Ferienlager für Kinder und Jugendliche mit ADHS

 

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Chronik 2003 - 2015

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ADHS Förderkreis e. V. Chronik Ferienlager für Kinder und Jugendliche mit ADHS ab 2003 ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834

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 Fred Freese Jahrgang 1968, verheiratet, 1 Kind Vorsitzender ADHS Förderkreis e. V. ADHS Elterntrainer staatlich anerkannter Erzieher ___________________________________________________________________ ADHS Zum ersten Mal hörte ich etwas darüber als unser Sohn ca. 2,5 Jahre alt war. Meine Frau informierte sich in Fachbüchern über das Störungsbild und ich nutzte das Internet, um nach geeigneter Unterstützung zu suchen. Nach kurzer Zeit hatten wir uns umfassend über ADHS informiert. Doch all die theoretischen Informationen halfen uns nicht beim täglichen Umgang mit unserem Sohn. Ich wollte wissen, wie andere Familien es bewerkstelligen und so richtete ich die Internetseite www.ads-gruppe.de ein. Ich bat betroffene Familien mir zu schildern, wie sie mit einzelnen Situationen umgehen. Diese Erfahrungsberichte veröffentlichte ich dann auf meiner Homepage. Die Internetseite sollte Betroffenen einen Raum geben, wo sie ihre Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig Hilfe, Ermutigung, Anregungen und vor allem Tipps und Hinweise geben können für die konkrete Umsetzung in den Alltag mit ihren betroffenen Kindern. Im Januar 2001 gründete sich die ADHS-Selbsthilfegruppe Neubrandenburg. Dort arbeite ich über 12 Jahre ehrenamtlich als Gruppenleiter. Durch die vielen Erzählungen von betroffenen Familien wurde mir sehr deutlich, dass die Öffentlichkeit noch viel zu wenig über ADHS informiert ist. Daher legte ich das Haupt-augenmerk auf Öffentlichkeitsarbeit. Vorurteile sollen abgebaut werden. Ich wollte deutlich machen, dass es nicht "den Weg" für alle Betroffene gibt, sondern jeder eine individuell auf seine Stärken und Defizite abgestimmte Unterstützung benötigt. Um diese Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen, die eine veränderte, positive Perspektive auf das Störungsbild geben soll, beteiligte ich mich mit Informationsständen an öffentlichen Veranstaltungen. Organisiert Fachvorträge zu verschiedenen Aspekten dieser Thematik und biete in Schulen und Kindertagesstätten Vorträge an. Unterstützt wurde ich durch verschiedene Institutionen, große Hilfe fand ich stets in der ADHS Selbsthilfegruppe Neubrandenburg. Im Laufe meiner ehrenamtlichen Arbeit, entwickelte ich verschiedene Projekte die in verschiedenen Bereichen von ADHS betroffene und nichtbetroffene Menschen für das Thema ADHS sensibilisieren. Das ADHS-Puppenspiel spricht in besonderer Weise den Kita-Bereich an, die ADHSInfocollage den Schulbereich, die ADHS-MESSE und der ADHS-Tag die breite Öffentlichkeit, das ADHS-Eltern ist speziell für Eltern und Großeltern von ADHS betroffenen Kindern gedacht und für Kinder und Jugendliche mit ADHS gibt es das ADHS Ferienlager. Meine Vorträge in Kita’s und Schulen erweitern das Angebot. ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 1

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Warum ein ADHS Ferienlager Kinder und Jugendliche mit ADHS haben Schwierigkeiten, sich in eine große Gruppe einzufügen. Meist fallen sie durch ihr unangemessenes Verhalten auf, werden als Störenfriede abgetan und oft frühzeitig nach Hause geschickt oder in vielen Fällen erst gar nicht mitgenommen. Dadurch werden diese Kinder mehr und mehr zu Außenseitern. Doch gerade diese Kinder brauchen intensive Zuwendung, um ihr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu stärken und sich in der Gruppe zurechtzufinden. Kinder und Jugendliche mit ADHS sind ständig in Bewegung, können Gefahren schlecht einschätzen, handeln impulsiv und können sich schlecht organisieren. Diese Kinder und Jugendlichen bedürfen auf Grund ihrer Störungen einer intensiveren Betreuung. In einem “normalen” Ferienlager kommen auf einen Betreuer in der Regel ca. 10-12 Kinder. Somit wäre eine individuelle Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS schwer möglich. Durch unsere Erfahrungen aus den letzten Ferienlagern sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass ein Erwachsener nicht mehr als 2-3 Kinder betreuen sollte, um individuell auf die Befindlichkeiten der Kinder eingehen zu können. Um neue Lösungsmöglichkeiten bei Konflikten in der sozialen Interaktion mit den Kindern zu erarbeiten und zu festigen, ist ein rechtzeitiges Erkennen von Konflikten und sofortiges Eingreifen/Reagieren seitens des Betreuers notwendig. Und dies ist nur möglich, wenn das Betreuungsverhältnis sehr gering gehalten wird. Kindern und Jugendlichen mit ADHS sollte die Möglichkeit haben, an einem Ferienlager teilzunehmen und außerhalb der Familien-situation neue Erfahrungen mit anderen Kindern zu sammeln. Sie sollen dabei lernen, sich in die Gruppe zu integrieren, Freundschaften zu schließen, Konflikte zu lösen bzw. zu vermeiden und mit ihrer Störung umzugehen. Eltern, angehende Sozialarbeiter/innen und angehende Erzieher/innen arbeiten Hand in Hand als Betreuer im Ferienlager. Wobei jeder von dem anderen etwas lernen kann und dies für seinen individuellen Alltag einsetzen könnte. Meine Gedanken für die Zukunft: Wenn ich mich mit Betroffenen unterhalte, höre ich immer wieder, dass die Gesellschaft mit daran schuld sei. Aber wer ist die "Gesellschaft"? Die Gesellschaft, das sind doch wir, jeder einzelne von uns. Also haben wir es doch auch in der Hand, die Gesellschaft zu verändern. Es fängt doch schon damit an, dass viele nur über die Schwächen von ADHS'lern reden. Sollten wir nicht die positiven Seiten in den Vordergrund rücken? Ich sage: "Ja", denn nur mit einer positiven Grundeinstellung kann ich einen Beitrag für "eine bessere Gesellschaft" leisten. Helft mit, damit unsere Kinder ihren Platz in unserer Gesellschaft finden. Wir alle haben es in der Hand! Fred Freese ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 2

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     ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 3

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   Ein Ferienlager nur für ADHS-Kinder, ein deutschlandweit einmaliges Projekt. Als ich erstmals davon gehört habe, wusste ich, dass der Betreuerjob hier eine echte Herausforderung wäre, der ich mich unbedingt stellen wollte. Auch jetzt, nur eine Woche nach dem Ende des Ferienlagers, bereue ich diese Entscheidung keinesfalls. Die vergangenen 14 Tage waren nicht nur erfahrungs- und lehrreich in Hinsicht auf mein Sozialpädagogikstudium, sondern haben auch mich persönlich stark geprägt. Ich habe die gesamte Organisation sowie den Grundaufbau des Betreuungssystems als sehr positiv erlebt. Das Projekt "Ferienlager für ADHS-Kinder" wurde von Fred Freese, dem Verantwortlichen für die ADHS-Selbsthilfegruppe in Neubrandenburg, ins Leben gerufen. Bereits im Jahre 2003 fand dies erstmalig unter der Leitung von Herr Freese statt. Er organisiert die Fahrt nicht nur, sondern übernimmt auch vor Ort die Hauptverantwortung. Die teilnehmenden Kinder waren zw. fünf und 16 Jahren alt. Ihrem Alter entsprechend, wurden sie einer der drei Gruppen zugeordnet. Hierbei standen die rote (fünf bis neun Jahre), die grüne (zehn bis 13 Jahre) und die blaue Gruppe (14 bis 16 Jahre) zur Wahl. Jede einzelne von ihnen unterlag der Leitung durch einen Betreuer, der zum Gruppenleiter ernannt wurde. Gibt es innerhalb der Gruppen Probleme, die intern nicht gelöst werden können, treten die Gruppenleiter mit diesen an Fred Freese heran und suchen mit ihm gemeinsam nach einer Lösung. Weiterhin fanden sich alle Betreuer allabendlich um 22 Uhr zu einem gemeinsamen Gesprächskreis zusammen. Auch hier konnten Vorschläge unterbreitet, Probleme angebracht oder Diskussionen entfacht werden. Jedem einzelnen stand es frei, sich zu Wort zu melden und so in den gesamten organisatorischen Aufbau oder die Tagesplanung einzugreifen. Diese klare Struktur hat es ermöglicht, dass jeder einzelne Betreuer stets einen Ansprechpartner (seinen Gruppenleiter) hatte, sobald Probleme, Fragen oder gar Zweifel aufkamen. Da bereits innerhalb kürzester Zeit eine gewisse Vertrauensbasis unter den Betreuern bestand, nahmen diese das Gesprächsangebot mit dem Gruppenleiter auch ausnahmslos an, sobald sich Fragen offenbarten oder Probleme auftraten. Daher kam es zu keinem Zeitpunkt dazu, dass aufgrund organisatorischer, fachlicher oder gar persönlicher Probleme der Betreuer Frust oder Aggressionen auf die Kinder übertragen wurden. Diese Begebenheit trug wesentlich zu einem sehr angenehmen und sicheren Arbeitsklima bei. Des weiteren bin ich davon überzeugt, dass wir selbiges Gefühl auch den Kindern vermittelt haben. Sie konnten sich stets darauf verlassen, dass auch der folgende Tag keine einzige langweilige Stunde mit sich bringt, da allabendlich eine einstündige Gesprächsrunde im Betreuerkreis der roten Gruppe stattfand. Auch hier bot sich jedem einzelnen die Möglichkeit, Probleme, Sorgen oder Ängste zu äußern und mit Hilfe der übrigen Betreuer einen Lösungsweg zu finden. Weiterhin wurde hier stets der Ablauf des kommenden Tages besprochen und geplant, wobei jeder einzelne Vorschlag von Kindern bzw. Aufsichtspflichtigen zu berücksichtigen versucht wurde. ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 4

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Ob es sich dabei um baden, reiten oder die Planung für das anstehende Piratenfest handelt, sei einmal dahingestellt. Denn selbst eine Piratentaufe möchte gut durchdacht sein. Welches aufgeweckte, phantasievolle und abenteuerlustige Kind möchte schon gerne einen so langweiligen und unpassenden Namen wie "träumende Seegurke" tragen? Erst diese individuelle "Liebe zum Detail" gibt den Kindern das Gefühl, dass wir sie so wahrnehmen und akzeptieren wie sie sind. Unabhängig davon, was sie den Tag über "angestellt und ausgefressen" haben. Ich gebe gern und offen zu, dass dieser Job alles andere als einfach ist, jedoch haben mir die Kinder in kleinsten, vielleicht sogar alltäglichen, Gesten immer wieder gezeigt, wie liebenswert sie doch sind. Ich denke, das sollte niemals in Vergessenheit geraten, denn unabhängig davon, welches Krankheitsbild einen Menschen zeichnet, hat jeder einzelne ganz individuelle Eigenschaften, die ihn zu etwas Besonderem und Einmaligem machen. Zunächst bin ich stets davon ausgegangen, dass ich wüsste, wie wichtig mir meine Familie sowie Freunde sind und welche Charaktereigenschaften sie für mich zu etwas Besonderem machen. Diese Kinder jedoch haben mir gezeigt, dass man einige Dinge erst begreift, wenn man ausreichend Geduld, Respekt und Liebe aufbringt. Das erkannt zu haben, bedeutet mir wirklich viel und hat meine persönliche Lebenseinstellung sowie mein Menschenbild bereits jetzt wesentlich beeinflusst. Hierbei handelt es sich um eine Erfahrung, die ich nicht nur der gelungenen Organisation, sondern auch dem idealen Betreuungsschlüssel von eins zu zwei zu verdanken habe. Jedem Betreuer wurden zwei, in Ausnahmefällen auch drei, Kinder zugewiesen. Abhängig davon, ob der Teilnehmer bzw. der Betreuer eine oder zwei Wochen teilnahm, fiel diese Entscheidung. Kinder, die über einen Zeitraum von 14 Tagen blieben, erhielten einen Aufsichtspflichtigen, der eine ebenso lange Aufenthaltsdauer hatte. Somit mussten sich weder Kinder noch Betreuer während der Freizeit auf neue Betreuungsverhältnisse umstellen und der Ausbau einer guten Vertrauensbasis zw. beiden war somit gegeben. Weiterhin verschaffte den Kindern das Wissen, dass sie einen festen Betreuer haben, die Möglichkeit, stets einen Ansprechpartner und eine Bezugsperson zu haben, die ihnen helfen kann und sie nicht an den "nächsten Zuständigen" verweist. Diese Gegebenheit bietet den Kindern neben Sicherheit auch das Gefühl, nie allein gelassen zu werden. ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 5

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Um dieses Vertrauensverhältnis jedoch aufzubauen und aufrecht zu erhalten, ist es wichtig, die Kinder so anzunehmen, wie sie sind, ihnen keine Vorwürfe zu machen oder immer wieder auf vergangene Situationen anzuspielen, in denen sich das Kind nicht den Regeln entsprechend benommen hat. Gegenseitiger Respekt und das stetige Einhalten von Versprechungen sowie Ankündigungen ist hierbei unentbehrlich und absolut grundsätzlich. Dieser Betreuungsschlüssel offenbart jedoch noch weitere Vorteile. So sind die Kleingruppen (der Betreuer und die ihm zugewiesenen zwei bzw. drei Kinder) beispielsweise unabhängig in ihren Unternehmungen von den übrigen Kleingruppen der eigenen Gruppe sowie der roten, grünen bzw. blauen Gruppe insgesamt. Das befähigt den Aufsichtspflichtigen auf individuelle Wünsche und Vorlieben der Kinder einzugehen. Hat die rote Gruppe z.B. beschlossen, einen Waldspaziergang zu machen und einige Kinder sind für diesen Vorschlag überhaupt nicht zu begeistern, hat der Betreuer die Möglichkeit, mit seinen Kindern stattdessen eine andere Beschäftigung auszuwählen und mit seinen Betreuungskindern nicht an dem Spaziergang teilzunehmen. Sicherlich fragen Sie sich nun, welche Optionen ihm weiterhin zur Verfügung stehen, wenn lediglich eines der Kinder spazieren gehen möchte und das zweite lieber einer anderen Beschäftigung nachgeht?! Auch für diese Problemkonstellation bietet das Betreuungssystem einen optimalen Lösungsvorschlag, denn unterhalb der Betreuer besteht die Chance des Tauschens der Aufsichtspflicht. Eines meiner Kinder beispielsweise hatte keine Lust darauf, sich an dieser Wanderung zu beteiligen, während das andere hellauf begeistert war. Daraufhin habe ich mich mit einer weiteren Betreuerin darüber unterhalten und sie teilte mir mit, dass sie bei ihren Kindern mit genau der gleichen Situation konfrontiert war. Wir einigten uns folglich, wer von uns beiden am Waldspaziergang teilnahm und wer mit den anderen zwei Kindern zum Basteln ging. Auf diese Weise konnten derartige Probleme stets innerhalb kürzester Zeit gelöst werden. Selbst wenn in der gesamten roten Gruppe nur ein Kind nicht mitgehen möchte, gibt es die Möglichkeit, dass sein Betreuer mit ihm allein etwas anderes unternimmt. In diesem Fall wird ein weiterer Betreuer gebeten, für das zweite Kind die Aufsichtspflicht zu übernehmen, so dass sich dieser während der vereinbarten Zeit um drei Kinder kümmert. Wurde diese ganze Situation einmal zu chaotisch und unübersichtlich, konnte als "letzter Ausweg" der Springer eingesetzt werden. Ließen sich die Vorstellungen einzelner Kinder gar nicht mit der übrigen Organisation in Einklang bringen, half ein weiterer Betreuer, der keine Betreuungskinder unter seiner Fittiche hatte, aus. Jedoch musste dies auch mit der grünen und blauen Gruppe abgesprochen werden, da der Springer von jeder Gruppe um Hilfe gebeten werden konnte. ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 6

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Auch unterhalb der Betreuer, unabhängig vom Gruppenleiter, wurde nicht selten das Gespräch bezüglich Problembewältigung, offener Fragen oder der Bitte um Tipps gesucht. Wir alle waren uns darüber im Klaren, dass wir die gleiche Herausforderung zu bewältigen hatten und uns dies umso leichter und effektiver von der Hand ging, wenn wir uns gegenseitige Hilfestellungen geben. Ich selbst habe oft das Gespräch gesucht und so eine zahlreiche Tipps erhalten, die sich größtenteils als sehr wirkungsvoll im Umgang mit den Kindern erwiesen. Auf diese Weise habe ich viel über die praktische pädagogische Arbeit gelernt. Ich habe die Tipps erhalten, größtenteils erst einmal angenommen und dann für mich selbst entschieden, welche davon ich auch praktisch umsetzen möchte. Ich bin auch im Nachhinein noch der Meinung, dass meine Entscheidungen richtig waren und diese das 14tägige Zusammenleben mit den Kindern wesentlich stressfreier und harmonischer gestaltet haben. Nichts desto trotz, brauchte ein jeder von uns Betreuern ab und an auch ein wenig Zeit für sich, um zu entspannen oder lediglich ein paar Minuten der Ruhe zu genießen. Selbst in diesem Fall konnten andere Betreuer gebeten werden, für einen bestimmten Zeitraum auf die Kinder zu achten, so dass einer Auszeit nichts mehr im Wege stand. Auf diese Weise konnte die Gefahr der völligen Überlastung oder Überforderung eingedämmt werden. Schlechte Laune oder Verstimmungen wurden so rechtzeitig gedämpft ohne dass sie auf die Kinder übertragen werden. Diese gesamte Organisationsweise bietet ADHS-Kindern deutschlandweit die einmalige Möglichkeit, an einem Ferienlager teilzunehmen. Meiner Meinung nach ist es äußerst bedauernswert, dass die Umsetzung dieser Idee bis heute einzigartig geblieben ist. Das liegt zum einen daran, dass die Nachfrage sowie der Bedarf derartiger Freizeitaktivitäten für ADHS-Kinder und -Jugendliche weit größer ist als das momentane Angebot. Des Weiteren habe ich nicht nur gesehen, wie glücklich die Kinder während dieser Ferienfreizeit waren, ich habe es miterlebt. Kinder, die nie zuvor so etwas wie Freundschaften erlebt haben oder das Wort Spielkamerad nicht einmal kannten, erhielten hier die Chance, fern von jeglicher sozialer Ausgrenzung, Freunde zu finden und ein gemeinsames Spiel zu erleben. Kinder, die in ihrem Heimatort stets von Gleichaltrigen gemieden wurden, fanden hier Anschluss und Zuspruch. Einzelkämpfer schlossen sich gemeinsam mit anderen Kindern zu Gruppen zusammen. Gemeinsam bewältigten sie Aufgaben, denen sie allein nicht gewachsen waren. Sie lernten die Bedeutung von Zusammengehörigkeitsgefühl, Kooperation und Arbeiten im Team kennen. Sie sammelten während dieser sieben bzw. 14 Tage Erfahrungen, die sie zu sammeln in ihrem gewohnten Umfeld nie die Gelegenheit geboten bekamen. Sie lernten viel über sich und für ihr weiteres Leben. Und dazu zählt vor allem, dass sie spüren konnten, dass auch sie liebenswerte Menschen sind, die von anderen Kindern sowie Erwachsenen akzeptiert und respektiert werden. Sandra Siegel (Studium zur Diplom-SozialarbeiterIn/-SozialpädagogIn im 5. Fachsemester an der Hochschule Neubrandenburg) Neubrandenburg, den 12.09.2006 ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 7

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     Nun ich bin das 2. Mal mit auf der Sondermission „ADHS- Ferienlager Schwarz“. Man fragt sich bestimmt warum Sondermission? Die Antwort darauf ist oft bei den Kindern und Eltern des Ferienlagers selbst zu finden. Viele von uns kennen die kommerziellen Ferienlager. Kinder fahren ins Zeltlager, Trainingscamps, Bauernhofurlaub oder einfach Strandurlaub mit Mama und Papa. Selbst Kinderrundfunksender bieten schon diverse Erlebniscamps an. Schön, dass es diese Möglichkeiten gibt und dass fast jeder sie so nutzen kann. Es gibt aber auch Eltern, die müssen mit Graus daran denken, wie sie Ihren Kindern eine erlebnisreiche Ferienzeit bereiten können. Sie wissen, dass Ihre Kinder anders, vielleicht auch auffällig sind. Einige bezeichnen das dann als ADHS andere sagen einfach das Kind ist nicht erzogen, wieder andere sagen, das Kind ist gewalttätig oder sonst was. Das Ende dieser Diskussion sieht dann oft so aus, dass man sein eigenes Kind oft hilflos ansieht und sich fragt, was man falsch gemacht hat. Wenn man darauf vielleicht eine Antwort gefunden hat, ist der Weg aber noch nicht zu Ende. Eltern lieben Ihre Kinder, egal ob da eine Diagnose mit ADHS steht oder nicht. Genau aus diesem Grund möchten sie Ihren Kindern alles bieten, Sicherheit, Geborgenheit, Liebe, aber auch Freiräume für Erlebnisse, Kontakte zu anderen Kindern und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Ich bin gelernter Heilerzieher und arbeite in diesem Beruf schon seit 8 Jahren. Ehrenamtlich arbeite ich in der Wasserwacht als Rettungsschwimmer und so habe ich im letzen Jahr den Kontakt zum ADHS Ferienlager gefunden. Da war es meine Aufgabe als „Retti“ für die Sicherheit zu sorgen und mich um die kleinen und großen Wehwehchen zu kümmern. Ich habe schnell erkannt, dass dieses Ferienlager etwas Besonderes ist und die Besonderheiten liegen eigentlich in der Organisation und in der Art der Teilnehmer. Man arbeitet mit einer Betreuung von 1 : 2, das heißt ein Betreuer hat die Aufgabe sich um 2 Kinder zu kümmern. Das fand ich schon sehr besonders, denn in den vielen anderen Ferienlager wurde so eine Betreuung nicht geboten. Dann wurde ein Großteil der Betreuung von Elternteilen übernommen. Noch eine Besonderheit, die Eltern fahren mit Ihren Kindern ins Ferienlager. Und dann eine gestandene Persönlichkeit mit Namen Fred Freese, der diese ganze Sache organisiert und koordiniert. Kein Rundfunksender, kein touristischer Ferienanbieter, keine geschulten Kinderanimateure, keine „normalen“ Kinder. Manch einer müsste nun denken, was für ein Chaos? Aber nein, kein Chaos, eher Harmonie, Freude und Abenteuer. Und das nicht bloß für die Kinder sondern auch für die Eltern, denn wo können Mama oder Papa schon mal als Ritter oder Hexe erscheinen? 2 Wochen eine Oase für das Chaos. Ein Chaos, was so dann nicht mehr existiert. Schon etwas Besonderes, wenn man Kinder und Eltern so harmonisch beobachten kann. ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 8

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In diesem Jahr habe ich mir einfach gedacht ich verbinde meine Arbeit mit dem Ferienlager. Ich bin also mit einem meiner Kinder, die ich in einem Kinderheim betreue in dieses Ferienlager gefahren. Unsere Kinder tragen auch Auffälligkeiten mit sich, oft sind es Auffälligkeiten, wie Bindungsstörungen, Aggressionen oder auch ADHS. In unserer Einrichtung ist es oft schwer, gezielt für jedes Kind eine ideale Ferienzeit zu gestalten. Die Eigenarten, die unsere Kinder mit sich bringen ähneln oft sehr denen, die ich schon vorher bei den Kindern des Ferienlagers beschrieben habe. Es ist also nicht verwunderlich, wenn mir schnell die Idee kam, unsere Kinder in diesem Ferienlager zu integrieren. Zunächst reiste ich dieses Jahr nur mit einem Kind an und dieses Kind war dann so begeistert und hatte so viel zu berichten, dass auch alle anderen Kinder im nächsten Jahr vorhaben, mit ins Ferienlager zu kommen. Es ist schon lustig zu hören, dass sie sich gegenseitig erzählen, welche Kappe sie wohl im nächsten Jahr tragen werden und unserer Ältester freut sich darauf die Kleinen zu erschrecken. Also, was kann man da sagen. Es ist schön, wenn sich Kinder für etwas begeistern, was sie so noch gar nicht kennen und es ist ein gutes Zeugnis für dieses Ferienlager, das es seine feste Berechtigung hat. Ich werde also im nächsten Jahr wieder dabei sein, als Rettungsschwimmer, Betreuer und einfach als der Maik Olm, der ich eigentlich sonst auch immer bin. Maik Olm, 16.09.2009 ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 9

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  Lieber Fred, Im Auftrag von Dustin-Kevin Kölzow schreibe ich Ihnen heute noch ein paar Zeilen des Danks. Auch wenn das Ferienlager schon einige Zeit vorbei ist, ist dies heute noch ein ganz großes Thema bei uns. Dustin schwärmt und erzählt mit Begeisterung von dieser tollen Woche. Ich soll Ihnen vielen Dank für die tolle Zeit sagen und er ist nächstes Jahr definitiv wieder mit dabei. Auch ich als Mutter möchte Ihnen danken, denn seit Dustin´s Rückkehr hat sich unser Familienleben rapide gebessert, er ist aufmerksamer und liebevoller, denn nun weiß er dass er nicht alleine ist. Es gibt noch mehr die so sind wie er. Alles in allem war das Ferienlager für uns sehr positiv und sind sehr froh, dass es Sie gibt. Auch unser Psychologe ist begeistert von Dustin´s Entwicklung seitdem er bei Ihnen war! Also nochmals vielen Dank von uns! Fam. Kölzow 24.09.2009 Lieber Fred Freese, sehr ausgeglichen und vor allem zufrieden erlebten wir unseren Sohn Eric (8 Jahre) nach seiner ersten Teilnahme am diesjährigen ADHS-Ferienlager. In den Monaten zuvor und bis zum Beginn seiner Sommerferien kämpfte er sich durch seinen Schulalltag, in welchem er täglich zu spüren bekam, dass er hier irgendwie nicht "funktionierte". Die Klassenlehrerin war leider sehr unkooperativ. Eric resignierte schlussendlich. Er glaubte nicht mehr an s(ein) "Können" - wenn das an der Schule schon sonst keiner mehr tat... Ein Schulwechsel war dringend nötig! Im Ferienlager bieten Sie all das, was alle Kinder, aber besonders diese Kids brauchen: adäquate Regeln und Vereinbarungen, Herausforderungen und Verständnis. Für all das und Ihr Engagement, diese wichtige Sache weiterzuführen, wachsen zu lassen und viele Familien daran teilhaben zu lassen, danken wir Ihnen herzlichst! Stephanie & Dieter Schier, 24.09.2009 ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 10

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Hallo, auch diesmal hat sich die weite Anfahrt gelohnt. Julian war wieder ganz begeistert. Aber dass er gerne kommt, wissen wir ja. Meine Sorge galt seinem großen Bruder. Ob Vincent mit seinen 15 Jahren das alles auch so cool findet? Er war das erste Mal dabei. Die Antwort lautet: JA, und wie!!!! Auch Vincent will nächstes Jahr wieder "unbedingt "dabei sein. Ich denke ein größeres Kompliment an alle kann es nicht geben .Danke das meine Kinder glücklich bei euch sind. Wir kommen wieder. Liebe Grüße aus Bad Gandersheim Julian, Vincent und Georgina 17.08.2009 Dann werd ich mal auch meine Gedanken zu dem Ferienlager loswerden. Das Thema Fantasy war richtig gut umgesetzt und zog sich wunderbar von Anfang bis zum Ende wie ein roter Faden durch die 2 Wochen. Sonstige Freizeitaktivitäten waren auch im Überfluss vorhanden. Wer Langeweile hatte, war selber schuld. Da ich später beruflich auch mit solchen und ähnlichen Kindern arbeiten möchte, konnte ich eine Menge neuer Erfahrungen sammeln und eine Menge Wissen über die Erscheinungsformen der Krankheiten. Da ich schon in anderen Ferienlagern als Betreuer war, kann ich einen Vergleich anstellen und muss sagen, dass die 2 Wochen bisher die schönsten und interessantesten Ferienlagerwochen waren, die ich bisher mitgemacht habe. Was ich mir aber für die Zukunft vorstellen könnte, wäre eine Art Schulung für Betreuer um zumindest ein Basiswissen herzustellen, im Umgang mit Kindern und speziell mit ADS/ADHS-Kindern. Und das Essen war ja wohl sehr lecker Ronny (Betreuer grüne Gruppe) 16.08.2009 Erfahrungsbericht Simone Zühlke Wir waren das erste Mal mit im ADHS-Ferienlager, haben Eindrücke und Erfahrungen sammeln können. Kinder, die es im Alltag nicht immer leicht haben, waren sie selbst und wurden auch so verstanden. Die Betreuung war sehr intensiv und auch anstrengend, aber es war auch notwendig. Das Motto der Woche "Indianer" war mit vielen Aktionen verbunden. Ich habe Kinder erlebt, die trotz allem die Gabe haben, auf noch Schwächere einzugehen. Meine Tochter hat starke Sprach- und Entwicklungsverzögerungen. Sie wurde von den anderen nicht abgelehnt, sondern war immer mit dabei. Die Woche hat ihr gut getan. Sie hat viele positive Erfahrungen und Erfolgserlebnisse sammeln können. Das ADHS-Ferienlager sollte unseren Kindern erhalten bleiben und vor allem auch unterstützt werden. (Mutter, Betreuerin kleine Gruppe) Erfahrungsbericht Silvia Schmidt ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 11

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Hallo Fred, wenn Wieland normalerweise von Klassenfahrten o.ä. zurückkommt, ist er heiser, in desolaten Zustand, überdreht und zu nichts zu gebrauchen. Die Sachen fliegen in irgendeine Ecke und oft schläft er erst einmal den Rest des Tages, bis man sich mit ihm unterhalten kann. Das war diesmal ganz anders. Als Karls Vater ihn brachte, wirkte er ruhig, ausgeglichen und vor allem irgendwie selbstbewusst, reifer. Wir haben kurz danach gegessen, das Essen verlief ohne fummeln, grapschen, kippeln und er blieb bis zum Ende sitzen. Wir haben uns über das Ferienlager unterhalten, er hat auch viele Einzelheiten erzählt (Was er sonst nicht kann, weil es "weg" ist.), insgesamt in sehr fröhlichen begeisterten Ton. Und dann sagte er "Also ich hab beschlossen, ich fahr da nächstes Jahr wieder hin." Wieland hat beim Aus- und Wegpacken seiner Sachen mitgemacht und war überhaupt höchst kooperativ, noch viele Tage lang. Das tägliche, manchmal stundenlange Tauziehen, fiel aus. Und das sehe ich als Zeichen für gestiegenes Selbstbewusstsein. Denn dieses Tauziehen und Provozieren ist für ihn oft Ausdruck seiner Unzufriedenheit mit sich selbst und abreagieren von Frust. Nun spürte man richtig, dass er mit sich selbst im Reinen war, weil er sich im Ferienlager bei den anderen wirklich wohl gefühlt hat. Er ist auch mit viel Vorfreude hingefahren, weil er ja wusste, dort sind alles Kinder mit ähnlichen Problemen, er brauchte also keine Angst zu haben bzw. nicht vorbeugend den Clown oder Großkotz zu mimen. Seinem Freund aus dem Wohngebiet hat er auch gleich am Telefon was vorgeschwärmt. Soweit zu Wieland und man kann die Bedeutung dieses Ferienlagers und auch Dein persönliches Engagement gar nicht hoch genug schätzen. Mit freundlichen Grüßen! - auch im Namen von Wieland und meinem Mann Silvia Schmidt 18.09.2006 Erfahrungsbericht Jeannette Friedrich Sehr geehrter Herr Freese, die Zeit vergeht und das Ferienlager 2006 ist vorbei. Der Schulalltag hat uns schon seit 4 Wochen wieder und unser Sohn Patrick schaut schon in Richtung Herbstferien. Doch das Ferienlager im Forsthof Schwarz ist immer noch Gesprächsthema in unserer Familie. Gerade bei unserem Sohn ist es doch sehr ungewöhnlich, dass immer noch Geschichten und Erlebnisse erzählt werden. Das er viel Freude und Spaß hatte, steht hier außer Frage. Das er Erfahrungen gesammelt hat, die ihm keiner nehmen kann und das es endlich auch ohne Eltern ging, so glauben wir, war das beste. Ein Ferienlager für unsere Kinder bedeutet nicht nur Erholung für sie, es bedeutet auch Erholung für uns Eltern. Wir finden, dass dieses Ferienlager eine Zukunft bekommen sollte. Dieses sollte jedem bewusst sein, der weiß, was es heißt, ein ADHS-Kind zu haben, und das gerade Eltern, die sich bewusst mit ihren Kindern 12 ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite

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auseinandersetzen und mit ihnen arbeiten, auch Hilfe brauchen. Das kann nur ein Ferienlager sein, wo wir die Gewissheit haben, dass unsere Kinder in den richtigen Händen sind. Das Ferienlager ist eine große Hilfe für die Entwicklung unserer Kinder. Aus diesem Grund sollte jede Krankenkasse, jede Organisation, jedes Bundesland seine Spende geben, damit diese Arbeit weitergehen kann. Einen riesigen Dank an Sie, Herr Freese, und an jede einzelne Betreuerin und Betreuer für diese Ferienlagerzeit. Wir können nur sagen: "Macht weiter so und bleibt weiter für unsere Kinder da!" Denn eines ist sicher, es gibt immer mehr Kinder mit diesem Problem. Es gibt auch genügend Eltern, die diese Zeit brauchen, um dann wieder Kraft und Verständnis für ihre Kinder zu haben. Die Anerkennung für jeden Betreuer, der unseren Kindern diese schöne Zeit gab, sollte eigentlich auf einer Ebene stattfinden, die über Bundesländer hinausgeht. Wir glauben, dass es viele Eltern gibt, die genauso denken wie wir. In diesem Sinne möchten wir uns nochmal bedanken und wünschen für das Jahr 2007 viele Sponsoren. Zum Schluß möchte ich Ihnen sagen, was unser Sohn noch heute am besten fand Fahrrad fahren bis zum Umfallen Kanu fahren Mutprobe die Betreuer waren super das er immer den Bastelraum nutzen konnte Mit vielen Grüßen Patrick und seine Eltern Peter und Jeannette Friedrich 18.09.2006 Erfahrungsbericht Sandra Knull Hallo Fred, Ersteinmal Danke für das tolle Ferienlager, welches dem Nico ganz super gefallen hat. Er möchte auch im nächsten Jahr wieder kommen, aber gleich für 2 Wochen. Als ich ihn fragte, was habt ihr gemacht, sagte er "baden". Er war auf alle Fälle ganz schön geschafft und ausgepowert. Es dauerte lange bis er mir erzählt hat, was er alles erlebt hat und was ihm gefallen hat. Er nannte mir viele schöne Dinge. Das Angeln "Mama ich hatte sogar einen Fisch an der Angel" sowie das Rudern. Das Lagerfeuer mit Knüppelkuchen fand er super. Wir hatten sogar eine Disco, dass sagte Nico. Ton und Gipsarbeiten und das Basteln um das gesamte Thema "Steinzeit" machten ihm auch Spaß. Super nett fand er auch seine Betreuer und natürlich Fred "der war cool". Auf alle Fälle ist das was ihr dort auf "die Beine stellt" für die Kinder ein super Sache, denn ich denke bei Nico hätte ich bestimmt Schwierigkeiten in anderen Ferienlagern. Ich finde es toll, dass es soetwas gibt. Viele liebe Grüße von Nico Mit freundlichen Grüßen Sandra Knull ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 13

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Erfahrungsbericht Heidi und Rudi Ernst Nun ist das Ferienlager für uns schon seit vier Wochen vorbei und wir haben es für uns in der letzten Zeit durchdiskutiert, sowie die Bilder von diesem und der letzten Jahre durchgesehen. Dadurch kamen wir zu der Schlussfolgerung, daß ein Ferienlager dieser Art seine Berechtigung hat und es davon zu wenig gibt. Dass ich auf der Rüchfahrt ein weinendes Kind im Auto hatte, dass seinen Betreuer Thomas schon nach einer halben Stunde vermißte, die von mir betreuten Kinder mich zum Abschied am Bus umarmten und mich im nächsten Jahr wieder als Betreuer haben wollen, zeigte mir, dass wir es geschafft hatten unseren Kindern eine schöne Woche zu bereiten. Für unsere Kinder ist das ADHS-Ferienlager eine wertvolle Erfahrung mit gleichaltrigen Kindern eine schöne Zeit zu verbringen, ohne ausgegrenzt zu werden. Wir haben schwierige Kinder was das emotionale (Heimweh), das Essen und die Motivation angeht. Damit konnten die Betreuer im vorigen und auch in diesem Jahr gut umgehen. Wären unsere Kinder in ein "normales" Ferienlager gegangen, wären wir nach spätestens 2 Tagen um Abholung gebeten worden. Das gleiche trifft auf fast alle Kinder des ADHS-Ferienlagers zu, da der Umgang mit diesen Kindern doch andere Anforderungen an die Betreuung stellt. In diesem ADHS-Ferienlager wurde die Möglichkeit dafür geschaffen. Auch wir haben für uns Erfahrungen im Umgang mit diesen Kindern mitgenommen. Diese Erfahrungen geben uns eine andere Sichtweise und wir können viel davon im Alltag umsetzen. An dieser Stelle gilt Dir (Fred), den Betreuern und Sponsoren unser Dank!!!!!!!!! Ich komme nicht drum herum unseren Sascha zu erwähnen. Er ist ein Betreuer und Vater der Erfahrung besitzt, Elan ohne Ende hat sowie Ideen und Gedanken umsetzen kann. Die Bemerkung eines Kindes "Sascha hat nur Grütze im Kopf" eweist, dass er Spaß ohne Unterlass rüberbrachte und aus meiner Sicht mit sehr viel Verantwortungsgefühl. Auch wir als Betreuer waren vor ihm nicht sicher. So mußte auch unser Rettungsschwimmer Matthias beweisen, dass er schwimmen kann, Heidi aus ihrem Kajak fallen und Silke sich in der Dusche vor Fröschen retten. So Fred noch ein Wort über und an Dich, Du hast einen unheimlich schweren Job auf Dich genommen und ihn super umgesetzt. Wir freuen uns auf das nächste Jahr. Jede Hilfe und Unterstützung unsererseits ist Dir versichert. An alle viele Grüße Heidi und Rudi ADHS Förderkreis e. V. - Fred Freese - Edvard-Grieg-Weg 6 - 17033 Neubrandenburg - Tel. 0173 6425834 Seite 14

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