Sicher fixiert fängt am besten

 

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Praxis Pur von Stefan Seuß

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r praxis Ituubfisch 60 FrscH & FANG:/zolz

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widerstandsfihig gegen äußere Einflüsse. An der Außenhaut sind Ösen eingelassen, in die der Angler die Auslegerschnur \X/irbel, der die Reißleine hält. Der Ausleger erfüllt zwei Aufgab en: Zum einen bietet er uns einen schnellen Fixpunkt für und die Grundschnur befestigen kann. Auf dem'Wasser erzeugt so eine Boje keine Störgeräusche für den \üü'els, wie sie zum Beispiel bei einem hin und her schwappenden Plasti k-Kanister entstehen die Reißleine und ist auch bei Nacht durch seine aufFillige Färbung schnell gefunden . Zum anderen erzeugt er den wichtigen Abstand von der Boje selbst, bis hin zu dem Punkt, wo später der Köder angeboten werden soll. Die Länge der Auslegerschnur variiert also mit der Entfernung der Boje zu dem Platz, an dem wir unseren Köder später präsentieren möchten. In der Regel benutze ich zirka fünf Meter lange Ausleger und setze daher die Boje fünf bis sechs Meter hinter die Kante, an der ich den Köder anbieten möchte. An dem Ausleger fixiere ich dann die einen Meter lange monofile Reißleine, an deren Ende eine Schlaufe ist, welche per Wirbel mit meiner Montage verbunden wird. Als Faustregel gilc Bei einer Wassertiefe von zwei bis sechs Metern ist eine fünf Meter lange Auilegerschnu r zuziglich einen Meter Reißleine vollkommen 'Wassertiefe je') ausreichend. Ist die würden. Beim Setzen der Bojen ist immer darauf zu achten, dass man schwere Steine (etwa fünf bis zehn Kilo) einsetzt, so dass die Boje sicher am Platz gehalten wird und nicht durch den Strömungsdruck zu wan- dern beginnt. Die Verbindungsschnur zwischen der Boje und dem Stein am Grund sollte mindestens einen Meter länger sein als das'Wasser am Angelplatz tief ist. Dadurch können wir plötzlich steigendem X7asser entgegenwirken und beim Oben: Glocken und Knick- lichter sind die besten Bissanzeige[ wenn der Wels den Köfi (unten) genommen hat. s. {,17 Spannen der Boje den Winkel der Steinschnur zum Grund verändern. Die Boje selbst dient als Markierungspunkt und Fixpunkt für den Köder. An der Boje wird der Auslegeq ein auffilliger schlanker Schwimmkörpeq mit einer 0,3Oer geflochtenen Schnur befestigt. Ans Ende des Auslegers knotet man einen -ry--., e - rr....t.rir{ir.!-".;:;il.d:';n .i,1r-.i;-.a'r,' **ü^rr'i.*'t {-. '' Stäfa n stem mtle-liru?Pz hretcü ..\s :\ -+angqgwelq,,Ubgtli** m it ei nem Köderfisch an dei BdenmonlaöE: \. -r't r\; \, FISCH & FANG I2O12 61

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r praxis lruubfisch Reipleine und Hauptschnur verbindet ein Wirbel. Dieser wird frei gleitend über der Pose aufgefädelt. Die richtige Reiflleine Viele Angler setzen'ru ,.h*ache Reißleinen ein und erleben dadurch Fehlbisse, oder die Montage löst zu fruh aus. MonoFile Schnüre mit einer Stärke von acht bis zwölFKilo eignen sich dafür bestens. Eine 0,,35er Monofilschnur trägt acht Kilo und eignet sich Für nahe bis mittlere Angelentfernungen zwischen 30 und 80 Meter. Müssen wir unsere Bojen in größeren EntFernungen setzen, um bessere Stellen zu erreichen,, sollte eine 0,40er Mono als Reißleine verwendet werden. Nur so ist es möglich, genug Druck vom UFer aus auf die gespannte Montage nr bekom- : -u €o:$eht Stefans ausgelbgte .,:eeürnontage aus: -h > ...-.-.. eg;cffiUl L : *- --s -:=tofi, mit däem {stäin a-frr Grund CJ vl a ro L G) u- ö o o Bei starker Strömung legt Stefan mit der Hauptschnur eine zusätzliche Schlaufe um das Knicklicht. t -ilüffi ..- doch bedeutend tieFer als acht bis zwölf Meter, muss auch die Schnur des Auslegers verlängert werden. So kann sich der ffi Köder, falls wir diesen tief präsentieren möchten,, nicht in der Bojenschnur verfangen. In diesem Fall benutze ich Ausleger von zehn Metern Länge zuzüglich ei- nen Meter Reißleine und erhalte einen sicheren Köderabstan d zur Boje von elf Metern. 62 FrscH & FANc:/zolz

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men. Ich habe die Erfahrung gemacht,, dass ein Wels energischer zupackt, wenn sich seine Beute zur 'Wehr setzt. Genau diese Situation wird bei stärkeren Reißleinen erzeugt, welche den Köder nicht gleich bei einem zaghaften Biss Frei geben. Um meine Reißleine mit der Hauptschnur zu verbinden, benutze ich einen freilaufenden Wirbel. Dieser wird zuerst auf die Hauptschnur geFJdelt, dann folgen der Schwimmer, Blei und die Haken. In den Karabiner des FreilauFenden Wirbels kommt die zweite Schlaufe der Reißleine. Die Montage ist ietzt über die Reißleine mit dem Ausleger verbunden. Beim Spannen zieht sich der Wirbel bis über den Schwimmer und fixiert diesen an der Oberfläche. Bei einem Biss muss der tVels den Druck der gespannten Hauptschnur und den Widerstand der im Fluss verankerten Bodas je über die Reißleine uberwinden, und kommt zu einem Selbsthak-Effekt. es Die Bleie sollten fixiert sein. Dazu werden sie entweder angeknotet (li.) oder mit Stoppern befestigt (re.). Ruten hochstellen Am UFer sen, bei denen die Schnur durch einen dicken benötigt ein Bojenangler nur sehr wenig Platz.Die Ruten werden alle nebeneinander in standFesten Rutenhaltern senkrecht auFgestellt. Das ist sehr wichtig, damit ein Großteil der Hauptschnur über der Wasseroberfläche gehalten wird und sich kein Treibgut darin verfangen kann. Wenn die Montage ausgebracht ist, wird die Rollenbremse Fest eingestellt und soviel Schnur eingeholt, bis sich die Rutenspitze zur Bof e hin verneigt und man Gummischlauch im Poseninneren gleitet. Die Schnurführung dieses Schlauches hat einen Durchmesser von 4,5 Millimetern, damit ein Knicklicht zur Fixierung der Leine exakt reinpasst. Ich stelle also meine Tiefe ein, in der der Köder angeboten werden soll und schiebe dann das Knicklicht in den Gummischlauch des Schwimmers. Um auch stärkerem Druck standzuhalten, lege ich zusätzlich eine ein- deutlich den Druck auf der Hauptschnur spurt. Als Bissanzeiger verwende ich Knicklichter und die bewährte Glocke. Bei einem die Rutenspitze aus und federt zurück, wenn die Reißleine vom tVels gesprengt wurde. In solch einem Fall versuche ich durch Schnureinzug, soFort Fischkontakt zu bekommen und setze einen weiteren Anschlag. Wenn Biss schlägt fache Schlaufe der Hauptschnur um das Knicklicht. Diese löst sich in der Regel bei einem Biss, ansonsten helfe ich per Hand während des Drills nach. Blei sicher fixieren Beim Bojenfischen mit Köderfischen darf sich das Blei auf der Hauptschnur die Köder in weiter Entfernung präsentiert werden, nicht bewegen. Ich habe ein spezielles, mit Gummi umman- frllt oFt nach einem Biss die gesamte Hauptschnur zusammen, und es entsteht der Eindruck, der Fisch sei weg. Doch in den meisten Fällen schwimmt der Wels sehr schnell auf den Angler zu, um Hindernisse am Ufer zu erreichen. Schnelles Schnureinholen nach dem Anbiss und ein Entgegenfahren mit dem Boot zum rVels sind hier das beste Vorgehen. teltes Blei entwickelt, in welchem zwei kugelgelagerte Wirbel oben und unten eingelassen sind. An den oberen Wirbel wird die t Film ab! Auf der Abo-DVD zeigt Waller-Experte Stefan in bewegten Bildern, wie die Bo- Einstellen der Ködertiefe Für meine Welsmontage bei der Bojenfischerei verwende ich ausschließlich Durchlaufpo- jenmontage ausgebracht wird. l"Iry"Pä

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I praxis I ruubf isch Hauptschnur, an den unteren das Vorfach geknotet. So ist das Blei fixiert und kann nicht verrutschen. Weiterer Vorteil dieses Bleiryps: Bei starker Koderaktion gleichen Geräte-Check Für kurze Angelentfernungen bis zu BO Metern benutze ich Ruten mit einer Länge von 2,8O bis 3,00 Metern wie die Black Cat Buster. Muss ich meine Köder über weitere Distanzen anbieten, kommen Ruten mit einer Länge von 3,ZO Metern zum Einsatz, wie die eigens von mir entwickelte Black Cat Multibaiter Boje Rute. Die Ruten sollten ein Wurfge- die zwei im Gewicht liegenden tVirbel Schnurdrall aus. Bei Verwendung von wicht von 300 bis 400 Gramm haben und über gute Rollenhalter und SICRingeinlagen verfügen. Als Hauptschnur verwende ich nur Geflephtschnüre von Black Cat und Leitner in Durchmessern von 0,50 bis 0,60 Millimetern. Als Rolle eignen sich Stationär- und Multirollen mit hoher Schnurkapazität von mindestens 25O Metern 0,5Oer Schnur. herkömmlichen Durchlaufbleien kann man ein Verrutschen durch einen Stop- perknoten oberhalb des Bleis verhindern. Köderwahl und Präsentation Ich versuche in der Regel, an Ort und Stelle meine Köder mit der Feederrure zu fangen. So kann ich sicher sein, mit den Köderfischen zu angeln, welche auch im Gewässer zahlreich vorkommen und demnach zur Hauptbeure des Wallers gehören mtissen. Hauptsächlich benutze ich ein Zwei-Haken-Sysrem, bestehend aus einem Drilling am Ende des Vorfachs und einem Einzelhaken. Je nach Gewässertyp variiert die Anköderung der KöderFische. In strömenden Gewässern wird der Einzelhaken durch die Oberlippe des Köders gestochen, der Drilling in die AF terflosse. So ist gewährleister, dass der Kö- und sich naturgerreu bewegt. In stehenden Gewässern werden der Drilling in die Brustflosse und der Einzelhaken hinter der Afterflosse im Schwanz platziert. So streben,, der mit dem Kopf in der Strömung steht lungen.' kann der Köder geradlinig zum Grund und es gibt u keine Verwick- /:- +, ; _ -:;; -_-:v / 2*:" . ur- -' '{i'; 64 FtscH & FANG lzoiz .J/ ;_\

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