Magazin Landurlaub im Pfaffenwinkel 2016

 

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Magazin Landurlaub im Pfaffenwinkel 2016

Popular Pages


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www.pfaffen-winkel.de IM PFAFFENWINKEL 2016 Gartenglück Lieblingsplätze im Grünen Heumilch Käse voller Geschmack Expressionismus Große Kunst an schönen Seen Kleine Brauereien Biere mit Charakter Laientheater Bühne frei!

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INHALT EXPRESSIONISMUS Dieses besondere Licht .............................................................. 4 BRAUCHTUM Von Pferden & Menschen ........................................................... 13 LANDLEBEN Das Heu macht’s .......................................................................... 16 WANDERN IM PAFFENWINKEL Dr.-Faustus-Weg Polling .............................................................. 22 Betbichlrunde Antdorf ................................................................. 23 GENUSS Kleinbrauereien.............................................................................. 24 MADE IN PFAFFENWINKEL Kunststücke .................................................................................... 28 Bringst du mir was mit? .............................................................. 30 NATURERLEBNIS Moore im Pfaffenwinkel – gut für unser Klima ................... 32 Gartenparadiese ............................................................................. 38 AKTIV IM PFAFFENWINKEL Ammer-Amper-Radweg ................................................................ 46 IM GESPRÄCH Dieter Schleiermacher ................................................................. 49 ERLEBNIS PFAFFENWINKEL Laien auf die Bühne! ................................................................... 50 VERANSTALTUNGEN Höhepunkte 2016 ........................................................................ 54 Möchten Sie mehr wissen? ....................................................... 59 4 EXPRESSIONISMUS Dieses besondere Licht 13 BRAUCHTUM Von Pferden & Menschen 38 NATURERLEBNIS Gartenglück 50 THEATER IM PFAFFENWINKEL Laien auf die Bühne Mit Ihrem Smartphone erhalten Sie über die QR-Codes weiterführende Informationen zu den einzelnen Themen. TITELBILD: Emanuel Gronau Barbara Kopf im Schaugarten in Seeshaupt ... und hier finden Sie uns! Stuttgart Ingolstadt Impressum LANDURLAUB im Pfaffenwinkel erscheint einmal jährlich Herausgeber/Anzeigen: Tourismusverband Pfaffenwinkel Postfach 1247, 86952 Schongau Tel. 08861/211-3200, Fax 08861/211-4000 info@pfaffen-winkel.de, www.pfaffen-winkel.de Geschäftsführung: Susanne Lengger Titelschutz Brauer, Kleiber-Wurm GmbH Druck: Kessler Druck Bobingen Auflage: 20.000 Aregungen, Fragen, Kritik? Wir freuen uns über Ihre Nachricht. Copyright © 2016 Tourismusverband Pfaffenwinkel, Schongau Abonnement: Gegen Erstattung der Portokosten schicken wir Ihnen LANDURLAUB im Pfaffenwinkel bei Erscheinen zu. Bestellen Sie Ihr persönliches Exemplar per E-mail, Fax oder Telefon. Druckfehler und Irrtümer vorbehalten D Augsburg Ulm Landshut Landsberg Memmingen Starnberg München Rosenheim Salzburg Schongau Weilheim Kempten Lindau Bad Tölz Füssen GarmischPartenkirchen Redaktion: zelisko – kommunikation und text www.gabriele-zelisko.de Konzeption & Gestaltung: Brauer, Kleiber-Wurm GmbH, www.bkw-design.de CH A Innsbruck

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Kreuzfahrt mit Alpenpanorama. Der Hohe Peißenberg ist Ausgangspunkt des Pilger-Wander-Weges „Heilige Landschaft Pfaffenwinkel” Gönnen Sie sich diesen Ausblick – am besten bei einem Kaffee auf den weitläufigen Sonnendecks des Katamaran MS STARNBERG und MS SEESHAUPT. Liebe Leserinnen, liebe Leser, Ruhe finden, die Stille genießen. Viele Menschen nennen das als wichtigsten Wunsch für ihren Urlaub. Wenn das auch Ihr Bedürfnis ist, sind Sie bei uns im Pfaffenwinkel richtig. Die Superlative, das Rekordverdächtige haben wir hier nicht zu bieten, dafür die besten Voraussetzungen für einen rundum entschleunigten Urlaub. Wir raten zum Erleben der „Heiligen Landschaft Pfaffenwinkel“, am besten zu Fuß auf den drei großen Pilgerrouten, die im Juli 2015 eingeweiht wurden. Man muss sie ja nicht in einem Stück gehen, sondern kann sich einzelne Etappen vornehmen. Aber einen Superlativ haben wir vielleicht doch im Angebot – vermutlich finden Sie nirgendwo sonst so viele Werke von Künstlern des Expressionismus auf so engem Raum versammelt. Gleich vier Museen widmen sich dieser Epoche auf jeweils sehr individuelle Weise mit Sammlungen von Weltrang. Wir stellen sie Ihnen auf den nächsten Seiten vor. Was die leiblichen Genüsse angeht, die auf keinen Fall zu kurz kommen dürfen, haben wir eine Landwirtsfamilie besucht, die andere Wege in der Milchproduktion geht, und ein paar leidenschaftliche Bierbrauer, die einen ganz besonderen Gerstensaft herstellen. Wir zeigen Ihnen liebevoll gepflegte Gärten, in denen Besucher willkommen sind, und lassen uns von Naturschützern erklären, was unsere Moore mit dem Klima zu tun haben. Zum Brauchtum der Region gehören die vielen Laienbühnen, von denen uns einige einen Blick hinter die Kulissen gewährt haben. Eines der Highlights wird in diesem Jahr „Die Henkerstochter“ nach dem Weltbestseller von Oliver Pötzsch sein, aufgeführt in Schongau, genau dem Ort, in dem der gleichnamige Roman spielt. Sie haben die Wahl, ob Sie die Stille suchen oder offen für Begegnungen sind, ob Sie die Dinge auf sich zukommen lassen oder Ihren Urlaub im Voraus planen. Anregungen dafür finden Sie in unserem Magazin. Wir freuen uns auf Sie. Herzlichst, Ihre Susanne Lengger Tourismusverband Pfaffenwinkel Informationen zur Heiligen Landschaft: www.heilige-landschaft.de Drehen Sie am Rad der Zeit. Pure Romantik, Naturgenuss und viel Abwechslung. Dies und noch viel mehr verspricht eine Schifffahrt mit den Raddampfern HERRSCHING und DIESSEN. www.seenschifffahrt.de © www.agentur.polakandfriends.com

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Heinrich Campendonk, Liegender Akt mit Widder und Raubkatze, um Museum Penzberg Heinrich Campendonk, Der Bischof, um 1915, Dauerleihgabe an das Museum Penzberg Expressionismus im Oberland Heinrich Campendonk, Der lange Kuhstall, um 1946, Dauerleihgabe a Dieses besondere Licht Die weitflächigen Ebenen der Moore, die blauen Seen, dunklen Berge und darüber ein straff gespannter Himmel, der alles mal in blaues, mal in abendrotes Licht taucht – die Schönheit des Pfaffenwinkels hat schon seit jeher Maler in ihren Bann gezogen. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand hier eine revolutionäre und ganz besondere Künstlerkolonie. Heinrich Campendonk, Roter Kopf, 1946, Dauerleihgabe an das Museum Penzberg 4 Landurlaub im Pfaffenwinkel

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Expressionismus 1912, Dauerleihgabe an das Marianne von Werefkin, Abend in Murnau, 1906/1910, Schloßmuseum Murnau an das Museum Penzberg Ernst Ludwig Kirchner, Farbholzschnitt, 1925, Buchheim Museum Alexej von Jawlensky, Kopf in Blau, 1912, Öl auf Karton Buchheim Museum der Phantasie Heinrich Campendonk, Lofotenlandschaft, 1933, Dauerleihgabe an das Museum Penzberg Heinrich Campendonk, Harlekin, um 1924, Dauerleihgabe an das Museum Penzberg Karl Schmidt-Rottluff, Norwegische Landschaft (Skrygedal), 1911 Buchheim Museum der Phantasie, © VG Bild Kunst, Bonn 2015 Landurlaub im Pfaffenwinkel 5

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BERNRIED am Starnberger See Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Deutsches Kunstarchiv, NL Marc, Franz, I,A-1 (0121) Text: Katrin Fügener Formen, die teils bewaldeten, teils kahlen Hügel und niederen Höhenzüge, alles hatte etwas eigenartig Charaktervolles in den Proportionen, was er sofort empfand.“ So beschrieb Maria Marc die ersten Eindrücke des Künstlerpaares, das sich 1909 im klei‐ nen Sindelsdorf niedergelassen hatte. Die bäuerliche Idylle und das besondere Licht vor den mächtigen Alpengipfeln hatten es nicht nur diesem einen Maler angetan. Franz Marc jedoch sollte gemeinsam mit seinem Kollegen Wassily Kandinsky etwas F ranz „… erfasste gleich die Landschaft, die tatsächlich etwas sehr Besonderes hat: das stellenweise sich weit Ausbreitende, die Moore, das Licht, die schwingenden ... ein Dorf im Dreiklang von Geschichte, Natur und Kultur ... BERNRIED AM STARNBERGER SEE Dorfstraße 26 · 82347 Bernried am Starnberger See Tel. 0 81 58 - 9 07 67-0 · Fax 0 81 58 - 9 07 67-11 gemeinde@bernried.de Bedeutendes schaffen: Hier, in der beschaulichen Gartenlaube des Schreinermeisters Josef Niggl, entstand am Kaffeetisch „Der Blaue Reiter.“ Das Malen auf dem Lande war zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Mode. Weg von den verkrusteten Strukturen der Akademien, von der naturgetreuen Wiedergabe kunstvoll arrangierter Sze‐ nerien. Hinaus in die freie Natur – die auch Freizügigkeit ermög‐ lichte. Neue Möglichkeiten entdecken und diese mit Pinsel und Farbe zum Ausdruck bringen. Außerdem war die Verkehrsan‐ bindung ganz ausgezeichnet, der Bahnhof Penzberg von Mün‐ chen aus gut erreichbar und daher die Region insgesamt als Sommerfrische beliebt. www.bernried.de

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Expressionismus Heinrich Campendonk, Leidenswerkzeuge, 1937, Bleiverglasung, Pfarrkirche Christkönig Penzberg Links: Franz und Maria Marc mit Freunden in der Sindelsdorfer Gartenlaube Rechts: Gisela Geiger leitet das Museum Penzberg Ein Pferdefuhrwerk – im Winter mit Schlitten – brachte die Ankömmlinge die fünf Kilometer weiter nach Süden. Oft spazierten sie auch nach Sindelsdorf und genossen den eingangs von Maria Marc beschriebenen Ausblick. Und man war nicht allein. Zu den Marcs gesellte sich der Schweizer Vogelmaler Jean Bloé Niestlé mit seiner Frau. Aus München lud man August Macke ein und zu diesem kam 1911 sein Cousin Hel‐ muth mit dem jungen rheinländischen Maler Heinrich Campendonk. Der blieb und konnte seine spätere Frau Ada nachholen. Aus dem nahen Murnau besuchten Kan‐ dinsky und Gabriele Münter die Kollegen in Sindelsdorf, aus München machten Ale‐ xej Jawlensky und Marianne von Werefkin ihre Aufwartung, der Mäzen Bernhard Köhler kam vorbei … und so entwickelte sich hier eine revolutionäre Gemeinschaft von Expressionisten. Diese neue Kunstrichtung wurde nicht nur im ländlichen Raum äußerst kritisch beäugt. Der Almanach und die Ausstellung „Der Blaue Reiter“ am 18. Dezember 1911 waren der nächste Schritt auf diesem Weg. Wer weiß, was daraus noch entstanden wäre, wenn nicht der erste Weltkrieg die kreative Gruppe jäh in alle Winde zer‐ streut hätte. Zum Glück blieben viele Werke erhalten und so finden sich rund um ihre Wir‐ kungsstätten Museen, Kunstpfade, Rad‐ und andere Wege, die zum Nachspüren und dem Vergleich Bild – Original einladen. In Murnau ist das so genannte Rus‐ senhaus an die Zeit angepasst worden, als Kandinsky und Münter dort dem Land‐ leben frönten – inklusive liebevoll und originalgetreu angelegtem Garten. Natürlich sind beider Werke auch im Schloßmuseum vertreten. Das bestens aufgestellte Haus steht in Sichtweite, so wie es die Künstler einst gemalt hatten. Landurlaub im Pfaffenwinkel Virtueller Spaziergang unter www.vitus-wein.de 7

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Expressionismus Kochel hat 2008 das neue Franz Marc Museum bekom‐ men. Über dem See thront es und bietet überraschende und bereichernde Ein‐ und Ausblicke, nicht nur in das Werk dieses Malers. Im Museum Penzberg hat man sich auf den jüngsten Blauen Reiter Heinrich Campendonk fokussiert, der als einziger die damalige Bergwerks‐ stadt in seinen Bildern thematisierte. Auch hier eröff‐ net im Frühjahr 2016 ein um einen Anbau vergrößertes Haus mit Werken aus der stark erweiterten eigenen Sammlung Campendonk und Werken anderer Künstler als Leihgaben. In Penzberg wird übrigens auch über Hinterglasbilder der Klassischen Moderne geforscht, nicht nur im Pfaffenwinkel, sondern weit über Deutsch‐ lands Grenzen hinaus. Die „Blauen Reiter“ hatten diese landesübliche Technik aufgegriffen und äußerst fragile, hochwertige Kunstwerke geschaffen. So wird die erste Sonderausstellung in Penzberg Cam‐ pendonks leuchtenden Hinterglasbildern gewidmet sein ‐ zerbrechliche Kostbarkeiten, die aus nachvoll‐ ziehbaren Gründen kaum verliehen werden. © Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv Rechts: Museum Penzberg Unten: Schloßmuseum Murnau © Museum Penzberg Natur · Kunst · Kultur erleben Murnau fasziniert Führungen • Klassische Ortsführung durch Murnau, jeden Sonntag im Zeitraum vom 27. März bis 23. Oktober um 10.30 Uhr vor dem Rathaus • Die Maler des Blauen Reiters in Murnau, 13. Mai, 17. Juni, 15. Juli, 12. August, 16. September, jeweils um 10.00 Uhr im Kultur- und Tagungszentrum • Kunsthistorischer Spaziergang, 12. Mai, 2. Juni, 7. Juli, 4. August, 8. September, jeweils um 17.00 Uhr vor dem Rathaus • Murnau und Emanuel von Seidl, 18. Juni, 23. Juli, 20. August, 17. September, jeweils um 10.30 Uhr vor dem Rathaus Highlights • • • • • • Murnauer Kulturwoche, 29. April bis 8. Mai KultUrknall, 23. bis 24. Juli Aufgspuit im Moos, 4. September Weltmusikfestival Grenzenlos, 21. bis 23. Oktober Leonhardifahrt, 6. November Christkindlmarkt in der Fußgängerzone, 10. bis 11. Dezember Tourist Information Murnau Tel. 0 88 41/61 41-0 · www.murnau.de 8 Landurlaub im Pfaffenwinkel

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Expressionismus Buchheim Museum, Foto: W. Englisch Links: Buchheim Museum Bernried Unten: Franz Marc Museum Kochel Das Quartett vervollständigt ein viertes Museum. Lothar‐Günter Buchheim war ein kongenialer Sammler, Autor, Fotograf, Maler und manches mehr. Was er im Laufe seines Lebens zusammengetragen hat, ist im Buchheim Museum Bernried zu bestaunen. Das heißt nicht umsonst Museum der Phantasie. „Vernünftig und verrückt“ nennt Direktor Daniel J. Schreiber seine Lei‐ denschaft für die Kunst, das Entdecken, das Ausprobie‐ ren und das Staunen, die er im Museum auslebt. Wer vom Parkplatz durch den ehemaligen Landschaftspark der Wilhelmina Busch‐Woods auf den Starnberger See zusteuert könnte fast meinen, ein Schiff läge dort vor Franz Marc Museum, Foto: Thomas Kujat, © Touristinformation Kochel a. See Anker, mit einer langen Brücke in den See hinaus und zahlreichen Erholungssuchenden auf den umliegenden Flächen. Doch sind diese nur zum Teil echt, andere eben Kunstwerke. So geht es innen weiter. Lichte Ausstellungshallen mit Werken der anderen berühmten Expressionisten‐ gruppe, den Malern der „Brücke“. Werke von Ernst Lud‐ wig Kirchner, Otto Müller und Erich Heckel hängen hier, Erlebnis Industriegeschichte Menschen und Maschinen. Bilder und Geschichten. Bergwerksmuseum Penzberg in neuer Gestalt. Medienstationen. Authentische Einbauten. Bergwerksfilm von 1928. Audioguide für Kinder. Bergwerksmuseum Penzberg www.bergwerksmuseum-penzberg.de Öffnungszeiten: Di – Do 10 -17, Sa, So 10 – 17 Uhr Glück auf!

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Expressionismus Foto: © Diethild Buchheim, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See Lothar-Günther Buchheim in seinem Esszimmer in Feldafing, 1970er Jahre um nur einige zu nennen. Aufgrund der riesigen Samm‐ lung können diese immer wieder ausgetauscht, mit ein, zum Bauen und Formen, zum Zeichnen und Aus‐ probieren, zum Klettern, Lesen, Experimentieren und an manchem Sonntag gar zum Familienbrunch. Auf Wunsch gibt es auch fachkundige Unterstützung für Kreative. Kunst zum Anfassen und Entdecken, von der Volks‐ kunst bis zu zeitgenössischen Werken, aus den unter‐ schiedlichsten Sichtweisen, Techniken und Leiden‐ schaften hat Buchheim ebenso gesammelt wie die Großen ihrer Zeit. So ist das Museum immer in Bewe‐ gung. Wer will, darf sich dort sogar richtig austoben. Die hier mehrmals jährlich veranstalteten Jalla‐Welt‐ musik‐Partys sind inzwischen legendär. Also ganz einfach: Kunst im Oberland ist beeindru‐ ckend, weltläufig, beschaulich, idyllisch, zu erwandern, zum Tanzen und Gestalten, immer wieder neu und interessant und auf jeden Fall mehr als einen Blick wert. ❤ 2015/16 IM www.buchheimmuseum.de Fotos: Massimo Fiorito Leihgaben etwa aus der Kunsthalle Emden kombiniert und in neue Zusammenhänge gebracht werden. Nach wie vor entsteht im Pfaffenwinkel große Kunst. Da wäre zum Beispiel Bernd Zimmer. Der Pollinger „Junge Wilde“ hat sich intensiv in Davos mit dem Tin‐ zenhorn auseinandergesetzt. Das war nicht nur Kirch‐ ners und Thomas Manns Zauberberg. Auch Zimmer ist fasziniert von dem Gipfel, den er sich bei einer Skitour erschloss. Der Berg ließ ihn nicht mehr los und ebenso wenig Kirchners entsprechendes Gemälde aus der BUCHHEIM MUSEUM JALLA CLUB Vor über 10 Jahren kreierten die DJs Rupen Gehrke und Dimitri Voulgarakis den JALLA CLUB und feierten diese Party im Foyer des Staatlichen Museums für Völkerkunde München. Weiterhin findet die Party im Ampere Club des Muffatwerks, München, im Schokoladenmuseum, Köln und in verschiedenen weiteren Städten Deutschlands statt. Eine Einladung des Goetheinstituts Mexiko führte den Jalla Club sogar bis Mexiko Stadt, wo die Party das mexikanische Publikum und den deutschen Botschafter begeisterte. Aus dem, was ursprünglich ein Geheimtipp war, ist schnell eine genre-, generations- und kulturübergreifende Party geworden, die scheinbare Grenzen überwindet. Und genau das war und ist den beiden DJs wichtig. Kein musikalisches Einerlei, sondern Musik aus aller Welt, die in dieser Zusammenstellung immer tanzbar und immer wieder neu und ungewöhnlich ist: Cumbia, Balkan, Oriental, Greek, Exotic, Afro, Swing und Latin für Menschen verschiedener Generationen und Nationen. Nach der fulminanten ersten Party am 30.4.2015 im Buchheim Museum findet der Jalla Club jetzt in unregelmäßigen Abständen im Buchheim Museum statt. Die Termine werden auf den Webseiten angekündigt. Nächste Termine siehe Rückseite. www.jallaclub.de BERNRIED AM STARNBERGER SEE Aktuelle Jalla ClubTermine gibt es auf www.buchheimmuseum.de Sammlung Buchheim. Dem hat nun Bernd Zimmer seine Sicht entgegengestellt und tritt in einen faszinie‐ renden Dialog mit seinem berühmten Vorgänger. Genau das ist Schreibers Ziel: Im Museum der Phanta‐ sie dürfen Besucher, egal welchen Alters, sich ihre Kunst erobern. Und diese begreifen, im wahrsten Sinne des Wortes. Im „Labor der Phantasie“ lädt das Museum k Übersicht aller Museen im Pfaffenwinkel siehe Seite 12 Hotel- Restaurant- Cafe Landgasthof Osterseen Inh. Moritz Link · Hofmark 9 · 82393 Iffeldorf Telefon: +49 (0) 8856/92 86-0 Telefax: +49 (0) 8856/92 86-45 E-Mail: landgasthof@osterseen.de www. Landgasthof-Osterseen.de

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Museen im Pfaffenwwinkel Zwischen München und dem Alpenrand DIE MUSEENLANDSCHAFT EXPRESSIONISMUS Kunst- und Naturgenuss zwischen München und dem Alpenrand an Starnberger See, Kochelsee, Staffelsee und Osterseen. MUSEENLANDSCHAFT EXPRESSIONISMUS BUCHHEIM MUSEUM – Starnberger See Lothar-Günther Buchheim war einer der bedeutendsten Sammlerpersönlichkeiten in Deutschland. Sein Museum der Phantasie (Architekt: Günther Behnisch) steht inmitten eines romantischen Landschaftsgartens direkt am Ufer des Starnberger Sees. Es ist viel mehr als ein Museum: spektakuläres Ausflugsziel, Wunderwelt, ein Fest für die Sinne! Neben Buchheims weltberühmter Expressionistensammlung begeistern Ausblicke in die Voralpenlandschaft und Buchheims „Wiesenpfade der Kunst“ – eine kuriose Zusammenstellung von Fundstücken und Kunstwerken aus aller Welt. Das ganze Jahr läuft hier ein ambitioniertes Sonderausstellungs- und Veranstaltungsprogramm. Wir sind wieder da! Buchheims Expressionisten ab 20.02.2016 Gustav Klimt - Frauenbilder 19.03.–19.06.2016 Lebenskunst - Die Brücke und die Reformbewegung 02.07. bis 09.10.2016 Hundertwasser: Haut, Kleidung, Gebäude 22.10.2016 bis 05.03.2017 Erich Heckel, Der schlafende Pechstein, 1910, Bucheim Museum © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen 2014 Info: Am Hirschgarten 1 | 82347 Bernried Tel. +49 (0)8158-99700 | www.buchheimmuseum.de FRANZ MARC MUSEUM – Kochel- und Walchensee BUCHHEIM MUSEUM BERNRIED FRANZ MARC MUSEUM KOCHEL A. SEE SCHLOSS MUSEUM MURNAU STADT MUSEUM PENZBERG Das Museum zeigt das Werk Franz Marcs im Kreis des „Blauen Reiter” sowie bedeutende Arbeiten der Brücke, Paul Klees und der deutschen und französischen Nachkriegsabstraktion. Am 4. März 2016 jährt sich der Todestag Franz Marcs zum 100. Mal. Das Franz Marc Museum feiert den Maler, der zu den wichtigsten Künstlern des deutschen Expressionismus gehört, mit drei wichtigen Ausstellungen und zahlreichen Veranstaltungen. Franz Marc Jahr 2016 – 100. Todesjahr Franz Marc Ausstellungstrilogie: Franz Marc – Zwischen Utopie und Apokalypse Franz Marc – Das arme Land Tirol 06.03. bis 05.06.2016 Annika Kahrs – Playing to the Birds 06.03. bis 05.06.2016 Franz Marc – Weidende Pferde IV 12.06. bis 11.09.2016 Franz Marc – Kämpfende Formen 18.09.2016 bis 15.01.2017 Michaela Melián–Else Lasker-Schüler, Jussuf, Prinz von Theben 18.09. 2016 bis 15.01.2017 Info: Franz-Marc-Park 8-10 | 82431 Kochel am See Tel. +49 (0)8851-92488-0 | www.franz-marc-museum.de MUSEUM PENZBERG – SAMMLUNG CAMPENDONK – Osterseen Im Juni 2016 eröffnet das neue Museum Penzberg mit der umfangreich erweiterten Sammlung von Werken Heinrich Campendonks. Ein Erweiterungsbau an das bestehende Stadtmuseum ermöglicht die dauerhafte Präsentation der Arbeiten des jüngsten Mitgliedes der Blauen Reiter. Dem Museum wurde der Nachlass des Künstlers anvertraut und damit die Grundlage für ein Campendonk-Zentrum in Penzberg gelegt. Zur Eröffnung sind eine umfangreiche Schau der eigenen Sammlung sowie von Hauptwerken weiterer Sammlungen geplant. Weiterhin zu sehen sind unterschiedliche Themenbereiche der Stadtgeschichte, sowie Wechselausstellungen zur zeitgenössischen Kunst. Museumseröffnung inkl. erweiterter Campendonk-Sammlung und Dauerausstellung 05.06.2016 Heinrich Campendonk – Hinterglasbilder 16.09.2016 bis Februar 2017 Info: Stadtmuseum Penzberg, Karlstr. 61 | 82377 Penzberg Tel. +49 (0)8856-813481 | www.museum-penzberg.de MuSeenKarte Expressionismus SCHLOSSMUSEUM MURNAU – Staffelsee Das Schloßmuseum Murnau widmet sich der internationalen Kunst- und Literaturgeschichte, die mit dem Ort durch die Malerin Gabriele Münter und den Schriftsteller Ödön von Horváth unmittelbar verbunden ist. Die zwischen 1908 und 1914 in Murnau verbrachten Malaufenthalte von Kandinsky, Jawlensky, Münter und von Werefkin führten zum Durchbruch einer neuen, expressiven Malerei. Die umfangreiche Dauerausstellung von Werken der „Neuen Künstlervereinigung München“ und des „Blauen Reiter“ gibt davon ein anschauliches Bild. Der Architekt und die Künstlerin - Hugo Wach und Wanda Zeigner-Ebel bis 28.02.2016 „Aufs Land!“ – Landhausbilder von Kobell bis Richter 17.03. bis 26.06.2016 Vater & Söhne. Konfrontation und Gleichklang 21.07. bis 06.11.2016 Info: Schloßhof 2-5 | 82418 Murnau Tel. +49 (0)8841-476207201 | www.schlossmuseum-murnau.de Mit der MuSeenKarte Expressionismus auf MuSeenTour gehen. Im ersten Museum regulär zahlen, drei weitere Museen mit ermäßigtem Eintritt besuchen. www.museenlandschaft-expressionismus.de

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Museen im Pfaffenwinkel MUSEUMSLAND Nicht nur für Historiker: Zahlreiche Museen zeichnen ein lebendiges Bild der geschichtsträchtigen Region zwischen Ammer und Lech. 1 Wallfahrtsmuseum Wieskirche Im Wallfahrtsmuseum im Anbau der Wieskirche ist die Geschichte der Wallfahrt zum Gegeißelten Heiland dargestellt. Wies 12, 86989 Steingaden Tel. 08862/932930 wieskirche.de 2 Klostermuseum im Pfarrhof Reichhaltige Sammlung mit vielfältigen Exponaten aus allen Epochen der 650-jährigen Steingadener Klostergeschichte. Prämonstratenserstraße 3 86989 Steingaden Tel. 0 88 62/200 steingaden.de 3 Auerbergmuseum Bernbeuren Interessante, moderne und interaktive Ausstellungen über die Siedlungsgeschichte des Auerbergs, archäologische Funde aus der Römerzeit. Mühlenstraße 9 86975 Bernbeuren Tel. 08860/210 od. 91010 auerbergmuseum.de 4 Hammerschmiedemuseum Schmiedemuseum in einem alten Hammerbetrieb, Originalgetreuer Nachbau eines alten Hammerwerks. Schmiedestraße 28 86987 Schwabsoien Tel. 08868/1590 schwabsoien.de 5 Kutschenmuseum Sammlung von nostalgischen Kutschen des Kutschenliebhabers Johann Hartmann Am Elder 2 86987 Schwabsoien Tel. 08868/813 schwabsoien.de Museum Klösterle Ausstellungen über Geschichte und Sakrales, Bergbau, Skimuseum, Imkerei sowie Jagd und Fischerei Landurlaub im Pfaffenwinkel Kapellenstr. 1, 86971 Peiting Tel.: 08861/ 6535, peiting.de siehe S. 28 7 Villa Rustica Ausgrabungen eines römischen Landguts mit Hypocaust-Heizungsanlagen. Römischer Küchen- und Heilkräuterlehrgarten. Kreuter Weg, 86971 Peiting alpenrand-in-roemerhand.de 8 Stadtmuseum Schongau Stadtmuseum in der ehemaligen Spitalkirche St. Erasmus. Vorund Frühgeschichte des Schongauer Landes, Sakrale Kunst und Volksfrömmigkeit, Stadtgeschichte, Münzkabinett, Entwicklung des Geldes. Schongauer Münzschatzfund. Christophstraße 55 - 57 86956 Schongau Tel. 08861 / 254605 schongau.de 9 Schatzkammer Hohenpeißenberg Kleines Museum im ehemaligen Oratorium. Sakrale Kunst, Goldund Silberschmiedearbeiten. Zeugnisse aus der reichen Wallfahrts- und Pfarrgeschichte. Besichtigung nur nach Voranmeldung möglich. Matthäus-Günther-Platz 6 82383 Hohenpeißenberg Tel. 08805/200 hohenpeissenberg.de 10 Bergbaumuseum Peißenberg Museum im ehemaligen Bergwerksgelände über die Entwicklung des Bergbaus im Pfaffenwinkel. Der ehemalige "Tiefstollen" vermittelt einen Einblick in die Arbeitswelt des Bergmanns. Bockerlbahn neben dem Museum. Am Tiefstollen 2 82380 Peißenberg Tel. 08803/690-120 peissenberg.de/bergbaumuseum 15 16 19 14 4 5 7 3 2 1 13 15 Kulturhaus Otto Hellmeier Ausstellung des künstlerischen Nachlasses des Stifters Otto Hellmeier. Wielenbacher Str. 13 82399 Raisting Tel. 08807/ 946232 otto-hellmeier.de 16 Kupfermuseum in Fischen Über 1000 originale Kunstobjekte und Gebrauchsformen aus Europa und Asien geben Einblick in die faszinierende Welt des „Roten Goldes“. Herrschinger Str. 1 82396 Fischen am Ammersee Tel. 08808/ 921721 kupfermuseumfischen.de 17 Bergwerksmuseum Penzberg Originalgetreue Streckenausbauten, Gerätschaften und Förderwagen, Bergwerkstelefon und Aufzug aus dem Förderturm sowie Medienstationen, Modelle und interaktive Stationen vermitteln ein realistisches Bild des früheren Grubenbetriebes im Kohlebergwerk. Karlstr. 25, 82377 Penzberg bergwerksmuseum-penzberg.de 18 Museum Penzberg – Sammlung Campendonk siehe Seite 11 19 Buchheim Museum siehe Seite 11 20 Glentleiten siehe Seite 19 Schongau 8 9 10 11 18 17 12 20 Weilheim 6 11 Museum Polling Stattliche Sammlung aus den Bereichen religiöse Kunst, Volksfrömmigkeit, Geschichte, Naturkunde, Malerei und Alltagskultur vergangener Jahrhunderte im ehemaligen Seminaristengebäude des Klosters. Kirchplatz 1, 82398 Polling Tel. 0881/ 93900, polling.de 12 Museum Rottenbuch Kleine Sammlung alter Gegenstände aus der Ortsgeschichte. Klosterhof 34 82401 Rottenbuch Telefon: 08867/ 387 13 Museum im Bierlinghaus Ausstellung von Besitztümern eines früheren Adelgeschlechts in Bayern, Werkzeuge des alten Handwerks Dorfstr. 46 82435 Bad Bayersoien Tel. 08845 /7030620 bad-bayersoien.de 14 Stadtmuseum Weilheim Im alten Rathaus mit Schwerpunkt auf den Werken der Weilheimer Schule (Petel u.a.), Skulpturen des 15.-19. Jahrhunderts, Malerei, Möbel und Handwerk des 16.-19. Jahrhunderts, Frühgeschichte des religiösen Brauchtums, Jahreskrippe von 1721. Marienplatz 1 82362 Weilheim i.OB Tel. 0881/ 682600 stadtmuseum.weilheim.de siehe Seite 48 6 k Alle Infos und Öffnungszeiten 12

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Brauchtum Von Pferden & Menschen Der Rosstag in Burggen ist eine Art rollendes Museum und Zeugnis einer absolut pferdenarrischen Gemeinde. Text: Nicola Förg Fotos: Jonathan Fischer Hinten dran hängt die Seilerei. „Es ist eine ehrenvolle Herausforderung“, sagt er. Moritz und Carlo sind rheini‐ sche Kaltblüter, gewaltige Burschen mit viel Mähne und noch mehr stoischem Gemüt. Andi Köpf gleich nebenan kontrolliert nochmals das Geschirr der beiden Füchse: „Ich bin bloß der Beifahrer beim Kollegen Echtler, auch das ist eine Ehre.“ Die rabenschwarzen Percherons von Reinhold Reichhart sind alte Festzughasen, „Hasen“ von etwa 1000 Kilo…. Ob sie diesmal eine ganze Sägerei zie‐ hen, ist ihnen wurscht. Sie langweilen sich etwas, einer gähnt herzhaft. Einzig Amira, eine rotge‐ scheckte Ponydame scharrt unwirsch: M atthias Bräu hockt am Bock und sieht kon‐ zentriert aus. Einen Vierspänner um die engen Kurven zu steuern ist kein Pappenstiel. „Geht’s dann mal los?“ Irgendwie schiebt sich zwischen dem Umtrieb ein kleines Allradauto durch, gesteuert von einer alten Dame: „I find mein Wagen it.“ Und zwei junge Mädchen haben ein echtes Schleifenproblem mit ihren Schürzen. Wiehern schallt durch die Luft, erste Übungs‐ klänge der Musiker, Anspannung flirrt über eine große Wiese am Ortsrand von Burggen. Es ist Rosstag und wir schreiben den 13. September 2015. Quatsch – wir schreiben das Jahr 1900 oder zumin‐ dest die Zeit drumherum. Das war lange vor der Macht‐ ergreifung der Trak‐ toren von Fendt, Lanz, Eicher oder Schlü‐ ter.

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k Info Im gesamten Pfaffenwinkel gibt es zahlreiche Veranstaltungen rund ums Pferd: vom Kaltblutfohlenmarkt über Georgiritte und den Ulrichsritt bis hin zu den Leonhardifahrten. Der Rosstag findet voraussichtlich im dreijährigen Rhythmus statt. Alle Termine im Internet und auf Seite 54. Das war jene Zeit, als das Pferd der wichtigste Helfer der Menschen war! Ob beim Militär, der Feuerwehr, der Bau‐ ernhofarbeit, im Handwerk oder im Holz – ohne Zug‐ und Arbeitspferde wäre das Leben still gestanden. Das ist zwar eine allbekannte Tatsache, aber keine, die anderswo dazu geführt hätte, quasi ein rollendes Museum in Bewegung zu setzen. Immer gezogen von Pferden in den unterschiedlichsten Anspannungen, die sich mächtig in die Zugstränge legen. Die wahren Helden sind die Pferde, circa 300 Süddeutsche Kaltblüter, einige Warmblüter und Haflinger, aber auch Percherons und Rheinische bei den XXL‐Pferden und Shettys bei den Bonsais. Burggen lebt und liebt Pferde. Dort wurde 1970 der Ländliche Reit‐und Fahrverein gegründet, 1972 schon wurde eine ehemalige Holzhalle zur Reithalle umgewid‐ met. 1973 begann die Gemeinde, den legendären Ross‐ tag auszurichten, ab 1984 war Georg Kirchhofer Vorsit‐ zender und 2007 war erst mal Schluss. „Aber die Jungen wollten den Rosstag unbedingt wieder aufleben lassen.“ Wer die Sommermonate bei den Kirchhofers zu Gast war, erlebte eine Familie im Ausnahmezustand. Festzeichen wurden geschnippelt, überall fläzten Plakate, Poster und aufgeklappte Laptops. Telefone standen nie still. Eine gewaltige Logistik, die auch mit dem Sicherheitskonzept und der Abstimmung mit Polizei und Feuerwehr zu tun hatte. Eine titanische Aufgabe! Und dann erst die Wagen und Gerätschaften: Die standen lange eingemottet, nicht wenige hatte sich der Holzwurm vorgenommen. Ein gan‐ zes Dorf werkelte und jede Menge Rosserer aus der gan‐ Terrassen-Cafè-Restaurant „Bayerischer Rigi“ ster Schön lick Rundb ns! Bayer Herzlich willkommen auf dem Hohen Peißenberg! Besuchen Sie uns auf 1.000 Meter Höhe auf dem schönsten Panoramaberg Bayerns. Wir hoffen, dass Sie dieses von unserem Herrgott mit viel Liebe geschaffenes Plätzchen bei schönem Wetter und guter Fernsicht genießen können. Unsere Gäste haben die Möglichkeit von einem der 300 Sitzplätze in den vier Lokalen oder einem der 180 Terrassenplätze den Blick über 200 km grandioses Alpenpanorama, oder die vielen, schönen oberbayerischen Seen schweifen zu lassen. Auf Ihren Besuch freut sich Familie Fischer Terrassen-Cafe-Restaurant Bayerischer Rigi Matthäus-Günther-Platz 2, D-82383 Hohenpeißenberg Tel. 08805-330, info@bayerischer-rigi.de www.bayerischer-rigi.de

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zen Umgebung standen in den Startlöchern. Der ganze Pfaffenwinkel dankt mit Pferdesegnungen vie‐ lerorts den vierbeinigen Kameraden. „Ich hätte mehr Pferde haben können, als wir gebraucht haben“, sagt Kirchhofer, der natürlich zuerst all jene gefragt hatte, die bis 2007 teilgenommen hatten. Johann Ulrich, der bis von Langeringen kam, das Herrchen von Moritz und Carlo, war schon 18 Mal dabei – Matthias Bräu zum ers‐ ten Mal. Sie alle eint die Liebe zum Pferd, sie alle steckten Stund um Stund ins Training, das Aufhübschen der Tiere und die Geschirrpflege. Genau so viel Arbeit steckte in den 107 Wagen – sei es die rasante Feuerwehr, eine Schneiderei, der Wagen zu Lichtmess, wo traditionell der Gesindewechsel stattfand – der einzig freie Tag im Jahr übrigens. Oder eben der Bader. Den letzten Bader von Burggen kannte Anneliese Götze, die den Zug mode‐ rierte, noch. Die Dame ist 86 Jahre alt und bewahrt für den Arbeitskreis Geschichte die Historie vor dem Ver‐ gessen. Sie war in einer Einraumschule, marschierte bei Wind und Wetter vier Kilometer zu selbiger und kannte den Bader. „Der war auch gut im Hühneraugen rauschneiden und die Rechnung hat er ein Jahr stehen lassen.“ Die Kultursinnige große alte Dame weiß es natürlich: Königin Sisi starb 1898, der Kini schon 1886, die König‐ lichen waren dennoch dabei, so genau geht’s ja auch nicht. Und Sisi, die echte, liebte Pferde. Die bildhübsche Zweitsisi heißt im realen Leben Julia, kommt aus Schon‐ gau und hat einen intensiven Bezug zu Burggen: Klar, sie besitzt ein Pferd im Pferdhimmel des Pfaffenwinkels. ❤ Historische Gespanne aus der ganzen Umgebung stellen die Zeit um 1900 nach.     $   )  (  #"   )     -#-$('  + #' ***) &    ) &   !& !&  )!)!,   +    )  & !& !  && &      ) + " # '## %   !    !    !          #         !  "   š  "   %" "% š ( #%*" š " %"" ## š   (" &+ "#    ("  ' *% %" # '  " š #%  ( % # #  !* % % Landurlaub im Pfaffenwinkel 15

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