Afrikatage Programm 2015

 

Embed or link this publication

Description

Programmheft der Afrikatage 2015

Popular Pages


p. 1

5.6. Shosholoza - Tanzshow aus Südafrika mit den Corroboration Gumboot Dancers Afrikatage www.afrikatage.de Heidelberg - Mannheim 5.6.-5.7.2015

[close]

p. 2

22.Afrikatage Heidelberg-Mannheim Vorwort dfd Herzlich Willkommen zu den 22. Afrikatagen Heidelberg-Mannheim! Mit Besuch aus dem Township Ratanda/Heidelberg in Südafrika starten wir in diesem Jahr die Afrikatage im Karlstorbahnhof in Heidelberg. Neun junge Leute, die in Gummistiefeln den Gumboot-Dance der Minenarbeiter präsentieren, zeigen kreativ und voller Power, dass Afrika nicht nur ein Synonym für Armut, Gewalt und Krieg ist, sondern ein Kontinent voller Talente und Kreativität. Sie werden die diesjährigen Afrikatage mit einer beeindruckenden Show und eindrucksvollen Songs eröffnen. Musikalisch verstärkt wird der Abend durch den Chor Imbongi. Weitere kulturelle Höhepunkte werden die Afrikamärkte in Mannheim und Heidelberg mit ihrem Bühnenprogramm bieten. Unser inhaltliches Programm bietet auch in diesem Jahr informative Vorträge, Diskussion und Ausstellungen zu aktuellen Themen. Unser diesjähriges Schwerpunktthema Flucht & Migration treibt uns schon seit Jahren um, doch leider setzt die EU Bemühungen um eine dringend notwendige Seenotrettung nicht oder nur halbherzig um: Das Mittelmeer ist nach Aussagen des Hohen Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen die tödlichste Grenze weltweit. Erst vor wenigen Wochen hat ein Schiffsunglück mit bis zu 700 Toten kurzzeitig wieder die mediale Aufmerksamkeit auf die Wassergrenze zwischen dem afrikanischen Kontinent und Europa gelenkt. Allein im Jahr 2014 starben offiziell über 3400 Menschen, die Dunkelziffer ist weit höher. Derweil ist unter Führung der EU-Agentur „Frontex“ eine ganze Armee aus Militär, Polizei und Grenzschutz mit modernstem Kriegsgerät damit beschäftigt, Menschen am Grenzübertritt zu hindern. Die Szenische Lesung „Ein Morgen vor Lampedusa“ im TIG 7 in Mannheim lässt die Betroffenen selbst zu Wort kommen und zeigt die unterschiedlichen Perspektiven und die dramatische Situation an den Grenzen Europas auf. Ein Vortrag in Heidelberg setzt sich kritisch mit der aktuellen Situation auseinander und das Projekt „Sprachen, die verbinden“ aus Mannheim stellt dar, wie erfolgreiche Projekte mit Geflüchteten gestaltet werden können. Hochaktuell ist auch unser Podium zu Burundi. Im Vorfeld der Wahlen kam es zu Unruhen und nun wohl auch zu einem Putsch. Die aktuelle Situation und mögliche Perspektiven möchten wir gemeinsam mit Ihnen und unseren Expert/innen beleuchten. Wir freuen uns auf vier abwechslungsreiche Wochen mit Information, Diskussion, Kultur und einem neuen Blick auf einen Kontinent in Bewegung. Begeben Sie Sich auf den nächsten Seiten mit uns auf Entdeckungsreise durch das diesjährige Programm der Afrikatage! 2

[close]

p. 3

Grusswort dfd Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Besucherinnen und Besucher der Afrikatage, in diesem Sommer laden die Afrikatage Mannheim-Heidelberg vom 6. Juni bis zum 5. Juli bereits zum 22. Mal die Bürgerinnen und Bürger der Metropolregion RheinNeckar dazu ein, die vielen Facetten des afrikanischen Kontinents kennenzulernen. Wir freuen uns, Sie wieder zu dieser vielfältigen Veranstaltungsreihe in unseren beiden Städten einladen zu dürfen. Das Programm ist wie gewohnt abwechslungsreich und anspruchsvoll. Besucherinnen und Besucher können sich auf Vorträge, Workshops, Konzerte und Feste freuen, welche die Vielfalt des afrikanischen Kontinents aufzeigen. Im Zentrum der Afrikatage stehen kulturelle, soziale und politische Themen. So setzt sich das diesjährige Programm u.a. mit Vorträgen oder der Lesung „Ein Morgen in Lampedusa“ mit dem Thema Flucht und Migration auseinander. Die Ausstellung „Sichtwechsel – Stadtbilder aus Afrika“ im Mannheimer Hauptbahnhof lädt dazu ein, den afrikanischen Kontinent aus einer neuen, ungewohnten Perspektive zu betrachten und bricht mit Klischees. Der Vortrag zum Thema Ebola in Heidelberg wirft einen Blick hinter die Schlagzeilen der vergangenen Monate. Highlights sind wie in den vergangenen Jahren wieder die Afrikamärkte am 20.06. auf dem Alten Messplatz in Mannheim und am ersten Juliwochenende in der Heidelberger Altstadt mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm, zahlreichen Ständen und vielen Informationen. Für ihren herausragenden Einsatz bei der Vorbereitung und Organisation der Afrikatage möchten wir uns beim Eine-Welt-Zentrum Heidelberg e.V. und dem EINE-WELT-FORUM Mannheim e.V. sowie ihren Kooperationspartnern ganz herzlich bedanken. Wir wünschen allen Besucherinnen und Besuchern interessante Veranstaltungen, spannende Begegnungen und vielfältige Impulse. Dr. Peter Kurz Oberbürgermeister Stadt Mannheim Dr. Eckart Würzner Oberbürgermeister Stadt Heidelberg 3 Adressen Workshops Ausstellungen Kino / Film Afrikamärkte Vorträge/Workshops Konzerte/Partys Übersicht

[close]

p. 4

22. Afrikatage Heidelberg-Mannheim Programmübersicht Fr 05.06. | 20:30 h Gumboot Dancers HD, Karlstorbahnhof MA, TIG 7 Eröffnungskonzert Fr 05.06. | 20.00 h Ein Morgen in Lampedusa Szenische Lesung mit Musik Fr 05.06. | 19:00 h Perspektiven der pol. Partizipation HD, Karlstorbahnhof Vortrag & Diskussion dfd Mo 08.06. | 19:30 h Länderpartnerschaft mit Burundi MA, Stadthaus (N1) Podiumsdiskussion Do 11.06. | 19:30 h Erfolgr. Entwicklungsprojekte gestalten MA, Jugendkulturzentrum FORUM Café HD, Tiergartenstr. Fussballtunier Konzert Vortrag Sa 13.06. | 11:00 h Internationer-Fussball-Cup Sa 13.06. | 21:00 h Abdou Day HD, Karlstorbahnhof Ladenburg So 14.06. | Afrikatag Mi 18.06. | 20:00 h Wer hilft wem? HD, Karlstorbahnhof Vortrag Vortrag Do 18.06. | 19:00 h Soziale Kämpfe in Afrika MA, Haus der Jugend HD, Galerie Arabeske MA, Alter Messplatz MA, Alter Messplatz Fr 19.06. | 20:00h „Kannibalen“ von Mahi Binebine DIWAN, Buchvorstellung Mannheim Konzert Sa 20.06. | 11:00 h Afrikamarkt Mannheim Sa 20.06. | 19:30 h Kaira Tiló Sa 20.06. | 16:00 h Erica De Bary - Eine Biographie Dossenheim, TIMBUKTU Lesung HD, Karlstorkino Film So 21.06. | 17:00 h Timbuktu Mo 22.06. | 20:00 h Der Maji-Maji-Krieg HD, Karlstorbahnhof Vortrag Mo 22.06. | 18:00 h Ausstellung Sichtwechsel MA, Hauptbahnhof HD, Karsltorbahnhof Vernissage Vortrag Vortrag Film Film Di 23.06. | 19:30 h Europäische Grenzpolitik Mi 24.06. | 19:30 h Die Krise in Mali MA, Haus der Jugend HD, Cinema Quadrat HD, Cinema Quadrat HD, WeltHaus Do 25.06. | 19:30 h Timbuktu Fr 26.06. | 19:30 h Timbuktu Sa 27./28.6. | 10:00 h Afrikanisches Trommeln Workshop So 28.06. | 13:00 h „Sprachen, die verbinden“ MA, Kulturhaus Käfertal,Performance und Fest So 28.06. | 10:30 h Afro-Tanz HD, Tarab Bergheim HD, Kaiserstraße Workshop Workshop Mo 29.06. | 18:00 h Trommelworkshop 4

[close]

p. 5

Programmübersicht Übersicht Adressen 5 HD, Cinema Quadrat HD, Cinema Quadrat Di 30.06. | 19:30 h Timbuktu Film Film Mi 01.07. | 19:30 h Timbuktu Do 02.07. | 19:00 h Europäische Afrikabilder dfd HD, Jugendkulturzentrum Forum Vortrag Sa 04.07. | 11-23 h Afrikamarkt HD, Universitäts-/Karlsplatz HD, Universitätsplatz HD, Karlstorbahnhof Sa 04.07. | 20:00 h Takeifa Open Air Konzert Party Sa 04.07. | 22:00 h Koulgraoul mit DJ Xogn So 05.07. | 10-19 h Afrikamarkt HD, Universitäts-/Karlsplatz HD, Kapellengemeinde HD, Cinema Quadrat HD, Kaiserstraße So 05.07. | 10:00 h Intern. Gottesdienst mit Manita Di 07.07. | 19:30 h Atomic Africa Film Workshop Ausstellung 22.06. – 06.07. | Sichtwechsel – Stadtbilder aus Afrika MA, Hauptbahnhof Mannheim Ausstellung HD MA LA Legende Gefördert durch: Workshops Ausstellungen Kino / Film = Heidelberg = Mannheim = Ladenburg Afrikamärkte Mi 08.06. | 18:00 h Trommelworkshop Vorträge/Workshops Konzerte/Partys

[close]

p. 6

Eröffnungskonzert Heidelberg | Karlstorbahnhof Fr 5.6. | 20.30 h | Konzert dfd Shosholoza Tanzshow aus Südafrika mit den Corroboration Gumboot Dancers präsentiert von Imbongi - Voices for Africa Sie kommen aus dem Township Ratanda/Heidelberg in Südafrika. Das Tanzen ist ihr Weg aus der Armut-Drogen-Aids-Spirale. Neun junge Leute, die in Gummistiefeln den Gumboot-Dance der Minenarbeiter präsentieren - der Tap and Talk Rhythmus diente den Minenarbeiter zur geheimen Kommunikation. ARTE bezeichnete sie als Botschafter Südafrikas mit Charme und Leidenschaft. Solche Menschen braucht Südafrika dringend. Menschen die kreativ und voller Power zeigen, dass Afrika nicht nur ein Synonym für Armut, Gewalt und Krieg ist, sondern ein Kontinent voller Talente und Kreativität. Sie kommen mit einer überwältigenden Show, tolle Songs inklusive. Eingeladen wurden sie wieder vom Chor Imbongi - Voices for Africa. Auch der Chor wird natürlich singen. Übrigens gibt es noch eine weitere Verbindung zu diesen Tänzern im Township. Sie haben dort einen Radhof nach Heidelberger Vorbild eröffnet. 600 Räder wurden aus der Kurpfalz dafür gespendet und per Container nach Ratanda geschickt. Das Township ist jetzt per Fahrrad mobil geworden. Eintritt: 15 €, VVK 13 € + Gebühr, erm. Studenten/Schüler 8 € (Nur AK). Veranstalter: Eine-Welt-Zentrum/Karlstorbahnhof und Voices for Africa Anschließend African-Dance-Night Disco mit DJ Abu Weitere Auftritte: Samstag 6.6., 15 Uhr Seebühne Luisenpark Mannheim Sonntag 7.6., 17 Uhr Glashaus Ladenburg 6

[close]

p. 7

Konzerte Heidelberg | Karlstorbahnhof Übersicht Adressen 7 Sa 13.6. | 21.00 h | Konzert dfd Abdou Day Schon im Alter von vier Jahren begann, der in Madagaskar geborene, Abdou Day zu singen. 1970 entdeckte er die Reggae Musik für sich und sie revolutionierte sein Leben! Beeinflusst durch die Melodien von Reggae-Legenden wie Jimmy Cliff, Peter Tosh, Johnny Nash und Bob Marley, widmet sich auch Abdou Day fortan voll und ganz dem Roots-Reggae. Seit 1989 lebt er in Frankreich und ist dort schon neben ReggaeGrößen, wie Culture, The Wailers oder auch Buju Banton aufgetreten und auch mit der Band Sinsemilla teilte er oft und gerne die Bühne. Eintritt: AK 12 / VVK 10 € Anschließend African Dance Night Disco mit DJ Lamin, der mit Afro Zouk, M-Balax, Ragga usw. kräftig einheizt. www.facebook.com/pages/abdou-day/236359374259 www.myspace.com/abdouday Kaira Tiló bedeutet in der Mandinka-Sprache „Frieden“ und „Sonne“ und steht für die Überschreitung von Grenzen, für das Sprengen eines gewohnten Musikverständnisses. Aus einem interkulturellen Dialog entspringt „Weltmusik“, die mehr ist als nur ein Etikett. Außergewöhnlich an diesem „world music project“ der Musiker aus Senegal, Italien, Perú, Kroatien, Türkei und Deutschland ist die Mélange: Gemeinsam bringen Kaira Tiló ein facettenreiches Zusammenspiel auf die Bühne; jeder läßt seine musikalischen Wurzeln in das Gesamtkonzept einfließen. Die entstehende Mélange ist ein wahrer musikalischer Schmelztiegel – der einzigartige Klang der Kora vereint sich mit dem Atem des Fagotts und der Klarinette. Treibende Perkussion, Latin-Grooves und Afro-Beats verbinden sich mit dem hypnotischen Klang der E-Gitarre. Mal weich groovend, mal druckvoll treibend ist der Sound, in dem die Musiker melodische und rhythmische Geschichten erzählen. Sie treiben, atmen und lassen immer genug Luft – zum Tanzen, zum Hören und zum Genießen. Ein Konzert im Rahmen von creole-südwest mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt Mannheim Workshops Ausstellungen Kaira Tiló Kino / Film Mannheim | Alter Messplatz Sa 20.6. | 19.30 h | Konzert Afrikamärkte Vorträge/Workshops Konzerte/Partys

[close]

p. 8

Konzerte Heidelberg | Universitätsplatz Sa 4.7. | 20.00 h | Open-Air-Konzert dfd Takeifa - Afro Pop from Senegal Fünf Geschwister, sozial engagiert, afrikanischer Pop in vier Sprachen, eine Musik, die unter die Haut geht, immer tanzbar, eine lebendige und persönliche Live Show, professionell mit hoher Musikalität: das ist Takeifa. Die Band um den Lead Sänger Jac Keita will neue Wege gehen und mischt in ihre Musik Klänge von Pop, Rock, Akustik, Samba, Funk, Afro oder Zouk. Mit ihrem afrikanischen Pop-Style brechen TAKEIFA die Grenzen der Musik auf und erfinden einen innovativen Sound. Eine neue Generation mit einem klaren Ziel, ihre Ansichten mit der Welt zu teilen. Homepage: https://takeifa1.bandcamp.com Heidelberg | Karlstorbahnhof, Klub_K Sa 4.7. | 22.00 h | African-Dance-Night Koulgraoul mit DJ Xogn „La big party en plein air pour faire danser tout Dakar” kommt nach dem großen Erfolg im letzten Jahr nach Heidelberg zurück! DJ Xogn ist einer der bekanntesten DJ´s Afrikas und in der internationalen Club-Szene weithin bekannt. Er wurde in Frankreich geboren und verbrachte zehn Jahre seines Lebens in Dakar, Senegal. Im Senegal hat DJ Xogn die Eventreihe «Koulgraoul» etabliert und am Strand von Dakar die besten Partys Afrikas gegeben. Mit ihm gemeinsam werden wir eine Nacht lang in die afrikanische Musikszene eintauchen: von den 70ern mit Afro-Beats von Fela Kuti bis zu Jazz, Soul, Funk, Disco und Latino werden wir hier in Heidelberg die Hüften schwingen... Eintritt: 8 € / erm. 5 € Veranstalter: Freunde von Nouna e.V. 8

[close]

p. 9

Afrikatage Heidelberg | Universitätsplatz Übersicht Adressen 9 Sa 4.7. | 14.00 h | Konzert dfd Sunucraft Sunucraft spielt traditionelle Rhythmen aus Westafrika und begeistert mit einer eindrucksvollen Performance. Mit seinen lebendigen, afrikanischen Klängen und faszinierenden Djembe-Soli lässt SUNUCRAFT RHYTHM sein Publikum auf keinen Fall stillstehen. Zur Band Sunucraft existiert ein gleichnamiger gemeinnütziger Verein, gegründet in Heidelberg, der auf dem Afrikamarkt in Heidelberg ebenfalls Kinder-Mitmach-Angebote präsentiert. 4 x in Heidelberg Gaisbergstraße 74 Rathausstraße 1 Ladenburgerstraße 15 Mühltalstraße 2 QUALITÄT – BIO – GESCHMACK – VOLLKORN – – GESCHMACK – QUALITÄT – VOLLKORN – BIO – GESC VOLLKORN – BIO – QUALITÄT – VOLLKORN – QUALITÄT – GESCHMACK – BIO – QUALITÄT – VOLLK LITÄT – BIO – VOLLKORN – QUALITÄT – GESCHMACK Workshops Ausstellungen Kino / Film Afrikamärkte Vorträge/Workshops Konzerte/Partys

[close]

p. 10

Vorträge / Diskussionen Heidelberg | Karlstorbahnhof, Gumbelraum Fr 5.6. | 19 h | Impulsvortrag dfd Augenhöhe?! Perspektiven der Politischen Partizipation Impulsvortrag mit anschließender Diskussion Moderation: Emmanuelle Sané , VASUH (angefragt) Cathy Nzimbu Mpanu-Mpanu Plato beleuchtet anhand ihres eigenen Werdegangs als CDU Politikerin die Perspektiven der politischen Partizipation von Menschen afrikanischer Herkunft in BadenWürttemberg. Sie kandidierte für die Bundestagswahl 2013 und den Gemeinderat Fellbach in 2009 sowie 2014 und sitzt im Integrationsbeirat der Stadt Fellbach. Neben zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten ist sie auch Vorsitzende des Forum Afrikanum e.V.. Der Verein Forum Afrikanum ist ein freier Zusammenschluss von Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, verantwortliches Handeln zu entwickeln, um eine Verständigung zwischen Afrikaner/innen untereinander und zwischen Afrikaner/innen und Europäer/innen entstehen zu lassen. Veranstalter: Afrika Deggo, VASUH, Eine-Welt-Zentrum Heidelberg Gefördert vom Ausländerrat/Migrationsrat der Stadt Heidelberg Mannheim | TIG7 Mannheim Fr 5.6. | 20.00 h | Szenische Lesung Ein Morgen in Lampedusa Szenische Lesung mit Musik und anschließender Diskussion Vor unseren Augen vollziehen sich Tragödien: das Mittelmeer ist nach Aussagen des Hohen Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen zum größten Massengrab der Welt geworden. Vor der italienischen Insel Lampedusa versinkt am 3. Oktober 2013 ein mit 545 Flüchtlingen völlig überladener Kutter, 366 Menschen ertrinken: Menschen aus Eritrea, Somalia, Äthiopien und Syrien, geflohen vor Krieg und Armut, voller Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa. Im Jahr 2014 starben offiziell über 3400 Menschen, die Dunkelziffer ist weit höher. Die EU-Kommission setzt, ungeachtet tausender Opfer, vor allem auf die nach militärischen Prinzipien organisierte Abschottung gegen Flüchtlinge und Migrant/innen: Unter Führung der EU-Agentur „Frontex“ ist eine ganze Armee aus Militär, Polizei und Grenzschutz mit modernstem Kriegsgerät damit beschäftigt, Menschen am Grenzübertritt zu hindern. Antonio Umberto Riccò hat aus Zeugenaussagen und dokumentarischem Material einen erschütternden Text entwickelt, der unterschiedliche Perspektiven auf die Katastrophe eröffnet und insbesondere die Einwohner/innen von Lampedusa zu Wort kommen lässt. Der italienische Musiker Francesco Impastato hat eigens für dieses Projekt Musik komponiert. Eintritt frei – Spenden erbeten Veranstalter: Initiative Freie Flüchtlingsstadt und Asylcafé 10

[close]

p. 11

Vorträge / Diskussionen Mannheim | Stadthaus Mannheim (N1), Raum Toulon Übersicht Adressen 11 Mo 8.6. | 19.30 h | Podiumsdiskussion dfd Auswirkungen der politischen Instabilität vor den Präsidentschaftswahlen Referent/innen: Pater Déogratias Maruhukiro, RAPRED-GIRUBUNTU; Dr. Gisela Splett, MdL; Steffen Groß, Kompetenzzentrum Burundi, SEZ Burundi steht kurz vor den Präsidentschaftswahlen Ende Juni diesen Jahres auf unsicherem Boden. Der Präsident strebt offen eine dritte Amtszeit an. Kritiker sehen darin eine Verletzung von Verfassungsprinzipien und eine Aushöhlung des Friedensvertrags von Arusha, der 2005 maßgeblich zur Beendigung des Bürgerkriegs beigetragen hat. Demonstrationen gegen eine dritte Amtszeit des Präsidenten führen seit Ende April zu massiven Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften mit Toten und Verletzten. Zwischen Baden-Württemberg und Burundi bestehen seit vielen Jahren partnerschaftliche Beziehungen auf Ebene der Zivilgesellschaft und den Kirchen. In den 1980er Jahren wurden durch den Landtag auch auf politischer Ebene Verbindungen aufgenommen. Im Mai 2014 haben das Land Baden-Württemberg und die Republik Burundi eine offizielle Partnerschaftserklärung unterzeichnet. Wie ist die politische Lage in Burundi kurz vor den Wahlen einzuschätzen? Welche Rolle spielt die internationale Gemeinschaft? Und was bedeutet es für die Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und Burundi? Diese Fragen wollen wir mit Vertreter/innen der deutsch-burundischen Zivilgesellschaft, der landespolitischen Ebene sowie der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) diskutieren. Veranstalter: Eine-Welt-Forum Mannheim e.V. (Fachpromotorin Migration & Entwicklung), Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), Stadt Mannheim Workshops Ausstellungen Eintritt frei Kino / Film Afrikamärkte Vorträge/Workshops Länderpartnerschaft Baden-Württemberg und Burundi: Konzerte/Partys

[close]

p. 12

Vorträge Mannheim | Jugendkulturzentrum FORUM, Café Do 11.06. | 19.30 h | Vortrag dfd Erfolgreich Entwicklungsprojekte gestalten – Ein Erfahrungsbericht Referenten: Mounirou Salami, Solar-Energie für Afrika e.V., Freiburg; Gustave Sawadogo, Mannheim Mounirou Salami aus Benin ist seit 35 Jahren in Deutschland. Als Ingenieur engagiert er sich bei dem Freiburger Verein „Solar Energie für Afrika e.V.“, welcher innovative Schulprojekte in entlegenen Gebieten auf den Weg bringt. Dazu gehört beispielsweise der Bau von Schulen in Burkina-Faso und deren Versorgung mit Solarenergie. Finanziert wurde dies durch den Verkauf von biologisch angebauten und fair gehandelten Ananas und Mangos. Mounirou Salami und einer seiner Projektpartnern, Gustave Sawadogo, teilen ihre Projekterfahrungen einen Abend lang mit Interessierten und beantworten dabei folgende Fragen: Wie sehen solche Projekte genau aus? Wie funktioniert die Zusammenarbeit vor Ort? Welche Kooperationen existieren hier in Deutschland mit Migrant/innen und anderen EineWelt-Organisationen? Was sind Herausforderungen von Projekten, was sind die Erfolgsfaktoren von Projekten? Wir bieten an diesem Abend die Gelegenheit zu einem Erfahrungsaustausch, der Inspiration geben wird und zu neuen Kooperationen führen könnte! Eintritt frei Veranstalter: Eine-Welt-Forum Mannheim e.V. (Fachpromotorin Migration & Entwicklung), Solar-Energie für Afrika e.V. Heidelberg | Karlstorbahnhof, Gumbelraum Do 18.6. | 19.30 h | Vortrag Wer hilft wem? Entwicklungs“hilfe“ in europäisch-afrikanischer Partnerschaft Wer von Entwicklungs“hilfe“ spricht, kommt nicht umhin sich mit dem Begriff „Entwicklung“ auseinanderzusetzen. Geht es nur um eine Vergrößerung des materiellen Wohlstands? Und wie global nachhaltig ist der hierbei angestrebte Entwicklungsstand? Je kleiner Entwicklungsprojekte sind, desto messbarer ist der direkte Nutzen. Je größer Projekte sind, desto weniger greifbar ist, wer die Nutznießer der jeweiligen Projekte sind. Die Referentin, Christiane Hopfer, selbst viele Jahre beruflich in der Entwicklungszusammenarbeit tätig, schildert vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Erfahrungen ein differenziertes Bild. Sie plädiert dafür, das Entwicklungs“hilfe“ keine Einbahnstraße von den Ländern des Nordens in den Süden ist, sondern eine gegenseitige Lernaufgabe für beide Seiten. Nur mit einer solchen Entwicklungs“hilfe“ in Partnerschaft ist nachhaltige Entwicklung im Zeitalter der Globalisierung möglich. Sie wird diese Perspektive anhand eines Straßenkinderprojektes in Äthiopien und weiteren Projekten illustrieren. Veranstalter: AfriKon / Eine-Welt-Zentrum 12

[close]

p. 13

Vorträge Mannheim | Haus der Jugend, Saal Übersicht Adressen Workshops Ausstellungen Kino / Film Afrikamärkte 13 Do 18.6. | 19.30 h | Vortrag dfd Soziale Kämpfe auf dem Afrikanischen Kontinent Referentin: Louisa Prause, FU Berlin Bei den Schlagworten „Soziale Bewegungen“ denken wir überwiegend an die Weltsozialforen im brasilianischen Porto Allegre, die dortige Landlosenbewegung MSt und somit an den Südamerikanischen Kontinent. Doch auch in vielen Ländern Afrikas engagieren sich Gruppen der Zivilgesellschaft gegen ausbeuterische Verhältnisse, Folgen des Kolonialismus und gegen die herrschende Politik: Längst haben sie einen Selbstvertretungsanspruch in globalen Prozessen formuliert, sowohl in den Weltsozialforen als auch in internationalen Verhandlungen. Louisa Prause wird uns am Beispiel Senegals berichten, welche Gruppen sich dort an den Landkämpfen beteiligen, sich gegen die Ausbeutung ihrer Rohstoffressourcen wehren und wie sie vernetzt sind – auch mit den Gruppen, die sich im reichen Norden für gerechte Verhältnisse engagieren. Eintritt frei Veranstalter: attac Mannheim Heidelberg | Kulturzentrum Galerie Arabeske Fr 19.06. | 20 h | DIWAN Lesereise DIWAN Lesereise – Vorstellung des Romans „Kannibalen“ von Mahi Binebine Es sind die Geschichten illegaler Migranten, die am Strand von Tanger darauf warten nach Europa aufzubrechen und einem namenlosen Menschenschmuggler ihre gesamten Ersparnisse anzuvertrauen. Es sind ganz unterschiedliche Schicksale, die der marokkanische Schriftsteller und Maler Mahi Binebine in seinem Roman „Kannibalen“ beschreibt, die eine Frau mit ihrem Baby und sechs Männer aus Mali, Algerien und Marokko dazu bringen, ihr Heimatland und ihre Familien zu verlassen. Alle haben ein gemeinsames Ziel: Ein Leben in Europa, um der eigenen ausweglosen Situation zu entfliehen. Und da sie keine Chance haben, ein Visum für den wohlhabenden Teil der Welt zu erhalten, versuchen sie auf illegalem Weg in die vermeintliche Freiheit zu reisen. Für die meisten von Binebines Protagonisten wird es eine Reise in den Tod. Wieder erzählt er die Geschichten der Ausgegrenzten, der Gescheiterten, der „Fußkranken des Lebens“, wie er sie nennt. Binebine hat in seinem Roman Menschen eine individuelle Geschichte gegeben, die sonst nur in Statistiken oder in Nachrichtenmeldungen auftauchen. Veranstalter: Freunde Arabischer Kunst und Kultur Infos unter: info@arabischekultur.de Vorträge/Workshops Konzerte/Partys

[close]

p. 14

Vortrag / Lesung Dossenheim | TIMBUKTU, Hölderlinstr. 14 Sa 20.6. | 16 h | Lesung (mit Fotos) Erica De BaryEine Biographie „Hinter dem Seidenhimmel spannt sich die flockige Nacht wie Zunder“ dfd Die Literaturwissenschaftlerin und Autorin Dr. Almut Seiler-Dietrich erzählt das bewegte Leben der Frankfurter Afrikareisenden, Schriftstellerin und Kulturvermittlerin Erica de Bary (1907-2007). Dafür schöpft sie aus unveröffentlichten Tagebüchern und literarischen Skripten. Diese zeigen die Empathie, mit der sich Erica de Bary den afrikanischen Gesellschaften näherte und gegen damalige Vorurteile stritt. Dennoch hinterfragte sie weder ihre eigene privilegierte Stellung noch die sozialromantischen Bilder, die sie von Afrika transportierte. Freundschaften mit afrikanischen Dichtern im besetzten Paris, jährlich ausgedehnte Reisen auf den afrikanischen Kontinent - darunter monatelange Aufenthalte bei den Tuareg -, prägten ihr schriftstellerisches Schaffen. Über den Alltag in der Wüste schrieb sie mehrere Bücher. Mit großem Gespür zeichnet die Biographin Almut Seiler Dietrich das Porträt einer willensstarken Autodidaktin, die mit Mut und Beständigkeit ihre Träume verwirklichte. In der Biographie dieser ambivalenten Persönlichkeit spiegeln sich auch die großen Themen und Veränderungen des 20. Jahrhunderts. Um eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme wird gebeten. Infos: Tel. 06221/4332259, E-Mail: Jbeduaddo@aol.com Veranstalter: Galerie Timbuktu Heidelberg | Karlstorbahnhof, Gumbelraum Mo 22.6. | 20 h | Vortrag Der Maji-Maji-Krieg in Deutsch-Ostafrika vor 110 Jahren ... ... im Spiegel der Freiburger Zeitung und der Briefe des Offiziers Max Knecht Der Maji-Maji-Krieg in Deutsch-Ostafrika 1905/06 stand im medialen Schatten des gleichzeitigen Kolonialkrieges in Deutsch-Südwestafrika, obwohl durch die angewandte “Strategie der verbrannten Erde” noch weit mehr Afrikaner/innen als dort ums Leben kamen. Die Freiburger Zeitung berichtete damals vergleichsweise viel. An ihrem Beispiel soll gezeigt werden, wie die Berichterstattung funktionierte und welche Debatten über die Gründe der Erhebung und über den Umgang damit geführt wurden. Ergänzt wird diese öffentliche Debatte durch die Perspektive von Max Knecht (1874-1954). Als Offizier nahm er am Krieg teil und berichtete von dort in privaten Aufzeichnungen über Kampfhandlungen und Besatzung. Der Gleichgültigkeit gegenüber afrikanischen Gegnern und zivilen Opfern stehen dabei erfüllte Naturbeschreibungen gegenüber. Trotz der tiefgreifenden Gewalterfahrung stilisierte er die deutsche Herrschaft später als goldene Zeit. In Freiburg i. B. setzte er sich nach dem 1. Weltkrieg an die Spitze der Kolonialbewegung und baute prokoloniale Netzwerke in Baden auf. Seine Perspektive wird kontrastiert mit selbstkritischen Tönen, die allerdings nur wenige Kolonialoffiziere, wie etwa Hans Paasche, äußerten. Der Referent Heiko Wegmann, ist Initiator und Betreiber des Forschungsprojektes www.freiburg-postkolonial.de und Doktorant an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br.. Veranstalter: AfriKon / Eine-Welt-Zentrum Heidelberg e.V. 14

[close]

p. 15

Vorträge Mannheim | Hauptbahnhof Mannheim Übersicht Adressen 15 Mo 22.06. | 18 h | Vernissage dfd Sichtwechsel – Stadtbilder aus Afrika Wenn es um Afrika geht, laufen in westlichen Medien meist dieselben Bilder: Armut, Aids und Bürgerkriege auf der einen und Lehmhüten, Steppen und wilde Tiere auf der anderen Seite. Die Ausstellung “Sichtwechsel” zeigt den Kontinent Afrika dagegen von einer Seite, die viele Menschen in Deutschland nicht kennen: das pulsierende Leben in den Metropolen. Die Ausstellung hinterfragt damit vermeintliche Gewissheiten und stellt sich gegen Vorurteile, die durch einseitige Berichterstattung in den Medien hervorgerufen werden. Das Besondere an der Ausstellung ist, dass die Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner mit ihren eigenen Bildern vom urbanen Leben erzählen. Sie sind es, die ihre Städte kennen, wahrnehmen, tagtäglich erleben und prägen. Deshalb wollen wir versuchen, die Städte durch die Augen der Menschen sehen, die in ihnen wohnen. Was macht für sie ihre Stadt aus, wie beeinflusst die Stadt ihr Leben, wo verbringen sie ihre Freizeit? Vernissage am 22.06. um 18.00 Uhr mit Sören Sgries (WinD – weltwärts in Deutschland) Veranstalter: Eine-Welt-Forum Mannheim e.V., WinD – weltwärts in Deutschland Mannheim/Heidelberg Weltweit steigen die Zahlen von Flüchtlingen und Vertriebenen und damit auch die Zahl der Menschen, die in der EU Schutz suchen wollen. Der Vortrag beschreibt das derzeitige Grenzregime der EU und geht dabei sowohl auf seine Entwicklung als auch auf einzelne Merkmale, z.B. die Vielzahl beteiligter Akteure (von Frontex bis hin zu privaten Firmen), die Vorverlagerung des Grenzschutzes durch die Einbindung außereuropäischer Staaten und den zunehmenden Einsatz von Technologien ein. Außerdem werden aktuelle Entwicklungen und Diskussionen aufgegriffen, wie der geplante Kampf gegen Schleuser und eine mögliche neue Quotenregelung zur Verteilung von Flüchtlingen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Die beschriebenen EU-Aktivitäten in diesem Bereich werden alle kritisch mit den Anforderungen eines humanitären Flüchtlingsschutzes abgeglichen. Die Referentin, Ruth Vollmer, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bonn International Center for Conversion (BICC) in Bonn. Veranstalter: Eine-Welt-Zentrum Heidelberg Workshops Ausstellungen Tod an den Grenzen Europas Kino / Film Heidelberg | Karlstorbahnhof, Gumbelraum Di 23.6. | 19.30 h | Vortrag Afrikamärkte Vorträge/Workshops Konzerte/Partys

[close]

Comments

no comments yet