201512_Octave_V80SE_HiFi_Stars

 

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Testbericht

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HIFI-STARS Technik – Musik – Lebensart Ausgabe 29  Dezember 2015 – Februar 2016 50029 Deutschland € 11 | Österreich € 12,30 | Luxemburg € 13,00 | Schweiz sfr 15,50 4 197947 011001 OCTAVE V80SE | BLANK & JONES | FUJI X-T10 ISSN 1867-5166 Ausgabe 29 Dezember 2015 Februar 2016

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Technik Vollverstärker Octave V80SE mit Super Black Box Der Souverän Andreas Hofmann und der Autor dieser Zeilen sind beide Jahrgang 1957 und unisono Freunde von Qualitätsprodukten. Wir schätzen eine klare und ehrliche Ansprache und während er immer schon ein begeisterter Klassikfan ist, bin ich selbst soweit noch nicht gekommen – ich hänge in der von mir so geliebten Jazzwelt fest, genieße allerdings zunehmend Ausflüge in die Klassik. Klassiker - Familie Karl-Heinz Hofmann (der Vater von Andreas) begann im Jahre 1968 mit einer eigenen Transformatorenherstellung und Andreas Hofmann begründete im Jahre 1986 hieraus Octave Audio. In dieser nunmehr bereits dreißigjährigen Schaffensphase hat er seine Verstärker konsequent weiterentwickelt und anerkannt weltweit verkauft. Ich selbst höre seit Jahren mit einer Octave HP500 Line mit TKD-Stufenpotentiometer und integriertem Phonoteil. Mein Vorverstärker wurde im Jahre 1993 gebaut und erhielt vom Hersteller vor vier Jahren die bestmögliche Platine in der „Mk IV“-Version nebst dem bereits genannten Edel-Stufenpotentiometer. Frisch versehen mit einer Dreijahresgarantie ist dieser Vorverstärker seither immer noch ein fester Bestandteil meiner Arbeitsanlage und völlig zu recht steht das Modell HP500 als Klassiker im Programm von Octave Audio. In unserer so unglaublich schnellebigen Zeit gewinnt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend mehr an besonderer Bedeutung. Den Gerätschaften von Andreas Hof50 H ifi - S tars mann wurde diese Eigenschaft schon immer in ihren Genen mitgegeben. Unzählige äußerst zufriedene Kunden zählen seit fast drei Dekaden weltweit zu den Liebhabern dieser Geräte und wer im absolut röhrenverrückten Japan dreimal hintereinander zum besten Röhrengerätehersteller weltweit gekürt wurde, der könnte sich eigentlich mit Recht zufrieden zurücklehnen. Doch genau das ist Andreas Hofmann als umtriebigem Kopf seiner Manufaktur gar nicht erst in den Sinn gekommen. „Der macht einfach mit großem Spaß konsequent sein

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Technik Philosophie Bei Octave Audio ist man davon überzeugt, daß ehrliche Musikalität in der High Fidelity im Grunde nur mit Röhren zu verwirklichen ist. Die Verwendung der Glaskolben allein ist es allerdings nicht - das Erfolgsgeheimnis des Herstellers steckt vielmehr in der Octave-Hybridtechnik. Darunter versteht der Hersteller die perfekte Synthese traditioneller Röhrentechnik und entsprechender Halbleiterelektronik. Nicht zu verwechseln mit der üblichen Hybridtechnik anderer Hersteller, bei den die Röhren lediglich in der Vorstufe klangliche Einflüsse aufweisen und die Endstufensektion mit Halbleitertechnik verstärkt wird. Die (wirklich) selektierten Röhren sorgen für die anerkannt gute Klangperformance der OctaveVerstärker und die Transistorschaltungen tragen schlußendlich dazu bei, daß die Röhren ihr audiophiles Potential in vollem Umfang entfalten können. Hochqualifizierte Firmen in der näheren Umgebung dienen seit Jahren als Zulieferer. Nicht wenige Mechanikteile durchlaufen bis zu fünf Prüfstationen - und um Fehler in den einzelnen Bearbeitungsgängen von vornherein auszuschließen, werden die Teile nach jedem Arbeitsgang einer gründlichen Qualitätskontrolle unterzogen. Wie bemerkte A. Hofmann einmal trefflich? „Ich habe keine Lust auf Reparaturen, die durch ungenügende Kontrolle entstehen!“ Das Prüfverfahren am Ende der Produktion eines jeden Gerätes nimmt 48 Stunden in Anspruch – vorher verläßt kein Produkt die Karlsbader Manufaktur. Am Schluß steht jedes Octave-Gerät mit hundert Prozent H ifi - S tars 51 Ding!“, das ist (denke ich), der Satz, der ihn am trefflichsten beschreibt. Hofmann ist ein Qualitätsfanatiker - viele Bauteile, wie z.B. Übertrager und Transformatoren (bis hin zu den kleinsten Typen in seinen Schaltungen), werden im eigenen Betrieb hergestellt. Für nicht selbstproduzierte Teile gilt: Weltweit sucht und findet er die optimalen Bauteile, selektiert diese und verbaut sie schließlich. Das Team um ihn herum besteht seit vielen Jahren, aus ehemaligen Auszubildenden wurden zwischenzeitlich Mitglieder der Octave-Audio-Familie.

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Technik „Made in Germany“ im Markt. Auch dies ist m.E. ein Grund für die herausragende Qualität der Octave-Produkte. Der Testkandidat: V80 SE Der Röhrenvollverstärker Octave V80 SE steht in all seiner Pracht im silbernen Gehäuse vor mir an oberster Stelle im Rack (alternativ gibt es noch eine schwarze Version). Er stellt aktuell das Flaggschiff der OctaveVollverstärkerpalette dar und sorgt durch sein komplett neues Röhrenverstärkerdesign mit einer optimierten Gegenkopplung für absolute Stabilität. Dieser „FullRange“-Vollverstärker darf in meinen Augen durchaus als ernstzunehmende Alternative zu separaten Vor-/ Endverstärker-Kombis gelten. Er bietet eine Vielzahl an Eingängen und selbst die im dem Profibereich so geschätzten symmetrischen XLR-Kontakte fehlen nicht. Als einziger Vollverstärker in der Octave-Palette besitzt der V 80 SE einen rückwärtig angebrachten und mit < 0,008% (bei 200 Ohm gemessen) äußerst verzerrungs52 H ifi - S tars armen Kopfhöreranschluß. Dem Zeitgeist entsprechend verfügt er über einen ECO-Modus und läßt sich sogar mit seiner Home-Theatre-Bypass-Schaltung in eine Heimkinoanlage integrieren. Zu hohe Einschaltströme (die urplötzlich Sicherungen auslösen könnten) gibt es bei Octave Audio nicht. Sämtliche Betriebsspannungen werden sanft und kontrolliert hochgefahren. Ganz nebenbei wird dadurch die Lebensdauer der Bauteile (insbesondere der Röhren) deutlich verlängert. Der Ruhestrom läßt sich sehr einfach und ungewöhnlich präzise in drei Stufen mit einem kleinen (mitgeliefertem) Schraubendreher von außen an der Frontseite selbst einstellen (die aussagekräftige Bedienungsanleitung zeigt dies leicht erklärt auf). Dadurch läßt sich der Verstärker noch feinfühliger an den Lautsprecher anpassen (die dort vorhandene Ohm-Zahl ist dabei komplett uninteressant, denn der V80SE ist bis hinunter zu zwei Ohm lastsicher). Auch andere KT-Röhren-Typen können somit jederzeit ausprobiert werden. Dafür läßt sich mit dem kleinen Schiebeschalter an der Rückseite des Verstärkers die entsprechende Leistungsklasse korrigieren. Eine

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Technik Notwendigkeit sehe ich allerdings aufgrund der von Octave-Audio sehr akkurat selektierten KT150 nicht. Den Schiebeschalter auf maximale Leistung und fertig, das ist meine Empfehlung. Zur Sicherheit sollte man den auf der linken Seite des Verstärkers befindlichen Ein- und Ausschalter bedienen. Da paßt er übrigens perfekt hin, denn die bei vielen Mitbewerbern immer wieder zu sehenden Netzschalter an der Geräterückseite empfinde ich schlicht als nicht praxisgerecht. Stichwort Rückseite: Hier befinden sich auch beim Octave V80SE die bekannten Anschlüsse, einen CD-XLR-Kontakt finde ich besonders sympathisch und die massiven Lautsprecherklemmen verdienen Ihren Namen im Sinne ihres Begriffes. Exakt zwischen diesen Klammen befindet sich der 6,3 mm Kopfhöreranschluß, welcher für hochohmige Kopfhörer geeignet ist. Ein perfekter Platz für dieses Loch, welches normalerweise frontseitig immer für einen Bruch in der Ansicht sorgt. Der Röhrenvollverstärker besitzt eine intelligente ECO-Schaltung, deren Prinzip ausführlich und vor allem leicht verständlich in der Betriebsanleitung erklärt wird. Ich richte mein Augenmerk aber lieber auf die neben der üblichen Netzanschlußbuchse zu sehende runde Buchse, die eine externe Netzteilunterstützung anbietet. Dazu aber später bei der Klangbeschreibung mehr... Kraft im Werk Äußerliches Erkennungszeichen des V80 SE sind die vier russischen „Tung Sol“-Pentoden (auch unter dem Begriff: Fünfpolröhre bekannt) vom Typ KT150. Deren gläserne Hülle ist eiförmig. Diese ungewohnte Form soll einerseits die Wärmeableitung verbessern und andererseits deutlich weniger Mikrophonieprobleme besitzen als die bekannten geradestehenden Glaswände. Zudem besitzt sie für Röhrenfreunde ungewöhnlich starke bis zu 70 Watt an Leistung. Beim Vollverstärker Octave V80 SE stehen insgesamt 130 Watt an Dauer- und bis zu 150 Watt an Spitzenleistung bereit, um an so ziemlich jedem Lautsprecher dieser Welt hochmusikalisch aufzuspielen. Aufgrund dieser Werte dürfte klar sein, daß er versteckt in einem Rack eher suboptimal plaziert steht, die ordentliche Wärmeentwicklung dieser Power-Röhren gebietet es, ihm allein schon deshalb einen Platz „on-top“ zuzuweisen. Hatte ich schon erwähnt, daß er selbstverständlich über eine Lautstärkefernbedienung aus bestens verarbeiteten Metall verfügt? Ja, klar! Zwei Endstufentreiberröhren vom Typ ECC82 (12AU7) und eine Eingangsröhre für beide Kanäle, letztere in Form einer ECC81 (12AT7), sorgen in der Vorverstärkersektion für die nötigen Spannungen. Weitere technische Daten H ifi - S tars 53

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Technik spare ich mir an dieser Stelle; bevor ich die Herstellerangaben abschreibe, höre ich viel lieber mit diesem herrlich verarbeiteten Teil. Zudem findet der detailsüchtige Leser auf der Internetseite des Herstellers ohnehin alle gesuchten Daten. Vorbereitende Maßnahmen für die Klänge im Raum Das Procedere zur Feststellung der klanglichen Fertigkeiten von High-End-Gerätschaften ist ein inzwischen bewährtes Programm, welches bei mir gerne mit Stimmen beginnt. Warum? Nun, bei Stimmen jedweden Geschlechts ist das menschliche Ohr per se darin geübt, auf die Natürlichkeit der divergenten Tonlagen zu reagieren. Und beginnt der Hörtest mit Stimmproben, so stellt sich ganz schnell heraus, wie differenziert die Anlage derartige Töne wiedergeben kann. Bevor meine Suche nach den entsprechenden Tonträgern wieder einmal im organisiertem Chaos endet, noch ein paar Details zum V80 SE. Er wird grundsätzlich optional mit integriertem MM oder MC-Phonoteil angeboten – im Testfall wies die Proband kein solches auf. Mit Absicht, denn die Philosophie von Octave Audio geht bei diesem Vollverstärker einen eigenen Weg, der sich bei näherer Betrachtung der Thematik selbst erklärt. Falls der inte- ressierte High-Ender ein Fan von außergewöhnlich guten MM-Tonabnehmern ist, wäre die integrierte MMPlatinenlösung ein echter Tip. Es gibt ja einige hervorragende Vertreter dieses Tonabnehmersystemtypus, wie z.B. den Ausnahme-MM-Tonabnehmer Maes- 54 H ifi - S tars

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Technik tro V2 von Clearaudio (siehe HiFi-Stars Nr. 28). Alternativ passen natürlich auch High-Output-MC-Systeme an den MM-Anschluß des integrierbaren Phonoteiles. Sollte man allerdings den MC-Systemen zwingend näher stehen, dann ist das Abstimmen des Tonabnehmers auf die richtigen Ohmschen Werte mit einer Grundeinstellung von 500 Ohm seitens der optionalen internen MC-Phonoplatine – allein aus Platzgründen - erschöpft. Nun, das kann für sehr viele Tonabnehmersysteme ausreichen - aber Octave wäre ja nicht Octave, wenn es nicht auch für diesen Fall eine entsprechende Lösung gäbe. Ebenfalls in dieser Ausgabe befindet sich der Exklusivtest der neuen Octave-Phonovorstufe EQ.2 die den Platz zwischen den integrierten Phonoplatinen und dem sensationell guten externen Phono Module einnimmt (siehe HiFi-Stars Nr. 22). Letztgenanntes Gerät stellt im Grunde einen je nach Bedarf bestückbaren Vorverstärker dar. Im Name des Produktes versteckt sich schon der Hinweis auf sein modulares System, welches wir im Jahre 2014 mit einem Award adelten. Zur Erläuterung: Die HiFi-Stars vergibt jährlich preisklassenunabhängig maximal fünf derartige Auszeichnungen für wirklich herausragende Entwicklungen aus dem High-End-Bereich. Zurück zum Thema: Der neue Octave-Phonoverstärker kommt übrigens in reiner Halbleitertechnik daher, doch dazu mehr im separaten Bericht zum EQ.2 – widmen wir uns wieder dem V 80 SE. Spielpartner Als mitspielende Lautsprecherpartner dienen mir seit einiger Zeit die Ascendo D9. Seit dem Test in Heft 23 (Juni 2014) haben mich die Gedanken an diesen passiven Ausnahmelautsprecher nicht mehr losgelassen und so kam es, wie es kommen mußte und nach über sechs Jahren Hörvergnügen mit den Vorgängern wurde ein Wechsel bei mir fällig. Über eine XLR-Strecke Sommer Cable „Excelsior“ wird das Signal vom digitalen Zulieferer Restek Epos an die XLR-Eingangsbuchsen des V80 SE und von dort über die Lautsprecherverkabelung „HMS Gran Finale Jubilee“ weitergereicht an genannte Lautsprecher. Ein adäquates Netzkabel ist bei Verstärkern dieser Klasse selbstverständlich; mein Preis-/Leistungstip in diesem Verstärker-Fall ist das HMS Energia Suprema. Hörprogramm statisch bis dynamisch Unveränderlich ist meine Herangehensweise im Hörprogramm – es beginnt mit Astrud Gilberto mit „Non Stop To Brazil“ aus der digitalen Auslese. Sofort ist der Hörraum mit sauber differenzierten Klängen gefüllt. Die Big-Band setzt sich nachvollziehbar von der Sängerin ab und selbige steht im stimmlichen Ausdruck herrlich im Kontext der Band. Das klingt hier ausgezeichnet – ich H ifi - S tars 55

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Technik will es genauer wissen und greife zu spanischer Gitarrenmusik: „Granada“, eine Aufnahme aus dem Jahre 2008 mit Andrés Segovia, Göran Söllscher, Narciso Yepes und Pepe Romero. Hier achte ich insbesondere auf die Klänge der Gitarrenkörper und höre ganz hervorragend die resonierenden Hölzer heraus. Der V80SE bietet mir diese Feinheiten in verblüffender Leichtigkeit mit einer begeisternden Detailfülle an. „Og så kom resten av livet“ von Kari Bremnes ist eine außergewöhnlich gute Aufnahme, welche die verschiedensten nordischen Klangwelten ausleuchtet und über diesen Vollverstärker perfekt dargeboten wird. Diese Produktion habe ich gleich zweimal nacheinander gehört, so gut gefiel mir die Wiedergabe – und beim zweiten Durchlauf war die Super Black Box angeschlossen. Octave Audio hat diese Netzunterstützung schon seit einigen Jahren im Programm und bietet dieses Gerät in zwei Versionen an. Wozu so etwas eigentlich dient? Nun, daß sich der Klang im wesentlichen in der Netzaufbe56 H ifi - S tars reitung versteckt, ist allgemein bekannt. Die BlackBoxen greifen in die Kapazität des ursächlichen Netzteiles ein und erweitern sie im Falle der Black Box um den Faktor vier und bei der Super Black Box (SBB) um den Faktor zehn. Der Unterschied ist sofort nach dem Einschalten hörbar. Allerdings sorgen die im Inneren der SBB zum Einsatz kommenden sehr teuren Hochleistungselkos (vom europäischen Hersteller Epcos) für ein kurzes Zucken beim Autor. So kann ein Elko dieser Firma schon einmal ganz schnell bis zu dreißig Euro das Stück kosten. Und in der Summe der verwendeten Teile schlagen sie sich selbstverständlich im Preis wieder, d.h., es ergibt sich der stolze Preis von 2.500 Euro für die SBB. Aber hier spielt High-End auf höchstem Niveau, da gibt es kein Zurück mehr. Wer es selbst einmal erlebt hat, versteht meine Worte. Leider sind die Bauteile gegenüber der Standardserie um genau den Faktor teurer, wie sie wirken, womit sich letztlich der Preis erklärt.

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Technik Eine der besten Live-Aufnahmen wurde von Richard Galliano im März 2009 im Pariser Théâtre du Châtelet eingespielt. Dieses Solo am Akkordeon ist in die Geschichte des modernen Jazz eingegangen. Reduziert auf dieses Instrument verführt der Musiker den Zuhörer in das Reich der freischwingenden Klänge. Diese intime Stimmung dieses Theaters in den Hörraum zu übertragen - das versteht der Octave V80SE außergewöhnlich gut. Apropos Stimmung – „Porz Gwenn“ von Didier Squiban aus dem Jahre 1999 ist eine meiner Lieblings-CDs. Die weit ausklingenden Töne des Steinway-Flügels sorgen immer wieder für gänsehäutige Gefühle und die perfekten Klavierläufe des Pianisten sind jedesmal wieder aufs Neue beeindruckend. Mit einer ungeheuerlichen Souveränität stellt sie mir der V80 SE in den Raum. Fakt ist: Die KT150 besitzt tatsächlich ein erstaunliches Potential an Kraft und Ausdrucksstärke. Andreas Hofmann hat dieses perfekt in der Schaltung dieses Vollverstärkers umgesetzt. Auf den Punkt gebracht Der Octave Audio V80 SE ist zweifelsfrei einer der besten Röhrenvollverstärker in dieser HiFiWelt und besitzt ohne jeden Zweifel Referenzstatus. Die Super Black Box ist ein Muß - und daß Besitzer des Vorgängermodels V80 für einen fairen Aufpreis (fast) auf die SE-Version nachrüsten können, spricht ebenfalls eindeutig für die Professionalität des Herstellers. Was passiert eigentlich elektronisch in dieser „Zauberkiste“? Nun, deren Schaltung enthält eine netzstabilisierende Eigenschaft, tieffrequente Störungen werden unterdrückt und schlußendlich fließt mehr Strom zur Endstufe des Verstärkers und die so wichtige Impulsleistung wird erhöht – Netztuning per excellence! Das alles bewirkt ein – nach dem Einschalten - sofort vernehmbar noch ruhigeres Klangbild als zuvor. Und indem die einzelnen Klangkörper abermals an Kontur gewinnen, sowie die räumliche Abbildung nochmals ein Stück weiter in die Tiefe geht, sitzt der Hörer vor einem komplett anderem Klangbild. Gleichzeitig wirkt die so wichtige Mitteltonwiedergabe (die nimmt das menschliche Ohr am besten wahr) nochmals korrekter als zuvor. Exakt dieses Klangverhalten kann ich bei oben geschilderter Musik wahrnehmen und bin schließlich in dessen souveränen Wiedergabe völlig gefangen. Kurzum: Die Super Black Box ist demnach ein Muß - und ich werde bei Octave Audio wohl mal nachfragen, was derartiges für meine HP 500 kostet... Information Octave Vollverstärker V80 SE ab 9.250,- Euro Octave integriertes Phono-Teil 590,- Euro Zusätzliche Erweiterungen: Black Box 900,- Euro Super Black Box 2.500,- Euro Hersteller und Information Octave Audio Industriestraße 13 D-76307 Karlsbad Tel. +49 (0) 72 48 / 32 78 Fax +49 (0) 72 48 / 32 79 hofmann@octave.de www.octave.de Alexander Aschenbrunner H ifi - S tars 57

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