen elf Hauptanlagen der Schule Kameras anzubringen. Überwacht werden sollen jeweils neuralgische Punkte wie Fahrradunterstände oder schlecht einsehbare Ecken. Diese Punkte wurden mit den jeweiligen Abwarten abgesprochen. So werden durchschnittlich drei Kameras pro Areal angebracht. «Schmierereien, Vandalismus und Velodiebstähle machen diese Massnahme nötig», erklärt Schulpräsident nicht ohne Bedauern. Bis anhin waren Videokameras nur beim Burgerfeld, der Dreispitz- Einer muss hinter Gitter Das Thurgauer Obergericht verurteilte zwei Männer, die in der SBB-Unterführung in Kreuzlingen zwei Gleichaltrige angegriffen hatten, zu bedingten und teilbedingten Freiheitsstrafen von 24 und 30 Monaten. Kreuzlingen. Die zwei jungen Männer hatten ihre Opfer 2009 mit Faustschlägen und Fusstritten traktiert. Die Opfer erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen. Beide Angeklagten zogen den Fall bis ans Bundesgericht. Dieses kam zur Auffassung, eine Tötungsabsicht lasse sich nicht beweisen. Zudem seien die Strafen auch angesichts der einer Vorverurteilung gleichkommenden medialen Berichterstattung zu hoch. In einer zweiten Runde verurteilte das Obergericht im Dezember 2015 den einen Mann wegen versuchter schwerer sowie einfacher Körperverletzung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten. Die sogenannte Probezeit beträgt zwei Jahre, das heisst, die Strafe wird nur fällig, wenn sich der Mann in dieser Zeit erneut etwas zuschulden kommen lässt. Den anderen Angeklagten bestrafte das Obergericht wegen versuchter schwerer Körperverletzung in zwei Fällen zu 30 Monaten (Probezeit: fünf Jahre), wovon sechs Monate zu vollziehen sind. Hinzu kommt beim zweiten Angeklagten eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 100 Franken und eine (zu bezahlende) Busse von 3000 Franken wegen mehrfacher grober Verkehrsregelverletzung und Fahrens in fahrunfähigem Zustand. Die Entscheide sind rechtskräftig.. KLZ Anzeige Überwachungskameras sollen eine abschreckende Wirkung haben. Bild: ek halle und den Schulhäusern Egelsee und Remisberg angebracht. Dort habe man mit Kameras an kritischen Punkten gute Erfahrungen gemacht. «Wir konnten dank Videoaufnahmen Velo- und Garderobendiebe sowie Graffiti-Sprayer überführen», so Zweifel. Zudem spreche sich die Videoüberwachung schnell herum, was lausbuben und Vandalen von Schabernack abhalte. Die Gruppierungen, welche durch ihr Treiben Folgekosten für die Schulbehörde verursachen, sind bunt gemischt. Skater, jun- ge Erwachsene aus Kreuzlingen aber auch aus umliegenden Städten sowie professionelle Velodiebe hätten in vergangenheit ihr Unwesen auf den Schularealen getrieben. Die einmalige Installation der 30 Überwachungskameras kostet die Schulbehörden 120 000 Franken. Die Kameras werden 24 Stunden in Betrieb und mit einem Bewegungsmelder ausgestattet sein. Keine Überwachung der Schüler Die Massnahme wurde noch von seinem Vorgänger Jürg Schenkel initiiert. Zweifel ist einer Überwachung kritisch eingestellt, steht jedoch hinter dem Projekt. «Es kann nicht sein, das einzelne Gruppierungen uns Steuerzahlern so viel Geld kosten.» Zweifel betont zudem, dass es nicht darum geht, die Schüler zu überwachen, sondern bei Delikten einen Anhaltspunkt für die Polizei zu haben. Nur ein enger Personenkreis erhält Zugang zu den Bilder, welche auch nur bei konkreten Vorfällen eingesehen werden dürfen. Nach einer Woche werden die Aufnahmen wieder gelöscht. Emil Keller Artikel 13a im Thurgauer Datenschutzgesetz gibt Regeln zur Videoüberwachung vor: 1) Öffentlich zugängliche Orte dürfen zum Schutz von Personen und Sachen mit technischen Geräten überwacht werden, wenn 1. die Überwachung in geeigneter Weise erkennbar gemacht wird, 2. die gespeicherten Personendaten nach 100 Tagen gelöscht oder innerhalb dieser Frist mit einer Strafanzeige der Polizei übergeben werden und 3. die Aufsichtsstellen gemäss § 17 vorgängig über die Einführung einer Überwachung informiert wurden. 2) Das Anbringen von Überwachungsgeräten wird von jenem öffentlichen Organ angeordnet, dem das Benützungsrecht oder die Hoheit über den zu überwachenden Ort zusteht. 3) Das verantwortliche öffentliche Organ sorgt dafür, dass die Personendaten vor dem Zugriff unbefugter Personen geschützt sind. Es regelt die Zugangsberechtigung. GESETZ ÜBER DEN DATENSCHUTZ AB 19. FEB 2016 – STADTTHEATER DER ZERBROCHNE KRUG Heinrich von Kleist Regie — Michael von zur Mühlen J T K nach Michael Ende Regie — Holle Münster | Prinzip Gonzo + 1 2 AB 13. FEB 2016 – SPIEGELHALLE MOMO

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4 KREUZLINGEN KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar 2016 Ratgeber Gesundheit Kirche soll Position beziehen Am 28. Februar wählt die Evangelische Kirchgemeinde gleich fünf von neun Vorsteherschaftsmitgliedern neu. Auch das Amt des Präsidenten wird neu besetzt. Zur Wahl für die 40-Prozent-Stelle an der Spitze der Kirchenbehörde steht Thomas Leuch. Kreuzlingen. Das Foto wollte Thomas Leuch am Bärenkreisel schiessen lassen. Während man an einer Ampel halten muss, lässt der Kreisel den Verkehr laufen – für den Kirchenpräsidenten in spe ein passendes Symbol für gelingende Zusammenarbeit statt gegenseitigem Ausbremsen. Herr Leuch, warum wollten Sie nicht vor der Kirche fotografiert werden? Thomas Leuch: Weil für mich das Gebäude nicht entscheidend ist. Kirche – das ist für mich die Gemeinschaft. In erster Linie sind die Menschen wichtig, und dass gemeinsame «Unterwegssein mit Gott». So wie in der evangelischen Kirchgemeinde zur Zeit? Ja, es läuft sehr gut bei uns, die Mitarbeitenden verstehen sich untereinander und die vielen engagierten Angebote dienen den Menschen. Etwa das Kreativ-Projekt im Open Place bei der Kirche Kurzrickenbach, um nur eines von vielen zu nennen. Orte, wo man einfach «Sein-Kann» sind in der heutigen hektischen Welt zunehmend wichtig. Das sind genau die Nischen, welche die Kirche besetzen kann und soll. Gerade im sozialen und nichtkommerziellen Bereich. Oder wenn wir Hand bieten können wie bei «VerwertBar», dem Projekt gegen Essensverschwendung. Das war aber nicht immer so? Es gab auch schon andere Zeiten in unserer Gemeinde. Christen sind ja gut darin, dem anderen die Bibel über den Kopf zu schlagen. Aber das ist lange her. Susanne Dschulnigg hat hier sehr gute Arbeit geleistet und die Gemeinde auf Vordermann gebracht. Ihre Führung war klar und sie hat die Leute an einen Tisch gebracht mit ihrer direkten Art, die ich sehr schätze. Diesen Weg will ich weitergehen und gegebenenfalls ausbauen. Auch heute brodelt’s in manchen Gemeinden, etwa bei den Kreuzlinger Katholiken. Wie würden Sie eine solche Situation angehen? Dass mal ein Streit geschlichtet werden muss, ist normal. Dann würde Thomas Leuch vor dem Kreuzlinger Bärenkreisel. Bild: sb Joppe Vreugdenhil Dipl. med. Physiotherapeut Knieschmerzen: Physiotherapie hilft! Nicht nur ältere, sondern oft auch junge, sportlich aktive Menschen klagen häufig über Kniebeschwerden. Typische Auslöser sind Treppensteigen (das Kniegelenk muss beim Treppensteigen das Achtfache tragen!), Bergablaufen oder sportliche Aktivitäten, die mit Belastungen in tiefer Hocke verbunden sind, aber auch zu langes Sitzen. Beim Radfahren wird das Kniegelenk vor allem durch hohe Kraftaufwendung beim Bergauffahren oder exzessives «In-die-Pedale-Treten» belastet. Bei dem so genannten «runners knee» sind die Schmerzen nicht auf ein defektes Knie, sondern auf verkürzte Muskeln im Beckenbereich und am Sitzbein zurückzuführen. Krankengymnastik statt Froschsprünge Meist ist gar keine Knie-Operation erforderlich, es reicht oft schon die schmerzauslösenden Belastungen weitgehend einzuschränken. Dazu gehören z.B. veraltete Trainingsmethoden in der Hocke, wie der Entengang, Froschsprünge und Kniebeugen mit Gewichten, denn diese üben einen zu hohen Druck auf die Kniescheibe aus. Sinnvoll hingegen sind krankengymnastische Übungen, um die Oberschenkelmuskulatur zu stärken. Dafür eignen sich Fitnessgeräte oder das Theraband, ein breites Gymnastikband aus Gummi. Wichtig ist auch, auf eine gute Dehnbarkeit der Kniebeugemuskulatur zu achten. Ein fünf- bis zehnminütiges Aufwärmtraining mit vorsichtigen Dehnübungen ist ganz wichtig. Thomas Leuch ist Jahrgang 61 und von Beruf Anlagebauer. Mit Gattin Brigitte wohnt er seit bald 30 Jahren in Kreuzlingen. Hier haben sie drei mittlerweile erwachsene Kinder gross gezogen. In der evangelischen Kirchgemeinde kennt man die Leuchs als engagierte Mitglieder. Bis Sommer vergangenen Jahres war Thomas Leuch Präsident der Kreuzlinger EVP und ist heute Kassier. Seit 2002 sitzt er im Gemeinderat. Momentan ist er Gemeinderatspräsident. sb ich versuchen, zu vermitteln. Aber da wurde viel Geschirr zerschlagen. Für die Betroffenen ist’s jedenfalls tragisch. Es wäre nötig, eine Mediation, eine neutrale Stelle, hinzuzuziehen. Vielleicht würde ein personeller Wechsel frischen Wind bringen. Wie stehen Sie zur Ökumene? Es ist schön, wenn die Gemeinden zusammenspannen wie bei «Kirchen für Kreuzlingen». Gemeinsam kann man mehr erreichen. Zu lange haben die Gemeinden sich durch ihre Unterschiedlichkeiten blockieren lassen, statt ihre Synergien des gemeinsamen Gottvertrauens zu nutzen. ... und andere Religionen? Ich möchte meinen Glauben niemandem aufzwängen und ich habe auch keine Probleme damit, wenn jemand einen anderen Glauben hat. Wo sehen Sie Ihre zukünftigen Schwerpunkte? Ich möchte mich unter anderem für die Jungen und Junggebliebenen einsetzen. Ehrenamtliche Arbeit muss ZUR PERSON mehr unterstützt werden. Es tut Menschen gut, sich für andere einzusetzen. Der Druck, in der Arbeitswelt, zu genügen, ist heute gross. Die Kirche soll da helfen, wo es andere nicht können. In der Seelsorge etwa. Die gibt’s nicht auf dem Sozialamt. Wie passen Politik und Kirche für Sie zusammen? Falls Sie auf mein Gemeinderatsmandat anspielen: Das werde ich vorerst behalten. Ganz allgemein finde ich, dass die Kirche ihren Einfluss auf die Gesellschaft wieder zurückgewinnen sollte. Etwa im Bereich Elternbildung oder Erziehung hat die Kirche etwas zu sagen. Sie sollte Stellung beziehen zu Themen wie Genmanipulation oder dem gefährlichen Rechtsdrall allerorten. Kirche muss sich für Gerechtigkeit einsetzen und soll sich auf die Seite der Schwachen stellen. Sie kann auch positiven Einfluss auf extreme Gruppen haben. A propos extreme Gruppen: Sie haben einst Bass gespielt für eine legendäre Kreuzlinger Punkband. Vom Punk zum Kirchenpräsidenten, wie passt das zusammen? Damit ziehen mich meine Kinder heute noch manchmal auf (lacht). Ich habe aber nie besonders punkig ausgesehen! Es war für mich eine Einstellungssache. Als Punk ist man ja immer ein Fragender, ein Suchender. Jemand, der etwas verändern will. Und dann kam der Glaube, wie ein Blitz vom Himmel? Nein, da gab es kein plötzliches Erweckungserlebnis, bei mir war es ein Prozess. Ich war immer einer, der bereit ist, neue Wege zu gehen. Interview: Stefan Böker Tipps für‘s Knie: t 5SFQQFOTUFJHFO #FSHBCMBVGFO ÃCVOHFO JO der Hocke meiden t 3BEGBISFS TPMMUFO BVG EJF SJDIUJHF 3BINFOhöhe und Sitzhöhe sowie Sattelneigung achten t 0CFSTDIFOLFM VOE 3àDLFONVTLVMBUVS NJU gezieltem Training oder Krankengymnastik stärken t "VGXÊSNUSBJOJOH VOE %FIOàCVOHFO t 4DIXJNNFO Sehr gerne berate ich Sie zu Ihren Kniebeschwerden auch in meiner Praxis und gebe Ihnen auch spezielle Knie-TherabandÜbungen mit nach Hause. Ihr Joppe Vreugdenhil )BVQUTUSBTTF  t  ,SFV[MJOHFO 5FM     QIZTJP!BNCPVMFWBSEDI XXXQIZTJPBNCPVMFWBSEDI

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KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar 2016 KREUZLINGEN Kreuzlinger Jazz Nights @ SiX i m m e r d o n n e r s t a g s l i ve – f r e i e r E i n t r i t t 5 Gekommen, um zu bleiben Am Wochenende öffnet das Restaurant Schloss Seeburg wieder seine Türen für die Öffentlichkeit. Mit der symbolischen Schlüsselübergabe hiessen am Montag Vizestadtpräsidentin Dorena Raggenbass und Liegenschaftsverwalter Peter Bergsteiner das neue Pächterehepaar Matias und Jacqueline Bolliger herzlich willkommen. Kreuzlingen. «Mit Matias und Jacqueline Bolliger haben wir zwei erfahrene Gastronomen gewinnen können», freute sich Raggenbass. Dieser Betrieb sei Herausforderung und Chance zugleich, zumal es sich um einen Gastronomiebetrieb in einem geschichtsträchtigen Haus handle, den es das ganze Jahr über zu bewirtschaften gelte. freundlichkeit zu günstigen Preisen. Letztlich überzeugte das Betriebskonzept auch den Stadtrat, der die beiden aus rund zwölf Bewerbern auswählte und im Januar 2015 mit ihnen den Mietvertrag abschloss. Als Küchenchef konnte Marc Wöhrle gewonnen werden, der bereits ein paar Stationen in der Region hinter sich hat. w w w . h o t e l s i x . c h Vater ist Metzger Matias Bolliger ist 1983 in Kreuzlingen geboren und aufgewachsen. Sein Vater ist Rolf Bolliger vom «Schlemmerzentrum». Nach einer Koch- und Servicelehre arbeitete er in verschiedenen Betrieben. Mit der Hotelfachschule rundete er seine Ausbildung im Managementbereich ab. Gemeinsam mit seiner Frau Jacqueline, ebenfalls gelernte Köchin mit Ausbildung an der Hotelfachschule, und seiner zweijährigen Tochter, baut Bolliger nun in seiner Heimatstadt eine neue Existenz auf. Und kehrt sogar an eine ehemalige Wirkungsstätte zurück. Zum Anbeissen: Die neuen Schlossherren Jacqueline und Matias Bolliger (li.) erhielten den «Hausschlüssel» von Liegenschaftsverwalter Peter Bergsteiner Bild: Thomas Martens und Stadträtin Dorena Raggenbass. Regional und familienfreundlich Genau das haben die beiden auch vor. Von Mai bis September soll das Restaurant Schloss Seeburg täglich ab 10 Uhr geöffnet sein, die restlichen Monate bleibt der Betrieb montags und dienstags geschlossen. Mit frischen, regionalen Gerichten, Fisch und Fleisch, Mittagsmenüs und diversen, teilweise regelmässigen Events, bringen Jacqueline und Matias Bolliger frischen Wind in die Seeburg. Als junge Eltern setzen sie auch auf Familien- Interessierte können die Gastgeber am «Tag der offenen Tür» kennenlernen. Am Samstag, 13. Februar, empfangen Bolligers ihre Gäste zwischen 10 und 19 Uhr zu einem Schluck Wein und kleinen Häppchen aus der Schlossküche. Der eigentliche Startschuss in die Saison 2016 fällt tags darauf am Valentinstag. TAG DER OFFENEN TÜR «Ich habe 1989 beim damaligen Pächter Adrian Nufer eine Schnupperlehre gemacht», erinnert sich Bolliger. Die neuen Schlossherren sind sich durchaus bewusst, dass es Gastronomen in Kreuzlingen in diesen Tagen nicht unbedingt leicht haben: «Wir können das Umfeld nicht beeinflussen, damit müssen wir klarkommen», so Bolliger. Dennoch überwiegen für ihn und seine Frau die Chancen die Risiken, «sonst hätten wir uns darauf nicht eingelassen». Es gilt, laut damaligem Ausschreibungsexposé, 44 400 Franken Grundmiete, zuzüglich rund 22 000 Franken Nebenkos- ten, im Monat also etwa 5500 Franken zu erwirtschaften. Der Gastronomiebetrieb im altehrwürdigen Gebäude von 1870 begann 1991 mit einem Selbstbedienungsrestaurant. 1997/98 erfolgte der Umbau und seit 1. April 1998 existiert das Restaurant in der heutigen Form. «Wir haben das Gebäude und die Küche natürlich laufend renoviert und modernisiert», sagt Bergsteiner. Erst auf 2011 sei das Restaurant komplett überholt worden. In den vergangenen fünf Jahren hat die Stadt rund eine Million Franken in das Objekt investiert. T. Martens/IDK Integrationsleitfaden für Spass Die diesjährige Narren-NightShow wartet mit hervorragenden Kulissen und Kostümen auf. Themen und Akteure zum verspotten gab es im vergangenen Jahr zudem zuhauf. Kreuzlingen. «Wollen wir die Zuschauer nun integrieren, intrigieren oder mit ihnen interagieren», fragen sich die beiden Mitarbeiter des Spasszentrums am Anfang der NarrenNight-Show. Am Ende des Abends werden alle drei Vorschläge umgesetzt sein. Willkommen im Saubachsaal des Schulhauses Bernegg oder eben Spasszentrum. Hier stehen Wortspiele auf der Tagesordnung und auf dem Programm: «Wahlversprechen kann man brechen ohne Verbrechen» oder «Alt Bundesrat blocht nach Bern» sind nur einige davon. Die Häme der Narrengesellschaft macht dabei vor den eigenen Mitgliedern, welche zum Teil auch politische Ämter besetzen, nicht halt. So wird kurz vor dem Einsatz von Rolf Uhler als Hofnarr gleich noch eine Anekdote über ihn zum besten gegeben, wie er in der Fahrschule mit seiner Vespa einen Unfall baute. Der satirische Jahresrückblick ist noch dieses und nächstes Wochenende zu sehen. Wenige Karten gibt es im Vorverkauf bei Oeler + Beringer an der Hauptstrasse oder an der Abendkasse. Emil Keller Wer sich im Spasszentrum nicht benimmt, wird schnell ausgeschafft. Bild: ek

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6 Anzeigen Wir reparieren und fertigen Schmuck aller Art in unserem eigenen Goldschmiedatelier an. Alles wird schnell und preiswert erledigt. Seit über 20 Jahren seriös KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar 2016 Zu vermieten in Kreuzlingen r Wir kaufen Ih rt Altgold aller A lung gegen Barzah Praxis oder Büro ruhig, sonnig, zentral wunderschöner Gartenblick gepflegtes Ambiente Praxis Mitbenutzung in wunderbarer Umgebung Fr 250, Fr 390, Fr 550 Diverse Gewerbe / Lager Gewerberaum, Lager, Atelier für Firma / Privat, ab 99 Fr schöne Büros 22 / 30 / 60 m2 071 672 10 23 info@bttc.ch 10CAsNsjY0MDAx07UwMjU3MgcAC0DMnQ8AAAA= 10CFXKIQ7DMBAEwBedtbv2-ewcrMKigqrcpArO_1HVsIJhcxzpBbfH_nzvryTQug15KJKNJaqSY5YpJlwukBvFqF0z_r6B1QGs3zG4yRdl7NbGGmC5PucXGGq4FXIAAAA= Hauptstrasse 58 CH-8280 Kreuzlingen Telefon 071 672 20 11 Regierungsratswahlen vom 28. Februar 2016 KnillStark wieder in den Regierungsrat monika-knill.ch jakob-stark.ch Verkauf letzte 4½ Zi-Neubau-Wohnung in Ermatingen, Hofackerstr. 29, 142m2 ruhige Süd-Lage, gute Besonnung, nähe See/Bahnhof, gehobener Ausbau grosse Küche, 2 Nasszellen, eig. WA/TU verglaster Sitzplatz, etc. steuergünstige-/ beliebte Seegemeinde Vorzugspreis Fr. 650'000.– Benz Immo Treuhand GmbH Bahnhalde 3, 8596 Scherzingen Tel. 071 688 59 93 Walter Schönholzer in den Regierungsrat 28. Februar 2016 Vermietungen: - 3½ Zi-Wohnung EG, 103m2 netto 1‘750.– - 4½ Zi-Wohnung 2. OG, 137m2 netto 2‘100.– Bahnhalde 5, Scherzingen, neuwertige Wohnungen, ruhige Lage, gute Besonnung, gehobener Ausbau,eigene WA/TU, grosse Balkone/Sitzplatz, etc., steuergünstige Gemeinde Gemeinsam mit Carmen Haag, CVP • Cornelia Komposch, SP Walter Schönholzer, FDP Walter Schönholzer ist ein Praktiker mit grosser Erfahrung in Privatwirtschaft und Verwaltung. Seine zupackende Art gehört in die Thurgauer Regierung. Marlise Marazzi-Egloff, Kantonsrätin, Kreuzlingen ... aus Liebe zum Thurgau. Benz Immo Treuhand GmbH Bahnhalde 3, 8596 Scherzingen Tel. 071 688 59 93 Liste 5 walter-schoenholzer.ch NEUERÖFFNUNG Die neue Zieger Boutique in der Wessenbergstraße 15–17. Kommen Sie vorbei und erleben Sie ein besonderes Einkaufserlebnis. Zieger Boutique · Wessenbergstraße 15–17 · 78462 Konstanz · Fon +49 7531 27 577 · www.zieger-friseure.de

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KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar 2016 REGION 7 Mit der Nummer 934 ist Schluss Die Medienvielfalt im Raum Kreuzlingen ist auf einen Schlag ärmer. Das Magazin «QLT» aus Konstanz erschien diese Woche zum letzten Mal. Wie kein anderes Magazin setzte es frühzeitig auf einen bunten Mix aus Veranstaltungen und Kultur. Kreuzlingen. Toni Rössler ist ein cooler Typ, einer, der sich den freien Geist und die Unbeschwertheit seiner Jugend in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren bis heute bewahrt hat. Vor allem optisch mit Vollbart und langen, zum Pferdeschwanz gebundenen Haaren zeigt sich der Verleger wenig angepasst und alles andere als Verlags-Establishment. Das macht ihn aus und das machte auch 36 Jahre lang sein Produkt aus – das «QLT», vielen vielleicht auch noch als «Kultur Blätter» bekannt. Doch jetzt kam das Ende. Toni Rössler musste Insolvenz anmelden, die amtliche Bekanntmachung wurde ausgerechnet an seinem 64. Geburtstag am 30. Januar publiziert. Während das «Akzent-Magazin» als härtester Mitbewerber nach gescheiterten Verhandlungen mit dem «Südkurier» seit dem Jahr 2000 die Produktpalette des «Schwäbischen Verlages» in Leutkirch ergänzt, hatten Rösslers ungefähr zeitgleiche Flirts mit den beiden grossen Medienhäusern keinen Erfolg und er blieb, wohl oder übel, eigenständig. Eindeutiges Zeichen dafür, dass es in letzter Zeit gar nicht mehr so gut lief, ist, dass wichtige und langjährige treue Mitarbeiter abgesprungen waren – allen voran Redaktionsleiterin Dani Behnke, die vergangenes Jahr beim Theater Konstanz anheuerte. Das Bild von den unliebsamen grauen Nagern, die das sinkende Schiff verlassen, machte die Runde. Auf einmal ging alles ganz schnell. Rössler wurde nach eigenen Angaben eine teure Investition in neue Produktionstechnik und ein Redaktionssystem zum Verhängnis, «rund 50000 Euro». Durch ausbleibende Umsätze blieb nichts mehr zum Gegenrechnen und nur noch der Gang zum Insolvenzgericht. Als Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Hedwig Hanhörster aus Konstanz bestellt. Sie hat in den nächsten Wochen die Aufgabe herauszufinden, ob genügend finanzielle Mittel vorhanden sind, um ein Insolvenzverfahren zu eröffnen. Falls nicht, bleibe nur noch die Liquidation der Firma Rössler und Partner. Sechs festangestellte Mitarbeiter hatte der Verlag zuletzt, sie wurden mittlerweile freigestellt. Das Magazin verstand sich als frech, lebenslustig, unabhängig und unangepasst, so wie sein Gründer, und war es viele gute Jahre lang auch. Doch selbst beim allerbesten Willen konnten die Macher diese Eigenschaften nicht bis in diese – für Medien überaus harte und umkämpfte Zeit – hinüberretToni Rössler mit seinem mobilen Markenzeichen der letzten Jahre. Kleine Bilder (im Uhrzeigersinn): Die letzte, die erste und die 600. QLT-AusgaBilder: tm be. ten. Man passte sich an. Vom Charme einer überaus gut gemachten Schülerzeitung mit jungen, pfiffigen, hungrigen Autoren und einem unkonventionellen Layout ist leider am Schluss kaum noch etwas übrig geblieben. Immer wieder neu erfunden 1980 fand es seine Nische zwischen einigen etablierten Blättern, die es zum Teil schon lange nicht mehr gibt, indem es konsequent auf einen Veranstaltungskalender setzte, der 14 Tage vorausblickt. Später kamen Beiträge zu vielen gesellschaftlichen Bereichen dazu, «lediglich Sport und Tagespolitik fand bei uns nicht statt», erinnert sich Rössler, der eigentlich Mathelehrer und Kunsterzieher ist, seit 2003 in der Schweiz lebt und vor drei Jahren nach Kreuzlingen zügelte. Die gravierendste Umstellung hat das Magazin und seine Leserschaft 2002 erlebt, erinnerte sich Rössler in einem Beitrag zur 800. Ausgabe (Dezember 2012): «Format, Papier und Name änderten sich. Aus den Kultur Blättern wurde QLT.» Absolutes Alleinstellungsmerkmal und langjähriges Aushängeschild aber war die Rubrik «Lonely Hearts». Viele Leser warfen allein deswegen einen Blick ins Blatt. Allerdings weniger der Partnersuche, sondern vielmehr der süffisant-ironischen Kommentare vom «Setzer» wegen. Auch der Autor dieser Zeilen gibt gerne zu, dass er die legendären Zwischentöne immer wieder und mit grossem Genuss gelesen hat. Um den Setzer wurde stets ein grosses Geheimnis gemacht, seinen Name hütete die Redaktion wie ein grosser Schatz. Irgendwann sickerte dann durch, dass sich der technische Redakteur Harald Borges dahinter verbirgt. Zusammen mit dem Theater Konstanz brachte er eine Auswahl seiner besten Einwürfe in mehreren Lesungen mit dem Titel «Blind Dates – Neues vom Setzer» auf die Bühne und verpackte sie später sogar noch in einem Buch. Ein Auf und Ab Bis zuletzt hatte Rössler mit seinen Mitarbeitern ums Überleben seines Lebenswerks gekämpft, das von Anfang an auch in Kreuzlingen und später in weiten Teilen der Ostschweiz ausgelegt wurde, zu Beginn in einer Auflage von 5000, jetzt 25 000 Exemplaren. Wenn auch oft auf Sparflamme gekocht und mit heisser Nadel gestrickt, konnte sich der Verleger, dessen Blatt abseits von Tageszeitungen am Bodensee bis heute am längsten existierte, mit viel Idealismus und am Rande der Selbstausbeutung über alle die Jahre mehr oder weniger gut über Wasser halten. Die Mitarbeiter identifizierten sich mit «ihrem Blatt», standen stets leidenschaftlich, mit grossem Einsatz und voller Loyalität dahinter. Wie Rössler selbst im Editorial von Heft 934, der letzten Ausgabe, beschreibt, waren die 80er Jahre Party, die 90er das goldene Jahrzehnt und das neue Millennium defizitär. Zukunft offen Nummer 934 sei die letzte QLT-Ausgabe dieser Art. Wie und ob es weiter geht, stehe noch in den Sternen, heisst es im aktuellen Editorial. «Ich habe einen Plan B», verriet Toni Rössler auf Anfrage, Konkretes sei aber noch nicht spruchreif. Im Editorial der 600. Ausgabe im März 2003 schrieb er: «QltBlatt ist kein Job. QltBlatt ist eine Lebenseinstellung. Und die braucht man auch, um mit einem kleinen, wilden Haufen auf so einer Nussschale zwischen all den Grossen immer wieder sein Fetzchen Wind zu ergattern. Aber das macht Spass und auch ein wenig stolz, umso mehr, wenn es auch ein wenig Anerkennung findet.» Meine habt Ihr all die Jahre gehabt. Ihr fehlt mir jetzt schon, macht’s gut. Thomas Martens

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8 Anzeigen Erwachsenenbildung der Pfarreien St. Ulrich und St. Stefan, Kreuzlingen KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar 2016 Gemüseladen im Tägermoos Heute 12.02., 20:00 Uhr Vortrag Ring 2000 Gender Mainstreaming Gabriele Kuby im Ulrichshaus Gaissbergstrasse 1, Kreuzlingen Für Familie mit Kinder 071 672 55 50 www.pizza-toni.ch Dauertiefpreis: Jede abgeholte Pizza nur 10.– Fr. Öffnungszeiten: Familie Fuchsschwanz Wir sind aus den Ferien zurück und freuen uns Sie wieder begrüssen zu dürfen. Familie Fuchsschwanz und Team  WINTERÖFFNUNGSZEITEN FEBRUAR/MÄRZ Freitag 8-18 Uhr · Samstag 8-13 Uhr Montag–Donnerstag Freitag– Samstag Sonntag Mittags ist geschlossen! 17.30 bis 22.00 Uhr 17.30 bis 23.00 Uhr 17.30 bis 21.00 Uhr Hauptstrasse 64, Kreuzlingen Konstanzerstrasse 663 8274 Tägerwilen, Telefon Laden 071 669 31 21 Dringend gesucht! Bauland oder Einfamilienhaus mit Umschwung Steckborn - Kreuzlingen FEHR Baubetreuung AG www.b-fehr.ch Tel. 071-664 11 77 in der Region Über 35 000 Leserinnen und Leser in Ihrer Region erreichen: Immobilien-Markt in Ihrer KreuzlingerZeitung!     Informati on Samstag, 12. März, 8.00 11.00 Uhr % # *22,.! #bis *25, !  3122 %      Kursdaten Samstag/Sonntag, 9./10. April %  $ &+,'+/  Samstag, 16. April, anschliessend zwei Abendkurse Dienstag"oder Montag % $! $ " ! !$   Ort Ruderclub Kreuzlingen, beim Rest. Fischerhaus &    " "  !!  #$! ) % !,331,-*%! !*! #$*" "  , Auskunft/ breitensport@ruderclubkreuzlingen.ch Rudern – der aktive Wassersport – für Alle!     Grundkurs für Erwachsene     $,+& "++ Anmeldung bis 28. Februar 2016   "& $$" $#+.&*-&,*++  #!  ! $#!  ,1726886224!   +(!&&  Anmeldung www.ruderclubkreuzlingen.ch Ständig wechselnde Ausstellung exklusiver Designersofas, Kleinmöbel und Deko-Stücke zu attraktiven Preisen Konstanzerstrasse 9, Kreuzlingen Öffnungszeiten: Do. 15–19 Uhr Fr. 15–18 Uhr Sa 12–16.30 Uhr Gratis: Ausbau Ihrer alten Küche sowie Glas-Rückwände beim Kauf einer kompletten Küche.

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KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar SEITE DER STADT KREUZLINGEN 9 Aufschüttungen im Seeburgpark werden untersucht Bild: zvg WIE DIE ORGEL IN DIE KIRCHE KAM Mit dem Vortrag «Wie die Orgel in die Kirche kam» eröffnet André Simanowski, hauptamtlicher Organist in der Basilika St. Ulrich, am Mittwoch, 17. Februar, 18.30 Uhr, die Stadtführungen 2016. Es bietet sich die seltene Gelegenheit, die Orgel von St. Ulrich mit ihren 2360 Pfeifen aus der Nähe zu sehen und dem Organisten beim Spielen zuzusehen. Unter dem Titel «Kreuzlingen entdecken» finden zwischen Februar und November zehn Stadtführungen und Vorträge statt, die sich mit historischen, künstlerischen, kulturellen, biologischen und technischen Themen befassen. Alle Führungen dauern maximal eineinhalb Stunden. Erwachsene bezahlen zehn Franken pro Person, Kinder nehmen kostenlos teil. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das detaillierte Jahresprogramm «Kreuzlingen entdecken» kann im Stadthaus, Hauptstrasse 62, im Büro Kreuzlingen Tourismus, Hauptstrasse 39, oder im Onlineschalter auf der Webseite der Stadt www.kreuzlingen.ch bezogen werden. Auskünfte erteilt Carmen Ramos per Telefon 071 677 62 01 oder per E-Mail: carmen.ramos@kreuzlingen.ch. IDK Ein Grossteil des Seeburgparks Kreuzlingen entstand zwischen 1960 und 1972 durch Aufschüttungen. Mittels einer Untersuchung will die Stadt Kreuzlingen feststellen, ob das deponierte Material eine Gefährdung für die Umwelt darstellt. Die Arbeiten beginnen Mitte Februar. Fast das gesamte Seeufer in Kreuzlingen und Konstanz wurde früher als Deponie genutzt. Die Standorte auf Schweizer Seite sind deshalb im kantonalen Kataster der belastenden Standorte eingetragen. Die Stadt Kreuzlingen hat in den vergangenen 25 Jahren verschiedene altlastenrechtliche Untersuchungen vorgenommen; zuletzt wurde der Uferabschnitt zwischen Grossschifffahrtshafen und Landesgrenze abschliessend auf Altlasten untersucht. Die Resultate zeigten, dass in diesem Abschnitt zwar Abfälle lagern, diese aber das Schutzgut Bodensee nicht verschmutzen. Das Kreuzlinger Seeufer mit dem Seeburg-Areal im Jahr 1935. Bild: Bundesamt für Landestopografie Messungen über zwei Jahre Auch der Kreuzlinger Seeburgpark zwischen Schloss Seeburg und Seeufer wurde in den sechziger Jahren vermutlich mit Bauschutt und Aushubmaterial aufgeschüttet und als belasteter Standort im kantonalen Kataster eingetragen. Die Stadt Kreuzlingen als Grundeigentümerin muss deshalb auch hier klären, ob gefährliche Stoffe aus dem abgelagerten Material die Umwelt verschmutzen. Ab Mitte Februar bis Ende April 2016 werden zu diesem Zweck an verschiedenen Stellen im Seeburgpark Baggerschlitze und Kernbohrungen gemacht. In der Folge werden Messwertstellen eingebaut und alle Löcher wieder ebenerdig verschlossen. An diesen Messstellen werden anschliessend der Schadstoffgehalt des Sicker- wassers und seine Fliessrichtung während voraussichtlich zwei Jahren periodisch gemessen. Die abschliessenden Untersuchungen werden zeigen, ob Schadstoffe aus dem Seeburg-Areal die Umwelt, insbesondere den Bodensee belasten. «Gemäss heutigen Erkenntnissen gefährdet das aufgeschüttete Seeburg-Areal weder Mensch noch Umwelt», betont der zuständige Stadtrat Ernst Zülle. Mit dieser Untersuchung fordere man eine messbare Bestätigung dieser Erkenntnisse ein. IDK Altpapiersammlung durch AS Calcio Kreuzlingen Baugesuche Beim Stadtrat Kreuzlingen sind folgende Baugesuche eingegangen: 2016-0025 Vergrösserung bestehende Fensteröffnungen / neue Fensteröffnungen und Dachfenster, Weinbergstrasse 13a Hauke Jens + Semaan Sahera, Weinbergstrasse 2, 8280 Kreuzlingen 2016-0029 Neubau Mehrfamilienhaus und Umbau Wohn- und Geschäftshaus (geändertes Projekt), Hauptstrasse 26 + 26a Spira AG, Neuhofstrasse 102, 8590 Romanshorn Die Pläne liegen vom 16. Februar bis 07. März 2016 bei der Bauverwaltung Kreuzlingen, Hauptstrasse 88, öffentlich zur Einsicht auf. Wer vom Bauvorhaben berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse hat, kann während der Auflagefrist beim Stadtrat Kreuzlingen, Bauverwaltung, Hauptstrasse 88, 8280 Kreuzlingen 2, schriftlich und begründet Einsprache erheben. Bauverwaltung am Samstag, 13. Februar 2016 ganzes Stadtgebiet. Wir bitten Sie, Papier und Karton getrennt gebündelt bis zum Sammelbeginn (spätestens 07.00 Uhr) auf den blauen Punkten bereit zu stellen. Es werden nur verschnürte Bündel entgegen genommen! Volle Tragtaschen, Kartonschachteln oder ähnliche Behälter sowie mit Abfällen durchmischte Bündel werden nicht mitgenommen. Grössere Papiermengen bitte melden: Tel. 076 386 18 09 Nächste Sammlung: 19. März 2016 Sie unterstützen die Kreuzlinger Vereine, indem Sie von der Papiersammlung Gebrauch machen. Die sammelnden Vereine werden von der Stadtverwaltung für ihren Aufwand finanziell entschädigt. Die Höhe der Entschädigung ist abhängig von der Sammelmenge. Bauverwaltung 2016-0021 Abbruch und Neubau Remise, Mellgentenstrasse 35 Schnyder von Wartensee Robert, Mellgentenstrasse 35, 8280 Kreuzlingen 2016-0026 Flachdachsanierung, Fensterersatz Attikageschoss, Ersatz Terrassen-/Balkongeländer, Neptunstrasse 14 + 16 StWEG Neptunstrasse 14 + 16, pa Goldinger Immobilien Treuhand AG, Hauptstrasse 14, 8280 Kreuzlingen 2016-0022 Neubau Einfamilienhaus, Bündtweg 22 Zili AG, Hauptstrasse 43, 9552 Bronschhofen 2016-0023 Zweckänderung Grenzwachtposten in Imbisstand + Erstellen Gartenwirtschaft, Seestrasse 1 Diop-Martins Caroline, Wiesenstrasse 13, 8280 Kreuzlingen 2016-0027 Änderung Umgebungsgestaltung, Romanshornerstrasse 62 – 62b, 64 – 64b benötigt Ausnahmegenehmigung für Abweichung vom GP (Baugesuch von Amtes wegen) Centurio REAL ESTATE AG, Alte Landstrasse 73, 8596 Scherzingen 2016-0024 Erstellen Parkplätze + Abbruch Mauer, Sonnenstrasse 11 Senn-Arber Jacqueline, Löwenstrasse 11, 8585 Birwinken 2016-0028 Umgebungsgestaltung, Seestrasse 7 SBW Haus des Lernens AG, Hafenstrasse 46, 8590 Romanshorn

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10 KREUZLINGEN KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar 2016 Mit neuer Zugkraft unterwegs Aus zwei mach eins. Im Fuhrpark der Technischen Betriebe Kreuzlingen gibt es einen neuen Lastwagen. Als Ersatz für den Unimog und den Kleinlastwagen, die 28 bzw. 21 Jahre im Einsatz waren, wurde eine Lösung gefunden, die beide Funktionen abdeckt. Kreuzlingen. Um die mobile Notstromgruppe (400 kVA) zu transportieren, braucht es eine starke Zugmaschine. Der neue Lastwagen hat Allradantrieb, damit kann er sie im Bedarfsfall auch im Winter bei Schnee überall hinbringen. Ausserdem kann er auch die mobile Trafostation befördern, die dort im Einsatz ist, wo feste Trafostationen umgebaut oder unterhalten werden, oder bei grossen Anlässen, wie dem Seenachtfest. Häufig wird er für den Transport von schweren Kabelrollen auf dem Bobinenanhänger verwendet, der dann bis zu sechs Tonnen wiegen kann. Durch den stärkeren Kran im Der neue Lastwagen mit der mobilen Notstromgruppe. Bild: zvg Vergleich zum alten Fahrzeug, können die TBK viele Arbeiten jetzt selbst durchführen. Mit ihm können z. B. Verteilkabinen, Transformatoren und Flächenabdeckungen gesetzt werden. IDK Anzeigen        )     & #"!%&$%% * #%&  $'(! "" Bad Dürrheim jeden Di nur 48.- mit Eintritt Pisten-Express Davos Sa+So, 39.- K / 52.- J / 64.- E Fahrt mit Skipass Skitage für Firmen, Vereine, Schulen: Davos ab 36.- K /39.- J/50.- E Fahrt mit Skipass! BAUMA München 1 o. 2 Tg., Hotels im Zentrum Autosalon Genf täglich 3.-13.3. im Königs-Bus Nein der Parteien zur Durchsetzungsinitiative Sieben Parteien, die im Grossen Rat vertreten sind, sehen es als ihre Verantwortung an, gegen die Durchsetzungsinitiative Stellung zu nehmen. Die Initiative sei unnötig und gefährlich. Die Stellungsnahme lautet im Wortlaut: Kanton. Die Durchsetzungsinitiative ist eine unnötige Zwängerei: Im November 2010 haben Volk und Stände die Ausschaffungsinitiative angenommen. Diese ist mit einem sehr strengen Gesetz umgesetzt worden, welches das eidgenössische Parlament im März 2015 als referendumsfähige Gesetzesvorlage verabschiedet hat (somit also noch vor Ende der von den Initianten gesetzten fünfjährigen Umsetzungsfrist). Das Referendum wurde nicht ergriffen. Wird die Durchsetzungsinitiative abgelehnt, so tritt dieses Gesetz in Kraft. Deshalb ist die Durchsetzungsinitiative unnötig, und deshalb lehnen wir sie ganz klar ab. Die Durchsetzungsinitiative greift in die Gewaltentrennung ein. Die Gewaltentrennung ist ein tragender Pfeiler des Rechtstaates. Die Gerichte sind für die Rechtsprechung zuständig, das Parlament für die Gesetze. Die Durchsetzungsinitiative hebelt beides aus und greift somit die bewährten Institutionen der Schweiz an. Wir befürworten den Rechtsstaat und die bewährten Institutionen der Schweiz und lehnen auch deshalb die Durchsetzungsinitiative ganz klar ab. TANZ IM NEUEN SEMESTER für Erwachsene, Jugendliche, Kinder: RUNDREISEN, FERIENREISEN, KURZREISEN 24.-28.3. Ostern im Piemont 3.-10.4. & 23.- 30.10. Kur & Wellness in Bad Ischl 7.-10.4. Frühling im Südtirol 7.-10.4. Frühlingsferien am Gardasee 10.-17.4. Südböhmen, Südmähren, Prag* 18.-21.4. Lago Maggiore mal anders* 22.-30.4. Apulien im Frühling* 4.-8.5. / Auffahrt Dampftage im Harz 4.-8.5. / Auffahrt Veloreise Trentino/ Südtirol 9.-12.5. & 25.-28.7. & 24.-27.10. Wellnessferien im Engadin: Scuol Therme + Alpenpässe, Veltlin 22.-27.5. Ligurien-Nizza-Blumenriviera 22.-29.5. Insel Elba, wandern & geniessen 26.6.-1.7. Seniorenferien im Gasteinertal 10.-15.7. Veloreise im Salzkammergut 13.-17.7. Pfalz-die Toskana Deutschlands* 19.-26.7. Ostfriesland-Norderney* 31.7.-8.8. Schottland, Insel Skye und Tattoo* 7.-11.8. Märchenschlösser im Loiretal 9.-19.8. Inselsymphonie Nordirland und Irland* 24.9.-7.10. 1-3 Wochen Insel Elba Herbst 2.-7.10. Amal küste, Sorrent (im eignen Car!) 5.-14.10. Sizilien, Schatzkammer im Mittelmeer* 10.-14.10. Herbst im Trentino-Südtirol 10.-14.10. Herbstferien am Gardasee 16.-24.10. Kroatien-Montenegro* Und viele mehr – bitte Katalog 2016 verlangen! * Reise im Königs-Bus mit 2+1 Bestuhlung Motorsport-Reisen: Formel 1, MotoGP, J S S DTM AM NACHMITTAG/ABEND: Kinder-Tanzgrundstufen, Klassisches Ballett, Jazz Dance, Akrobatik, Flamenco, HipHop, Breakdance, Modern Dance/Contemporary, Funky Jazz, Burlesque-Dance, Body Work Angriff auf die Grundrechte Die Durchsetzungsinitiative ist ein Angriff auf die Grundrechte und die Europäische Menschenrechts-Konvention (EMRK). Diese bieten jeder Person in der Schweiz überstaatlichen Schutz vor staatlicher Willkür. Die Durchsetzungsinitiative hebelt entscheidende Grundrechte aus und stellt den bewährten Menschenrechts-Schutz der EMRK in Frage. Auch deshalb lehnen wir sie ganz klar ab. Aus den oben aufgeführten Gründen fordern wir alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf, diese Initiative am 28. Februar abzulehnen. Unterzeichnet von den Parteipräsidenten der Kantonsparteien BDP , CVP , EVP , FDP , GLP , GP und SP AM MORGEN: Flamenco und Pilates Schnuppern in allen Klassen im Februar! Anmelden und nähere Infos: ZENTRUM FÜR MUSIK UND TANZ Tanzzentrum der Musikschule Kreuzlingen Tel. 071 672 84 86 sonny.walterspiel@m-s-k.ch www.m-s-k.ch Wir freuen uns auf Ihren Anruf! 071 671 16 71 www.heini-car.ch

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KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar 2016 POLITIK 11 «Sachgerechte Lösungen erarbeiten» FDP-Bezirkspräsident Alexander Salzmann interviewt Jürg Roth. Roth, Jahrgang 1979, ist Familienvater, wohnt in Gottlieben und arbeitet derzeit als Gerichtsschreiber in Arbon. Er ist der Kandidat der Interpartei. Herr Roth, was motiviert Sie, Bezirksrichter zu werden? Jürg Roth: Es ist ein Herzenswunsch von mir. Das habe ich schon bei meinem Praktikum gemerkt. Einmal arbeite ich sehr gerne mit Menschen zusammen. Dann geht es als Richter nicht allein um die Rechtsfindung und um die Sorge für Gerechtigkeit, sondern auch um die Aufgabe, zusammen mit den Parteien sachgerechte Lösungen zu erarbeiten. Ich scheue mich nicht, wenn nötig zu entscheiden, freue mich aber immer wieder, wenn mit den Parteien ein Vergleich gefunden werden kann. Diese Vergleichsgespräche führe ich übrigens heute schon als Gerichtsschreiber beim Bezirksgericht Arbon. Welche Voraussetzungen braucht es? Roth: Das fachliche Knowhow ist Pflicht. Zudem muss ein Berufsrichden Bezirksgerichten im Kanton Thurgau, dass sich die Berufsrichter nicht spezialisieren, sondern in allen Bereichen tätig sind. Bringen Sie diese Eigenschaften mit? Roth: Ja. Ich bin seit bald fünf Jahren als Gerichtsschreiber am Bezirksgericht Arbon tätig – die optimale Vorbereitung für einen Einstieg als Berufsrichter. Als Gerichtsschreiber kenne ich alle Rechtsgebiete und prozessualen Abläufe wie auch die vielfältigen Probleme der Menschen, die bei einem Gericht Recht suchen. Ich habe Einblick in die Arbeitsstile von vier Berufsrichtern erhalten und ich bin überzeugt, dass mir diese Erfahrung helfen wird, mich schnell in die Aufgaben als Berufsrichter einzuarbeiten und diese gut zu erfüllen. Wichtig ist mir vor allem eine für die Rechtssuchenden verständliche und nachvollziehbare Rechtsprechung. Viele Menschen lassen sich nicht anwaltlich vertreten und sind darauf angewiesen, dass ihnen der Richter die rechtlichen Zusammenhänge in ihrer Sprache erklären kann. Mit meiner umgänglichen, aber fachlich fundierten Art bin ich hierzu bestens geeignet. klz Schüler-Stimme Was bewegt euch? Schülerinnen und Schüler berichten monatlich aus ihrem Leben in unserer Rubrik «Schüler-Stimme». Traum vom dopingfreien Sport 9,58 Sekunden, so lange braucht der schnellste Mensch über 100 Meter! Ist das von Natur aus überhaupt möglich, oder ist da mehr im Spiel? Viele Dopingfälle in den vergangenen Monaten haben für die Leichtathletik zu einem Image-Verlust geführt. Gerade nach dem Dopingskandal der IAAF ist Doping in aller Munde. Ich denke, dass es Doping heutzutage in jeder Sportart gibt, häufig in der Leichtathletik. Doping ist die Verabreichung von Substanzen aus den verbotenen Wirkstoffen und die Anwendung verbotener Methoden. Um im Sport erfolgreich zu sein, braucht es Ehrgeiz. Dieser kann in manchen Fällen aber auch ausarYasmin Giger. ten, denn wenn Bild: zvg nur der Sieg zählt, wird der Sportler schnell rücksichtslos und es kommt somit häufiger vor, dass er zu Doping greift. In meinen Augen widerspricht Doping den grundlegenden Prinzipien des Sports. Es kann der Gesundheit schaden und verletzt die Gebote der Chancengleichheit und des Fair Play. Auch in der Schweiz wird gedopt. Ich denke aber, dass es hier schnell in Vergessenheit gerät, da es oftmals keine weltbekannten Athleten sind. Russland droht hingegen ein Olympia-Ausschluss an den diesjährigen Olympischen Spielen in Rio, da man ihnen einen flächendeckenden Dopingmissbrauch vorwirft. Es bleibt aber noch die Möglichkeit, in Rio unter der Olympischen Flagge zu starten. Diese Gelegenheit will die 33-jährige Stabhochsprung-Weltrekordhalterin Jelena Ysinbajewa (zweifache Olympiasiegerin 2004, 2008) ergreifen und somit ihre Unschuld beweisen. Die Aufdeckung des vom Verband gedeckten Dopingmissbrauchs in Russland, die Untersuchungen in Italien, in Kenya oder in Jamaika, aber auch die Beteiligung hoher Funktionäre des Internationalen Leichtathletikverbandes IAAF am Betrug sollten so abschreckend wirken, dass damit das Doping aus dem Sport gänzlich verschwinden wird. Das dürfte aber leider für mich ein Wunschtraum bleiben. Yasmin Giger, Sport KV Jürg Roth kandidiert am 28. Februar Bild: zvg als Berufsrichter. ter mit Menschen umgehen können. Er muss sich in die Sorgen und Nöte der Rechtssuchenden hineindenken können. Es genügt nicht, den Menschen nur abstrakte Rechtslösungen vorzugeben. Die Umsetzung des Rechts ist wichtig, im Mittelpunkt muss aber immer der Mensch stehen. In welchem Rechtsgebiet fühlen Sie sich am meisten zuhause? Roth: Als Berufsrichter hat man sowohl mit zivil- als auch mit strafrechtlichen Fällen zu tun, wobei die Zivilfälle den Hauptanteil bilden, und hier vor allem die Familiensachen. Beide Rechtsgebiete interessieren mich und liegen mir. Besonders gefällt mir an «Urteile müssen zeitnah ergehen» Der 52-Jährige Anwalt und Gymnasiallehrer Jörg Stehrenberger geht als parteiloser ins Rennen. Ein Richter muss unabhängig sein. Herr Stehrenberger, was reizt Sie am Richteramt? Jörg Stehrenberger: Das lösungsorientierte Arbeiten für Rechtsfrieden und Einzelfallgerechtigkeit ist eine Herausforderung. Ich nenne das: «Sozialingenieur sein». In meinem Leben – beim Bankverein, als Anwalt, als Lehrer – habe ich viele schwierige Menschen in schwierigen Situationen erlebt. Schwierige Situationen müssen gemeinsam bewältigt werden. Es genügt nicht einen Schuldigen zu suchen und zu glauben, ein Problem sei damit gelöst. Was meinen Sie damit? Stehrenberger: Der Richter muss ein guter Zuhörer sein und er muss mit offenen Augen durch die Welt gehen. Dazu gehört das Abwägen, wenn zwei Parteien unterschiedlich geübt in Wort und Schrift sind. Es hat nicht jener Recht, der die geschliffenere Feder hat. Oft stolpern die Menschen über ihre Grosszügigkeit und Gutgläubigkeit. Das sind eher menschliche als fachliche Qualitäten ... Ein Anwaltspatent ist Pflicht. Ein Richter muss die Achterbahn des LeWas ist für Sie ein gerechtes Urteil? Stehrenberger: Das Gericht ist ein Katalysator der Wirtschaft und der Gesellschaft. Zivilurteile müssen zeitnah ergehen, selbst dann, wenn eine Partei aus der Verschleppung des Prozesses einen Vorteil ziehen würde. Ein gerechtes Urteil ist, wenn beide Parteien damit leben können. Der Streit ist entstanden, weil die Parteien miteinander eine Beziehung hatten: Sie waren Kunden, Partner, Eltern. Sie werden auch in Zukunft wieder miteinander zu tun haben. Ein Prozess besteht für Sie also nicht nur aus dem Gerichtsverfahren? Es ist auch - z.B. in Scheidungssituationen - ein persönlicher Prozess, der die Änderung der Lebenssituation bedeutet. Eine Scheidung ist nicht die Abrechnung über die Zeit der Ehe, sondern der erste Tag der Zukunft. Darum ist es so, dass auch für die Parteien der Prozess Zeit braucht. Urteile brauchen Zeit und müssen sorgfältig ergehen und begründet werden, dennoch sind unnötige Verzögerungen nicht zu dulden. Mit Augenmass und Besonnenheit soll der Richter den Prozess leiten und urteilen. Interview: sb Jörg Stehrenberger will ebenfalls Berufsrichter werden. Bild: zvg bens kennen. Er muss die Muster des Lebens sehen. Vor Gericht sind anfänglich meist beide Parteien der festen Überzeugung, dass sie Recht haben. Erst im Lauf des Beweisverfahrens erkennen die Parteien die Mängel ihrer subjektiven Wahrheit. Das ist ein schmerzliches Erwachen.

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12 SPORT KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar 2016 SPORT IN KÜRZE Machtlos gegen SCK Wasserball. Nach zwei vorangegangenen Siegen ging es gegen Aufsteiger Carouge Natation zum nächsten Punkteringen. Dieses entschieden die Kreuzlinger mit 16:3 souverän für sich. Morgen Samstag um 20.20 Uhr empfangen die Kreuzlinger in der Konstanzer Bodenseetherme den Erzrivalen Lugano NPS. Gespielt wird um den Halbfinaleinzug des Schweizer Pokals. Beste Qualifikation seit 15 Jahren Der EHC Kreuzlingen-Konstanz gewann im letzten Spiel der Qualifikation gegen den zweitklassierten SC Herisau mit 5 zu 8. Damit war der EHCKK zum siebten Mal in Folge siegreich und musste sich in der Rückrunde nur ein einziges Mal geschlagen geben. Mit dieser Leistung schliesst Kreuzlingen-Konstanz die Qualifikation auf dem 4. Rang ab. So gut klassierte sich der Verein seit über 15 Jahren nicht mehr. Auch das erste Spiel der Play-Offs konnten die Bodensee Buben für sich entscheiden. Eishockey. Beide Teams starteten konzentriert in das Spiel und neutralisierten sich lange Zeit gegenseitig. Dies änderte sich schlagartig ab der 15. Spielminute, als Sinnathurai das Torfestival mit einem Schuss ins weite Eck eröffnete. Die Kreuzlinger Antwort mit zwei Toren (Huber und Brunella) innert einer Minute folgte unmittelbar. Noch torreicher wurde das Mitteldrittel. Jeitzinger konnte kurz vor Spielmitte für die Appenzeller ausgleichen. Brunella erzielte allerdings mit einem Doppelpack sein zweites und drittes Tor in dieser. Letzteres zum 2:4 fiel gar in Unterzahl. Im Schlussdrittel kämpften sich die Herisauer noch auf 5:6 heran. Doch brachte der EHC Kreuzlingen-Konstanz den Sieg nach Hause und erzielte noch zwei weitere Tore (Seiler und Huber) zum 5:8 Schlussstand. Die Kreuzlinger gingen an der EM Bild: zvg leer aus. Erste Play-Off Spiel gewonnen Der EHC Kreuzlingen-Konstanz konnte diesen Schwung aus der Rückrunde mitnehmen und gewann das erste Spiel der Play-Offs gegen den EHC Bassersdorf, klar mit 5:2. Der EHC Kreuzlingen-Konstanz startete konzentriert und mit viel Engagement in die Partie. Bereits nach zwei Minuten konnte Schürch seinen eigenen Abpraller verwerten. Der EHCKK spielte weiterhin intensives Eishockey und konnte, in Überzahl, in der zehnten Minute auf 2:0 erhöhen. Doch von nun an änderte sich das Spielgeschehen. Viele Strafen beiderseits bremsten den Spielfluss und sorgten für viele Torchancen für beide Teams. Kurz nach Beginn des zweiten Drittel musste man in Unterzahl den ersten Gegentreffer zulassen. Gegen Spielende fand der EHC Kreuzlingen-Konstanz wieder zurück zu seinem Spiel. Häusermann’s fünfter Treffer war bereits die erste Moralspritze für das kommende Play-Off Auswärtsspiel vom nächsten Donnerstag in der SwissArena Kloten. Anpfiff ist um 20.15 Uhr. Andrea Kröni Sieg und Niederlage Volleyball. Kurz vor Saisonende stand den Pallavolo-Damen ein Doppelwochenende bevor. Nach einer bitteren Niederlage auswärts gegen Volley Toggenburg konnten sie das Spiel am Sonntag in Chur 3:2 für sich entscheiden. Morgen Samstag, 16 Uhr steht das letzte Heim- und sogleich Meisterschaftsspiel auf dem Programm. Das Damen 1 Team hofft, nochmals zahlreiche Zuschauer im Remisberg begrüssen zu dürfen. Kein Erfolg an Karate-EM Am vergangenen Wochenende starteten die Schüler, Kol Kabashi, Kevin Kabashi und Nurija Karalik, von Elson Sport & Karate an den Europameisterschaften in Zypern. Karate. Kol Kabashi kämpfte am Samstag in der Kategorie U18 -76 kg. Nach einem 1:0 Sieg gegen Ungarn, schied er 0:1 gegen die Ukraine aus, welche das Finale erreichte. In der Trostrunde um den dritten Platz unterlag er 0:3 gegen Bulgarien und erreichte so den 9. Platz. Desaströse Vorstellung Volleyball. Vergangenes Wochenende ging es um Alles bei den Volleyball Herren. Die Rückrunde war schon fast zu Ende und es gab noch einen Platz in den Play-Offs zu ergattern. Kreuzlingen hatte trotz vergangener Niederlagen reelle Chancen auf einen Aufstiegsplatz. Dieser ist nun nicht mehr erreichbar. Kreuzlingen verlor am Wochenende mit 2:3 gegen Volley Näfels und 0:3 gegen Lunkhofen. Harter Gegner Ukraine Kevin Kabashi kämpfte am Sonntag in der Kategorie U21 -67kg. Nach einem 5:1 Sieg gegen Russland unterlag er ebenfalls 0:3 gegen die Ukraine. Leider erreichte sein Gegner das Finale nicht, so dass er nicht um den dritten Platz kämpfen konnte. Nurija Karalik kämpfte ebenfalls am Sonntag in der Kategorie U21 +68kg. In der ersten Runde siegte sie 4:1 gegen Frankreich, gefolgt von einer Niederlage 0:3 gegen Dänemark. Leider erreichte auch ihre Gegnerin das Finale nicht.Elson Sport & Karate gratuliert den Athleten zu ihrer Leistung und wünscht ihnen viel Glück für die weiteren Turniere. eingesandt Leistung nicht belohnt Handball. In einem Spitzenkampf auf Augenhöhe unterliegen die SPL2Frauen des HSC Kreuzlingen dem Tabellenzweiten LK Zug mit 23:27 (10:10). Die letzten vier Spieltage nimmt der HSC Kreuzlingen mit einem Polster von drei Punkten auf den Strich in Angriff. Drei der vier Partien kann das Team von Gabor Fülöp zuhause austragen. Morgen Samstag, 16 Uhr, sind gegen den Tabellenletzten SG Muoatathal/Mythen-Shooters in jedem Fall zwei Punkte zwingend. Paketablage für Schweizerkunden auch Paketversand Konstanz am Hauptzoll t Melodie «Z» CD/DVD Tel.: 0049 7531 226 30 Erster Kreuzlingen Marathon Was fehlt in Kreuzlingen, um den Ort zur Weltstadt zu machen? Ein Marathon, findet der Kreuzlinger Gerhard Reinhard-Miltz. Aus diesem Grund stellt er am 28. Februar selbst einen auf die Beine. Kreuzlingen. Gerhard ReinhardMiltz ist «Marathon-Sammler» und Mitglied im 100 Marathon Club. Bis zu 30 der Rennen läuft er im Jahr. Die Mitglieder des Clubs veranstalten auch selbst viele Läufe. Einer davon findet nun bald in Kreuzlingen statt. Als Termin wurde der 28. Februar gewählt. Start ist in der Waldrainstr. 16 um 10 Uhr. Die Strecke folgt dem gelb ausgeschildertem Helsana Trail , der genau 21,1 Kilometer beträgt. Der Trail ist zweimal zu laufen. etc. deponiert werden, Wasser und Tee stellt der Veranstalter. Nach dem Lauf gibt’s Nudeln satt! Kosten werden keine erhoben. Wer sich anmelden will, kann dies unter Tel. 071 672 98 75 oder per E-Mail an julesjazz@hispeed.ch tun. Wenn mindestens drei Läufer teilnehmen, wird der Lauf als Marathonlauf gewertet und mit Urkunde (Strecke/Zeit/Rang) vom 100 Marathon Club ausgezeichnet. eingesandt/sb Pro Senectute Thurgau organisiert am Dienstag, 16. Februar, eine Wanderung rund um Schwarzenbach. Gestartet wird um 9.45 Uhr bei der Post Schwarzenbach SG. Die Wanderung führt über Jonschwil zum Bettenauer Weiher und über die Frohe Aussicht zurück. Anmeldung bis 14. Februar an Heinz Ernst 071 971 31 15. WANDERUNG Verpflegung selbst mitbringen Am Beginn der Originalstrecke und bei Kilometer 10/30 können Getränke

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KreuzlingerZeitung Nr. 6 12. Februar 2016 KREUZLINGEN 13 Kreuzlinger Mitte weiterhin blockiert Eine öffentliche Auflage des Gestaltungsplans Löwen/Sallmann ist nicht in Sicht, weil mindestens zwei Landbesitzer dazu nötige Landabtäusche nicht vollzogen haben. Seit Dezember 2014 liegt das Projekt schon auf Eis. Kreuzlingen. Vor zwei Wochen trat der Gemeinderat nicht auf die Botschaft bezüglich des Hochhauskonzepts ein. Der Stadtrat hätte dieses nicht mit zwei Gestaltungsplänen verknüpfen dürfen, so der Tenor der Räte. Es sei lobenswert, dass die Exekutive ein Stimmungsbild habe einholen wollen. Aber dazu habe die Vorlage nicht getaugt. Das Stadtparlament machte deutlich, dass es für Gestaltungspläne nicht zuständig ist. Keiner der Räte äusserte sich per se gegen Hochhausbau. Aber um diesen zu regeln, gebe es vorgegebene Wege. Wenn der Stadtrat hier schneller voran machen will, dann bitte auf eigene Faust, hiess es. Denn diese Möglichkeit bietet das Hochhauskonzept. Schon vor der Ortsplanungsrevision (die bis 2017 durch sein soll, +/- fünf Jahre) definiert das Dokument, wo und wie Hochhäuser in Kreuzlingen möglich sind. «Gegen Wildwuchs», wie Bau-Stadtrat Ernst Zülle auf Anfrage mitteilte. Dazu hätte er gerne einen Richtungsentscheid vom Gemeinderat gehabt. Im Nachhinein zog er die Lehre daraus. «Strategische Entscheide werden wir nicht mehr in den Gemeinderat bringen», so Zülle. Das Ergebnis sieht er indes nicht als Niederlage, sondern als Auftrag, in eigener Kompetenz weiterzumachen. «Das Konzept geht jetzt zur Genehmigung an den Kanton.» Bebauungsvorschlag für das Gebiet zwischen Löwen, Rathaus und Alterszentrum. Bild: zvg Hochhauskonzept wichtig Wenn es der Kanton als Grundlage akzeptiert, dann geht es mit zwei grossen Kreuzlinger Bebauungsprojekten voran. Zum einen will der Müllheimer Architekt und Investor Konrad Häberlin das Gebiet Wolfacker Ost überbauen, zum anderen liegt ein Projekt für das Areal Löwen/Sallmann vor. «Es geht um über 300 Wohnungen, davon rund 90 Alterswohnungen und über 2000 Quadratmeter Gewerbefläche», erklärt Stadtrat Zülle. «Für Kreuzlingen enorm wichtig.» Da der Gestaltungsplan Wolfacker Ost bereits auflag, können nun die hängigen Einsprachen bearbeitet werden, so Zülle. Im Verbund mit dem Konzept geht auch dieser zum Kanton. Im Areal Löwen/Sallmann gestaltet sich die Sache indes schwieriger. Auf acht Parzellen, die im Besitz von vier verschiedenen Grundeigentümern sind, soll hier die neue Identität von Kreuzlingens Mitte entstehen. Der Bebauungsvorschlag eines Münchner Architekturbüros wurde bereits 2012 vorgestellt. Recherchen der Kreuzlinger Zeitung ergaben jedoch, dass nicht mehr alle Grundeigentümer dahinter stehen. Eine festgefahrene Situation Der Stadtrat hat den Gestaltungsplan zwar beschlossen. Weil die Baukörper aber über Parzellengrenzen gehen, sind noch Landabtäusche nötig. Erst wenn diese getätigt sind, kann die öffentliche Auflage des Gestaltungsplans erfolgen. Seit Dezember 2014 sind sie hängig. Beim Stadtrat auf der einen und Landbesitzern auf der anderen Seite ist deswegen eine gewissen Verärgerung spürbar. Die Landbesitzer sind gespalten: die einen können den Entscheid des Gemeinderats nachvollziehen und hoffen, dass es bald vorwärts geht. Mindestens einer aber fand das Ergebnis der zurückliegenden Sitzung nicht erfreulich. Ein Landbesitzer musste deswegen sogar seinen Deal mit einem Käufer auf Eis legen. «Bevor das Hochhauskonzept nicht genehmigt ist, gibt’s keine Unterschrift», war von ihm hören. Er befürchtet, dass sonst Einsprachen Aussicht auf Erfolg hätten und die ganze Sache formal angreifbar machten. Mehrere Landbesitzer sind sich einig: «Der Stadtrat muss erst die nötige Rechtsgrundlage für den Bau von Hochhäusern schaffen.» Für Bauverwalter Heinz Theus ist diese Argumentation unverständlich. Er würde gerne parallel vorwärts machen. «Seit Dezember 2014 fehlen die nötigen Unterschriften. Dabei sind die Landgeschäfte bedingt an die Rechtskraft des Gestaltungsplans, es gibt also kein Risiko. Wir sind bereit, sobald eine ganz klar formulierte Bedingung unterschrieben ist. Dann läuft die Maschine, und ein Mann hat den Kanister in der Hand», sagt Theus. Dass es kein Risiko gibt, sehen die Landbesitzer indes anders. S. Böker Aus Grenzposten wird Imbissposten Aus dem ehemaligen Grenzwachtposten bei Klein Venedig soll ein Imbissstand mit hausgemachten Sandwiches und vegetarischen Köstlichkeiten werden. Kreuzlingen. Seit vergangenem Jahr betreibt Caroline Diop-Martins ihren Lieferservice Pepaaa and Green. Das Konzept dahinter: selbstgemachte Sandwiches und Salate mit frisch gemixten Shakes werden direkt ins Büro oder nach Hause geliefert. «Das gesunde Angebot kommt gut an und langsam bekomme ich Platzprobleme», erklärt die Kommunikationsdesignerin. Schon länger hat sie sich deshalb um den ehemaligen Grenzwachtposten an der Seestrasse 1 bemüht. «Die Lage mit den vielen Passanten scheint mir perfekt», so DiopMartins. Nun darf sie die Räume von der Stadt mieten. Doch zuerst müssen diese auf Vordermann gebracht werden: Ein Take-Away Stand mit rund 18 Sitzplätzen soll entstehen, samt Gartenwirtschaft. Das Baugesuch liegt ab dem 16. Februar auf. Wenn alles nach Plan verläuft, öffnen sich Anfang April die Türen des Imbissstandes. Bis dahin gibt’s das gesamte Angebot auf www.pepaaa.com. ek Wo früher Waren und Personen kontrolliert wurden, will Caroline Diop-Martins bald Sandwiches verkaufen. Bild: ek

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Die Immobilien- und Baumesse Eintritt frei! Ö Eine verdichtete Immobilienmesse Die vierte Immozionale hat sich etabliert und ist beliebt, sowohl bei Ausstellern wie auch Besuchern. Das bestätigen die hohen Besucherzahlen sowie die Anmeldungen von Ausstellern. Einigen davon musste sogar abgesagt werden. «Wir waren zwei Monate vor Messebeginn bereits ausgebucht», freut sich Messeleiterin Renate Giger. Ein Zeichen, dass die Bau- und Immobilienmesse Immozionale mittlerweile ein fester Bestandteil im Jahreskalender der Fachleute, aber auch der Besucher ist. «Letztes Jahr zählten wir 1700 Eintritte», zieht Giger Bilanz. Nimmt man in Betracht, dass die Türen freitags und samstags nur elf Stunden offen stehen, ein sehr guter Wert. Knapp 50 Aussteller bieten auch ein attraktives Programm, das zu einem längeren Verweilen einlädt. Der Messezeitpunkt im Frühling ist gut gewählt, macht man sich in dieser Zeit doch mehr Gedanken über Umzug, Neubau oder Sanierung. Zudem sei es heute nicht mehr so einfach wie vor einigen Jahren Immobilien zu verkaufen. Die Fachmesse passe damit perfekt in den Marketingmix vieler Aussteller, welche jedes Jahr auf ein interessiertes Publikum stossen: «Unelle Führung in ausgewählten Immobilien an. Die Immozionale bietet auch dieses Jahr wieder einen attraktiven Mix aus den Immobilien- und Baubereichen. So gibt es Stände zu Architektur, Innenausbau, erneuerbaren Energien und Elektroinstallationen. Neu dabei ist auch ein Küchenbauer. Die Stadt Kreuzlingen wird vertreten sein und den Einwohnern Fragen rund ums geplante Stadthaus beantworten. Neben den Ständen gibt es auch eine Fülle an Fachreferaten. «Hier ist für alle ein Thema dabei», verspricht Giger. Beliebter Dreispitzsaal Aussteller Angelo Genovese (l.) vom Farb- und Malerhandwerk Genovese, Messeleiterin Renate Giger und Hans-Jörg Schoop, Leiter der Thurgauer Kantonalbank Geschäftsstelle in Kreuzlingen freuen sich auf die Messe. Bild: ek sere Besucher kommen jeweils mit konkreten Fragen und Wünschen in die Dreispitzhalle», so die Messeleiterin. Die Immozionale sei damit wirklich eine Fachmesse, was auch die Aussteller zu schätzen wissen. Dies bestätigt auch Angelo Genovese: «Der Austausch mit den Besuchern ist sehr gut. Es entstehen immer wieder interessante Gespräche und Aufträge», so der Malerfachmann. Dieses Jahr wird er acht Farbkabinen aufstellen, in denen Besucher mittels Blutdruck- und Pulsmessung die Wir- kung von verschiedenen Farben auf ihr Gemüt prüfen können (siehe Seite 18). Starke Messepartnerin Mit der Thurgauer Kantonalbank habe man zudem seit Beginn die perfekte Messepartnerin. «Wer sein Traumhaus an der Immozionale findet, kann bei unserem Stand gleich eine Tragbarkeitsstudie durchführen lassen», erklärt Hans-Jörg Schoop, Leiter der TKBGeschäftsstelle in Kreuzlingen. Zudem bietet die Bank mittels elektronischen Brillen eine virtu- Der grosse Andrang seitens Besucher und Aussteller hat Messeleiterin Giger auch schon über eine Erweiterung der Messe nachdenken lassen. Mit einer Verschiebung in die Bodensee-Arena oder in die Dreispitzturnhalle würde jedoch das Flair der Messe verloren gehen. «Der Dreispitzsaal kommt bei Gästen gut an, die Architektur scheint eine besondere Anziehungskraft zu haben», so Giger. Das gesamte Programm sowie die Ausstellerliste ist auf dem neu gestalteten Internetauftritt der Immozionale ersichtlich. Ein neues Immobilienportal ermöglicht zudem, sich schon vorab über das aktuelle Angebot zu informieren. www.immozionale.ch ) 1.&+0)'4 Wir lieben Immobilien +OOQDKNKGP 6TGWJCPF #) /HLPEDFK  ó =L(LQIDPLOLHQKDXV %HUOLQJHQ  %DXODQG PLW 6((6,&+7 6FK|QHQEHUJ  0HKUIDPLOLHQKDXV 6XOJHQ  ó =L:RKQXQJ 2* &ƌĂƵĞŶĨĞůĚ ͻ <ƌĞƵnjůŝŶŐĞŶ ͻ ^ƚ͘ 'ĂůůĞŶ ͻ ^ĂƌŐĂŶƐ www.goldinger.ch ǁǁǁ͘ŐŽůĚŝŶŐĞƌ͘ĐŚ

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Modedesigner Philipp Plein verkauft Villa über Engel & Völkers Die vom Designer selbst gestaltete Inneneinrichtung ist im Kaufpreis von CHF 4,25 Mio. enthalten Hamburg/ Kreuzlingen, den 7. Januar 2016. Der international bekannte Modedesigner Philipp Plein hat seinen Firmensitz nach Lugano verlegt und trennt sich daher von seinem Anwesen in Amriswil. 2010 hatte er die Jugendstil-Villa aufwendig renovieren lassen. Nun steht die Immobilie bei Engel & Völkers Kreuzlingen für CHF 4,25 Mio inklusive Mobiliar zum Verkauf. Interieur mit persönlicher Note. Die ca. 1000 Quadratmeter Nutzfläche des Objekts verteilen sich auf einen Wohnbereich mit zehn ZimModedesigner Philipp Plein richtete die Jugendstil-Villa, die er jetzt über Engel mern und einen Bürotrakt mit acht Räumen. Das Anwesen & Völkers Kreuzlingen verkauft, in seinem unverkennbaren Stil ein. (Bildquelle: Engel & Völkers) nutzte der deutsche Designer als bisherigen Firmen- und Wohnsitz. Die Inneneinrichtung der 1910 erbauten Villa gestaltete Philipp Plein selbst. So finden sich in einigen Zimmern zum Beispiel Accessoires aus seinen bevorzugten Materialen Fell und Leder. Den einstigen Weinkeller der Villa liess Philipp Plein in einen luxuriösen Wellnessbereich umwandeln. Teil des Anwesens ist ausserdem eine rund 2000 Quadratmeter grosse parkähnliche Gartenanlage mit Aussenpool. Das Anwesen liegt im historischen Bezirk von Amriswil. Die ca. 13 000 Einwohner grosse Stadt im Schweizer Kanton Thurgau bietet ein breites kulturelles Angebot sowie eine gute Anbindung an die nahe gelegene Bodenseeregion und St. Gallen. $XFK XQV ILQGHQ 6LH DQ GHU GLHVMlKULJHQ LPPR]LRQDOH -DKUH 

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