Calluna Frühling 2015

 

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Das Vier-Jahreszeiten-Magazin der Südheide, Ausgabe Frühling 2015

Popular Pages


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www.calluna-magazin.de Nr. 64/17. Jahrgang Frühling 2015 Da s Vier-Jahreszeiten-Maga zin der Südheide Eine Welt ohne Insekten? Für Prof. Dr. Mario Markus eine schreckliche Vorstellung Zwischen den Kulturen Emina Berisa über ihr Leben als Roma in der Südheide Mar tin Oel lkers we eiß, wie‘s geht Wegwerfen? Nein danke! Hilfe für hoffnungslose Fälle im Repair-Café Calluna 1

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BU CH L A D EN Calluna Jürgen Rohde Beiträge von Dr. Günter Dickmann und Karsten Borggräfe Moore, Menschen, Mauerwerk Streifzüge durch das Isenhagener Land KLOSTER ISENHAGEN Henning Tribian Von der Gründung bis zur Reformation Hans Schönecke ... nur ödet mich das miese Wetter Calluna Auf den Spuren von Hermann Löns in der Südheide bei Gifhorn Literatur im Gespräch Von Jürgen Rohde Einer von uns Die wundersame Geschichte des Juden Julius Katz erzählt von Jürgen Rohde Kloster Isenhagen Von Dr. Henning Tribian Moore, Menschen, Mauerwerk Von Jürgen Rohde ...nur ödet mich das miese Wetter Von Hans Schönecke Eine Zeitreise durch die Literaturgeschichte im Stil eines Dokumentarspiels – lehrreich und unterhaltsam zugleich. 368 Seiten, Softcover ISBN 978-3-944946-03-0, € 12,90 auch als eBook erhältlich (€ 9,90) Wie gelang es Julius Katz, als Jude die Nazi-Zeit zu überleben, ohne sich zu verstecken? 116 Seiten, illustriert, Softcover ISBN 978-3-944946-00, € 8,80 Wissenschaftlich fundiert und dennoch leicht verständlich wird die Geschichte des Klosters von der Gründung bis zur Reformation erzählt. 92 Seiten, illustriert, Softcover ISBN 978-3-944946-01, € 9,90 Die Streifzüge durch das Isenhagener Land führen hinaus in die vielfältige Natur und zu kulturgeschichtlich interessanten Zielen. 104 Seiten, illustriert, Softcover, ISBN 978-3-9810373-6-4, € 9,80 Keiner hat das Bild der Heide so geprägt wie er: Hermann Löns hat in Gifhorn und Umgebung viele Spuren hinterlassen. 256 Seiten, illustriert, Hardcover, ISBN 3-9810373-2-4, € 12,80 Tierische Beziehungen … ganz menschlich Anke Klösel Die Kuh muss vom Eis Heitere und denkwürdige Kurzgeschichten aus der Südheide HEITERES & DENKWÜRDIGES erlebt und erzählt von Tierarzt Dr. Rudi Prasse cover_frechbacken_rz.indd 1 23.11.2009 21:34:47 Uhr Tierische Beziehungen ...ganz menschlich Von Tierarzt Dr. Rudi Prasse Tiere, Typen, Turbulenzen So steht‘s in meinen Tagebüchern Von Tierarzt Dr. Rudi Prasse Frechbacken & Landlavendel Satirisch ausgepackt und lyrisch verpackt von Rudi Prasse Die Kuh muss vom Eis Heitere Kurzgeschichten von Anke Klösel Die Berliner aus dem Busch Hurra, wir ziehen in die Heide! Von Simone Schniedermeier Ein humorvoller Einblick in die abwechslungsreiche Tätigkeit eines Landtierarztes in der Südheide. 320 Seiten, Softcover, ISBN 3-00-014482-X, € 12,80 Ein Landtierarzt erzählt aus seinem Leben und erinnert sich an denkwürdige Begegnungen mit Zwei- und Vierbeinern. 238 Seiten, illustriert, Softcover, ISBN 978-3-9810373-7-1, € 12,80 Zwei Bücher in einem: heitere bis freche satirische Kurzgeschichten und nachdenkliche, tiefsinnige Lyrik. 128 Seiten, illustriert, Hardcover, ISBN 978-3-9810373-8-8, € 14,80 Die kleinen Abenteuer des (Hausfrauen-)Alltags mit all ihren Missgeschicken, illustriert von Monika Dannheim. 72 Seiten, illustriert, Softcover, ISBN 978-3-9810373-3-3, € 7,80 Eine Familie tauscht das Leben in der Großstadt gegen das Landleben ein. Sie zieht in ein altes Sägewerk im Wald. 96 Seiten, illustriert, Softcover, ISBN 978-3-9810373-5-7, € 8,80 KULTURDENKMÄLER Henning Tribian Ein Jander Jordan Buch Entdeckertour Exkursionsführer zu Kulturdenkmälern in der Samtgemeinde Hankensbüttel Wir Heidschnucken vom Sothriethof Beeren, Blüten, Beete Ein Streifzug durch den Garten des Klosters Isenhagen und seine Geschichte. Broschüre, 48 Seiten, farbig illustriert, € 3,50 Calluna Südheide Verlag 1 Wir Heidschnucken vom Sothriethof Von Klaus Jordan und Anna Jander Albert Othmer: Spuren in Uelzen und Buxtehude Von Uwe Harnack Entdeckertour Von Dr. Henning Tribian Die Abenteuer der drei Heidschnuckenlämmer Löckchen, 96 und Mondchen auf einem Schnuckenhof in der Südheide. Ein bezauberndes Kinderbuch, das auch von Erwachsenen geliebt wird. 96 Seiten, farbig illustriert, Hardcover, ISBN 978-3-9810373-0-8, € 14,80 Das Buch stellt Leben und Werk des Künstlers im zeitgeschichtlichen Kontext vor und zeigt 28 Arbeiten, die sich überwiegend in Privatbesitz befinden und selten ausgestellt werden. 56 Seiten, farbig illustriert, Hardcover, ISBN 978-3-944946-02, € 19,80 Ein Führer für eine Radrundreise zu Kulturdenkmälern im Raum Hankensbüttel. Farbig illustrierte Broschüre, 48 Seiten mit Ausklappkarte, € 4,50 Alle Bücher und Broschüren erhältlich im Buchhandel oder direkt bei Calluna in Gifhorn, Oerrel und Uelzen. Bestellen Sie telefonisch unter 0 58 32/97 98 40 oder per E-Mail: kontakt@calluna-medien.de. Versandkostenfreie Lieferung im Inland. 2 Calluna

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EDITORIAL INHALT VARIATIONEN IN GELB Ein Bilderbogen VEGIFEST AM MAIFEIERTAG Ernährung, Gesundheit, Lebensfreude 5 6 7 8 12 14 18 22 23 24 27 34 36 41 44 46 50 60 28 54 62 32 4 Titelbild (blühender Schnittlauch): Inka Lykka Korth / Teaserfotos (von oben): Inka Lykka Korth, Christine Kohnke-Löbert, IMarion Korth im Frühling blühen nicht nur die Blumen, Büsche und Bäume, sondern auch wir Menschen auf. Jetzt drängt es uns wieder nach draußen, hinaus in die Natur, wie es so schön heißt. Der Naturbegriff wird allerdings meist recht großzügig ausgelegt. Das Wort Natur hat seinen Ursprung im lateinischen Wort nasci, was entstehen oder geboren werden bedeutet. Somit sind wir als Menschen Geborene selbstverständlich ein Teil der Natur. Leider vergessen wir das gerne – oder verdrängen es einfach. Manche von uns scheinen Natur sogar als etwas Unheimliches, etwas Bedrohliches zu empfinden. Gelegentlich haben wir Gäste aus der Großstadt, die uns auf unseren sonntäglichen Touren mit den Hunden begleiten. Wir wandern dann mit ihnen gerne durch den Wald und die angrenzenden Moorwiesen. Unterwegs begegnen wir selten anderen Menschen, sehen dafür umso mehr Kraniche und Greifvögel, Hasen und Rehe und zuweilen sogar Füchse und Hirsche und den scheuen Schwarzstorch. Von manch einem Gast haben wir dabei schon gehört: »Na, das ist ja Natur pur hier.« Wir müssen dann immer lächeln, denn »Natur pur« gibt es so gut wie gar nicht mehr in unserem dicht besiedelten Land. Zwar ist die Südheide im Vergleich zu vielen anderen Landstrichen relativ menschenleer, aber die Landschaft ist genauso von Menschen geformt wie überall. Sogar dort, wo rote Schilder mit der Aufschrift »Naturwald« stehen, werden wir keine Natur im ursprünglichen Sinn mehr finden. Ein Naturwald ist kein Urwald, sondern ein irgendwann einmal von Menschen angepflanzter Forst, in dem aber kein Holz mehr geerntet und nicht mehr aufgeräumt wird. Wo der Mensch sich zurückzieht und auf weitere Eingriffe verzichtet, kann die Natur sich wieder frei entfalten, und aus Forst wird Wald. Dass die Artenvielfalt in manchem Wirtschaftswald mit durch Holzeinschlag künstlich geschaffenen Lichtungen höher ist als in einem Naturwald, ist ein Thema, das wir gerne bei anderer Gelegenheit einmal näher ausführen. Kürzlich waren wir im Schäfermoor zwischen Eldingen und Höfer (Seite 8), und dort hatten wir zum ersten Mal nach langer Zeit wieder den Eindruck, wirklich draußen in der Natur zu sein. Unberührt ist dieses Moor auch nicht, aber es wirkt doch weitgehend naturbelassen. Gestört wird dieses Bild lediglich durch die allgegenwärtigen Hochsitze. Da gibt es Leute, die fühlen sich durch Windkraftanlagen belästigt. Die Jagdmöbel sind zwar nicht so groß und weithin sichtbar wie die Windräder, aber dafür umso zahlreicher. Doch es lohnt sich nicht, sich darüber aufzuregen. Auch sollten wir uns nicht darüber ärgern, dass nicht jeder Weg befestigt und beschildert ist. Stattdessen sollten wir uns freuen, wenn wir in einer Gegend unterwegs sind, die sich wenigstens noch ein bisschen nach Natur anfühlt. Und wozu gibt es denn Mountain-Bikes mit heidesandtauglichen Profilreifen und Wanderschuhe mit wasserdichter Membran? Wir sind jedenfalls froh, dass wir nicht unbedingt nach Island oder Alaska reisen müssen, um Natur zu erleben, sondern dass es auch hier in der Südheide noch solche wunderschönen, naturnahen Inseln wie das Schäfermoor in unserer aufgeräumten, durchstrukturierten Kulturlandschaft gibt. Genießen Sie den Frühling und das Draußensein! Bis bald im Sommer Ihre EIN DORF IM HOLLERRAUSCH Eldingen huldigt dem Holunder ZWEI FLÜSSCHEN UND EIN MOOR Nat(o)ur zwischen Heese und Hohnhorst ANGEKOMMEN Biber an und in der Oker KÄFER SIND UNS EGAL, WALE NICHT Prof. Dr. Mario Markus beklagt das Artensterben in der Insektenwelt AUS HEIDESAND WIRD FRUCHTBARER BODEN Martin Oelkers stellt beste Gartenerde her NEUE GARTENBÜCHER Empfehlungen der Redaktion ÜBERRASCHUNG AUS DER TÜTE Blumensamen im Garten verteilen ES KÖNNTE GELINGEN Eminas Leben zwischen den Kulturen FÜR FRÜHLINGSFLANEURE Der Französische Garten in Celle BIO, REGIONAL UNS SAISONAL Die Agrarwende ist zu schaffen MITTEN IN DER STADT Hausbesuch bei netten Nachbarn KNECHT IM KELLER Qualität aus Lüneburg ORNAMENTE AN DER WAND Fachmann stellt alte Maltechnik vor ANDRANG WIE BEIM ARZT Ein Nachmittag im Repair-Café EIN KISSEN REICHT FÜR ZWEI KNOCHEN Schneiderin aus Leidenschaft ZWERGE? NEIN, ELEFANTEN Serie: Geschichten von der Weltkarte Besser leben SüdheideKalender Buchempfehlungen Calluna-Partner Impressum PS: Besuchen Sie uns auch im Internet! Unter der Adressse calluna-magazin.de finden Sie immer wieder neue stimmungsvolle Fotos, kleine Geschichten und außerdem donnerstags unsere Veranstaltungstipps zum Wochenende. Calluna 3

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IMPRESSUM der Frühl ing. Das Südheide-Magazin Calluna erscheint vierteljährlich im Verlag ABO-JAHRESBEZUGSPREIS 10,- Euro inkl. Porto und Versand REPRODUKTIONEN jeglicher Art, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. KLIMA- UND UMWELTSCHUTZ Dieses Magazin wird auf hochwertigem Recyclingpapier gedruckt, das mit dem Umweltsiegel Blauer Engel ausgezeichnet ist. Die beim Druck freigesetzten Treibhausgase werden vom Verlag durch Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert. Steinweg 3, 38518 Gifhorn REDAKTION Merle Höfermann (verantwortlich) m.hoefermann@calluna-medien.de Inka Lykka Korth inka.korth@calluna-medien.de Christine Kohnke-Löbert christine.kohnke@calluna-medien.de AUTORIN Marion Korth marion.korth@calluna-medien.de LAYOUT Inka Lykka Korth inka.korth@calluna-medien.de ANZEIGENGESTALTUNG Friederike Kohnke friederike.kohnke@calluna-medien.de ANZEIGENVERKAUF Martina Ganz (verantwortlich) martina.ganz@calluna-medien.de Jennifer Mallas jennifer.mallas@calluna-medien.de Werner Remus werner.remus@calluna-medien.de wie Print kompensiert Id-Nr. 1545865 www.bvdm-online.de d Vielfältig un fa e rb nf KONTAKT kontakt@calluna-medien.de www.calluna-magazin.de CallunaMagazin BÜRO GIFHORN im Kavalierhaus von 1546 Steinweg 3 38518 Gifhorn Tel. 0 53 71/555 06 Fax 0 53 71/555 07 BÜRO ISENHAGENER LAND auf dem Calluna-Hof Oerreler Dorfstraße 22 29386 Dedelstorf-Oerrel Tel. 0 58 32/97 98 40 Fax 0 58 32/97 98 41 BÜRO UELZEN hinter der Kaiserlichen Post Gartenstraße 16 29525 Uelzen Tel. 05 81/97 39 20 71 Fax 05 81/97 39 20 72 ro h Alfred-Teves-Straße 14 38518 Gifhorn Telefon 05371.9855-0 zentrale@service-druckerei-voigt.de Susanne Knöpfle / telemotion susanne.knoepfle@calluna-medien.de DRUCK Voigt Druck GmbH, Gifhorn AUFLAGE 12.000 Exemplare 4 Calluna

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FRÜHLINGSIMPRESSIONEN VARIATIONEN IN GELB Der Frühling hat viele Farben. Gelb ist nur eine davon, aber eine besonders intensiv leuchtende. Die Löwenzahnblüten auf den saftig grünen Wiesen wetteifern mit dem blühenden Raps alljährlich um den Titel der schönsten Frühlings-Augenweide. Bei Sonnenschein und blauem Himmel freuen wir uns über einen farbstarken Komplementärkontrast wie bei einer fröhlich im Wind flatternden Schwedenflagge. Bevor Raps und Löwenzahn blühen, sorgen die Forsythie im Vorgarten und die Sumpfdotterblume am Bachufer für erste gelbe Farbtupfer. Zum Abschluss des Frühlings blüht dann der Ginster am Waldrand und das Johanniskraut am Wegesrand. Fotos: Inka Lykka Korth Calluna 5

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SÜDHEIDEAKTUELL Die historische Wassermühle an der Wipperau. Foto: Inka Lykka Korth VEGIFEST AM MAIFEIERTAG Ernährung, Gesundheit, Lebensfreude um großen Fest rund um Ernährung, Gesundheit und Lebensfreude an der Woltersburger Mühle am östlichen Stadtrand von Uelzen lädt das Mühlen-Team gemeinsam mit dem Südheide-Magazin Calluna und dem Uelzener Stadtmagazin Barftgaans ein. Am 1. Mai von 12 bis 18 Uhr können die Besucher allerhand vegetarische und vegane Köstlichkeiten nicht nur probieren, sondern an verschiedenen Ständen auch selbst tätig werden. Es gibt Suppe und Gegrilltes, Deftiges und Süßes, leckere Aufstriche und vieles mehr. Familie Carstensen aus Flinten wird selbst gepressten, unbehandelten Apfelsaft aus der Hofmosterei anbieten. Wer noch dies und das für seine Garten braucht, ist an diesem Tag ebenfalls richtig auf dem malerischen Mühlengelände an der Wipperau. Es gibt Pflanzen und Kräuter und ein buntes Blumenangebot. Töpferin Andrea Berger und weitere Kunsthandwerker bieten ihre Produkte an. Kinder dürfen sich auf ein besonderes Kinderkarussell freuen. Halbstündige Mitmach-Angebote für die kleinen Gäste geben den Eltern die Möglichkeit, sich ein wenig Zeit für sich selbst zu nehmen. Im Mühlencafé werden Kurzvorträge zu verschiedenen Themen wie Achtsamkeit, Entschleunigung, Stressbewältigung und Ernährung angeboten. Darüber hinaus informiert die Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung über ihre Arbeit. Z 6 Calluna So fröhlich wie beim LandArt-Finale wird es hoffentlich auch beim Vegi-Fest zugehen. Foto:Christine Kohnke-Löbert

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SÜDHEIDEAKTUELL EIN DORF IM HOLLERRAUSCH Eldingen huldigt dem Holunder D er Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist eine der in Mitteleuropa häufigsten Straucharten – und dennoch kein Allerweltsstrauch. Seit jeher findet er nicht nur in der Küche und in der Hausapotheke vielfältige Verwendung, sondern er hat auch im Volksglauben seinen festen Platz. Im Holunderstrauch, auch Hollerbusch genannt, wohnen nämlich die guten Hausgeister, die Haus und Hof vor Feuer und Blitzeinschlag beschützen und schwarze Magie und Hexen abwehren – aber nur, wenn wir sie nicht ärgern. Deshalb sollten wir uns tunlichst davor hüten, einen Holunder zu fällen oder ihn mit der Säge zu malträtieren oder mit der Axt zu verstümmeln, denn das erzürnt die Hausgeister, und es droht schlimmstes Unheil. Verdorrt der Holunder im Hausgarten, gilt das als sicheres Zeichen dafür, dass der Tod eines Familienmitglieds bevorsteht. Nichts einzuwenden haben die Hausgeister dagegen, dass wir von ihrer Behausung Blüten und Beeren ernten und daraus allerlei Köstlichkeiten zubereiten. Somit steht dem Hollerrausch, in den die Eldinger Landfrauen am Sonntag, 14. Juni, den ganzen Ort und auch möglichst viele Besucher aus Nah und Fern versetzen wollen, eigentlich nichts entgegen. Vorsichtshalber erbitten die Landfrauen aber vor der Veranstaltung auch noch Gottes Segen. Der Gottesdienst im Forum der Grundschule beginnt um 11 Uhr. Ab 12 Uhr kann an den Marktständen auf dem Schulgelände Süßes und Herzhaftes aus der Holunderküche probiert werden. Vom Holunderbackschinken mit Holunderbeer-Chutney bis hin zu Holunderbeerlikör mit Chili werden ausgefallene Köstlichkeiten mit Holunder angeboten. Bereits im August des vergangenen Jahres haben die Landfrauen mit den Vorbereitungen begonnen und die dunkelvioletten Holunderbeeren gepflückt, die bei uns in Norddeutschland auch als Fliederbeeren bezeichnet werden, und in der Küche verarbeitet. Jetzt im Frühjahr ernten die Landfrauen die zartgelben Blütendolden, die nicht nur für den altbekannten Holunderblütensirup Verwendung finden. Da versteht es sich fast von selbst, dass auch die Kaffeetafel (ab 14 Uhr) in der Mensa der Schule mit Holunder-Torten und Holunder-Ku- Man muss nicht unbedingt reichlich Holunderlikör trinken, um einen Hollerrausch zu erleben. Schon allein der Anblick eines herrlich blühenden Holunders in Verbindung mit dem süßen Duft seiner Blüten kann durchaus betörend wirken. Foto: Inka Lykka Korth chen bestückt wird. Anlässlich der Hollerrausch-Premiere im Jahr 2010 hatten die Landfrauen sogar ein eigenes Rezeptheft mit ihren erprobten Holunderrezepten herausgegeben. Ein buntes Rahmenprogramm mit Musik, Unterhaltung und Kinderbelustigung soll dazu beitragen, dass der Hollerrausch ein »Fest für alle Sinne« wird. AUF HÖHENFLUG GEHÖRTEN DIE KRANICHE VOR RUND 40 JAHREN MIT NUR NOCH FÜNF PAAREN IM NORDOSTEN DES LANDES ZU DEN SELTENSTEN BRUTVÖGELN NIEDERSACHSENS, SO GILT DER BESTAND MIT AKTUELL ETWA 600 BRUTPAAREN IN NIEDERSACHSEN INZWISCHEN ALS GESICHERT – AUCH AUFGRUND DES ENGAGEMENTS DER LANDESFORSTEN. INSBESONDERE DURCH DIE WIEDERVERNÄSSUNG VON BRUCHWÄLDERN UND DURCH DIE ANLAGE VON FLACHGEWÄSSERN WURDEN IN DEN VERGANGENEN JAHREN VIELE NEUE BRUTPLÄTZE GESCHAFFEN. DER TOURISMUS IN DER LÜNEBURGER HEIDE ERREICHTE IM JAHR 2014 EINE REKORDHÖHE. DAS LANDESAMT FÜR STATISTIK VERZEICHNETE FAST 5,2  MILLIONEN ÜBERNACHTUNGEN, SO VIEL WIE NOCH NIE. SEIT DEM START DER NEUEN VERMARKTUNGSGESELLSCHAFT LÜNEBURGER HEIDE GMBH 2007 WUCHS DER TOURISMUS IN DEN LANDKREISEN LÜNEBURG, CELLE, UELZEN, HARBURG UND HEIDEKREIS (GIFHORN GEHÖRT DER GESELLSCHAFT NICHT AN) UM 651.969  ÜBERNACHTUNGEN. BEI DURCHSCHNITTLICHEN AUSGABEN VON 104 EURO JE GAST UND ÜBERNACHTUNG ENTSPRICHT DIES EINEM UMSATZ VON 67 MILLIONEN EURO. »DIE LÜNEBURGER HEIDE WAR NOCH NIE SO ERFOLGREICH«, FREUT SICH GESCHÄFTSFÜHRER ULRICH VON DEM BRUCH. AUF REKORDHÖHE Calluna 7

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STREIFZÜGE Flotte Räder Knesebeck Flinker Service Tel.: 05834 - 5261 Feine Marken Mittelstrasse 1 INKA LYKKA KORTH / TEXT / FOTOS Bei uns finden Sie das große E-Bike Angebot komfortabel - sportlich - neueste Technik - Top Beratung Jetzt testen: E-Bikes 2015 Neu bei uns: Qualitätsräder aus Bielefeld - in Ihrer Wunschfarbe Lilie´s Räder laufen leichter ein, für ein Picknick im Freien ist es doch noch etwas zu kühl an diesem frühen Frühlingstag. Deshalb begnügen wir uns mit einem Becher heißem Früchtetee und einigen schnell im Stehen verspeisten Keksen. Dafür können wir uns an dem, was uns aus der Wetterküche serviert wird, genüsslich satt sehen: Es ist ein mehrgängiges Menü aus Sonne und blauem Himmel und dicken, vom Wind getriebenen schwarzen Regenwolken, die allerdings bedrohlicher aussehen als sie tatsächlich sind. Nur einmal kurz müssen wir auf dieser Tour die Kapuze über den Kopf ziehen. Himmlisch, dieses Theater, und das im doppelten Wortsinn! Wir loben die Lichtregie, aber Achtung, wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte nicht die ganze Zeit Hans Guck-in-die-Luft spielen, sondern ab und zu auch mal auf den Weg achten. An dessen Rändern gibt es auch allerlei zu entdecken: Zum Beispiel blühende Buschwindröschen und das erste, zarte Birkengrün dieses Frühlings. Wieder einmal sind wir unterwegs im Lutter-Lachte-Gebiet. Kein Frühling vergeht ohne eine Rad- oder Wandertour an diesen beiden, sich lebhaft durch die Landschaft windenden Heideflüsschen, und immer wieder ist es herrlich dort. Diesmal haben wir Heese im Norden und Hohnhorst im Süden als Wendepunkte gewählt. Zwischen beiden Orten liegt am Rand der Flusslandschaften von Lutter und Lachte ein Feuchtgebiet, das so wildromantisch, ursprünglich und einsam wirkt, als befände es sich im Norden Skandinaviens und nicht im Süden der Lüneburger Heide: das Schäfermoor. Unsere rund 30 Kilometer lange Radtour, die größtenteils dem südlichen Abschnitt des beschilderten und mit naturkundlichen Informationstafeln ausgestatteten Lutter-Radwanderwegs durch den Naturpark Südheide folgt, hat die Form einer Schleife und besteht aus einer Nord- und einer Südschlaufe mit Eldingen als Knotenpunkt in der Mitte. Daher kann die Tour auch in zwei kürzere Etappen geteilt werden, die von weniger gut trainierten Radfahrern zum Beispiel an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen absolviert werden können. Wir stellen das Auto in Eldingen auf dem Parkplatz am Sozioökonomischen Zentrum (Café, Arztpraxis usw.) in der Dorfstraße (Landesstraße 282) westlich der Kirche ab und starten mit den Fahrrädern in Richtung Bargfeld. Dort machen wir einen kleinen Abstecher gen Westen und fahren auf dem Imkerweg bis zum Aussichtsturm, von dem aus wir das Postmoor überblicken. Gut, dass wir unser Fernglas zur Vogelbeobachtung dabei haben. Zurück im Ort könnten wir in der Straße Zum Kronsberg noch einen Blick über den Gartenzaun auf das Haus des Schriftstellers Arno Schmidt (1914 -1979) werfen, aber dort waren wir schon mehrfach auf anderen Radtouren. Stattdessen fahren wir auf der Straße Im Luttertal weiter nach Heese und überqueren am Ortsausgang von Bargfeld zum ersten Mal auf diese Tour die Lutter. In Heese folgen wir ein Stück der Straße nach Kragen, um dann nach Süden ins Schäfermoor abzubiegen. Noch bevor wir das Moor erreichen, sehen wir auf einer Waldweide zwar keinen Schäfer, dafür aber eine Heidschnuckenherde. Etliche Muttertiere haben bereits Nachwuchs bekommen, und die schwarzen Lämmer springen munter umher. Die Wege im Schäfermoor sind mit Mountainbikes gut zu befahren, mit schmalen Reifen ist das aber kein Vergnügen. N 8 Calluna

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STREIFZÜGE Natour zwischen Heese und Hohnhorst ZWEI FLÜSSCHEN UND EIN MOOR Das Schäfermoor ist noch mehr braun als grün, dafür leuchtet das Moos umso kräftiger. Der stattliche Wacholder steht trocken am Wegesrand, die Eichen dagegen haben nasse Füße. Calluna 9

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STREIFZÜGE AschauTeiche Uns macht es nichts aus, die Räder auch mal ein Stück zu schieben, zumal wir für die Mühe reich entschädigt werden. Obwohl es hier noch recht winterlich aussieht, begeistert uns dieses Naturparadies auf Anhieb. Leider lässt sich der Moorfrosch, der hier heimisch ist, noch nicht blicken. Ihm ist es jetzt noch zu kalt. Aber spätestens zu Ostern sollte er hier zu sehen sein. Das Faszinierende am Moorfrosch ist, dass die Männchen zur Laichzeit für einige Tage eine intensive Blaufärbung entwickeln, um damit den Weibchen zu imponieren. Auf Schautafeln am Wegesrand erfahren wir interessante Details über diesen besonderen Frosch und auch über das Moor, das nicht nur Amphibien Lebensraum bietet. Als wir das Moor verlassen haben und auf der Landesstraße 282 zurück nach Eldingen fahren, überqueren wir einmal mehr die Lutter. In Eldingen wenden wir uns nach Süden und damit dem zweiten Teil unserer Tour zu. Die Regenwolken haben sich mittlerweile verzogen, und die Sonne strahlt am blauen Himmel. Wir könnten auf der Hohnhorster Straße (Landesstraße 283) direkt nach Hohnhorst fahren, biegen aber schon nach etwa einem Kilometer rechts zu einem Umweg über Luttern ab und folgen dem entlang dem Fluss verlaufenden Radweg bis zum »Himmelreich«, wie die paradiesisch schöne Stelle beim kleinen Ort Jarnsen genannt wird, an der die Lutter in die Lachte mündet und die wir in unserem Sommerheft 2013 porträtiert haben. Vom »Himmelreich« fahren wir ein kleines Stück zurück bis zur Wegkreuzung im Wald und folgen dem Wegweiser nach Hohnhorst. Dieser Ort, der einst nur aus einem Nord- und einem Südgut an beiden Ufern der Lachte, einer Wassermühle und einer kleinen Kirche direkt am Fluss bestand, ist unserer Meinung nach einer der schönsten in der Südheide. Man sollte sich die Zeit nehmen, den kleinen Friedhof an der Kirche zu besuchen und dort die Inschriften auf den uralten Grabsteinen lesen. Die Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg, an die mit der angekettet auf einem Amboss sitzenden Bronzeskulptur an der Straßenkreuzung im Ort erinnert wird, haben wir bereits im Winterheft 2015 erzählt. Von Hohnhorst fahren wir, entlang der Lachte nach Wohlenrode, überqueren den Fluss und erreichen einen kleinen Ort namens Ziegelei. Das alte Ziegeleigebäude ist unschwer als solches zu identifizieren, als Baudenkmal taugt es allerdings nicht mehr. Die nächste Station ist zugleich die letzte auf dieser Tour. Wir sind wieder zurück in Eldingen. Wir haben die Radtour als Tagestour geplant, und das war auch gut so, denn sowohl im Schäfermoor als auch an den Flüssen haben wir immer wieder die Räder abgestellt und zu Fuß kleine Stichwege erkundet, die uns zu versteckt gelegenen Moortümpeln und hinab zu den traumhaft Ufern von Lutter und Lachte geführt haben. In den feuchten Uferzonen blühten gelb die Sumpfdotterblumen und in den Auwaldbereichen weiß die Buschwindröschen. Im klaren Wasser sahen wir allerlei Fische schwimmen, und über den Wiesen Fischreiher auffliegen. Wer sich ruhig und rücksichtsvoll verhält, wird mit faszinierenden Naturbeobachtungen belohnt. INFO Eine Karte mit dem Tourverlauf und der GPS-Track zur Tour sind, wie stets, unter der Adresse www.calluna-magazin.de in der Rubrik Unterwegs abrufbar. Für Informationen zum Lutterradweg empfiehlt sich ein Besuch des Südheide-Tourenportals unter der Adresse www.region-celle-navigator.de. 10 Calluna

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Hohnhorst im Frühling: Die ersten grünen Blätter an den Bäumen, Heidschnucken mit Lämmern auf der Weide, Buschwindröschen an der Lachte, eine Eiche, die durch einen Zaun zu wachsen scheint und eine Zierkirsche in voller Blüte. www.landbaeckerei-grete.de ! n e ß ie n e g e s u Pa ...in Gretes Mühlenbäckerei in Hillerse, Hauptstraße 31. Bestes traditionelles Bäckerhandwerk mit viel Atmosphäre im Bäcker-Café. Jeden Sonntag geöffnet und immer ein lohnendes Ziel für eine leckere Kaffeepause! Hillerse, Hauptstraße 31 geöffnet: Mo. - Fr. 5.00 - 18.00 Uhr Sa. 5.00 - 12.00 Uhr · So. 7.00 - 10.30 + 13.00 - 17.00 Uhr Calluna 11

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TIERGESCHICHTEN ANGEKOMMEN 12 Calluna

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TIERGESCHICHTEN 2004 WURDE DER BIBER IN DER OHRE BEI ALTENDORF GESICHTET. VON DORT AUS WANDERTE ER WEITER NACH WESTEN. ÜBER DIE ALLER KOMMEND, HAT ER JETZT AUCH DIE OKER BEI MEINERSEN BESIEDELT. EINE FOTOREPORTAGE VON KLAUS J. BORCHERT Man muss kein Wildtierbiologe sein, um zu erkennen, dass es sich bei den Holzfällern, die am Okerufer ganze Arbeit geleistet haben, um Biber handelt. Die typischen Fraßspuren sind eindeutig. Weniger leicht zu erkennen ist dagegen die Biberburg (Bild linke Seite oben). Dort gingen unserem Bildautor im Februar zwei große, kräftige Biber in die Fotofalle. DER EUROPÄISCHE BIBER (Castor fiber) ist das größte Nagetier Europas. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu einem Meter und eine Schwanzlänge von bis zu 35 Zentimetern. Ausgewachsene Biber können rund 30 Kilogramm wiegen. Sie bewohnen Gewässer und deren Uferbereiche und ernähren sich rein vegetarisch. Durch intensive Bejagung war er in weiten Teilen Europas nahezu ausgerottet. Mittlerweile gehört er zu den nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützten Arten und hat sich viele seiner alten Lebensräume zurückerobert. Sprechstunde (Termine außerhalb der Zeiten sind jederzeit möglich) Mo – Sa Vormittag 10.30 – 13.00 Uhr Mo, Di, Fr Nachmittag 16.00 – 18.00 Uhr Do Nachmittag 16.00 – 20.00 Uhr ZUSATZ-Sprechstunde für biologische / homöopathische Behandlungsverfahren und Therapien Mi Do 12.00 – 13.00 Uhr 18.30 – 19.30 Uhr Öffnungszeiten Mo – Fr 7.45 – 18.30 Uhr Do 7.45 – 20.00 Uhr Sa 9.00 – 13.00 Uhr Physio-/ Aquatherapie nach Absprache Hausbesuche auch für Kleintiere ! www.tiergesundheitspraxis-soujon.de Hauptstraße 7 29393 Groß Oesingen Telefon 0 58 38 - 2 67 Calluna 13

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TIERGESCHICHTEN Prof. Dr. Mario Markus beklagt das Artensterben in der Insektenwelt und »die Gleichgültigkeit der Leute« K ein Jahr vergeht ohne neue Schreckensmeldungen über das Bienensterben. Während die Imker immer wieder öffentlich auf die dramatischen Verluste in ihren Völkern und die sich daraus ergebenen Konsequenzen insbesondere für die Bestäubung von Obstbäumen und anderen Kulturpflanzen hinweisen, haben die meisten Insektenarten keine Lobby. Bei ihnen vollzieht sich der Artenschwund weitgehend unbeachtet im Stillen. Einer der wenigen Wissenschaftler, die das Insektensterben zu ihrem persönlichen Thema gemacht haben, ist der in Chile geborene und aufgewachsene und jetzt in Dortmund lebende Physiker Prof. Dr. Mario Markus. Auf mathematischem Weg hat sich Mario Markus (70) in verschiedenen wissenschaftlichen Arbeiten der Natur genähert und ihre Gesetze erforscht. Aber ebenso wie der Natur gilt seine Leidenschaft Kunst und Literatur. Als feinsinnigem Menschen, der unter anderem am Max-Planck-Institut für Biophysik forschte, blieb ihm der Artenschwund in der Insektenwelt nicht verborgen. Im Herbst 2014 stellten wir sein Buch »Unsere Welt ohne Insekten: Ein Teil der Natur verschwindet« vor, es ist eine Verbeugung vor den großartigen Anpassungsleistungen einer gemeinhin gering geschätzten Tiergruppe. Warum es wichtig ist, sie mit Wertschätzung und neuen Augen zu sehen, darüber sprachen wir mit ihm. Die Fragen stellte Marion Korth. Calluna Herr Markus, können Sie ein Bild oder Erlebnis aus Ihrer Kinderzeit schildern, in dem Sie die kleinen Lebewesen dieser Welt – die Insekten – als etwas Großes oder auf jeden Fall Besonderes wahrgenommen haben?    $$($&#' !"%&$)   %%!'$ '"$&!"$     $ !!$!$'! Mario Markus Ich war als Neunjähriger mit meinen Eltern in einer Kakteenplantage. Auf den Kakteen wimmelte es vor -VYZ[OH\Z4HSSVO   >P[[PUNLU2ULZLILJR ;LS ^^^MVYZ[OH\ZTHSSVOKL ,4HPSKVYP[QHLRLS'MYLLUL[KL 14 Calluna

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KÄFER SIND UNS EGAL, WALE NICHT Insekten, ganz egal ob es sich um Käfer, Bienen, Wanzen oder Schmetterlinge handelt, sind wunderschön, faszinierend und vor allem unverzichtbar, meint Prof. Dr. Mario Markus. Fotos: Inka L. Korth (3), Marion Korth (1), privat (2) Calluna 15

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