Vereinszeitung 1-2015 sc-impuls e.V.

 

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Zeitschrift des sc im·puls erfurt e.V. Nummer 1-2015 Klassikerauftakt am Possen Frauentagsfeier mit Beistand Nach Lissabon auf Umwegen Sprechstunde mit Dr. Uwe Kahl Alternative zur dunklen Jahreszeit

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sc im·puls – Nachrichten dingte Ausscheiden von Jens Batschkus aus dem Vorstand ist die Funktion eines der Stellvertreter nicht mehr besetzt. Bis zur Neuwahl im Januar 2017 werden die Aufgaben durch den Vorstand übernommen. Für das jahrzehntelange, konstruktive Engagement bedanken wir uns recht herzlich. Der Kommentar Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag Bumerang Es ist unwahrscheinlich, dass auch nur ein Läufer seinen Start für 2016 absagen wird, nur weil der Deutsche Leichtathletikverband einen Zwangs-Euro eintreiben will. Und wo ein kleiner Lauf wegfällt, kommt ganz sicher ein anderer. Warum also die Aufregung? Vielleicht, dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, der Deutsche Leichtathletikverband wolle fehlende Gelder für die Talente-Förderung auf diese Weise aus dem Laufschuh zaubern. Und der Thüringer Verband macht dabei mit und versteckt sich hinter dem bundesweiten Beschluss, dem man sich zu beugen habe. In seltener Eintracht kritisieren große und kleine Sportvereine diese Lauf-Maut. Es gehört eine Portion Verbands-Arroganz dazu, sich noch nicht einmal die Mühe zu machen, auf die Kritik der Organisatoren tatsächlich zu reagieren. Stattdessen setzt der DLV darauf, dass sich die Entrüstung in knapp zehn Monaten gelegt haben wird. Darauf sollte er aber nicht bauen. Läufer sind ausdauernd. In Thüringen jedenfalls denken die ersten laut über die Wende-Idee nach, einen Laufbund zu gründen. Ohne Leichtathletikverband. Und ohne den Zwangs-Euro. Das wäre dann ein Bumerang für DLV und TLV. Esther Goldberg Vereins und viele andere Menschen, die sie auf ihrem Lebensweg begleitet haben. Besonders originell war ihr Wunsch an diesem Festtag, bitte keine Geschenke, dafür aber bitte ein kleiner Beitrag zur Umrahmung des Festes. Die drei Tenöre, dargestellt von Dagmar Jesche und Familie Grohall, waren ein Kulturgenuss. Aber mit 50 ist noch nicht Schluss. Das Ziel von Cordula: Nach Laufen und Wandern wird in Zukunft geradelt. Dazu viel Erfolg. Andree Jeziorski April 2015 Finger, Jaqueline Herrmann, Sieglinde Ruppe, Karin Schulz, Jürgen Hartkopf, Ingrid 60 Kleinsteuber, Bärbel Mai 2015 Goetz, Helmut Heideck, Rosemarie Sauerland, Gabi Goldberg, Esther 60 Schirmbacher, Odette Weißbrod, Uwe Schulz, Torsten Münch, David Batschkus, Jens 50 Juni 2015 Bodenstein, Anne Hauenschild, Angela Sparbrod, Matina Krone, Dr. Peter 60 Merten, Kina Schütz, Günter Warweg, Urs 65 Kuneck, Rita Meiselbach, Petra 07.04 08.04. 14.04. 19.04. 23.04. 27.04. 01.05. 08.05. 13.05. 14.05. 16.05. 23.05. 25.05. 27.05. 27.05. 05.06. 11.06. 13.06. 13.06. 18.06. 19.06. 20.06. 27.06. 29.06. Aus der Vorstandssitzung Der Vorstand hat im ersten Quartal zwei Sitzungen durchgeführt. Schwerpunkte in den Beratungen waren die Mittelverwendung 2014, der Haushalt 2015, der Pachtvertrag zum Vereinsheim, der Trainings- und Wettkampfbetrieb im Bereich Lauf und Rad, die Frauentagsfeier, Aufwandspauschale fürs Ehrenamt, Personalveränderung im Vorstand und offene Mitgliedsbeiträge. Die erforderlichen Beschlüsse zur Umsetzung wurden mehrheitlich gefasst. Durch das berufsbe2 Tenöre für Cordula Geburtstage zu feiern, ist immer ein Anlass, Freunde und Familie einzuladen und gemeinsam auf viele schöne Jahre zurück zu schauen. So war dies auch am 26. Dezember 2014 – während viele vom Weihnachtsbraten und den Geschenken noch im FesttagsKoma waren, hieß es „Hoch soll sie leben“. An diesem Tag wurde Cordula Ratzlow 50. Gemeinsam feierten mit ihr Lauffreunde des im·puls Nummer 1 - 2015

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sc im·puls – Nachrichten Änderung in der Geschäftsstelle Seit achtzehn Jahren liegt das geschäftliche Treiben unseres Vereins in den Händen unserer Geschäftsstelle. Von Anfang an dabei ist Bärbel Kleinsteuber. Sie hat seitdem nicht nur die Kasse verwaltet und Abertausende von Buchungen vorgenommen, sie hat auch das umfangreiche Meldeprozedere für unser Veranstaltungen abgewickelt. Aber auch alle anderen anfallenden Aufgaben die auf ihrem Schreibtisch landeten wurden stehst im Interesse des Vereins erfüllt. Zum 30.April beendet sie ihre Tätigkeit. Sie wird uns aber weiterhin unterstützen und für zweimal in der Woche die Finanzen ordnen. Wir sagen an dieser Stelle schon mal DANKE! Unsere Geschäftsstelle ist in Zukunft am Dienstag und Donnerstag in der Zeit von 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr erreichbar. Außerhalb dieser Zeit sind natürlich die Vorstandsmitglieder immer erreichbar! Gymnastik und Faschingsrausch Auch in diesem Jahr haben die Frauen in der Gymnastikgruppe ihren Trainingstermin nach Rosenmontag etwas lustiger als sonst gestaltet. Kostümiert und bei alkoholfreiem Sekt zur Pause, wurden bekannte schweißtreibende Übungen vollzogen. Um den Kalorienverlust nicht zu groß werden zu lassen, gab es auch die eine oder andere Süßigkeit! Sichtlich Spaß hatten an diesem Abend alle die den Weg in die Sporthalle in der Grünstraße gefolgt waren. Die ansonsten nichteinladende und geruchsbelastende Sportstätte konnte dank der Farbenvielfallt an diesem Tag etwas positiv erscheinen. Fleißige Handwerker Wer will fleißige Handwerker seh’n? Der muss zu uns Kindern geh’n! Stein auf Stein, Stein auf Stein: Das Häuschen wird bald fertig sein. Wer kennt den Reim aus dem Kinderlied nicht! Meistens im Kindergarten gesungen, trifft es aber auch zum Teil auf unser Vereinsheim zu. Nicht dass wir jetzt einen Vereinschor gegründet haben oder das Vereinsheim zum Kindergarten umfunktionieren wollen. Nein – wir haben aber die fleißigen (Vereins-) Handwerker! Unser Schleppdach muss erneuert werden. Also sind fleißige Handwerker gefragt. Danke schon mal vorab an die vielen Helfer! im·puls Nummer 1 - 2015 3

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sc im·puls – Bericht Unsere Radevents in 2015 www.sc-impuls.de 18. April 2015 - Saisoneröffnung Mountainbike - Tour/ Erfurt - Schmücke - Erfurt / 100 km 01./02. Mai 2015 13. Juni 2015 - Zweitagesradtour / Erfurt - Brocken - Erfurt / 290 km / Übernachtung in Braunlage - Vorbereitungsfahrt zur 6.RTF, 155 km Tour, Erfurt - Kahla - Erfurt 11./12. Juli 2015 - 14.Zweitages-Rennsteig-Radtour/ Blankenstein - Oberhof -Hörschel/ 185km / Übernachtung in Oberhof 09. August 2015 - 6.Erfurter RadTourenFahrt/ Touren von 50km bis 203km von Erfurt aus 24. Septenber – 03. Oktober 2015 - Radwoche in Kemer/Türkei 4 im·puls Nummer 1 - 2015

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sc im·puls – Bericht 1 Jahr älter – dennoch jünger geworden Mitgliederversammlung mit positiver Bilanz In jedem Jahr hat der Vorstand des Vereines seine Mitglieder über die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres zu informieren. Hierbei geht es nicht nur um die finanziellen Mittel sondern auch um eine Bilanz der vielen Aktivitäten des Vereins. Aus diesem Grund traf sich eine Vielzahl von Vereinsmitgliedern am 23. Februar im Foyer der Leichtathletikhalle in Erfurt. Der Bericht des Vorstandes, vorgetragen von unserem Vorsitzenden, stand im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung. Olaf hatte wie in jedem Jahr eine unterhaltsame und faktenreiche Präsentation vorbereitet. Einer der Schwerpunkte des Vortrages war die Mitgliederentwicklung. Im vergangenen Jahr ist es uns gelungen, mehr Aktive in den Verein aufzunehmen. Dabei hat sich die Sparte der Läufer anzahlmäßig erhöht. Gleichzeitig haben diese Neuaufnahmen dazu beigetragen, dass sich entgegen dem Trend der vorangegangenen Jahre das Durchschnittsalter im Verein abgesenkt hat. Die Zunahme an Mitgliedern ist eine erfreuliche Entwicklung und ein Beleg für unsere gute Vereinsarbeit bei den Veranstaltungen in Thüringen, aber auch Ausdruck einer guten Arbeit durch unsere Verantwortliche für die Laufsparte, Birgit Münch. Sie wurde für ihre gute Mitarbeit im Verein genauso geehrt wie unsere beiden Gymnastik-Leiterinnen Manuela Siegfried und Silke Hartmann. Ein besonderer Dank ging auch an Bärbel Kleinsteuber, die im vergangenen Jahr zuverlässig in der Geschäftsstelle des Vereins gearbeitet hat. Die vielen Anfragen zu den Veranstaltungen, Arbeiten zur Vorbereitung und die Nacharbeiten dazu sowie die vielen Geldbewegungen wurden von ihr problemlos bewältigt. Im Verlaufe der Berichterstattung wurde auch auf die vielen und verschiedenen Vereinsaktivitäten eingegangen. Im Mittelpunkt standen dabei die vom Verein organisierten Veranstaltungen, wie z.B. der letzte Untertagemarathon, die Zweitage-Rennsteig-Radtour, die RTF, der Klassiker-Cup sowie Erfurter Waldlauf. Neben diesen verschiedenen Veranstaltungen wurde das gesellige Vereinsleben bilanziert. Ob Frauentags-Feier, Sommerfest oder Fasching, die Geselligkeit und das interne Vereinsleben war auch im zurückliegenden Jahr ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Im Rahmen der Berichterstattung wurde den vielen Helfern gedankt, ohne die diese vielfältige Vereinsarbeit nicht zu leisten gewesen wäre. Der Blick in die Zukunft, zumindest für 2015, zeigte, dass wir auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl von Veranstaltungen erleben werden, wobei uns die ganz großen und spektakulären Veranstaltungen zurzeit fehlen. Erste Überlegungen für Neues gibt es, Ideen der Vereinsmitglieder sind unbedingt willkommen. Nach dem Rück- und Ausblick für die Vereinsaktivitäten erfolgte die Berichterstattung zur finanziellen Entwicklung des Vereins und der Ausblick auf den Haushalt 2015. Nach kurzer Diskussion zu den Berichten, wurden diese durch die Mitgliederversammlung bestätigt. Andree Jeziorski im·puls Nummer 1 - 2015 5

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sc im·puls – Sprechstunde Sprechstunde mit Dr. Uwe Kahl Liebe Lauffreunde! Der Winter liegt in seinen letzten Zügen und die milden Wintertemperaturen haben es möglich gemacht, fast ohne Unterbrechung laufspezifisch trainieren zu können. Doch mit der Wetterlage der vergangenen Wochen hat uns auch eine Flut von Erkältungskrankheiten heimgesucht. Hauptsächlich füllte eine massive Grippewelle die Wartezimmer der Allgemeinmediziner. Dies ist Grund genug für einige Anmerkungen zum Thema Atemwegsinfektionen und Ausdauersport. Es ist festzustellen, dass Sportler mit einer normalen Trainingsintensität weniger infektanfällig sind als Vergleichspersonen ohne körperliche Aktivität. In Phasen besonderer Trainingsintensität oder auch nach Ausdauerwettkämpfen kann jedoch für 1-2 Wochen das Risiko für einen Atemwegsinfekt ansteigen. Grund hierfür scheint eine zeitweilige Veränderung der immunologischen Reaktionsfähigkeit unseres Körpers zu sein. In diesem Zusammenhang wird immer wieder die Frage gestellt, ob in solchen Phasen Nahrungsergänzungsmittel helfen können, die belastungsinduzierte Abwehrschwäche zu verhindern? Die Datenlage zur Wirkung von Zink, Vitamin A, C und E ist uneinheitlich. Es scheint sich aber zu bestätigen, dass die Zufuhr von kohlenhydrathaltigen Getränken vor, während und nach einer Extremausdauerbelastung (z.B. Marathon) einen gewissen stärkenden Effekt auf das Immunsystem hat. Zudem gilt, dass bei einem Virusinfekt der Einsatz eines Antibiotikums nicht sinnvoll ist, da diese Präparate nur gegen Bakterien wirken und somit nicht zu einer besseren oder schnelleren Genesung beitragen können. Beim Start in die neue Laufsaison gilt es, die Laufbelastung stufenweise und moderat zu steigern. Infekte der oberen Luftwege müssen auskuriert sein. Eine Laufbelastung mit Fieber (Temperaturen über 37°C), bei Nachtschweiß, mit Halsschmerzen oder unter Antibiotika verbietet sich! Der ohnehin geschwächte Körper ist dann nicht in der Lage, einer raschen Verbreitung der Viren eine ausreichend Gegenwehr zu bieten. Die Folge kann eine lebensbedrohliche Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) sein. Diese ist eine der häufigsten Ursachen eines plötzlichen Herztodes bei Sportlern. Besonders betroffen, neben den Fußballern, sind wir Läufer. Man geht von mehreren Hundert Fällen pro Jahr in Deutschland aus. Die Problematik besteht in der nicht vorhersehbaren Verlaufsform der Herzmuskelentzündung. In 50-70% der Fälle läuft die Erkrankung unbemerkt und oft ohne Folgezustände meist im Anschluss an eine virale Erkältung ab. Kommt es jedoch zu starken körperlichen Belastungen bei bestehender oder nicht vollständig ausgeheilter Erkrankung, kann diese Myokarditis auch tödlich verlaufen. Deshalb gilt bei unerklärlichem Leistungsknick, Schwäche, Abgeschlagenheit oder Unwohlsein nach einem vermeintlich überstandenem Infekt, diese Symptome unbedingt durch einen Internisten abklären zu lassen. Apropos Vorbeugen. Da sind wir beim Thema Impfung. Welche Impfungen sind sinnvoll, welche besonders bei Sportlern zu emp- fehlen und welche sind nur in besonderen Situationen notwendig? Bei einer körperlichen Aktivität mit Geschwindigkeit (Laufen, Radfahren) im Freien ist ein aktueller Impfstatus gegen Tetanus zu empfehlen. Da Thüringen als Verbreitungsgebiet der durch Zecken übertragenen FSME (FrühSommerMeningoEnzephalitis) gilt, ist auch für alle, die häufig im Wald unterwegs sind, eine solche Impfung empfehlenswert. Impfungen gegen Hepatitis A und B sollte derjenige haben, der sich in Regionen mit niedrigem Hygienestandard aufhält. Untersuchungen haben gezeigt, dass durch eine Grippeschutzimpfung die Krankheitssymptome abgeschwächt auftreten und sich der Körper schneller erholt. Somit kann eine längerfristige Trainingspause vermieden werden kann. Trainingspause – ein wichtiges Thema. Nach einer erfolgten Impfung muss keine generelle Belastungspause eingehalten werden, jedoch sollten massive Belastungssteigerungen erst mit einer Woche Latenz erfolgen. Ein Abstand zu einem Wettkampf von 4 Wochen ist dabei empfehlenswert, um eventuelle unerwünschte Nebenwirkungen abklingen zu lassen. Stehen besondere Wettkampfziele auf dem Plan oder fühlt man sich nach einer längeren überstandenen Erkrankung noch nicht wieder auf dem Damm, empfiehlt sich auf jeden Fall eine umfassende Leistungsdiagnostik, ggf. mit zusätzlichen kardiologischen Untersuchungen, wie Belastungs-EKG oder Herzechokardiographie. Informationen darüber, wer in Erfurt solche Untersuchungen anbietet, kann ich gern per e-Mail geben. Ich wünsche allen einen guten und gesunden Start in den Frühling Euer Dr. med. Uwe Kahl im·puls Nummer 1 - 2015 6

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sc im·puls – Bericht Possenlauf keine Posse für die Im·pulser Gelungener Auftakt zum 18. Thüringer Klassikercup Am 21. März 2015 hatte der Possenlauf Jubiläum, denn bereits zum 25. Mal wurde die beliebte Veranstaltung rund um die reizvolle Landschaft bei Sondershausen ausgetragen. Die schönen sonnigen Frühlingsstunden der ersten Märztage ließen auch auf ein warmes sonniges Event für Aktive im Lauf und beim Mountainbiken hoffen. Doch wie so oft in den vergangenen Jahren machte der Frühling an diesem Tag eine Pause, und mit 2 Grad plus war es empfindlich kühl. Sogar leichter Schneefall setzte zu Startbeginn ein. Doch die insgesamt 782 Aktiven nahmen es sportlich und gaben auf den verschiedenen Strecken ihr Bestes. Außerdem waren die Strecken auf Grund der vorangegangenen warmen trockenen Tage sehr gut zu laufen. Der anspruchsvolle 8 km-Lauf mit seinen 120 Höhenmetern stellte die Auftaktveranstaltung des diesjährigen Thüringer Klassiker-Cup dar, auch wenn dies rein optisch werbemäßig nicht zu erkennen war und leider auch vom neuen Organisationsleiter nicht erwähnt wurde. Dafür stach rein optisch die rote Vereinsbekleidung unserer Im·pulser hervor, denn eine starke Abordnung war hier vertreten und wartete mit tollen Ergebnissen und vorderen Platzierungen in den Altersklassen auf. Vier Männer unter den ersten Sechs waren eine tolle Leistung. Klarer Gesamtsieger wurde zwar hier Matthias Göbel vom NSV Wernigerode in einer Zeit von 0:27:14,1. Aber schon auf den Plätzen zwei und drei folgten unsere Männer David Münch und Ingo Thurm, die somit auf das Treppchen für die Gesamtwertung durften. Gleich dahinter, auf Platz 5, kam unser youngster Moritz Sparbrod ins Ziel. Er verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um fast drei Minuten und lieferte sich mit Vereinsmitglied Bruno Wenzel noch einen Endspurt. Der musste sich um den Bruchteil einer Sekunde geschlagen geben, was aber dennoch Gesamtplatz 6 bedeutete. Hervorragende Altersklassensiege errangen ebenfalls Michael Hermann und Helmut Goetz. Bei den Damen starteten diesmal leider nur zwei Läuferinnen unseres Vereins, wobei Birgit Münch mit Platz 9 noch einen Top-Ten-Platz erringen konnte. Gesamtsiegerin wurde Rebecca Gessat, KS Sportsworld, in 0:31:58,1, gefolgt von Christin Bertram von den „Flinken Geratalern“ in 0:37:06,0. Einen beeindruckenden dritten Gesamtplatz erkämpfte sich die „Sonntagsläuferin“ Beate Ernst aus Tambach-Dietharz in 0:37,47. Insgesamt überquerten 214 Aktive das Ziel, dabei errangen 13 Im·pulser die ersten Punkte für die Mannschaftswertung. Die nächste Veranstaltung zum Thüringer Klassikercup ist der Osterlauf in Heyda. Die Beteiligung unserer Mitglieder ist sicher noch ausbaufähig, und bestimmt auch mit noch mehr Frauenpower. Die Einzelergebnisse: 8 km David Münch AK Männer Platz 2 0:27:14,1 Ingo Thurm AK M 45 Platz 1 0:29:28,3 Moritz Sparbrod AK MJ U 18 Platz 1 0:29:29,8 Bruno Wenzel AK M 40 Platz 1 0:29:29,9 Tobias Schramm AK M 40 Platz 3 0:34:13,7 Hannes Selig AK Männer Platz 6 0:34:37,9 Michael Hermann AK M 60 Platz 1 0:34:46,1 Martin Sommer AK Männer Platz 9 0:36:12,3 Torsten Nessel AK M 45 Platz 13 0:38:10,4 Helmut Goetz AK M 70 Platz 1 0:47:48,9 Manfred Bäster AK M 75 Platz 3 0:52:18,7 Birgit Münch AK W 50 Platz 2 0:40:31,4 Heike Franke AK W 55 Platz 6 0:47:48,5 20 km Daniel Vollmann AK M 35 Platz 4 Steffen Peschke AK M 50 Platz 8 Text: Birgit Münch Fotos: Olaf Kleinsteuber 7 1:24:15,0 1:39:40,8 im·puls Nummer 1 - 2015

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sc im·puls – Bericht Schwitzen in der Leichtathletikhalle Athletiktraining auch in dieser Saison wieder eine gefragte Aktion Wenn die Tage kürzer werden und die Wetterbedingungen in der kalten und dunklen Jahreszeit ein Training im Freien oft nicht zulassen, suchen viele Sportler eine Alternative. Nicht nur deshalb erfreut sich das jährliche Athletiktraining in der Erfurter Leichtathletikhalle, welches diesmal zum siebenten Mal angeboten wurde, immer wieder großer Beliebtheit. Freizeitsportler verschiedener Sportarten nutzten wieder die vielfältigen Angebote. Sogar zwei Paragleiter waren es diesmal, die es für wichtig erachteten, athletische Grundlagen für das Frühjahr zu legen. Organisiert vom Laufladen Erfurt und dem sc im·puls, schwitzten Donnerstag abends von Dezember bis Februar für anderthalb Stunden 30 bis 45 Aktive. Unter der Regie von Sportwissenschaftlerin Kristin Pfrestof, Physiotherapeut Christian Goldhorn und Übungsleiterin Birgit Münch wurde ihnen ein abwechslungsreiches, anspruchsvolles und intensives Übungsprogramm dargeboten. Erwärmung vor jedem Training war Pflicht. Bei Staffel- und Ballspielen in Mannschaftsform entstand schon hier eine heitere und motivierende Übungsatmosphäre. Danach wurde in zwei Gruppen trainiert. Kristin und Birgit leiteten das Lauf-ABC in vielfältiger Form und variantenreich. Aufmerksamkeit und Koordination waren dabei gefragt, um Arme und Beine in der vorgegebenen Richtung zu bewegen. Schnelligkeit und Geschicklichkeit wurden mittels Startübungen, kurzen und langen Sprints sowie Steigerungsläufen trainiert. Auch Stufen- und Treppenläufe standen auf dem Programm. Flinke Füße und Gewandtheit benötigte man an der Koordinationsleiter. Ausdauervermögen verlangten die Rundenläufe auf der Tartanbahn. Somit wurden die einzelnen Elemente einer Laufbewegung zu einer abgerundeten vereint und die Teilnehmer bekamen auch individuelle Hinweise zu ihrem eigenen optimalen Laufstil. Doch um diesen auch dauerhaft beizubehalten, bedarf es einiger körperlicher Voraussetzungen, denen sich Christian zuwandte. Variantenreiche Kräftigungs- und Stabilisationsübungen für den ganzen Körper unter Einsatz vielfältiger Sportgeräte waren sein Part. Wer gedacht hat, Liegestütze sind Liegestütze, wurde hier eines Besseren belehrt. In den vielfältigsten Variationen wurden diese trainiert und in Kombination mit Übungen für 8 im·puls Nummer 1 - 2015

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sc im·puls – Bericht Nach den zehn absolvierten Trainingseinheiten kam ein bisschen Wehmut auf, denn es hat trotz der Anstrengung allen Spaß gemacht und in der Gruppe ist man eben auch motivierter. Nun hieß es, die erlernten Übungen in Eigenregie und mit Selbstdisziplin durchzuführen, um verletzungsfrei, fit und erfolgreich durch das neue Sportjahr zu kommen. Tradition ist es schon geworden, das Athletiktraining in einer gemütlichen Abschlussrunde ausklingen zu lassen. So trafen sich die Aktiven noch einmal auf unserem Vereinsgelände, nicht um zu schwitzen, sondern bei wohlverdienter Bratwurst, Glühwein und guter Laune das Training auszuwerten. Auch sportliche Ausblicke auf die kommende Saison waren ein Thema – ob zu Fuß, auf dem Rad oder in der Luft. Sind diese wohl recht unterschiedlich, in einem waren sich alle einig, der Vorfreude auf ein gemeinsames nächstes Athletiktraining. Bauch, Rücken, Becken, Hüfte effektiv im Stationswechsel oder als Partnerübung ausgeführt. Dabei achtete Christian auch hier auf eine korrekte Übungsausführung, gab Tipps zur Vermeidung von Fehlhaltungen und korrigierte. So mancher lernte seinen Körper auf völlig neue Art und Weise kennen, denn auch Übungen zur Schulung der Balance verlangten eine gute eigene Körperwahrnehmung. So ging das Training jedes Mal schnell vorbei, doch Zeit für die gemeinsame Entspann u n g m u s s te s e i n . Funktionelle Dehnungs-übungen, mit oder ohne „Blackroll“, rundeten das Training ab. Birgit Münch im·puls Nummer 1 - 2015 9

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sc im·puls – Im Gespräch „Natürlich fahre ich mit dem Rad wieder über den Rennsteig“ Susanne Philippus ist seit zwei Jahren Mitglied im Verein und fühlt sich mittendrin Berlin, September 2013: Susanne Philippus jubelt hinter dem Brandenburger Tor und kann gar nicht breit genug lachen. Sie hat ihn geschafft, den ersten Marathon ihres Lebens. Und just in diesem Moment trifft sie zwei Frauen des eigenen Vereins – ein schöner Zufall. Wenigstens die beiden kann sie nun umarmen. Obwohl der Jubel für die ganze Welt gereicht hätte. Wie bist du zum Laufen gekommen? Vor knapp fünf Jahren wollte ich endlich beginnen, etwas für meine Gesundheit zu tun. Also habe ich einen Sport gesucht, der ohne großen Aufwand möglich ist. Eine Freundin von mir lief damals schon seit Jahren und hat immer wieder geschwärmt, auch von den großen Events, die das Laufen bietet. Also habe ich auch begonnen. Zum Glück. Nach dem Hoch des Berlin-Marathons kamen ein Rückentief und vor allem der Absturz vom Rad während der Zwei-Tage-RennsteigRadtour. Bist du wieder halbwegs fit? Ja, auf jeden Fall. Seit dem Radunfall im vorigen Jahr kämpfe ich mich heran, damit ich wieder so ausdauernd und flott bin wie vorher. Inzwischen laufe ich ja bereits wieder. Im Juni will ich dann so gut drauf sein, dass ich die Rennsteigstaffel mitmachen kann. Und im Juli gibt es die 4x25-Kilometerstaffel, mit der ich ebenfalls starten möchte. Und willst du auch wieder mit dem Rad auf den Rennsteig? Ja, das will ich. Wenn ich das nicht wieder probiere, wird die Angst vor dem Rad zu groß. Gefahren bin ich übrigens schon wieder. und dennoch an den Start gehen. Auch für die Radveranstaltung im August habe ich mich gemeldet. Was bringt dir der Sport? Ach, das sagen sicher alle, ist aber dennoch richtig: Der Sport ist mir ein Ausgleich zum Beruf und macht den Kopf frei. Zudem habe ich das gute Gefühl, etwas für meine Gesundheit zu tun. Seit der Reha im vergangenen Jahr gehe ich nicht nur laufen sondern auch noch schwimmen und scheue mich auch nicht vor Krafttraining. Warum wolltest du unbedingt in einen Sportverein? Vor zwei Jahren habe ich zufällig jemanden vom sc im·puls getroffen. Irgendwie wollte ich gern Anschluss zur Laufgemeinschaft finden. Genau das erlebe ich nun mit dem im·puls. Wie oft trainierst du in der Woche? Ich denke, das passiert fast jeden Tag. Aber in Maßen. Was machst du, wenn du nicht im Landesamt für Verbraucherschutz arbeitest oder dich um deinen sechzehnjährigen Sohn kümmerst oder Sport treibst? Zeit zum Lesen finde ich schon noch. Ein englisches Buch liegt herum und gerade habe ich von Nele Neuhaus den neuesten Krimi beendet. Und mein Mann ist genauso sportbegeistert wie ich. Bist du inzwischen in Thüringen angekommen? Auf jeden Fall. Es ist ja nun 20 Jahre her, dass ich aus Niedersachsen fortgegangen bin. Mit Susanne sprach Esther Goldberg im·puls Nummer 1 - 2015 Du bist auf Laufveranstaltungen nicht nur als Läuferin sondern auch als Helferin unterwegs. Was ist schöner? Es ist beides schön und macht richtig Spaß. Ohne meine Verletzungen hätte ich das vielleicht gar nicht erfahren. Die Atmosphäre, einen solchen Lauf mit gestalten zu können, ist wunderschön. Deshalb war ich gar nicht so traurig, als ich unten im Schacht geholfen habe und nicht gelaufen bin. Bleibst du dem Verein als Helferin erhalten, obwohl du wieder fit bist? Ja, was ist denn das für eine Frage. Ich könnte beispielsweise zum Frauenlauf helfen 10

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sc im·puls – Bericht Dasselbe wie jedes Jahr, James Frauentagsfeier beim sc im·puls ist langsam Tradition „Same procedure as last year?“ Jedes Jahr am 8. März wird der Internationale Frauentag begangen. Ein Ereignis, zu dem auch der sc im·puls traditionell die Sportfreundinnen zu einer Party ins Vereinsheim lädt. Ein kleiner Dank an die Frauen, die in der Regel nicht nur als Sportlerinnen aktiv und erfolgreich sind, sondern maßgeblichen Anteil an der guten Vereinsarbeit haben. Ohne die helfenden Hände der Frauen könnten die zahlreichen Veranstaltungen des Vereins nicht gelingen. In den vergangenen Jahren wurden von ihnen zahllose Kuchen und Torten gebacken, hunderte Brötchen geschmiert, Unmengen Kaffee gekocht, Fahrdienste geleistet, das Meldebüro organisiert, Übungsleiterinnen für Lauftreffs und Gymnastikgruppe gestellt… Insofern lockte die Aussicht auf einen fröhlichen Abend, mal ganz ohne Helferdienste, rund 35 Frauen ins Vereinsheim. Olaf Kleinsteuber führte politikfrei durch den Abend, wie immer unterstützt von Heinz Krone, Silvo Jesche und Andree Jeziorski. Die vier hatten verschiedene Suppen, Häppchen und leckere Bowle für die Damen vorbereitet. Inwieweit hierbei die eine oder andere Partnerin behilflich war, ist nicht bekannt. Wunderbar geschmeckt hat es jedenfalls. Zuvor wurde aber ein musikalischer Leckerbissen serviert. Sportfreund Bruno Wenzel, einer der stärksten Läufer im Verein, zeigte, dass er auch beruflich als erster Geiger am Theater Erfurt den Ton angibt und seine Violine meisterlich beherrscht. Für viel Gelächter sorgten wieder einmal Schnappschüsse über Vereinsmitglieder, denen der Vereinschef passende Kommentare in den Mund gelegt hatte und die bereits Kultstatus haben. Auch zu gewinnen gab es wieder etwas. Dieses Jahr ganz praktisch, ein Kaffeemaß, mit dem jetzt wohl fast alle Vereinsfrauen ausgerüstet sind, so dass beim Kaf fee kochen sicher nichts mehr schief geht. In entzückte Begeisterungsstürme brachen die Frauen beim Anblick der ehrwürdigen Kehrseiten von „Pater Andree“ und „Pater Silvo“ aus, die dem bunten Treiben im Vereinsheim ihren Segen gaben. Es war ein kurzweiliger Abend, an dem viel gelacht wurde, so dass wir uns auch für das nächste Jahr wünschen: „Same procedure as every year, Männer!“ Susanne Philippus im·puls Nummer 1 - 2015 11

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sc im·puls – Bericht Zum 1. Halbmarathon auf Umwegen 25. Lauf Lissabon fand mit kleiner Gruppe des sc im·puls statt Dagmar und Silvo Jesche, Cordula Ratzlow, Elke Kleb, Anke und Norbert Grohall, Annette Kleinschmidt und Andree Jeziorski entschieden sich im Oktober des vergangenen Jahres, am 25. Lissaboner Halbmarathon teilzunehmen. In der Ausschreibung wird von einem schnellen und mit Sehenswürdigkeiten gespickten Lauf geschrieben. Also hieß es buchen und dann etwas trainieren. Für Cordula, Dagmar und Silvo war das kein Problem. Elke, Andree und Norbert mussten wieder an Intensivität zulegen. Auch für eine Laufeinsteigerin, wie es Annette ist, galt es, sich gewissenhaft und mit Vernunft auf diesen Lauf vorzubereiten. Sich nicht entmutigen zu lassen aber auch nicht die Anforderungen zu hoch zu stellen. Gesagt, getan – alle waren im Vorbereitungsfieber und freuten sich auf die Zeit in Lissabon. Aber dann kam alles anders. Eine Verletzung wäre noch verständlich, aber es streikte unser Transportunternehmen, die Lufthansa. Am 19. März 2015, dem Vortag des Abfluges, die Nachricht: Unser Flieger ist ersatzlos gestrichen. Also Umbuchen und das Ganze für 8 Personen. Nach fast 3 Stunden am Schalter hieß es dann doch, wir könnten am 20. März fliegen. Mit British 12 Airways und dann über London. Egal, Hauptsache nach Lissabon. Zunächst hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen, aber wir sollten eine Entschädigung der schöneren Art erleben. Eine Stunde Flugzeit, und wir landeten kurz vor 12:00 Uhr in London. Mit der U-Bahn ging es dann zum Stadtzentrum. Mit der Ankunft an der Tower-Brigde war der Ärger auf die Streikenden verflogen. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen galt es, die Sehenswürdigkeiten der Stadt unter die Füße zu nehmen. Vom Tower of London ging es entlang der Themse und weiter in die Innenstadt. Denn wenn man in London ist, dann ist auch die Fahrt mit den roten Doppelstockbussen ein unbedingtes Muss. Zu Fuß ist man zwar schneller, aber wir hatten ja noch einiges vor. Vom Trafalgar Square ging es dann weiter an den Museen vorbei zum Palace of Westminster mit seinem Big Ben. Einen letzten Blick zurück zum gigantischen Riesenrad, dann hieß es, auf zur Queen. Wenn sie nicht nach Thüringen kommt, dann kommen wir zu ihr. Beeindruckt von der Kulisse begaben wir uns nach 5 Stunden zurück zu unserem Airport, denn noch eine europäische Metropole wartete auf uns. Kurz nach Mitternacht waren wir dann auch in unserem Hotel. Am folgenden Tag mussten die Startunterlagen geholt werden und wir sammelten erste Eindrücke von der Stadt. Belem mit seinen Denkmalen, Museen und der großen Kathedrale nahmen uns für mehrere Stunden gefangen. Bei einem leckeren Abendessen haben wir auch die Stunden mit dem Sonnenschein genießen können. Am 22. März, einem Sonntag, schienen alle Einwohner von Lissabon zum Halbmarathon und dem Mini-Marathon (10 Km) auf den Beinen zu sein. Mit knapp 50.000 Teilnehmern ist es eine Volksbewegung, die man so suchen muss. Vom Laufprofi aus Kenia bis zum Kind im Kinderwagen und Menschen mit Gehhilfen war alles dabei. Der Start erfolgte um 10:30 Uhr auf der Südseite der 3,5 km langen Brücke. Gleich nach dem Start eröffnete sich für die Teilnehmer ein wunderbarer Blick auf die weiße Stadt, wie Lissabon auch bezeichnet wird. Die Prognose verhieß im·puls Nummer 1 - 2015

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sc im·puls – Bericht Regen und Wind, jedoch herrschten Temperaturen von 22 Grad im Schatten auf einer wenig attraktiven Laufpiste, denn diese ging nur entlang des Flusslaufes und ließ auch durch die fehlenden Zuschauer das notwendige Flair vermissen. Die Organisatoren gaben sich viel Mühe und sorgten sich um alle Teilnehmer gleichermaßen. Dennoch hatten an diesem Tag die ärztlichen Helfer viel zu tun. Unsere Laufgilde schlug sich bei diesen äußeren Bedingungen recht achtbar und liefen folgende Zeiten: Dagmar Jesche 1:56:32 Silvo Jesche 2:08:25 2:08:27 Cordula Ratzlow Norbert Grohall 2:14:38 Andree Jeziorski 2:32:20 Annette Kleinschmidt 2:32:21 Gerade die Zeit von Annette Kleinschmidt war für uns alle ein Grund zum Feiern, denn sie war zum ersten Mal überhaupt einen Wettkampf gelaufen und dann gleich einen Halbmarathon. Nicht vergessen werden soll auch die Unterstützung von Elke Kleb, die krankheitsbedingt nicht laufen konnte und Anke Grohall. Sie standen an der Strecke und kümmerten sich um unsere Sachen, denn hier gibt es keinen Gepäcktransport. Das ist die Aufgabe jedes Teilnehmers selbst. Auch Duschmöglichkeiten gab es nicht. Aber wer dies vorher weiß, der kann sich darauf einstellen. Eine Besonderheit dieser Veranstaltung ist, dass im Zielbereich jeder Teilnehmer ein Eis erhält. Für uns alle eine neue Erfahrung. Aber einen zweiten Start bei diesem Halbmarathon wird es für uns nicht geben, auch wenn dies der schnellste Kurs ist, auf dem an diesem Tag auch Mo Farah den neuen Europarekord auf dieser Distanz auf 59:32 Minuten verbesserte. Unabhängig von Zeiten und Halbmarathon, ist diese Stadt eine Reise wert. Eine wundervolle Altstadt, eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und der intensive Hauch der Geschichte haben uns sehr tief beeindruckt. Aber auch die Freundlichkeit der Menschen, ihre Gelassenheit und Ruhe, das sind schon Eindrücke, die wir sehr gern auf den Heimweg mitgenom- men haben. Da am Tag der Heimreise kein Streik bei der Lufthansa war, mussten wir den kürzesten Weg zurück nach Frankfurt nehmen. Für eine Teilnehmerin wird Lissabon aber immer in prägender Erinnerung bleiben – wie bei allen Aktiven, die irgendwann ihren ersten Wettkampf bestritten haben. Andree Jeziorski Einige Zahlen am Rande: 172.000 Flaschen Wasser (0,33) 50.000 Portionen Eis 40.00 Flaschen Powerade (0,75) 48.000 Bananen 220 Dixis 12 Bands 175 Ärzte im·puls Nummer 1 - 2015 13

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sc im·puls – Laufsplitter Albert-Kuntz-Lauf Nordhausen Teilnehmerrekord zur 37. Auflage Schönes Laufwetter bescherte dem Veranstalter 350 Athleten, welche sich auf drei Distanzen (2, 8 und 16 km) den Wettkampf in Angriff nahmen. Auf dem langen Kanten (16km) bei den Männern dominierten die Triathleten des SV Nordhausen 90. Stephan Knopf überquerte in 53:24 min die Ziellinie vor Ulrich Konschak (53:30min) und Peter Seidel (55:20min), welcher den Dreifacherfolg perfekt machte. Bei den Frauen dominierte wieder einmal die Triathletin Katja Konschak (SV Nordhausen 90). Sie siegte in 1:02:53h klar vor Claudia Schulze (Mühlhausen, 01:09:31h) und Linna Lempke aus Bad Sachsa (fat fighters, 01:11:50h). Auf der 8-Kilometer-Distanz, unter anderem Auftakt zum Thüringen-Cup, siegte bei den Männern Matthias Göbel (NSV Wernigerode) in 24:14 min, gefolgt von Toni Keller (VSG Saaletal Wettin) mit 26:10 min. Dritter wurde Andreas Pohle (TRI Endurance Germany) in 26:24 min. Bei den Damen siegte Rebecca Roßberg (LV Altstadt Nordhausen) in 29:28 min vor Katharina Purcz (LAZ Leipzig, 30:38min) und Alexandra Vogel (33:57min) vom HSV Weimar Triathlon. 32. Käseschenkenlauf 84 Aktive dabei Es war sonnig, ca. 3°C, das Geläuf schlammig und auch teilweise gefroren. So präsentierten sich die äußeren Umstände den Läufern, welche den traditionellen Landschaftslauf um die Käseschenke auf eine welligen/hügeligen Strecke unter ihre Füße nahmen. Über die 10km bei den Männern siegte Theodor Popp (TSV Gera-Zwötzen) in 37:52min. Sebastian Seyfarth (1. SV Gera) kam als Zweiter ins Ziel mit einer Zeit von 39:17min gefolgt von Thomas Hegenbart (USV Jena) in 39:36min. Platz 1 bei den Frauen ging an Maria Lehmann (SV Gera-Zwötzen) in 54:23min. Claudia Behrendt (1. SV Gera) wurde Zweite in 56:37min. Als Dritte kam Janin Graumüller (Wünschendorf, 59:04min.) ins Ziel. Merkerser Kristallmarathon 467 Aktive im Ziel 550 m unter der Erde bei etwa 21°C konnten die Aktiven zwischen 3 Distanzen (Marathon, Halbmarathon und 10km) wählen. Die Marathonstrecke nahmen 106 Männer und 18 Frauen in Angriff. Es mussten insgesamt 13 Runden mit 750 Höhenmetern absolviert werden. Bei den Männern setzte sich Martin Nymann (Troldeungerne) in 02:57:03h durch. 14 im·puls Nummer 1 - 2015 Zweiter wurde Hannes Kranixfeld (Heiltherme Bad Waltersdorf) in 03:00:08h. Als Dritter überquerte Kim Klitggard Sørensen (Klub 100 Denmark) in 03:02:07h den Zielstrich. Bei den Frauen siegte Sandra Warweg (PFC Ilmenau) in 03:35:32h vor Claudia Seidel (Rheinsberg, 03:43:50min) und Thea Keller (SV Birkenhard) in 03:47:06min. Die Halbmarathonstrecke (7 Runden) absolvierten 179 Athleten. Hier errang bei den Männern Oliver Hein (Vacha) in 01:32:06h Platz 1. Ihm folgten Sascha Rödel in 01:32:15h und Mike Büttner (beide TDM Bamberg) in Dritte kam Kerstin Hein (Sportshop-Triathlon Team) in 01:50:05h ins Ziel. Auf der 10 km waren 164 Athleten aktiv. 48 Jahre Straßenlauf in Greiz Der Frühjahrsklassiker im Thüringer Vogtland Eine lange Tradition hat der Greizer Straßenlauf. Die offiziell vermessene 10km-Strecke wird gerne genutzt zum „Testen nach dem Winter“. Die relativ anspruchsvollen, asphaltierten 10km sind trotz ihrer knapp 100 Höhenmeter für schnelle Zeiten gut, wobei die 21 Jahre alten Streckenrekorde schon von einer besonderen Qualität sind (Heiko Schinkitz [29:41 min] und Romy Lindner [34:56 min] Ca. 160 Läuferinnen und Läufer nahmen die 10km-Strecke unter ihre Füße. Das spannende Rennen bei den Frauen entschied Jana Richter (LG Vogtland) mit 2Sekunden Vorsprung in 40:46min vor ihrer Vereinskameradin Anja Jakob. Dritte wurde Laura Schröter, ebenfalls LG Vogtland, in 42:55min. Bei den Männern siegte Fabian Gering (TV Wattenscheid 01) in 32:50min vor Holger Zander (LB Schwarzenberg 90, 35:10min) und Toni Keller (VSG Saaletal Wettin) in 36:04min. 01:32:38 auf den Plätzen 2 und 3. Souverän gewann Elvira Rölli (SV Birkenhard) in 01:41:23h bei den Frauen. Platz 2 ging an Kim Mess (Sf Blak-Geuß) in 01:48:57h. Als

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sc im·puls – Schlemmerecke Schnelles und leckeres Mittagsgericht ( 4 Personen) Ragout von Kalbsleber mit Kartoffelpüree Zutaten: 1 kg Kalbsleber 1 gelbe Paprikaschote, 1 rote Paprikaschote 100 g rote Zwiebelwürfel 200 g eingelegte Perlzwiebeln 1 Bund Petersilie ½ Bund Kerbel 250 ml Portwein ½ l Brühe 1 kg Kartoffeln mehlig kochend 100 g Butter Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Zucker, Honig 300 ml Sahne Öl zum Braten Zubereitung: Die Kalbsleber in Streifen schneiden und in der heißen Pfanne scharf anbraten. Noch nicht würzen. Leber aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Die roten Zwiebelwürfel anschwitzen. Die Paprika in Würfel schneiden, zugeben und mitgaren. Mit Portwein auffüllen und gut durchkochen. Die Brühe hinzugeben und mit etwas Mehl das Ganze binden. Mit Honig, Salz und Pfeffer abschmecken. Die leicht gesalzene Leber wieder zugeben. Kartoffel weich kochen und etwas abkühlen lassen. Butter und Sahne zugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Alles zu einem Brei stampfen. Das Ragout mit dem Kartoffelpüree auf einem Teller anrichten und mit frischen Kräutern bestreuen. Dazu schmeckt ein trockner Veltliner Guten Appetit und gutes Gelingen wünscht Bärbel Kleinsteuber Herausgeber: sc im·puls erfurt e.v. Schützenstraße 4, 99096 Erfurt Tel.: 0361/7443655, Fax: 7443654 sc-impuls-erfurt@t-online.de www.sc-impuls.de Redaktion: Esther Goldberg, Ralf Höhn, Birgit Münch, Olaf Kleinsteuber, Andree Jeziorski Titelfoto: Olaf Kleinsteuber Layout: Frank Naumann, Arnstädter Straße 14, 99096 Erfurt, Tel.: 0361/6435751 FrankNaumann-Erfurt@t-online.de www.art-franknaumann.de Anzeigen und Druck: Handmann Werbung GmbH Erscheinungsweise: alle drei Monate Einzelbezugspreis: 1,40 im·puls Nummer 1 - 2015 15

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