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KreuzlingerZeitung

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KreuzlingerZeitung Auflage: 23 500 Exemplare 22.1. 2016 Nr. 3 AMTLICHES PUBLIKATIONSORGAN VON KREUZLINGEN/TÄGERWILEN/LENGWIL/KEMMENTAL INHALT Viel zu entscheiden In seiner Sitzung am Donnerstag hat der Kreuzlinger Gemeinderat über vier bedeutende Geschäfte zu befinden. Es geht um den Baurechtsvertrag fürs Parkhaus an der Seestrasse, das neue Gebührenreglement für den Gesetzlichen Betreuungsdienst, die Schule mit Tagesstrukturen sowie das Hochhauskonzept. Seite 3+4 40 Jahre Waldorfpädagogik Viel zu sagen Normalerweise schottet sich das Kreuzlinger Asylzentrum erfolgreich gegenüber Medien ab. Journalist Shams Ul-Haq tarnte sich fünf Tage als Flüchtling und schreckt nun mit seinen Erlebnissen die Öffentlichkeit auf. Seite 5 Viel zu lesen Die Offene Jugendarbeit Kreuzlingen bietet während den Wintermonaten neu ein regelmässiges Sportangebot für Jugendliche aus Kreuzlingen an. Was Guggenmusik mit Bottighofen zu tun hat, Sportergebnisse und viele andere Themen lesen Sie auf Seite 26 1919 wurde die erste Waldorfschule gegründet, in unserer Region gibt es das Schulsystem nach Rudolf Steiner seit 40 Jahren. Das muss gefeiert werden: Heute Freitag und morgen Samstag erfahren Besucher im Dreispitzsaal alles über das alternative Bildungssystem. Alle Möglichkeiten, sich in unserer Region zu bilden, erfahren Sie auf den Seiten 14 bis 17 )1.&+0)'4 )1.&+0)'4 +OOQDKNKGP 6TGWJCPF #) +OOQDKNKGP 6TGWJCPF #) .UHX]OLQJHQ  ó =L(LQIDPLOLHQKDXV 7lJHUZLOHQ  ó =L*DUWHQZRKQXQJ EINE GUTE WAHL. als Präsidentin des Bezirksgerichts Telefon: 071 677 50 02 www.goldinger.ch Telefon: 071 677 50 02 www.goldinger.ch 28. Februar 2016 …bequem Entsorgen. Renergie-Zentrale – Ihr Partner für Hotel Restaurant Bäckerei Lengwilerstr. 4 8280 Kreuzlingen 071 686 70 70 Ziil Businesslunch und HandwerkerZ‘Mittag Offen: -/ 3! AB  s 3/ AB  Treffpunkt Transporte und Recycling Buchenhölzlistrasse 6, 8580 Amriswil Mo–Fr: 07.00–12.00 / 13.15–17.30 Uhr Sa: 09.00–12.00 Uhr Telefon 071 414 33 33 www.muldenzentrale-otg.ch kompetent – zuverlässig – umweltorientiert immokanzlei® AG immokanzlei® AG GZA/AZA 8280 Kreuzlingen al zi e p 7 - S –1 s 4 ng e 1 u ld eit Bi S

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KreuzlingerZeitung Nr. 3 22. Januar 2016 DRITTE SEITE 3 Weichenstellung für Hochhäuser Der Gemeinderat hat es am Donnerstag in der Hand, zu entscheiden, wie es mit dem Bau von Hochhäusern in Kreuzlingen weitergehen soll. Eine Zustimmung zum Hochhauskonzept beschleunigt zudem die Bebauung im Gebiet Wolfacker Ost und Löwen/Sallmannpark. Kreuzlingen. In Kreuzlingen dürfen Bauherren momentan keine Hochhäuser bauen. Grund ist das Kantonale Planungs- und Baugesetz (PGB), welches 2013 in Kraft getreten ist. Die «Erstellung von höheren Häusern und Hochhäusern» muss demgemäss im Baureglement verankert werden. Dies soll im Rahmen der Ortsplanungsrevision geschehen, welche für das Jahr 2017 zur Einreichung beim Kanton vorgesehen ist. «Wahrscheinlich wird’s eher Ende 2018, bis das durch ist», rechnet dagegen Stadtrat Ernst Zülle. Um in der Übergangszeit trotzdem in zwei wichtigen Bereichen in Kreuzlingen mit Projekten, die den Bau von Hochhäusern vorsehen, voranzumachen, legt der Stadtrat dem Gemeinderat nun ein Hochhauskonfünf Jahren. Beteiligt war nicht nur die Stadtbildkommission; von den Quartiervereinen über beide Kirchgemeinden bis zum Arbeitgeber- und Gewerbeverband konnten zahlreiche Interessengemeinschaften und Körperschaften wurden dazu angehört. Sie erwirkten kleine Änderungen, etwa die Vorgabe zur öffentlichen Nutzung der Erd- und Dachgeschosse, welche im Wolfacker keine Sinn macht, wurde gestrichen. Hochhäuser bringen Vorteile «Damit können wir in den dafür vorgesehenen Bereichen verdichtet bauen und mehr Freifläche, mehr Grün schaffen als mit der Regelbauweise», erklärte Stadtrat Zülle. Das Hochhauskonzept definiert dabei nicht nur dem Zonenplan übergelagerte Bereiche im Stadtgebiet, wo Häuser bis 40 Meter Höhe und solche bis 28 Meter Höhe erlaubt sind. Daneben bestimmt es die «Ausschlusszone» (keine Hochhäuser erlaubt) und sogenannte «Empfindliche Gebiete», die Gebäude bis 25 Meter erlauben. Beim Bau von Hochhäusern und hohen Häusern muss gemäss vorliegendem konzept auf höchste architektonische und städtebauliche Qualität geachtet und ein Konkurrenzverfahren durchgeführt werden. Stefan Böker Eher was für gut Betuchte: Die auf dem Gaissberg geplanten HochhauswohBild: zvg nungen werden gemäss Stadtrat Zülle «keine Schnäppchen». zept vor. Denn der Gemeinderat ist Instanz für Erlass und Änderungen im Zonenplan und Baureglement und muss sowieso zur Ortsplanungsrevision wieder ran. Es handelt sich um die Areale Wolfacker Ost und Löwen/Sallmann. Der Gestaltungsplan auf dem Gaissberg lag im Sommer 2015 auf. Zwölf Einsprachen gingen ein, ihre Bearbeitung ist derzeit bis nach dem Gemeinderatsentscheid sistiert. Für den Gestaltungsplan hinter dem Löwen steht die öffentliche Auflage noch aus. Zwar sind alle vier Grundeigentümer mit einem Bebauungsvorschlag, der im 2012 vorgestellt wurde, einverstanden. Ein Landgeschäft ist allerdings noch hängig und soll nach dem Gemeinderatsentscheid getätigt werden. «Wir fragen den Gemeinderat jetzt, ob wir in die richtige Richtung gehen», erklärte Stadtrat Zülle an der Medienkonferenz im Vorfeld der Gemeinderatssitzung. Die Arbeit am Hochhauskonzept begann vor über Tarifsenkung an Eltern weitergeben Kreuzlingen. Am Donnerstag entscheidet der Gemeinderat auch über die Schülerhorte des Vereins Kreuzlinger Kinderkrippe (derzeit 110 Plätze inklusive Mittagstisch). Der Stadtrat will diese unter die Trägerschaft der Primarschule stellen (wir berichteten) und beantragt dazu jährlich wiederkehrend 450 000 Franken. Dabei handelt es sich um ein Kostendach. Bislang zahlte die Stadt 180 000 Franken jährlich. Die Mehrkosten resultieren neben der Professionalisierung und einer Erweiterung des Angebots (musisch und sportlich) auch aus den günstigeren Tarifen für die Eltern, erklärte Stadträtin Dorena Raggenbass an der Pressekonferenz. 120 000 Franken zahlt die Schule weiterhin; weitere 120 000 Franken, indem sie die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Ein gutes familien- und schulergänzendes Betreuungsangebot sei entscheidend, um als Stadt attraktiv zu sein, so Raggenbass. Das Pilotprojekt Hort Bernegg habe Erfolg gezeigt. sb UMGESETZT Der Stadtrat hat ausserdem eine schriftliche Anfrage von Gemeinderat Daniel Moos (FL) beantwortet. Die Motion von Moos, «Kreuzlingen ohne Atomstrom», sieht er als erfüllt an. Alle städtischen Liegenschaften beziehen keinen Atomstrom mehr; Einwohner, sofern sie nicht auf Atomstrom bestehen, auch. sb Anzeige 29. JAN UAR | STA DTT HEATER RITTER, DENE, VOSS er Vor werk Thomas Bernhard | Regie – Oliv

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4 KREUZLINGEN Selten stand eine stadträtliche Botschaft unter einem derart schlechten Stern, wie diese. Der Gemeinderat entscheidet am nächsten Donnerstag über den Baurechtsvertrag zum Parkhaus an der Seestrasse. Kritik daran gibt’s aus verschiedenen Gründen. Kreuzlingen. In der vorberatenden Kommission Allgemeines und Administratives des Gemeinderates hatte das Projekt bereits einen schweren Stand. Hauptkritikpunkte seien offene Fragen zum Baurechtsvertrag und, dass die Stadt das Parkhaus nicht selbst betreiben möchte. Weshalb lässt der Stadtrat dann überhaupt im Gemeinderat darüber abstimmen, wenn das negative Votum so gut wie sicher ist? «So ist der politische Prozess», argumentiert Stadtpräsident Andreas Netzle vor den Medien. Im Gemeinderat dürfte es weniger um grundsätzliche Punkte wie Grösse und Gestaltung des Parkhauses mit 316 Stellplätzen gehen (wir berichteten), sondern mehr um die Frage, warum überhaupt an der Stelle? Ein Parkhaus an diesem Ort ist Wunsch der Exekutive. Ob auch des Gemeinderats, wird sich dann am Donnerstag zeigen, denn bisher hat das Gremium dazu noch keinen Beschluss gefasst. Offen ist auch, ob der Gemeinderat der Argumentation des Stadtrats folgt, dass das Parkhaus nicht den Einkaufstourismus fördere. Und da wäre noch die Befangenheits-Geschichte um alt-Stadtrat Michael Dörflinger, dessen Sohn Daniel für einen anderen Interessenten im Spätsommer 2015 als neuer Geschäfts- KreuzlingerZeitung Nr. 3 22. Januar 2016 Ratgeber Gesundheit Parkhaus auf wackligen Beinen Joppe Vreugdenhil Dipl. med. Physiotherapeut Eiseskälte – wenn die Gelenke schmerzen Es ist kalt, nass und ungemütlich. Kaum jemand mag das momentane Wetter wirklich und gar nicht selten verursacht diese Jahreszeit sogar körperliche Schmerzen. Vor allem Menschen mit Rheuma oder Arthrose haben bei Kälte besonders starke Beschwerden. Aber auch ansonsten gesunde Gelenke können bei diesem nasskalten Wetter schon mal schmerzen. Die Ursache liegt wahrscheinlich darin, dass sich der Stoffwechsel bei Kälte verlangsamt. Die Durchblutung wird vermindert und die Muskulatur verspannt sich. Bei Kälte stellt der Körper auf Notstrom: Vorrangig werden die überlebenswichtigen Organe und das Gehirn mit Blut versorgt – erst danach die Peripherie; also Arme und Beine mit den Gelenken sowie die Muskeln. Es gibt aber auch eine psychologische Erklärung: Das kalte und nasse Grau führt generell zu schlechterer Stimmung, Depressionen nehmen zu, und auch Schmerzen werden stärker wahrgenommen. Wer unter entzündlichen Gelenken leidet, dem hilft Kälte normalerweise – aber nur, wenn sie aus der Kältekammer kommt. Bei winterlichem Wetter ist es nicht die Kälte allein, sondern auch die Luftfeuchtigkeit, die den Schmerzreiz auslöst. Eine extreme, aber trockene Kälte kann Entzündungsschmerzen lindern, während eine feuchte, moderate Kälte die Schmerzen verschlimmert. Warm halten und bewegen Gegen den Kälteschmerz hilft vor allem eines: sich möglichst warm halten. Handschuhe, Pulswärmer und ein dicker Mantel können vor Kälte schützen. Ganz wichtig: Trotz Schmerz und Kälte in Bewegung bleiben! Denn wenn Gelenke nicht bewegt werden, produzieren sie weniger Gelenkflüssigkeit und der Schmerz verschlimmert sich. Wer sich im Freien bewegt, sollte die Gelenke vor Kälte schützen und das Schwitzen vermeiden weil dann der Körper zusätzlich auskühlt. Am besten gegen die durch Kälte verursachten Schmerzen in den Gelenken ist aber immer noch ein Saunabesuch oder ein wohlig warmes Bad. Noch ein paar Kerzen an – dies ist gut für den Körper und das Gemüt und plötzlich fühlt sich der eiskalte Winter wieder warm und gemütlich an. www.kreuzlinger-zeitung.ch So soll das geplante Parkhaus an der Seestrasse aussehen. Bild: zvg Mehr zum Thema und auch eine Umfrage unter: partner zu Hauptinvestor Robert Urweider dazustiess. Zu diesem Thema erreichte uns exklusiv eine Stellungnahme von Michael Dörflinger (siehe «Ich war in Wirklichkeit nur eine Randfigur in diesem Geschehen und konkret lediglich mit einem Fünftel-Anteil am ersten Vorentscheid beteiligt. Eine einigermassen seriöse Recherche hätte denn auch bald ergeben, dass ich gar keine Gelegenheit gehabt hätte, meine damalige Rolle als Stadtrat zum eigenen Vorteil auszunutzen. Aber mit etwas gewagten Unterstellungen angereichert, liess sich eine Befangenheitssituation konstruieren und so Mitte November ein Artikel in einer thurgauer Zeitung aufbauschen. Diese vorgängig initiierte Publikation erschien, bevor die Mitglieder des Gemeinderates oder auch die Medien vom Stadtrat Informationen erhielten. Die Fakten erfuhren sie erst später. Damit wurden Journalisten dazu missbraucht, die Meinung über die Hintergründe des Projekts Parkhaus Seestrasse bösartig zu manipulieren. So wurde die Meinung der Gemeinderäte bereits negativ vorbereitet. Das verstösst ganz klar gegen die Spielregeln. Ich bin aber überzeugt, dass die Gemeinderäte diese Beeinflussung durchschaut haben und durchaus imstande sind, doch noch objektiv zu entscheiden. Allerdings hinterlässt der Gemeinderat immer mehr den Eindruck, dass der Neidfaktor gegen- Infobox). Nach Angaben des Stadtrats gab es weitere Bewerber aus Kreuzlingen für das Parkhaus, darunter auch ein Gemeinderat. T. Martens über einheimischen Gewerbetreibenden unüberwindbar ist. Natürlich wird das so nicht offen zugegeben. Da werden konstruierte Gründe vorgeschoben, die aber bei qualifizierter Beurteilung nicht bestehen können. Weder ist der Baurechtsvertrag löchrig, noch ist es eine kommunale Aufgabe, ein autonomes Parkhaus ohne Anbindung an eine öffentliche Einrichtung oder Nutzung zu betreiben. Die Absicht, das ansässige Gewerbe zu unterstützen, würde durch die neidvolle Haltung des Gemeinderates schon wieder torpediert und der Stadtrat damit gezwungen, sich endgültig von seiner Politik der Förderung des einheimischen Gewerbes zu verabschieden. Der Kleinkrieg, den ein Teil des Gemeinderates gegen den Stadtrat austrägt, verhindert eine Entwicklung unserer Stadt. Dabei ist es notwendig, dass Kreuzlingen ein Parkhaus in Klein Venedig erhält. Nur aus diesem Grund hat die Stadt Konstanz ihre Parzelle an der Seestrasse überhaupt an uns verkauft. Sollte schlussendlich kein Parkhaus an diesem Ort realisiert werden, wird die Stadt Kreuzlingen wortbrüchig. Dann müssten wir die Parzelle ehrlicherweise auch wieder an Konstanz zurückgeben.» DAS SAGT ALT-STADTRAT MICHAEL DÖRFLINGER Beistände sollen teurer werden Kreuzlingen. Am 1. Januar 2013 lösten die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) die bisherigen Vormundschaftsbehörden ab. Erst im Juni 2015 aber setzte der Kreuzlinger Stadtrat das bisherige Gebührenreglement aus dem Jahr 2003 ausser Kraft, da mit der Einführung des Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes eine gesetzliche Grundlage auf Bundesebene erfolgte. Wie die zuständige Stadträtin Barbara Kern (Soziales) mitteilte, benötigt die Stadt Kreuzlingen gleichwohl ein eigenes Regelwerk, das jetzt vom Gemeinderat genehmigt werden soll. Die neuen Vorschriften werden in erster Linie an die heutigen Anforderungen angepasst. Zudem sollen Entschädigungen erhoben werden können, für die es bislang keine Regelungen gab. Bereits jetzt wenden die Berufsbeistände in Absprache mit der KESB Kreuzlingen gemäss ihrer zeitlichen Beanspruchung drei Fallstufen an – klein, mittel und gross. Die Berufsbeistände sind anders als die KESB-Mitarbeiter bei der Stadt angestellt. Die KESB fällt Entscheide, die Stadt führt sie aus. Für diese Tätigkeit werden Gebühren erhoben, die künftig neu geregelt werden sollen und mehrheitlich höher werden. Demnach haben verbeiständete Erwachsene künftig pauschal für eine zweijährige Mandatsperiode im kleinen Fall 4000 Franken zu zahlen, im mittleren 7000 und im grossen Fall 10000 Franken. Die Pauschalentschädigung entfällt, wenn die betroffene Person ein Vermögen von unter 20000 Franken hat, bislang lag der Freibetrag bei 30000 Franken. In diesem Fall gibt es dann nur noch 200 Franken Spesen für die zweijährige Mandatsperiode. Blieben Massnahmen im Kindesschutz bislang gebührenfrei, werden jetzt pauschal 100 Franken pro Familie im Jahr erhoben. Die vorberatende Kommission Allgemeines und Administratives (AUA) hat sich bereits mehrheitlich dafür ausgesprochen, das Regelwerk zu genehmigen. Thomas Martens Ihr Joppe Vreugdenhil )BVQUTUSBTTF  t  ,SFV[MJOHFO 5FM     QIZTJP!BNCPVMFWBSEDI XXXQIZTJPBNCPVMFWBSEDI

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KreuzlingerZeitung Nr. 3 22. Januar 2016 KREUZLINGEN 5 «Einige sind bekloppt» Kreuzlingen. Shams Ul-Haq, Terrorismusexperte und Journalist, ist selbst vor 15 Jahren mit einer Schleuserbande nach Europa gekommen. Mit dem Ziel, Missstände aufzuheben und für eine faire Behandlung von Flüchtlingen zu sorgen, hat er fünf Tage undercover im Kreuzlinger Asylzentrum verbracht. Herr Ul-Haq, warum Kreuzlingen? Weil ein solches Vorgehen hier nötig war. Die Informationspolitik des Asylzentrums lässt stark zu wünschen übrig. Was ich im Vorfeld unter Flüchtlingen recherchierte, etwa, dass den Flüchtlingen ihr Handy abgenommen wird, liess bei mir die Alarmglocken schrillen. Auch von Misshandlungen war die Rede. Gewalt, Drogen, Extremismus: Wie relevant sind ihre Enthüllungen ohne journalistische Zuspitzungen? Der Umgang der Beamten mit den Asylsuchenden ist besorgniserregend. Einige sind wirklich bekloppt. Der Umgangston unmöglich. So ruiniert man den Ruf der Schweiz. Selbst die Betreuer dort haben Angst vor den Sicherheitsleuten, trauen sich nicht, einzugreifen. Es braucht mehr Sozialpädagogen. Die Betreuung von Kindern (und Erwachsenen) muss ausgebaut werden. Aber vieles war, im Vergleich zu deutschen Lagern, auch positiv! Selbstverständlich, das Essen etwa oder das Flüchtlingscafé des Vereins Agathu. Ich war ausserdem beeindruckt vom modernen, sicheren Gebäude. Anschläge, wie in Deutschland allein im vergangenen Jahr hunderte geschahen, hätten beim Hauptgebäude des EVZ wenig Aussicht auf Erfolg. Warum erstatten Sie keine Anzeige? Ich bin Journalist, mein Job ist es nicht, Anzeige zu erstatten, sondern Probleme aufzudecken. Was würden sie sofort verbessern? Den Zugang zu Telefonen. Im kleinen Lager (für Jugendliche und Männer) gab es ein altes Samsung-Handy – für ungefähr hundert Personen. Wie reagierten die offiziellen Stellen? Ich stehe in Kontakt mit dem Staatssekretariat für Migration (SEM). Ich erhalte sehr viele Mails und Anrufe, unter anderem will sich SP-Nationalrat Cédric Wermuth mit mir treffen. Interview: Stefan Böker Sein Bericht schlug Wellen Kreuzlingen. Die Berichte von Shams Ul-Haq sind Dauerbrenner in den hiesigen Medien und auch international ein Thema. Der «Wallraff in Kreuzlingen» schreibt, dass Sicherheitsdienstleute Menschen im Empfangsund Verfahrenzentrum (EVZ) demütigten und schlugen. Der freischaffende Journalist versuchte, seine «Story» an mehrere Zeitungen zu verkaufen, die «Sonntagszeitung» schlug als erste zu. Allfällige weitere Honorare spendet der Aktivist der Flüchtlingshilfe. Sein Text, der ursprünglich aus 13 Seiten bestand, schlug Wellen: Darin lässt er Augenzeugen zu Wort kommen, die von systematischer Gewalt in einem extra dafür eingerichteten Raum berichten. Eine Person sei krankenhausreif geschlagen worden. Ul-Haq trifft im Aslyzentrum Menschenhändler, Extremisten, Drogenhändler. Es gibt aber auch viel Positives zu berichten: Das Essen sei vorzüglich, das Haus modern und sicher, viele Mitarbeitende seien freundlich. Geschockt zeigt er sich davon, in einer Zivilschutzanlage – er schreibt «Kriegsbunker» – schlafen zu müssen. Nach fünf Tagen verlässt er das Empfangszentrum wieder. Hinaus wie hinein geht’s reibungslos, so auch über die Grenze. Kreuzlinger Jazz Nights @ SiX i m m e r d o n n e r s t a g s l i ve – f r e i e r E i n t r i t t w w w . h o t e l s i x . c h Politiker, Sicherheitsunternehmen und auch das Staatsekretariat für Migration wurden durch einen Undercover-Bericht aufgeschreckt. Nationalrat Christian Lohr fordert einen unabhängigen Bericht. Shams Ul-Haq im «Kriegsbunker» des Feuerwehrdepots Ost. Bild: zvg Mangelnde Recherche? Sein Bericht bietet nahezu für alle Seiten Anknüpfungspunkte. Er wurde in dieser Woche nicht nur deswegen mehrfach als unglaubwürdig kritisiert. Seine Recherche sei mangelhaft, weil er vom Hörensagen berichtet, ohne die Vorwürfe zu prüfen. «Ich muss meine Quellen schützen», sagt Ul-Haq dazu. «Aber es gibt für mich keinen Grund, an ihrer Richtigkeit zu zweifeln.» Das Gerücht über Gewalt im Asylzentrum mache zudem nicht erst seit gestern die Runde und er frage sich, warum nicht schon vor ihm Journalisten darüber geschrieben haben. Auch der KreuzlingerZeitung gegenüber berichten Flüchtlinge, dass die Sicherheitsbeamten nicht gerade zimperlich seien (siehe Kasten). Die zuständige Securitas aus Zollikofen und ebenso das Staatssekretariat für Migration (SEM) nehmen solche Vorwürfe ernst. «Wir haben umgehend überprüft, ob und wie weit allenfalls Mitarbeitende von den Vorwürfen betroffen sind», Shams Ul-Haq hat Vorschläge zur Verbesserung der Situation im Kreuzlinger Asylzentrum, unter anderem empfiehlt er, Syer und Iraker von Beginn an zu trennen, Gebetsräume einzurichten und mehr Telefone zur Verfügung zu stellen. Keinen dieser Punkt lässt das Staatssekretariat für Migration (SEM) gelten. Eine Trennung nach Ethnien oder Religionen sei «aus organisatorischen und Kapazitätsgründen nicht möglich». Die «Durchmischung» nach Geschlecht, Alter, Herkunft trage eher zu einem guten Klima bei. Andachtsräume stünden in den Bundesasylzentren «in der Regel» zur Verfügung. Wie viele Mobilgeräte für Flüchtlinge, welche eine eigen SIMKarte besitzen, vorhanden sind, will das SEM nicht sagen. Es seien aber genügend. Zudem gebe es öffentliche, kostenpflichtige Apparate – ohne Angabe von Zahlen. sb schreibt Securitas-Kommunikationschef Urs Stalder. Ergebnis: negativ. «Sollten sich unsere Mitarbeitende tatsächlich nicht korrekt verhalten haben, würden wir unverzüglich Korrekturen einleiten und Sanktionen ergreifen.» Die speziell ausgebildeten Männer und Frauen seien unter anderem durch den Kurs «Interkulturelle Kompetenz» befähigt, der in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Flüchtlingshilfe angeboten wird. Das SEM zeigt sich dagegen vor allem über die gewählten Mitteln, ergo den Undercover-Einsatz Shams UlHaqs, befremdet. Für die unabhängige Kontrolle der Asylzentren sei die nationale Kommission zur Verhütung von Folter (NKVF) zuständig. «Wenn dem SEM Informationen von kritischen Vorfällen in einem Zentrum «NICHT MÖGLICH» vorliegen, werden diese unverzüglich – unter Einbezug der entsprechenden Partnerorganisation – gründlich und sorgfältig abgeklärt», erklärt Sprecher Martin Reichlin. Sofern es Indizien auf strafbare Handlungen gebe, würden ohne Verzug die zuständigen Behörden eingeschaltet. Das SEM rät UlHaq, Anzeige zu erstatten. «Nichts darf offen bleiben» Auch Nationalrat Christan Lohr (CVP) findet Undercover-Aktionen problematisch. «Punkte wie der Wahrheitsgehalt und die Qualität lassen sich bewusst kaum bis gar nicht prüfen», schreibt der Kreuzlinger Journalist auf Anfrage. «Darum sollten diese schwerwiegenden Anschuldigungen zu einer Entlastung der Verantwortlichen unabhängig geprüft werden. Es geht ja auch um das Ansehen unserer Sicherheitskräfte auf breiterer Ebene. Da darf nichts offen zurückbleiben.» Shams Ul-Haq indes ist wenig beeindruckt und befindet sich schon auf seinem nächsten Einsatz: Er recherchiert seit gestern in einem Flüchtlingsheim in Istanbul. Stefan Böker Eine Gruppe junger Afghanen guckt zuerst verlegen drein bei der Frage nach Attacken durch das Sicherheitspersonal. Nach und nach öffnen sie sich aber: «Weil wir verbotenerweise im Zentrum rauchten, haben wir Ohrfeigen und auch Faustschläge ins Gesicht erhalten.» Von einem Raum, in dem Flüchtlinge systematisch verprügelt werden, erfährt man jedoch nichts bei einem Besuch im Flüchtlingscafé. ek GEWALT IM EVZ

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6 Anzeigen KreuzlingerZeitung Nr. 3 22. Januar 2016 Cordon bleu Festival im bindersgarten vom 25. Januar – 6. Februar 2016 Massage Studio by Sandra Züllig in Langrickenbach Restaurant Eumel Konstanz Im Eumele gibt es die feinsten Nudele und Salate. Ausserdem feinste Börek und türkische Pide. Ab 17 Uhr geöffnet. AKTION JANUAR/FEBRUAR Bodywrapping 49.- statt 60.- CHF Cordon bleu «Classic» - mit zartschmelzendem Bergkäse und saftigem Schinken - mit Tilsiter, Öpfel und Rohschinken CHF 18.50 CHF 19.50 CHF 19.50 Ganzkörpermassage inkl. Kopfmassage 60.- statt 80.- CHF Haarentfernung 20% auf alle Körperzonen Infos/Termine: 078 685 48 95 www.sandrazuellig-pilates.com Hüetlinstrasse 23 Telefon 0049/7531 2 24 47 (Dienstag Ruhetag) Hauptzoll, zweite Strasse rechts, 100 Meter auf der rechten Seite Cordon bleu «Mostindien» Cordon bleu «Steinbock» - mit Bündner Bergkäse und Mostbröckli Wir suchen per April 2016 oder nach Vereinbarung eine/n Treuhänder/-in oder Buchhalter/-in mit eidg. Fachausweis 80% - 100% Sie sind eine kontaktfreudige, zuverlässige Person und verfügen über mehrjährige Berufserfahrung? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. SSG Salensteiner Steuerberatungs-Gesellschaft mbH Arenenbergstrasse 2 8268 Salenstein 071/ 664 31 35 ssgmbh@rsgroup-salenstein.ch Haben Sie Freude am Umgang mit Kindern und möchten Sie Ihre Familie für eines oder mehrere Tageskinder öffnen? Sind Sie bereit zu Aus- und Weiterbildungen? Und möchten Sie eine länger dauernde Betreuung übernehmen? Cordon bleu «Valle Maggia» - mit scharfer Salami und Gorgonzola CHF 18.50 CHF 17.50 Vegi – Cordon bleu «Aubergine» - mit Pesto rosso, Schnittlauchmousse, Pinienkerne und Kräuterpanade Dazu servieren wir Country Cuts und buntes Wintergemüse En Guete! Café / Restaurant Rebhüsli Im Bindersgarten 3 8274 Tägerwilen Tel. 071 666 6797 www.bindersgarten.ch Mit täglich über 35'000 Geschirr- und Besteckteilen, die in unserer Abwaschküche gereinigt und wieder bereitgestellt werden, sowie der Reinigung der Küchenbereiche, leistet das Team der Werterhaltung einen grossen Beitrag zur Zufriedenheit unserer Patienten und Gäste und trägt damit zum Erfolg der gesamten Gastronomie auf dem Spitalcampus Münsterlingen bei. Mit ihrer aktiven und tatkräftigen Mitarbeit führen Sie das Team in Zusammenarbeit mit der Küchenleitung und anderen Postenchefs. Wir suchen für einen interessanten und lebhaften Arbeitsplatz in unseren Küchenbetrieben (täglich 2‘400 Menüs) per 1. April 2016 eine/n gut qualifizierte/n Werden Sie Tagesmutter/Tagesvater beim Tagesfamilienverein Kreuzlingen Wir suchen laufend Tagesfamilien in Kreuzlingen und Umgebung. Zurzeit unter anderem einen Betreuungsplatz nähe Ribistr./Zeppelinring für ein 4-jähriges Mädchen. Die Betreuung soll ab April 2016 für ca. 2 – 3 Vormittage/ Woche erfolgen. Sind Sie zeitlich flexibel und haben andere Kinder zum Spielen, so melden Sie sich bitte bei uns. Wir bieten Ihnen eine vertraglich geregelte Anstellung, Sozialleistungen und Versicherungsschutz. Sowie Vermittlung und Begleitung durch unseren Verein. Weitere Informationen finden sie auf unserer Homepage www.tagesfamilien-verein.ch Interessiert? – dann melden Sie sich unter: Telefon: 076 594 28 52 Tagesfamilienverein Kreuzlingen Bärenstrasse 38 8280 Kreuzlingen Postenchef/-in Werterhaltung (100%) Wir bieten Ihnen viel Eigenverantwortung an einem attraktiven Arbeitsplatz, in einer kollegialen Atmosphäre, mit zeitgemässen Arbeitsbedingungen, u.a. einer firmeneigenen Kinderkrippe und einem guten Personalrestaurant. Weitere Auskünfte von der Leitung Küchenbetriebe unter www.stgag.ch Bewerbung an christoph.lisser@stgag.ch

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KreuzlingerZeitung Nr. 3 22. Januar 2016 REGION 7 Kein Geld für neues Dampfschiff Ein Verein will die alte Dampfboottradition am Untersee und Rhein wieder aufleben lassen und sucht Geldgeber für ein neues Schiff. Der Kanton Thurgau ist nicht an Bord. Ermatingen/Schaffhausen. Im frühen 19. Jahrhundert verkehrten die ersten Dampfschiffe auf dem Bodensee, 1967 wurde das letzte Schiff, die 1913 in Dienst gestellte «Schaffhausen», abgewrackt. Seitdem gab es immer wieder Überlegungen, diese Tradition aus Nostalgiegründen vor allem für Touristen wieder zu beleben. Allerdings nicht mit der Restaurierung eines alten Schiffes wie etwa der «Hohentwiel», sondern mit einem kompletten Neubau für etwa 10 bis 12 Millionen Franken. Die aktuellen Pläne reifen seit 2008. Damals reichte Eduard Joos im Kantonsrat Schaffhausen ein Postulat ein, die Kantone Schaffhausen und Thurgau sollten darauf wirken, dass die gemeinsame Schiffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) als nächstes ein Dampfschiff in Betrieb nimmt. Als Anteilseigner solle der Kanton Thurgau rund vier Millionen Franken beisteuern. Daraufhin wurde bei der Shiptec-Werft Luzern eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Darin hiess es im Januar 2012, das Dampfschiff sei technisch durchaus machbar, «jedoch zu klar höheren Kosten» als ein normales Schiff mit Dieselantrieb. Davon beflügelt an einer Finanzierung beteiligen wolle. Dem erteilte die Kantonsregierung zur Freude von Dransfeld eine klare Absage: «Ein solches Dampfschiffprojekt ist aus ökologischen und ökonomischen Gründen durch den Kanton Thurgau nicht weiter zu unterstützen.» Die Kantone Thurgau und gleich zu einem Motorschiff doppelt so hoch sei, da eine Dampfmaschine einen äusserst schlechten Wirkungsgrad habe. Der Mehrverbrauch eines Dampfschiffes sei laut der ShiptecStudie wesentlich höher, als bei einem Schiff mit dieselelektrischen Antrieb. «Der Dampfantrieb ist eine veraltete Technik, diese passt nicht mehr in die heutige Zeit, in der die Energieeffizienz hohe Priorität hat», so das Urteil des Regierungsrats. Auch wenn der Verein Pro Dampfer Pellets als Treibstoff einsetzen wolle, werde im Vergleich zum Diesel wohl die Umweltbilanz verbessert, der Wirkungsgrad der Dampfmaschine bleibe jedoch unverändert schlecht. Verein macht vorerst weiter Die «Hohentwiel» – letztes grosses Dampfschiff auf dem Bodensee. Bild: zvg gründete sich knapp ein halbes Jahr später der Verein «Pro Dampfer», mit heute rund 2200 Mitgliedern. In einer Einfachen Anfrage an den Thurgauer Regierungsrat erkundigte sich Kantonsrat Peter Dransfeld (SP) aus Ermatingen, wie es um das Projekt derzeit steht, welche neuen Erkenntnisse es gibt und ob sich der Kanton Schaffhausen haben als Anteilseigner der URh je 20000 Franken an die Kosten der Studie beigesteuert. Der Kanton Thurgau hat sich auch gegen weitere Beitragsleistungen aus Interreg-Mitteln ausgesprochen. Als Grund führt der Regierungsrat an, dass der Energieverbrauch eines Dampfschiffes im Ver- Für den Verein sei das Verdikt des Thurgauer Regierungsrat «niederschmetternd», so Präsident Eduard Joos, seines Zeichens Historiker. Er zeigt sich erstaunt, dass der Kanton auf eine «veraltete Studie» Bezug genommen habe. Neue Dampfmaschinen seien effizienter als alte. Bei der Jahresversammlung des Vereins im April will der Verein das weitere Vorgehen besprechen, bis dahin hält er an seinen Plänen fest. T. Martens Finanzierung auf Schritt und Tritt Wäldi. Am Montagvormittag vor Ort auf dem 618 Meter hohen Hohenrain in Wäldi gab es bei bestem, klaren Winterwetter einen guten Eindruck von der hervorragenden Aussicht über die Bodensee-Region. Und die muss 40 Meter höher noch viel besser sein, das versprechen die Initiatoren vom Förderverein Wiederaufbau des Napoleonturms «Belvedere» (wir berichteten im Oktober). Wer sich einen 40 Meter hohen Turm nicht vorstellen kann: Der nebenstehende Funkmast ist nur unwesentlich höher, der Turm ragt also über die Baumwipfel heraus. 875 000 Franken soll der, allerdings nicht originalgetreue, Wiederaufbau in Holzkonstruktion mit Betonfundament kosten. Bis jetzt seien 651 000 Franken sichergestellt – 73 Prozent. Geradezu Wind in die Segel bekam der Förderverein im Dezember, als der Kanton Thurgau 120 000 Franken aus dem Lotteriefonds für das Projekt in Aussicht stellte. «Von da an war uns klar, dass wir die Finanzierung schaffen», sagte Vereinspräsident Karl Möckli. Immerhin 151 der insgesamt 200 Trittstufen seien bereits für jeweils 1000 Franken reserviert, der 100erClub habe 40 Mitglieder, die quasi als Defizitgarantie pro Kopf maximal 5000 Franken beitragen, 130 000 Franken kommen von den beteiligten 20 Gemeinden und 45 000 Franken entfallen auf Spenden sowie zugesicherte Arbeitsleistungen. «Wir sind sicher, dass wir für die restlichen 49 Stufen auch noch Interessenten finden», sagte Vize-Präsident Markus Thalmann. Zum Dank wird jeder Spender auf einer Stufe mit seinem Namen verewigt. Plattformen vermarkten Um den Fehlbetrag von 220 000 Franken auszugleichen, werden zusätzlich die drei Aussichtsplattformen vermarktet. Grosse Blachen oder Werbetafeln soll es zwar nicht geben, zumindest aber einen dezenten Hinweis auf den Geldgeber. Die Plattformen sind in der Reihenfolge ihrer Höhe für 20 000 (14 Meter), 30000 (24 Meter) und 50000 (34 Meter) zu haben. Da der Verein als gemeinnützig anerkannt wurde, sind alle Spenden steuerlich abzugsfähig. Der Grund dafür ist das didaktische Konzept. Ziel ist, nicht nur einen Der Vorstand (v.l.) mit einem Modell des Turms am vorgesehenen Standort: Alexandra Ochsner, Markus Thalmann, Reinhard Suhner, Bernhard Friedrich (Sponsoringkommission), Kathrin Flückiger-Erni, Jakob Blattner, Karl Möckli Bild: Thomas Martens und vorne Peter Dransfeld. Aussichtsturm als Sehenswürdigkeit und Touristenattraktion zu bauen, sondern dabei quasi auf Schritt und Tritt Wissenswertes über die Region zu vermitteln. So soll sich der Turm auch für Führungen und den Besuch von Schulklassen eignen. Obwohl die Finanzierung noch nicht vollständig gesichert ist, ist Markus Thalmann überzeugt: «Jetzt zie- hen wir’s durch.» Im März soll die Bauausschreibung beginnen und im Juni die Arbeitsvergabe. Der Betonsockel werde im Oktober erstellt. Architekt und Vorstandsmitglied Peter Dransfeld rechnet beim Turm mit einer Bauzeit von zwei bis drei Wochen. Wenn alles nach Plan laufe, könne der Turm dann dieses Jahr an Weihnachten eröffnet werden. T. Martens

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KreuzlingerZeitung Nr. 3 22. Januar SEITE DER STADT KREUZLINGEN 9 Steuerkonto: online, übersichtlich, kostenlos Mit wenigen Mausklicks können sich Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger online ein Steuerkonto einrichten. Die Dienstleistung der Stadt ist übersichtlich und bietet zahlreiche Funktionen, um die Steueranliegen online und somit rund um die Uhr erledigen zu können. eine Anmeldung auf der eGov Box zwingend. Den entsprechenden Link dazu ist unter www.kreuzlingen.ch zu finden (Startseite). Ein Mausklick auf den Quicklink genügt und die Nutzer werden für die Registrierung direkt auf das entsprechende Portal weitergeleitet. Die Registrierung auf der eGov Box ist einfach – eine Bedienungsanleitung ist als Videoclip verfügbar. 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IDK Livit AG, Immobilien Management, St. Leonhardstrasse 7, Postfach 1248, 9001 St. Gallen Seit einem Vierteljahrhundert reinigt Milka Schelldorfer (l.) die Büros der Technischen Betriebe Kreuzlingen an der Nationalstrasse. Mit einem Blumenstrauss und einer Flasche Stadtwein bedankte sich Vize-Stadtpräsidentin Dorena Raggenbass für ihre Treue und ihren Einsatz. IDK ARBEITSJUBILÄUM BEI DEN TBK Baugesuche Beim Stadtrat Kreuzlingen sind folgende Baugesuche eingegangen: 2016-0011 An- und Umbau Einfamilienhaus, Paulistrasse 6 Kammacher Herbert + Barbara, Paulistrasse 6, 8280 Kreuzlingen 2016-0014 Erstellen Windschutzverglasung auf Nordwestseite Attika, Remisbergstrasse 34 Meier-Krause Peter, Schmidhusen 5, 9100 Herisau zur Einsicht auf. Wer vom Bauvorhaben berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse hat, kann während der Auflagefrist beim Stadtrat Kreuzlingen, Bauverwaltung, Hauptstrasse 88, 8280 Kreuzlingen 2, schriftlich und begründet Einsprache erheben. – Teilabbruch und Neu- bzw. Anbau Altersheim, Tobelstrasse 1, Abbruch Wohnhaus, Alpstrasse 20 Bauverwaltung Baubewilligungen erteilt (Woche 2) – Neubau provisorischer Bewohner-Gartentrakt (geänderte Lage), Abendfriedenstrasse 11/Tobelstrasse, Parz.-Nrn. 780 + 3157 – Abbruch Wohnhaus, Hofstrasse 11, Neubau Mehrfamilienhäuser mit Tiefgaragen, Besmerweg 12, 12a-e (Umgebungsgestaltung kein Bestandteil) 2016-0012 Erstellen Spielgerät, Seeburgpark, Parz. Nr. 2816 (Spielplatz) Stadt Kreuzlingen, vertr. d. Bauverwaltung, Hauptstrasse 88, 8280 Kreuzlingen 2016-0015 Terrainveränderung und Erstellen Zaun, Bündweg 9 Hildebrandt Marina, Bündtweg 9, 8280 Kreuzlingen Die Pläne liegen vom 26. Januar 2016 bis 15. Februar 2016 bei der Bauverwaltung Kreuzlingen, Hauptstrasse 88, öffentlich 2016-0013 Erstellen Vermietungstafel, Esslenstrasse 26

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KreuzlingerZeitung Nr. 3 22. Januar 2016 KREUZLINGEN/REGION 11 Werden von allen Parteien des Bezirks unisono unterstützt: (sitzend, v.l.) Walter Scherb, Jürg Roth, Ruth Faller Graf, Thomas Pleuler, (stehend) Brigitte Haldimann-Stettler, Marianne Raschle, Enzo Schrembs, Christina Fäsi-Egloff, Ernst Imhof und Roland Werner. Es Bild: sb fehlt Thomas Gisler. Für jeden Sitz gibt’s eine Kandidatur Ende vergangener Woche stellten sich die von der Interpartei portierten Kandidatinnen und Kandidaten fürs Kreuzlinger Bezirksgericht vor. Spannend wird's nur bei den Berufsrichtern, hier streiten sich drei um zwei Sitze. Für Aufregung sorgte das nicht. Kreuzlingen. Am 28. Februar wird das Bezirksgericht neu bestellt. Es besteht aus dem Präsidenten, zwei Berufsrichtern, vier Nebenrichtern und drei Ersatzrichtern. Bezirksgerichtspräsident Urs Haubensak geht im Mai in den Ruhestand. Er war dann 24 Jahre Richter und erklärte am Pressegespräch, wie wichtig Geduld, Verständnis und Verhandlungsgeschick neben der juristischen Ausbildung im anspruchsvollen Beruf sind. Die Ausbildung benötigen die Laien nicht. Sie eignen sich durch Fachwissen und Erfahrung im eigenen Beruf sowie aufgrund gesunden Menschenverstands. «Ein Richter sitzt im Glashaus», ergänzte Haubensak, «und sollte eine vielfältige Persönlichkeit mitbringen». Ungefähr 75 Fälle verhandelt das Bezirksgericht pro Jahr, zuzüglich 100 Scheidungen. Erst wenn die Streitsumme über 30 000 Franken beträgt, werden die Nebenrichter hinzugezogen. Sie sind in Bezug auf die Entscheide gleichberechtigt. Fällt einer von ihnen aus, zieht ein Ersatzrichter nach. Für das Amt der Bezirksgerichtspräsidentin kandidiert Ruth Faller Graf (SP). Die 46-Jährige ist ebenso wie Berufsrichter-Kandidat Thomas Pleuler (CVP, 43) seit 2011 am Gericht. Sie möchte lösungsorientiert arbeiten und das Erbe von Urs Haubensak weiterführen. Als Präsidentin wird sie zusätzlich mit Administration und Personalführung betraut sein. Für Pleuler gilt «Ladies first», er unterstützt Faller Grafs Kandidatur voll. Am Beruf schätzt er die Vielseitigkeit und vermittelt gerne zwischen den Parteien. «Faire, gerechte Urteile zu fällen», lautet sein Ziel. Als neuer Mann am Gericht kandidiert Jürg Roth (FDP, 36). Ihm ist es ein Herzenswunsch, Berufsrichter zu werden. Als Gerichtsschreiber habe er schon viele Vergleichsgespräche selbst geführt und Einblick in die Arbeitsstile von vier Berufsrichtern erhalten. Die Pensen im Bezirksgericht werden voraussichtlich zu je 80 Prozent auf Faller Graf und Pleuler und zu 100 Prozent auf Roth verteilt sein. densrichter eine extrem wichtige Position. Denn er nimmt dem Gericht Arbeit ab, indem er versucht, die Parteien im Vorfeld zu versöhnen. Erst, wenn das nicht gelingt, gibt es eine Klagebewilligung. Scherb steht sein 35-jähriges Dienstjubiläum im kantonalen Dienst bevor. Zusätzlich zum Friedensrichter tritt der Illighauser eine Stelle beim Grundbuchamt Kreuzlingen an. Bei den Nebenrichtern gibt’s den Rücktritt von Silvia Dahinden zu verzeichnen. Ihr folgen will Marianne Raschle (CVP, 57). Die Bisherigen Erwin Imhof (64, SVP), Roland Werner (60, SVP) und Christina Fäsi-Egloff (EVP) treten wieder an. Auf Dieter Nufer als Ersatzrichter will EVP-Präsidentin Brigitte Haldimann-Stettler (62) folgen. Die Bisherigen Enzo Schrembs (FDP, 34) und Thomas Gisler (CVP) wollen weitere vier Jahre dran hängen. Stefan Böker Zu viele «Knicks im Lebenslauf» Auf die Kandidatur von Jörg Stehrenberger angesprochen, der ohne Partei im Rücken als Berufsrichter kandidiert, gaben sich weder Pleuler noch Roth alarmiert. Von Stehrenbergers Kandidatur habe man durch die Medien erfahren, sagte der ebenfalls anwesende CVP-Bezirkspräsident Bruno Schlauri. Hätte Stehrenberger um Unterstützung angefragt, wäre diese ohnenhin wegen «Knicks im Lebenslauf» unwahrscheinlich gewesen. Friedensrichter für den Bezirk Kreuzlingen will Walter Scherb (SVP, 51) werden. Gemäss Bezirksgerichtspräsident Haubensak hat der Frie- Evangelische Gemeinde will Steuern senken Das Budget 2016 der Evangelischen rechnet mit einem Überschuss von 78 301 Franken. Der Betrag wäre um rund 160 000 Franken grösser, wäre nicht eine Steuerfusssenkung auf 14 Prozent beantragt. Am Montag entscheidet die Kirchgemeindeversammlung darüber. Kreuzlingen. An der Budgetgemeinde vor einem Jahr lehnten die Stimmberechtigten eine Steuersenkung ab. Zum Rechnungsabschluss 2014 (295 036 Franken Überschuss) wurde sie wieder diskutiert und jetzt beantragt. «Unsere Ausgaben steigen nicht», so Kirchenpräsidentin Susanne Dschulnigg, «und wir schmeissen das Geld auch nicht zum Fenster hinaus.» Vor dem Hintergrund eines erwarteten positiven Rechnungsabschlusses 2015 also gute Voraussetzungen für eine Steuersenkung. Sie falle um ein Prozent und nicht um mehr aus, da mit der Renovation des Gemeindehauses ein wichtiges Bauprojekt anstehe und es da vorteilhaft sei, finanziell gepolstert zu sein, so Dschulnigg. Auch wolle man nicht mit einem Minus rechnen. Seit 2008 ist der Steuerfuss der Evangelischen Kirchgemeinde bei 15 Prozent. Stichwort «Renovation»: Im Mai sollen Vorprojekte vorliegen, die an der Gemeindeversammlung diskutiert werden können. Wahlen (unter anderem bestätigt die Versammlung Kirchenpfleger Kurt Schweizer) sind auch traktandiert. nung. Jetzt soll Paragraph 5 ganz gestrichen werden. «Denn das Initiativerecht ist in unserer Gemeindeordnung systemfremd», erklärt Kirchenpräsidentin Dschulnigg. «Wer einen Antrag vorbringen will, kann dies direkt in der Gemeindeversammlung tun.» Das Quorum für die Einberufung einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung soll dennoch entsprechend dem Antrag Studers gesenkt werden. Auch andere Paragraphen erfuhren leichte Überarbeitungen. Die Budgetgemeinde 2016 der Evangelischen findet am Montag, 25. Januar, 19.30 Uhr, im Gemeindehaus an der Bärenstrasse 25 statt. sb Umweg Initiative unnötig Und dies: Ein Fünftel aller Stimmberechtigten war bislang laut Paragraph 5 notwendig, um per Initiative einen Antrag in die Gemeindeversammlung zu bringen. Walter Studer hatte gefordert, dieses Quorum auf ein Zehntel zu senken. Seinen Antrag nahm die Vorsteherschaft als Anlass zur Revision der Kirchgemeindeord-

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12 LESERBRIEFE ein Motorschiff. Der Regierungsrat beantwortet die Fragen aus der veralteten shiptec-Studie von 2012, die ein modernes Motorschiff mit einem Dampfschiff aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts vergleicht und benutzt die Gelegenheit, so mitzuteilen, dass keine Beiträge an das Projekt eines modernen Dampfschiffes geleistet werden. Die heutige Argumentation des Regierungsrates deckt sich ziemlich mit den Begründungen von 1966, als die mutlosen Regierungen der Kantone Schaffhausen und Thurgau mit ihren grossen Aktienanteilen das voll betriebsfähige Dampfschiff «Schaffhausen» abbrechen liessen! Für Politiker, bei denen nur die Finanzen eine Rolle spielen: Die Regierungen der beiden Kantone haben mit ihren kurzsichtigen Argumenten 50 Jahre Einnahmen aus dem Dampferbetrieb vernichtet! Der sonst nicht so unkritische Anfragesteller zeigt sich hoch erfreut über die sehr oberflächliche Beantwortung der einfachen Anfrage und verkündet in der Presse, dass es ihm nur um den sorgfältigen Umgang mit öffentlichen Geldern gehe. Übrigens, das Projekt eines Napoleonturmes in Wäldi wird aus der Portokasse des Regierungsrates, dem Lotteriefonds, mit 120000 Franken unterstützt. Projektmitverfasser ist die Firma Dransfeld Architekten, Ermatingen. Hansueli Traber, Amriswil KreuzlingerZeitung «Testfälle für Toleranz und Meinungsfreiheit ausserhalb des allgemeinen Mainstreams» zukünftig auf Kreuzlingen zukommen. Wie wäre es mit einem Vertreter des Ku-Klux-Klan oder einem praktizierenden TeufelsaustreiR. Tauscheck, Kreuzlingen ber? KreuzlingerInnen sagen NEIN zur «Durchsetzungs»-Initiative Am 28. Februar stimmen wir über die sogenannte «Durchsetzungs»-Initiative ab. «Entrechtungs»-Intiative wäre richtiger. Mit einer Annahme dieser Initiative werden Secondas und Terzeros endgültig zu Bürgern zweiter Klasse gemacht. Uns muss klar sein, was das für unsere Freundinnen und Nachbarn bedeutet: Wegen zwei kleineren Delikten sollen auch gebürtige KreuzlingerInnen automatisch und ohne Chance auf eine rechtsstaatliche Beurteilung aus ihrer Heimat vertrieben und in Länder verwiesen werden, die sie höchstens aus dem Urlaub kennen. Die Partei aus deren Dunstkreis diese Initiative stammt, hetzt gerne gegen die «fremden Richter» – doch abgesehen haben sie es diesmal auf die eigenen Richterinnen und Richter. Statt dass sie das verfassungsmässige Recht auf Verhältnismässigkeit anwenden können, soll nun ein Gesetzesartikel in die Verfassung geschrieben werden, der den ansässigen Richtern jegliche Entscheidungsfähigkeit abspricht. Es geht auch nicht um Kriminaltouristen, die ab und zu auch den Grenzort Kreuzlingen unsicher machen. Solche werden schon heute ausgewiesen und natürlich könnten wir auf jene Symptome einer krassen Wohlstandsschere in Europa auch gerne verzichten. Hier geht es aber um die Grundlagen unseres Rechtsstaates und schliesslich auch um die «christlich-abendländischen» Werte der Vergebung. Bitte liebe Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger mit Stimmberechtigung: Ein wuchtiges NEIN kann die einzige Wahl in unserem schönen Städtchen sein – damit unsere Freunde und Nachbarinnen nicht wegen Lappalien aus dem Paradies vertrieben werden! Und um die Auswirkungen der globalen Wohlstandsschere zumindest ein wenig auszugleichen, empfehle ich Ihnen auch die Zustimmung zum Verbot der Nahrungsmittelspekulation am selben Abstimmungssonntag. Julian Fitze, Grossratskandidat SP , Kreuzlingen Nr. 3 22. Januar 2016 Das Volk – über jeden Zweifel erhaben? Zur Zeit hört und liest man in den Medien immer wieder die Sätze: Wir setzen uns für den Willen des Volks ein! Wir respektieren den Willen des Volks! Wir lassen das Volk entscheiden! Da fühlt man sich als Teil des Volks ernst genommen und vielleicht auch etwas gebauchpinselt. Aber was steckt eigentlich hinter solchen Aussagen? Ist es wirklich so, dass es das Beste für «Das Volk» ist, wenn es in jeder Hinsicht die Macht hat? Auch eine direkte Demokratie basiert auf der Gewaltenteilung. Die demokratischen Grundwerte können nur geschützt werden, wenn nicht die gleichen Menschen gleichzeitig richten, Gesetze festlegen und gleich noch selber durchsetzen. Ob dies nun einzelne Menschen sind oder ein ganzes Volk ist, spielt dabei keine Rolle. Denn je nach Situation, in dem sich die Menschen befinden, können sie leicht beeinflusst werden. In der neueren Geschichte gibt es genügend Beispiele, bei denen ein ganzes Land aufgrund von Ängsten, ethnischer oder religiöser Unterschiede, Wirtschaftskrisen oder ähnlichem dazu gebracht wird, langsam aber sicher der Abschaffung von demokratischen Errungenschaften zuzustimmen. Wie man in der aktuellen Weltsituation sieht, gelingt das auch heute noch schneller als gedacht (Ungarn, Polen, usw.). Wenn wir also anfangen zu glauben, dass das Schweizer Volk früher beschlossene Verfassungsgrundsätze und allgemein anerkannte Menschenrechte einfach ignorieren und ausser Kraft setzen könne, dann glaube ich, überschätzen wir unsere Unabhängigkeit gewaltig. Auch «unser Volk» ist nicht vor Willkür und Beeinflussung gefeit! Darum NEIN zur Durchsetzungsinitiative und NEIN zu allen weiteren Initiativen, die unsere Demokratie Stück für Stück abschaffen! Brigitta Engeli, Präsidentin Grüne, Bezirk Kreuzlingen lingen. Richter werden mit Schicksalsschlägen von Menschen konfrontiert. Sie fällen weitreichende Entscheide mit starken Auswirkungen für die betroffenen Personen. Bei derart wichtigen Entscheidungen sind nebst den spezifischen Richtererfahrungen viele soziale und persönliche Kompetenzen von zentraler Bedeutung. An mehreren Begegnungen durften wir Thomas Pleuler als Person kennen und schätzen lernen. Wir sind überzeugt, dass wir mit Thomas Pleuler einen fachlich kompetenten Berufsrichter wählen, der über gute Menschenkenntnisse verfügt und teamorientiert arbeitet, was auch am Gericht eine wichtige Voraussetzung für Erfolg ist. Wir danken für Ihre Unterstützung am 28. Februar 2016 bei den Bezirksgerichtswahlen. Sanda Stadler, Vize-Gemeindepräsidentin Güttingen Hans Feuz, Gemeindepräsident Altnau Kein Geld für ein neues Dampfschiff? Das ist Thurgauer Politik: Man startet eine einfache Anfrage unter reisserischem Titel und stellt dem Regierungsrat sechs suggestive Fragen. In der Einleitung werden unbewiesene Unterstellungen formuliert und in der Begründung der Anfrage werden nur fahrende Dampfschiffe erwähnt, die keine vom Steuerhaus gesteuerte Dampfmaschine besitzen. Das Dampfschiff «Montreux» auf dem Genfersee mit einer neuen, ferngesteuerten Dampfmaschine benötigt nachweislich nicht mehr Personal als Zur Katholischen Vortragsreihe Ring 2000 Die aktuelle Diskussion über den von den «Ring 2000»-Verantwortlichen eingeladenen Referenten weckt ungute Erinnerungen an einen Vortrag vor einem Monat. Am 11. Dezember sprach der österreichische Konvertit und islamische Prediger Muhammad Hanel im Ulrichshaus. Er erklärte – man wähnte sich allerdings eher in einer Predigt – den etwa 20 anwesenden Personen, dass es sich beim Islam um eine Friedensreligion handle. Die Frau habe im Islam eine besonders geachtete Stellung. Auf entsprechende Fragen aus dem Publikum im Anschluss an den Vortrag versuchte Muhammad Hanel, die strikte Rollenzuweisung an die Frau und skandalöserweise sogar die Frühverheiratung dreizehnjähriger Mädchen zu rechtfertigen und zwar nicht etwa nur für die Zeit des Propheten Mohammed, sondern auch aktuell. Bezeichnend, dass kritische Fragen durch einen Vertreter der katholischen Organisatoren als unpassend getadelt wurden. Fundamentalistische Positionen scheinen dagegen im Ulrichshaus hoffähig. Man kann gespannt sein, welche weiteren Fisch ist ein guter Fang Mit Cornelia Komposch, der ehemaligen Gemeindepräsidentin von Herdern, Monika Knill, ex-Gemeindevizepräsidentin der Gemeinde Kemmental und Jakob Stark, dem ex-Gemeindepräsidenten von Schönenberg scheint mir die Zunft der Gemeindebehörden genügend stark in der fünfköpfigen Kantonsregierung vertreten zu sein. Für die Nachfolge des Volkswirtschaftsdirektors ist es nun wichtig einen Mann aus der Praxis, sprich eine Persönlichkeit aus Unternehmerkreisen in die Regierung zu wählen. Ueli Fisch aus Ottoberg ist nicht nur ein bestandener Unternehmer, sondern auch ein gradliniger und agiler Parlamentarier. Mit der Wahl von Ueli Fisch in den Regierungsrat gewinnt dieses Gremium an Ausgewogenheit und Kompetenz und der Kanton Thurgau einen fähigen und sehr sympathischen Regierungsrat. Klemenz Somm Langhaldenstrasse 45 8280 Kreuzlingen Leserbriefe geben ausschliesslich die Meinung der Einsender wieder. Die Redaktion behält sich das Kürzen vor. Leserbriefe werden nur in digitaler Form angenommen. Einen Anspruch auf Veröffentlichung gibt es nicht. Am Gericht sind gute Menschenkenntnisse wichtig Wir wählen Thomas Pleuler als bewährten und langjährigen Berufsrichter wieder ins Bezirksgericht Kreuz-

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KreuzlingerZeitung Nr. 3 22. Januar 2016 KREUZLINGEN/REGION 13 Aussage gegen Aussagen Der Diessenhofener Y. C. hat im März 2009 seiner damaligen Kreuzlinger Freundin nach einem Streit den Kiefer gebrochen. Als nicht erwiesen sah es das Bezirksgericht Kreuzlingen jedoch an, dass er sie danach in der Küche einsperrte und nach der Freilassung vergewaltigte. Dagegen ist die Staatsanwaltschaft nun in Berufung gegangen. Kreuzlingen/Frauenfeld. Auf einen Teil des Nachmittags konnten sich Anklage und Verteidigung einigen: Der Türsteher Y. C. holte seine damalige Freundin H. L. am 17. März um 14 Uhr von ihrer Arbeitsstelle in Kreuzlingen ab und brachte sie in ihre Wohnung. Danach entbrannte ein Streit, worauf drei Ohrfeigen folgten und der Beschuldigte der Detaillistin den Unterkiefer brach. Für dieses Vergehen wurde er vom Bezirksgericht Kreuzlingen verurteilt. Bestritten ist jedoch der weitere Verlauf des Nachmittags. Ihrer Schilderung nach schloss der Mann sie in der Küche über Stunden ein, hielt ihr ein Messer ans Gesicht und versprach «sie umzubringen und ihr Gesicht derart zu verstümmeln, dass sie nie wieder jemand anschaue». Als er nach drei Stunden die Küchentür öffnete, kam es im Hausgang zum Geschlechtsverkehr. Der Beschuldigte spricht von Versöhnungssex, die Geschädigte von Vergewaltigung. Von diesen Vorwürfen sprach ihn das Bezirksgericht jedoch frei, da es nicht genügend Beweise für den Tatbestand einer Vergewaltigung gab: «Im Zweifel für den Angeklagten.» Verteidigung demontiert sich Die Verteidigungstaktik hätte fruchten können, wären da nicht noch die weiteren Vergehen des bulligen Diessenhofeners gewesen. Denn in der Berufungsverhandlung vor dem Obergericht wurde nicht nur die angebliche Vergewaltigung behandelt, auch etliche weitere Delikte des Angeklagten Y. C. wurden neu aufgerollt. So demontierte sich die Verteidigung immer mehr selbst, je weiter die Verhandlung fortschritt. Es ging um einfache Körperverletzung, Drohung, Veruntreuung, Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage, Betrug und Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung. Epper forderte in fast allen Punkten einen Freispruch für seinen Mandanten, obwohl das Bezirksgericht alle Tatbestände bereits anerkannt hat und ihn zu dreieinhalb Jahren verurteilte. So sei dem Beschuldigten neu nur eine Freiheitsstrafe von zwölf Monaten aufzuerlegen, sechs davon bedingt. 98 Tage hat der Beschuldigte bereits in Untersuchungshaft verbracht. Aussagen auf der Goldwaage Die Beweislage ist gleich dünn wie im Juni 2016 bei der ersten Verhandlung. «Es steht Aussage gegen Aussage», wie Verteidiger Marcel Epper immer wieder gerne betonte. Er schoss scharf gegen das Bezirksgericht Kreuzlingen und echauffierte sich darüber, dass das Gericht den Aussagen der Geschädigten mehr glauben schenkte als denen seines Mandanten: «Der Angeklagte fühle sich dadurch vorverurteilt!» Gleichzeitig versuchte Epper die Glaubwürdigkeit der Frau zu diskreditieren. So habe sie in der Vergangenheit einen Betreibungsregisterauszug gefälscht und Unterstützungsleistungen seitens der Gemeinde nicht vollumfänglich zurückgezahlt. Sie verwies auf ihre Argumentation vor dem Bezirksgericht und ging nur noch auf den Vergewaltigungsvorwurf ein. Stark zeichnete das Bild einer verängstigten Frau, welche die Straftat selbst gar nicht zur Anzeige bringen wollte. In der Vergangenheit sei sie bereits des Öfteren geschlagen worden, wie Aufenthalte im Frauenhaus belegen. Erst nach dem Kieferbruch verständigte der behandelnde Arzt die Polizei. Sie habe sich beim Geschlechtsverkehr aus Angst vor weiteren Schlägen zwar nicht gewehrt, ihren Unwillen mit «ich will nöd, lo mi in rue» jedoch klar zum Ausdruck gebracht. «Das ist nichts anderes als eine Vergewaltigung», hielt Stark fest. Nimmt sich was er will Die Anklage beschrieb die Persönlichkeitsstruktur des Türstehers wie folgt: «Der Beschuldigte nahm sich offenbar jeweils einfach das, was er wollte.» Egal, ob es sich um finanzielle oder körperliche Gefälligkeiten handelte. Oft waren die Geschädigten verflossene Liebschaften oder Freunde. Die Staatsanwaltschaft forderte für diese Vergehen samt Vergewaltigung eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren. Das Urteil wird in einigen Wochen erwartet. Emil Keller «Ich will nöd, lo mi in rue» Nach den wortgewaltigen Ausführungen der Verteidigung hielt Staatsanwältin Corina Stark ihr Plädoyer kurz. Neue Impulse für Krebstherapie Forschende am Biotechnologie Institut Thurgau (BITg) in Kreuzlingen haben einen neuartigen Mechanismus entdeckt, der es Immunzellen erlaubt, effizient zu wandern. Kreuzlingen. Zellen unseres Immunsystems wandern ständig in unserem Körper, um Krankheitserreger wie Bakterien und Viren zu finden und zu bekämpfen. Gewisse Immunzellen, die sogenannten Dendritischen Zellen, agieren als Wächter des Immunsystems und durchforsten das Gewebe nach Krankheitserregern. Schule senkt Steuerfuss Altnau. Die Sekundarschule Altnau befindet sich in einer guten finanziellen Lage. Sie ist seit Ende 2014 schuldenfrei und weist ein Eigenkapital von 3,52 Millionen Franken aus. Für grössere Projekte und Investitionen stehen zudem gut 600000 Franken an Spezialfinanzierungen zur Verfügung. Die Schulbehörde nimmt diese Feststellungen zum Anlass, eine Steuerfusssenkung um zwei Prozentpunkte auf neu 33 Prozent zu beantragen. Eine menschliche Dendritische Zelle, welche durch entzündliche Faktoren Rezeptor-Oligomere (rot eingefärbt) auf ihrer Oberfläche präsentiert. B.: zvg Impulse für die Krebstherapie Gemeinsam mit Kollegen der Universität Konstanz, dem Klinikum Konstanz und dem UniversitätsSpital Zürich haben Daniel Legler, Leiter des Biotechnologie Instituts Thurgau, und sein Doktorand Mark Hauser entdeckt, dass sich mehrere Rezeptoren für die Botenstoffe auf Dendritischen Zellen zusammenlagern, sobald Dendritische Zellen mit ent- zündlichen Faktoren in Kontakt kommen. Die Forscher konnten zeigen, dass dieselben entzündlichen Faktoren die Cholesterin-Synthese in Dendritischen Zellen drosseln und dadurch die Zusammenlagerung (Oligomerisierung) der Rezeptoren an der Zelloberfläche ermöglichen. Die Zusammenlagerung des Rezeptors führt dazu, dass Dendritische Zellen viel besser wandern können. Die neu gewonnenen Einblicke in die Zellwanderung können für die Entwicklung von neuen Medikamenten und Therapiemöglichkeiten wichtig sein. Zum Beispiel setzen ge- wisse Bakterien ein Toxin frei, welches einen Signalweg des Rezeptors blockiert, um sich von wandernden Immunzellwanderung zu verstecken und schützen. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass die neu entdeckten Signalwege es den Immunzellen ermöglicht, auch in der Gegenwart des bakteriellen Toxins gerichtet zu wandern. Da der Rezeptor auch für die Metastasierung von Krebszellen und bei Autoimmun-Erkrankungen eine entscheidende Rolle spielt, erhofft sich das Forscherteam von den Ergebnissen neue Impulse für die Krebstherapie. amh Umbau und Sanierung Das Budget für 2016 sieht bei einem Gesamtumsatz von 5991000 Franken einen Aufwandüberschuss von 122000 Franken vor. Im kommenden Jahr ist der Umbau der ehemaligen Hauswartwohnung zu Bu ̈ ros und weiteren Räumen für die Schulleitung und das Sekretariat sowie zu einem Archivraum vorgesehen. Im Weiteren sollten zwei Flachdächer des Trakts B saniert werden. Über das Budget wird am 28. Februar befunden. David Felleiter

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Bildung in der Region «Lebe als würdest Du morgen sterben. Lerne als würdest Du ewig leben» Gandhi Bildung endet nicht, wenn wir die Schule oder Universität abschliessen, sie ist eine lebenslange Erfahrung. Bildung prägt unsere Persönlichkeit, bietet qualifizierte Fachkräfte, sie hält unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig. Bildung hilft uns auch kulturelles Wissen zu teilen. Wenn Sie nach einem Weiterbildungsziel im Jahr 2016 suchen, gibt es vier gute Gründe, warum das Verbessern der Englischkenntnisse einer Ihrer Neujahrsvorsätze sein könnte: 1. Sie erhöhen Ihre Jobchancen Die Fähigkeit Englisch zu sprechen kann Ihnen neue Beschäftigungsmöglichkeiten öffnen, Ihre Job-Bewerbungen heben sich von vielen anderen ab und geben Ihnen generell einen Vorteil. Scannen Sie durch die Job-Anzeigen und Sie werden viele sehen, die Englisch als gewünschte Fähigkeiten aufführen. Die Arbeitgeber suchen heute gut abgerundete Mitarbeiter, die Verständnis für andere Kulturen mitbringen. 2. Sie werden besser im Multi-Tasking Je mehr wir lernen, desto mehr unterschiedliche Fähigkeiten entwickeln wir. Multi-Tasking trägt dazu bei, unser Gedächtnis zu verbessern und unsere Aufmerksamkeitsspanne zu erhöhen. Menschen, die zwei oder mehr Sprachen sprechen können, können zwischen verschiedenen Sprachsystemen und Strukturen flexibel umschalten.Wenn Sie eine andere Sprache verwenden, denken Sie auch anders, was hilft, einfache aber wichtige Kompetenzen für herausragende Leistungen zu entwickeln: • Erzielen einer positiven persönlichen Ausstrahlung • Besser entwickelte Kommunikationsfähigkeiten • Kontinuierlicher Aufbau von persönlichen Beziehungen 3. Sie werden Reisen mehr geniessen Wenn Sie im Ausland sind und sich nicht verständlich machen können, versuchen Sie es mit Englisch. Die Möglichkeit, mit dem was um Sie herum vorgeht in Beziehung zu treten, gibt Ihrem Urlaub und Ihrer Geschäftsreise eine neue Dimension. Mit Kenntnissen der englischen Sprache können Sie echte Unterhaltungen mit den Menschen führen, die Sie treffen, neue Freunde kennenlernen, nützliche Geschäftskontakte herstellen, und wer weiss, auch eine persönliche Bekanntschaft machen. Sie werden finden, dass Englisch weltweit die Sprache der populären Kultur, Musik, Filme, des Sports und modernen Technologie ist. 4. Sie erhalten Ihre geistige Fitness länger aufrecht Eine aktuelle Studie der York University in Toronto hat festgestellt, dass das Erlernen einer zweiten Sprache eine positive Wirkung auf das Gehirn hat und hilft, die geistige Fitness länger aufrechtzuerhalten. Mit anderen Worten, das Erlernen einer zweiten Sprache, auch als Erwachsener, ist besser als jede Medizin für die Entwicklung der geistigen Fitness. Lassen Sie mich helfen, Ihre Englischkenntnisse bei LENNON LANGUAGE zu verbessern, individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Lennon Language | nme@bciag.ch | 076 382 9882 English Lessons | Englisch Unterricht Privat oder in kleinen Gruppen Q Q Q Q Q Q Q Vorbereitung auf die Ferien Hilfe mit Hausaufgaben ŶŐůŝƐĐŚ <ŽŶǀĞƌƐĂƟŽŶ 'ĞƐĐŚćŌƐͲŶŐůŝƐĐŚ Medizinisches Englisch 'ĞnjŝĞůƚĞ ƉƌŝǀĂƚĞ >ĞŬƟŽŶĞŶ ĞƌŝĐŚƚĞͬWƌćƐĞŶƚĂƟŽŶĞŶ ƌĞĨŽƌŵƵůŝĞƌĞŶ Lennon Language | nme@bciag.ch | 076 382 9882 Komma nach Atmung? Mit Heilpädagogin Claudia Bucher aus Bülach führte Diplompädagogin Silke Heit ein Interview über Erfahrungen im Einzelcoaching für «Rechtschreibung, Kommaregeln und Wortstil». 1.Welche Bedeutung hat Schriftdeutsch in deinem Beruf? «Für mich ist es wichtig, dass ich Schriftdeutsch gut beherrsche. Wenn ich ein Elterngespräch verfasse und sie den Bericht mit nach Hause bekommen, muss er korrekt und fehlerlos sein.» 2.Warum hast du dich für den Kurs «Rechtschreibung, Kommaregeln und Wortstil» angemeldet? «Weil ich mich beim Schreiben unsicher fühle und Fehler mache. Kommas setzte ich meistens nach Atmung.» 3.Warum hast du Einzelcoaching gewählt? «Ich wollte einen Kurs, der auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Für mich ist es eine gute Investition, jedoch nicht ganz günstig.» 4.Welche Unterlagen hast du im Kurs verwendet? «Ich habe vor allem geschriebene Texte von mir bearbeitet. Wenn ich jedoch mit einer Rechtschreibregel Mühe hatte, haben wir mit spezifischen Unterlagen geübt.» 5. In welcher Weise konntest du deine beruflichen Texte einbeziehen? «Immer wann ich wollte und mich somit verbessern.» 6. Welche Fortschritte hast du festgestellt? «Ich habe Fortschritte gemacht und mir sind jetzt viele Regeln klar. Jedoch habe ich gemerkt, dass es wichtig ist, dass man nebenbei auch viel lesen sollte, um das Gelernte so zu festigen.» 7. Wem kannst du solch ein Einzelcoaching empfehlen? «Jedem, der seine Rechtschreibung und Grammatik verbessern will. Jedem, der sich unsicher beim Schreiben fühlt. Eigentlich tut jedem von Zeit zu Zeit ein solcher Kurs gut. Man kann sich immer verbessern und immer etwas Neues dazulernen.» In Abklärungsgesprächen kann man bei Silke Heit konkrete Ziele für deutsche Kommunikation im Beruf vereinbaren und erhält individuelle Kurstermine unter Mobil 076 419 48 52 oder Mail: silkeheit@sunrise.ch. www.deutschkurse-am-see.ch NEUE DEUTSCHKURSE Ab Januar/Februar 2016 • A1.1 • A1.2 • B1.1 Mo+Mi+Do 8.45 Uhr Die+Do 14.00 Uhr Die+Mi früh/abends Montags bis samstags Einzelunterricht möglich Jetzt anmelden! Diplom-Päd. Silke Heit 071 672 48 52 078 665 13 83 www.deutschkurse-am-see.ch Silke Heit (l) und Heilpädagogin Claudia Bucher (r) im Einzelcoaching

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Jetzt das neue vhs-Programm abholen und gewinnen «Kontrovers und kompetent» gehen Sie mit der vhs auf eine spannende Bildungsreise. Die imposante «Imperia» auf dem Umschlag steht für kontrovers diskutierte Themen, die im kommenden Semester aufgegriffen werden: Kiffen und Kriminalität, Prostitution und Glauben, Sexualität und Dominanz oder Doping im Leistungssport mit überregional bekannte Referenten mit hoher Kompetenz. Damit sind wir beim zweiten Schlagwort. Die eigenen Kompetenzen erweitern, neue Kompetenzen erwerben – dafür steht das Bildungsangebot der vhs seit vielen Jahren. Und das im Wandel der Zeit. Zu den Standardkursangeboten sind neue Kursformate hinzu gekommen. Unterschiedlichen Lernerfahrungen und -bedürfnissen wird mit Intensivkursen oder erweiterten Angeboten Rechnung getragen. Teilnehmende können sich den erfolgreichen Kursbesuch nicht nur mit einer Teilnahmebescheinigung dokumentieren lassen, sondern international anerkannte Cambridge- oder Goethe-Zertifikate erwerben. Wir wünschen Ihnen nun viel Spass und Vergnügen beim Blättern, Stöbern und Gewinnen. Die Gewinnkarte finden Sie an der hinteren Umschlagseite. Ob kontrovers und/oder kompetent: Finden Sie Ihr persönliches Highlight. :Ğƚnjƚ ĂůĞŶ Θ ŐĞǁŝŶŶĞŶ ŬŽŶƚƌŽǀĞƌƐ͘ ŬŽŵƉĞƚĞŶƚ͘ ǀŚƐ ƵĐŚĞŶ ^ŝĞ /ŚƌĞŶ <ƵƌƐ ĞŝŶĨĂĐŚ ƵŶĚ ďĞƋƵĞŵ ƵŶƚĞƌ͗ ǁǁǁ͘ǀŚƐͲŬŽŶƐƚĂŶnjͲƐŝŶŐĞŶ͘ĚĞ ĂƐ ŶĞƵĞ WƌŽŐƌĂŵŵ͗ ũĞƚnjƚ ŬŽƐƚĞŶůŽƐ ĞƌŚćůƚůŝĐŚ ŝŶ ĂůůĞŶ ďĞŬĂŶŶƚĞŶ ůƐƚĞůůĞŶ͗ WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞ ,ŽĐŚƐĐŚƵůĞ dŚƵƌŐĂƵ͕ hŶƚĞƌĞƌ ^ĐŚƵůǁĞŐ ϯ WĂƉĞƚĞƌŝĞ ŽĚĂŶ͕ ,ĂƵƉƚƐƚƌ͘ ϲϮ ^ƉŽƌƚͲƵŶĚ <ƵůƚƵƌnjĞŶƚƌƵŵ͕ WĞƐƚĂůŽnjnjŝƐƚƌ͘ ϭϳ ^ƚĂĚƚǀĞƌǁĂůƚƵŶŐ /E'E͕ ,ĂƵƉƚƐƚƌ͘ ϲϮ dŚƵƌŐĂƵĞƌ <ĂŶƚŽŶĂůďĂŶŬ͕ ,ĂƵƉƚƐƚƌ͘ ϯϵ ^ĞŵĞƐƚĞƌƐƚĂƌƚ͗ ϮϮ͘ϬϮ͘ϮϬϭϲ ǀŚƐ <ŽŶƐƚĂŶnjͲ^ŝŶŐĞŶ Ğ͘s͘ dŚĞŽĚŽƌͲ,ĂŶůŽƐĞƌͲ^ƚƌ͘ ϭϵ͕ ϳϴϮϮϰ ^ŝŶŐĞŶ͕ dĞů͗ ϬϳϱϯϭͲϱϵϴϭϬ͕ ϬϳϳϯϭͲϵϱϴϭϬ͕ ϬϳϳϳϭͲϵϯϴϭϭϭ Wilingua Bildungszentrum Handels- und Kaderlehrgänge in Kreuzlingen. Die Wilingua ist das kompetente Bildungszentrum in Kreuzlingen, wenn es um kaufmännische Aus- und Weiterbildung geht. Das Bildungsangebot der Handels- und Kaderschule richtet sich an zukunftsorientierte Personen, die sich neue berufliche Perspektiven verschaffen wollen. Ob Quereinsteiger oder erfahrene Berufsleute, welche ihr fundiertes Wissen erweitern möchten, finden bei der Wilingua alle einen Platz zum Weiterkommen. Eine familiäre Atmosphäre und überschaubare Klassengrössen zeichnen die Wilingua aus. Handelsschule – Ihr Einstieg in die kaufmännische Berufswelt Die Handelsschule VSH vermittelt fundiertes kaufmännisches Wissen und bereitet die Studierenden auf die anspruchsvollen Tätigkeiten im kaufmännischen Berufsalltag vor. Weiter bildet sie eine wichtige Grundlage für diverse weiterführende Lehrgänge in der höheren Berufsbildung (Kaderschule). Diese Ausbildungsvariante richtet sich an Personen, welche den Einstieg in den kaufmännischen Bereich suchen oder Ihre bereits vorhandenen beruflichen Qualifikationen mit kaufmännischem Know-how ergänzen wollen. Die Ausbildung kann berufsbegleitend während 3 Semestern absolviert werden. Die nächsten Lehrgänge beginnen im April und Oktober 2016. Kaderschule – Ihr Aufstieg in die Führungsetage Die Lehrgänge der Wilingua-Kaderschule richten sich an Personen, die bereits über eine kaufmännische Grundbildung (Handelsschule oder EFZ) verfügen und eine Kaderposition im kaufmännischen Bereich anstreben. Ob eine betriebswirtschaftliche Management-Ausbildung oder eine Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich, die modulare Ausbildung führt die Studierenden schrittweise zu den anerkannten Abschlüssen «Höheres Wirtschaftsdiplom VSK», «eidg. Techn. Kaufmann / Kauffrau FA» oder «Sachbearbeiter/in Rechnungswesen VSK». Die nächsten KaderLehrgänge beginnen im April oder im August 2016. Interessiert? Melden Sie sich jetzt für ein unverbindliches Beratungsgespräch und lassen Sie sich von der Kompetenz und der angenehmen Lernumgebung bei der Wilingua überzeugen. Wilingua Bildungszentrum Hafenstrasse 50B 8280 Kreuzlingen Tel: 071 912 20 12 www.wilingua.ch

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