Der European Energy Award® im Landkreis Görlitz 2012-2014

 

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Der European Energy Award® im Landkreis Görlitz 2012-2014

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Der European Energy Award im Landkreis Görlitz Dokumentation 2012–2014 1

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Impressum Herausgeber Landkreis Görlitz, Landratsamt Amt für Kreisentwicklung Bahnhofstraße 24 02826 Görlitz Telefon: +49 3581 6630 E-Mail: kreisentwicklung@kreis-gr.de Internet: www.kreis-goerlitz.de www.energiekreisnr1.de Bilder beteiligte Partner, DOCwinkler Redaktion Holger Freymann Amtsleiter Amt für Kreisentwicklung (verantwortlich) Christoph Biele Servicestelle Energie / Landkreis Görlitz (ENO mbh) Sandra Winkler Schul- und Sportamt / Amt für Kreisentwicklung Diese Veröffentlichung ist eine Zusammenstellung einzelner Unterlagen und Dokumente aus dem bisherigen eea-Prozess. Teile davon besitzen deshalb eigene redaktionelle Grundlagen, Gliederungen, Verweise und Quellbezüge. Stand August 2015 Herstellung Gestaltung und Satz: Ariane Archner, Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH Servicestelle Informationstechnologie Druck: www.online-druck.biz Auflage: 300 Stück Copyright Diese Veröffentlichung ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch die des Nachdruckes von Auszügen und der fotomechanischen Wiedergabe, sind dem Herausgeber vorbehalten. 4

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Inhaltsverzeichnis Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1. 2. 2.1 2.1.1 2.1.2 2.1.3 2.1.4 2.1.5 2.2 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 3. 4. 5. 6. Der European Energy Award® im Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 9 Der European Energy Award® im Landkreis Görlitz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Grundlage und Umsetzungsschritte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Organisation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Energieteam des Landkreises Görlitz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arbeitsablauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wichtige Meilensteine seit dem Programmeinstieg 2008 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Energiepolitisches Arbeitsprogramm bis 2017. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 12 13 14 15 Ergebnisse und Bewertung des eea-Prozesses im Landkreis Görlitz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Energie- und klimapolitischer Status . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ergebnisse der einzelnen Maßnahmenbereiche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wissenschaftliches Begleitmaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sachstandsbericht Energie Landkreis Görlitz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 20 23 24 Partner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Ansprechpartner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 5

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Abkürzungsverzeichnis AG AHT AKE AL BHKW BMWi EAN eea EEG EEQ EEWärmeG EnEV ENO mbh EW LfULG LvO NGO ÖPNV REKK RPV SB SVA TGG THG WGG Arbeitsgemeinschaft Amt für Hoch- und Tiefbau Amt für Kreisentwicklung Amtsleiter Blockheizkraftwerk Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Energie Agentur Neiße European Energy Award® Erneuerbare-Energien-Gesetz Energieeffizienzquartier Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz Energieeinsparverordnung Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH Einwohner Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Bundesprogramm „Lernen vor Ort“ non-governmental organisation Öffentlicher Personennahverkehr Regionales Energie- und Klimaschutzkonzept Regionaler Planungsverband Sachbearbeiter Straßenverkehrsamt Touristische Gebietsgemeinschaft Treibhausgas Wohnungsgenossenschaft Großschönau eG 6

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Vorwort Seit der Landkreis Görlitz 2008 in den Prozess des European Energy Award® einstieg, hat sich der eea zum zentralen Energie- und Klimaschutzinstrument in unserem Landkreis entwickelt. Das ist umso erfreulicher, da wir uns mit dem eea energiepolitisch richtig positioniert haben. Denn Energiesparen bedeutet Kostenvorteile für unsere Verwaltung, Wettbewerbsvorteile im Standortmarketing allgemein sowie die Erfüllung der kommunalen Vorbildfunktion im Bereich der erneuerbaren Energie und der Energieeffizienz. Die Themen Energie und Klimawandel sind heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen. So mussten wir beispielsweise schmerzlich die Auswirkungen der Zunahme von „Starkwetterereignissen“ besonders hier in der Region in den letzten Jahren erfahren. Auch wenn der Klimawandel in seiner Gänze wahrscheinlich nicht aufzuhalten ist, so ist es doch gerade aus den Erfahrungen der letzten Zeit unsere Pflicht, einen Beitrag zur Verringerung dieser Klimaeffekte zu leisten. Unter dem Leitmotiv „Energiekreis Nr. 1“ arbeiten wir bereits jetzt an einer nachhaltigen Klimastrategie. Die Erschließung von Energieeinsparpotenzialen bei gleichzeitiger rationeller Energieanwendung bedeutet die Schonung der natürlichen Ressourcen und leistet einen konkreten Beitrag in unserem kommunalen Haushalt. Mit der Zertifizierung 2010 waren wir der erste Landkreis Ostdeutschlands, der mit dem eea ausgezeichnet worden ist. Mit der nun erfolgten ersten Re-Zertifizierung eines ostdeutschen Landkreises können wir weiterhin praktisch und nachhaltig ein Alleinstellungsmerkmal vorweisen. Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich für die Arbeit des Energieteams bedanken. Das Handeln des eea-Teams wird von allen Dezernaten und Ämtern der Verwaltung getragen. Es ist uns gelungen, eine starke Arbeitsgruppe zu etablieren, die unser Vertrauen genießt und zum Teil bereits über langjährige Erfahrungen verfügt. Der eea ist fest im Alltag und im Handeln der Verwaltung des Landkreises etabliert. Ohne die hier geleistete Arbeit hätten wir diese beeindruckenden Ergebnisse nicht erreicht. Danken möchte ich auch unseren vielen Partnern im Landkreis, besonders unserer Entwicklungsgesellschaft und der Hochschule, die überaus aktiv und fruchtbringend am Prozess mitwirkten. Bernd Lange Landrat 7

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1. Der European Energy Award® im Überblick Der eea steht als Markenzeichen für eine Kommune (Landkreis, Stadt oder Gemeinde), die – in Abhängigkeit ihrer Möglichkeiten – überdurchschnittliche Anstrengungen in der kommunalen Energie- und Klimaschutzpolitik unternimmt. Mit dem eea verbunden, sind die Implementierung eines strukturierten und moderierten Prozesses mit einer definierten Trägerschaft, Vorschriften zur Erteilung, Kontrolle und Entzug des Awards sowie einem Audit-Tool zur Bewertung der Leistungen. Damit werden Maßnahmen erarbeitet, initiiert und umgesetzt, die dazu beitragen, dass weniger Energie benötigt wird, erneuerbare Energieträger vermehrt genutzt und nicht erneuerbare Ressourcen effizient eingesetzt werden. Dies ist energiepolitisch sinnvoll und spart langfristig Kosten, die für andere Aktivitäten eingesetzt werden können. Diese Maßnahmen stärken aktiv die regionale Wirtschaft. Eine Kommune, die mit dem eea ausgezeichnet wird, erfüllt unter der Voraussetzung, dass sämtliche gesetzlichen Auflagen eingehalten werden, die Anforderungen der ISO 14000 im energierelevanten Bereich. Mit dem eea werden diese Absichtserklärungen in eine nachhaltige Energiepolitik überführt. Angelehnt an Qualitätsmanagementsysteme aus der Wirtschaft, wie zum Beispiel Total Quality Management TQM, ist der eea ein prozessorientiertes Verfahren, in welchem Schritt für Schritt die Verwaltungsprozesse und die Partizipation der Bevölkerung (Kundenorientierung) weiter verbessert werden. Aufgrund der klaren Zielsetzungen, der detaillierten Erhebung von Leistungsindikatoren und deren Quantifizierung sowie einem strukturierten Controlling- und Berichtswesen fügt sich der eea optimal in eine moderne Verwaltungsführung ein. Der Landkreis Görlitz beteiligt sich am eea, weil …  der Landkreis ein traditioneller Energiestandort ist, von daher ist das Thema Energie in der Region ein Prägendes. …  er dem Landkreis hilft, die Energiearbeit in der Verwaltung effizienter zu gestalten und aktiv für das Thema Energie und Umwelt bei den Bürgern zu werben. …  er dem Landkreis hilft, die Bewirtschaftung der landkreiseigenen Liegenschaften effizienter zu gestalten. … der Landkreis dazu in die Lage versetzt wird, alle energierelevanten Daten systematisch zu erfassen. …  er zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Partnern geführt hat, ohne die die erfolgreiche Arbeit im Landkreis Görlitz kaum möglich wäre. So unter anderem die Servicestelle Energie, die Hochschule Zittau/Görlitz, die Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH, die Werkstatt Energiebildung oder die Verbraucherzentrale Sachsen. …  er zu einer nachhaltigen Sicherung der Servicestelle Energie/Landkreis Görlitz geführt hat. Das ist ein wichtiger Erfolg für den Landkreis, weil es hier erstmals einen zentralen Ansprechpartner für Energiefragen gibt und alle Fäden der Energiearbeit zusammenlaufen. …  er die Zusammenarbeit zwischen Servicestelle Energie/Landkreis Görlitz, den Kommunen und dem Landkreis vertieft hat, im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe. … er gemeinsame Energieprojekte mit der Hochschule schneller vorankommen lässt. … er als Teil der Wirtschaftsförderung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung regionaler Wirtschaftskreisläufe leistet. Der eea ist ein Erfolgsmodell für den Landkreis, weil er die vielen Stärken der Region aufzeigt, aufgreift und diese jeden Tag verbessert. 9

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2. Der European Energy Award® im Landkreis Görlitz In diesem Abschnitt wird die konkrete Ausgestaltung des eea-Prozesses im Landkreis Görlitz vorgestellt. Des Weiteren wird auf die Inhalte der strategischen Dokumente, wie zum Beispiel das Energie- und Klimaschutzkonzept, verwiesen. Sollten Sie an weiteren Informationen interessiert sein, wenden Sie sich bitte an die Servicestelle Energie/Landkreis Görlitz oder alternativ an das Amt für Kreisentwicklung. Die Kontaktinformationen finden Sie am Ende dieser Broschüre. 2.1 Grundlage und Umsetzungsschritte Im Prozess des eea gibt es sechs feststehende Maßnahmenbereiche: Bereich 1: Entwicklungsplanung, Raumordnung Bereich 2: Kommunale Gebäude und Anlagen Bereich 3: Versorgung, Entsorgung Bereich 4: Mobilität Bereich 5: Interne Organisation Bereich 6: Kommunikation, Kooperation In allen Maßnahmenbereichen müssen Aufgaben erbracht werden, die zur Erreichung des eea notwendig sind. 10

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2.1.1 Organisation Maßnahmenbereich 1: Entwicklungsplanung, Raumordnung Der Bereich Entwicklungsplanung und Raumordnung umfasst alle Maßnahmen, die eine Kommune in ihrem ureigenen Zuständigkeitsbereich, der kommunalen Entwicklungsplanung, ergreifen kann, um die entscheidenden Weichen für eine bessere Energieeffizienz zu stellen und damit den Klimaschutz zu forcieren. Die Maßnahmen reichen von einem energie- und klimapolitischen Leitbild mit Absenkpfad über eine Festlegung im Bereich der Energie-, Regional- und Landschaftsplanung bis hin zur Energieberatung von Bauinteressenten. Maßnahmenbereich 2: Kommunale Gebäude und Anlagen In diesem Bereich können die Landkreise direkte Einspareffekte für den kommunalen Haushalt durch die wirtschaftliche Reduzierung von Betriebskosten ihres eigenen Gebäudebestandes erzielen. Die Maßnahmen reichen von der Bestandsaufnahme über das Energiecontrolling und -management bis hin zu Hausmeisterschulungen. Maßnahmenbereich 3: Versorgung, Entsorgung Der Bereich Ver- und Entsorgung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Abfallentsorgung und -verwertung. Die Maßnahmen reichen von Kampagnen zur Reduzierung der Abfallmengen, der Gewinnung von Ersatzbrennstoffen aus Abfall und der energetischen Weiterverwertung bis hin zur Behandlung und energetischen Verwertung des Bioabfalls. Maßnahmenbereich 4: Mobilität In diesem Bereich werden kommunale Rahmenbedingungen und Angebote vorgestellt, welche Bürger ermutigen, verstärkt auf energiesparende und schadstoffarme oder -freie Verkehrsträger umzusteigen. Das heißt es geht um Maßnahmen, die zur verstärkten Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, des Fahrrads und von Fußwegen führen. Die Maßnahmen reichen von Informationskampagnen und -veranstaltungen, der Verbesserung des Radwegenetzes und des ÖPNV-Angebotes sowie der Planung von Schnittstellen zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern bis hin zum Mobilitätsverhalten der öffentlichen Verwaltung einschließlich des kreiseigenen Fuhrparks. Maßnahmenbereich 5: Interne Organisation Der Landkreis kann im Bereich seiner internen Organisation und Abläufe dafür sorgen, dass das Energiethema gemäß dem energie- und klimapolitischen Leitbild von allen Akteuren gemeinsam verantwortet und vorangebracht wird. Hierzu gehört die Bereitstellung personeller Ressourcen, die Umsetzung eines Aktivitätenprogramms, Weiterbildungsmaßnahmen, das Beschaffungswesen aber auch die Entwicklung und Anwendung innovativer Finanzierungsinstrumente zur Umsetzung von Maßnahmen. Maßnahmenbereich 6: Kommunikation, Kooperation Dieser Maßnahmenbereich fasst im Wesentlichen Aktivitäten zusammen, die auf das Verbrauchsverhalten Dritter abzielen, zum Beispiel von privaten Haushalten, Schulen, Gewerbetreibenden, Wohnungsbaugesellschaften u. a. . Hierzu gehören Informationsaktivitäten – angefangen bei Pressearbeit, Broschüren, Veranstaltungen bis hin zur Etablierung von Energietischen mit energie- und klimapolitisch relevanten und interessierten Akteuren. Dazu zählen auch Projekte in Berufsschulen, die Einrichtung von Informations- und Beratungsstellen, die Durchführung von Wettbewerben und das Auflegen kommunaler Förderprogramme. Auch zählen zu diesem Bereich alle Aktivitäten, die die Kommunen über ihre Landkreisgrenze hinweg im Sinne eines interkommunalen Erfahrungsaustausches in gemeinsamen Projekten mit anderen Kommunen umsetzten. 11

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2.1.2 Das Energieteam des Landkreises Görlitz intern Energieteamleiter Holger Freymann Holger Freymann Bernd Hartwig Dieter Peschel Michael Zymek Silvia Richter Eckhard Seib Elisa Peuker Gabriele Nowke Ralf Fabian Denise Kieschnick Roland Michler AL Amt für Kreisentwicklung AL Amt für Kreisentwicklung SB Amt für Kreisentwicklung AL Amt für Hoch- und Tiefbau SB Amt für Hoch- und Tiefbau SB Hauptamt SB Schul- und Sportamt SB Umweltamt SB Straßenverkehrsamt SB Personalamt Büro Landrat eea-Berater Servicestelle Energie/ Landkreis Görlitz Bereich 1 Bereich 2 Bereich 3 Bereich 4 Bereich 5 Bereich 6 extern Christoph Biele Abb. 1: Das eea-Team des Landkreises Görlitz nach der Preisverleihung in Dresden. 12

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2.1.3 Arbeitsablauf Politischer Beschluss Gründung des Energieteams Durchführung der Ist-Analyse Erstellung des Arbeitsprogramms Zertifizierung und Auszeichnung Umsetzung der Projekte Abb. 2: eea-Managementzyklus Grundlage des eea ist das Verfahren, das sich an dem in der Wirtschaft üblichen Managementzyklus „Analysieren - Planen - Durchführen - Prüfen - Anpassen“ orientiert, ergänzt durch die Schritte der „Zertifizierung“ und „Auszeichnung“. Analysieren Mithilfe des umfassenden Maßnahmen-Katalogs werden die bisher im Landkreis realisierten Energie- und Klimaschutzprojekte recherchiert und die Ist-Situation erfasst sowie bewertet. Das Ergebnis der Analyse ist ein Stärken-Schwächen-Profil des Landkreises. Planen Anhand der Ist-Analyse können noch nicht ausgeschöpfte Potenziale des nachhaltigen Klimaschutzes des Landkreises identifiziert und Prioritäten definiert werden. Es wird das „Energiepolitische Arbeitsprogramm“ mit einem verbindlichen Maßnahmenplan für das kommende Jahr erarbeitet und festgelegt. Durchführen Die im „Energiepolitischen Arbeitsprogramm“ festgelegten Maßnahmen werden umgesetzt. Prüfen Nach der Umsetzungsphase werden die realisierten Maßnahmen erfasst und bewertet. Durch das Energieteam erfolgt die Überprüfung, ob das Geplante auch realisiert und die gesetzten Ziele erreicht wurden (internes Audit). Anpassen Die Ist-Analyse wird an das Ergebnis der Prüfung angepasst bzw. aktualisiert. Der Zyklus startet erneut. Zertifizierung Im Rahmen des eea wird unterschieden zwischen der Überprüfung des Erreichten durch das Energieteam (internes Audit) und der Überprüfung durch einen externen Experten, der Zertifizierung durch den externen eea-Auditor. Auszeichnung Kann der Landkreis nach der Bewertung besonders erfolgreiche Leistungen nachweisen und wird das Ergebnis durch den Auditor bestätigt, so wird der Landkreis mit dem eea ausgezeichnet. 13

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2.1.4 Wichtige Meilensteine seit dem Programmeinstieg 2008 10.10.2006 Politischer Beschluss zur Teilnahme am eea im Kreisausschuss 06.11.2008 Kick-Off-Treffen 07.10.2009 Beschluss „Energiepolitisches Arbeitsprogramm (2008-2010)“ 15.09.2010 Erstes externes Zertifizierungsaudit 01.11.2010 Auszeichnung mit eea als erster Landkreis Ostdeutschlands 06.10.2011 Erstes internes Re-Audit 11.10.2012 Zweites internes Re-Audit 04.04.2013 Beschluss „Energiepolitisches Arbeitsprogramm (2012-2017)“ 04.09.2013 Zweites externes Zertifizierungsaudit (Re-Audit) 04.11.2013 Auszeichnung 14

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