Noticias 2015

 

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Noticias Sonderausgabe Equitana 2015

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Reiner Spanischer Rasse e.V. NOTICIAS Sonderausgabe Equitana 2015 Weltmesse des Pferdesports 14.- 22. März 2015 Zucht Stutbuch Papiere Körung Cup der Besten Pferde Reiter Züchter Veranstaltungen Barockpferdeturniere Verein der Freunde und Züchter des Pferdes VFZPRE

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Liebe Mitglieder, liebe Freunde des Pferdes der Rasse PRE, im Jahr 2001 haben wir auf der Equitana die erste professionell gedruckte Vereinszeitschrift unter dem Namen Noticias verlegt und kostenlos an die Besucher der Messe verteilt. Seither brachten wir zu jeder Equitana eine Ausgabe unserer Zeitschrift heraus und unsere Mitglieder nutzten die Gelegenheit, dort mit ansprechenden Inseraten ihre Kunden zu erreichen. Doch nicht nur die Vielfalt der Anzeigenwerbung macht unser Magazin zu einer wichtigen und sehr begehrten Zeitschrift, auch findet sich in kaum einer Publikation so viel geballte Information rund um das spanische Pferd, die wirklich aussagekräftig und wichtig ist. So freuen wir uns, dass wir auch in diesem Jahr den Freunden des Pferdes der Rasse PRE unsere Vereinszeitschrift anbieten können. Dies ist jedoch nur möglich, da wir unsere Mitgliederzahl nun über Jahre hinweg zwar langsam aber doch konstant steigern konnten. Obwohl überall die Vereine über mangelnde Mitgliederzahlen klagen, scheint das Interesse am Pferd der Rasse PRE ungebrochen zu sein. Mit der erneuten Übernahme der Stutbuchführung für ANCCE in Deutschland im Jahr 2012 wurden durch den VFZPRE die Weichen gestellt, die Ausgabe der spanischen Equidenpässe auch regelkonform mit den deutschen Gesetzen durchzuführen. So erlangte nach intensiven Verhandlungen mit den zuständigen deutschen Behörden und der notwendigen Personalschulung der VFZPRE in Deutschland offiziell die Stellung als Equidenpass – und Transponder- ausgebende Stelle für Pferde der Rasse PRE. Nur so war es möglich, die zugelassenen Transponder für die Pferde unserer Züchter zu erlangen, so dass diese nicht auf die deutschen Landesverbände ausweichen mussten, was das Ende der Zucht mit original spanischen Papieren in Deutschland bedeutet hätte. Zwar wundern sich jetzt viele Züchter und Besitzer warum auf einmal eine HIT Nummer vorgelegt werden muss, um ihre Pferde durch unseren Verein in der HIT Datenbank registrieren zu lassen, aber so verlangt es die Umsetzung des EU Rechts in Deutschland. Dass wir heute so gut aufgestellt dastehen, haben wir nicht nur dem großen Engagement des Vorstandes zu verdanken, sondern auch unseren Mitgliedern die uns in unserer Arbeit unterstützen und sei es auch nur passiv, indem sie regelmäßig ihren Beitrag zahlen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. Leider scheinen sich allerdings nicht alle Leute darüber zu freuen, dass wir hier in Deutschland weiterhin mit original spanischen Papieren züchten können. Denn immer wieder finden sich Stimmungsmacher, die mit Halbwahrheiten oder sogar böswilligen Unterstellungen die Reputation unseres Vereins, insbesondere der Vereinsführung zu beschädigen versuchen. Mit dem Argument, die Gebühren für Stutbuchleistungen seien zu hoch, lassen sich schnell viele Mitstreiter finden, besonders unter all jenen, die wenig bis gar keine Ahnung von den erforderlichen Abläufen, Betriebsführung, Buchhaltung, Lohnkosten etc. haben. Interessant ist, dass die Wortführer dieser Bewegung größtenteils aus Leuten bestehen, die ihre Pferde im benachbarten Ausland eintragen, entweder weil sie grenznah oder sogar im Ausland leben, oder aus Leuten, die ausschließlich Pferde aus Spanien vermitteln. Dazu gesellen sich dann zwar noch einige die einfach keinen Durchblick zu haben scheinen, aber es zeichnet sich ganz klar ab, dass es verschiedenen Leuten nützen würde, wenn wir hier in Deutschland nicht mehr mit original spanischen Papieren züchten könnten. So überlege jeder wohl, vor wessen Karren er sich spannen lässt. Die Entscheidung über die Zukunft des Pferdes der Rasse PRE in Deutschland liegt nicht zuletzt bei Ihnen! Ihre Sonja Thomas (1. Vorsitzende VFZPRE) VFZPRE - VEREIN DER FREUNDE UND ZÜCHTER DES PFERDES REINER SPANISCHER RASSE e.V. Editorial

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REINER SPANISCHER RASSE e.V. Verein der Freunde und Züchter des Pferdes Mozar      * 09 / 2002 VFZ-PRE www.andalusierverein.de Stockmaß: Eltern: Nachzucht: Standort: Telefon: EMail: 1,57m Navarro XII / Sinfonica gekört in Spanien 47669 Wachtendonk 01525 / 3142043 clairedarcine@yahoo.de Zucht, Ausbildung und Verkauf von PRE ( Pura Raza Espanola) und Andalusiern, Deckstation PRE Gestüt Sueno Negro Hauptstrasse 32 78582 Balgheim / Aufzuchtbetrieb:Lippachmühle Tel.0171/9346132 www.pre-gestuet.com

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Impressum Herausgeber: VFZPRE - Verein der Freunde und Züchter des Pferdes Reiner, Spanischer Rasse e.V. Dorfstrasse 29 56288 Korweiler Email: geschaeftsstelle@andalusierverein.de Gruppe: VFZPRE (nur für Mitglieder) Fanseite: Vfzpre (offen für alle) Besuchen Sie uns auch auf Facebook: Ihre Ansprechpartner im Büro des LG ANCCE Deutschland Sonja Thomas Präsidentin Präsidentin des VFZPRE: Sonja Thomas Vizepräsidentin des VFZPRE: Monika Nahrgang Kassenwart: Klaus Nahrgang Zuchtwart: Gerhard Thomas Medienbeauftragte: Simone Lienert Schriftführer: Walther Bruns Sportwartin: Alexandra Schatz Gerhard Thomas Zuchtwart Auflage: 2000 Stück Redaktion: Sonja Thomas Layout und Grafik: www.sprach-rohr.de Anna Norbisrath Sachbearbeiterin für das LG ANCCE Deutschland Die Titelseite dieser NOTICIAS Sonderausgabe zur Equitana 2015 schmückt ein Bild von Bailador XVI aus dem Gestüt Bruns Andalusier unter seinem Züchter und Besitzer Walther Bruns Foto: Ch. Slawik (bearbeitet von sprach-rohr.de) Wir danken für die freundliche Überlassung dieses schönen Bildes.

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Züchten mit original spanischen Papieren VFZPRE - VEREIN DER FREUNDE UND ZÜCHTER DES PFERDES REINER SPANISCHER RASSE e.V. Seit 2006 wird das spanische Stutbuch nicht mehr vom spanischen Verteidigungsministerium, Abteilung „Cria Caballar“ geführt, sondern von dem Spanischen Zuchtverband ANCCE. Auch die deutschen Züchter können über unseren Verein ihre reinrassigen Zuchtprodukte in das original spanische Stutbuch von ANCCE eintragen lassen und erhalten original spanische PRE Papiere, die weltweit Anerkennung finden. Die Fohlen werden vor Ort von einem deutschen Tierarzt aufgenommen und die notwendigen Formulare dazu an den VFZPRE zurück gesendet, von dort ins Stutbuch eingearbeitet und dann nach Spanien weiter geleitet. Dort wird ein EU Equidenpass mit integiertem Abstammungsnachweis und Eigentümerurkunde erstellt und an den Zücher übersendet. Die Fohlen werden mit einem Transponder gekennzeichnet und werden DNA getestet. Einmal im Jahr schickt ANCCE einen spanischen Tierarzt/in nach Deutschland, der/die dann die Basiskörung vornimmt. ANCCE hat mit Amtsantritt das Äußere der Abstammungs­ papiere neu gestaltet. Wie auch schon bei „Cria Caballar“ ist die Abstammungsurkunde im Mittelteil des Equidenpasses integriert. Neu ist die heraustrennbare „Carta de Titularidad“, welche den eigentlichen Eigentumsnachweis darstellt, und separat aufbewahrt werden kann. So ist es möglich den Equidenpass auch immer mit dem Pferd mitzuführen ohne sich Gedanken über den Eigentumsnachweis bei Verlust des Passes machen zu müssen. WICHTIG: Beie einem Pferdekauf bitte unbedingt darauf achten, dass die Carta de Titularidad vom letzten eingetragenen Besitzer unterschrieben wurde. Ohne dessen Unterschrift kann ein Pferd nicht auf Ihren Namen umgetragen werden. Ohne Umtragung auf Ihren Namen können Sie mit dem Pferd nicht im spanischen Stutbuch züchten und bekommen für einen Hengst auch keine Deckscheine. Die Carta muss im Original eingereicht werden und sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer unterschrieben sein. Das neue ANCCE Papier ist wieder in einem stabilen Plastik­ umschlag eingebunden, dessen Vorderseite durchsichtig ist und dessen Rückseite in einem den alten Cria Caballar Papieren sehr ähnlichen Weinrot gehalten ist. Kein Kauf ohne Carta de Titularidad, bei Pferden für die bereits schon eine ausgestellt wurde! Sind Sie sich nicht sicher können Sie dies auch auf der Geschäftsstelle des VFZPRE erfragen. Die CT ist gleichzusetzen mit dem Brief eines KFZ. Die Innenseiten sind in gelbbeige farbigem Papier gehalten. Wobei der Teil, der die Abstammung, das Signalment sowie die Besitzerdetails enthält, aus dünnem Karton besteht, während die Seiten, welche die Medikamentation betreffen eher als stabiles Papier zu bezeichnen sind. . Zur Anschauung hier eine Farbkopie eines der neuen ANCCE Papiere. (Auf die Seiten des Medikamentenanhanges wurde an dieser Stelle verzichtet.)Informationen zum Medikamentananhang können Sie telefonisch auf der Geschäftsstelle erfragen: (06762) 961513 PRE Papiere von ANCCE Seite 1 unter der Klarsichthülle: Auf Seite 2 stehen Erklärungen zum Papier in spanischer Sprache, Seite 3 enthält die Hauptdaten zum Pferd wie Name, Codenummer, Geschlecht, Geburtsdatum, Züchter, Eltern und Farbe. Vorder- und Rückseite, im ANCCE Papier integriert, bei den alten Cria Caballar Papieren muss sie separat mitgeliefert werden. Die Carta de Titularidad: Auf Seite 4 und 5 befindet sich das Wirbeldiagramm sowie die Beschreibung des Pferdes Auf Seite 6 die Abstammung des Pferdes Unterschrift des Verkäufers! X X Unterschrift des Käufers!

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Dazu hier Abbildungen zu den auch noch im Umlauf befindlichen Papieren von Cria Caballar. In rotem Plastikeinband ist wieder die Abstammung in den Equidenpass integriert. Anschließend folgt der Medikamentenanhang. Findige „Rosstäuscher“ geben dem unerfahrenen Käufer auch immer wieder gerne die sogenannte Targeta Sanitaria als „original PRE Papier“ in die Hand. Hierbei handelt es sich aber lediglich um einen Impfausweis, der nicht nur wie in dem hier aufgeführten Beispiel für PRE Pferde ausgestellt wird, sondern auch für x-beliebige Pferde aller Rassen, auch ohne Abstammungsnachweis. Es handelt sich hierbei definitiv nicht um ein PRE Papier!! Die Targeta Sanitaria ist in hellem Lindgrün gehalten, was man auf unserm Beispiel nicht mehr so ganz gut erkennen kann, da dies schon ein wenig ausgeblichen ist. Das Format ist etwas größer als DIN A 4 und wird drei mal zusammengeklappt, so dass ein schmales Hochkantformat entsteht. Das Ganze stellt sich ausgeklappt dann in etwa so dar: Das eigentliche PRE Abstammungspapier findet sich in der Mitte des Passes und ist auf der einen Seite in hellgrün gehalten und auf der anderen Seite, auf der das Wirbeldiagramm und die Beschreibung zu finden ist, in gelb-beige, wie auch der restliche Pass. Dies ist ein Beispiel aus Katalonien, der Impfausweis kann regional unterschiedlich aussehen. Sollten Sie Zweifel an der Echtheit eines Papiers haben, können Sie sich gerne beim Zuchtwart unseres Vereins informieren unter: zuchtwart@andalusierverein.de, Telefon 06762-961513 Außerdem helfen wir all unseren Mitgliedern bei allen Formalien die zur Beantragung der original spanischen Papiere notwendig sind und erledigen die Korrespondenz und Bezahlung direkt mit dem Stutbuchführer in Spanien. Körungen, Besitzerwechsel und Anträge auf Cartas de Titularidad oder Deckscheine, Papierduplikate bei Verlust usw. werden ebenfalls von uns bearbeitet. Kontaktadressen finden Sie auf unserer Homepage unter: www.andalusierverein.de Auf der letzten grünen Seite findet sich dann die Abstammung: VFZPRE - VEREIN DER FREUNDE UND ZÜCHTER DES PFERDES REINER SPANISCHER RASSE e.V. Cria Caballar Targeta Sanitaria

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Was Sie Beim Kauf eines PRE Pferdes unbedingt beachten sollten Unsere Beratung- Ihre Sicherheit Deckscheine VFZPRE - VEREIN DER FREUNDE UND ZÜCHTER DES PFERDES REINER SPANISCHER RASSE e.V. Registrierung von Equiden im Herkunftssicherungsund Informationssystem für Tiere (HIT) Nach den EU Richtlinien sind alle Equiden im Land ihres Aufenthaltes zu registrieren. Dies geschieht in Deutschland im Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere, kurz HIT und ist für alle Pferdehalter Pflicht. Im Gegensatz zum Nutzvieh kann diese Meldung bei einem Pferd nicht von seinem Besitzer selbst durchgeführt werden, sondern muss vom zuständigen Zuchtverband für ihn erledigt werden. Für die Pferde der Rasse PRE sind wir vom VFZPRE zuständig, was uns nicht nur eine Menge Zusatzarbeit beschert, sondern leider auch oft den Unmut unserer Kunden. Bitte beachten Sie, dass wir zu diesen Meldungen verpflichtet wurden und bei jeder Fohleneintragung, sowie jedem Besitzerwechsel, der mit einem Halterwechsel einhergeht, die Angaben zum neuen Halter und Besitzer machen müssen. Deshalb benötigen wir von Ihnen die HIT Nummer des Betriebes in dem Ihr Pferd untergebracht ist. Jeder Pferdehalter ist verpflichtet seine Pferdehaltung bei der für seine Region zuständigen Behörde anzuzeigen und er erhält dann eine HIT Nummer. Auch jeder Privatmann, selbst wenn er nur ein Pferd hält, muss seine Pferdehaltung anzeigen. Im Equidenpass muss der aktuelle Besitzer eingetragen werden. Immer wieder erreichen uns Anfragen von PRE Besitzern nach Deckscheinen für ihren Hengst, obwohl diese sich noch nicht als Besitzer haben registrieren lassen. Bitte beachten Sie, dass Sie nur dann Deckscheine erhalten, wenn Sie Ihren Hengst auch auf sich haben registrieren lassen. Und zwar auf einer auf Ihren Namen lautenden Züchternummer, eine Besitzernummer reicht nicht aus. Sobald der Hengst auf Ihrer Züchternummer registriert ist, können Sie über Ihr persönliches Benutzerkonto Deckscheine für diesen Hengst ausdrucken. Wichtig, es können keine Deckscheine rückwirkend ausgedruckt werden. Liegt die Bedeckung vor dem Zeitpunkt der Umtragung des Hengstes, muss der letzte im Stutbuch eingetragene Vorbesitzer des Hengstes gebeten werden, den passenden Deckschein auszudrucken, auch wenn das Pferd zum Zeitpunkt der Bedeckung schon längst an Sie verkauft worden war. Da Deckscheine immer vom Hengsthalter ausgegeben werden, empfehlen wir Stutenbesitzern bei Nutzung eines Fremdhengstes, sich den Deckschein stets umgehend nach der Bedeckung aushändigen zu lassen. Der Deckschein muss auf den Namen des Hengstbesitzers ausgestellt sein und auch von diesem unterschrieben sein. Achtung beim Kauf von alten Deckhengsten Vor dem Kauf eines alten Deckhengstes empfiehlt es sich nachzuprüfen, ob man diesen auch noch zur Zucht benutzen kann. Dies hängt nicht nur davon ab, ob er gekört ist, sondern auch davon, ob von diesem Pferd auch taugliche Blutergebnisse in Spanien registriert sind. Bei alten Hengsten, mit denen wenig bis gar nicht gezüchtet wurde, bzw. dies möglicherweise schon etliche Jahre zurückliegt, kann es sein, dass dies nicht der Fall ist und man den Hengst deshalb nicht mehr in die Zucht nehmen kann. Wer sich unsicher ist, kann vor einem Kauf dies über unseren Verein erfragen. Vorsicht beim Kauf von PRE Pferden, die noch nicht eingetragen wurden! In letzter Zeit häufen sich die Vorfälle, das PRE Pferde verkauft werden, ohne dass diese von ihrem Züchter eingetragen wurden. Oft werden dann unvollständige Dokumente mitgegeben mit der Angabe, dass es mit deren Hilfe überhaupt kein Problem für den neuen Käufer darstellt, diese Pferde mit diesen Dokumenten eintragen zu lassen. Meistens ist dies aber dann nicht ohne massiven Aufwand und hohe Kosten zu erledigen und oft geht es auch gar nicht, weil auf den Dokumenten die entsprechenden Unterschriften oder ähnliches fehlt. Die wichtigsten Dinge, die zu beachten sind: Um ein Fohlen selbst eintragen zu lassen, muss der neue Besitzer für sich zunächst eine eigene Züchternummer über unser Onlinebestellsystem beantragen (Kosten 230,05€). Dann kann er die Eintragung des Fohlens beantragen. ACHTUNG! Equidenpass für in Spanien geborene PRE Pferde, die nicht fristgerecht eingetragen wurden: Kann ein in Spanien geborenes PRE Pferd nicht fristgerecht eingetragen werden, wird für dieses Pferd kein original ANCCE Equidenpass ausgestellt, sondern es wird ein Equidenpass von der für die jeweilige Provinz zuständigen Behörden ausgestellt, so wie die Pässe dort auch für Pferde ohne Abstammungsnachweis ausgestellt werden. In diese wird dann von ANCCE nachträglich der PRE Abstammungsnachweis eingeheftet.Der sogenannte Crianza y Renta Pass kann also ein offizielles spanisches Dokument für ein im Stutbuch eingetragenes PRE Pferd sein, muss aber nicht. Um diesen Pass als zughörig zu einem PRE Pferd auszuweisen, muss auf jeden Fall darin die Abstammung von ANNCE hinzugefügt worden sein. Und es gehört auf jeden Fall eine Carta de Titularidad dazu. Beispiel eines Crianza y Renta Passes. Je nach ausstellender Provinz kann es Abweichungen im Erscheinungsbild geben.

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• Der Deckschein muss vom Hengstbesitzer unterschrieben sein. Und zwar von demjenigen, auf dessen Namen der Hengst im Jahr der Bedeckung registriert gewesen ist. Bei einem Deckschein aus dem korrekten Jahr sollte das derjenige sein, der auch im ersten Block des Deckscheines als Hengsthalter angegeben ist. • Schwieriger wird es beim Stutenbesitzer, denn hier muss derjenige unterschreiben, auf dessen Namen die Stute zum Zeitpunkt der Geburt des Fohlens im spanischen Stutbuch registriert war. Die Daten zur Stute werden aber oft händisch eingefüllt und es ist für den Kunden nicht zu ersehen, ob die Besitzerangaben wirklich korrekt sind. Ob die angegebene Mutterstute zum Zeitpunkt der Bedeckung und vor allem noch zum Zeitpunkt der Geburt wirklich im spanischen Stutbuch auf den Namen des angegebenen Züchters registriert war, kann nur vom Stutbuchführer oder einer beauftragten Servicestelle wie unserem Verein eingesehen werden. Wenn Sie als neuer Besitzer des Fohlens nun ein Fohlen eintragen möchten, dessen Mutter zum Zeitpunkt der Geburt auf eine andere Person registriert war, muss diese Person den Verkauf des Fohlens unten auf dem Deckschein mit seiner Unterschrift bestätigen. Und dies muss unbedingt die Unterschrift des vorab beschriebenen Besitzers sein. Es geht nicht, dass dort irgendein Zwischenhändler unterschreibt, der die Stute nicht zum besagten Zeitpunkt auf seinen Namen registriert hatte! Vorsicht, bei Pferden die noch nicht eingetragen wurden, aber bereits einen Mikrochip in Spanien gesetzt bekamen. Dies verursacht große Probleme, da jedes Land eine eigene Kennung für Mikrochips hat und wir hier in Deutschland keine Fohlen eintragen lassen können, die einen Mikrochip mit spanischer Länderkennung tragen. Die Eintragung muss dann auch unbedingt über Spanien abgeschlossen werden, das heißt die Eintragung muss von jemanden beantragt werden, der eine spanische Züchternummer hat und direkt mit ANCCE in Spanien abgewickelt werden. Das Blut muss von einem Tierarzt in Spanien abgenommen werden und dieser Tierarzt muss die Unterlagen ausfüllen und unterschreiben. Generell gilt, wer von seinem Verkäufer einen Deckschein bekommt mit der Aussage, damit könne man das Fohlen, bzw. manchmal auch schon ältere Pferd, problemlos im spanischen Stutbuch eintragen lassen, dem kann nur dringend angeraten werden, dies über uns prüfen zu lassen. Ein korrekt ausgefüllter Deckschein muss verschiedene Voraussetzungen erfüllen: Pura Raza Espanola Zucht & Ausbildung, Spanien - Deutschland Gerne bin ich Ihnen auch bei der Vermittlung Ihres Traumpferdes behilflich. Rufen Sie mich einfach unverbindlich an: Simone Klene - Telefon 0176 78318975 VFZPRE - VEREIN DER FREUNDE UND ZÜCHTER DES PFERDES REINER SPANISCHER RASSE e.V. Geschieht dies fristgerecht, das heißt im Jahr der Geburt des Fohlens, bzw. wenn es in der zweiten Jahreshälfte geboren wurde, 5 Monate nach dem Geburtstermin des Fohlens, kostet dies 187,25 €. Ist das Fohlen jedoch schon älter, so dass es nicht fristgerecht eingetragen werden kann, kommt zu der Eintragungsgebühr noch ein Verspätungszuschlag von 350,20 € hinzu. Das heißt der Käufer eines nicht eingetragenen Pferdes muss mit Kosten von bis zu 767,50 € rechnen, die für die Eintragung im Stutbuch fällig werden. Dazu kommen noch Gebühren für den Tierarzt, der das Wirbeldiagramm ausfüllen, Blut abnehmen und den Mikrochip setzten muss. • Er muss im richtigen Jahr ausgedruckt worden sein, nämlich im Jahr der Bedeckung der Stute. Dies kann man sehen an der Deckscheinnummer, die immer mit der Jahreszahl anfängt, in der die Bedeckung durchgeführt wurde. Deckscheine mit falscher Jahreszahl werden von ANCCE nicht akzeptiert

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Was Sie beim Kauf eines PRE Pferdes unbedingt beachten sollten Probleme bei Pferden mit einer nicht abgeschlossenen Eintragung aus einem Gestüt in Deutschland! Meldungen eines PRE Pferdes im original spanischen Stutbuch Unser Service für Sie: Das weltweit einzigartige Onlinebestellsystem für Ihre Leistungen im spanischen Stutbuch. Oft fühlten sich die deutschen Pferdebesitzer mit dem Ausfüllen der spanischen Formulare, die vom Stutbuchführer ANCCE gefordert werden, überfordert. Besonders Neulinge standen dabei vor einer großen Herausforderung. Deshalb haben wir ein aufwendiges Programm geschrieben, mit dessen Hilfe unsere Kunden ganz bequem alle Stutbuchleistungen online und in deutscher Sprache aufgeben können. Das System ist selbsterklärend, so dass jeder ohne Vorwissen einfach loslegen kann. Nach abgeschlossener Bestellung bekommt der Kunde eine Email mit allen, komplett mit seinen Daten vorausgefüllten, spanischen Formularen, so dass er diese nur noch unterschreiben muss. Dazu gibt es ausführliche Informationen zu allem was sonst benötigt wird und in welcher Form, wie zum Beispiel bei einer Umtragung die Eigentumsurkunde (Carta de Titularidad). Natürlich finden Sie auch zu allen Vorgängen Informationen auf unserer Website, darüber was verlangt wird und was bestellt werden muss. Doch das Onlinebestellsystem unterstützt Sie dabei und führt Sie sicher durch den Bestellvorgang. Folgen Sie dafür auf unserer Website im Menü dem Pfad: Stutbuch – Leistungen beantragen weiter zum Onlinebestellsystem (siehe Bilder unten links) Seit kurzem werden Eintragungswünsche an uns herangetragen, von Pferden aus einem deutschen PRE Gestüt, deren Züchter die Eintragung bereits vor vielen Jahren begonnen, aber nicht abgeschlossen hatte. Die Pferde sind an verschiedene Wiederverkäufer gegangen, die nun den Kunden vermitteln, dass für die Eintragung nur noch die bereits ausgegebenen Eintragungsunterlagen beim Stutbuchführer eingereicht werden müssten. Dies ist jedoch nicht richtig. Diese Fälle müssen alle neu aufgenommen werden und es werden dabei für denjenigen, der die Pferde eintragen lassen möchte die vollen Gebühren für eine verspätete Eintragung fällig, wie oben beschrieben. Außerdem muss eine Autorisierung des Züchters der Pferde vorliegen, was bisher von keinem der neuen Käufer vorgelegt werden konnte, weshalb momentan noch keines der angefragten Pferde eingetragen werden konnte. Fazit: Wer ein PRE Pferd mit original spanischen Papieren kaufen möchte ist gut beraten, sich ein Pferd zu kaufen, bei dem die Eintragung bereits abgeschlossen ist, bzw. falls nicht, sich zuvor genau zu erkundigen, ob mit den vorliegenden Dokumenten eine Eintragung tatsächlich möglich ist. Es bleibt auch immer noch das Restrisiko, dass der Bluttest eine Eintragung ausschließt, da das Blut des Pferdes nicht mit dem der angegebenen Elterntiere kompatibel ist. Sollten alle erforderlichen Dokumente vorliegen, steht einer Umtragung auf Ihren Namen nichts im Wege und Sie können diese über unsere Website beantragen. VFZPRE - VEREIN DER FREUNDE UND ZÜCHTER DES PFERDES REINER SPANISCHER RASSE e.V.

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3 x Sicab Champion Spitzenvererber ANCCE empfohlen Tochter Elisa V , 4-j. u. 5.-j. Sicab Teilnahme, Note: Excellent im Züchterfinale Sohn Jaqueton XXX, erfolgreiche Turnierteilnahmen, Ganggewaltig Jeque XXVII Gewinner SICAB 2007 Gewinner SICAB 2008 Gewinner SICAB 2011 Prix St. George + Intermediare I Kür + Champion gekürt Klassifiziert wie "Excellente" mapa 2008. “Wir sind davon überzeugt, dass Jeque eine der größten PRE-Hoffnungen in der klassischen Dressur ist.” Trafo caballo. Jan. 2009 Zweifellos einer der besten PRE Pferden in Spanien gegenwärtig! Geb. 2002, Vater Utrerano VII, Mutter Hacendosa XXXIX und Bruder von Fuego XII (Olympia 2008 und 2012) Er siegte 2007 und 2008 in seinen Ausbildungsstufen auf der SICAB, sowie in vielen Prüfungen der Sunshinetour bis heute. Er ist einer der vielversprechendsten und talentiertesten PRE-Pferde in Spanien! Viele erfolgeiche Pferde u.a. erfolgversprechende, schöne Fohlen von Jeque XXVII - dem Spitzenvererber und unseren besten Zuchstuten - bieten wir Ihnen zum Kauf an. Verkaufsanzeigen - Pferde in Deutschland und Spanien Söhne von Jeque XXVII Söhne von Jeque XXVII Baron PRE Hengst Geb. 2009 Schimmel Stockmaß 158 cm Vater: Jeque XXXVI Mutter: Balbina III Ausbildungsstand : L fertig Preis: 12.000 Denodado PRE Hengst geb. 2006 Apfelschimmel Stockmaß: 162 cm Vater: Encantado VII Mutter: Destinada XLV Ausbildungsstand: Grand Prix Preis: auf Anfrage Lord PRE Hengst geb. 2010 Apfelschimmel Stockmaß: 160 cm Vater: Jeque XXXVII Mutter: Lagarena Ausbildungsstand: L fertig Preis: 12.000 Maximo PRE Hengst geb. 2010 Fuchs Rappschimmel Stockmaß: 160 cm Vater: Jeque XXXVII Mutter: Malusa XII Ausbildungsstand: geritten Preis: 9.900 www.elrobledal.com • www.andalusier-elrobledal.de Unsere Pferde in Deutschland • Simone Klene, Mobil: 0176-78318975 • info@andalusier-elrobledal.de VFZPRE - VEREIN DER FREUNDE UND ZÜCHTER DES PFERDES REINER SPANISCHER RASSE e.V.

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Tag der offenen Tür auf dem Gestüt Wendler Michael Wendler ist nicht nur ein erfolgreicher Sänger und Held des australischen Dschungels, sondern züchtet auch seit einigen Jahren Pferde der Rasse PRE. Am 18. Mai lud der Wendler dann zur großen Ranchparty auf sein Gestüt ein. Etwa 4000 Wendler Fans und PRE Freunde kamen von Nah und Fern und feierten ausgelassen. Der Wendler sorgte aber nicht nur mit seiner Musik für echte Partystimmung sondern bot den Zuschauern mit einer attraktiven Showvorführung spanischer Pferde auch etwas fürs Auge. Das Team von Caballos de la Luz präsentierte dem interessierten Publikum eine Auswahl gut ausgebildeter PRE Pferde. Unter der Leitung von Simone Lienert begeistert das Showteam von Caballos de la Luz nun schon seit vielen Jahren auf verschiedenen großen Veranstaltungen. Da war die Ranchparty beim Wendler dann ein echtes Heimspiel. Die Popularität des Wendlers konnte so für die Rasse des spanischen Pferdes als gute Werbung genutzt werden und wir wünschen ihm viel Erfolg für seinen Ranchtag 2015!

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VFZPRE - VEREIN DER FREUNDE UND ZÜCHTER DES PFERDES REINER SPANISCHER RASSE e.V. in der europäischen Literatur und Grafik der vergangenen Jahrhunderte Ganz anders und ausführlich dagegen fällt die Beschreibung der Spanischen Pferde bei Georg Engelhard Löhneysen in seiner wenige Jahrzehnte später im Jahr 1609 erschienen Della Cavalleria aus. Er schwärmt von ihnen derart, dass er nicht wüsste ob man ein Pferd schöner malen könnte Er beschreibt die Genetten als „adlige zarte Pferde, welche nicht sehr groß sind, aber ein wohl proportionierte Brust und Rücken und Gliedmassen haben und über einen aufrechten Hals und Kopf verfügen sowie über alle Massen gut laufen.“ Aus seiner Sicht werden die besten in Jerez und Jean gezogen. Das Spanische Pferd Von Michael Meinhold, Gut Drebsdorf Die Ausprägung des Spanischen Pferdes wird in unserer heutigen Zeit weltweit durch den Spanischen Zuchtverband, die ANCCE, beschrieben und kontrolliert. So besteht überall weitestgehende Einigkeit darüber, dass als Spanisches Pferd nur ein Pferd bezeichnet werden kann, welches im Stutbuch der ANCCE geführt wird und zwingend auch von zwei Elternteilen der Spanischen Rasse abstammt. Durch die Körmechanismen der ANCCE wird auf der ganzen Welt Sorge getragen, dass sich die vorgegeben Rassestandards erhalten und im vorgegeben Maße auch weiterentwickeln. Wie aber war das in den vergangenen Jahrhunderten? Europa war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts geprägt von hunderten Königreichen und Fürstentümern. An eine Standardisierung und Kontrolle war lange Zeit in keinster Weise zu denken und schon gar nicht bei den Pferderassen. Insoweit ist es nicht verwunderlich, dass sich Beschreibungen in der Literatur und in Abbildungen stark voneinander unterscheiden. Neben dem unterschiedlichen Vermögen des Künstlers und Autors waren sie insbesondere auch von der Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl von Pferden gleicher Herkunft abhängig. Erst hieraus lassen sich Rasseausprägungen erkennen, da Jahrhundertelang die Pferde nach ihrer Herkunft benannt wurden und nicht weil irgendjemand Standards festgelegt hatte oder gar Stutbücher geführt wurden. So waren meist die Pferde sehr gut beschrieben, über die man verhältnismäßig oft verfügte oder gerade zum Zeitpunkt und am Ort des Verfassers sich hervortaten. In fast allen Werken der Hippologie bis zum 19. Jahrhundert wird das Spanische Pferd als solches oder als Genette bzw. als Andalusisches Pferd erwähnt und oftmals beschrieben. In Antoine Pluvinels Königlicher Reitschule von 1628 wird der französische König Ludwig XIII. jedoch auf kein Spanisches Pferd gesetzt, weil diese offensichtlich nicht verfügbar waren. So heißt es hier „Aus Hispanien bekommen wir wenig, dazu nicht die besten.“ So empfiehlt Pluvinel seinem königlichen Reitschüler den am französischen Hof vorhandenen und gut ausgebildeten Berber „Bonite“. Eine der ersten Überlieferungen zum Spanischen Pferd findet sich in Federigo Grisones in der Mitte des 16.Jahrhunderts erschienen „Künstlichem Bericht und allerzierlichste Beschreybung wie die streitbarn Pferdt zum Ernst und ritterlicher Kurtzweil, geschickt und volkommen zu machen.“ Grisone, welcher in Italien als Reitlehrer wirkte, bevorzugte aber das Persische Pferd, jedoch achtete er den Spanier nicht weniger, aber er merkte an, dass man bei diesem mehr Fleiß in der Ausbildung zu investieren habe. Offensichtlich hat sich die Verfügbarkeit des Spaniers im damaligen Paris 4 Jahrzehnte später deutlich geändert, denn Jaques de Solleysel verfällt in seinem 1664 in Paris erschienen „Le Parfait Maréchal“ in Begeisterung zu ihm: „Ich habe spanische Pferde gesehen und sogar einige

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Im Jahr 1700 gibt William Cavendish of Newcastle seine „Neu eröffnet Reit-Bahn“ heraus. Darin beschreibt er auf das ausführlichste das Spanische Pferd in einem eigenen Kapitel. Neben Charakter, Exterieur und Rittigkeit beschreibt er auch die damaligen Preisverhältnisse: „Es ist zu wissen / daß unter allen Pferden in der Welt (von was Landsart / und Climate, sie immer seyn mögen) die Spanischen die Allerklügsten / ja so durchtrieben gescheid seyn / daß man sichs nimmermehr einbilden sollte / doch sind sie desßwegen nicht leichter zu richten; dann sie beobachten alles mit gar zu grosser Aufmercksamkeit und Fleiß / sie haben gute Gedächtnüs / und entschliessen sich offt eher / als sie / nach des Menschen Willen / wissen können. Das heist die Rechnung ohne Wirth gemacht / da sie hingegen den Befehl erwarten solten / ob sie der hand zu folgen / oder den Schenckel zu fliehen haben: und weil sie demjenigen bevor kommen / was man an sie begehrt / und also des Menschen Gedancken errathen wollen / so hab ich sie eben für so klug gehalten / und muß man sie derohalben auf künstliche Art richten / und nicht durch blosse Gewonheit / und diese Kunst bestehet in fleissiger Wiederholung der dazu dienlichen Schulen / woraus endlich die rechte Geschicklichkeit entstehet / dann ausser diesem wird man VFZPRE - VEREIN DER FREUNDE UND ZÜCHTER DES PFERDES REINER SPANISCHER RASSE e.V. besessen. Sie sind ausserordentlich schön und unter allen Rassen am meisten geeignet, einem geschickten Maler als Modell oder einem Könige, der sich seinem Volke zeigen will, als Leibpferd zu dienen; weder so leicht wie die Berber, noch so schwer wie die Neapolitaner, besitzen sie die besten Eigenschaften dieser beiden Rassen. Die Genetten haben einen herrlichen und energischen Schritt, einen hohen Trab, einen bewundernswürdigen Galopp und einen ausserordentlich schnellen Rennlauf. Sie sind wohl im allgemeinen nicht sehr groß, doch gibt es kaum irgendwo edlere Rosse. Merkwürdige Einzelheiten sind mir auch über ihren Mut mitgeteilt worden. Es hat unter ihnen Pferde gegeben, die so schwer verwundet waren, dass ihnen die Eingeweide aus dem Bauch heraushingen und sie all ihr Blut verloren, dennoch aber ihren Reiter mit demselben Mut und demselben Stolz, mit dem sie ihn in die Schlacht getragen, wieder aus dem Kampfgetümmel retteten und sich dann hinlegten, um zu sterben, weil ihre Lebensflamme früher als ihr Mut erlosch. In Andalusien und speziell im königlichen Gestüt zu Cordoba werden die besten Pferde gezogen, indessen sind die von Cardone, wie auch die von Molina, ebenfalls sehr geschätzt.“ ein Spanisches Pferd nicht wol richten können. Wann es wol ausgesuchet ist / so ist sicherlich kein edlers Pferd in der Welt: dann es hat den schönsten Schafft / von der Ohren-Spitze an / bis auf die Spitze des Fusses / man kan kein schöners finden; dann es ist nicht so geschmeidig / noch so klein / als das Barbarische / und auch nicht so groß / als das Neapolitanische Pferd / sondern es hält zwischen diesen beeden das warhafftige Mittel. Es ist von grosser Stärcke / grosser Herzhafftigkeit / gar gelernig / gehet und trottiret ernsthafft / und mit den schönsten Geberden. Es ist stoltz im Galopp, und im starcken Lauffen ist es viel schneller / als andere Pferde / auch viel edler und liebreicher / es ist das tauglichste unter allen / für einen grossen Monarchen / wann er sich entweder triumphirende seinem Volcke zeigen will / oder sein gantzes Kriegs-Heer persönlich anführet. Auch ist es das beste fürtrefflichste Pferd zur PferdZucht / zu was Gebrauch man auch die davon kommende Füllen anzuwenden begehren mag. Der Conquerant, oder so genannte Eroberer / war von einem Spanischen Hengst / der Shotten-Herring (Brut-Hering) nicht weniger / Butler (der Hausvogt) ingleichen / und Peacock (der Pfau) kam von einer Spanischen Stute / und diese vorbenannte Pferde haben zu ihrer Zeit ihres gleichen nicht gehabt / und kein anders Pferd kunte ihnen im Lauffen folgen. Wie gedacht / ein Spanischer Hengst ist unvergleichlich gut / wann man nur die Stutte darnach erwehlet / daß sie zu dem Gebrauch geschicket sey / zu welchen ihr eure Pferde aufziehen wolt. Dann von Spanischen Hengsten dörfft ihr allerley Füllen hoffen / ausgenommen keine Wagen-Pferde. Der König in Spanien hat viel Pferd-Zuchten / die beste aber ist zu Cordua in Andaluzien; dort hat er über drey hundert Pferde / Stutten und Füllen unter einander / wie mich Mylord Cottingron berichtet hat / über diese Sr. Majestät gehörige Pferd-Zuchten / befinden sich noch einige andere / welche fürnehmen Herren und Edelleuten zugehörig sind. Der Werth der Spanischen Pferde betreffende … daß zwey oder drey hundert Pistolen zu Madrid um ein Pferd der allgemeine Kauff sey … und er habe Pferde gesehen / die zu sieben / achthundert / ja tausend Pistolen gekostet haben …. „ (1 Pistole entsprachen ca. 5 deutschen Goldtalern.)

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