Top-Tipps Abenteuer Wels

 

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Praxis Pur von Stefan Seuß

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Waller! 1 6 seit p xis p a r en gratis für sie ur TOp- Ti pps von stefan seuß Abenteuer Wels

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Editorial tefan Seuß ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Welsangler Europas. Jedes Jahr verbringt er mehr als 200 Tage am Wasser und sammelt wichtige ErfahrunSe gen auf der Jagd nach seinem Zieln a fisch Nummer 1: dem größten Räuber Stef unserer Gewässer. Mit seinen gerade einmal 32 Jahren veröffentlichte Stefan bereits zwei Bücher und diverse DVDs. Für die Firma Zebco Europe arbeitet er im Produktmanagement und betreut die Marken Rhino und Black Cat. Als Guide führt er seine Kunden zu unvergesslichen Abenteuern und gigantischen Wallern in Frankreich, Italien, Spanien oder auch an deutschen Gewässern wie dem Neckar. Informieren Sie sich über sein Guiding-Angebot auf: www.team-black-cat.com oder kontaktieren Stefan direkt mobil auf (0151) 12 62 20 99 und per Mail: stefan-seuss@web.de Auf facebook finden Sie den Waller-Profi unter seinem Namen. Dort hält er Sie über seine Guiding-Touren auf dem Laufenden. Exklusiv für Sie, liebe Leser, haben wir mit Stefan Seuß dieses Heft zusammengestellt – prall gefüllt mit Praxis, Wissen und Erfahrung. Und das kostenlos als Bonus zu Ihrer Rute & Rolle! Lehnen Sie sich zurück, genießen die spektakulären Bilder, fühlen das Abenteuer Welsangeln und planen Ihre nächste Tour – viel Spaß! Ihre Rute & Rolle Redaktion uß S

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Heiße Tipps Anders als die meisten Angler vermuten, sind Waller im Sommer eher träge. Die Hitze schlägt den Riesenräubern aufs Gemüt und an den ausgebuchten Camps kommt zur Hauptsaison der Angeldruck dazu – egal, denn mit meinen heißen Tipps klappt’s trotzdem: Sommer, Sonne, dicke Waller al läuft“ heißt es im Sommer. Und viele halten auch den Waller für den typischen Sommerfisch – denkste! Vor den Sommermonaten, je nach Entwicklung des Frühjahrs ab Mai oder Juni, findet an den meisten europäischen Gewässern das Paarungsspiel der Welse statt. Es wird davon ausgegangen, dass 20 Grad Wassertemperatur nötig sind, damit Waller ablaichen können. Nach meinen Beobachtungen spielt die Temperatur dabei gar keine so große Rolle. Passen die Rahmenbedingungen und die innere Uhr der Räuber gibt Bescheid, setzt der Fortpflanzungstrieb ein. Dann haben die Fische Anderes im Kopf als Fressen. Kurz vor der Wallerhochzeit sind Sternstunden möglich, denn im Frühling futtern sich die Jäger ordentlich Energie für die Laichzeit an. Haben wir Waller-Fans Pech, folgt auf das Liebesspiel gleich der Hochsommer mit Gluthitze. Nach der Paarung knurrt vor allem den Waller! A Fisch des Lebens: Stefan mit 2,52-MeterMonster aus dem Sommer Abenteuer Wels  3

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Waller! 1 2 3 1. Klopfen macht müde Waller munter 2. Wichtig beim Klopfen und Vertikalangeln: ein gutes Echolot 3. Top beim Klopfen: Tauwurmbündel schon kurz nach der Laichzeit werden dann beide Geschlechter richtig faul. Wenn wir wissen wie, sind trotzdem gute Fänge möglich! ausgehungerten Männchen, die dann nicht gerade in bester Verfassung sind, der Magen. Die Weibchen erholen sich von den Strapazen, ohne sich den Bauch vollzuschlagen. Doch Macht müde Waller munter In diesem Sommer verbrachte ich viel Zeit an den französischen Flüssen Saône und Rhône, dem Riba Roja Stausee und an meinen Hausflüssen Rhein und Neckar. Etwas hatten alle Gewässer gemeinsam: niedrige Pegel, hohe Wassertemperaturen, wenig Strömung und klares Wasser. All das bedeutet träge Räuber! Und die müssen wir munter machen, am besten auf aktivem Wege. Eine Waffe für solche Bedingungen ist das Wallerholz. Richtig

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Waller! eingesetzt, erzeugt es eine Druckwelle, die Welse gut mit ihrem Seitenlinienorgan wahrnehmen. Dem Störgeräusch gehen sie nach und finden schnell unseren Köder – gut geeignet sind Tauwurmbündel oder Köderfische. Setze ich das Holz ein, halte ich die Schnur zum Happen in der Hand. So fühle ich selbst zaghafte Zupfer und kann sofort von Hand anschlagen. Auf dem Echolot erkenne ich genau meinen Köder und aufsteigende Fische – Spannung pur! Wie die Indianer Viele Stunden briet ich in der Mittagshitze hinter meinen Grundruten und wartete vergeblich auf einen Biss. Verschenkte Zeit, wie ich heute weiß. Doch machte ich beim Warten eine Beobachtung, die mir später viele, viele Fische brachte: Immer wieder hörte ich mitten im Fluss Waller beim Rauben. Auch nachts vernahm ich, wie Meeräschen-Schwärme in Panik auseinanderspritzten. Oft findet so eine Hatz wirklich mitten im Hauptstrom statt und geht schnell wieder vorbei. Sind wir aber darauf eingestellt, können wir uns vom Ufer oder Boot anpirschen – möglichst leise wie Indianer. Gut klappt das, wenn wir uns im Boot mit offenen Ohren und Augen treiben lassen. Ver- Fette Beute beim „Indianerfischen“ mitten am Tag rät sich ein Jäger, nutzen wir den E-Motor, um ihn langsam anzufahren. Unsere Köder, Wobbler oder Blinker, müssen dann genau im Geschehen landen und zwar vor dem Fisch. Bloß nicht überwerfen, sonst berührt vielleicht die Hauptschnur den Fisch und der sucht das Weite. Glauben Sie mir, die Bisse beim „Indianer-Fischen“ sind der Wahnsinn! Trendy im Sommer Das Vertikalangeln ist der Trend beim modernen Wal- Vertikal geht im Sommer immer was – und Spaß macht es auch! Abenteuer Wels  5

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Der Stab macht’s möglich: Die Schnur bleibt über Wasser lerangeln und im Sommer eine Top-Taktik. Ob mit Gummi oder Natur am Bleikopf-System, mit dieser Technik können wir die Fische gezielt suchen und befischen, bis der Beißreflex einsetzt und die Rute krumm ist. Früher oder später wird fast jeder Waller zuschnappen und wenn die Hitze noch so drückt. Wichtig ist, den Köder vorm Boot anzubieten. Treibe ich zum Beispiel den Fluss hinab, stehe ich beim Fischen im Heck und stoppe die Drift mit dem E-Motor gegen die Strömung. Machen Sie keine wilden Sprünge bei der Köderführung: Langsames Heben und Senken bedeutet deutlich mehr Bisse. Oft kommt die Attacke dann, wenn der Köder nur still rund zehn Zentimeter über Grund gehalten wird. Achtung: Angeldruck Besonders im Sommer sind die Camps der Wallerhochburgen in Italien und Spanien ausgebucht. Viele Fische sind schon in Kontakt mit Haken gekommen und werden deutlich vorsichtiger. Sie suchen Schutz an Stellen, wo wir Angler es schwer haben, sie zu erreichen. Nur wer sich was einfallen lässt, wird gut fangen. Einer meiner Wege ist das „Freestyle-Angeln“. Gezielt befische ich Stellen, die andere aus Angst, einen Fisch zu verlieren, eher meiden würden: ins Wasser ragende Bäume, Krautfelder und unterspülte Ufer. Dort setze ich den Räubern meinen Happen gleich vors Maul – an freier Leine. Gehalten wird er durch eine Reißleine, die ich direkt im Hindernis anknote. Beim Biss reißt die Mono von 0,35 bis 0,40 Millimeter Durchmesser. Kraft ist dann gefragt, denn wir müssen den Waller bei geschlossener Bremse ins Freiwasser dirigieren, um als Sieger aus dem Drill zu gehen. Unauffällig wie ein Stock Im Flachwasser macht alles misstrauisch, was dort nicht hingehört. Wollen wir die Fische auf ihren Raubzügen ins nicht mal einen Meter tiefe Uferwasser abpassen, sind Bojen oder ein verankertes Boot fehl am Platz. Dann stecke ich einen rund zwei Meter langen Bambus- Wir sollten mindestens 150 Meter vom Hotspot entfernt ankern

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Weit stromauf geht nicht? Doch: mit einem Stab als Umlenker am Ufer stab fest in den Boden – zum Beispiel direkt am Übergang vom flachen ins tiefe Wasser. An die Spitze des Stabs binde ich dann eine Auslegerschnur aus 0,30er Geflecht. Ans Ende kommt ein Wirbel. In den hänge ich die monofile Reißleine ein, die die Auslegerschnur mit meiner Montage verbindet. Vom Ufer aus bringe ich alles auf Spannung, die Schnur schwebt komplett über dem Wasser, der Köder schwimmt dicht unter der Oberfläche – perfekt! Achten Sie mal auf die Bisse: Oft können wir sie hören, wenn der Waller lautstark den Köder einsaugt. Umgelenkt Das Vibrieren der Schnur im Wasser, ein Köderfisch, der sich ungewöhnlich verhält, Ufererschütterungen oder Motorengeräusche – Waller bemerken es schnell, wenn etwas nicht stimmt und suchen das Wei- te. Am Po und an der Rhône zum Beispiel setze ich darum auf Umlenker. Etwa 150 bis 200 Meter oberhalb meines Angelplatzes ramme ich am Ufer Gardinenstangen oder Bambusstäbe in den Boden. Daran befestige ich eine Reißleine mit Wirbel. In den klinke ich meine Hauptschnur ein und lenke sie um. Sie trifft das Wasser also aus einem völlig anderen Winkel, als wenn ich sie vom eigentlichen Angelplatz auslegen würde. So kann ich meine Hauptschnur auf sehr weite Distanz über dem Wasser halten und in den unmöglichsten Winkeln Köder sogar gegen die Strömung an der Uferkante anbieten – und das absolut unauffällig! Angeln wir doch vom verankerten Boot aus, sollten wir mindestens 150 Meter oberhalb des Hotspots ankern und stromab fischen – so schöpft kein scheuer Sommerriese Verdacht. „Freestyle-Fischen“ nennt Stefan das Angeln direkt an Hindernissen Abenteuer Wels  7

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Waller ! Schneekönige Ein Walleransitz bei Eis und Schnee, Wind und Wetter? Ja, klar! Denn fällt die Wassertemperatur erst unter sieben Grad, kommt es oft so richtig dicke! Meine Schneekönige tragen Barteln und manchmal kommen mehr als drei... den Riesen, wenn wir die Zeichen richtig deuten. Also los, packen Sie warme Sachen ein, eine bequeme Liege, den dicken Schlafsack, Mütze, Rettungsweste, Benzinkocher und Ihre Kopflampe mit reichlich Ersatzbatterien – wir gehen auf Wels! Schlüssel zum Erfolg Ein Schlüssel zum Erfolg im Winter ist die Wassertemperatur. Ich habe viele Gewässer in Europa zu jeder Jahreszeit auf Wels beangelt und machte die Erfahrung, dass Beißzeiten und die Dauer der Raubzüge stark von der Wassertemperatur und else sind in der Wahrnehmung der meisten Angler typische Sommerfische. Doch gerade die winterliche Kälte erhöht unsere Chancen auf richtig Kapitale! Massenfänge werden wir bei Frost kaum erleben, doch dafür reicht vielleicht das Maßband kaum mehr für Das ist kalt! Doch jetzt beißen die großen Welse W Achten Sie auf die Wassertemperatur: nur 3,8 Grad

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Waller! Dicker Doppelpack: Sascha Kral und Stefan Seuß (links) präsentieren zwei Große im Schnee anderen äußeren Einflüssen abhängen. Im Zeitraum von November bis Februar sind kleinere Waller beispielsweise kaum mehr aktiv – das ist unsere Chance auf die ganz großen! Darauf können Sie sich einstellen: Fällt im Herbst die Wassertemperatur unter zehn Grad Celsius, langen die Räuber noch mal richtig zu. Bei unter sieben Grad können Sie mit guten Großfischfängen rechnen. Steigt die Temperatur im Frühjahr auf 13 Grad, beginnt das erste große Fressen der Uriane. Qual der Wahl Wo Waller vorkommen, können wir im Winter einen Versuch wagen. Doch im Fluss kommen wir schneller zum Erfolg, da die Fische durch die Strömung in Bewegung gehalten werden und mehr Energie verbrauchen – also mehr fressen müssen. Hier finden Sie die Welse dort, wo Sie mit der Feeder-Rute noch Weißfische fangen. In stehenden Gewässern fällt die Suche etwas schwieriger aus. Dort sammeln sich die Jäger in so genannten Wintergruppen oft in den tiefsten Bereichen des Sees. Bei einer Winter-Tour an den Ebro beispielsweise fing ich mehrere kapitale Fische im alten Flussbett bei 24 Metern Wassertiefe. Köder in Ufernähe brachten keine Bisse. Im Strom hingegen können wir im Winter auch auf nur zwei Metern Tiefe immer mit einem Biss rechnen! Machen Sie doch mal eine Weihnachts-Tour mit Waller: Top-Reviere sind neben dem Ebro in Spanien die Rhône und Saône in Frankreich, der bei Karpfenanglern beliebte Lac de Saint Cassien, der Po und seine Zuflüsse in Italien oder deutsche Flüsse wie Rhein, Neckar, Main, Elbe und Weser. Abenteuer Wels  9

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Waller ! 2 1 3 Auf an den Ebro – ein Top-Gewässer für Großwaller im Winter Selbst im Winter fällt die Temperatur des Wassers selten unter sechs Grad – das passt doch! Übrigens: Richtig gut läuft’s im Strom bei steigendem Wasser. Dann zieht es die Fische dicht unter Land und sie nutzen die Deckung in der trüben, aufgewühlten Brühe. Aktiv oder passiv Zwei Wege führen im Winter zum Waller: Entweder wir suchen die beschriebenen Wintergruppen und beangeln die Fische aktiv. Eine gute Technik dafür ist das Vertikalangeln. Dafür sind aber Boot, Echolot und E-Motor unbedingt notwendig. Gemütlicher ist sicher der klassische Ansitz – bestenfalls mit Zeltheizung Köderfisch am Fireball zum Vertikalangeln – immer eine super Technik oder Lagerfeuer. In Seen sollten wir uns dafür Hotspots wie Abbruchkanten, Rinnen und Vertiefungen suchen. Dort angeln wir mit der bekannten Bojenmontage. Die Köder müssen jetzt nah am Grund angeboten wer-

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Waller! nen Ihr Gummi auch gut über den Grund schleifen lassen – das bringt Bisse! Doch übertreiben Sie nicht mit der KödergröAnsitz, aber gemütlich: Im Winter ße: 10 bis 15 Zentimeter sind gehört ein Lagerfeuer dazu ideal. Bewegung ist ein gutes Stichwort: Wo erlaubt, ist der lebende Köderfische natürlich der beste den. Genauigkeit kann fangentscheidend Wallerköder – besonders bei Kälte. Doch sein: Am Ebro musste der Happen genau nicht jeder Happen eignet sich, wenn es 50 Zentimeter überm Grund stehen. Eifriert. Gut sind: Barben, Rapfen, Karaunen Meter darüber gab es nicht einen schen und Forellen. Sie wollen nichts LeBiss – probieren Sie also aus. Am Fluss können wir mit dem oben beschriebenen bendiges anködern oder dürfen es nicht? Weißfischtest beginnen. Wo ihr Futter Dann setzen Sie auf Fetzen! Viele Waller sammeln besonders im Winter Nahrung beißt, sind Waller nicht weit. Warmwassewie tote Fische vom Grund auf, da liereinleiter von Kraftwerken sind natürlich gen Sie mit einem frischen Fetzen ganz ganz heiße Stellen. Oder Sie achten auf sicher nicht falsch. die Strömung: Meine meisten Winterwelse fing ich in langsam strömenden Bereichen zwischen zwei und fünf Metern. Bisse gibt’s da oft mittags, wenn die Sonne das Wasser etwas erwärmt. Im Fluss kommt die UnterwasserposenMontage zum Einsatz. Die U-Pose hält den Köder etwas über Grund. Statt mit Blei halte ich den Happen mit einem zwei bis vier Kilo schweren Stein an der Reißleine an Ort und Stelle. Beim Biss wirkt das Gewicht wie das Blei beim Karpfenangeln: Der Fisch hakt sich bei der ersten Flucht selbst! 1 Bewegung, bitte Auch vom Ufer können Kunstköder Winterwaller bedeuten. Suchen Sie strömungsarme Bereiche wie Buhnenfelder, Altarme oder Hafenanlagen und führen dort Gummifische oder leichte Blinker ganz langsam in Grundnähe. Sie kön1. Krumme Rute: Vertikalangeln für heiße Drills an kalten Tagen – und für richtig dicke Welse (2.) 2 Abenteuer Wels  11

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Waller! 24 Stunden auf Wels Auch ohne wochenlangen Ansitz kann es klappen mit den großen Bartelträgern. Begleiten Sie Benjamin Gründer und mich an einen Fluss in Frankreich – auf einem Kurztrip zum Wels 1    Das Gerät ist im Boot verstaut, zusammen mit meinem Partner Benni mache ich mich auf die Suche nach aussichtsreichen Plätzen. Schnell bringen wir Liegen und Gerät ans Ufer, ein Zelt ist im Sommer nicht nötig. 2 2  Am Anfang steht der Köderfischfang. Hier in Frankreich dürfen wir mit lebenden Fischen angeln. Unser Top-Mix besteht aus gelbem, süßem Brassenfutter in Verbindung mit einer fischigen Sorte. Am Haken kommen Maden zum Einsatz. Die Weißfische reagieren sofort, schnell haben wir genug Köderfische. 3 3  Zum Welsfischen verwenden wir Stationär- und Multirollen mit 0,55 Millimeter starkem Geflecht. Die Ruten stellen wir in stabilen Rutenhaltern aufrecht, um die Schnur auf weiten Entfernungen aus dem Wasser zu bekommen.

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   Wir suchen die Welse jetzt nicht in Löchern, sondern in flachen Flussbereichen und präsentieren unsere Köder an den Kanten. Benni bringt die Bojenmontage aus, der Ausleger dient als Abstandhalter zwischen Reißleine und Boje. 4 Waller! 5 5  Die Montage ist einfach: Schwimmer mit 150 Gramm Tragkraft, 80-Gramm-Blei und monofiles Vorfach mit einem Drilling und einem Einzelhaken. Die Mono ist sehr steif und hindert den Köderfisch daran, allzu schnelle Bewegungen zu machen. 6 7 6 Der Köder wird in strömenden Bereichen mit dem Einzelhaken im Maul und dem Drilling in der Afterflosse bestückt. 7 Die Bojenmontage ist ausgelegt. Abenteuer Wels  13

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Waller! 8     10 Die nächste Rute wird mit einer Unterwasserposenmontage abgelegt, Benni bindet einen Stein als Gewicht an. Er ist über eine Reißleine mit der Montage verbunden und reißt beim Biss ab. Beim Ablegen der Montage nahe am Ufer setzen wir zuerst den Köderfisch ins Wasser und lassen dann den Stein an gespannter Schnur ab. 9 8 Ich setze keine Boje ein, sondern befestige meine Reißleine direkt an einem Ast am Ufer. Die Reißleine wird oberhalb des Schwimmers mit einem frei auf der Hauptschnur laufenden Wirbel fixiert. Als Köder setze ich auf eine Güster am System. 9 Beim Zurückfahren zum Angelplatz bremse ich die ablaufende Schnur mit meinem Daumen, um einen Schnurbogen zu vermeiden. Zur Bisserkennung benutzen wir Glocke und Knicklicht an der Rutenspitze. 11a und b Nach der Arbeit kommt der Hunger und wir bereiten uns ein leckeres Mahl zu: Heute gibt es Bratkartoffeln, Zwiebeln und Rindersteaks aus der Region. 11a 11b 12     Die Ruten sind scharf, die Sonne geht unter, jetzt beginnt die heiße Zeit am Fluss. Der erste Biss kommt auf die Unterwasserposenmontage. Benni drillt, der Wels wehrt sich ordentlich und schlägt kurz vor der Landung das Uferwasser schaumig.

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13a Waller! 13a und b Yes! Die Landung gelingt und Benni verschwindet gänzlich hinter seinem Fang – bei einer Länge von 206 Zentimetern kein Wunder. 13b 14 Die Nacht verläuft ruhig – zu ruhig! Erst im Morgengrauen weckt mich ein weiterer Biss und ein spannender Drill vom Schlauchboot beginnt. 15 Kurze Zeit später kann auch ich einen guten Wels bändigen. Zwei starke Fische in gerade einmal 24 Stunden – so macht eine Kurz-Session Spaß! 14 15 Abenteuer Wels  15

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