Zeitung für Kinder 9. Ausgabe

 

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t 9 | Ausgabe Heft 92014 | Ausgabe 2014 Eltern und ErzieherInnen K ulturelle Bildung von Anfang an Pim, das Eichhörnchen : empfehlenswert ildung ulturelle Workshops und Fachtage für K B praxisnah: um Beispiele aus unserem Kulturra Herausgegeben von der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH in Kooperation mit dem Landkreis Görlitz Seite 6-11 Seite 4 Seite 3 Fabelhaft:

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Sehr geehrte Leser, liebe Kinder, Kultur und Bildung sind ständige Begleiter auf unserem Lebensweg. Doch wann beginnt Kulturelle Bildung und wie kann sie aussehen? Am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau versucht man bereits die Kleinsten unserer Gesellschaft mit Unterstützung der flippig-sympathischen Hexe Hillary (Titelbild) an das kulturelle Leben heranzuführen und mit Kunst vertraut zu machen. Seit 2011 führt die Hexe erfolgreich, gemeinsam mit dem Wiener Drachen, durch die beliebten Konzerte des Görlitzer Theaters und begeistert dabei Jung und Alt gleichermaßen. Fabelhaft Fabelhaft: hen Pim, das Eichhörnc Pim, das Eichhörnchen • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • 3 empfehlenswert Wissenswert Praxisnah Praxisnah Workshops und Fachtage für Kulturelle Bildung • • • • 4 Ge Wozu Kulturelle Bildung von Anfang an? • • • • • • • • • 5 Auch für den Landkreis Görlitz spielen Kultur und Bildung eine bedeutende Rolle und so beteiligt er sich an der Trägerschaft verschiedener regional bedeutsamer Einrichtungen. Neben der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft, welche u. a. die Kreismusikschule Dreiländereck, die Kreisvolkshochschule Dreiländereck mit der Kleinen Galerie in Weißwasser sowie die Christian-Weise-Bibliothek Zittau betreibt, zählt auch der Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund gGmbH zu diesen Einrichtungen. Darüber hinaus hält der Landkreis gemeinsam mit der Stadt Görlitz 70 Prozent des Stammkapitals des Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau und trägt so maßgeblich zur Finanzierung des Angebotes im Bereich der Darstellenden Kunst bei. Das Mehrspartentheater besteht aus Chor, Musiktheater, Schauspiel- und Tanztheater und kann so mit einer besonderen kulturellen und künstlerischen Vielfalt aufwarten. Die Kinderliedermacher „Leichtfuß & Liederliesel“ • • 6 „Atelier für Kinder“ in Görlitz • • • • • • • • • • • • • • • 7 „Lesekinder Görlitz… So liest eine ländliche Region“ • • 8 Philosophiekurs „Nichts? Irgend was ist immer!“ • • • 9 Praxisnah „Spielend sprechen-sprechend spielen“ • • • • • • • • 10 Lausitzer Spatzen / SOŁOBIKI • • • • • • • • • • • • • • 11 Kulturelle Bildung für unsere Jüngsten sein und wo man sie entdecken kann, möchten wir Ihnen auf den folgenden Seiten etwas näher vorstellen. Grund genug für die Redaktion der Zeit(ung) für Kinder sich in ihrer aktuellen 9.   Ausgabe einmal näher dem Thema Kulturelle Bildung von Anfang an! zu widmen. Wie vielfältig Viel Spaß beim Lesen wünscht die Redaktion mit freundlicher Grüßen von Bernd Lange, Landrat des Landkreises Görlitz Impressum Redaktionsleitung ENO | Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische - Sven Mimus Oberlausitz mbH Redaktion - Nicole Blana Hochschule Zittau/Görlitz - Bettina Bertram freie Journalistin - Ulf Großmann Netzwerkstelle Kulturelle Bildung, Kulturraum OL-NS - Marlen Heinze Landkreis Görlitz, Jugendamt - Susanne Hoffmann Kulturraum OL-NS, Kultursekretariat - Theresa Huste ehemalige Studentin der Hochschule Zittau/Görlitz - Joachim Mühle Landkreis Görlitz, Kulturamt Redaktionsschluss: 30. November 2014 Layout: Blendwerck, Klein Priebus Druck: MAXROI Graphics GmbH Görlitz Auflage: 10.000 Exemplare Alle in dieser Ausgabe verwendeten Personenbezeichnungen gelten generell für beide Geschlechter und sind nicht diskriminierend zu verstehen. Bildnachweise Titel - GHT/Pawel Sosnowski Seite 3 - Julia Kästner (Zeichnung) Seite 4 - Bettina Bertram Seite 6 - Leichtfuß & Liederliesel Seite 7 - Ulf Großmann Seite 8 - Lesekinder Görlitz Seite 9 - Grundschule Rothenburg/O.L. Seite 10 - Theater 7 Schuh Seite 11 - Sorbische Nationalensemble Bautzen Wie jeden Tag stöberte Kilian auch heute im Garten. Er aus“, dachte es. Flink verschwand das Eichhörnchen in seiund seine Eltern hatten geplant, Zutaten für die Weih- nem Nest, kramte und wühlte in seiner Vorratskammer nachtsbastelei zu sammeln und den Garten winterfest zu und tauchte außer Atem wieder auf. In den Pfoten hielt es machen. Der vierjährige Junge war auf der Suche nach drei Bucheckern. „Eins, zwei, drei!“, zählte s e e n l e Hagebutten. Das Eichhörnchen beobachtete rwü es und steckte sie an die Wand über sam n ns seinem Schlafplatz. „Noch ein Hadas Schauspiel von oben. „Ich habe welche, i e Diese c Mama!“, rief Kilian. „Was hast Du gefungebuttenästchen dazwischen m Fabel wurde von den?“, fragte die Mutter verwundert. und fertig ist mein Schmuck! einer Absolventin des Studien­ „Ich habe Hackebu … äh Hackebut Jetzt habe ich auch ein kleiganges Kindheitspädagogik der ... äh gefunden!“. „Du meinst Ha-genes Weihnachtsgesteck“. Hochschule Zittau/Görlitz geschrieben. but-ten!“. Das kleine Herz des EichAls es abends einschlief, Die Fabel ist mit Kindern je nach Entwick­ hörnchens schlug höher, als es Kilian dachte es dankbar an lungsstand und Vorlieben sehr unterschied­ an den roten Früchten sah. „Nimm seinen Freund Kilian, an lich einsetzbar.Wichtig ist eine gemeinsame Interaktion wie:Vorlesen, selbst lesen,Wörter sie mir nicht weg!“, dachte es und das schöne Lied und die aussprechen (Hagebutten), neue Wörter huschte flink zum Strauch. Kilian geschmackvoll gestaltete kennenlernen (Kobel), Lieder singen, mit freute sich und begrüßte seinen rotWelt der Menschen. Natursachen gestalten, Zählen,Tiere haarigen Freund. Er nannte das Eichbeobachten, malen, Geschichte hörnchen Pim. Warum er gerade dieTheresa Huste weiter erzählen sen Namen wählte, wusste es auch nicht, usw. aber es gefiel ihm. „Hallo Pim, was willst du denn hier?“. Das Eichhörnchen sprach aufgeregt: „Ich sammle die Hagebutten als Futtervorrat für den Winter. Ich brauche viele. Nimm sie mir nicht Achtung, fertig, los weg!“. „Aber es gibt doch genug für uns beide! So und ausmalen! viele Hagebutt…Hagebutten hängen hier!“. Die Mutter wurde aufmerksam und gesellte sich zu den beiden. „Hört her, alle zu zählen wird uns nicht gelingen. Aber an diesem Ästchen hängen – eins – zwei – drei …“. Zehn Beeren zählte sie. Kilian schaffte es sogar bis zehn mitzuzählen. Das Eichhörnchen sprang vor Lachen hin und her. „Und wozu braucht ihr zehn Hagebutten?“, fragte es. „Wir basteln ein Weihnachtsgesteck, Pim!“. Kilian hatte beide Hände voll Hagebutten gesammelt und lief nach drinnen. Und auch Pim, das Eichhörnchen, verschwand in seinem Kobel. ht ! Lob, Kritik, Anregungen? Ihre Meinung ist uns wichtig! Schreiben Sie uns an zeitung-fuer-kinder@kreis-gr.de Die Noten der Lieder auf Seite 6/7 und Seite 11 wurden mit dankenswerter­ weise von Beate Tarrach | „Leichtfuß & Liederliesel“ zur Verfügung gestellt. „Kulturelle Bildung ist für uns eine Querschnittsaufgabe. Bildung, hat der griechische Philosoph Heraklit (520–460 v. Chr.) gesagt, ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen“. Joachim Mühle | Kulturamtsleiter Landkreis Görlitz 2 Am Abend rief Kilian, wie jeden Tag vorm zu Bett gehen noch einmal: „Pim! Gute Nacht!“. Das Eichhörnchen drehte sich wendig in seiner Höhle um und schaute glücklich aus dem Loch. Es hörte, wie Kilians Mutter noch ein Schlaflied sang. „Hach, das ist ein schönes Ritual!“ dachte es, quiekte noch einmal fröhlich und blieb zufrieden auf dem Ast vorm Kobeleingang sitzen. Unter dem dunkel gewordenen Fenster von Kilians Zimmer sah es das Feuer im Kamin in der Wohnstube brennen. Davor lag ein Kranz mit Hagebutten besteckt, auf dem Tisch. „Das sind die – wie war es gleich, eins zwei, drei, … äh … zehn – Hagebutten. Schön sieht der Kranz „Kulturelle Bildung ist nicht nur kreative Auseinandersetzung der Lernenden mit Kultur und Kunst, sondern vor allem mit dem Leben.“ Schulleiterin aus dem Kulturraum 3

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EMPFEHLENSWERT: Wer Experten für Kulturelle Bildung „von nebenan“ kennenlernen will, hat dazu bei Fach- und Seminartagen Gelegenheit, zu denen die Netzwerkstelle Kulturelle Bildung mehrmals im Jahr einlädt. Aus den mit Workshops und Projektvorstellungen reich gefüllten Tagen nehmen Erzieherinnen, Tageseltern und Studierende der Kindheitspädagogik viele konkrete künstlerische Impulse und Mut für ihre eigene kreative Arbeit mit zurück. „Mit Kultureller Bildung kann man nicht früh genug anfangen, sie ist der Instrumentenkasten, aus dem man sich ein Leben lang bedienen kann“, sagt der Präsident des Sächsischen Kultursenats, Oberbürgermeister Christian Schramm aus Bautzen, der bei einem dieser Seminare gleich selbst zur Gitarre griff, um mit Erzieherinnen und Studentinnen Lieder zu singen. Wie gut Kultur von Anfang an die Entfaltung kindlicher Potentiale fördert und Kreativität, Sozialkompetenz, Urteilsvermögen und Resilienzpotentiale (Widerstandsfähigkeit) mobilisiert, das beleuchtete Ulf Großmann, Koordinator für Kulturelle Bildung, im April 2014 beim Fachtag in Klingewalde. d Fachtage Workshops un e Bildung für Kulturell wissenswert: Kulturelle Bildung im frühkindlichen Bereich bedeutet, Kultur und Umwelt für Kinder erfahrbar zu machen, sie entdecken zu lassen. n an e Bildung vo Wozu kulturell fang an? Fotografie neue Medien Video Kulturelle Bildung ist für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen von frühester Kindheit an unverzichtbar. Bildung durch Kunst und Kultur befähigt zur besseren Auseinandersetzung mit dem Lebensumfeld und schärft die Urteilsfähigkeit. Sie aktiviert kreative Potentiale bei den Jüngsten und regt zur Selbstverwirklichung an. 11.   April in Klingewalde von ihrem „Färbergarten“ und dem „KlangKunst“-Projekt: Dabei erschufen Profi-Künstler und Kinder ab vier Jahren gemeinsam neue künstlerische Welten (z. B. mit „Blubberbildern“) und lauschten mit „Hör-Plan“ an verschiedenen Stationen den Geräuschen ihrer Stadt. Sie erspürten, wie es sich anhört, wenn Nüsse über ein Xylophon rollen oder auf Lautsprechern vibrieren und nahmen das digital auf oder wie Glocken und Akustik ihrer Nachbarkirche „St. Mauritius“ klingen, in der sie eine Klang-Performance aufbauten. Sehr still wurden sie von Zeit zu Zeit, erzählte Karen Hoffmann vom KinderKünsteZentrum Berlin, die das Projekt in Görlitz vorstellte. Am Ende entstand neben einem Live-Hörspiel auch noch eine Mitmachausstellung, bei der sogar mit Abfallrohren klangexperimentiert wurde. Mit reger Beteiligung und vor allem auch viel Spaß absolvierten die Besucher der Seminartage kreative künstlerisch-praktische Workshops bei professionellen Kursleitern des Kulturraums wie der Gesangspädagogin Tanja Donath, der Tanzpädagogin Alexandra Wagner und der Malerin Anja-C. Carstensen. Das Feedback fiel durchweg positiv aus. Deshalb ist die gute Nachricht:   Auch für das kommende Jahr sind wieder anregende Fach-, Seminar- und Aktionstage geplant. Bettina Bertram Musik Literatur Theater Kulturelle Bildung Film Tanz bildnerisches Gestalten Spiel Rhythmik Lernorte mit Impulsen aus der Wissenschaft, Ideenbörsen und Probierwerkstätten – all dies sind die Zusammenkünfte gleichermaßen. Dort stellt die Puppenspielerin, die mit einem Sprachen-Lern-Projekt in Kindergärten geht, ihre Arbeit vor. Besucher erfahren von „Kulturpiraten“, die im begeisterten Verbund aus Museum, Grundschule und Kindergarten mit Feuer, Wasser, Erde und Luft experimentieren. Oder von Rothenburger Grundschulphilosophen, die im Ernst über NICHTS nachdenken – mit VIEL Gewinn. Macherinnen des KinderKünsteZentrums Berlin berichteten am sprachliche Bildung kognitive Bildung Kulturelle Bildung musikalische Bildung Kulturelle Bildung ist in allen Kunst- und Kultursparten enthalten. musizieren motorische Bildung sozial-emotionale Bildung Kulturelle Bildung entfaltet Potentiale und entwickelt Kompetenzen Netzwerkstelle Kulturelle Bildung im Kulturraum Oberlausitz–Niederschlesien Koordinator: Ulf Großmann Am Schöps 138, 02829 Markersdorf E-Mail: kulturelle-bildung@freenet.de Tel.: +49 35829 60365 Mobil:+49 152 22672772 www.kulturellebildung-ol.de Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien Bahnhofstraße 24, 02826 Görlitz Tel.: +49 3581 6639400 Kulturelle Techniken trainieren heißt Stärkung individueller Kompetenzen. Die Bedingungen für eine gelingende Bildungsbiografie verbessern sich und ermöglichen den Erwerb kognitiver und kreativer Kompetenzen. Kulturelle Bildung trägt zur emotionalen und sozialen Entwicklung aller Heranwachsenden und zu ihrer Integration in die Gemeinschaft bei und ist somit Grundbedingung gesellschaftlicher Teilhabe. 4 Kulturelle Bildung vermittelt und stärkt kulturelle Fähigkeiten und Techniken 5

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Praxisnah: erliesel“ htfuSS & Lied c i e L „ r e h c a m r e Die Kinderlied „Es ist erstaunlich, mit welch einfachen Mitteln Kinder auf so intensive Weise begeistert werden können.“ Erzieherin Praxisnah: r“ in Görlitz „Atelier für Kinde Singen macht Spaß! - dies zu vermitteln und dabei die eigene Freude am Singen mit Kindern und Pädagogen zu teilen, ist beiden Kinderliedermachern das wichtigste Anliegen. Gemeinsames Singen mit Kindern unter Einbeziehung des ganzen Körpers und aller Sinne fördert: »» die Auseinandersetzung mit altersgerechten Inhalten auf musikalischem Wege »» positives gemeinschaftliches Erleben »» die Entwicklung von Gehirn, Sprache, Koordination und Motorik »» eine gesunde seelische und emotionale Entwicklung »» Kreativität Mit ihren Mitmach-, Spiel und Bewegungsliedern wendet sich das singende, spielende und tanzende Duo mit viel Fantasie, Spiel- und Musizierfreude Kindern im Vor- und Grundschulalter sowie Erzieherinnen und Pädagogen zu. Sie singen Bewegungslieder und binden diese in altersgerechte musikalische Geschichtenprogramme und Liederreisen ein. Sie singen und spielen mit Kindergruppen und veranstalten auch Seminare für Erzieherinnen und Lehrer. Ihre musikalischen Programme führen sie in den unterschiedlichsten Kindereinrichtungen auf und laden dabei das ganze Publikum (Kinder und Pädagogen) auf unterschiedlichste Weise zum Mitmachen ein. Als methodische Ansätze ihrer Arbeit nennen Beate Tarrach und Reinhard Simmgen: »» Singen mit Spaß und Spannung durch altersgerechte Geschichten mit lebensnahen Inhalten, »» Einsatz des ganzen Körpers beim Singen durch Bewegungsabläufe und Gesten, die Liedinhalte zum Ausdruck bringen, »» durch sich wiederholende rhythmische (zum Teil auch tänzerische) Lied- und Bewegungsabläufe sowie eingängige Melodien können Lieder leicht nachgesungen werden, »» ausgewogenes Verhältnis von spaßigen und ernsten Inhalten, um der Vielschichtigkeit kindlichen Erlebens gerecht zu werden. Außerdem singen „Leichtfuß & Liederlie„Das war toll! Euch lade ich zu meinem Geburts­ tag ein.“ Mädchen, 4 Jahre sel“ auch als Duo Hanka Ciganka mit allen, die osteuropäische Folklore lieben, sowie auch zum Fest der singenden Dörfer, am letzten Augustwochenende, mit vielen sangesfreudigen Oberlausitzern auf ihrem Sperlingshof in Soritz bei Bautzen. Die private Initiative „Atelier für Kinder“ arbeitet mit Kindern im Alter von 5–12 Jahren. Sie lehnt sich methodisch an das Konzept des Arbeitens im Malraum mit dem Titel „Malort" von Arno Stern an. Ziel des Projektes ist es, ein Angebot für Kinder zu schaffen, das es ihnen erlaubt, ihrer Kreativität freien Ausdruck zu verleihen. Ihnen einen Raum zu bieten, in dem sie in einer Atmosphäre der Geborgenheit, der Denk-, und Wertfreiheit ihren eigenen malerischen Spuren ungehindert folgen können. und die Unterstützung des spielerischen Impulses stehen im Mittelpunkt des Malprozesses. Die Funktion des „Malleiters" beschränkt sich hier lediglich auf eine begleitende, eher dienende Rolle. Die Vermittlung technischen und zeichnerischen Wissens steht nicht im Vordergrund, wird aber im Bedarfsfall auch angeboten und durch weitere Techniken wie Aquarell, Zeichnen, einfache Drucktechniken oder plastisches Gestalten abgerundet. Die Arbeiten der Kinder sind oft bei Ausstellungen in der Görlitzer Musikschule „Johann Adam Hiller“ e.   V. zu sehen. Die Kinder arbeiten stehend in einem hellen Raum mit hochwertigen leuchtenden Gouachefarben auf gro­ ßen Papierformaten. Das konsequente Weglassen von Vorgaben und Zielsetzungen regt auch Ungeübte und Unsichere an, mutig zum Pinsel zu greifen und lustvoll mit Farbe umzugehen. Das kindliche Spiel Name: Leichtfuß & Liederliesel GbR Anschrift: Soritz 24, 02627 Kubschütz Telefon: +49 35939 85858 E-Mail: info@liederliesel.de weitere Infos unter www.liederliesel.de Die Initiatoren haben vorgesehen, das Atelier perspektivisch für Jugendliche und Erwachsene zu öffnen. Derzeit wird bereits ein maltherapeutisches Angebot für Erwachsene an einem Sonnabend im Monat regelmäßig angeboten. Achtung, fertig, los und mitsingen! Stiefelpolka Name:   Atelier für Kinder Anschrift:   Weberstraße 10, 02826 Görlitz, 1. Etage Kontakt:  Christine Mann Bautzenerstraße 20, 02826 Görlitz Telefon: +49 152 21975398 E-Mail: ch.mann@rocketmail.com weitere Infos zum Konzept „Malort“ unter www.arnostern.com 6 7

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Praxisnah: gion“ ndliche Re ä l e n i e t s e i l o …S „Lesekinder Görlitz Praxisnah: N Philosophiekurs „ as ist immer!“ ichts? Irgend w Das Projekt wird seit 9/2009 von der Drosos Stiftung ge- Als fördert und in Trägerschaft der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft durchgeführt. Seit 2012 ist „Lesekinder Görlitz“ Bestandteil der Kreisarbeit in der Christian-Weise-Bibliothek Zittau. Höhepunkte werden Autorenlesungen, Illustratorenlesungen, Theaterbesuche oder andere Sonderveranstaltungen vom Projektteam organisiert. Kinder sind neugierig und suchend in der Welt. In der Aus- Für die Arbeit mit Grundschülern der Klassen 3 und 4 im einandersetzung mit den täglichen Gegebenheiten entstehen Fragen, die zum Weiterfragen und Weiterdenken anregen. Themen wie Glück, Gerechtigkeit, aber auch Naturphänomene faszinieren Kinder im Grundschulalter. Es ist erstaunlich wie sie sich äußern, wenn sie in Gesprächen dazu verlockt werden. Da im Fächerkanon für Grundschulen oft nicht genügend Zeit bleibt, begonnenen Gedanken ausführlicher auf den Grund zu gehen, bietet die Schule interessierten Schülern den Philosophiekurs ergänzend an. Schuljahr 2013/14 hatte sich Frau Dohrmann das Thema „NICHTS“ ausgewählt. In den ersten Gesprächsrunden stellte Fabienne fest:   “NICHTS? Irgendwas ist immer!“ Die Schüler schrieben ihre eigenen Erklärungsversuche zum NICHTS auf, gingen auf die Suche nach dem NICHTS, sprachen mit vielen Leuten, experimentierten mit NICHTS in der Mathematik und in der Literatur. Mit Begeisterung sammelten sie Dinge, die scheinbar zu NICHTS mehr zu gebrauchen sind. Sie ließen sich von Künstlern wie Niki de Saint Phalle inspirieren und gestalteten aus NICHTS spannende Kunstwerke. Höhepunkt der Arbeit war die Korrespondenz mit dem Philosophiestudent Andreas, der den Kindern aus dem fernen Neuseeland Interessantes zum Thema sagen konnte. Die Ergebnisse des Projektes sind in einem Buch zusammengefasst. Das Vorlesen Das Ziel des Projektes ist die Förderung der Lese- und Sprachkompetenz bei Kindern im Alter von 3–8 Jahren. Schon den dreijährigen Kindern wird bewusst, dass Schrift eine wichtige Kulturtechnik ist, mit der in unserer Welt kommuniziert wird. Unterstützt werden außerdem die Ausdauer und die Konzentrationsfähigkeit beim Zuhören. Kinder sollen Bücher und Bibliotheken als wichtigen Bestandteil ihres Alltags kennenlernen. Es werden Kinder von 3–8 Jahren in Kindertagesstätten und Grundschulen, insbesondere im fordert von den Kindern aktives Zuhören und Mitdenken. Durch Fragen zum Text oder anschließende Gesprächsrunden wird bei den teilnehmenden Kindern die Sprachfähigkeit ebenso wie die Fähigkeit sich auszudrücken gefördert. Das Umfeld einer Bibliothek bzw. einer Leserunde in der Kindertagesstätte, sol- Eine pädagogische Grundhaltung, die Kinder ermutigt, sich der Erkenntnis der Welt zu stellen, die individuellen Lebenserfahrungen und die vielfältigen Lebensäußerungen der Kinder zu akzeptieren, eröffnet im Sinne des Philosophierens Bildungschancen. „... ein wunderbares Projekt um, neben Büchern, auch die Bibliothek nahezubringen. Es fördert soziale Kontakte in der Gruppe und zu den Lesepaten.“ Petra Raith, Erzieherin im Kinderhaus Pfiffikus | Obercunnersdorf ländlichen Gebiet mit erschwerten Zugangsbedingungen zu Bibliotheken und kulturellen Angeboten durch das Projekt erreicht. len durch positive Stimmung und Ruhe dazu beitragen, dass die Kinder die Situation als angenehm empfinden. Bücher sollen Freunde werden, Vorlesen und Lesen ein fester Bestandteil des täglichen Lebens. Träger: Christian-Weise-Bibliothek Zittau Neustadt 47, 02763 Zittau eine Einrichtung der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH Poststraße 8, 02708 Löbau Telefon: +49 3583 5569599 E-Mail: maria-guenther@lesekinder-goerlitz.de weitere Infos unter www.lesekinder-goerlitz.de „Es kommt auf die Fragen an und nicht auf die Antworten!“ Fabienne, 9 Jahre Das Die „Lesekinder“ besuchen regelmäßig zusammen mit ihrem Lesepaten eine Bibliothek in der Nähe ihrer Einrichtung. Dort. wo keine geeignete Bibliothek zu Fuß erreichbar ist, werden die Vorschulgruppen mit einem Projektbus befördert oder findet die Lesung in der Einrichtung statt. Lesepaten sind ehrenamtlich engagierte Personen, die regelmäßig in die Bibliotheken, Kindertagesstätten und Grundschulen gehen, um dort für Kindergruppen verschiedener Altersgruppen vorzulesen. Philosophieren vollzieht sich in Nachdenkgesprächen durch den Erwerb grundlegender Gesprächskompetenz und den Zuwachs an Fähigkeit zur Korrektur des eigenen Denkens. So wie die antiken Philosophen Platon und Sokrates es „vorgelebt“ haben, führt der Dialog mit den Schülern beim Philosophieren im didaktischen Dreischritt des Erkundens, Erprobens und Prüfens zur Entwicklung von Kompetenzen. Die tiefgründige Beschäftigung mit einem Thema ist stets verbunden mit einer kreativen Projektarbeit. So entstanden bisher ein Zeitstrahl,   Acrylbilder auf Leinwand, verschiedene Gedichtformen und ein Theaterstück. Träger: Grundschule Rothenburg/O.L. im Ganztagsangebot, Philosophiekurs, Leitung Dipl.-Päd. Sabine Dohrmann/Grundschulrektorin Uhsmannsdorfer Straße 5, 02929 Rothenburg/O.L. Telefon: +49 35891 36034 E-Mail: gs-rothenburg@t-online.de weitere Infos unter www.gs-rothenburg.de 8 9

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Praxisnah: s „Spielend sprechen- en“ prechend spiel Praxisnah: / SOŁOBIKI Lausitzer Spatzen „Spielend sprechen-sprechend spielen“ ist ein theaterpädagogisches Projekt zur frühkindlichen Bildung im Kulturraum Niederschlesische Oberlausitz. Es war das Ziel des Projektes, mit dem Medium des Figurentheaters frühkindliche ästhetische Bildung, speziell im Bereich der Sprachförderung zu vermitteln. Nachdem 2012 mit dem Modellprojekt „Theater von Anfang an“ Neuland im Kulturraum betreten wurde, war nun der Weg für eine längerfristige Bildungsarbeit geebnet. Die Puppenspielerin Anne Swoboda und die Puppengestalterin Kathrin Heyne arbeiteten 2014 mit 300 Kindergartenkindern im Alter von 4–6 Jahren und deren 20 am Projekt beteiligen ErzieherInnen. An drei aufeinander folgenden Tagen wurde jeweils ein eigenes Puppenspielprojekt in den 10 teilnehmenden Kindertagesstätten der Stadt Görlitz und des Landkreises Görlitz sowie im polnischen Zgorzelec verwirklicht. verschiedenen Puppentheaterbühnen verwandeln und beinhaltet ein Baukastensystem verschiedener Figurenmodule. Dieses Material schafft eine Vielzahl von Möglichkeiten für jedes Kind, die eigene Theaterfigur zu gestalten und mit dieser die verschiedenen Bühnen zu bespielen. Mit dem Projekt CANTATE startete 2012 der Versuch im Kulturraum, Kindergarten- und Grundschulkindern unter professioneller Anleitung die Begeisterung für das Singen nahe zu bringen. Das Sorbische Nationalensemble Bautzen nahm sich mit zwei Gesangspädagoginnen dieser Aufgabe an. Der Idee stand das Programm „Jedem Kind seine Stimme“ Pate, das seit mehreren Jahren in der Stadt Neuss sehr erfolgreich umgesetzt wird. Im Folgejahr waren es im Kulturraum bereits 230 Kinder aus drei Grundschulen und zwei Kindertagesstätten, die wöchentlich einmal an einer Singstunde teilnehmen konnten. Das Interesse der Schulen und Kindertagesstätten war so groß, dass das Projekt im Jahr 2014 weiterentwickelt wurde. Die Oberlausitz ist ein zweisprachiger Kulturraum, der außerdem an zwei europäische Nachbarländer grenzt. Die „Lausitzer Spatzen“ lernen somit bei Frau Tanja Donath und bei Frau Ann Tröger Lieder mit deutschen, sorbischen, tschechischen, polnischen und englischen Texten. Diese Lieder stellen sie zum Abschluss eines Jahres in einer öffentlichen Veranstaltung vor. Mit Begeisterung singen dann die Jüngsten, als ob es nichts Selbstverständlicheres gäbe. „Singen ist die eigentliche Muttersprache des Menschen.“ Yehudi Menuhin Die Kinder an jedem Projektort gestalteten mit den zwei Projektleiterinnen im spielerischen Bildungsprozess ihr eigenes Puppenspiel. Inhaltlich nahm das Projekt den jeweils erarbeiteten Themenkreis in der Projektkita auf. Im Projektverlauf kamen Methoden des Theaterspiels im Kindergarten mit dem speziellen Ansatz des materialbezogenen Spiels zur Anregung von Bildungsprozessen insbesondere der Förderung der Sprachkompetenz zum Einsatz. „Die Freude und das Interesse am Puppenspiel wurde geweckt und die Kreativität durch das selbstständige Bauen der Puppen gefördert. Wir konnten die Kinder während der Projektzeit ganz anders erleben.“ Kinderhaus Sonnenschein Die Leiterinnen des Projektes möchten das Singen im Kindesalter wieder zur Normalität werden lassen, indem sie mit den Kindern Bewegungs- und Mitmachlieder erarbeiten, kleine Spiele und Übungen zur Entwicklung der Rhythmik machen sowie grundlegende Fähigkeit des aktiven Hören zu üben. REgenbogenLied Den Eltern wurde die Möglichkeit eröffnet, ihre Kinder nicht nur zum Abschluss und bei kleinen Auftritten singen zu hören, sondern sie konnten sich selbst einmal im Halbjahr bei einem Elternseminar weiterbilden. „Es wäre schön, wenn das Projekt länger dauern würde und die interessierten Eltern mit einbezogen werden könnten.“ Regenbogenschule Tęcza aus Zgorzelec verbindlichen und kostenlosen Weiterbildungsmaßnahmen am Anfang und Ende des Projektes förderten die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den ErzieherInnen. Gemeinsam wurde in der Weiterbildung am Ende des Projektes die Multiplikation von Erfahrungswerten möglich und   Wege aufgezeigt, diese in den Kindergartenalltag zu integrieren. Träger: Sorbisches Nationalensemble Bautzen gGmbH Anschrift: Äußere Lauenstraße 2, 02625 Bautzen Telefon: +49 3591 358-0 E-Mail : info@sne-gmbh.com weitere Infos unter www.sne-bautzen.de Projektdurchführung: Tanja Donath | Gesangspädagogin Ann Tröger | Gesangspädagogin Die Zentrales Arbeitsmittel zur Realisierung der Projekttage war ein Theaterkoffer - ein erstmalig von Anne Swoboda mit­ entwickeltes didaktisches Spielmaterial für den theaterpädagogischen Einsatz im Kindergarten. Er lässt sich zu Träger: EUROPA-HAUS Görlitz e.V. Anschrift: Untermarkt 9, 02826 Görlitz, Telefon: +49 3581 401464 E-Mail: europa-haus-goerlitz@t-online.de weitere Infos unter www.europa-haus-goerlitz.de Projektdurchführung:   Annekatrin Heyne | Theaterpädagogin und diplomierte Puppengestalterin | Görlitz weitere Infos unter www.theaterfiguren-heyne.de Anne Swoboda | Theaterpädagogik, diplomierte Puppenspielerin, Regisseurin, und Dozentin | Görlitz weitere Infos unter www.anne-swoboda.de 10 Achtung, fertig, los und mitsingen! 11

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Wir wünschen allen viel Gesundheit, Glück und Erfolg für 2015! Wir über uns Die ENO mbH Aufsichtsrat & Gesellschafter Die Aufgaben der ENO Das ENO-Team Aktuelles Standorte Referenzen Impressum ENO Servicestellen Bildung/PONTES Energie Informationstechnologie Liegenschaften Projektmanagement Tourismus & Freizeit Wirtschaftsförderung Projekte Bildung/PONTES Energie Informationstechnologie Liegenschaften Projektmanagement Tourismus & Freizeit Wirtschaftsförderung Partner & Vernetzung Kooperationspartner In der Region Grenzüberschreitend Links und Adressen Die ENO ist tätig für: Kommunen Unternehmen Bürger und Vereine K Kontaktf Faceboo Google+ Schnellko Tel. +49 info@wi Girbigsdorfer Str. 24, 02828 Görlitz, Tel. 03581/704910 Fax.03581/7049120 * Jugendgirokonto ab 0 Jahre bis 23. Geburtstag kostenfrei. 3 % p.a. bis 500 EUR Guthaben. Angebot freibleibend.

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