Tätigkeitsbericht 2013

 

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Tätigkeitsbericht Verein Zürcher Eingliederung

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ZÜRCHER EINGLIEDERUNG Tätigkeitsbericht 2013

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ZÜRCHER EINGLIEDERUNG Hauptsitz mit den Bereichen Administration und Werkstätten Textilwerkstatt, Lebensmittelabpackerei, Metallwerkstatt und Werkgruppe Neumünsterallee 10 8008 Zürich-Riesbach Tel. 044 388 49 01 Fax 044 382 49 03 sekretariat@ze-werkstaetten.ch www.vze.ch Schreinerei Forchstrasse 300 8008 Zürich-Hirslanden Tel. 044 272 58 49 Gruppe Exagon Räffelstrasse 10 8045 Zürich Tel. 043 817 03 60 «Vier Linden» Betriebe am Hottingerplatz Freiestrasse 50 8032 Zürich-Hottingen Tel. 044 268 88 22 info@vierlinden.ch www.vierlinden.ch Holzofenbäckerei / Imbiss-Café Freiestrasse 50 8032 Zürich-Hottingen Tel. 044 268 88 10 Reformhaus «Vier Linden» Gemeindestrasse 51 8032 Zürich-Hottingen Tel. 044 268 88 20 Traiteur Gemeindestrasse 51 8032 Zürich-Hottingen Tel. 044 268 88 14 Geschenkboutique «Vier Linden» Wilfriedstrasse 19 8032 Zürich-Hottingen Tel. 044 268 88 16 2 ZÜRCHER EINGLIEDERUNG Bäckerei-Filiale Goldbrunnenplatz Goldbrunnenstrasse 111 8055 Zürich-Wiedikon Tel. 044 463 83 33 Bauernhof Wagenburg Rutschbergstrasse 20 / 22 8607 Aathal-Seegräben Tel. 044 932 26 37 sekretariat@hof-wagenburg.ch www.vze.ch Bauernhof Triemenhof Höhenstrasse 113 8340 Hinwil-Girenbad Tel. 043 843 76 94 landwirtschaft@ze-triemenhof.ch Wohnheim Zürichberg Zürichbergstrasse 110 8044 Zürich-Fluntern Tel. 044 251 31 32 info@wohnheim-zuerichberg.ch www.vze.ch Dependence Zürichbergstrasse 139 8044 Zürich-Fluntern Tel. 044 251 31 32 Stöckli Neumünsterallee 10 8008 Zürich-Riesbach Tel. 044 380 46 85 Zürcher Kerzenziehen am Bürkliplatz 8001 Zürich Tel. 044 211 26 00 www.zuercherkerzenziehen.ch Anfang November bis vor Weihnachten

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ZÜRCHER EINGLIEDERUNG Vorstand, Leitung, Arzt bis 24. Mai 2013 I N H A LT TÄTIGKEITSBERICHT DES VEREINSPRÄSIDENTEN WOHNHEIM ZÜRICHBERG WERKSTÄTTEN VIER LINDEN ZÜRCHER KERZENZIEHEN HOF WAGENBURG TRIEMENHOF PLATZANGEBOT ZÜRCHER EINGLIEDERUNG BERICHT DER REVISIONSSTELLE JAHRESRECHNUNG SPENDEN 2013 4 6 10 16 22 24 26 Geschäftsführer des Vereins Jürgen Hinderer Leiterkreis Helen Baumann Jürgen Hinderer Andreas Ott Raphael Stadelmann Sekretariat Barbara Klötzli Buchhaltung Hansjörg Thomi Kirsten Bredemeyer Arzt Dr. med. Peter Lauber Arzt für Allg. Medizin FMH Asylstrasse 19 8032 Zürich Revisionsstelle Honold Treuhand AG Sempacherstrasse 15 8032 Zürich Dr. h.c. Georg Müller, Vorsitz ab 24. Mai 2013 Claudio Zogg, Vorsitz Peter Appenzeller Vital Brodbeck bis 24. Mai 2013 Michael Brons Denise Hurschler Hans-Peter Kienast Lucas Locher 30 31 32 34 ZÜRCHER EINGLIEDERUNG 3

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TÄTIGKEITSBERICHT DES VEREINSPRÄSIDENTEN Der Verein Zürcher Eingliederung konnte im Jahr 2013 auf 40 Jahre erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken. Was im Jahr 1973 in einem stillgelegten Whiskylager an der Ausstellungsstrasse in Zürich begann, ist heute ein Unternehmen mit rund 200 Ausbildungs-, Arbeits- sowie Wohnplätzen und bald 20 Mio. Franken Umsatz. Diese 40 Jahre waren geprägt vom Pioniergeist von Georg Müller, welcher als Vereinspräsident nicht nur strategische Angelegenheiten, sondern wichtige Belange auch gleich selbst in die Hand nahm. Sein Ideenreichtum, sein forsches Tempo beim Umsetzen der Ideen, seine unerschöpfliche Energie, seine Hartnäckigkeit und seine Empathie werden im Verein Zürcher Eingliederung noch lange nachwirken. So prägend er für den Verein war, so unauffällig hat er seinen Abschied genommen. Ein schriftlicher Dank im Rahmen des Jahresberichts vermag sein Wirken nur ungenügend auszudrücken. Trotzdem: DANKE! An der Jahresversammlung vom 24. Mai 2013 hat Georg Müller das Präsidium an mich übergeben. Ich konnte bei Besuchen oder bei Veranstaltungen die Betriebe des Vereins Zürcher Eingliederung kennenlernen: beim Johannifest und Sonntagsbrunch auf dem Hof Wagenburg in Seegräben, beim Sommerfest des Wohnheims Zürichberg, beim Fest am Hottingerplatz rund um die Vier-Linden-Betriebe mit Beteiligung aller VZE-Betriebe sowie bei weiteren Besuchen in den Werkstätten, den VierLinden-Betrieben, in den Wohneinheiten des Wohnheims Zürichberg und auf den Bauernhöfen Hof Wagenburg und Triemenhof. Die angenehme Atmosphäre, in welcher die Betreuten arbeiten, wohnen oder sich ausbilden, war beeindruckend. Dafür einen besonderen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche dies mit grossem Einsatz ermöglichen. 4 TÄTIGKEITSBERICHT DES VEREINSPRÄSIDENTEN

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Ein spezieller Dank gebührt der Betriebsleiterin Helen Baumann, den Betriebsleitern Jürgen Hinderer, Andreas Ott und Raphael Stadelmann unter Führung von Jürgen Hinderer, welche es mit langjähriger Erfahrung schaffen, die Betriebe auf Kurs zu halten. Der Vorstand musste sich unter der neuen Führung mit einem anderen Verständnis der Vereinsführung auseinandersetzen. Die Vorstandsmitglieder und mit ihnen auch die Betriebsleiter haben sich auf diese neue Arbeitsweise eingelassen und geeinigt. Herzlichen Dank an die ehrenamtlichen Mitglieder des Vorstands im Einsatz für Menschen mit einer Behinderung! Für die Entwicklung des Vereins Zürcher Eingliederung befasste sich der Vorstand ausgiebig mit der weiteren Planung des Triemenhofs. Nebst finanziellen und baulichen Aspekten galt es, die inhaltliche und organisatorische Realisierung des Projektes, in welchem straffällige Jugendliche betreut und gefördert werden, voranzutreiben. Obwohl die Betriebe der Zürcher Eingliederung unternehmerisch und günstig arbeiten, reichen die Subventionen nicht, um kostendeckend zu arbeiten. Diese finanziellen Rahmenbedingungen und die zunehmende Reglementierungsdichte machen es für unseren Verein, wie auch für weitere soziale Institutionen, zunehmend schwierig und mühsam zu arbeiten. Zum Glück gibt es viele Menschen, welche den Verein Zürcher Eingliederung unterstützen; sei es als Kunde von Produkten der Betriebe oder als Wohltäter mit finanziellen Spenden oder mit Gratislieferungen von Baumaterialien usw. Vielen herzlichen Dank! Claudio Zogg TÄTIGKEITSBERICHT DES VEREINSPRÄSIDENTEN 5

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WOHNHEIM ZÜRICHBERG Nachdem das vorangegangene Jahr sehr viel äussere Veränderung ermöglicht hatte, legten wir im Berichtsjahr den Fokus mehr auf die inneren Abläufe und beschäftigten uns intensiv mit den Werten und Möglichkeiten der Begleitung von Menschen mit Unterstützungsbedarf. Man kann sich in der heutigen Zeit die Frage stellen, ob eine Institution wie ein Wohnheim noch zeitgemäss ist. Alle Menschen möchten möglichst individuell leben und in Eigenverantwortung ihren Freiraum gestalten können. In einer Wohngemeinschaft ist ge genseitige Rücksicht und Akzeptanz des Andersseins eine Grundvoraussetzung – wie auch Regeln des Zusammenlebens, damit der gemeinsame Alltag strukturiert werden kann. Menschen mit Betreuungsbedarf sind sich von Kind auf gewohnt, dass ihr Leben vom Umkreis stark geprägt ist. Sich selber einen Standpunkt zu erarbeiten, selber Stellung zu nehmen, bewusst eigene Wege zu gehen, konnten sie in ihrer Biographie kaum erlernen. Die Beschäftigung nach der Betreuungsqualität aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der betreuten Mitarbeiter, ob das, was wir bieten, dem entspricht, was sie brauchen und sich wünschen, war eine sehr spannende Frage. Gleichzeitig wurde uns jedoch bewusst, wie wenig sie mit solchen Fragen umgehen können. In der heutigen Zeit wird jedoch genau dies gefordert. Fragen wie «Was findest Du gut, was möchtest Du lieber nicht?» beschränken sich nicht auf die Kleiderwahl oder die Konfisorte auf dem Frühstücksbrot. Die Förderung des Eigenverantwortungsbewusstseins erfordert mehr als nur Fragen zu stellen, sondern u.a.die Möglichkeit zu schaffen, urteilsfähig zu werden. Das Selbstbewusstsein, das Übernehmen von Verantwortung wurden ihnen in ihrer Biographie selten oder nie zugesprochen, so dass hier ein enormer Entwicklungsbedarf vorliegt. Die Entwicklung – weg von der Betreuung hin zur Begleitung – ist wohl schon länger im Gespräch, doch ist die Umsetzung ein langer Weg, weil viele Menschen daran beteiligt sind. Ob Eigenständigkeit gelebt werden kann, ist oft abhängig vom Umfeld. 6 WOHNHEIM ZÜRICHBERG

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Jedem Menschen seinen individuellen Lebensentwurf unter Berücksichtigung der Gemeinschaft zuzugestehen, ist das Ziel, welches wir versuchen, innerhalb der Angebotsvielfalt des Wohnheims zu ermöglichen. Schön zu erleben ist, dass mit dem Ablegen von Gewohnheiten Entwicklungen sichtbar werden. In sechs Wohngruppen mit ganz unterschiedlichem Charakter wird gemeinsam daran gearbeitet. Wohnheim Im Berichtsjahr konnten so viele Jubiläen gefeiert werden wie noch nie. Das Haus scheint eine Verbundenheit und Treue möglich zu machen, die sich nachhaltig auf die Gemeinschaft auswirken. Die Sorge umeinander und das immer wieder bewusste Hinschauen auf die Zusammengehö rigkeit sowie die Verbindungen untereinander schaffen eine wertvolle Tragfähigkeit. Es sind aber auch einige langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergezogen, so dass für den Bereich Garten/Hauswartung, in der Beschäftigung und in der Betreuung neue Menschen gefunden werden mussten. Auch haben sich Bewohnerinnen und Bewohner verabschiedet und neue sind hinzugekommen. Die Tatsache, dass heute genügend Wohnplätze 8 WOHNHEIM ZÜRICHBERG vorhanden sind, dass man sich seinen Platz aussuchen kann, ist eine unschätzbare Errungenschaft, die Pluralität zulässt und dem Ziel, den eigenen Lebensentwurf zu gestalten, zugute kommt. Es gibt uns zudem die Freiheit, unsere eigenständigen Werte zu pflegen und als ein Angebot unter vielen Betreuungsangeboten sichtbar nach aussen zu treten. Stöckli Das Angebot der Tagesstruktur im Sinne eines Ateliers ist in eine Ruhephase getreten. Die Bewohnerinnen und Bewohner vom Stöckli benötigen eine stets an ihre Möglichkeiten ange passte Tagesgestaltung. Die Pflegebedürftigkeit und das Fortschreiten des altersbedingten Abbaus macht eine längerfristige Planung wenig sinnvoll, sondern erfordert von den Mitarbeitenden ein hohes Mass an Zugewandtheit, immer mit dem Blick darauf, was heute möglich ist. Der Prozess des gemeinsamen Älter-Werdens schafft Verbundenheit und gleichzeitig erfordert er Flexibilität und die Fähigkeit des Loslassens. Die Durchlässigkeit und die Feinheit, die der Mensch im hohen Alter zeigt, benötigt eine vertrauensvolle Umgebung, die bereit ist das zu übernehmen, was vom Jeweiligen «losgelassen» wird. Wenn man nicht mehr in die Welt hinausgehen kann, so wünscht man sich, dass die Welt zu einem kommt. Um dies zu ermöglichen, müsste allerdings die bauliche Infrastruktur passender sein. Das Stöckli befindet sich im dritten Stock einer wunderschönen Liegenschaft, die viel Positives mit sich bringt, aber eben auch Grenzen zeigt.

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Dependance Hier sind räumlich alle Wünsche erfüllt, die man sich vorstellen kann. Die Dependance erstrahlt in neuem Kleide und ist mit ihrer Nähe zum Wohnheim ideal gelegen. Beide Wohngruppen geniessen das schöne Zuhause und pflegen das Zusammenleben und die gemeinsame Freizeit. Die nur teilzeitlich anwesende Betreuung zeigt da Grenzen auf, wo eine medizinische Unterstützung und Begleitung nötig wird. Ein Umzug auf Zeit in eine Wohngruppe mit 24 Stunden Betreuung war zum ersten Mal nötig. Dass solche Lösungen unkompliziert organisiert werden können, ist wiederum der örtlichen Nähe zum Wohnheim zu verdanken. Auch unsere Beschäftigungsgruppe fühlt sich in der Attika-Wohnung der Dependance wohl, selbst wenn hier die räumlichen Verhältnisse nicht ideal sind. Doch immer im Sommer ist mit der grossen und schönen Terrasse ein Ausweichen auf ein «viertes Zimmer» möglich. Und sollten sich die Gemüter zu sehr erhitzen, besteht der Luxus des kleinen Dachbades. Im Rückblick auf das vergangene Jahr tauchen viele Ereignisse und Erlebnisse auf, doch in erster Linie eine grosse Dankbarkeit darüber, dass wir die Möglichkeit haben, besonderen Menschen Besonderes zu ermöglichen. Die zunehmende Dokumentationspflicht und der administrative Aufwand dürfen die Betreuungsqualität nicht beeinflussen. Mit Menschen zu arbeiten, braucht menschliche Zuwendung und dies ist an zeitliche Ressourcen gebunden. Zum Abschluss meines Berichtes liegt mir viel daran allen herzlich zu danken, die uns in diesem Jahr grosszügig unterstützt haben, insbesondere all den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich täglich für die von uns gewählten Werte einsetzen. Helen Baumann WOHNHEIM ZÜRICHBERG 9

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WERKSTÄTTEN DER ZÜRCHER EINGLIEDERUNG Es ist mir noch nie so schwer gefallen, einen Tätigkeitsbericht zu schreiben. Das vergangene Jahr war so reich befrachtet mit Erlebnissen, dass es schwerfällt, diese in einem Bericht zu vermitteln. Aber der Platz im Tätigkeitsbericht kann ja nicht leer bleiben, und darum werde ich doch zumindest ein paar Dinge aus dem ereignisreichen Jahr herausgreifen. Im Besonderen haben wir im vergangenen Jahr sehr viel gefeiert und auf vielfältige Weise unsere Wertschätzung für das, was in den letzten 40 Jahren geleistet wurde, zum Ausdruck gebracht. Mit einem grossen und lebendigen Fest am Hottingerplatz, einem herrlichen Johannifest auf dem Bauernhof in Seegräben, einem geselligen Brunch mit den Mitarbeitenden, einem begeisternden Konzert in der Tonhalle und einem Elternabend mit einem Rückblick auf die vergangenen 40 Jahre Verein Zürcher Eingliederung. So viele Menschen haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass sich der Verein Zürcher Eingliederung zu einer stattlichen Institution entwickeln konnte. Ihnen allen gebührt ein grosser Dank! 10 WERKSTÄTTEN ZÜRCHER EINGLIEDERUNG

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Aber vieles von dem, was geleistet wurde, ist gar nicht mehr sichtbar und man könnte denken, dass vieles verloren gegangen sei. Doch die äusseren Errungenschaften sind nur Mittel zum Zweck. Das was gearbeitet wurde, hat die Menschen geprägt und ihnen die Möglichkeit gegeben, sich weiterzuentwickeln – und dies ist das Wesentliche. Aber neben dem, dass wir viel gefeiert haben, kam auch die Arbeit nicht zu kurz. So haben wir angefangen, die Tagesstätten neu zu gestalten und haben dazu auch einen internen Umzug einzelner Abteilungen vollzogen. Die Lebensmittelabpackerei hat neu einen viel grösseren Raum zur Verfügung. Alle sind davon begeistert und man kann sich kaum noch vorstellen, wie sie die Arbeiten in den vorher doch sehr engen Verhältnissen bewältigen konnten. Erstaunlich war auch, dass den betreuten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Umzug viel leichter gefallen ist, als gedacht. Sie zeigten sich alle sehr flexibel und bereit, sich auf Änderungen einzulassen. Das war eine besondere Erfahrung, die uns wieder darin bestärkt hat, dass man den Menschen mit einer Behinderung auch etwas zutrauen kann. Dies hat sich auch in unserem Audit in der Textilwerkstatt gezeigt, an dem die betreuten Mitarbeitenden teilgenommen haben. Es war beeindruckend, wie sie sich einbringen konnten und wie sehr sie an dem ganzen Geschehen der Werkstatt interessiert sind. Einige Anliegen konnten wir inzwischen auch aufgreifen, weiterentwickeln und realisieren.

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Nach einer langen Beschäftigung in unseren Teamsitzungen mit den Werten aus der Charta Lebensqualität haben wir festgestellt, dass wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sensibler werden für die Fragen der Autonomie und der Teilhabe. Diese Werte lassen sich nicht einfach systematisch einführen, sondern es braucht eine Sensibilität und Wachheit für die Gelegenheiten, die sich im Alltag bieten. Diesen Weg wollen wir auch fortsetzen, da wir erleben, wie die Arbeitsatmosphäre dadurch offen und freudig sein kann. Für mich als Geschäftsführer gab es neben den belebenden Aufgaben auch einige, die getan werden mussten. Sie gehören dazu, damit wir eine stabile strukturelle Grundlage haben. So mussten wir zum Beispiel damit beginnen, ein IKS (Internes Kontrollsystem) einzuführen. Da die Zürcher Eingliederung die entsprechende Grösse hat, wurde dies von der Revisionsstelle verlangt. Des Weiteren wurden alle Versicherungen und Hypothekarverträge überprüft und teils neue Verträge abgeschlossen. WERKSTÄTTEN ZÜRCHER EINGLIEDERUNG 13

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Und natürlich hat uns auch der Neubau auf dem Triemenhof beschäftigt. Nach einer langen Vorbereitungszeit konnten wir im letzten Jahr endlich mit dem Bau starten und wir freuen uns, wenn wir in diesem Jahr mit dem Heim für straffällige Jugendliche starten können. Es war wirklich ein ausgesprochen erlebnisreiches Jahr und wir konnten dies alles nur Dank dem grossen Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewältigen. Dafür ein herzlicher Dank. Auch all denen, die uns auf verschiedene Weise unterstützt haben, möchten wir danken und sagen, dass wir sehr froh darüber sind, immer wieder so viel Wohlwollen erfahren zu dürfen. Es motiviert uns, die Aufgaben im laufenden Jahr wieder mit Freude anzugehen. Jürgen Hinderer 14 WERKSTÄTTEN ZÜRCHER EINGLIEDERUNG

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