VNW-Jubiläumsschrift

 

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VNW-Jubiläumsschrift

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4c ZUHAUSE IM NORDEN 1900 / 1990 / 2015 TRADITION UND INNOVATION

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4c ZUHAUSE IM NORDEN 1900 / 1990 / 2015 TRADITION UND INNOVATION

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4c ZUHAUSE IM NORDEN 1900 / 1990 / 2015 TRADITION UND INNOVATION

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Dr. Joachim Wege im Gespräch mit Gerhard Viemann 2

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VNW – VERBAND NO RDDEUTSCHER W O H N U N G S U N T E R N E H ME N E . V. LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, gemeinsam mit Ihnen möchten wir auf 115 Jahre soziale Wohnungswirtschaft im VNW und seine 25 Jahre als Drei-Länder-Verband zurückblicken. Dabei haben wir uns auf die Meilen­ steine der Verbandsgeschichte konzentriert. Von der Wohnungsnot und Gründung des Verbandes über die Gemeinnützigkeit, Großwohnsiedlungen und die Wiedervereinigung bis hin zu gegenwärtigen Themen zeigen wir Ihnen die Entwicklung des Verbandes und der Mitgliedsunternehmen. Experten bewerten aktuelle Herausforderungen und wagen einen Blick in die Zukunft. Es hat sich viel verändert, viel bewegt in der Wohnungswirtschaft und ihren Geschäftsfeldern. Politische und gesellschaftliche Umbrüche hatten weitreichende Konsequenzen. Nach der Wende mussten sich die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern komplett neu orientieren – tatkräftig unterstützt vom VNW und den Partnerunternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein. So können wir nicht nur auf 115 Jahre VNW zurückblicken, sondern auch mit Blick auf sanierte Städte und attraktive Wohnquartiere 25 Jahre Wiedervereinigung feiern. Bei all ihrer Beständigkeit müssen die Wohnungsunternehmen flexibel gesellschaftliche Entwicklungen frühzeitig in ihre Planungen aufnehmen. Diese Broschüre zeigt, wie die Wohnungswirtschaft in Norddeutschland dies seit Jahrzehnten meistert – in der Verbindung von Tradition und Innovation. Sie ist ein wichtiger wirtschaftlicher und sozialer Faktor sowie anerkannter Partner für die Politik. Kommen Sie mit auf eine Zeitreise, und erkennen Sie die Bedeutung der sozialen Wohnungswirtschaft für die Wohn- und Lebensqualität der Menschen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und danken für die gute Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf die Zukunft – Gemeinsam sind wir stark! RA Dr. Joachim Wege Verbandsdirektor WP/StB Gerhard Viemann Direktor für den Prüfungsdienst 3

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VNW – VERBAND NO RDDEUTSCHER W O H N U N G S U N T E R N E H ME N E . V. GESCHICHTE WOHNUNGSNOT UM 1900 GRÜNDUNG DES VNW 6 WEIMARER REPUBLIK – SOZIALER WOHNUNGSBAU „DER REVISOR KOMMT“ 8 NATIONALSOZIALISMUS UND ZWEITER WELTKRIEG DREI-LÄNDER-VERBAND UND WOHNUNGSGEMEINNÜTZIGKEIT 10 NACHKRIEGSZEIT WIEDERAUFBAU AUS TRÜMMERN 12 4c DIE 1970ER UND 1980ER JAHRE – NEUE WOHNQUARTIERE NEUE AUFGABEN UND ENDE DER WOHNUNGSGEMEINNÜTZIGKEIT 14 DIE WENDE WIEDERVEREINIGUNG AUCH IM VERBAND 16 DAS NEUE JAHRTAUSEND AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN 18 GEGENWART ­ 20 AUSBLICK 32

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EIN BLICK ZURÜCK NACH VORNE. Ein weitsichtiger Blick in die Zukunft ist ohne die Erkenntnisse aus der Vergangenheit kaum möglich. Bieten die gewonnenen Erfahrungen doch die Basis für zukunftsfähige Planungen mit Sachverstand. Aus der Geschichte lernen ist nicht langweilig, vielmehr eröffnet es einen spannenden Blick auf Errungenschaften, die auch der VNW maßgeblich vorangetrieben hat. 5

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| 19 00  – 1 918 | 1918  –   1933 | 1933  –   1945 | 1 9 4 9   –   1 9 6 9 | 1 9 7 0   –   1 9 8 8 | 1 9 8 9   –   2 0 0 0 | 2 0 0 0   –   2 0 1 5 | WOHNUNGSNOT UM 1900 „Kriegst die Motten!“– Dieser volkstümliche Ausdruck der Betroffenheit hat seinen Ursprung in den Mietskasernen der Arbeiterviertel im ausgehenden 19. Jahrhundert: Mit den „Motten“ ist die Tuberkulose gemeint, die wie Motten die Lunge zerfrisst. In den großen Industriemetropolen Europas machen desaströse Wohnverhältnisse die Menschen krank. Die rasch wachsenden Industrien brauchen Arbeitskräfte, und so ziehen die Menschen aus der ländlichen Umgebung nach Hamburg, Kiel oder Rostock. Die städtischen Wohnquartiere können mit diesem Bevölkerungswachstum nicht Schritt halten, es kommt zu extremen Überbelegungen. Die soziale Frage des Wohnens wird als brennendes Problem erkannt. GRÜNDUNG DES VNW Als Reaktion auf die Wohnungsnot entstehen Ende des 19. Jahrhunderts in Norddeutschland die ersten Baugenossenschaften. 1900 gibt es in Schleswig-Holstein bereits 28. Die Allgemeine Deut­ sche Schiffszimmerer-Genossenschaft wird 1875 in Hamburg gegründet, in Schleswig-Holstein 1878 der Flensburger Arbeiter-Bauverein – beide Genossenschaften sind noch heute aktiv. Die Genossenschaften werden ehrenamtlich geleitet. Handwerker, Arbeiter, Lehrer und Buchhalter stehen als gewählte Vorstände plötzlich vor der Aufgabe, ein Unternehmen aufzubauen und sich mit Behörden aus­ einanderzusetzen. Unter den Baugenossenschaften entsteht reger Gedankenaustausch: Die täg­ liche Arbeit erfordert organisatorische Hilfestellungen. Das Prinzip „Gemeinsam sind wir stark“ gilt für Genossenschaften nach innen und außen. Die logische Folge: Die Gründung eines Verbandes. Am 2. November 1900 findet in Ellerbek bei Kiel ein Treffen der Baugenossenschaften SchleswigHolsteins statt. Hier wird die Gründung des Verbandes Schleswig-Holsteinischer Baugenossenschaften beschlossen. Die Aufgaben: Prüfung, Beratung, gegenseitige Förderung und Interessenvertretung. Zum ersten Verbandsdirektor wird Peter Christian Hansen gewählt. PETER CHRISTIAN HANSEN (1853 –1935) Peter Christian Hansen galt als einer der profiliertesten bürgerlichen Sozialpolitiker seiner Zeit in SchleswigHolstein. Er gründete zahlreiche Genossenschaften und betrieb um die Jahrhundertwende die Gründung des Verbandes Schleswig-Holsteinischer Baugenossenschaften, den er als Verbandsdirektor bis 1922 führte. Hinterhof in Hamburg in der Steinstraße um die Jahrhundertwende 6

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| 19 00  – 1 918 | 1918 –  1933 | 1933  –   1945 | 1 9 4 9   –   1 9 6 9 | 1 9 7 0   –   1 9 8 8 | 1 9 8 9   –   2 0 0 0 | 2 0 0 0   –   2 0 1 5 | WEIMARER REPUBLIK – SOZIALER WOHNUNGSBAU „Jedem Deutschen eine gesunde Wohnung und allen deutschen Familien, besonders den kinderreichen, eine ihren Bedürfnissen entsprechende Wohn- und Wirtschaftsheimstätte zu sichern.“ Mit diesem Verfassungsauftrag wird der soziale Wohnungsbau während der Weimarer Republik als Staatsaufgabe festgeschrieben. Das führt zu zahlreichen Gründungen von Baugenossenschaften und Wohnungsunternehmen anderer Rechtsform. Es entstehen die Baugenossenschaften der Hamburger Polizei, von Beamten und anderen Berufsgruppen sowie von Kriegsteilnehmern. „Raus ins Grüne mit Hühnern und Ziegen“ – der Gartenstadt-Gedanke bestimmt den Wohnungsneubau. 1909 wurde in Hellerau bei Dresden die erste deutsche Gartenstadtsiedlung gegründet. Nach diesem Modell entstehen bald weitere Gartenstädte, etwa in Wandsbek, Neumünster und Kiel. Die 1920er Jahre sind für die Architektur des Wohnungs- und Siedlungsbaus wegweisend. Ihre Spuren sind noch heute in vielen Quartieren sichtbar. Typisch für das „Neue Bauen“ sind die großen Siedlungseinheiten, wie zum Beispiel die von Fritz Schumacher ab 1926 gebaute „Jarrestadt“ in Hamburg. In den kleineren Städten und im ländlichen Raum von Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Pommern wird dagegen weiter in den traditionellen Formen der Wilhelminischen Zeit gebaut. „DER REVISOR KOMMT“ Beim Verband wird nach dem Ersten Weltkrieg erstmals ein hauptamtlicher Revisor eingestellt. Damit war der Grundstein für das heutige Prüfungswesen gelegt. Um die Beratungs- und Betreuungsarbeit des Verbandes den steigenden Anforderungen der Praxis anzupassen, gründeten 1924 vierzehn regionale Prüfungsverbände in Berlin den „Hauptverband deutscher Baugenossenschaften“, den Vorläufer des heutigen GdW. In der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg verstärkt sich der Selbsthilfegedanke. Der Mitgliederbestand des Verbandes wächst 1920 auf fünfzig und verdoppelt sich im Laufe der folgenden zehn Jahre. Die Inflation ist überwunden, die Mark wieder etwas wert. Wichtigste Bauherren werden in den 1920er Jahren die Genossenschaften und gemeinnützigen Kapitalgesellschaften. Sie werden zu Trägern öffentlicher Wohnungsbaupolitik. Viele Genossenschaften sind dadurch nicht mehr ausschließlich auf die Selbsthilfe ihrer Mitglieder an­ gewiesen, sondern können ihre Projekte mit den Finanzmitteln der öffentlichen Hand realisieren. 1919 wird die Heimstätte Schleswig-Holstein GmbH mit Sitz in Kiel gegründet, die Mecklenbur­ gische Heimstätte folgt in den 1930er Jahren. FRITZ SCHUMACHER Fritz Schumacher (1869 –1947) war Architekt, Stadtplaner und Hochschullehrer in Hamburg. Er prägte als Oberbau­ direktor das Stadtbild in Hamburg, war Mitbegründer des Deutschen Werkbundes und Förderer der neuzeitlichen Backstein-Bauweise in Norddeutschland. 8

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NEUE ARCHITEKTUR ZU ZEITEN DER WEIMARER REPUBLIK Backsteinarchitektur in Hamburg-Hamm – der Stadtteil fiel später fast gänzlich dem Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg zum Opfer (oben) Wie ein Ozeandampfer wirkt der 1928 gebaute Wohnblock in der Bismarckstraße in Hamburg (links) Vorstadtidylle Hamburg-Bergedorf zu Beginn der 1920er Jahre (rechts) 9

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| 19 00  – 1 918 | 1918  –   1933 | 1933  –   1945 | 1 9 4 9   –   1 9 6 9 | 1 9 7 0   –   1 9 8 8 | 1 9 8 9   –   2 0 0 0 | 2 0 0 0   –   2 0 1 5 | NATIONALSOZIALISMUS UND ZWEITER WELTKRIEG Die Nationalsozialisten bauen den Staat in den Jahren nach 1933 um. Die gemeinnützige Wohnungswirtschaft wird in den folgenden Jahren ihr Gesicht vollständig wandeln und viele ihrer Grundsätze und Traditionen verlieren. Ab 1934 fördert das neugeschaffene Heimstättenamt der Deutschen Arbeitsfront (DAF) den Bau von Werkssiedlungen der Rüstungsunternehmen. Die Kieler Werkswohnungen GmbH errichtet die Gartenstädte Elmschenhagen Süd und Nord mit rund 2000 Wohnungen für die Arbeiter der Deutschen Werke und der Marinewerft. Ab 1935 werden im „Volkswohnungsbau“ einfachste Mietwohnungen erstellt. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 wird der Wohnungsbau fast eingestellt. Am 16. Februar 1940 kommt mit dem generellen Neubauverbot das völlige Ende des zivilen Wohnungsbaus. WGG – WOHNUNGSGEMEINNÜTZIGKEITSGESETZ 1940 wird das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz erlassen. Es wird das Wohnungswesen der nächsten 50 Jahre wesentlich beeinflussen. Gemeinnützigkeit bedeutet, dass der Geschäftsbetrieb eines Wohnungsunternehmens über Vermögensverwaltung nicht hinausgeht und auf Gewinnstreben verzichtet wird. Als gemeinnützig anerkannte Unternehmen erhalten erhebliche Steuervorteile. Im Gegenzug liegt ihre Hauptaufgabe im Bau von „Kleinwohnungen“. Sie dürfen nur vier Prozent Dividende ausschütten. Da sie nur die Kostenmiete verlangen dürfen, bilden sie ein Gegengewicht zum freien Wohnungsmarkt. Von der Aufhebung des Gesetzes 1990 waren ca. 1800 gemeinnützige Wohnungsunternehmen betroffen. Plakat aus der Siedlungsausstellung „Wir bauen auf“, die 1938 in Schwerin stattfand. DREI-LÄNDER-VERBAND UND WOHNUNGSGEMEINNÜTZIGKEIT Die Gleichschaltung in der Wohnungswirtschaft kommt mit dem „Gesetz über die Sicherung der Gemeinnützigkeit im Wohnungswesen“ vom Februar 1934. Die gemeinnützigen Wohnungsunternehmen werden in einem Einheitsverband mit Pflichtmitgliedschaft zusammengefasst. Der bisherige Verband Schleswig-Holsteinischer Baugenossenschaften wird umgebildet und als „Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (Baugenossenschaften und -gesellschaften) e. V.“ als Revisionsverband neu zugelassen. Durch die Neueinteilung gehören nun auch Hamburg und Mecklenburg dazu. Sitz des Verbandes ist zunächst noch Ellerbek bei Kiel. Mit Erlass des Reichsarbeitsministers wird zum 1. April 1935 die Stadt Altona Sitz des Verbandes. Der VNW baut in dieser Zeit seine Prüfungsaufgaben aus und richtet eine Rechtsabteilung ein. Der Schwerpunkt der Verbandsarbeit konzentriert sich nun neben der Prüfung auch auf die rechtliche Beratung der Mitgliedsunternehmen. Mit der Teilung am 5. Juni 1945 in vier Besatzungszonen endet vorübergehend die gemeinsame Geschichte der Wohnungswirtschaft in Norddeutschland. Die 22 Mitgliedsunternehmen in Mecklenburg scheiden aus dem Verband aus. 10

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Blick in den Familienalltag, aufgenommen in den 1930er Jahren (o. l.) Teile des Hamburger Gängeviertels werden 1934 abgerissen, an ihre Stelle tritt ein modernes Wohnquartier (o. r.) Nationalsozialistischer Siedlungsbau. Blick auf eine der Siedlungsstraßen (M. r.) In vielen Stadtteilen stehen nach den tagelangen Bombenangriffen nur noch Fassaden (Hamburg-Rothenburgsort, unten) 11

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| 19 00  – 1 918 | 1918  –   1933 | 1933  –   1945 | 1 9 4 9   –   1 9 6 9 | 1 9 7 0   –   1 9 8 8 | 1 9 8 9   –   2 0 0 0 | 2 0 0 0   –   2 0 1 5 | NACHKRIEGSZEIT Ströme von Flüchtlingen, Ausgebombten, heimkehrenden Soldaten und Heimatvertriebenen überschwemmen Hamburg und Schleswig-Holstein. Aber Wohnungen für sie gibt es keine. 1948 wird in den Westzonen die D-Mark eingeführt. Für den Wiederaufbau der Städte Hamburg, Kiel und Lübeck werden Aufbaupläne erstellt. Das erste Wohnungsbaugesetz schafft 1950 die Voraussetzungen für den öffentlich geförderten Wohnungsbau der Nachkriegszeit. Es dürfen nur Kleinwohnungen von 32 bis 65 Quadratmeter gefördert werden. Bis 1956 wird das Ziel dieses Gesetzes erreicht, zwei Millionen Wohnungen in Deutschland zu bauen. Mit dem zweiten Wohnungsbau­ gesetz wird 1956 die Kostenmiete eingeführt. Mit dem „Lücke-Plan“ hält 1960 die Marktwirtschaft Einzug im Wohnungswesen. Die Wohnungszwangswirtschaft wird abgeschafft und durch ein soziales Miet- und Wohnrecht ersetzt. GGW – GESAMTVERBAND GEMEINNÜTZIGER WOHNUNGSUNTERNEHMEN 1946 wird aus dem Hauptverband deutscher Baugenossenschaften (gegründet 1924) der Gesamtverband gemeinnütziger Wohnungsunternehmen als neuer Spitzenverband im Sinne des Genossenschaftsgesetzes und des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes mit Sitz in Hamburg gegründet. 1951 verlegt der Gesamtverband (damals GGW, heute GdW) seinen Sitz nach Köln, 1998 nach Berlin. Logo des Gesamtverbandes GGW, das das G mit einem Mauerwerk vereinte. Das „G“ stand für Gemeinnützigkeit, die Backsteinmauer für Solidität. Während der Zeit des Wiederaufbaus erlangte das Logo den Spitznamen „Der Eiserne Gustav“. WIEDERAUFBAU AUS TRÜMMERN Die Bewältigung der Wohnungsnot ist Hauptaufgabe der VNW-Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg. Von 1946 bis 1949 gründen sich 70 Wohnungsunternehmen neu, darunter 60 Genossenschaften. Dem durch Wiederaufbau und Neubau wachsenden Bedarf an technischer Beratung folgt der Verband 1947 mit der Einrichtung einer technischen Abteilung. Die Arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer Wohnungsunternehmen, ASHW (heute VNW Landesverband Schleswig-Holstein e.V.), wird 1946 als eingetragener Verein mit Sitz in Kiel gegründet. Der Neubau bei den VNW-Mitgliedsunternehmen boomt. 1959 bauen sie 17 766, 1964 19 361 und 1966 18 775 Wohnungen. Ende der 1960er Jahre weitet der Verband seine Prüfungstätigkeit auf Konzern­ abschlüsse aus. Am 18. August 1969 konstituiert sich die Arbeitsgemeinschaft Hamburgischer Wohnungsunternehmen, AHW (heute VNW Landesverband Ham­ burg e.V.), und vertritt seitdem die wohnungs­ wirtschaftlichen und wohnungspolitischen Interessen gegenüber dem Senat. 12

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Die Trümmerfrauen ermöglichten den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg (o. l.) Fruerlund: Hier baute der SBV Flensburg nach dem Krieg seine ersten Mietshäuser (o. r.) Richtfest – Zeichen für den Bauboom der Nachkriegszeit (Mitte) NSU Prinz – Wirtschaftswunder (links) 13

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