Magazin-Heimatherz Ausgabe Winter 2015/16

 

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Magazin, Heimat, Südwestfalen, Sauerland

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HEIMATHERZ HEIMATHERZ wissen · erleben · wohlfühlen Sauerland · Südwestfalen Ausgabe Winter 2015/16 3,80 € Anregungen, Impulse und Gedanken zum Nachdenken

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? G N U N N E K R E H Ü R F S B E BRUSTKR ! N E H E S G E W T T A T S H IN F Ü H L E N PARTNER: Frauke Ludowig, Moderatorin fotografiert von Margaretha Olschewski, www.margo-photo.com 2

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Heimat vielen Angst macht, Angst um ihre Heimat. mal so und mal so Ich glaube, noch wie war das Thema Heimat so aktuell und gleichzeitig so brisant wie heute. Mehr und mehr rückte das Bewusstsein für Heimat - für die eigene Heimat - in den täglichen Alltag. Vermehrt greifen Medien das Thema Heimat auf und etliche Gruppierungen von Lokalpartiotismus kreuzen ständig unseren Weg. Und gerade jetzt, wo uns Heimat wieder so wichtig geworden ist, tauchen Flüchtlinge auf und das anscheinend in einer gefühlt unüberschaubaren Menge. So viele, dass es wiederum Und dann höre ich im Auto einen Radiospot zum Thema Heimat, der mich nachdenklich macht, der mich berührt und mir eine Gänsehaut macht. Die Stimme aus dem Radio sagt, für die einen klingt Heimat so und ich höre Vogelgezwitscher, Wasserrauschen, Kinderstimmen, lachen und auch eine Fahrradklingel. Ich sitze im Auto mit einem Lächeln im Gesicht. Doch dann fährt die Stimme aus dem Radio fort und sagt, für die anderen klingt Heimat so und ich höre Flugzeuge, Bomben, Schüsse, Schreie und wie geweint wird……….. Mein Lächeln im Gesicht ist der Gänsehaut und den Tränen in den Augen gewichen Ich wünschte, der Radiospot würde ständig weiter laufen und Herzen öffnen. Ihre Heimatherz Redaktion HEIMATHERZ 3

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Inhalt 3 6 Winter-Impressionen Editorial 12 Eine Skischanze ohne Schnee 16 Engagement in der Heimat Altena „Eine Meeresbiologin als Grüne Fee“, ab Seite 16 „Im Gespräch mit einem Zuagreistn“, ab Seite 24 24 Heimatgefühle in Reeswinkel 28 Dampfmaschinen aus Lüdenscheid 35 Natur erleben, begreifen und lernen 40 Südwestfalen, die Nummer 1 44 Weltmarktführer in Südwestfalen „Besuch der Medardus-Schanze in Meinerzhagen“ ab Seite 12 „Zu Besuch im Wildwald Vosswinkel“, ab Seite 35 48 Barrierefreie Gastronomie in Iserlohn Robert Betz schreibt über Beziehungen und Liebe, ab Seite 84 „Marie Ting über die Region“, ab Seite 40 4

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50 Recycling skurril 56 Mit Bus und Bahn zum Winterwandern 60 Miniatur-Häuser „Iserlohner Autorin stellt sich vor“, ab Seite 72 „Ein Blick in die Firma Wilesco“, ab Seite 28 66 Feines zum Nachkochen 72 Sabine Hinterberger 74 Mia und Herr Klauber 78 Abo-Informationen 80 Lass los „Zauberhafte Handarbeit aus dem Sauerland“, ab Seite 60 „Ein ungewöhnliches Hobby“, ab Seite 50 84 Wahre Liebe 90 Erinnerungen 94 Impressum „Interview mit Dr. Ilona Lange“, ab Seite 44 „Gaumenschmaus aus der Burg Schnellenberg“, ab Seite 66 HEIMATHERZ 5

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Fotos: Simone Rein 6

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Fotos: Simone Rein 8

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Fotos: Simone Rein 10

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Meinhardusschanze Meinerzhagen 12

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Skispringen im Märkischen Kreis, sowas geht hier ohne Schnee. Zum Beispiel in Meinerzhagen von der Meinhardusschanze des Ski-Klub Meinerzhagen e.V. Anders als in den üblich schneereichen Skigebieten wird in Meinerzhagen auf grünem Untergrund, den Matten gefahren. Wir durften einen Tag lang den Skisprungwettkampf im Rahmen der 33. Nordwestdeutschen Mattenschanzentour mit 80 Teilnehmern aus verschiedenen Landesskiverbänden begleiten. Angereist waren Teilnehmer aus Sachsen, Sachsen Anhalt, Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Am Vormittag konnten die Teilnehmer sich erst einmal einspringen, bevor es am Nachmittag ernst wurde. Zuvor waren die Skispringer damit beschäftigt ihre „Bretter“ vorzubereiten. Das durch mit dem Bügeleisen aufgetragene Wachs begünstigt das Tempo. Für den grünen Untergrund muss natürlich etwas mehr eingewachst werden als für den Schnee, wie uns ein Teilnehmer verriet. Die jüngsten Skispringer werden von ihren erwachsenen Begleitern mit Trockenübungen vorbereitet, damit der Sprung später perfekt gelingt. Zwischendurch kann sich noch jeder mit Verpflegung stärken, denn Skispringen kostet Kraft. HEIMATHERZ 13

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Bei diesen Wettkämpfen machen die jüngsten Teilnehmer den Anfang mit zwei Durchläufen auf der für sie altersgerechten Schanze. Jugendwart und Skisprungtrainer Marius Kappes koordiniert die Sprünge, steht mit Rat und Tat zur Seite und hilft, wenn es mal irgendwo klemmt. Den Schluss bilden die Erwachsenen auf der großen Schanze. Zuvor jedoch kommen Vorspringer zum Einsatz, die die Schanze einfahren. Für den Fall eines missglückten Sprunges steht ein Rettungsteam zur Verfügung. Es gibt drei unterschiedliche Schanzen. Die Kindersprungschanze, die kleine Mattenschanze und die größte, die Meinhardusschanze. Angefangen hat alles im Jahr 1912, als der erste Sprunghügel im Schlammsack, ein steiler Geländehang am Ortsrand, errichtet wurde. Im Jahr 1925 entstand eine neue Schanze, die bis in die 30 Jahre hinein Stück für Stück vergrößert wurde. Sie zog Tausende Skispringer an, die mit Sonderzügen zu den Wettkämpfen anreisten. In den Jahren 1931/32 erfolgte der Bau einer Jungendschanze, auf der man Sprungweiten von ca. 36 m erreichen konnte. Im Jahr 1946 wurden beide Schanzen wieder hergerichtet. Bis Mitte der 50er Jahre entwickelte sich Meinerzhagen zu einem aufstrebenden 14

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Skisprungort im westdeutschen Raum. 1957 konnte der Skiclub eine größere Schanze realisieren. Die Einweihung der neuen Meinhardusschanze samt ihrem 35 m hohen Holzanlaufturm konnte aber erst ein Jahr später aufgrund mangelnden Schnees erfolgen. Die kleine Mattenschanze wurde bis zum Herbst im Jahr 1962 errichtet und die komplette Deutsche Springernationalmannschaft nahm am Eröffnungsspringen teil. Zwei Jahre später wurde die große Schanze als die größte Mattenschanze der Bundesrepublik Deutschland eingeweiht. Bis 1976 fanden jährliche internationale Mattensprungläufe statt. Danach erfolgte die Sperrung aufgrund neuer FIS-Schanzennormen. Ein Abriss und der komplette Neubau standen auf dem Plan. Der Neubau präsentierte sich im Jahr 1982 mit einem neuen Profil, Stahlanlaufturm und Matten. Seitdem nutzen nicht nur der Skiclub die Schanze, sondern auch der WSV und der DSV. Und auch die niederländische Nationalmannschaft ist zu Besuch. Im Jahr 2002 bekam die große Schanze neue Matten. Zu den Höhepunkten gehören Internationale Damen-Skispringen. 2007 erfolgte der Abriss der mittleren Schanze mit Holzanlauf und sie wurde durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. 2012/13 gab es nochmal eine Modernisierung der mittleren und kleinen Schanze. Die Schanzen haben Anlaufspuren aus Edelstahl und Kunststoffmatten. Mittlerweile hat das Schanzenspringen in Meinerzhagen eine über 100-jährige Tradition. Wir danken dem Ski-Klub Meinerzhagen e.V. und Marius Kappes für den erlebnisreichen Tag. www.skiklub-meinerzhagen.de Marius Ka ppes Text u. Fotos: Simone Rein HEIMATHERZ 15

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