Christus König Halver Netzwerk 2014 Dezember

 

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Magazin der Pfarrei Christus König Halver-Schalksmühle-Breckerfeld-Dahl

Popular Pages


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netzwerk Magazin der Pfarrei Christus König christus könig Halver – Breckerfeld – Schalksmühle – Hagen-Dahl Ausgabe 3/2014 In diesem Heft: Glaube in winterlicher Zeit Neues aus der Pfarrei

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Inhalt 02 03 04/5 06/7 07 08/9 10/11 11 12/13 14 15 16 16/17 18 19 20/21 21 22 23 24 Inhalt/Impressum Zum Geleit Es war einmal Geschenke Kinderkirche Der Weg nach Weihnachten Der Heilige Martin Veränderungen Kirchenkäfer Marian Gottesdienste Treffpunkt Bücherei Spiritueller Text/Chronik Chronik Eigenschaften der Kirche Die neuen Messdiener Pfarrei-Wallfahrt Minikirche Chöre in Dahl Termine/Text Fastensonntag/Sternsinger Wie Sie uns erreichen… Katholische Pfarrei Christus König Hermann-Köhler-Straße 15 58553 Halver Telefon 0 23 53 / 37 30 Filialkirche Sankt Georg Heerstraße 12 58553 Halver-Oberbrügge Telefon 0 23 53 / 37 30 Gemeinde Sankt Jakobus Am Wehrgraben 7 58339 Breckerfeld Telefon 0 23 38 /1316 Gemeinde Sankt Thomas Morus Hälverstraße 8 58579 Schalksmühle Telefon 0 23 55 / 66 79 Gemeinde Herz Jesu Kallestraße 4 58091 Hagen-Dahl Telefon 0 23 37/ 6 21 Das Pastoralteam und die Mitarbeiter der Pfarrei wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Geleit im neuen Jahr. Impressum NETZWERK – Magazin der katholischen Pfarrei Christus König Herausgeber: Katholische Kirchengemeinde Christus König Halver – Breckerfeld – Schalksmühle – Hagen-Dahl Redaktion: Ulrike Biesenbach, Thomas Miebach, Cornelia Nölle, Heidrun Rediger, Thorsten Rehberg, Dr. Johannes Sander Mitarbeit an dieser Ausgabe: Ileana Beckmann, Monika Kay, Claus Optenhöfel, Regina Passoth, Sandra Schnell, Barbara Wilk. Eingesandte Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Titelbild: Stephen Gibson/fotolia.com Bilder: Blue Minin, skydivecop, gisik22, Ingo Junker – alle fotolia.com; Simone Martini; Thorsten Rehberg; Sandra Schnell; Johannes Schriek; Barbara Wilk. Anschrift der Redaktion: Pfarrei Christus König, Hermann-Köhler-Straße 15, 58553 Halver E-Mail: netzwerk@christus-koenig.de Satz/Gestaltung: Heidrun Rediger Druck: Reintjes Graphischer Betrieb GmbH, Kleve Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers oder der Redaktion wieder. Für Leserbriefe ist die Redaktion dankbar, ohne den Abdruck zu garantieren. www.christus-koenig.de Aktuelle Termine und Informationen, aber auch Bilder und Berichte aus dem Gemeindeleben finden Sie auf der Homepage unserer Pfarrei mit Links zu den einzelnen Gemeinden. Regelmäßig auf den neuesten Stand bringt Sie ein Pfarrnachrichten-Abo, das Sie ebenfalls über die Homepage bestellen können. 2 netzwerk

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Liebe Leserinnen und Leser, »Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten. Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen. Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegen senden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden... Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!« Hermann Hesse, Stufen Auf einer Autofahrt hörte ich vor kurzem dieses Gedicht, das ich bislang nicht kannte – abgesehen von dem berühmten Wort vom »Zauber des Anfangs«. Ein melancholisch-ernstes Gedicht, dem trotzdem eine berührend-heitere Leichtigkeit innewohnt – und das aus all diesen Gründen gut zu meiner aktuellen Stimmungslage passt. Melancholie und Ernst: Ich verlasse Schalksmühle nach wenig mehr als drei Jahren. Zu wenig, um heimisch zu werden und etwas aufbauen zu helfen, was Bestand hat. Zu wenig, um Neues sicher zu gründen. Verdient hätte es die Gemeinde allemal! Wie viel liegt auf so wenigen Schultern... Und dann: Wer wird sich in Zukunft in sein Schneckenhaus zurückziehen (oder dort bleiben)? Fragen über Fragen ohne Antworten... Aber dann kommt noch hinzu: Wie wird es weitergehen? Wer führt die Arbeit fort? Und welche wird liegenbleiben? Auch hier bleiben die Fragen offen! Berührend: Ich wechsle nun in eine Pfarrerstelle – und neben der Verantwortung besitzt diese Position vor allem den Reiz, dass ein Pfarrer wesentlich verantwortlich ist für Stimmung und Klima in der ihm anvertrauten Umgebung – zusammen mit anderen. Und ich habe große Freude daran, eine gute Stimmung zu stiften und dazu beizutragen! Heiter: Wer an Gott glaubt, der ist tief im Herzen davon überzeugt, dass alles »seinen tiefen Sinn hat«, wie der brave Soldat Schwejk zu sagen pflegte. Mit anderen Worten: Sicherlich sollte ich durch drei Jahre Halver (Pfarrei) und Schalksmühle (Gemeinde) auf diese Stelle vorbereitet werden – ich zumindest bin mir dessen ziemlich sicher. Und nun: Advent! Zu glauben, dass Gott unterwegs zu uns ist, bedeutet ja kein Widerspruch zu der Erfahrung, dass wir ihm entgegengehen. Beides ergänzt sich! Der Advent ist eine Zeit, in der ich mir dieser doppelten Entwicklung besonders bewusst werde: Unser Ziel ist nicht der Weg, aber jede Station führt uns dem Ziel unseres Daseins näher! Das wünscht Ihnen Ihr netzwerk 3

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Es war einmal… …so fangen Märchen und Geschichten an. In diesem Artikel handelt es sich dabei um Geschichten und Bräuche rund um die Winter- und Weihnachtszeit im Sauerland. Vielleicht bringt dieser Ausflug in die Vergangenheit einigen Lesern liebe Familienerinnerungen zurück. Auf jeden Fall aber zeigt er uns unsere Wurzeln und das »Wesen unserer Region«. Wie viele Hochfeste und bestimmte Daten des Kirchenjahres waren auch die Winter- und Weihnachtszeit mit mehr oder weniger religiösen Vorstellungen verbunden. Dabei existierten im Sauerland viele Verhaltensweisen, die auf den ersten Blick nicht als religiös motiviert angesehen werden können. In diesen Fällen redet man von »Brauchtum« oder auch vom Volksglauben, der im Laufe der Zeit von der Kirche legitimiert wurde und damit einen festen Platz im Kirchenjahr der sauerländischen Gemeinden einnahm. Viele dieser Bräuche können bis in vorchristliche Zeit zurückverfolgt werden. Am 25. November ist der Katharinentag. Mit diesem Tag ist die warme Jahreszeit endgültig vorbei. Der Volksmund beschreibt diese Tatsache wie folgt: »St. Katharina wirft den heißen Stein in den Rhein, den St. Gertrud (17. März) wieder herausholt.« Im Mittelalter wurde dieser Zeitpunkt in verschiedenen Ortschaften des Sauerlandes mit Jahrmärkten begangen. Auf diesen Brauch kann man heute noch die in einigen Städten gefeierte Allerheiligenkirmes zurückführen. Der Advent war in früheren Zeiten als Vorbereitung auf Weihnachten eine stille Zeit des Betens, des Fastens und der guten Vorsätze. Adventsschmuck, Gestecke oder Kränze gab es nicht. Zum Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich in evangelischen caritativen Anstalten der Brauch, einen aus Nadelgehölzzweigen gewundenen, mit Zapfen geschmückten Kranz aufzuhängen, auf den vier große Kerzen gesteckt wurden. An jedem Adventssonntag versammelten sich die Anstaltsbewohner unter dem Kranz, entzündeten nach und nach die Kerzen und sangen Adventslieder. Von hier aus verbreitete sich dieser Brauch in die Privathäuser und fand auch im Sauerland immer mehr Eingang in das Familienleben. In dem sehr aktiven Vereinsleben des Sauerlandes entwickelte sich dabei der Brauch unter dem Adventskranz stimmungsvolle Adventsfeiern abzuhalten. Im Volksglauben wurde die Pflanzenwelt öfter mit dem Weihnachtsfest in Verbindung gebracht. So wurden Legenden über blühende Bäume in der Heiligen Nacht erzählt. Diese Legenden weckten den Wunsch, solche Wunder der Natur im eigenen Hause zu erfahren und in der dunklen Winterzeit etwas Grünes im Zimmer zu haben. Aus diesem Grund schneidet man am Tage der Heiligen Barbara (4. Dezember) Zweige von früh blühenden Bäumen oder Sträuchern und stellt sie ins warme Zimmer. Wenn man sie sorgsam behandelt, werden diese Zweige zu Weihnachten als Zeichen der Hoffnung erblühen: »Wir hüten die Blüten in unserem Haus / Sie sagen im Winter den Frühling voraus / Wir trauen den Zeichen und dem Kind / wenn wir im Dunkeln beisammen sind« (Wilhelm Willms). Wie heute kam früher am 6. Dezember der Nikolaus zu den Kindern. Er wurde von Frauen aus der Nachbarschaft dargestellt, die die Kinder straften oder lobten. Als Geschenke gab es Äpfel, Nüsse und für die Jungen auch mal einen Stutenkerl mit Pfeife. Dieser Einkehrbrauch mit Gabenausteilung an die Kinder ist im Mittelalter aufgrund der Legenden um den Heiligen Nikolaus als Beschenker der Bedürftigen in Klosterschulen Nordfrankreichs entstanden und hat sich von dort aus verbreitet. Nach der alten Kalenderrechnung des Mittelalters fiel der Tag der Wintersonnenwende zeitweilig auf den 13. Dezember, den Luciatag. Bis ins 14. Jahrhundert wurde er daher als kürzester Tag mit der längsten Nacht in vielen Orten mit Lichterfesten begangen. Übrig geblieben sind aus dieser Tradition bis teilweise in unsere Zeit die Lichterzüge, die am Luciatag abgehalten werden. Während der Industrialisierung gab es am Tag des Heiligen Thomas (21. Dezember) im Sauerland den Brauch des »Thomasesels«. Wer an diesem Tag am längsten schlief und daher zuletzt in der Schule oder der Fabrik erschien, wurde Thomasesel genannt. Als 4 netzwerk

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Zeichen wurde ihm Heu oder ein auf einen Pappdeckel gemalter Esel auf den Platz gelegt. In manchen Betrieben ging es dabei ziemlich laut zu, da der verspätete Kollege mit Topfdeckeln und ähnlichen Instrumenten von der Arbeitsstätte nach Hause begleitet wurde. Da in der alten griechisch-römischen Welt am 25. Dezember der »Geburtstag des unbesiegten Sonnengottes« gefeiert wurde, bestimmten die Christen gegen Mitte des 4. Jahrhunderts diesen Tag zum Feiertag der Geburt Christi als der »Sonne der Gerechtigkeit«. In den germanischen Gebieten wurde in dieser Zeit das Mittwinterfest gefeiert. Nach ihren Vorstellungen hielten die Götter in den zwölf geweihten Nächten zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar ihren Umzug um die Erde. So entstand in den germanischen Gebieten der Name Weihnachten für das Geburtsfest Christi. In den zwölf Nächten ließen die Germanen für das Heer Wotans in den Häusern ein Licht brennen und legten Heu oder Stroh vor die Türen. Daraus entwickelte sich im Sauerland der Brauch der Gabe von »Eselchenheu«. Man erzählte den Kindern, dass das Christkind auf einem Eselchen käme, das gefüttert werden müsste. Am 1. Weihnachtstag wurden dann die Tiere der Familie mit dem »Eselchenheu« gefüttert und die Kinder glaubten, das Eselchen des Christkindes hätte es gefressen. Als Hinweis auf Christus als das Licht der Welt ließ man auch in unseren Gegenden in den Nächten zwischen Weihnachten und den Heiligen Drei Königen ein Licht im Haus brennen. Der Weihnachtsbaum, der unverzichtbar zur deutschen Weihnacht gehört, geht als Lebensbaum, den man um die Jahreswende aufstellte, auf frühgeschichtliche Wurzeln zurück. Die Tradition des geschmückten Weihnachtsbaumes verbreitete sich im 19. Jahrhundert: »Kirche und Schule haben in deutschen Landen den Weihnachtsbaum in das letzte Tal und in die letzte Hütte getragen« (Lauffer). Der Weihnachtsbaum wurde im Sauerland mit Strohsternen, Papierschmuck, Äpfel, Nüssen, Keksen und verschieden farbigen Kerzen geschmückt. Auch Krippen werden hier seit etwa 1920 aufgestellt. Die Geschenke für die Kinder richteten sich nach dem finanziellen Hintergrund der Familie und reichten von bunten Tellern über selbst geflochtene Strohpantoffeln bis hin zu religiösen Bildern und kleinerem Spielzeug. Am Heiligen Abend stellten die Kinder vor dem zu Bett gehen in der »guten Stube« auf dem Weihnachtstisch ihre Teller auf und fanden sie dann am nächsten Morgen mit den Gaben gefüllt. Ein alter deutscher Brauch, der bis heute in einigen Städten des Sauerlandes gelebt wird, ist das Turmblasen. Dabei bläst eine Musikkapelle am Heiligen Abend oder am Sonntag davor Weihnachtsmusik vom hell erleuchteten Rathausturm. Zwischen den Weltkriegen zogen die Kinder in den Dörfern des Sauerlandes von Haus zu Haus und sangen christliche Lieder. Am 26. Dezember, dem Stephanstag, war es vielerorts Brauch, dass junge Burschen, die so genannten »Stephansknechte«, singend von Haus zu Haus zogen, um Gaben für die Beleuchtung der Kirche zu sammeln. Dabei schenkte man den Burschen auch Brot und Würste, die dann bei einer fröhlichen Feier verzehrt wurden. In einigen Orten wurden diese Sammlungen auch am 27. Dezember, dem Johannistag, durchgeführt. Dementsprechend nannten sich die Burschen dann »Johannisknechte«. Der Neujahrstag war und ist ein Tag der Freude und der Wünsche. Die oft ausgelassene Fröhlichkeit beim Jahreswechsel hängt mit zwei überlieferten Vorstellungen zusammen: Zum einen glaubte man, dass das Verhalten am ersten Tag des Jahres das weitere Jahr beeinflusst und zum anderen wollte man durch Lärmen und Feiern die Geister des alten Jahres vertreiben. So zogen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts im Sauerland junge Burschen um Mitternacht lärmend durch die Dörfer, klopften an jede Tür und sangen Neujahrslieder mit guten Wünschen und einem Segen für das neue Jahr. Im 19. Jahrhundert war es in den Schulen Brauch, dass die Kinder ihren Eltern einen Neujahrsbrief mit Glückwünschen, Dankesworten und Versprechen für das neue Jahr schrieben. Dieser Brief wurde dann am Neujahrsmorgen übergeben. Den Lehrern wiederum wurde am 1. Schultag des neuen Jahres von den Schülern Äpfel, eine Brezel oder auch Geld mitgebracht. Die Brezel ist mancherorts auch heute noch das gewöhnliche Neujahrsgeschenk. Der Dreikönigstag (6. Januar) bildet den Abschluss der weihnachtlichen Feierlichkeiten. In vielen Häusern wurden und werden die Kerzen am Weihnachtsbaum das letzte Mal angezündet und der essbare Schmuck von den Kindern geplündert. Der bekannteste Brauch ist das Dreikönigssingen, ein Überrest des mittelalterlichen Dreikönigsspiels, bei dem die Heiligen Drei Könige aus der Kirche in die Straßen und Häuser gebracht wurden. Bis heute ziehen verkleidete Kinder von Haus zu Haus und bringen durch Lieder und das Schreiben des Segens mit Kreide auf die Türen den Segen Gottes in die Familien. Schon immer bedankten sich die Leute mit kleinen Gaben bei den kleinen Sängern. Heute sammeln die »Sternsinger« Geld für caritative Zwecke. Wie früher gibt es immer noch Leckereien für die Sänger. Am 17. Januar begeht man den Festtag des Einsiedlers Antonius. Da ihm aufgrund einer Legende auf Bildern das Schwein als Kennzeichen beigegeben wird, war es früher an einigen Orten im Sauerland Brauch, sich zu einem Familienfest mit großem Festessen zu treffen. Mit dem 2. Februar, Mariä Lichtmess, endet in den meisten Kirchen die Advents- und Weihnachtszeit. Zu diesem Fest werden die Kerzen geweiht, die man im Laufe des Jahres zu verschiedenen Gelegenheiten in den Häusern anzündet. (Conny Nölle) netzwerk 5

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Geschenke, Geschenke, alle Jahre wieder... oder: Der Sinn vom »Beschenkt werden« Jedes Jahr die gleiche Frage: Was schenke ich wem? Muss ich überhaupt dem Kollegen, der Nachbarin, der Tante... etwas schenken? Was wird erwartet? Wie teuer darf oder muss es sein? Freut sich der Beschenkte wohl darüber, oder hat er das Geschenk vielleicht sogar schon? Geschenkestress pur – dann noch die aggressive Werbung, die Glitzerbuden auf dem Weihnachtsmarkt, die laute Musik im Kaufhaus... Nervenaufreibend! Und doch schenken wir jedes Jahr wieder. Aber warum schenkt man eigentlich? Schenken stellt die Urform des Handels dar. Der Akt des Gebens und Nehmens durch Partner ist wichtig für den Aufbau von Beziehungen. Warum dann aber Geschenke an Weihnachten? Schon seit dem Mittelalter werden Weihnachten Geschenke gemacht. Sie sind natürlich schwer mit unserer »Geschenkekultur« vergleichbar. So wurden z. B. Kleidungsstücke, Schuhe, Stoffe etc. zu Weihnachten vom Arbeitgeber überreicht. Dies war allerdings nicht als Geschenk im heutigen Sinn zu verstehen, sondern als Teil der vereinbarten Naturallöhnung für geleistete Arbeit. Das Schenken, so wie wir es heute – mehr oder weniger freiwillig – praktizieren, ist erst im Zuge der Entwicklung der bürgerlichen Familie entstanden, wo dann besonders die Kindheit in den Vordergrund gerückt und neu bewertet wurde. Rund um Weihnachten gibt es verschiedene Termine, an denen Geschenke gemacht werden: Am Beginn des Advents (Adventskalender!), Nikolaus, die Weihnachtstage und der Tag der Heiligen drei Könige. Traditionell wurden und werden die Kinder beschenkt, nicht zuletzt auch deshalb, um zu disziplinieren. »Wenn du brav bist, bringt dir das Christkind ‘was Schönes!« Im anderen Fall wird Knecht Ruprecht als strafende Gestalt benutzt. Ist »schenken« aber nicht doch mehr als eine Geschenke-Austausch-Aktion oder eine Disziplinierungsmaßnahme? Geschenke sind sichtbare Ausdrucksformen von Liebe und zeigen den Stellenwert von Beziehungen auf. Sie machen Bindungen und Verbindungen sichtbar, sind Zeichen von Fürsorge und Vertrauen. Mit der Wahl der Geschenke kann man seinen gesellschaftlichen Status erhöhen, kann man sich ein gutes Image verschaffen. Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Adventsund Weihnachtszeit sowie Gottes Geleit und Segen für 2015. Ihr Netzwerk-Redaktionsteam 6 netzwerk

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Wer schenken kann, hat Geld und somit auch eine gewisse Macht! Geschenke verraten den Beziehungsstatus zum Beschenkten und deren Größe sagt etwas über den Status des Schenkenden in der Gesellschaft aus. Schenken ist ein Teil des Lebenstils und auch veränderlich. In Familien kann man sich diesem Ritual kaum entziehen und wenn auch oft beteuert wird, sich im kommenden Jahr dem zu enthalten, macht man es doch wieder, sogar in finanziellen Krisenzeiten. »Wertvolle« Geschenke werden heute oft nicht mehr an materiellen Werten festgemacht, sondern immer mehr an der Originalität, im persönlichen Engagement, das man für den Beschenkten aufwendet. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dinge wie: gemeinsame Unternehmungen, gemeinsame kulturelle oder sportliche Veranstaltungen, ein Candlelight-Dinner etc. sollen die Wertschätzung des Beschenkten zum Ausdruck bringen, aber den Geschenkerummel möglichst außen vor lassen. Doch Geschenke sind nicht nur an Weihnachten ein Thema. Auch im Laufe unseres gesamten Lebens werden wir immer wieder beschenkt, oft ohne es bewußt wahrzunehmen. Die ersten Geschenke in unserem Leben orientieren sich daher Bedürfnissen, während es später immer mehr darum geht, Freude zu bereiten. Z. B. mit fünf Jahren ein Kasperle-Theater mit Gretel und Kasperle, Großmutter, Wachtmeister und Krokodil. Man sollte aufs Leben vorbereitet werden und das geht am besten, indem man sich seine eigene kleine Welt zusammenzimmert und in die klassischen Rollen schlüpft. Leuchtende Kinderaugen, wenn der ersehnte Wunsch erfüllt wurde! Mit 14 die ersten Schallplatten, Kassetten – es durften auch jetzt schon Liebeslieder dabei sein, denn die Märchenzeit war endgültig vorbei. Dann viel später Geschenke von der großen Liebe. Was wird er mir schenken, wie wichtig bin ich ihm? Ob er wohl den Hinweis auf das Lieblingsbuch verstanden hat? – Alles ziemlich kompliziert. Irgendwann dann Geschenke für die Kinder. Freude machen, Freude schenken, leuchtende Augen sehen. Geschenke für Mutter und Vater, die vielleicht die letzten sein könnten, das letzte gemeinsame Fest, die letzte gemeinsame Zeit unterm Weihnachtsbaum. Geschenke verändern sich im Laufe eines Lebens, bekommen einen anderen Stellenwert, sind aber immer ein Zeichen von Liebe, Freude und Zuneigung. Unser himmlischer Vater hat uns seinen Sohn geschenkt, als Zeichen SEINER Liebe, um uns zu erlösen. Gottes Liebe und Zuneigung bekommen wir daher nicht nur zu Weihnachten, sondern unser ganzes Leben. (Ulrike Biesenbach) Kinderkirche Neues Logo – neuer Inhalt Mit dem Beginn der neuen Erstkommunionvorbereitung kennzeichnen wir in unserer Pfarrei mit diesem Logo Veranstaltungen, die entweder für Schulkinder oder für Familien mit Schulkindern angeboten werden. Einige dieser Angebote sind eigens für die Kommunionkinder gedacht, andere sind offen für alle Kinder bzw. Familien. Anders als bei den Terminen unserer »Mini-Kirche« richten sich die Veranstaltungen unter diesem Logo primär an Kinder im Grundschulalter +/– ein Jahr (Vorschule bis zur 5. Klasse). Einige altbekannte Angebote sind wieder mit dabei, wie unsere »Kirche für Kids« an Aschermittwoch, an Palmsamstag und an Gründonnerstag; der Familienkreuzweg an Karfreitag und die Sternsingeraktionen in allen Gemeinden. Andere Angebote sind neu im Programm. Hier eine Aufstellung der bisher geplanten Veranstaltungen: Kommunionkinder entdecken die Kirche in Halver am Mittwoch, dem 3. Dezember um 16.30 Uhr und am Samstag, dem 13. Dezember um 12 Uhr Familienliedertreff im Advent am Samstag, dem 6. Dezember, 10 bis 12 Uhr in Dahl Leseabend für Kommunionkinder in der Bücherei Schalksmühle am Freitag, dem 16. Januar, 19 bis 22.30 Uhr Kommunionkinder entdecken die Kirche in Schalksmühle am Freitag, dem 23. Januar 2015 um 17 Uhr Lesenachmittag für Kommunionkinder in der Bücherei Breckerfeld (Termin noch offen) Kinderbibeltreff am 21. März, 10 bis 13 Uhr in Halver Nähere Informationen und mögliche weitere Angebote finden Sie in unseren Pfarrnachrichten und auf unserer Homepage www.christus-koenig.de. Spezielle Gottesdienste für Kleinkinder, Familien und Jugendliche und parallele Wortgottesdienste für Kinder entnehmen Sie bitte den Veröffentlichungen. Die Gottesdienste für die Advents- und Weihnachtszeit finden Sie auf Seite 14 in diesem Heft. (Sandra Schnell) netzwerk 7

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Auf dem Weg nach Weihnachten A W ir haben in unserer Redaktionssitzung darüber gesprochen, was die Advents- und Weihnachtszeit für uns bedeutet, was uns früher – und vielleicht auch noch heute – bewegt und berührt hat. Welches Geheimnis steckt darin? Mein erster Gedanke bei diesem Thema galt dem Adventskalender. Der Advent ist eine Zeit der Erwartung auf das bzw. den, der kommen wird. Um die Erwartung auf das Fest zu erhöhen, hat es bei uns früher immer ganz besondere Adventskalender gegeben – keinen mit Schokolade gefüllten. Er war immer wieder anders. Mich erwartete jeden Morgen ein kleines Geschenk. Es war nichts Großes, nur eine Kleinigkeit, aber ein Zeichen dafür, dass sich jemand – in diesem Fall meine Mutter – Gedanken um mich gemacht hatte. Am Abend wurde der Adventskranz angezündet und entweder hörten wir von einer AdventskalenderSchallplatte jeden Tag eine Geschichte bzw. ein Lied mehr oder wir lasen aus einem Adventsbuch immer ein Stück weiter. Gleichzeitig habe ich angefangen, mir selber Gedanken darüber zu machen, wie ich anderen eine Freude machen kann. Auf diese Weise baute sich die Erwartung bis zum Weihnachtsfest immer weiter auf. An Heiligabend konnte ich dann das letzte Päckchen öffnen und, während ich die letzten Handgriffe an meinen meist selbst gebastelten Geschenken vornahm und sie einpackte, die Schallplatte komplett hören. Nachmittags in der Kirche und abends, wenn ich unter dem Weihnachtsbaum für die Familie Flöte gespielt habe, kam dann die Auflösung der Erwartung – endlich war es soweit…. Später habe ich diese Zeit der Erwartung mit in mein eigenes Haus, meine eigene Familie genommen und überlegt, wie ich meinen Lieben eine Freude machen und sie auf Weihnachten vorbereiten kann. Irgendwann haben die Kinder diese Haltung übernommen und uns, den Eltern, selber einen Adventskalender gemacht. Für mich war es das schönste Geschenk, das mir die Adventszeit je gebracht hat. Und so hoffe ich natürlich, dass meine Kinder eines Tages diese Tradition mit in ihre eigenen Familien nehmen werden. Auch heute hat der Zauber der Adventszeit für mich nichts verloren: die Erwartung ist immer wieder da und gipfelt am Heiligen Abend in der Kirche und beim familiären Zusammensein unter dem Weihnachtsbaum. ls Kinder wussten wir es: Weihnachten offenbart ein besonderes Geheimnis. Natürlich war es immer auch spannend, sich ganz irdisch zu fragen, welche Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen würden. Die Idee, sich gegenseitig zu beschenken, ist ja schließlich auch eine wunderbare symbolhafte Geste des gegenseitigen Wohlwollens, das in dieser Nacht zur Herrschaft über die von der Konkurrenz des Alltags verwundeten Seelen bestimmt ist. Aber bereits als Kinder hatten wir ein klares Bewusstsein davon, dass sich Weihnachten nicht im gegenseitigen Austausch der Geschenke erschöpfte. Die Geschichte von der Geburt Christi hob doch alles (auch das Geschenkritual) in eine Sphäre der Verheißung und des Friedens. Schon die ganze Vorbereitung war darauf abgestellt, die Besonderheit, die Andersartigkeit dieser Nacht herauszustreichen: An diesem Tag gab es wenig oder gar keinen Streit zwischen uns Kindern (dabei waren wir doch immer noch die selben Kinder, wie am Tag zuvor); die Zeit bis zum Krippenspiel wurde mit Spielen und Lesen in Ruhe verbracht; ab und zu gab es der Mutter oder dem Vater etwas zu helfen, was wir bereitwillig taten (dabei waren wir doch immer noch die selben Kinder, wie am Tag zuvor). Wir zogen uns anders an als an den gewöhnlichen Tagen, achteten auf ein besonders gepflegtes und auch höfliches Auftreten: Schließlich waren wir zum Fest der Geburt des Friedenskönigs eingeladen. Bereits diese Kleinigkeiten veränderten das Lebensgefüge unserer Familie, und sie standen für das Ganze, für die Fülle des Lebens in gegenseitiger Achtung und Rücksichtnahme. In meiner Erinnerung erscheint es mir, als ob wir leiser sprachen, als ob wir die Dinge des Tages bedachter verrichteten, als umstrahlte unser Antlitz ein besonderer Ausdruck des gegenseitigen Einverständnisses. Es war ein Streif von Glück, purem unverstellten Glück über die Hoffnungsbotschaft dieser Nacht, dass das Leben doch einen guten Weg gehen wird. Dabei zeigte uns das Krippenspiel den schweren Gang des Lebens doch sehr deutlich. Aber wir alle kannten diese uns durch und durch vertraute Geschichte, und wir verstanden alles bereits vom Ende der guten Geburt und von der exemplarischen Menschengemeinschaft der einfachen Hirten mit den edlen Königen im Angesicht der Hilflosigkeit des Kindes her (bis zum eigentlichen Ende am Kreuz und schließlich – wieder gewendet – zur Auferstehung zu denken, kam uns natürlich nicht in den Sinn). Getragen von dieser erzählten Wahrheit des guten Lebens verbrachten wir den Rest des Tages wiederum spielend, lesend und auch ein wenig geschäftig (etwa bei der Zubereitung des Weihnachtsmahles), bis uns Kinder die Christmette wieder in ihren Bann zog. In meiner Erinnerung ist die Kirche während der Christmette von unzähligen Kerzenflammen in eine warme, goldene Atmosphäre gehüllt. Manchmal waren wir müde vom langen Tag, manchmal hellwach und aufmerksam; aber ganz gleich, wie es war: wir hatten das Gefühl, es war immer gut, immer richtig so, wie es war. Am Abend der Weihnacht schließlich konnten wir einschlafen in dem Bewusstsein, wahres Leben gelebt zu haben. 8 netzwerk

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Z u mir kam nie der Weihnachtsmann. Dafür kam im Advent ein ganz besonderer Besuch und brachte Überraschungen. In der Nacht zum 6. Dezember oder auch am Vorabend bescherte mir der Hl. Nikolaus jedes Jahr eine andere Vorfreude aufs Fest. An eine Begebenheit kann ich mich besonders gut erinnern. Zuhause hatte ich eine kleine Spielecke »in der guten Stube« für mich. In der Adventszeit stand auf dem Kindertischchen stets ein kleiner Adventskranz und der Adventskalender – mit bunten Bildchen und Glitzer – hing darüber an der Wand. Die erste Kerze brannte und meine Mutter sang mir ein Lied vor: »Was poltert auf der Treppe, was poltert durch das Haus? Es ist, fürwahr, ich wette, der heil‘ge Nikolaus!« Ich sang mit und fragte staunend meine Mutter, ob der Nikolaus denn wirklich durchs Haus poltern würde. Sie meinte, wenn ich gut aufpasse, dann könnte ich den Nikolaus sogar hören. – Und dann ging’s plötzlich los. Ich hörte lautes Rumoren in unserem Korridor. Klackern, Kullern, Poltern. War das wohl der Nikolaus – höchstpersönlich? Mucksmäuschenstill saßen meine Mutter und ich zusammen und lauschten. Als es nach einer Weile ruhig wurde, öffnete meine Mutter die Tür zum Korridor. Sie lächelte mir zu und sagte: »Schau mal, was dir der Nikolaus gebracht hat!« Neugierig blickte ich in den Korridor und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Da lag ja ein Schatz! Viele, viele Nüsse, dazu ein schöner roter Apfel, eine dicke Apfelsine, ein Päckchen Lebkuchen und einige Süßigkeiten. Meine Mutter gab mir einen Teller und dann konnte ich den Schatz aufsammeln. Wie sehr freute ich mich darüber, dass der Nikolaus an mich gedacht hatte! Vor lauter Aufregung vergaß ich sogar, in meinen Stiefel zu schauen. Da stand nämlich ein Nikolaus aus Schokolade drin, über den ich mich dann am nächsten Morgen umso mehr gefreut habe. Im Erwachsenenalter habe ich mich mit der Person des Hl. Nikolaus beschäftigt und viel Gutes und Schönes über ihn erfahren. Zahlreiche Geschichten ranken sich um sein Leben und Wirken und mittlerweile weiß man sogar, wie er ausgesehen hat. Er ist eine »Wegmarke« auf meinem Weg zur Weihnacht und jedes Jahr freue ich mich auf »seinen« Tag. Bisher war am 6. Dezember immer etwas im Stiefel… Im Zeitalter von Smartphone & Co. würde es wahrscheinlich reihenweise Selbstmorde geben, wenn Leute das heute aushalten müssten: Warten und nichts tun können, nichts tun können und warten... Man bekam den ganzen Nachmittag über einen regelrechten Tunnelblick. Richtig schlimm wurde es dann, wenn man dann auch nicht mehr aus dem Kinderzimmer herausdurfte, um »dem Christkind« nicht hinterherspionieren zu können. Es war kaum noch auszuhalten. (So ähnlich fühlen sich heute nur noch die Spione der NSA, wenn man sich partout keinen Facebook-Account zulegen will...) Und dann das leise, helle Glöckchen! Aber vor dem Gucken und Auspacken wurde erst noch gesungen. Ich kann Ihnen sagen: Manche Lieder können seeehr lang sein! Aber dafür war das Weihnachtsfest aufgeladen mit Energie und Vorfreude, wie ich es heute schmerzlich vermisse, wenn im September das Weihnachtsgebäck in die Läden kommt. A lles zu seiner Zeit S pannung! Genau das verbinde ich mit dem Weihnachten meiner Kindheit: Wir hatten so eine kleine, leidlich hübsche Wandglocke vor dem Eingang zum Wohnzimmer, das natürlich vor der Bescherung verschlossen war. Der Fernseher war ebenfalls dort und auch deswegen konnte man den Großteil des Heiligabends nichts anderes tun als ... nichts! Und: Warten! Um etwas zu spielen war man viel zu nervös und um die Zeit mit Hinz & Kunz totzusabbeln – dazu fehlten noch die technischen Voraussetzungen (Ich sage nur: Ein Telefon für die ganze Familie – und das hing auch noch an einem Kabel...). Wenn am Heiligabend das Glöckchen erklang und die Wohnzimmertür, die seit einem Tag verschlossen war, geöffnet wurde, standen wir Kinder wie gebannt vor dem reich geschmückten, hell erleuchteten Weihnachtsbaum. Im Zimmer war es dunkel, nur der Baum strahlte, funkelte, duftete. Glitzernd bis in die Spitze stand er da, eingesponnen von feinem, goldenen Lametta. Viele goldene Kugeln, Strohsterne und kleine Engelchen schmückten ihn. Jedes Jahr der gleiche Anblick, aber immer wieder Erstaunen und Freude! Nach dem gemeinsamen Gesang von »Ihr Kinderlein kommet« und »Oh du fröhliche« durften wir endlich die Geschenke auspacken. Doch in diesem Jahr war ich vorher zu neugierig, konnte es nicht erwarten und habe in allen Schränken gesucht, ob wohl der ersehnte Pullover, die tolle Hose und auch die Schultasche, die alle in der Klasse bereits seit langem hatten, dabei wären. Sie waren dabei – ich konnte meine Freude kaum zurückhalten, durfte mir aber nichts anmerken lassen! Welch eine Qual! Aber jetzt, an Heiligabend, kam keine echte Freude mehr auf. Ich wusste bereits zu viel… Meine Eltern merkten sofort, dass bei mir etwas nicht in Ordnung war, denn der Jubel über die doch so sehr ersehnten Dinge war sehr verhalten. Unüblich für mich! Nach der Bescherung dann ein Vier-Augen-Gespräch. So war in diesem Jahr Weihnachten für mich durch eigenes Verschulden nicht so spannungsgeladen wie in den anderen Jahren und ich schwor mir, nie wieder so neugierig zu sein. Mir ist seitdem klar, wie wichtig es ist, die Zeit abzuwarten, die Spannung auszuhalten und dadurch das »größte« Geschenk zu bekommen – die echte Freude! netzwerk 9

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es einmal vor, dass ihm – als er bereits nichts mehr außer seinen Waffen und seiner einfachen Uniform besaß, mitten in einem außergewöhnlich rauen Winter, so rau, dass die Kraft der Kälte fast alles auslöschte – an der Pforte von Amiens ein unbekleideter Bettler begegnete. Als dieser die Vorübergehenden um Erbarmen anflehte, alle aber an ihm vorbeizogen, erkannte der von Gott erfüllte Mann, dass jener, dem andere nicht halfen, für ihn aufgespart wurde. Was also sollte er tun? Er besaß ja nichts mehr außer dem Militärmantel mit dem er bekleidet war, denn alles Übrige hatte er bei ähnlichen Werken bereits verbraucht. Er griff also nach dem Schwert, mit dem er begürtet war, teilte den Mantel in der Mitte, gab einen Teil davon dem Armen und legte den Rest wieder an. Unterdessen lachten einige der Umstehenden, weil er mit seiner zerschnittenen Kleidung entstellt aussah. Viele andere aber, die noch rechter bei Sinnen waren, beklagten lauter, nicht ähnlich gehandelt zu haben, weil sie durchaus mehr besitzend, den Armen ohne eigene Nacktheit hätten bekleiden können.« Als Christus in der darauf folgenden Nacht dem jungen Offizier mit dem geteilten Mantel bekleidet erschien, reifte in ihm der Entschluss, sich endlich taufen zu lassen. Seinen Militärdienst konnte er jedoch nicht sofort quittieren. Als er schließlich um seine Entlassung bat, wurde ihm laut Sulpicius Severus zunächst Feigheit vorgeworfen. Martin erklärte sich daraufhin bereit, am folgenden Tag dem Feind ohne Rüstung und Waffen entgegen zu treten. Doch dem kam »wie durch ein Wunder« die Friedensbitte der Feinde zuvor. Der Heilige Martin Offizier, Mönch und Bischof Vor etwa zwei Wochen feierte die Kirche das Fest eines der bekanntesten Heiligen, des Heiligen Martin von Tours. Doch ähnlich wie dem Hl. Nikolaus haftet diesem Heiligen das Image eines »Kinderheiligen« an: Alljährlich ziehen am Abend des 11. November vor allem Vorschulkinder mit Laternen durch die Straßen und erinnern damit an den Mann, der seinen Mantel mit einem Bettler geteilt haben und sich angesichts seiner bevorstehenden Bischofserhebung erfolglos – denn die »Martins«-Gänse verrieten ihn – versteckt haben soll. Damit erschöpft sich aber noch längst nicht das Leben dieses großen Heiligen. Geboren wurde Martin wahrscheinlich im Jahr 316, vielleicht auch 317 n. Chr. als Sohn eines römischen Offiziers im westungarischen Sabaria (heute Szombathely), seine Jugend verbrachte er allerdings im heutigen Pavia in Italien. 331 n. Chr. wurde er unter dem Zwang eines kaiserlichen Ediktes Soldat und diente u.a. in der kaiserlichen Garde. Während dieser Zeit gab er, wie der Martinsbiograph Sulpicius Severus berichtet, bereits vielen Armen Almosen »und so kam Oft ist es nicht leicht, in der an Wundererzählungen reichen Martinsbiographie zu unterscheiden, wann es sich um eine historisch belastbare Geschichte und wann um eine fromme Legende handelt. Historisch zuverlässig dürfte aber sein, dass er nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst ein Schüler des bedeutenden Bischofs und Kirchenlehrers Hilarius von Poitiers wurde, einem Mann, der für seine asketische Lebensweise bekannt war und der den jungen Martin stark in diese Richtung prägte. Von diesem erhielt er einen Missionsauftrag im Illyricum (Balkangebiet), lebte einige Jahre als Eremit und gründete dann, nach Poitiers zurückgekehrt, im Jahr 361 n. Chr. das erste Kloster in Gallien. Martin nimmt damit den ersten Platz in der langen abendländischen Klostertradition ein. 371 n. Chr. wurde er schließlich zum Bischof von Tours gewählt. Um die Brisanz dieser Wahl zu verstehen, ist es notwendig, einige Jahre zurückzublicken: 303 n. Chr. hatte Kaiser Diokletian – zusammen mit seinem Mitkaiser Galerius – die bis zu diesem Zeitpunkt größte, und, da sie reichsweit erfolgte, wahrscheinlich auch gefähr- 10 netzwerk

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lichste Christenverfolgung im römischen Reich eingeleitet. Doch trotz brutalster Methoden war es nicht gelungen, das Christentum zu vernichten. 311 n. Chr. mit dem Toleranzedikt des Galienus, bzw. 313 n. Chr. mit der sogenannten Mailänder Absprache wendete sich schließlich das Blatt. Das Christentum wurde jetzt nicht nur zur tolerierten Religion, sondern konnte sich sogar der besonderen Gunst des Kaisers Konstantin erfreuen. Dies hatte für die Kirche weitreichende Konsequenzen: Bischöfe erhielten Privilegien, wie z. B. die Zivilgerichtsbarkeit und wurden damit zu angesehenen öffentlichen Personen, die ihre neue Würde auch in entsprechender Kleidung zum Ausdruck brachten. Christen wurden zudem bei der Vergabe öffentlicher Ämter bevorzugt. Es erstaunt daher nicht, wenn sich jetzt plötzlich viele Heiden zur Taufe berufen fühlten, die bislang über einen solchen Schritt nie nachgedacht hatten. Umgekehrt waren auch nicht alle ernsthafteren Christen glücklich über ihre neuen Mitbrüder. Viele, denen der Glaube wirklich wichtig war, zogen sich daher als Eremiten oder Mönche aus der Welt zurück und standen nicht selten in Opposition zu der offiziellen, durch die Bischöfe repräsentierten Kirche. Das asketische Ideal dieser Menschen war quasi ein Gegenentwurf zu der sich verweltlichenden Kirche. Mit Martin von Tours wurde jetzt ein Vertreter eben dieser Gruppe in das Bischofsamt gewählt. Auch als Bischof bewahrte Martin seine Demut, trug einfache Kleidung – der Vergleich mit Papst Franziskus drängt sich hier unmittelbar auf –, betätigte sich als Missionar und gründete das Kloster Marmoutier. Viele Wundertaten sollen sich in dieser Zeit ereignet haben. Gegenüber Maximus, der sich 383 n. Chr. im westlichen Teil des Reiches selber zum Kaiser ausgerufen hatte, trat er – anders als viele seiner Bischofskollegen – selbstbewusst auf. Besonders scharf wandte er sich gemeinsam mit dem großen Kirchenlehrer Ambrosius von Mailand gegen die von Maximus angeordnete Hinrichtung des wegen Irrlehren verurteilten spanischen Bischofs Priscillian im Jahr 386. Unerhört schien ihm hierbei vor allem die Hinrichtung eines, wenn auch irrigen, Christen auf die Bitte anderer Christen hin – ein Vorgang, der sich so noch nie zuvor ereignet hatte. Als Martin schließlich am 8. November 397 starb, hatte er sich durch sein konsequentes Auftreten und seine Frömmigkeit nicht nur viele Feinde, sondern auch den Ruf der Heiligkeit erworben. Nach seinem Tod avancierte Martin rasch zum Schutzheiligen der fränkischen Könige und später Frankreichs. Sein Mantel – die »cappa« – wurde zum Bestandteil des französischen Kronschatzes. Von diesem Mantel leitete sich dann über die französische Hofkapelle unser deutsches Wort für »Kapelle« ab. Die Kapelle wiederum verlieh dem für sie zuständigen Priester, dem »Kaplan« seinen Namen. Gemeint ist mit der cappa allerdings wahrscheinlich nicht der geteilte Mantel, der bei Sulpicius Severus als »chlamys« bezeichnet wird, sondern ein Tuch, das früher über dem Martinsgrab lag. (Dr. Johannes Sander) Veränderungen im Pastoralteam Pastor Thorsten Rehberg wird Pfarrer in Meinerzhagen. Sofort fragen viele: Und wie geht es dann bei uns weiter? Mit dieser Frage bin auch ich im Oktober in der Personalabteilung unseres Bistums gewesen. Dort war klar: Unsere Pfarrei braucht einen zweiten Priester. Nur so können auf Dauer die Gottesdienste – vor allem die Sonntagsmessen – gut gefeiert werden. Schwieriger war die Frage: Welche Aufgaben in der Pfarrei soll dieser Priester übernehmen? Die allgemeine Tendenz – und auch der erste Vorschlag in Essen geht dahin, dass das Pastoralteam gemeinsam auf der Ebene der Pfarrei tätig ist. Beauftragungen (z.B. als Pastor einer Gemeinde) werden nicht mehr unbedingt ausgesprochen. Das heißt dann: alle im Team überlegen gemeinsam, wer wo welche Aufgaben übernimmt. Nicht jede Gemeinde hat »ihren« festen Ansprechpartner. Der Vorteil dieser Regelung: wenn jemand fehlt, ist nicht vor allem eine Gemeinde betroffen, sondern die ganze Pfarrei »trägt« die offene Stelle. Ein anderer Aspekt des ersten Vorschlages aus Essen würde eine weitere Veränderung bedeuten: Der Personalreferent, Dr. Kai Reinhold, hat konkret an einen Priester gedacht, der eine weitere Aufgabe im Bistum übernehmen und nur zu 50% in unserer Pfarrei tätig sein soll. Hierbei wird deutlich: wir Priester werden weniger – und damit steht auch die Aufgabenverteilung neu auf dem Plan. Ob all das genau so kommt, weiß ich jetzt, vor Redaktionsschluss des »Netzwerk«, noch nicht. Ich rechne in jedem Fall damit, dass ein »Neuer« frühestens in ein paar Monaten seinen Dienst bei uns beginnt. Für die Messfeiern ist jetzt (hoffentlich gut) durch Vertretungen gesorgt, die uns aus den Pfarreien in Meinerzhagen und Schwelm zugesagt sind. Ich bin ihnen dankbar für ihre Hilfe. Für viele andere Aufgaben werden wir einander brauchen; ich bitte um Ihr Verständnis, wenn manches jetzt nicht ganz »rund« läuft. Mit dem Gemeinderat in St. Thomas Morus laufen die ersten Gespräche über die Veränderungen. Was vor Ort nötig und hilfreich ist, können am besten die Verantwortlichen dort sehen und sagen. Und alles weitere? Wir können es nur mit Gottes Geist angehen, können uns darin einüben, seine Wege zu entdecken und mitzugehen. Ganz konkret verändert Kirche – auch bei uns – ihre Gestalt. (Claus Optenhöfel) netzwerk 11

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Marian der Kirchenkäfer Hallo Kinder! Es ist lange her, dass ich heulen musste, nur weil ich ein Bild gesehen habe, aber in diesem Heft ist es mir bei einem Bild passiert – und das kam so: Bestimmt hast Du Dich auch schon mal gefragt: Wo komme ich eigentlich her? Und vielleicht hast Du Dich genauso über die Antworten geärgert, weil sie Dir irgendwie zu einfach waren. Es ist doch so: Dass wir – Du und ich – überhaupt da sind: Das ist der absolute Hammer! Selbst der Pastor, der immer sagt »Wir kommen aus der Liebe Gottes!«, hat mir gegenüber ehrlich zugegeben, dass das ein großes Geheimnis ist, also etwas, dem man zwar näher kommen kann, das man vielleicht sogar an sich selber erfahren, aber niemals ganz verstehen kann! Und das ist auch wieder so unbefriedigend: Mann, ich will doch eine Antwort haben, die man sehen und fühlen und anfassen kann, nicht bloß eine Du-musstDir-das-so-vorstellen-Antwort! Und dann habe ich dieses Bild nebenan auf der Seite 13 gesehen... Der Pastor hat mir das so erklärt: Das Licht ist gewissermaßen wie ein Weg, den Du gehst. Wenn Du Dich umdrehst, siehst Du, woher Du gekommen bist. Und je weiter zurück Du schaust, umso schlechter wird die Straße. Das ist alles fürchterlich kompliziert, aber im Grunde geht es darum: Wenn Du den längsten Flur mit dem ältesten Material findest, dann kannst Du auch am weitesten in die Zeit zurückblicken, woher Du (oder Deine Eltern, Großeltern und so weiter vor Dir) stammst. Forscher haben sich gefragt: Was ist eigentlich der älteste Stern, dessen Licht wir sehen können? (Und das Licht ist der ganze Trick dabei: Es muss nämlich ein ganz besonders »altes« Licht sein, das dieser Stern austrahlt.) Und sie haben mit ihren riesigen Fernrohren und Teleskopen den Himmel abgesucht. Dabei haben sie entdeckt, dass es auch dort Sterne gibt, wo man nur schwarz sieht: Man braucht allerdings sehr viel stärkere Teleskope als sonst, weil das Licht in diesem Bereich ganz, ganz schwach zu sehen ist. Und dabei haben sie das Foto gemacht, das Du nebenan sehen kannst. Dieser Stern hat keinen Namen, nur eine doofe Nummer, aber er ist – jetzt musst Du Dich festhalten – 13,6 Milliarden Jahre alt!!! Solch eine Zeit kann man sich nicht mehr vorstellen. Nur mal so: Einer der ältesten Dinosaurier, den wir kennen, der Eoraptor, lebte vor etwa 230 Millionen Jahren! Im Vergleich mit diesem Stern ist das immer noch gar nichts! Als mir das klar wurde, habe ich das Bild lange angesehen und plötzlich gemerkt, dass mir die Tränen herunterkullerten. Meine Freundin Hanni, die Honigbiene, meinte, das Bild sei ja wie eine Postkarte vom lieben Gott, gewissermaßen ein Gruß aus der Ewigkeit. Es sagt mir: »Viele Grüße aus der Zeit, als die Zeit selber noch ganz klein war. Viele Grüße von damals, bevor alles anfing. Viele Grüße vom lieben Gott, bevor er begann, irgendwo Leben entstehen zu lassen! Und heute darfst Du diese Postkarte lesen und verstehen, wie schön es ist, dass es Dich gibt, wie schön es ist zu wissen, dass so viel Schönes entstanden ist. Und: Wie schön es ist, Danke sagen zu können für solch schönen Geschenke!« Ich wünsche Dir und Euch ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest! Euer und Dein Marian Marian hat an dieser Stelle zum letzten Mal erzählt. Er und seine Freunde ziehen um nach Meinerzhagen in die Pfarrei St. Maria Immaculata. Leider… Das Redaktionsteam wird ihn sehr vermissen! Wir wünschen Marian und seinen Freunden dort einen guten Start und ein schönes Zuhause zum Wohlfühlen. 12 netzwerk

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Gottesdienste in der Advents- und Weihnachtszeit Samstag, 29. November 17.00 Uhr Heilige Messe – OB Sonntag, 30. November – 1. Advent 09.30 Uhr Familienmesse mit Taufe – HV 09.30 Uhr Heilige Messe – SM 11.00 Uhr Heilige Messe mit Kirchenchor – BF 11.15 Uhr Heilige Messe – DA Dienstag, 2. Dezember 09.00 Uhr Frauenmesse – HV Mittwoch, 3. Dezember 19.15 Uhr Roratemesse – SM Donnerstag, 4. Dezember 15.00 Uhr Seniorenmesse – HV Freitag, 5. Dezember 08.30 Uhr Heilige Messe – BF 08.30 Uhr Wortgottesdienst – DA 15.30 Uhr Wortgottesdienst im Altenzentrum St. Jakobus – BF Samstag, 6. Dezember 17.00 Uhr Familienmesse mit der KiTa St. Georg – OB 17.30 Uhr Ökum. Andacht zum Weihnachtsmarkt – BF 18.30 Uhr Heilige Messe – HV Sonntag, 7. Dezember – 2. Advent 09.30 Uhr Heilige Messe – HV 09.30 Uhr Heilige Messe – SM 11.00 Uhr Familienmesse mit KiTa St. Jakobus – BF 11.15 Uhr Heilige Messe mit Kinderchor »Herzensklänge« und Singspiel zum Hl. Nikolaus – DA 17.00 Uhr Bußgottesdienst – HV Dienstag, 9. Dezember 09.00 Uhr Heilige Messe – HV Mittwoch, 10. Dezember 15.00 Uhr Frauenmesse – DA 18.00 Uhr Bußgottesdienst – BF 19.15 Uhr Rorategottesdienst – SM Donnerstag, 11. Dezember 15.00 Uhr Seniorengottesdienst – HV 16.45 Uhr Heilige Messe in der Klinik Ambrock – DA Freitag, 12. Dezember 08.30 Uhr Heilige Messe – BF 16.00 Uhr Heilige Messe im Seniorenzentrum Bachstraße – HV Samstag, 13. Dezember 17.00 Uhr Heilige Messe – OB 18.30 Uhr Heilige Messe – HV Sonntag, 14. Dezember – 3. Advent 09.30 Uhr Heilige Messe – HV 09.30 Uhr Kinderwortgottesdienst »Kleiner König« – HV 09.30 Uhr Heilige Messe – SM 09.30 Uhr Wortgottesdienst für Kinder – SM 11.00 Uhr Heilige Messe mit Taufe – BF 11.15 Uhr Heilige Messe mit Jugendchor »Stimmlich(t)« und Band – DA 17.00 Uhr Bußgottesdienst – DA Dienstag, 16. Dezember 09.00 Uhr Heilige Messe – HV Mittwoch, 17. Dezember 18.00 Uhr Ökumenisches TaizéGebet – BF 19.15 Uhr Roratemesse – SM Donnerstag, 18. Dezember 10.00 Uhr Wortgottesdienst im Altenwohnheim in Dahl – DA 14.30 Uhr Seniorenmesse – BF Freitag, 19. Dezember 08.30 Uhr Heilige Messe – BF 16.30 Uhr Wortgottesdienst zum Advent der KiTa St. Jakobus – BF Samstag, 20. Dezember 17.00 Uhr Heilige Messe – OB 18.30 Uhr Heilige Messe – HV Sonntag, 21. Dezember – 4. Advent 09.30 Uhr Heilige Messe – HV 09.30 Uhr Heilige Messe – SM 11.00 Uhr Heilige Messe – BF 11.15 Uhr Familienmesse mit Aussendung des Friedenslichts – DA 17.00 Uhr Bußgottesdienst – SM Dienstag, 23. Dezember 09.00 Uhr Heilige Messe – HV Mittwoch. 24. Dezember – Heiligabend 15.00 Uhr Kinderkrippenfeier – HV 15.00 Uhr Kinderkrippenfeier – SM 16.30 Uhr Kinderkrippenfeier mit Kinderchor – DA 17.00 Uhr Kinderkrippenfeier – BF 18.00 Uhr Christmette – HV 18.30 Uhr Christmette – DA 22.00 Uhr Christmette – BF 22.00 Uhr Christmette – SM Donnerstag, 25. Dezember Weihnachten – Hochfest der Geburt des Herrn 09.30 Uhr Heilige Messe mit »Chorissimo« und Orchester – HV 09.30 Uhr Heilige Messe – SM 11.00 Uhr Heilige Messe – OB 11.00 Uhr Heilige Messe – BF 11.15 Uhr Heilige Messe – DA Freitag, 26. Dezember – Hl. Stephanus 09.30 Uhr Heilige Messe – HV 09.30 Uhr Heilige Messe mit Kirchenchor – SM 11.00 Uhr Heilige Messe mit Kirchenchor – BF 11.15 Uhr Heilige Messe in der Herz-Jesu-Kirche, Rummenohl – DA Samstag, 27. Dezember 17.00 Uhr Heilige Messe – OB 18.30 Uhr Heilige Messe – HV Sonntag, 28. Dezember – Fest der Heiligen Familie 09.30 Uhr Heilige Messe – HV 09.30 Uhr Heilige Messe – SM 11.00 Uhr Heilige Messe – HV 11.15 Uhr Heilige Messe mit Band »Heartbeat« – DA Mittwoch, 31. Dezember – Silvester 18.00 Uhr Heilige Messe – HV 18.30 Uhr Heilige Messe – SM Donnerstag, 1. Januar 2014 – Neujahr 11.00 Uhr Heilige Messe – BF 11.15 Uhr Heilige Messe – DA 16.00 Uhr Ökum. Andacht in der ev. Nicolaikirche als Auftakt zum Neujahrsspaziergang – HV HV = Halver, OB = Oberbrügge, DA = Hagen-Dahl, BF = Breckerfeld, SM = Schalksmühle 14 netzwerk

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Katholische öffentliche Bücherei Halver Öffnungszeiten: Sonntag nach der Hl. Messe, Dienstag und Freitag 15.00 – 18.00 Uhr Breckerfeld Öffnungszeiten: Sonntag 10.30 – 12.30 Uhr, Mittwoch 15.00 – 16.00 Uhr, Freitag 16.00 – 17.00 Uhr Schalksmühle Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 15.30 – 18.00 Uhr Dahl Öffnungszeiten: Sonntag 10.00 – 12.15 Uhr, Montag 17.30 – 18.30 Uhr, Dienstag und Donnerstag 16.00 – 18.00 Uhr Die Büchereien empfehlen zum Thema »Winter«: Mit »Der Junge muss an die frische Luft« liefert Hape Kerkeling den Roman seiner Kindheit. Mit spürbarer Fabulierlust entwirft Kerkeling das subjektive Panorama einer westdeutschen Kindheit in den ruhigeren Ausläufern des Ruhrgebiets. Ausgangspunkt ist eine Katastrophe, um die das ganze Buch kreist. Als Achtjähriger verbringt Kerkeling eine Nacht in »katatonischer Starre« im Bett seiner an einer Überdosis Schlaftabletten sterbenden Mutter. Das Trauma vernichtet das kindliche Subjekt und entlässt eine neue Persönlichkeit hinaus an die frische Luft. Einen Menschen mit dem unbedingten Willen, die ganze Welt zum Lachen zu bringen – eben weil er damit zuvor bei der depressiven Mutter scheiterte. Bergkristall. Nach der Novelle von Adalbert Stifter. DVD. Film von Joseph Vilsmeier. Bruder und Schwester verirren sich am Heiligen Abend im Gebirge, sie verbringen die Nacht in einer Steinhöhle. Noch in der Nacht sind die Männer aus zwei Bergdörfern aufgebrochen, um die Kinder zu suchen. Am Morgen des Weihnachtstages werden die Kinder unversehrt gefunden. Die Bewohner der beiden Bergdörfer, die sich bisher gegenseitig als Fremde angesehen und behandelt haben, versöhnen sich aufgrund dieser gemeinsamen Rettungsaktion. Die Handlung rahmt Stifter mit Betrachtungen über die kirchlichen Feste. Das »Happy End« zeigt: Die Feiern und die tätige Sorge um die in Gefahr geratenen Kinder verändern die Menschen so, dass sie einander näherkommen. »Kein Mensch kann einsam genannt werden, der Gott und die Gesellschaft guter Bücher bei sich hat.« Elizabeth Browning Charles Dickens: Am Kamin. 3 Audio-CDs. Kleine Kabinettstücke des größten englischen Romanciers in neuer Übersetzung. Kobolde entführen einen griesgrämigen, bösartigen Totengräber und bewegen ihn auf recht drastische Weise zur Reue. Der Tod selbst überzeugt ungewollt einen Verzweifelten von der Schönheit des Lebens. Ein Signalwärter sieht vor einem Eisenbahntunnel einen Geist und hat bald darauf einen tödlichen Unfall. n England erzählt man sich zu Weihnachten und zur Winterzeit gern am gemütlich lodernden Kaminfeuer Geschichten – erbauliche, abenteuerliche, gruselige. Audio-CD, ab 4 Jahre. Astrid Lindgren: Tomte und der Fuchs und andere Geschichten. Wichtel Tummetott muss die Hühner vor dem hungrigen Fuchs Mikkel beschützen. Lotta ist ganz aufgeregt, weil bald der Weihnachtsmann kommt. Und Madita backt mit ihrer Mama ein Pfefferkuchenhaus, während ihre kleine Schwester Lisabet ein großes Abenteuer erlebt. Drei wunderschöne Geschichten aus der Feder Astrid Lindgrens zur Vorweihnachtszeit. Ali Mitgutsch: Mein großes Winter-Wimmelbuch Auf sieben großen Winter-Wimmelbildern lässt uns Ali Mitgutsch in seine Winterwelt eintauchen. Kleine Suchvignetten fordern zum genauen Hinsehen und Wiederfinden auf! Für Kinder ab 2 J. netzwerk 15

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