Jahresbericht 2014

 

Embed or link this publication

Description

Jahrensbericht 2014 DKSB OV Neumünster

Popular Pages


p. 1

B l a u e r E l e fa n t Jahresbericht 2014 schut z ucht e a in br e ga nze S t r e d a n d t Ki

[close]

p. 2

2 Unser Auftrag Was wachsen will, braucht Raum und Wärme, eine Hand, die nicht schlägt oder droht, nicht abwinkt und nicht festhält. Eine Hand, die nicht nimmt, was ihr nicht gehört, nicht Augen, Ohren, Mund verschließt. Eine Hand, die schützt, was zart und zerbrechlich ist und nicht beschneidet, was über sich hinaus wachsen will. Jedes Kind hat das Recht, Vertrauen und Verlässlichkeit zu erfahren, in Unbeschwertheit und Sorglosigkeit zu leben und uneingeschränkt die Welt, die sich ihm öffnet, zu erforschen, zu entdecken und mitzugestalten. Jedes Kind verdient einen sicheren Platz in einem liebevollen Umfeld. Jedes Kind verdient es, versorgt und begleitet zu werden, um die Hürden des Lebens meistern zu können. Jedes Kind hat das Recht, von unserer Gesellschaft nach Kräften unterstützt und gestärkt zu werden. Kein Kind verdient weniger – das ist unsere Überzeugung, dafür stehen wir! Wir reichen viele Hände: Sie halten fest, wenn der Boden ins Wanken gerät. Sie lassen los, wenn Sicherheit und Kraft wieder da sind. Sie leiten um, wenn der direkte Weg zum Ziel versperrt ist. Wir mischen uns ein! Wir sagen „Stopp“, wenn das Recht auf ein gesundes Aufwachsen in Gefahr ist und die Stimme der Kinder und Familien nicht gehört wird. Wir hören zu und reden mit, gut ausgebildet und erfahren, auf Augenhöhe und ohne viel Aufheben. Wir begleiten und kommen entgegen, wir machen uns stark – für Kinder, für Eltern, für Familien, hier, wo wir uns auskennen, in Neumünster! de r nde rsch utzb un dN eum üns ter J ahre sb e r i ch t 2 01 4 Ki n d ersch utz b rauch t e i ne g anze S tadt Kin d erschutzbu chutz inders nd Neumünster Jahresbericht 2014 K ei cht brau ne ga nz r ua an J t tad eS 2 4 01 n Ki de c rs tz hu nd bu Ne um ün st er Ja h re s be ric ht 2 Gudrun König Vorsitzende des Kinderschutzbundes Neumünster 01 4 Ki n

[close]

p. 3

3 iNHALT Fachberatung.........................4 ch t2 01 4 Ki nd er Für Kinder..............................6 hre sb eri hu sc Für Eltern...............................8 Für Familien.........................10 utz bu Schatzkiste...........................12 Sta d r b tz hu sc u ra t ch ad e St anz eg ein t Kind bun erschutz eric hresb 14 Ja ar 20 u n a J ünster d Neum 14 K ht 20 sch in d e r utz b rau c ht e i ne tadt ze S gan der Kin ut sc h zbu nd Ne r ah rJ ste n ü um es be Ausstellung ECHT KRASS an der Elly-Heuss-Knapp-Schule Impressum Herausgeber: Deutscher Kinderschutzbund, Ortsverband Neumünster e.V. Plöner Str. 23, 24534 Neumünster Telefon: (04321) 55657-10, Fax: (04321) 55657-19 www.dksb-nms.de Konzeption: Mission-Based Consulting, www.mission-based.de Bildnachweis: Titelbild: Helmut R. Klein, alle übrigen: Kinderschutzbund ic ht Ansprechpartner. .................19 r 20 14 Kin d Zahlen..................................18 ers ch u tz b ra u Spenden. ..............................17 cht e i ne ga On Tour................................16 n ze tK i nd Für Neumünster...................14 ers ch nd Ne um ün ste r Ja

[close]

p. 4

4 Fachberatung Manche Kinder leiden. Wenn Mädchen und Jungen von sexuellem Missbrauch betroffen sind, kann sich dies auf unterschiedliche Weise zeigen. Spezifische Symptome für sexuellen Missbrauch gibt es nicht. Häufig stehen der Täter oder die Täterin den Kindern nahe und es wird ein großer Druck zur Geheimhaltung ausgeübt. Gefühle wie Schuld und Scham oder die Angst, dass ihnen nicht geglaubt wird, können es zusätzlich schwer machen, sich jemandem anzuvertrauen. Diese betroffenen Kinder brauchen aufmerksame Erwachsene, die sensibel Veränderungen, zum Beispiel im Verhalten der Kinder, wahrnehmen und dabei offen sind für verschiedene Ursachen. eum üns t er Ja hre sb er ic 330 ht 2 01 Beratungen von Familen mit betroffenen Kindern und Jugendlichen zwischen 1 und 21 Jahren Kinder äußern sich nur selten mit Worten. Sie zeigen uns, was sie brauchen. Bestimmte Verhaltensweisen benötigen handlungsfähige Erwachsene, die benennen und aushalten können. Die bereit sind Verantwortung zu tragen. Dies ist oft sehr schwer und in diesem Prozess begleiten wir. Was ist zum Beispiel zu tun, wenn eine Kollegin oder ein Kollege unter Verdacht steht? Oder wie gehe ich mit bestimmten Verhaltensweisen und Äußerungen des Kindes um? Alle Fachkräfte haben eine therapeutische Weiterbildung und spezifische Zusatzqualifikationen und sind mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen vertraut, um fallbezogen variabel zu sein. ne ganze Stadt Kinders ucht ei ch u t zb un d N e nst mü eu r Ja b hres BLAUE ELEFANTEN Konferenz Kiel ad Kin de rsc h utz bu n dN eu m ünste r Jahresbericht 2014 sc der Kin ch au br z t hu Helga Göllert, Godela Köster, Nadine Kirchner, Cordula Stolzenhain (v.l.n.r.) ei ne ua r 20 14 t ga nz e tJ an St ad tK ind ers St chu e nz tzb und Ne e umün ster tz Jahresbericht 2014 Kindersch ra utz b 4 e nd Ki rs ch utz u bra ch te i ne gan ze Sta är dt M 014 z2 d Kin c ers hu u tzb nd u Ne n mü r ste Ja hre sb eri ch 4K 01 t2 ind er hu sc br au in te ch ga

[close]

p. 5

5 113 97 2 0 1 4 Ki nd Fälle von Kindeswohlgefährdung 120 br ine ht e a uc Fälle von Sexueller Gewalt nd N zbu hut rs c n ga t berich erschutz braucht eine ganze Stadt K indersch utzbund Ne chutz umünster Jahresbericht 2014 Kinders DDDie Fachberatungsstelle des Deutschen Kinderschutzbundes in Neumünster unterstützt Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien. DDDarüber hinaus kann sich jeder, der mit Kindern arbeitet oder zu tun hat, an uns wenden. Wir begleiten Lehrkräfte, Erzieherinnen, Familienhilfen, Nachbarn und jeden anderen Mitbürger, der bereit ist hinzuschauen. DDWir unterstützen bei Vernachlässigung, bei körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. DDBei Fragen, Beobachtungen, Wahrnehmungen und Sorge um ein Kind helfen wir telefonisch oder persönlich, selbstverständlich auch anonym. DDWir entwickeln mit den Menschen individuelle, kreative Lösungswege. DDWir arbeiten präventiv zur Erhöhung der Achtsamkeit für kindliche Bedürfnisse. Die Kinder bestimmen den Beratungsprozess mit und werden soweit wie möglich beteiligt. DDWir beteiligen uns an Arbeitskreisen um auf die Situation von Kindern und Familien aufmerksam zu machen und diese zu verbessern. ze St ad t Fälle von allgemeiner Gewalt eumü nster Jahr esbericht 2014 Kinderschutz b r a u ch t e in e ganze K e ind Stadt K

[close]

p. 6

6 für Kinder Kinder werden an vielen Stellen unserer Gesellschaft noch nicht als eigenständige Persönlichkeiten angesehen. Aber sie sind es! Wir wollen Kinder stark machen, damit Sie sich ganz individuell entwickeln können und zu starken Persönlichkeiten mit eigener Meinung, eigenen Bedürfnissen und eigenen Erfahrungen heranwachsen. Wir setzen uns ein für die Rechte der Kinder und leben diese vor. un d Neu a rJ te ns ü m hr es er ic ht b 20 14 Ki nd er sc hu tz br au ch te a h re ter J üns eum Kita Blauer Elefant 7:00 Uhr: Timo, 3 Jahre, wird von seiner Mama in unsere Kindertagesstätte BLAUER ELEFANT gebracht. Noch etwas verschlafen lässt er sich auf die Sitzbank der Waldgarderobe plumpsen. Während Mama ihm die Regenkleidung auszieht, schaut er sich um, blickt auf die großen Pilze und Blumen, tastet mit einer Hand das schöne Holz der Äste ab. de Kin Timo betritt den Raum „Wald, Wiese, Weide“. Eine fröhliche Begrüßung der Erzieherinnen, dann huscht er zu seiner Freundin Lisa in hutz braucht eine ganze Stadt Kinder den Tunnel mit Schattenwand. Die beiden indersc 014 K il 2 r p A giggeln, machen Schattenspiele. Nach einer 14 t 20 ich r e Weile schnappen sie sich ein Buch, während b res ah rJ langsam auch die anderen Kinder – manche e t s ün um schon hellwach und fröhlich, einige noch etwas Ne d un morgenmuffelig oder traurig – eintrudeln. tzb Vorstellung DKSB vor dem Juhu e nz 9:00 Uhr: Timo durfte heute im Singkreis sein Lieblingslied aussuchen. Er hat besonders laut gesungen. Aber nun wird erstmal gefrühstückt. Gemeinsam mit den Freunden wird aufgedeckt und dann gegessen. Heute hat Timo Hunger auf Müsli. Brot hatte er gestern schon. Außerdem hat er das Müsli mit seiner Erzieherin zusammen gemischt. „Lisa, gibst Du mir bitte mal die Milch?“ sb e rich t 20 i nde 14 K rsch utz brau ch t ei ne gan tadt ze S rsch utzb und Neu ns mü ter Ja h re s ber icht 201 St ad c rs de in K t gendhilfeausschuss i nd 4K t chu e rs zb ei cht rau in e ga ne ga n ze d Kin dt Sta ch er s b utz

[close]

p. 7

7 11:45 Uhr: Was für ein toller Tag! Mit dem Krippenwagen war die Gruppe heute unterwegs. Zunächst ging es zur großen Baustelle am Teich. Die Kräne haben Timo besonders gefallen. So einen hätte er auch gern. Auf der Rücktour hat er auf dem Spielplatz im Park mit Torben ein riesiges Loch gegraben. Da ist das ganze Regenwasser rein gelaufen. „Ich hab Hunger“, ruft Timo, streift sich Regenhose und Gummistiefel ab, wäscht sich die Hände und verschwindet im Gruppenraum. u n d Ne rschutzb u mü n s ter Ja hresb erich t 20 1 4 Kind e r sc hu t zb rau cht e ine gan tzbu nd N eum üns Begleiteter Umgang Manchmal trennen sich Eltern. Eine besondere Situation, die nicht jede Familie ohne Hilfe meistern kann. Wir helfen, damit Kinder ihr Recht wahrnehmen können, Kontakt zu beiden Elternteilen zu halten. 34 Familien wurden von uns im Jahr 2014 begleitet. 54 Kinder im begleiteten Umgang ze 14 K inder schut z brauc ht ein e g a n Stad ter J ahre sber i cht 2 0 t Kinderschu ze S tad t Ki n der sch u tzbund Neumünster Jahresbericht 2014 Kinderschutz braucht eine ganze Stadt Kinderschutzbund Neum ünster Mai Vortrag Sozial- und Gesundheitsausschuss 20 1 4J ah r be es ht r ic 2 4 01 Kin de rsc ra zb hut uch ne t ei ze S g an t tad K in d

[close]

p. 8

8 für Eltern „Wenn es den Eltern gut geht, profitieren auch die Kinder davon.“ Das ist unsere feste Überzeugung. Wir wollen Eltern in allen Lebenslagen zur Seite stehen und sie in ihrer Erziehungskompetenz stärken und fördern. Entlastung, ein offenes Ohr und Einbindung der Eltern in unsere Aktivitäten sind für uns die Schlüssel zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. tzbu erschu tzb u hu nd N eum ü ns ter Jah re sbe ric h t 20 14 K inders ch utz br aucht e ine ganz ünster e Stadt Juni 20 14 Kinderschutzbund Neum Ja t 2 01 erich h re s b 4 Ki nd uch bra hutz e r sc t e in e ga n tad ze S t Kind nd Neumünster Jahresbericht 20 Elterngarten KIK Netzwerk „Häusliche Gewalt“ Zentrale Anlaufstelle für Väter und Mütter ist unser „Elterngarten“ im Herzen Neumünsters. Schon beim Eintritt in das Gebäude im Fürsthof 9 fällt ein großer Teil der täglichen Anspannung ab. Der Charme des alten Fachwerkhauses und die liebevolle Einrichtung lassen die Eltern zur Ruhe kommen. Einmal tief durchatmen und ankommen dürfen – herrlich! Ganz abschalten lässt es sich dann bei einem der „Wellnesstage“. „Ich fühle mich wie ein neuer Mensch!“ heißt es nach einem Styling und gesunden Cocktails für die Mütter. Und die Kinder sind stolz: „Mama, Du bist wunderschön.“ Wir schaffen besondere Momente – gemeinsam: Im April 2014 haben Eltern ein Buch, das von Autorin Bianca Stuck vorgeschrieben und vorillustriert wurde, ganz individuell gestaltet. Das eigene Kind wurde zur Hauptfigur der Geschichte, die Familie am Frühstückstisch war plötzlich die eigene. „Während wir das Buch gestaltet haben, haben wir viel über Rhythmus und Hygiene gelernt“, ergänzt eine Mutter. Es geht um Vertrauen. Jeder Mensch wird bei uns so empfangen, wie er ist. Das geschenkte Vertrauen und die Offenheit führen häufig dazu, dass sich auch die Eltern öffnen. Konkrete Sorgen und Probleme treten dann in den Vordergrund. Dann suchen wir gemeinsam nach Lösungsansätzen und dem passenden Angebot innerhalb unserer Einrichtung.

[close]

p. 9

9 0 1 4 Ki n dersch utz br au c h t eine ganz e St a dt Jul i 20 14 K in d ers chu tzb un dN eu mü ns ter Ja hre Lenkungsgruppe Willkommenskultur sb er ich t2 Der Elterngarten ist täglich von 9 – 12:30 Uhr geöffnet. Montag und Donnerstag – Frühstücksrunde Dienstag – vormittags Kreativangebote, nachmittags Eltern-Kind-Turnen Mittwoch – gesundes Kochen Sonderaktionen: Wellnesstage, Ferienaktionen, Fitnessangebot, Nordic Walking, uvm. 01 4 Ki n de rs ch ut z br au ch te in e ga nz e St ad t 2185 Ki nd er sc hu tz bu nd Besucher/innen im Elterngarten Ne um ün s ter J ahresbe ri c h a utz br t 2014 Kindersch u ch an z eg t ein tad eS ind tK sc er tzb hu d un

[close]

p. 10

10 für Familien Gerade in den ersten Lebensjahren eines Kindes stehen Familien immer wieder vor großen Herausforderungen. Wie soll ich bloß den Haushalt schaffen, wenn mein Kind immer schreit? Welche Ernährung ist die beste für mein Kind? Wie kann ich auch mal Zeit für mich haben? Unsere Familienpaten sind zur Stelle, um den Familienalltag etwas leichter zu machen. Familienpaten 2014 war das Jahr der Veränderung bei unseren Familienpaten. Mit Tina Langrock hat eine neue Koordinatorin die Auswahl, Schulung und Einsatzplanung für das ehrenamtliche Team übernommen, unterstützt von Colle Apfelstädt. Die richtige Haltung der Mitarbeitenden gegenüber den Familien ist die Basis für eine gute Zusammenarbeit und Hilfestellung: „Jeder Mensch wird mit den Ressourcen akzeptiert, die er mitbringt.“ Nächstes Ziel der 32jährigen Heilpädagogin Langrock ist der zahlenmäßige und qualitative Ausbau des Teams. Gemeinsam mit Partnern aus Politik, Frühen Hilfen und Verwaltung haben wir uns 2014 auf den Weg gemacht, ein Willkommenspaket ga RSH-Kindertag hre sberich t2 01 4 Se für Neugeborene zu entwickeln. Aus diesem Grund wurde auch eine Bedarfsabfrage bei Familien durchgeführt, mit der wir ermitteln wollten, welche Angebote in Neumünster von Familien gewünscht werden und wie bekannt die bestehenden Angebote sind. Die Ergebnisse (über 450 ausgefüllte Rückmeldeformulare) geben uns einen klaren Auftrag mit auf den Weg: Unsere Angebote müssen noch bekannter gemacht werden! Denn am wenigsten bekannt waren den Teilnehmern der Befragung Anlaufstellen wie der Elterngarten und unterstützende Angebote wie unsere Familienpaten. Ne um Ja hr es be r ic ht 20 1 4K ind ers ch u t z braucht eine ganze Stadt Kin re Jah ster mün u e N b u nd derschutz 1 t 20 rich sbe i nd 4K e hu r sc tz a br u te ch in Tina Langrock, Nicole (Colle) Apfelstädt (v.l.n.r.) an e g ze St ad tK ind er sc hu tzb un d ün ste em pt be r 14 20 Ki nd er h sc zb ut ra ht uc e ein nz e ad St hu sc er i nd tK bu tz nd u Ne ün m er st

[close]

p. 11

11 Sta dt Ki nd e g an 01 4K in d in e Eröffnung Schatzkiste cht e ers chu tz b ra u cht e ra u ine tz b g an ze S tadt K er Ja h res be ri c ht 2 01 4K in d e rs ch u inders c hutzbund Neumünster Jahresberich Kin t 2 014 t chu ders z n ei ht uc a r b Am meisten wünschten sich Familien nach der Geburt ihres Kindes Schlaf, Austausch und praktische Unterstützung. e ga nz eS ze ric h t2 tadt ah res be Kind e utz ch rs er 20 14 J rsch d Neumünste b un rO kt ob utzb und Ne u mü nste r Ja hr 4451 esb e ri c ht 2 Anrufe beim Kinder und Jugendtelefon 014 Kin d

[close]

p. 12

12 Schatzkiste Die Geschichte vom hässlichen Entlein ist den meisten bekannt. Unser Entlein hieß bis vor kurzem Kinderkleiderkammer. Das Angebot machte durchaus Sinn und trug zur Unterstützung von Familien bei. Ein neues Gewand war jedoch zum 30. Geburtstag des Angebots angebracht. Darum wurde aus der Kinderkleiderkammer am 15. Oktober 2014 die SCHATZKISTE. Von der Gasstraße, einer eher wenig frequentierten Straße mit Hinterhofcharakter, Stolperfallen und schlechter Beleuchtung zogen wir in ein helles Ladengeschäft mit bester Anbindung an die Einkaufsmeile der Innenstadt. Doch vor dem Einzug war noch einiges zu tun: Einige Auszubildende des Berufsbildungswerks Neumünster brachten Farbe ins neue Domizil, ehrenamtlich koordiniert durch Malermeister Hans-Jürgen Stiehm. Nun konnten die Möbel kommen. Ein „ stiller“ Sponsor lieferte ein professionelles Regalsystem, das unserer Schatzkiste den letzten Schliff verlieh. Die Räumlichkeiten in der Gasstraße nutzen wir weiterhin als Lager, doch auch dort hat sich einiges verändert: Mehr Platz und übersichtliche Regale erleichtern die Arbeit. Virtueller Rundgang durch die Schatzkiste: ers ch utz ei n hu tzb u nd Ne um ün ste r Ja hr es be ric ht 20 14 Kin der s chut zb raucht Kin dt Sta e z an eine g t zb hu sc r de un d er st ün m u Ne hr es Ja be tK ind er sc ric ht 20 14 ze St ad Ki n eg an de rs ch u br au c ht tz br au ch t ei ne ga nz be ric ht 20 14 Kin d e St ad tK in de rs ch ut zb un d Ne um ün st er J ah re sb er ic h t2 01 4 Ki n de rs

[close]

p. 13

13 Kleidung wird im Lager nach Größe und Art sortiert, repariert, gewaschen und gebügelt, damit sie anschließend im Ladengeschäft präsentiert werden kann. Ein richtiger Laden muss natürlich auch erreichbar sein. Dank unserer tollen Ehrenamtlichen konnten wir die Öffnungszeiten so erweitern, dass nun wochentäglich von 10:00 bis 13:00 und 14:00 bis 17:00 Uhr eingekauft werden kann. Jeder ist in der Schatzkiste willkommen, unabhängig vom Geldbeutel. Mit der Neueröffnung haben wir ein Zwei – Preissystem eingeführt. Die ausgewiesenen Preise werden mittels der Schatzkarte, die unkompliziert von Familien mit ahre geringem Einkommen beantragt werden kann, um bis zu 50 Prozent reduziert. Service wird groß geschrieben. Nicht nur der Einkauf kann hier schnell erledigt werden. Eine Sitzecke und ein frisch aufgebrühter Kaffee laden zum Verweilen und zum Austausch ein. Wir betreiben jetzt einen kleinen „Kinder-ModeLaden“ mit allem, was Kinder brauchen. Und auch große Teile wie Kinderbetten, Kinderwagen und Kindermöbel werden auf Anfrage vermittelt. Schauen Sie vorbei oder begleiten Sie uns zunächst auf einen virtuellen Rundgang! Herzlich willkommen! de Kin sc h ut z b ht uc ra ne ei g ze an t ad St Adresse der Schatzkiste Kieler Str. 18 24534 Neumünster nd Ki h sc er n bu utz dN e um J ter üns sberic ht 2014 Kinderschutz brau cht ein eg an ze S tadt Kind ersch utzbund Neumünster Jahresbericht 2014 Kind tz b r erschu a u ch eg t ein an t a dt ze S rsc h ün eum dN n u b utz r ste Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr.

[close]

p. 14

14 für Neumünster Jede Stadt bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich, aber auch ihre ganz eigenen Vorteile. Unsere Arbeit soll nachhaltig und spürbar dazu beitragen, dass die Lebensumstände der Kinder in Neumünster sich verbessern. Erreichen wollen wir das in guter und vertrauter Zusammenarbeit mit starken Partnern aus Gesellschaft, Politik und Sozial- und Gesundheitswesen. Netzwerk frühe Hilfen Ein vertrauensvoller Umgang ist auch Grundpfeiler des Netzwerks Frühe Hilfen Neumünster. Bei aller vorhandenen Konkurrenz einzelner Träger arbeiten hier zahlreiche Erbringer sozialer und gesundheitlicher Leistungen Seite an Seite. Informationsaustausch findet in regelmäßigen Treffen statt, aber auch in Einzelgesprächen. Ziel des gemeinsamen Wirkens ist der Aufbau eines präventiv wirkenden Netzes für alle Familien von der Schwangerschaft bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres. Wo auch immer eine Familie Hilfe erbittet, soll bekannt werden, an welcher Stelle die passende Hilfe zu finden ist. Nur so kann konsequent und richtig weiter verwiesen und schnelle, gute Unterstützung gewährleistet werden. Als koordinierende Stelle organisieren wir beim Kinderschutzbund die Netzwerktreffen, kommunizieren mit anderen Gremien und sind Bindeglied zu kommunalem Träger und Landesministerium. Aus dem Netzwerk Frühe Hilfen heraus entwickelte sich 2014 unter unserer Beteiligung die Idee eines Willkommenspakets für Neugeborene in Neumünster. Ein kleines Geschenk und eine Postkarte, die auf die Homepage der Frühen Hilfen weiterleiten soll, werden auf der Geburtsstation an alle Familien übergeben, unabhängig von Herkunft, Sprache, sozialem Status oder Hilfsbedürftigkeit. Unterstützt haben wir auch die Hebammen mit einer Gemeinschaftsaktion auf dem Großflecken, um auf die unhaltbaren Arbeitsbedingungen dieser Berufsgruppe aufmerksam zu machen. Auch in 2015 wollen wir weiter daran arbeiten, dass Unterstützungsangebote so früh wie möglich ansetzen, damit die Chancen aller Kinder auf eine gesunde Entwicklung weiter erhöht werden. Kind ers c hut zbu n dN eu mü ns ter Ja hr es be ric ht 2 4 01 s er nd Ki e cht rau b utz ch in an eg ze S i tadt K nderschutzbund Neumünster Jahresbericht 2014 Kinder An unserem Netzwerkbaum im Elterngarten hängt für jeden Partner ein Apfel als Zeichen der fruchtbaren Zusammenarbeit.

[close]

p. 15

15 Kinderschutzzentrum Der Bedarf an qualifizierter therapeutischer Unterstützung in Neumünster ist hoch. Gewalt in ihren Formen ist vielseitig und der Bedarf übersteigt bei weitem das vorhandene Angebot an Beratung und Therapiemöglichkeiten. Darum entwickeln wir uns ständig weiter. Mittelfristig möchten wir personell aufstocken, weitere Kompetenzen bei uns ansiedeln, um noch variabler beraten zu können. Zudem möchten wir neue, bisher nicht ausreichend in Neumünster bediente Themenfelder wie Vernachlässigung oder Häusliche Gewalt (Kinder) erschließen und erforschen. Daher sind wir Partner im Modellprojekt „Kinderschutzzentrum im ländlichen Raum“ – gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutzzentren, dem Landesverband des Kinderschutzbunds und den Fachberatungsstellen in Segeberg und Ostholstein. Zusammen erarbeiten wir ein vollkommen neues, innovatives und bundesweit einzigartiges Konzept für Kinderschutzarbeit, um den heutigen Anforderungen in unserer Stadt und dem Umland gerecht werden zu können. erschutz br aucht eine ganz „Wenn man einem Kind tad eS nz a Moral predigt, eg ein ht c u lernt es Moral predigen, bra u tz ch s r wenn man es e in d 4K 2 01 warnt, lernt es warnen, t h ic ber re s wenn man mit ihm Jah r e t üns eum dN schimpft, lernt es bun z t u ch ders n i K t schimpfen, wenn man es tad S ganze cht eine rschutz brau auslacht, lernt es auslachen, wenn man es demütigt, lernt es demütigen, wenn man seine Seele tötet, lernt es töten. Es hat dann nur die Wahl, ob sich selbst, oder die anderen oder beides.“ (Alice Miller: Am Anfang war Erziehung) e ind tK h rsc N nd bu utz e nst mü eu rich sbe hre r Ja t 20 Kind 2014 ber vem o 14 N e Stadt Ki n d e r Aktion zum Tag der Kinderrechte

[close]

Comments

no comments yet