Christus König Halver Netzwerk 2015 Ostern

 

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Magazin der Pfarrei Christus König Halver-Schalksmühle-Breckerfeld-Dahl

Popular Pages


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netzwerk christus könig Magazin der Pfarrei Christus König Halver – Breckerfeld – Schalksmühle – Hagen-Dahl Ausgabe 1/2015 Jetzt aber – so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich geformt hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir. Wenn du durchs Wasser schreitest, bin ich bei dir, wenn durch Ströme, dann reißen sie dich nicht fort. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt, keine Flamme wird dich verbrennen. Denn ich, der Herr, bin dein Gott, ich, der Heilige Israels, bin dein Retter. (Jes 43,1-3)

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Inhalt 02 03 04 5 6/7 08/9 09 10 11 12/13 14 15 16/17 18/19 20 21 22 23 24 Inhalt/Impressum/Termine Zum Geleit Ostern – damit beginnt alles neu Das leere Grab Der Prophet Jesaja Passahlamm/Osterlamm Spiritueller Impuls Forum Flüchtlinge Ökumene in St. Jakobus Bildbetrachtung: Hungertuch 2015/Termine Die Kommunionkinder 2015 Leih dir was! Die Büchereiseite Osterbräuche NEU! Seiten für Kinder Kirchenumgestaltung in Breckerfeld/Termine Gottesdienste Firmung/Termine Termine Hinweise Termine in Schalksmühle Palmstockbasteln in St. Thomas Morus Am 28. März 2015 sind alle Kinder der Gemeinde eingeladen Palmstöcke zu basteln. Sie treffen sich um 15 Uhr im Pfarrsaal, um zuerst die Geschichte vom Palmsonntag zu hören und dann unter Anleitung Palmstöcke zu basteln. Mit diesen Palmstöcken ziehen die Kinder am Palmsonntag in die Kirche ein. Effata am dritten Mittwoch im Monat, 20.00 bis 21.30 Uhr Gemeindehaus Thomas Morus, Hälverstraße 3, Schalksmühle 15. April: Jesus im Koran 20. Mai: Niemand verurteilen 17. Juni: Warnung vor falschen Propheten 19. August: Muhammed – Gesandter Gottes Wie Sie uns erreichen… Katholische Pfarrei Christus König Hermann-Köhler-Straße 15 58553 Halver Telefon 0 23 53 / 37 30 Filialkirche Sankt Georg Heerstraße 12 58553 Halver-Oberbrügge Telefon 0 23 53 / 37 30 Gemeinde Sankt Jakobus Am Wehrgraben 7 58339 Breckerfeld Telefon 0 23 38 /1316 Gemeinde Sankt Thomas Morus Hälverstraße 8 58579 Schalksmühle Telefon 0 23 55 / 66 79 Gemeinde Herz Jesu Kallestraße 4 58091 Hagen-Dahl Telefon 0 23 37/ 6 21 Impressum NETZWERK – Magazin der katholischen Pfarrei Christus König Herausgeber: Katholische Kirchengemeinde Christus König Halver – Breckerfeld – Schalksmühle – Hagen-Dahl Redaktion: Ulrike Biesenbach, Thomas Miebach, Cornelia Nölle, Heidrun Rediger, Dr. Johannes Sander Mitarbeit an dieser Ausgabe: Ileana Beckmann, Annette Gensler, Claus Optenhöfel, Sandra Schnell, Barbara Vormann, Barbara Wilk. Titel-Foto: Sandra Schnell Bilder: Paul-Werner Damm; Claus Optenhöfel; Sandra Schnell; Barbara Vormann; Barbara Wilk. Nikola Herweg, Julian Nitzsche – wikipedia; K. Maisel – www.kigo-tipps.de; Redaktionsteam. Martin Manigatterer, Bernhard Riedl, Christian Schmitt, Katharina Wagner – pfarrbriefservice.de. Anschrift der Redaktion: Pfarrei Christus König, Hermann-Köhler-Straße 15, 58553 Halver E-Mail: netzwerk@christus-koenig.de Layout/Gestaltung: Heidrun Rediger Druck: Reintjes Graphischer Betrieb GmbH, Kleve Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers oder der Redaktion wieder. Für Leserbriefe ist die Redaktion dankbar, ohne den Abdruck zu garantieren. Das nächste Netzwerk-Heft erscheint im August 2015 nach den Sommerferien. Bis dahin wünschen wir Ihnen eine gute Zeit. Nutzen Sie die vielfältigen Angebote in unseren Gemeinden und der Pfarrei. www.christus-koenig.de Aktuelle Termine und Informationen, aber auch Bilder und Berichte aus dem Gemeindeleben finden Sie auf der Homepage unserer Pfarrei mit Links zu den einzelnen Gemeinden. Regelmäßig auf den neuesten Stand bringt Sie ein Pfarrnachrichten-Abo, das Sie ebenfalls über die Homepage bestellen können. 2 netzwerk

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Liebe Leserinnen und Leser, …das ist doch wohl Sache des Pfarrers! Wie? Der hat im Moment so viel anderes…? Dann aber doch wenigstens die Gemeindereferentinnen! Auch nicht…?! Himmel nochmal, dann muss es eben der Küster machen… Wie bitte? Ich? Nein, nein, ich kann das nicht. Nichts Spirituelles – das ist nicht meins. Über meinen/den Glauben sprechen? Das sollen mal besser die machen, die das studiert haben. Dann ist das auch richtig. Außerdem muss das jemand machen, der die Kirche repräsentiert. So oder ähnlich kann man es immer wieder hören, wenn es darum geht, angesichts veränderter gesellschaftlicher Bedingungen und immer weniger Hauptamtlicher, Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu teilen. Auch die bisherigen Begrüßungsworte im Netzwerk sind von geweihten Männern geschrieben worden. Ich weiß nicht, ob mir dies gut gelingen wird; ich bin weder geweiht noch ein Mann und unser Pfarrer hat für die richtigen Worte ein gutes Gespür. Die Artikel dieses Netzwerks beschäftigen sich mit zentralen Fragen unseres Glaubens. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen und Sie dazu ermutigen, in der Fastenzeit über Christsein und Kirche nachzudenken und sich miteinander auszutauschen: Was heißt für mich »Christsein«? Wer oder was ist Kirche? Geht »Christsein« ohne Kirche und Kirche ohne Christen? Welche Rolle spielt die »Frohe Botschaft« in meinem Leben bzw. meinem Alltag? Welche Bedeutung hat der Sonntag? Was hat Ostern mit meinem Leben zu tun? Und: Was heißt für mich Auferstehung? * Marie Luise Kaschnitz hat es in folgender Weise formuliert: Manchmal stehen wir auf Stehen wir zur Auferstehung auf Mitten am Tage Mit unserem lebendigen Haar Mit unserer atmenden Haut. Nur das Gewohnte ist um uns. Keine Fata Morgana von Palmen Mit weidenden Löwen Und sanften Wölfen. Die Weckuhren hören nicht auf zu ticken Ihre Leuchtzeiger löschen nicht aus. Und dennoch leicht Und dennoch unverwundbar Geordnet in geheimnisvolle Ordnung Vorweggenommen in ein Haus aus Licht. Diesem Gedanken folgend, gehört Auferstehung für mich schon ins Hier und Jetzt; ist Auferstehung Veränderung im Alltäglichen, Veränderung des Alltäglichen; geschieht Auferstehung mit mir und auch durch mich, gewirkt durch die Liebe Gottes. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine nachdenkliche, austauschreiche Fastenzeit und ein frohes Auferstehungsfest – auch immer wieder mal mitten am Tage und nicht nur als Sache des Pfarrers. Ihre * Ich bin zuversichtlich: Wenn Sie erst einmal im Gespräch sind, hören Sie so schnell nicht wieder auf. Vorsitzende des Pfarrgemeinderates netzwerk 3

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Ostern – damit beginnt alles neu Der Auferstehungsglaube ist eine Herausforderung, denn Ostern geht es nicht um Schokoeier, Osterhasen und ein paar freie Tage. Wer sich auf Ostern einlassen will, muss aber vorher den Gründonnerstag und den Karfreitag erlebt haben, denn sie gehören zusammen – es gibt keine Auferstehung ohne Leiden und Tod! Jesus fällt abgrundtief, vom Hosianna in das »kreuzige ihn«! Er steigt hinab in das Reich des Todes, wie wir im Glaubensbekenntnis beten. Gott kommt herunter, er begibt sich mit uns ins Dunkel, ins Leid, in den Schmerz, in die Angst und Verlassenheit. Er lässt uns nicht alleine wenn wir fallen, wenn wir straucheln, wenn der Tod uns scheinbar besiegt. Am Karfreitag gibt er alles – das ist seine Liebe zu uns, seine abgrundtiefe Solidarität. Der Tod ist ein Teil unseres Lebens, er gehört zum Leben dazu, aber mitten im Dunkel geht ER mit uns und lässt uns nicht allein. Das ist unsere Hoffnung, wenn wir uns auf IHN einlassen. Karfreitag ist ein Feiertag, wenn auch ein dunkler, aber wir haben die Hoffnung, dass Gott mit uns ist, gerade dann, wenn es uns ganz schlecht geht, wenn wir ganz unten sind. Mitten in das Dunkel hinein geschieht Ostern. »Das Grab ist leer«, so wird die Entdeckung am Ostermorgen im Evangelium beschrieben. Die Frauen verlassen ängstlich den Ort, obwohl sie wissen müssten, dass die Auferstehung Jesu lange vorher von den Propheten angekündigt wurde. Niemand hat davon etwas mitbekommen, auch nicht seine engsten Freunde. Sie konnten nicht glauben, dass Jesus von den Toten auferstanden war; es war doch gerade mal drei Tage her, dass Petrus ihn verleugnet hatte! »Er würde ihn nicht kennen«, und auch die Emmaus-Jünger erkennen den Auferstandenen erst, als er mit ihnen das Brot bricht. Ihnen »brannte« das Herz, als sie mit ihm sprachen – aber erkannt haben sie ihn erst durch sein Tun. Einfach so glauben – das gelingt noch nicht einmal seinen Freunden, die lange mit ihm unterwegs waren. Das ist immer wieder eine große Herausforderung. Den Schritt wagen und Grenzen überschreiten, den Stein wegwälzen, das Grab verlassen. Aufstehen, nicht liegen bleiben, das hat Jesus uns vorgemacht und wir sollen uns auch auf den Weg machen. Aber meistens sind wir dabei ganz alleine, wie er, mitten in der Nacht, ohne Halleluja und Festreden. Unauffällig und leise beginnt ein neuer Weg, auf den wir immer wieder durch unser Vertrauen Auferstehung probieren können. Osterfeuer, Osterkerze und Osterlamm machen die Auferstehung zwar nicht begreifbar, aber sie helfen, die Botschaft zu verstehen. Das Feuer symbolisiert Christus in der Osternacht. Er macht das Dunkel hell und gibt uns so Hoffnung für unser Leben. Auch die Osterkerze leuchtet und führt uns auf den Weg zu neuem Leben. Das Osterlamm steht für den auferstandenen Christus. In der Eucharistiefeier ist Jesus derjenige, der sich für die Menschen opfert und somit für sie zur Rettung wird. Man kann diese Ereignisse mit dem Verstand einfach nicht begreifen, auch den Emmaus-Jüngern gingen erst spät die Augen auf, aber ihnen »brannte das Herz« bei seinen Worten, und als sie sahen, was er tat, haben sie verstanden und geglaubt. Aber wer glaubt heute noch an die Botschaft des leeren Grabes? An Ostern, 2000 Jahre später, Jesu Auferstehung zu entdecken, ist schwer. Süßigkeiten, Familienfeiern und Pauschalreisen bestimmen heute vielfach das Bild an diesen Tagen, dabei müssen wir es nur wagen, aus »unserem Grab« herauszukommen, uns öffnen und uns auf die Botschaft des Evangeliums einlassen. (Ulrike Biesenbach) 4 netzwerk

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Das Grab ist leer? Die christliche Tradition geht davon aus, dass Jesus wirklich tot war und bei seiner Auferstehung auch keine reine Wiederbelebung stattgefunden hat, so dass er als Mensch mit allen damit verbundenen physiologischen Funktionen und Schwächen, insbesondere der Erwartung eines zweiten natürlichen Todes einfach weitergelebt hätte. Nach seiner Auferstehung wird Jesus zunächst nicht erkannt, kann durch verschlossene Türen gehen und fährt schließlich zum Himmel auf. Darüber hinaus weisen die Evangelien darauf hin, dass das Grab, in dem er gelegen habe, leer gewesen sei. des Auferstandenen. In dieser Begegnung mit dem Auferstandenen haben die Jünger erfahren, dass Jesus wirklich lebt, sie also an ihn glauben können. Mit diesem Glauben wiederum ist nicht nur ein reines Für-wahr-Halten, sondern auch ein Vertrauen auf den Auferstandenen gemeint. Dieser Glaube ist Hoffnung wider alle Hoffnung. Doch ist damit das leere Grab überflüssig? Keineswegs! Abgesehen davon, dass eine Verkündigung der Auferstehung Christi in Jerusalem bei einem für alle sichtbaren Leichnam im Grab, wie z.B. beim Davidsgrab (Apg 2,29) nur schwer denkbar ist und alle Evangelien vom leeren Grab berichten, zeigt sich hier die Konkretheit der Auferstehung des Herrn. Es ist eben nicht nur der »Geist Jesu«, der in der Verkündigung seiner Jünger weiterlebt, sondern die Auferstehung ist ein wirkliches, reales, wenn auch nur im Glauben fassbares Ereignis! (Dr. Johannes Sander) Felsengrab aus dem 1. Jahrhundert nach Christus.  Frauen am Grab. Abbildung aus dem Albani-Psalter. Das leere Grab stellt aus naturwissenschaftlicher Sicht ein nicht unerhebliches Problem dar, denn ein Leichnam besteht aus Materie und Materie ist nach Einsteins berühmter Formel E = mc2 nur eine andere Form von Energie. Energie aber kann nach dem Ersten Hauptsatz der Thermodynamik nicht einfach aus dem Nichts entstehen oder in das Nichts verschwinden. Wer an diesem Hauptsatz rüttelt, der rüttelt an den Fundamenten der ganzen Physik! Das leere Grab ist somit aus naturwissenschaftlicher Sicht sogar ein noch viel größeres Problem, als die viel diskutierte Jungfrauengeburt! Es gab viele Spekulationen, um dieses Problem zu lösen. Zum überwiegenden Teil sind die Überlegungen hierzu abenteuerlich, so dass ich mich ihnen nicht anschließen möchte. Jedoch schlage ich vor, das Problem einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten: Was wäre, wenn es eine naturwissenschaftliche Erklärung für das leere Grab geben würde? Würde ein Atheist dann zum Glauben gelangen? Ich denke nein! Vielmehr würde er sagen, jetzt sei ja alles geklärt und der Glaube somit restlos überflüssig. Entscheidend ist nicht das leere Grab allein, sondern nur in Verbindung mit der Offenbarung netzwerk 5

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»Ihr vom Haus Jakob, kommt, wir wollen unsere Wege gehen im Licht des Herrn.« (Jes 2,5) Die bleibende Botschaft des Jesaja Die Worte des Propheten Jesaja fallen wie lichtbringendes Heil und sengendes Feuer zugleich in die Dunkelheit menschlicher Gottvergessenheit. Jesaja schafft ein unvernutzbares Gewebe von Verheißungen auf Frieden und Gerechtigkeit. Durch die menschliche Kälte und Brutalität hindurch lässt dieses Gewebe als tragender Grund die Hoffnung des guten Lebens für alle durchscheinen. Allerdings lassen die Worte Jesajas auch nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig, um den von Gottes Weisung abgefallenen Menschen das Verderben vor Augen zu führen, das sie sich selbst bereiten. Die Kraft der Worte Jesajas reicht bis an das Zentrum der säkularisierten Politik heutiger Zeit heran: Den Entwurf einer lebensschützenden Zukunft, in der die Menschen ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und nicht mehr für den Krieg üben werden (Jes 2,4), hat sich die UNO als übergroße Inschrift in die Wand schlagen sowie in Form einer Skulptur vor die eigene Tür stellen lassen. Und mit Jesaja ahnen wir es: Solange sich die Völker und Nationen nicht zur Gottestreue und zur Verpflichtung auf Seine Weisung bekennen werden, werden die Worte Jesajas stets nicht eingelöste Mahnung bleiben. In dieser Perspektive scheint die Unerlöstheit der Welt mit voller Wucht durch. Für uns Christen sind insbesondere die Ostertage ein Anlass, dieser Unerlöstheit schutzlos entgegenzutreten und diese mit Blick auf den Gekreuzigten und Auferstandenen zu wenden. Auch hier ist das Buch des Propheten Jesaja von besonderer Bedeutsamkeit, da die Tradition der Kirche in den vier Gottesknechtliedern (Jes 42,1-9; 49,1-9; 50,4-9; 52,13-53,12) des Jesajabuches eine Deutungsvorlage für Jesu Kreuzigung und Auferstehung erkannt hat. Das Buch Jesaja ist also eine durch alle Schrecken der Welt gesprochene Anleitung, der Spur des göttlichen Heilshandelns zu folgen. Textgestalt des Jesajabuches Die wissenschaftliche Forschung geht davon aus, dass der Textkorpus des Jesajabuches nicht auf einen einzelnen Schreiber zurückgeht. Wenngleich die Kapitel 1 bis 39 wohl auf Jesaja selbst zurückgehen, zeigen sich vor allem in den folgenden Kapiteln deutliche Hinweise auf Abfassungszeiten nach Jesajas Tod. Auch lässt sich feststellen, dass Jesaja nach dem 39. Kapitel nicht mehr als handelnde Person in Erscheinung tritt. Diese Beobachtungen haben zu der Annahme geführt, das Jesajabuch sei in drei Schritten entstanden: Der Text des »Protojesaja« (»erster Jesaja«) ist im 8. Jahrhundert zur Zeit der Bedrohung Israels durch die Assyrer niedergeschrieben worden. Die Verse des »Deuterojesaja« (»zweiter Jesaja«, Kapitel 40-55) sind zur Zeit des Babylonischen Exils im 6. Jahrhundert verfasst worden. Schließlich ist der Text des »Tritojesaja« (»dritter Jesaja«, Kapitel 56-66) in nachexilischer Zeit entstanden. Die in der Forschung lange Zeit akzeptierte Annahme, die einzelnen Abschnitte seien von Einzelautoren, also von drei verschiedenen Propheten, abgefasst worden, wird in neuerer Zeit diskutiert. Im Gegensatz zur Annahme der Einzelautorenschaft scheint es wahrscheinlicher, von einer fortlaufenden Arbeit durch Schüler des Propheten Jesaja auszugehen: Nicht nur wurden der ursprünglichen Textgestalt weitere Kapitel angehängt (Deutero- und Tritojesaja); zudem waren die einzelnen Passagen des Jesajabuches »lebendige Texturen«, die ihre Wirkkraft von der Aktualisierung an die bestehende politischsoziale Wirklichkeit bezogen. So wurde das historisch situativ verankerte prophetische Wirken Jesajas zu einer universalen theologischen Weisung durch die Schüler und Nachfolger des Propheten ausgebaut. Wer war Jesaja? Jesaja lebte in Jerusalem. Über seine Person ist wenig bekannt. Auffällig ist, dass Jesaja Zugang zum königlichen Hof und zu den führenden Schichten in Jerusalem besaß (Jes 7,1-14; 38,1-8.21f.; 39,1-7). Vor allem letztere kritisierte er scharf für ihre korrupte Rechtsprechung, deren Ergebnis soziale Nöte und Ungerechtigkeiten waren (Jes 1,10-17.21-26; 3,8-15.16-26: 5,7-12: 10,14). Jesaja war zudem über die außenpolitischen Vorgänge sehr gut unterrichtet (Jes 13-23). Seine prophetische Sendung nahm seinen Anfang im Jahr 734 (Jes 6,1) und währte wohl über drei Jahrzehnte. Diese Zeit ist von der imperialen Größe des assyrischen Reiches geprägt, dessen Schatten auch über die beiden jüdischen Reiche Israel (das sogenannte Nordreich) und Juda (Südreich) fallen wird: In politische Ränke verwickelt, fiel Juda in Israel ein, um König Ahas von Jerusalem zu zwingen, einem militärischen Bündnis gegen Assur beizutreten. Ahas aber nahm Zuflucht zu Assur, das er zu seiner Schutzmacht erwählte. Der Untergang war unausweichlich: Juda wurde vernichtet und dem assyrischen Reich einverleibt. Israel fiel in politische und kulturelle Abhängigkeit, deren Ergebnis sichtbar in den Götzenaltären auf den Höhen der Berge Israels erstrahlte. Doch alle Unterwerfung half letztlich nichts: Im Jahr 701 geriet auch Jerusalem aus nicht geklärten Gründen ins Visier der assyrischen Expansion. Die Belagerung der Stadt musste Assur allerdings aus ebenfalls ungeklärten Gründen abbrechen. Die politischen Negativerfahrungen dieser Jahrzehnte motivierten Jesaja zu seiner kritischen Prophetie: Assur galt als von Gott gesandte Strafe für die Verweigerung des Gehorsams gegenüber Jahwes Weisung. Wirrnis, Tod und Krieg sind die Folge dieser Gottesferne. Frieden und Heil für alle Menschen sind nur zu verwirklichen, wenn die Juden und schließlich alle Menschen treu zu Jahwe und seinen Geboten stehen. Jesaja ist ein von Zorn getriebener Rufer, der nicht müde wird, den Menschen die vernichtende Stärke Gottes anzudrohen 6 netzwerk

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und in ungezählten Schreckensbildern vor Augen zu führen. Er ist aber auch ein Tröster und Träumer, der große und unvergängliche Visionen des kosmischen Friedens entwirft. Gegen die Korruption und Untreue der realpolitischen Elite setzt Jesaja die Vision eines messianischen, ganz und gar von Jahwe erfüllten Herrschers (Jes 7,14; 9,1-6 und 11,1-9), der eine Zeit des Friedens, der Befreiung und der Gerechtigkeit begründen wird. Fortlaufende Aktualisierung der Prophetie Jesajas Die Passagen des Deuterojesaja sind unter dem Eindruck des Babylonischen Exils entstanden. Das assyrische Reich ist im Lauf des 7. Jahrhunderts durch das babylonische Reich als Großmacht abgelöst worden. Und die Geschichte wiederholt sich unter den veränderten Vorzeichen: Nach der Zerstörung des Nordreiches Israel durch die Assyrer gerät nun das Südreich Juda in den Schrecken der Vernichtung. Den Überlebenden drohte im babylonischen Exil der vollständige Verlust der religiösen und kulturellen Identität. Immer wieder betonen die Schüler des Jesaja die Dringlichkeit, nicht in den Götzendienst der Babylonier einzufallen und sich mit ihnen, die Jahwe und seine lebensfreundliche Weisung nicht kennen, gleichzumachen (etwa Jes 44,620). Nach der umfassenden politischen Niederlage war es den Autoren des Deuterojesaja zudem besonders wichtig, dem verbliebenen jüdischen Volk die Kraft des Trostes und der Hoffnung erfahrbar zu machen. Die Juden sollten angesichts der Katastrophe (die wiederum als Resultat der Untreue und der Gottvergessenheit verstanden wird) nicht in die Bitterkeit der Rache verfallen. Dagegen setzten die Schüler des Jesaja die Visionen des guten Ausgangs und des Friedens für alle Menschen: »Der Herr hat Erbarmen mit Zion, / er hat Erbarmen mit all seinen Ruinen. / Seine Wüste macht er wie Eden, / seine Öde wie den Garten des Herrn. Freude und Fröhlichkeit findet man dort, Lobpreis und den Klang von Liedern. / Horcht her, ihr Völker, / hört auf mich, ihr Nationen! / Denn von mir kommt die Weisung, / und mein Recht wird zum Licht für alle Völker.« (Jes 51, 3f.) Doch die Realität des menschlichen Seins versagt eine solche Vision völkerumfassender Gerechtigkeit eigentlich. Deshalb – so die Prophetenschüler im babylonischen Exil – kann nur ein Eingreifen Jahwes selbst das Geschick der Menschen wenden. Alle Hoffnung auf Rettung ruht im Deuterojesaja auf dem von Jahwe gesandten »Gottesknecht«, der durch sein Handeln alle menschliche Schuld tilgt und so den Weg zu wahrer Gottesfurcht und umfassender Gerechtigkeit bereitet: »Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, / ich fasse dich an der Hand. / Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, / der Bund für mein Volk / und das Licht für alle Völker zu sein: / blinde Augen zu öffnen, / Gefangene aus dem Kerker zu holen / und alle, die im Dunkel sitzen, / aus ihrer Haft zu befreien.« (Jes 42,6f.). Die Deutung, wer dieser Erwählte sei, ist offen: Einerseits kann das Volk Israel – und mit ihm alle gottestreuen Menschen – gemeint sein (Jes 42,18-25). Andererseits wird auch eindeutig von einem konkreten Menschen geredet (Jes 49, 1.5). Im Grunde ist beides wahr. In nachexilischer Zeit, als die Juden zurück in ihre Heimat kehrten und das zerstörte Jerusalem wieder aufbauten, mahnten die Autoren des Tritojesaja, die neu versprochene Treue zu Jahwe einzulösen. Neben den wieder vermehrt auftretenden Drohsprüchen und apokalyptischen Warnungen wird aber vor allem die Hoffnung bestärkt, dass aller Krieg und alles Trennende zwischen den Menschen in dem einen Glauben an Jahwe aufgehoben sein wird. Zu Ostern wird – über die Gottesknechtdeutung – die Prophetie des Jesaja immer wieder in die Gegenwart der nicht erlösten Welt eingebracht. Im Licht des Gekreuzigten und Auferstandenen zeigt sich das im Jesajabuch offenbarte Heilshandeln Gottes als Mysterium und Geheimnis. Im Hinblick auf den Christus Jesus zeigt sich die Spur des abwesenden Gottes in dieser Welt, die Möglichkeit im Angesicht des Schreckens das Gute zu realisieren. Jesaja mutet uns im Bild des zerschlagenen, aber erlösten Gottesknechtes zu, gegen alle realpolitischen Sachzwänge, gegen jede Berechnung der Macht und gegen alle Korruption des Fleisches das Ideal der von Gott her gedachten Menschengemeinschaft zu verwirklichen. (Thomas Miebach) Matthias Grünewald: Isenheimer Altar, 1506-1515 (Ausschnitt). Die Darstellung des gekreuzigten Christus Jesus als Lamm Gottes geht auf das vierte Gottesknechtlied des Jesajabuches zurück, in dem es heißt: »Er wurde misshandelt und niedergedrückt, / aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, / und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, / so tat auch er seinen Mund nicht auf.« (Jes 53,7). Bereits im Johannesevangelium wird die Lamm-Gottes-Symbolik aufgegriffen, indem Johannes der Täufer mit Verweis auf Jesus sagt: »Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.« (Joh 1,29) netzwerk 7

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Passahlamm und Osterlamm Das Christentum hat seine Wurzeln im Judentum. Vieles verbindet uns daher mit unseren »älteren Brüdern im Glauben«, doch an kaum einer anderen Stelle zeigt sich diese Verbindung stärker, als an dem christlichen Hauptfest Ostern, dessen Wurzeln auf das Innigste mit dem jüdischen Hauptfest, dem Passahfest, verwoben sind. Nicht von ungefähr zog Jesus gerade an diesem Fest nach Jerusalem hinauf, war ihm doch sicher bewusst, dass sich zum Höhepunkt des jüdischen Jahres Menschen aus allen Teilen Israels in dieser Stadt versammeln würden. Wann, wenn nicht am Passahfest sollte sich sein Schicksal erfüllen? Seinen Ursprung hat das Passahfest in der Religiosität Israels, aus der sich dann während des babylonischen Exils die Anfänge des Judentums entwickelt haben. Vieles am Ursprung des Passahfestes ist spekulativ: Das Alte Testament nennt den Auszug der Israeliten aus ihrer Knechtschaft in Ägypten (Ex 12,21-28). Demnach wäre das Passahfest zum ersten Mal am Vorabend dieses Auszuges und später dann zu dessen Gedenken gefeiert worden. Noch heute eröffnen die jüdischen Kinder mit einer standardisierten Frage nach der Bedeutung der Passahmahles am Vorabend des Festes die Feierlichkeiten. Es bestehen jedoch erhebliche Zweifel, ob ein solcher Auszug eines ganzen Volkes wirklich historisch stattgefunden haben kann bzw. ob man die religiöse Gemeinschaft, die Israel ursprünglich bildete, wirklich als »Volk« im klassischen Sinne auffassen sollte. Denkbar wäre indes, dass eine kleine Gruppe von Menschen, die einen derartigen Auszug durchlebt hat, ihre jeweils eigene Tradition mit in die Gesamttradition der späteren Volksgruppe Israel eingebracht haben könnte: In Zeiten der Nahrungsknappheit suchten immer wieder Nomadengruppen ihre Zuflucht in dem fruchtbaren Nilland, um es dann in günstigeren Zeiten wieder zu verlassen.  Sederteller für das Passahmahl. Am Anfang des Passahfestes stand möglicherweise ein dämonenvertreibender Blutritus, der in der Schlachtung des Passahlammes und dem Verstreichen des Blutes an den Türpfosten seinen Ausdruck fand. Später kamen dann wahrscheinlich als weitere Aspekte der Wallfahrtscharakter, d.h. der Zug nach Jerusalem, der allerdings in der jüdischen Geschichte nur dann zum Tragen kam, wenn die Umstände dies zuließen und der Verzehr des ungesäuerten Brotes (Massoth, Matzen), des »Elendsbrotes«, wie ausdrücklich vermerkt wird (Dtn 16,3), hinzu. Möglicherweise haben sich also in dem Passahfest mehrere unterschiedliche Festtraditionen vereint. Die Einbeziehung einer Wallfahrt nach Jerusalem könnte darauf hindeuten, dass sich dies im Rahmen der religiösen Reformen unter dem judäischen König Joschija (641–609 v. Chr.; vgl. 2 Kön 23, 21ff) vollzog. Joschija ließ damals alte religiöse Bräuche wieder beleben und zentralisierte den Kult gleichzeitig auf Jerusalem. Die christliche Tradition sieht in Jesus das eigentliche, das wahre Passahlamm. Die synoptischen Evangelien, Matthäus, Markus und Lukas (Mt 26,17-20; Mk 14,12-17 und Lk 22,7-14) vermerken dann auch explizit, dass Jesus bei seiner Ankunft in Jerusalem seine Jünger beauftragt das Passahmahl vorzubreiten. In der Nacht nach diesem Mahl wird Jesus verhaftet, seine Kreuzigung wäre demnach am Passahfest selbst erfolgt. Gegen diese Chronologie wurde eingewandt, dass die Durchführung von Kreuzigungen an einem jüdischen Hochfest leicht zu einem Aufruhr hätte führen können, an dem den Römern als Besatzungsmacht nicht gelegen sein konnte. In der Tat bietet das jüngste Evangelium – das Johannesevangelium – eine abweichende Chronologie, die die Ereignisse um einen Tag vorverlegt. Somit wäre das Mahl, das Jesus vor seinem Tod mit den Jüngern gefeiert hat, kein Passahmahl, sondern nur ein Abschiedsmahl gewesen. Die Kreuzigung Jesu wäre dann an dem Vortag, dem sogenannten »Rüsttag« des Passahfestes und damit an demselben Tag, an dem auch die Passahlämmer geschlachtet werden, erfolgt (vgl. Joh 18,28). Jesus wird damit aber auch selbst zum eigentlichen Passahlamm (»an dem kein Knochen zerbrochen werden darf« (vgl. Ex 12,46)). Folgerichtig werden an dem schon verstorbenen Jesus die Beine nicht zerschlagen (Joh 19,36). Letztlich könnten also auch theologische Gründe den Evangelisten Johannes dazu veranlasst haben, eine von den Synoptikern abweichende Chronologie anzubieten. Im Christentum gilt das letzte Mahl Jesu, sei es nun ein Passahmahl oder »nur« ein Abschiedsmahl, als der Ursprung der Eucharistiefeier. Dagegen wurde eingewandt, dass das Passahmahl, sofern es denn ein solches war, ein sehr aufwendiges jüdisches Ritual sei. Kann es wirklich sein, dass ein solch komplexes Ritual 8 netzwerk

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Die eucharistischen Gaben. Jesus in der Gestalt von Brot und Wein. der Ursprung einer allwöchentlich wiederkehrenden Feier ist? Darauf ist zu erwidern, dass das letzte Mahl Jesu wahrscheinlich nicht das einzige gemeinsame Mahl mit seinen Jüngern gewesen sein wird. Vielmehr dürfte es sich um den End- und Höhepunkt einer langen Kette von gemeinsamen Mahlzeiten gehandelt haben. Damit wäre es auch nicht notwendig gewesen, dass die Jünger in der Eucharistie nur dieses eine Mahl bis in alle Details reproduziert hätten. Vielmehr hätte es ausgereicht, wenn sie an die gemeinsamen Mahlzeiten mit Jesus anknüpfend, ihre Eucharistiefeiern abgehalten hätten. Welchen genauen Wortlaut Jesus bei dem Letzten Abendmahl verwendet hat, lässt sich nicht sicher rekonstruieren, jedoch ist davon auszugehen, dass im Kern die Aussagen »Dies ist mein Leib« und »Dies ist mein Blut« auf ihn selbst zurückzuführen sind. Durch diesen Hinweis auf seine Selbstaufopferung bringt er sich selbst mit dem geopferten Passahlamm in Verbindung. Er wird damit zum eigentlichen Passahlamm und mit ihm, durch ihn und in ihm auch Brot und Wein, die in der Eucharistie nach christlicher Überzeugung zu seiner göttlichen und menschlichen Gegenwart gewandelt werden. (Dr. Johannes Sander) Begegnung Ob er auch mir begegnen wird, wie damals den Männern in Emmaus? Wie kann ich ihn erkennen, wobei wird mir das Herz aufgehen und – wie lange werde ich dafür brauchen? Ob er meine Zuwendung annehmen wird? Er, der verstoßen wurde, verspottet, von allen gemieden, sogar von sogenannten engsten Freunden! Wie werde ich mich fühlen, wenn ich ihm begegnet bin? Sage ich es weiter, schreibe ich es allen, die ich kenne? Oder behalte ich alles für mich? Ob er in mir Heimat finden wird ? Seine Wundmale zeugen von unendlicher Einsamkeit! Ich bitte dich, du mein Retter, meine Hoffnung, mach mich offen für dich, begegne mir jeden Tag! Durchbrich du meine Blindheit! (Ulrike Biesenbach) netzwerk 9

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Forum Flüchtlinge Das »Forum Flüchtlinge« ist ein im November in Breckerfeld neu gegründetes Gremium aus Ehrenamtlichen, Politikern und Mitarbeitern sozialer sowie kirchlicher Institutionen. Dessen Aufgabenstellung ist das gemeinsame Bemühen um die neu eintreffenden Flüchtlinge. Unterstützende Maßnahmen rund um Unterbringung und Leben dieser der Kommune zugewiesenen Menschen sind in vollem Gange und erleichtern ihnen das Ankommen und Eingewöhnen. Die Hilfsangebote in Breckerfeld für die mittlerweile 60 Flüchtlinge aus derzeit 13 verschiedenen Nationen sind vielfältig. So wurde mit ganz unterschiedlichen Sachspenden für den täglichen Gebrauch bereits häufig konkret geholfen. Der aktuelle Bedarf kann der Internetseite der evangelischen Jakobus-Kirchengemeinde entnommen werden. Aber auch Deutschunterricht, Begleitung z.B. bei Behördengängen oder das Betreiben einer Kleiderkammer sind wirksame ehrenamtliche Hilfen. Im »Café International«, das jeden letzten Freitag im Monat im katholischen Gemeindehaus angeboten wird, können sich Flüchtlinge, Ehrenamtliche und Interessierte in zwei Stunden gemütlicher Atmosphäre näher kennenlernen, voneinander erfahren und wohl auch lernen. In Halver und Schalksmühle gab es in den vergangenen Wochen ebenfalls bereits erste Treffen und Überlegungen, Hilfsangebote für die Flüchtlinge zu installieren. In Halver haben sich die christlichen Kirchengemeinden verabredet, ein dem Breckerfelder Angebot vergleichbares Café zu ermöglichen. vielfältig lernend wach berührt Die Situation, das Schicksal, das physische Befinden und der seelische Zustand der aus ihrer Heimat geflohenen Männer, Frauen, Jugendlichen und Kinder rücken in unser Bewusstsein: Es ist eine unserer vornehmlichen Aufgaben als Christen wach und nah am Menschen zu sein. Denn auch durch diakonisches Handeln bleibt Kirche bewegt und bildet Zukunft. Immer wieder neu berührt durch Jesu Evangelium, ist jeder Einzelne und sind wir in Pfarrei und Gemeinde in Seiner Nachfolge gesendet, diese caritativen Herausforderungen direkt vor unseren Haustüren wahr- und anzunehmen, »denn ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben« (Mt 25,35b-36a). (Barbara Wilk) nah wirksam gesendet

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Ökumenisches Miteinander Neuapostolische Kirchengemeinde Breckerfeld in St. Jakobus Liebe Gemeindemitglieder von St. Jakobus! Wegen Umbauten an unserem Kirchengebäude feiern wir Gemeindemitglieder der Neuapostolischen Kirchengemeinde Breckerfeld seit Juli 2014 Gottesdienste in St. Jakobus in Breckerfeld. Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Gelegenheit haben, sowohl vor Ort in diesem Kirchengebäude sein zu können, als auch das Gemeindehaus nutzen zu dürfen. Wir fühlen uns dort richtig wohl. Ganz besonders beeindruckt hat uns Ihre Freundlichkeit, Herzlichkeit und Wertschätzung. Unsere Kirchengemeinde hat zurzeit 150 Mitglieder, wird von fünf Priestern und acht Diakonen ehrenamtlich seelsorgerisch betreut. Wir haben einen Kirchenchor mit ca. 30 Mitgliedern, engagieren uns in der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit auf Gemeindeebene und fühlen uns als Christen auch für die Stadt Breckerfeld und Region in unserem christlich sozialen Engagement verpflichtet und verbunden. Erste intensivere Kontakte zu St. Jakobus gab es 2007 im Jahr unseres 50-jährigen Gemeindejubiläums speziell zu Pfarrer Volker Ziegenhagen. Herr Pfarrer Claus Optenhöfel war danach unser Ansprechpartner, der uns sehr freundlich begegnete und die Kontaktebene ausbaute. Mit Frau Barbara Wilk haben wir dann eine Gemeindereferentin angetroffen, die in ihrer sehr freundlichen, herzlichen und kompetenten Art auf dem Bestehenden aufbaute. Wir sind sehr dankbar darüber und tauschen uns regelmäßig aus. Unsere Ziele formulieren wir im Entdecken von Gemeinsamkeiten im Christsein sowie in der Planung und Umsetzung von gemeinsamen Ideen und Aktivitäten. Dokumentiert wird dies aktuell durch unsere Beteiligung am Ökumenischen Gottesdienst am Aschermittwoch und dem gemeinsamen Auftritt beider Kirchenchöre zur Osterandacht am 26. April 2015. Wir freuen uns natürlich, wenn unser Kirchengebäude wieder bezugsfertig ist, aber unser Wunsch ist es, dass wir dieses gewachsene, wertschätzende, schöne Miteinander auf der Grundlage christlichen Glaubens mit ihnen vor Ort weiter pflegen und fortführen dürfen. Vielen Dank noch einmal für Ihr Entgegenkommen und Ihre Herzlichkeit! Ihr Klaus-Peter Riebeling Vorsteher Neuapostolische Kirchengemeinde Breckerfeld Gemeinsamer Gottesdienst am Aschermittwoch. Herzliche Einladung zur Ökumenischen Osterandacht am 26. April 2015, um 17 Uhr in St. Jakobus Mitwirkende: Chor der Neuapostolischen Gemeinde Kirchenchor St. Jakobus und Solisten netzwerk 11

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Misereor-Hungertuch 2015 »Gott und Gold – wie viel ist genug?« von Dao Zi. © Misereor »Gott und Gold – wie viel ist genug?« So lautet der Titel des diesjährigen Hungertuches, das von dem chinesischen Künstler Dao Zi gefertigt worden ist. Die Inspiration und Motivation zu diesem Werk, so Zi, sei der der Ausspruch Jesu, das Herz eines Menschen sei dort, wo sein Schatz sei (Mt 6,21). Eng mit dieser Einsicht verbunden ist die Feststellung Jesu, man könne nicht zwei Herren – Gott und dem Mammon – dienen (Mt 6,24). Das Leben fordert eine Entscheidung von jedem Menschen, woran er sein Herz hängt und was Grundlage und Ziel seines Lebens ist. Was Jesus als Entweder-Oder präsentiert, erfährt im Titel von Dao Zis Werk durch das Und eine Verbundenheit. Aber im Nachsatz verlangt das Hungertuch doch eine Entscheidung von uns: Wie viel ist genug? Von dieser Entscheidung hängt alles ab: das Wohlergehen wie auch das Verderben aller. Wenn wir Zeitung lesen oder Nachrichten hören, so drängt sich eine Erkenntnis mit schamloser Deutlichkeit auf: Unser Leben steht immer mehr unter dem Diktat der wirtschaftlichen Erwartungen der großen Konzerne. Sie werfen ihre Gewinnmaximierungsstrategien über das Leben aus. Ob auf politischer Ebene oder im privaten Handeln – kaum jemand kann oder will dieser Verfangenheit entgehen. Wer aber ein Leben im Gefolge derjenigen führt, deren Lebenssinn sich aus der erfolgreichen Profitmaximierung ergibt, der vollführt alles, was er unternimmt, zu Ehren des von Menschen geschaffenen Geldgottes. Alles hat sich der Besitzstandsvermehrung und dem Habenmüssen unterzuordnen. Die Konsequenzen sind verheerend, aber leider allzu bekannte Realität: Im Dienst des Geldes werden Landschaften verseucht, Geschöpfe gequält, solidarisch angelegte Sozialstrukturen verwüstet, Schönheit geschändet, Kunst und Religion geopfert. Die Welt wird grau – eingeäschert durch das verzehrende Feuer der Kapitalisierung des Lebens. Diese Verlorenheit des Lebens scheint im Bild durch die grau-schwarze Farbgestaltung des Hintergrundes auf, in deren Mitte das Gold als neuer (und doch alt- 12 netzwerk

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bekannter) Gott des Marktes thront. Fast erinnert der Hintergrund des Bildes an eine Flagge mit den Streifen, deren Farbe die Bedeutung symbolisieren, für die das Land zu stehen meint. Aber wer unter dieser grauschwarzen Flagge im Angesicht des neuen Geldgottes sein Leben fristen muss, lebt in der Verbannung: In einem Land, dessen Bewohner weder Würde noch Gerechtigkeit kennen, weder Freiheit zum Guten noch Eintracht, sondern allein dem Grau der Konkurrenz und der gegenseitigen Feindschaft ausgeliefert sind. Die Geschichte der Menschheit lässt sich aus diesem Blickwinkel als eine Geschichte der Kriege und der gegenseitigen wirtschaftlichen Versklavung verstehen. (Die kleinen roten Zeichen am Rand des schwarzen Balkens können in diesem Sinne als Spuren des vergossenen Blutes gedeutet werden.) Und als würde der Geldgott nicht genug haben an seiner Stellung in diesem Gefüge, streut er weitere kleine Goldstücke über das Grau – auf dass das Werk vollendet werde… Es gibt eine zweite Perspektive auf das Bild, welche die vorher entfaltete Bedeutung umkehrt und Heil verspricht. Gold steht in der christlichen Tradition als symbolische Farbe für die Präsenz Gottes. Versteht man das Bild von dieser Sinngebung her, so kehrt sich die Schreckensgeschichte der Menschen um in die Heilsgeschichte Gottes mit seiner Schöpfung. Sie kehrt sich um in die Verheißung, dass das Leben für alle Geschöpfe Gutes bereithält. Fast erscheint die goldene Fläche als Antlitz: als eine vollkommen reduzierte Ikone Christi. Die graue Menschheit, die sich und die Welt in Krieg und Neid verzehrt, lebt vor dem Antlitz Gottes, das sich über die Fläche spannt. Im Schein Gottes lassen sich in den roten Blutspuren nun auch Zeichen der Dreifaltigkeit erkennen (etwa: drei Stiche zu einem oder ein Dreieck). Alle Wunden und Narben, alle Hässlichkeit und Dunkelheit wird aufgehoben sein in diesem goldenen Leuchten der göttlichen Präsenz. Diese Anwesenheit Gottes aber ist nicht so handfest, wie diejenige des Geldes, das man wiegen, messen und berechnen kann. Gottes Gegenwart ist geoffenbartes Geheimnis und als solches nur erkennbar für diejenigen, die erkennen wollen; für diejenigen, die ihre grauen Seelen eintauchen wollen in den Glanz der göttlichen Gegenwart. Nur indem wir für Gottes Heilshandeln offen sind, kann sich das Grauen der Welt wandeln und sich im Licht Gottes erleuchten lassen. Und die Leuchtfeuer Seiner Gnade streut Er wie weitere kleine Goldstücke als Spuren Seiner Göttlichkeit in diese Welt – auf dass das Werk vollendet werde… Gott und Gold heißt nun dieses Bild, und der Titel stellt die Frage, wie viel genug sei. Damit sind wir nun unmittelbar aus der Betrachtung in die Entscheidung gerufen. Wir alle stehen in der im Bild angelegten Spannung: Einerseits müssen wir ein Leben in dieser Welt unter dem Diktat des Marktes führen und finden uns in der Notwenigkeit, zum Zwecke des eigenen Lebenserhaltes zu wirtschaften; andererseits stehen wir als vernunftbegabte Menschen in der Pflicht, uns über unsere triebhafte Gier und angstmotivierte Berechnung zu erheben und die Möglichkeit des Göttlichen in dieser Welt zu realisieren. Die Frage des Hungertuches wäre wohl falsch verstanden, wenn wir uns mit einem einfachen Aufrechnen begnügten. Der Anspruch Gottes lässt sich nicht in Teile zerschlagen, um dann dem Geld einen Schutzraum einzuzäunen, der dem Anspruch Gottes entzogen wäre. Der Vorrang Gottes vor allem anderen ist absolut. Damit wäre die Frage des Hungertuches in Bezug auf Gott beantwortet. Und nur von diesem Ausgang her lässt sich die Antwort auf die Frage nach dem Gold verantworten. (Thomas Miebach) Termine in Halver Die kfd Halver bietet an: Der Gemeinderat Halver lädt alle Gemeinde- und Pfarreimitglieder herzlich ein zur gemeinsamen Literarisches Frühstück Samstag, 18. April 2015, 9.30 Uhr. Autorenlesung mit Uta Baumeister. Kosten: 10,– . Anmeldung bei A. Schmitt, Tel. 0 23 53/4142. Himmelfahrtswanderung Wir wollen am 14. Mai 2015 um 10.30 Uhr nach der Hl. Messe in Christus König gemeinsam zur Heesfelder Mühle wandern. Der Rassegeflügelzuchtverein Carthausen veranstaltet wieder ein Himmelfahrtspicknick mit Hähnekrähen. Es gibt Leckeres vom Grill und aus dem Fass sowie Kaffee und Kuchen. Also: Gutes Schuhwerk anziehen, dem Wetterbericht entsprechend kleiden, Wegzehrung und gute Laune einpacken! Schüßler-Salze Ein Vortragsabend im Mai 2015 mit Apo-theker Horst Jacobi. Den genauen Termin entnehmen Sie bitte den Pfarrnachrichten und der Presse. Tagesfahrt nach Limburg Dienstag, 9. Juni 2015. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den Pfarrnachrichten und der Presse. Anmeldung erforderlich bei A. Schmitt, Tel. 0 23 53/4142. netzwerk 13

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Wir feiern 2015 unsere Erstkommunion St. Thomas Morus, Schalksmühle Magnus Behrendt Gonzalez Lorena Binder Antonio Cali Miriem Cocimano Angelo Enea Curatolo Christopher Jaroslaw Czelakowski Antonio Del Giudice Emily Luisa Götte Alina Grodzicki Aalia Michelle Mijacz Angela Patricelli Gabriel Patricelli Lena Schwerak Eva Spelsberg Finn Hendrick Sterchele Leon Tenkhoff Jonatan Wieczorek Erstkommunionfeiern: Sonntag, 10. Mai, 9.30 Uhr Dankmesse: Montag, 11. Mai, 10.00 Uhr Herz Jesu, Hagen-Dahl Kordian Xavier Broch Jonathan Maria Clever Timo Langosch Lea Miriam Menschel Leonie Franziska Ruppert Emilia Salzmann Elias Leopold Schmedding Nils Tigges Erstkommunionfeier: Samstag, 16. Mai, 10.00 Uhr Dankmesse: Sonntag, 17. Mai, 11.15 Uhr (in der Sonntagsmesse) Christus König, Halver Benedikt Boldo Ben Luca Brückelmann Enya Büchmann Julian Büchmann Axel Buchwalder Fiona Burghof Yana Dorothea Gedigk Eric Lutze Sarah Lutze Sophie Lutze Yanic Müller Alisa Pickelein Viktoria Piotrowska Mikolaj Rodzik Marcel Rusiecki Norman Rusiecki Elisabeth Schönfeld Mirja Katharina Schütter Mara Steinacker Brian van Gestel Eva Wanasuka Erstkommunionfeier: Sonntag, 17. Mai, 9.30 Uhr Dankmesse: Montag, 18. Mai, 10.00 Uhr 73 Kinder feiern in diesem Jahr ihre erste Hl. Kommunion in unserer Pfarrei: 17 aus Schalksmühle, 24 aus Halver, 22 aus Breckerfeld, 10 aus Hagen-Dahl. St. Jakobus, Breckerfeld Lewin Dahlhaus Leon Dwornik Evelin Geyer Paula Sophie Görlich Marie Henneberg Noah Maximilian Hertel Leon Holten Benedikt Hoster Sophie Johann Kathrin Kraler Joline Krawczyk Justin Pawlak Lukas Pawlak Sophie Sandkühler Phil Luca Siegrist Niklas Stern Carolin Regine Vandenesch Natalia Wallus Leni Wölm Erstkommunionfeier: Donnerstag, 14. Mai, 9.30 Uhr und 11.30 Uhr Dankmesse: Freitag, 15. Mai, 10.00 Uhr 14 netzwerk

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Die Büchereien empfehlen Katholische öffentliche Bücherei Halver Öffnungszeiten: Sonntag nach der Hl. Messe, Dienstag und Freitag 15.00 – 18.00 Uhr Breckerfeld Öffnungszeiten: Sonntag 10.30 – 12.30 Uhr, Mittwoch 15 – 16 Uhr, Freitag 16 – 17 Uhr Schalksmühle Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 15.30 – 18.00 Uhr 999 Froschgeschwister ziehen um (ab 3 J.) Nominiert für den Deutschen Jugendlitera)urpreis 2012. Mama und Papa Frosch und ihre 999 Kinder ziehen um. Eine riesige Froschkolonne läuft über die Wiese auf der Suche nach einem größeren Teich. Da! Plötzlich packt ein Falke Papa Frosch und hebt ihn in die Lüfte. Aber er hat nicht mit Mama Frosch und ihren cleveren 999 Froschkindern gerechnet. Eine riesige Froschschlange hängt sich an Papa Frosch. Sie schwanken so lange hin und her, bis der Falke keine Kraft mehr hat und Papa Frosch endlich loslässt. Was für ein Abenteuer! Zum Glück endet es glimpflich und Familie Frosch findet einen neuen, größeren Teich. Geheimsache Pfote (ab 8 J.) Zunächst finden Moritz und Jo, die eigentlich Johanna heißt, Felix ziemlich langweilig. Das wird anders, als Felix von Balthasar, dem Hund des alten Nachbarn, erzählt. Bald sind Moritz und Jo mit dabei, wenn Felix mit Balthasar über die Wiesen tollt. Als Balthasar dann plötzlich ins Tierheim soll, ist es für die Kinder Ehrensache, sich etwas einfallen zu lassen. Dass die Ausführung der »Geheimsache Pfote« gar nicht so einfach ist, und was die Abenteuer der Kinder im Wald mit der Erstkommunion zu tun haben, davon erzählt diese spannende Geschichte. Das war meine Rettung 50 Persönlichkeiten erzählen von Wendepunkten in ihrem Leben. Jeder kennt Momente und Situationen, in denen man nicht mehr weiter weiß und der Lebensweg vielleicht sogar eine radikale Wendung nimmt. Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft berichten in Interviews von einschneidenden Erlebnissen, die sie zu den Menschen gemacht haben, die sie heute sind. Die 50 ausgewählten Gespräche sind sehr persönlich und äußerst berührend, bisweilen dramatisch und immer fesselnd. Begleitet von exklusiven Fotografien, ist dieses Buch eine Einladung zum Lesen, Staunen, Mitfiebern und nicht zuletzt Hoffen. Audio-CD – Andreas Steinhöfel: Anders (ab 13 J. und Erwachsene) An seinem 11. Geburtstag wird Felix in einen tragischen Unfall verwickelt. Nach neun Monaten erwacht er aus dem Koma und ist »anders«. Sein »neues« Leben beginnt einschneidend: Felix nennt sich ab jetzt »Anders«, wie der Zustand, in dem er sich befindet. Er erkennt optisch bei seinen Mitmenschen Gesundheitszustände und verstört oft durch unberechenbares Benehmen. Außerdem gibt es ein Geheimnis, das in den Tiefen der Amnesie verschüttet wurde. Das beunruhigt drei seiner Schulkameraden. In diesem stilistisch und inhaltlich hervorragendem Jugendbuch steht eine Persönlichkeitsveränderung im Mittelpunkt, die viele verschiedene Gefühle bei der Lektüre auslöst. Vielschichtiges, fesselndes, anspruchsvolles Lese- und Hörerlebnis, auch für Erwachsene! Dahl Öffnungszeiten: Sonntag 10.30 – 12.15 Uhr, Montag 17.30 – 18.30 Uhr, Dienstag und Donnerstag 16.00 – 18.00 Uhr Die Büchereien präsentieren im Frühjahr eine Verkaufsausstellung mit Geschenkanregungen zur Erstkommunion (Kreuze, Rosenkränze, Gebetswürfel, Bücher) sowie Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt (Romane, Kinderbücher und Sachgeschichten). Termine: Schalksmühle 12. – 16. April Dahl 19. April – 17. Mai »Lest nicht wie die Kinder, zum Vergnügen, noch wie die Streber, um zu lernen, nein, lest, um zu leben.« Gustave Flaubert DVD: Vincent will Meer Tragikomödie um geistiges Anderssein. Vincent leidet am Tourette-Syndrom und wird von seinem Vater, einem karrierebewussten Lokalpolitiker, in ein Therapiezentrum abgeschoben. Doch er lässt sich nicht beirren und kämpft dafür, unabhängig und selbstbestimmt über sein Leben zu entscheiden. Anders als sein Vater ist Vincent nicht bereit, sein Anderssein zu verteufeln. Mit der magersüchtigen Marie und dem zwangsneurotischen Alexander klaut er das Auto der Therapeutin und macht sich auf den Weg nach Italien ans Meer – eine abenteuerliche Reise ins wirkliche Leben. netzwerk 15

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