Hochschule Esslingen: 100 Jahre Standort Esslingen

 

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Hochschule Esslingen: 100 Jahre Standort Esslingen

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ISBN 978-3-933871-06—0 Herausgeber: Hochschule Esslingen, Kanalstraße 33, 73728 Esslingen Oktober 2014 Lektorat und Redaktion: Antje Schmid, Sarah Kienecker Gestaltung: Staufen plus – Agentur für Kommunikation & Werbung GmbH, Göppingen Verlag & Druck: VMK Verlag für Marketing und Kommunikation GmbH & Co. KG, Faberstr. 17, 67590 Monsheim Autorennachweise: Beitrag Profil & Historie: Sarah Kienecker und Cornelia Bethge; Beitrag Mehr als studieren – Leben an der Hochschule: Sarah Kienecker und Cornelia Bethge; Beitrag Alumni: Cornelia Bethge | Einrichtungen | Beitrag AAA: Brigitte Riebartsch; Beitrag ASTA: Jannis Bücher; Beitrag Campus Leben: Ulf Schmelzer und Marc Dressel; Beitrag Gründerstall: Johannes Cämmerer; Beitrag Didaktikzentrum: Tina Roth; Beitrag IWHE: Martina Schwytz; Beitrag ZSB: Sarah Baronner und Katharina Simon; Beitrag VDF: Gerald Müller; Beitrag SNE: Dr. Oliver Siemoneit | Fakultäten | Beitrag AN: Prof. Dipl.-Ing. Matthias Gröne, Prof. Dr. rer. nat. Winfried Linxweiler; Beitrag BW: Heinrich Langemann; Beitrag FZ: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Haag und Prof. Dr.-Ing. Nikolaus Appel; Beitrag GU: Prof. Dipl.-Ing. Gerhard Fetzer, Prof. Dipl.-Ing. Dieter Striebel, Prof. Dr. Markus Tritschler, Prof. Dr. Ulrich Eser, Prof. Dr. Hartmut Hantke, Antje Geppert; Beitrag G: Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Math. Frank Seelisch; Beitrag GS: Petra Gülck; Beitrag IT: Anekdote: Prof. Dipl.-Ing. Rainer Doster, Interview: Rolf Gassner; Beitrag MB: Ralph Schmidt; Beitrag ME: Constantin Fetzer; Beitrag SAGP: Andreya Romano; Beitrag WI: Wolf Schweizer-Gerth, Prof. Dr.-Ing. Ben Marx. | Karrikaturen | Prof. Dr.-Ing. Hans Martin Gündner. Bildnachweise: Titelbild: Archiv Hochschule Esslingen und KD Busch; Profil und Historie – Die Hochschule Esslingen: KD Busch; Der Campus heute: Archiv Hochschule Esslingen; Alumni: Cornelia Bethge, Andrea Trillen; Verein der Freunde: KD Busch; Fakultät Angewandte Naturwissenschaften: KD Busch; Fakultät Betriebswirtschaft: Blank, König; Rennstall Esslingen; Fakultät Gebäude-Energie-Umwelt: Knoche Architekten, Spittelau: Komp, Meyer Werft Papenburg: Komp; Interview Köhler: Sally Köhler; Fakultät Grundlagen: Archiv Hochschule Esslingen; Fakultät Informationstechnik: KD Busch; Interview Rößler: Archiv Hochschule Esslingen; Fakultät Maschinenbau: Archiv Hochschule Esslingen; Interview Schäfer: Benjamin Schäfer; Fakultät Mechatronik & Elektrotechnik: Constantin Fetzer; Fakultät Wirschaftsingenieurwesen: Wolf Schweizer-Gerth und Archiv Hochschule Esslingen; Rubriktrenner: Archiv Hochschule Esslingen und KD Busch.

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Zum Jubiläum 100 Jahre Standort Esslingen

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VORwort Prof. Dr. Christian Maercker | Rektor Hochschule Esslingen Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Jahr feiern wir das 100-jährige Bestehen unserer Hochschule am Standort Esslingen. Mit zahlreichen interessanten Veranstaltungen, von der Präsentation von Seminararbeiten der Universität Tübingen, über die Geschichte der Hochschule Esslingen, über den großartigen Tag der offenen Tür und einem sehr gut besuchten AlumniFest bis hin zum Jubiläums-Festakt, haben wir der abwechslungsreichen Geschichte der Hochschule gedacht. Und wie so oft bei bedeutsamen geschichtlichen Ereignissen, ist es das Engagement einzelner Personen, welches die Entwicklungen voranbringt. Im Falle der Hochschule Esslingen war es Kommerzienrat Paul Dick, der es in den Jahren von 1909 bis 1913 in unermüdlichen Briefwechseln und Diskussionen mit großer finanzieller Unterstützung der Esslinger Unternehmen und der Esslinger Bürgerinnen und Bürgern geschafft hat, die Abteilung Maschinenbau der Königlich-Württembergischen Baugewerkeschule von Stuttgart nach Esslingen zu verlegen. Entsprechend dem Bedarf der lokalen Industrie an qualifizierten Fachkräften entstand so eine moderne Lehrstätte, die eine akademische praxisorientierte Ausbildung mit hohem Theorieanteil verknüpfen sollte. Über die Jahrzehnte ihres Bestehens ist Esslingen zu einem der renommiertesten 4« Hochschulstandorte in Deutschland herangewachsen. Zusammen mit der sich weiter entwickelnden Industrie im mittleren Neckarraum bildeten sich neben dem Maschinenbau weitere Fachbereiche an der Hochschule wie die Feinwerktechnik, die Fahrzeugtechnik, die Gebäude- und Umwelttechnik, die Elektrotechnik, die Informationstechnik und die Mechatronik. Die klassischen technischen Fachbereiche wurden später durch naturwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Fakultäten ergänzt. Durch die Fusion der damaligen Fachhochschule für Technik Esslingen mit der Fachhochschule für Sozialwesen im Jahr 2006 erweiterte sich das Profil der Hochschule mit den Fachgebieten Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege zukunftsweisend. Die Gründung des Hochschulstandortes in Göppingen vor 25 Jahren trug ebenfalls dazu bei, die Hochschule als Innovationsmotor für die Region zu etablieren. Aber auch die einzelnen Disziplinen änderten sich im Laufe der Zeit und passten sich den sich wandelnden Anforderungen der Gesellschaft und der Industrie an. Standen zu Beginn der Hochschule noch vorwiegend Dampfmaschinentechnik, Wasserräder und Turbinen, Hebemaschinen und Automobilmotoren auf dem Unterrichtsplan, so können sich die Studierenden mittlerweile aktuellen Themen wie E-Mobilität, Bioprozesstechnik, Energiemanagement auch in der Forschung widmen. Auch die

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Gebäudeausstattung und die Infrastruktur der Hochschule haben sich im Laufe der Jahrzehnte wesentlich verbessert. Es entstanden zahlreiche Lehr- und Laborgebäude, um die mittlerweile elf Fakultäten mit ihren knapp 6000 Studierenden aufzunehmen. Und das Rad der Geschichte dreht sich weiter: Im August dieses Jahres wurde der erste Spatenstich für das neue Laborgebäude der Fakultät Gebäude-Energie-Umwelt gesetzt und die Verlagerung des Standortes an der Flandernstraße in die Esslinger Weststadt geht in die Planungsphase. Das 100-jährige Jubiläum ist somit nicht nur ein wichtiger Meilenstein, sondern lässt uns mit viel Zuversicht den kommenden Jahren entgegensehen. Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich in den vielen Jahren für die Weiterentwicklung und das Wohl der Hochschule eingesetzt haben – seien es die Ministerien des Landes, die Bürgerschaften der Städte Esslingen und Göppingen, die Unternehmen in der Region, der Verein der Freunde, die Verbindungen, aber vor allem auch alle Mitglieder der Hochschule. Besonders danken möchte ich auch jenen, die sich in den vergangenen Monaten für die Organisation und Durchführung unserer Jubiläumsveranstaltungen engagiert haben. Prof. Dr. Christian Maercker Rektor der Hochschule Esslingen »5

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grusswort Winfried Kretschmann | Ministerpräsident Liebe Leserinnen und Leser, Im Jahr 2014 kann die Hochschule Esslingen mit Freude und Stolz auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Zu diesem besonderen Jubiläum gratuliere ich allen Dozentinnen und Dozenten, Studierenden, Freundinnen und Freunden sowie allen Förderern der Hochschule sehr herzlich! Aus den beiden ehemaligen Fachhochschulen für Technik und für Sozialwesen entstand eine global ausgerichtete und praxisorientierte Hochschule für angewandte Wissenschaften mit elf Fakultäten. Ausgerichtet auf die drei Säulen Ingenieurwesen, Betriebswirtschaft und Sozial- und Pflegewissenschaften ist die Hochschule mittlerweile die wissenschaftliche Heimat für rund 6.000 Studierende. Nicht nur aufgrund der engen Verschmelzung von Theorie und Praxis – beispielsweise durch die über 50 hochmodernen Labore – und der langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit mit zahlreichen regionalen Unternehmen bei Innovation und Technologietransfer haben viele Wirtschaftsmagazine und Studienführer die Hochschule Esslingen bereits als eine der besten Deutschlands ausgezeichnet. Auch durch ihren vorbildlichen Einsatz, familienfreundliche Studienbedingungen zu schaffen, ist die traditionsreiche Institution ein wichtiges Vorbild für andere Hochschulen im Land. 6« Zu den entscheidenden Standortfaktoren Baden-Württembergs gehören auch die exzellente Qualität von Wissenschaft und Forschung. Damit unser Wirtschaftsstandort auch in Zukunft leistungsstark bleibt, sind ideenreiche und gut ausgebildete Nachwuchskräfte gefragt – also Tüftler im besten baden-württembergischen Sinne. Daher erfreut es mich sehr, dass die Hochschule Esslingen seit nunmehr 100 Jahren wesentlich zu unserer vielfältigen Bildungslandschaft beiträgt. Der Hochschule Esslingen wünsche ich ein erfolgreiches Jubiläumsjahr und für die Zukunft alles Gute sowie weiterhin viel Erfolg. Winfried Kretschmann Ministerpräsident des Landes BadenWürttemberg

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grusswort Theresia Bauer MdL | Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg Nachhaltigkeit – das ist ein zentraler Begriff im Selbstverständnis der Hochschule Esslingen im 100. Jahr ihres Bestehens. Wir alle stehen vor einer gewaltigen gesellschaftlichen Herausforderung. Wir müssen es schaffen, uns zu wandeln – von einer Gesellschaft, die Ressourcen verschwendet, zu einer Gesellschaft, die Ressourcen schont. Dieser gesellschaftliche Umbau, diese Hinwendung zu einem nachhaltigen Lebensstil, ist die Aufgabe unseres Jahrhunderts. Die Hochschule Esslingen hat die Zeichen der Zeit erkannt. In ihrem Struktur- und Entwicklungsplan ist Nachhaltigkeit die übergeordnete Idee. Aus dieser Idee heraus entwickelt die Hochschule Strategien und Maßnahmen. Oberstes Ziel ist die Ausrichtung der Hochschule auf ein ganzheitliches, langfristiges und globales nachhaltiges Denken und Handeln. Die Hochschule ist sich dabei ihrer Verantwortung als Bildungsinstitution bewusst. Sie bereitet ihre rund 6.000 Studierenden darauf vor, nachhaltiges Denken und Handeln zu praktizieren, im Geiste der Nachhaltigkeit zu leben. Ihr breites Lehrund Forschungsangebot – es reicht von den Ingenieur- über die Wirtschafts- bis hin zu den Sozialwissenschaften - versetzt die Hochschule in die Lage, einen ganz8« heitlichen Lehr- und Forschungsansatz zu pflegen und interdisziplinäre Fragestellungen zu formulieren. Folgende richtungsweisende Vorhaben hat die Hochschule Esslingen in den beiden vergangenen Jahren auf den Weg gebracht: Mit dem interdisziplinären Institut für Nachhaltige Energietechnik und Mobiltät (INEM) hat die Hochschule Esslingen einen neuen Schwerpunkt in ihrem Forschungs- und Lehrprofil geschaffen. Zentrale Themenfelder des Instituts sind die Bereiche Nachhaltige Energiequellen und Energieträger sowie daraus abgeleitete Konzepte für mobile und stationäre Anwendungen. Dank der Arbeit des Studienzentrums für Nachhaltige Entwicklung (SNE) erhält das Thema Nachhaltigkeit auch in der Lehre seinen gebührenden Platz. Ziel des Studienzentrums ist es, Nachhaltigkeit als Leitinhalt in sämtlichen Studiengängen der Hochschule zu verankern. Der Laborneubau für die Fakultät Gebäude-Energie-Umwelt, der gerade entsteht, ist eine logische Fortsetzung und ideale Ergänzung der zahlreichen Aktivitäten der Hochschule auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit. Der Neubau wird nicht nur mit modernen, großzügigen Unterrichtsräu-

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men aufwarten, sondern auch selbst als Anschauungs- und Übungsobjekt dienen. Die Hochschule Esslingen ist damit am Puls der Zeit. Sie findet als regional und international bestens vernetzte Bildungseinrichtung die passenden Antworten für die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft. Ich gratuliere der Hochschule Esslingen herzlich zu ihrem 100-jährigen Jubiläum. Mögen Forschung, Lehre und Weiterbildung an dieser innovationsfreudigen Hochschule auch künftig blühen und gedeihen! Theresia Bauer MdL Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg »9

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grusswort Günther H. Oettinger | EU-Kommissar für Energie Sehr geehrte Hochschulmitglieder, liebe Studierende, ich möchte Ihnen ganz herzlich zum 100-jährigen Bestehen der Hochschule Esslingen gratulieren. Das deutsche Bildungssystem genießt bei der Ausbildung von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern sowie von akademischen Fachkräften in den Sozial- und Pflegewissenschaften einen besonders guten Ruf. Das System der Hochschulen dient dabei nicht nur der Qualifizierung junger Menschen, sondern begleitet sie auch bei ihren ersten Schritten hin zur Anwendung von Entwicklungen. Dieses System könnte ein Erfolgsmodell für Europa werden. Hierfür benötigen die europäischen Hochschulen Unterstützung. Mit Hilfe von Horizont 2020, dem neuen Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation von 2014 bis 2020, soll die anwendungsnahe Forschung weiter ausgebaut werden, ohne dabei die Unterstützung für die Grundlagenforschung zu vernachlässigen. Auch für die Verwirklichung der energiepolitischen Ziele der Europäischen Union sind qualifizierte Fachkräfte von großer Bedeutung. Das europäische Energiesystem benötigt umfangreiche Investitionen in Infrastruktur und Kapazitäten, um mittelund langfristig eine nachhaltige, sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung 10 « der Europäischen Union zu gewährleisten. Wir müssen schon heute die dafür notwendigen Technologien entwickeln und qualifizierte Fachkräfte ausbilden. Die Europäische Union steht aktuell vor der wichtigen Aufgabe, einen neuen Rahmen für die Energie- und Klimapolitik bis 2030 zu entwickeln. Dies wird nur durch einen engen Austausch mit Industrie und Forschungseinrichtungen in den Mitgliedstaaten möglich sein. Ich freue mich auf diesen Austausch und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg! Günther H. Oettinger EU-Kommissar für Energie

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grusswort Dr. Jürgen Zieger | Oberbürgermeister der Stadt Esslingen Liebe Aktive, Freunde und Förderer der Hochschule Esslingen, Geschichte und Tradition sind Wurzeln für unsere Gesellschaft. So geht auch beim 100-jährigen Bestehen der Hochschule Esslingen der Blick zunächst zurück. Gleichzeitig braucht Forschung und Innovation gute Zukunftsperspektiven: eine Vereinbarung zwischen dem Land und der Stadt über die Verlegung des Campus Flandernhöhe in die Neue Weststadt verschafft der Hochschule diese Zukunftsperspektive. Bei der Gründung hatten engagierte Esslinger Bürger das klare Ziel vor Augen, mit einem Ausbildungsinstitut den Fachkräftenachwuchs sicherzustellen, der für die wirtschaftliche Entwicklung unverzichtbar war. Auch heute ist der Fachkräftenachwuchs in allen Bereichen unverzichtbar für den Wirtschaftsstandort Esslingen – die IngenieurStadt Esslingen. Auch wenn der Schwerpunkt in den technischen Studiengängen erkennbar ist und genau zu den Schwerpunkten der Branchen in unserer Stadt und unserer Region passt, sind heute alle Studiengänge von Bedeutung für die Gesellschaft. Nur ein breites Angebot an Studiengängen und hochqualifizierte Absolventinnen und Absolventen in vielen Professionen sichern die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt. Für unsere Bürgerinnen und Bürger brauchen wir sehr 12 « gute Angebote und Dienstleistungen auch in den „nichttechnischen Berufen“ – den Sozial- und Pflegewissenschaften. Produktivität ist ein Garant für eine gesunde Wirtschaft, aber die Produktivität muss ergänzt werden durch Innovation. Im globalen Wettbewerb kann eine Stadt, deren Unternehmen zu 70 % vom Export abhängig sind, nur bestehen, wenn Innovationen ihre Produkte besser machen, als die Produkte der Konkurrenz. Innovationen entstehen durch Forschung und Entwicklung. Viele Esslinger Unternehmen investieren deutlich mehr in Forschung und Entwicklung als ihre Konkurrenten. Die finanziellen Aufwendungen sind wichtig, aber man braucht auch die „Köpfe“ dazu. Eine wichtige Basis für Innovationen ist der Wissenstransfer aus Hochschulen und viele junge Menschen, die sich mit ihren neuen Ideen in bestehende Teams einbringen. Ihr Wissen müssen sie von den besten Dozenten erwerben. Am Anfang war es die Maschinenbauschule, dann die Fachhochschule für Technik (FHTE) und seit der Fusion 2006 der beiden Hochschulen Hochschule für Sozialwesen heißt unsere Hochschule Esslingen – University of Applied Sciences. Die veränderten Namen zeigen: Die Hochschule Esslingen hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Das Erbe der 1914 nach Esslingen verlagerten Maschinenbauschule hat die

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Hochschule in diesen 100 Jahren ganz hervorragend bewahrt. In einem ständigen Anpassungs- und Erneuerungsprozess ist es den führenden Köpfen und den vielen Absolventinnen und Absolventen, mit den besten Leistungen in ihren Berufen gelungen, einen exzellenten Ruf für die Hochschule zu erarbeiten und zu verteidigen. Mein Dank für 100 Jahre Hochschule richtet sich auch an die Unternehmen und Förderer, die mit der Hochschule kooperieren und sie unterstützen. Der Verein der Freunde der Hochschule (VdF) ist ein sehr aktiver Teil dieses Systems. Die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sichert den Studierenden die bestmögliche Ausbildung für die Berufswelt. Im ständigen Dialog mit der Wirtschaft und sozialen Netzwerken kann die Hochschule rechtzeitig die Weichen stellen, damit die Absolventen die beruflichen Herausforderungen meistern können. Die Hochschule leistet ihren Anteil daran, unsere Wirtschaft konkurrenzfähig und erfolgreich zu machen. Und die Wertschöpfung aus der Wirtschaft sichert den Wohlstand der ganzen Stadt. Lassen Sie uns gemeinsam – Land, Stadt, Hochschule und Verein der Freunde – aktiv und partnerschaftlich die Chance einer Verlegung des Hochschul-Campus Flandernhöhe in die Neue Weststadt nutzen, um das innovative Milieu in Esslingen weiter zu verstärken. Ich wünsche unserer Hochschule alles Gute zum 100. Geburtstag und eine erfolgreiche Zukunft - zum Wohle der ganzen Stadt. Dr. Jürgen Zieger Oberbürgermeister der Stadt Esslingen » 13

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grusswort Ehrensenator Dipl.-Ing. Dietmar Ness | Verein der Freunde der Hochschule Esslingen e.V. Sehr geehrte Damen und Herren, Unternehmer der Region, die Stadt Esslingen mit ihrer Bürgerschaft sowie engagierte Absolventen der Maschinenbauklasse der Baugewerkschule haben es vor über 100 Jahren geschafft, die Politik von der Notwendigkeit einer eigenständigen „Königlich Württembergischen Höheren Maschinenbauschule“ mit dem Standort Esslingen zu überzeugen. Eine gute Entscheidung, wenngleich auch ein Kraftakt im Vorfeld des 1. Weltkrieges. Mit dem Festakt zum 100-jährigen Jubiläum des Hochschulstandorts Esslingen der Hochschule Esslingen gedenken wir nicht nur der Anstrengungen der Menschen vor 100 Jahren, sondern wir sind stolz auf das Engagement und die beständige Qualität seit 100 Jahren in der Lehre und Forschung, die sich längst nicht mehr nur auf den Maschinenbau beschränkt. Die guten Rankings und die Erfolge der Absolventen in Wirtschaft, Verbänden und Organisationen bezeugen den außergewöhnlich guten Ruf der Hochschule, welcher auf den Leistungen der Lehrenden und Mitarbeiter sowie der Ausrüstung der Hochschule begründet ist. Seit ihrer Gründung als eigenständige Schule ist die Hochschule für angewandte Wissenschaften eingebettet in eine der 14 « innovativsten und attraktivsten Wirtschaftsund Wissenschaftsregionen Deutschlands. Der Austausch mit der heimischen Industrie, die Unterstützung durch Lehrbeauftragte, die Möglichkeiten für Praxissemester und Abschlussarbeiten sind ein wichtiger Bestandteil der praxisorientierten Ausbildung. Die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt Esslingen und das gemeinsame Ringen um neuen Wohnraum für die heute über 6.000 Studierenden sowie zukunftsorientierte Vorlesungs- und Laborgebäude bilden positive Rahmenbedingungen für die nächsten Jahrzehnte. Der Verein der Freunde (VDF) der Hochschule Esslingen mit seinen Mitgliedern bestehend aus Unternehmen der Region sowie Absolventen und Freunden der Hochschule gratuliert zum Jubiläum sehr herzlich. Seit nunmehr über 60 Jahren unterstützt der Freundeskreis die Hochschule finanziell und mit einem großen Netzwerk. Waren es früher die Laborausstattungen oder nach der Gasexplosion 1984 mit einem provisorischen Laborneubau oder später die Unterstützung im Aufbau des Standorts Göppingen. Neben der Finanzierung der Förderanträge aus Rennstall oder Fakultäten berät der Verein heute auch in der Hochschulfinanzierung durch Aufbau eines Fundraisings oder die Bindung der Absolventen an ihre Alma Mater.

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»Die Grundlage eines jeden Staates ist die Ausbildung seiner Jugend.« so sagt Diogenes von Sinope (um *400 – †323 v. Chr.). Wir freuen uns, dass wir mit der Hochschule Esslingen seit über 100 Jahren einen solchen Ort der Ausbildung haben. Helfen sie mit, dass es auch in Zukunft so bleibt - zu unser aller Wohl. Ehrensenator Dipl.-Ing. (FH) Dipl. Wirtsch.-Ing. (FH) Dietmar Ness Vorsitzender des Vereins der Freunde der Hochschule Esslingen » 15

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